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12,6 Ta­ge: Ar­beit­neh­mer wa­ren 2011 wie­der län­ger krank­ge­schrie­ben

We­gen Be­schwer­den wie Rü­cken­lei­den, In­fek­tio­nen oder psy­chi­schen Er­kran­kun­gen wa­ren deut­sche Ar­beit­neh­mer 2011 krank­ge­mel­det - zu­sam­men­ge­rech­net 460,6 Mil­lio­nen Ta­ge: Das hat auch Fol­gen für die Wirt­schaft

28.02.2013. (dpa) - Deut­sche Ar­beit­neh­mer wa­ren 2011 wie­der län­ger krank­ge­schrie­ben.

Mit 12,6 Ta­gen fehl­ten sie 1,3 Ta­ge mehr als noch 2010. Ein Jahr zu­vor wa­ren es aber be­reits 12,8 Ta­ge.

Die­se Zah­len leg­te die Bun­des­an­stalt für Ar­beits­schutz und Ar­beits­me­di­zin in ih­rem Jah­res­be­richt "Si­cher­heit und Ge­sund­heit bei der Ar­beit" am Mitt­woch in Dort­mund vor.

Dem­nach häuf­ten al­le Be­schäf­tig­ten in Deutsch­land 2011 zu­sam­men rund 460 Mil­lio­nen Fehl­ta­ge an. Haupt­ur­sa­che für Ar­beits­un­fä­hig­keit wa­ren dem Be­richt zu­fol­ge wie auch in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Er­kran­kun­gen des Mus­kel-Ske­lett-Sys­tems wie Rü­cken-, Ge­lenk- und Mus­kel­be­schwer­den. Die­se wer­den ent­we­der durch ho­he kör­per­li­che Be­las­tun­gen oder be­we­gungs­ar­me und ein­sei­ti­ge be­las­ten­de Tä­tig­kei­ten her­vor­ge­ru­fen. Rund je­der fünf­te Krank­heits­tag war auf die­se Dia­gno­se zu­rück­zu­füh­ren.

Am zweit­häu­figs­ten wa­ren Atem­wegs­er­kran­kun­gen Ur­sa­che für den Ar­beits­aus­fall, ge­folgt von psy­chi­schen Er­kran­kun­gen. Vor al­lem we­gen die­sen stie­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Fehl­ta­ge ra­sant. Die Zahl ging in­ner­halb von nur drei Jah­ren um 44 Pro­zent von 41 Mil­lio­nen auf 59,2 Mil­lio­nen (2011) nach oben.

Aus dem jüngst vor­ge­leg­te "DAK-Ge­sund­heits­re­port" geht her­vor, dass 2012 mehr Be­schäf­tig­te als je zu­vor we­gen psy­chi­scher Lei­den ar­beits­un­fä­hig ge­schrie­ben wur­den. Die Fehl­ta­ge dar­aus ha­ben sich dem­nach zwi­schen 1997 und 2012 mehr als ver­dop­pelt.

Die Kran­ken­ta­ge von Ar­beit­neh­mern ha­ben Schät­zun­gen der Bun­des­an­stalt zu­fol­ge 2011 Pro­duk­ti­ons­aus­fäl­le von 46 Mil­li­ar­den Eu­ro ver­ur­sacht, sie­ben Mil­li­ar­den Eu­ro mehr als im Jahr zu­vor. Grund­la­ge für die Be­rech­nung wa­ren die ins­ge­samt 460,6 Mil­lio­nen Krank­heits­ta­ge, die mit dem Durch­schnitts­ver­dienst mul­ti­pli­ziert wur­den. Mit 80 Mil­li­ar­den Eu­ro liegt die ent­gan­ge­ne Wert­schöp­fung, die die Ar­beit­neh­mer dem Be­richt zu­fol­ge hät­ten er­zie­len kön­nen, so­gar noch deut­lich hö­her.

An den Fol­gen an­er­kann­ter Be­rufs­krank­hei­ten star­ben 2560 Men­schen. Be­son­ders deut­lich war im Jahr 2011 ein An­stieg der To­des­fäl­le bei As­best­fol­ge­er­kran­kun­gen. Gra­vie­ren­de Fol­gen hat­ten zu­dem schwe­re Er­kran­kun­gen wie Lun­gen­krebs, Si­li­ko­se oder ra­dio­ak­ti­ve Ver­seu­chun­gen. Tau­sen­de Men­schen ster­ben jähr­lich an den Fol­gen oder ge­hen in die Ar­beits­un­fä­hig­keit.

Rück­läu­fig war hin­ge­gen die Zahl der Ar­beits­un­fäl­le. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl 2011 um 3,6 Pro­zent ge­sun­ken. Sie liegt bei rund ei­ner Mil­li­on. 664 der Un­fäl­le wäh­rend der Ar­beit en­de­ten töd­lich: 520 am Ar­beits­platz, 144 im Stra­ßen­ver­kehr. Mehr Men­schen als 2010 ka­men auf dem Weg von und zur Ar­beit ums Le­ben: 400 Men­schen star­ben bei 190 000 Un­fäl­len.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. Juni 2016

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