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Ar­beit­ge­ber sto­cken An­ge­bot für Si­cher­heits­kräf­te am Flug­ha­fen auf

Nach dem hef­ti­gen Warn­streik der Si­cher­heits­leu­te am Frank­fur­ter Flug­ha­fen wird nun wie­der ver­han­delt: Die Ar­beit­ge­ber ge­hen mit ei­nem auf­ge­stock­ten An­ge­bot in die fünf­te Run­de

05.03.2014. (dpa) - Nach dem na­he­zu ganz­tä­gi­gen Warn­streik des pri­va­ten Si­cher­heits­per­so­nals am Frank­fur­ter Flug­ha­fen sto­cken die Ar­beit­ge­ber ihr An­ge­bot auf.

Man wer­de bei den Ver­hand­lun­gen mit Ver­di am Mitt­woch ein ver­bes­ser­tes An­ge­bot auf den Tisch le­gen, kün­dig­te am Diens­tag die Ver­hand­lungs­füh­re­rin des Bun­des­ver­ban­des der Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW), Cor­ne­lia Ok­pa­ra, an.

Bei­de Sei­ten be­ton­ten ihr In­ter­es­se an ei­nem Ab­schluss in der mitt­ler­wei­le fünf­ten Ver­hand­lungs­run­de für die rund 5000 pri­va­ten Si­cher­heits­kräf­te an Flug­hä­fen in Hes­sen, Rhein­land-Pfalz und dem Saar­land.

Ver­di plant nach ei­ge­nen An­ga­ben auch für den Fall des Schei­terns zu­nächst kei­nen wei­te­ren schnel­len Warn­streik.

Die Ge­werk­schaft hat­te zu­sam­men mit der klei­ne­ren Or­ga­ni­sa­ti­on Kom­ba am 21. Fe­bru­ar die Pas­sa­gier­ab­fer­ti­gung am größ­ten Dreh­kreuz Deutsch­lands weit­ge­hend lahm­ge­legt. Tau­sen­de Flug­gäs­te hat­ten we­gen feh­len­der Per­so­nen­kon­trol­len ih­re Flü­ge nicht er­reicht. Luft­han­sa be­zif­fer­te den Scha­den an­schlie­ßend auf rund 3 Mil­lio­nen Eu­ro.

Das "über­zo­ge­ne Vor­ge­hen" wer­de bei den Ver­hand­lun­gen in Kels­ter­bach bei Frank­furt schon noch zu "ei­ni­gen kri­ti­schen Wor­ten" füh­ren, sag­te die BDSW-Ver­tre­te­rin. "Das war kein Warn­streik mehr." Die Ak­ti­on sei um­so un­ver­ständ­li­cher ge­we­sen, weil die Ar­beit­ge­ber be­reits vor dem Warn­streik im klei­nen Kreis si­gna­li­siert hät­ten, dass mit ih­rem An­ge­bot noch nicht das En­de der Fah­nen­stan­ge er­reicht sei. Man wol­le al­ler­dings nicht die Ver­hand­lun­gen be­las­ten, son­dern mög­lichst an die­sem Mitt­woch zu ei­nem Ab­schluss kom­men, er­klär­te Ok­pa­ra.

"Wir ha­ben bis­lang nichts Schrift­li­ches vor­lie­gen", er­klär­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Ma­thi­as Ve­ne­ma. Der Warn­streik sei not­wen­dig ge­we­sen, da­mit die Ar­beit­neh­mer nun ernst ge­nom­men wür­den. "Jetzt ist aber Zeit, ernst­haft zu ver­han­deln." Ei­nen sehr schnel­len Warn­streik wer­de es im Fall des Schei­terns nicht ge­ben, kün­dig­te er an. Gleich­wohl sei­en die Ar­beit­neh­mer be­reit, wenn es not­wen­dig er­schei­ne.

Ver­di for­dert für die Be­schäf­tig­ten an den Per­so­nen­kon­trol­len ei­nen St­un­den­lohn von 16 Eu­ro. Der­zeit er­hal­ten sie ab dem drit­ten Jahr der Be­schäf­ti­gung 11,70 Eu­ro. Für an­de­re, klei­ne­re Flug­hä­fen zum Bei­spiel in Stutt­gart oder Ber­lin hat der BDSW be­reits Ta­rif­ver­trä­ge mit St­un­den­löh­nen von 15 Eu­ro und mehr ab­ge­schlos­sen. Die­ses Ni­veau müs­se am größ­ten deut­schen Flug­ha­fen min­des­tens er­reicht wer­den, sag­te ei­ne Ver­di-Spre­che­rin.

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Letzte Überarbeitung: 12. Juli 2016

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