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An­teil der be­fris­te­ten Jobs geht zu­rück

Der Boom am Ar­beits­markt wirkt sich auf die Job­si­cher­heit der Be­schäf­tig­ten aus: Der An­teil der be­fris­te­ten Jobs ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren leicht zu­rück­ge­gan­gen. Da­von pro­fi­tie­ren al­ler­dings nicht al­le

07.08.2015. (dpa) - Der An­teil der be­fris­te­ten Ar­beits­ver­hält­nis­se in Deutsch­land ist in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren wie­der ge­sun­ken.

Wie aus Da­ten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes her­vor­geht, war 2014 nur noch je­der zwölf­te Ar­beit­neh­mer ab 25 Jah­ren auf Zeit be­schäf­tigt.

Die "Süd­deut­sche Zei­tung" (Don­ners­tag) hat­te zu­vor dar­über be­rich­tet.

Der An­teil der be­fris­tet Be­schäf­tig­ten sei da­mit seit 2011 von 8,9 Pro­zent auf 8,1 Pro­zent zu­rück­ge­gan­gen - ins­ge­samt sei­en das nur noch drei Mil­lio­nen.

Im eu­ro­päi­schen Ver­gleich liegt Deutsch­land da­mit leicht un­ter dem EU-Durch­schnitt von 8,2 Pro­zent.

Grund für den Rück­gang ist nach den Wor­ten von Karl Bren­ke, Ar­beits­markt­ex­per­te des Deut­schen In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung, der ho­he Be­schäf­ti­gungs­stand am deut­schen Ar­beits­markt. 2014 wa­ren 42,6 Mil­lio­nen Men­schen er­werbs­tä­tig, so vie­le wie nie zu­vor. "Die Ver­hand­lungs­po­si­ti­on der Ar­beit­neh­mer ist da­durch bes­ser ge­wor­den", sag­te Bren­ke der "Süd­deut­schen Zei­tung".

Weit ver­brei­tet sind sol­che Ar­beits­ver­trä­ge vor al­lem in der Gas­tro­no­mie, an Uni­ver­si­tä­ten und wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tu­ten so­wie im Ge­sund­heits- und So­zi­al­be­reich. Der An­teil der Be­schäf­tig­ten mit sol­chen Zeit­ver­trä­gen war laut den Zah­len aus Wies­ba­den in den 1990er Jah­ren schon deut­lich nied­ri­ger. Seit 2005 be­wegt er sich aber um die Mar­ke von acht bis neun Pro­zent und ist seit dem En­de der Fi­nanz­kri­se rück­läu­fig.

Un­ver­än­dert ist al­ler­dings, dass Ver­trä­ge auf Zeit vor al­lem jün­ge­re Men­schen tref­fen. Mit 17,2 Pro­zent war der An­teil bei den 25- bis 34-Jäh­ri­gen mehr als dop­pelt so hoch. "Be­fris­te­te An­ge­bo­te tref­fen da­mit vor al­lem die Men­schen, die sich ge­ra­de in der Fa­mi­li­en­grün­dung be­fin­den", sag­te Ka­rin Schul­ze Bu­sch­off vom Wirt­schafts- und So­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tut der ge­werk­schafts­na­hen Hans Böck­ler Stif­tung. Der Be­rufs­ein­stieg ge­stal­te sich da­mit häu­fig schwie­rig.

Kommt es zu ei­ner Be­fris­tung, so ist die Un­si­cher­heit au­ßer­dem groß: 58 Pro­zent der be­fris­tet Be­schäf­tig­ten be­sa­ßen 2014 nur ei­nen Ar­beits­ver­trag mit ei­ner Lauf­zeit von we­ni­ger als ei­nem Jahr. Bei 20 Pro­zent lag die Dau­er bei ein bis zwei Jah­ren. 22 Pro­zent hat­ten Si­cher­heit für zwei bis drei Jah­re.

Ar­beit­neh­mer im Al­ter un­ter 25 Jah­ren, die noch häu­fi­ger be­fris­te­te Ver­trä­ge ha­ben, flie­ßen nicht in die Be­rech­nung des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes ein. Auch die Grup­pe der Aus­zu­bil­den­den, de­ren Ver­trä­ge per se be­fris­tet sind, wer­den nicht be­rück­sich­tigt.

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Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

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