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Ar­beits­agen­tu­ren su­chen Weih­nachts­män­ner

Män­ner mit ro­tem An­zug, wei­ßem Bart und Ge­schen­ke-Sack sind ge­fragt: Vor al­lem in Fa­mi­li­en sol­len sie an Hei­lig­abend Kin­der­au­gen zum Leuch­ten brin­gen. Des­halb läuft bei den Ar­beits­agen­tu­ren ei­ne Job­ver­mitt­lung der be­son­de­ren Art

30.10.2014. (dpa) - Acht Wo­chen vor dem Fest be­gin­nen die Ar­beits­agen­tu­ren mit der Ver­mitt­lung von Weih­nachts­män­nern.

Die Nach­fra­ge über­stei­ge das An­ge­bot bei wei­tem, sag­te Grit Wink­ler von der Dresd­ner Agen­tur.

Vor al­lem Fa­mi­li­en mit Kin­dern buch­ten Weih­nachts­män­ner für die Be­sche­rung.

Auch die Ar­beits­agen­tu­ren in Zwi­ckau und Oschatz bie­ten den Ver­mitt­lungs­ser­vice an.

Auch dort wä­re man über mehr Be­wer­ber froh.

Im ver­gan­ge­nen Jahr sorg­ten von den Agen­tu­ren ver­mit­tel­te Weih­nachts­män­ner sach­sen­weit bei rund 450 Ein­sät­zen für leuch­ten­de Kin­der­au­gen.

"95 Pro­zent wol­len ei­nen Weih­nachts­mann an Hei­lig­abend", sag­te Wink­ler. Zum al­ler­größ­ten Teil sei­en es Fa­mi­li­en. Es ge­be aber auch An­fra­gen für Weih­nachts­fei­ern et­wa in Se­nio­ren­hei­men oder bei Fir­men. Die Agen­tu­ren ver­mit­tel­ten nur den Kon­takt. "De­tails und auch die Be­zah­lung wer­den di­rekt zwi­schen Weih­nachts­mann und Auf­trag­ge­ber ab­ge­spro­chen."

Neue Be­wer­ber sei­en stets sei­en will­kom­men. "Ge­pflegt soll­ten sie schon sein, auch wenn man es nach­her un­ter dem Weih­nachts­mann­kos­tüm nicht mehr so sieht", mein­te Wink­ler. Das Al­ter sei da­bei nicht ent­schei­dend. "Von jun­gen Stu­den­ten bis Ü-60 ist al­les da­bei." Kos­tü­me wür­den ge­stellt. "Den Bart müs­sen die Weih­nachts­män­ner aber selbst mit­brin­gen, aus hy­gie­ni­schen Grün­den."

Im Ge­gen­satz zu Dres­den, wo nur Män­ner den Weih­nachts­mann spie­len, ver­mit­telt die Zwi­ckau­er Ar­beits­agen­tur auch Frau­en. "Die wer­den als Christ­kind und En­gel ge­bucht, ge­hen aber auch als Weih­nachts­män­ner kos­tü­miert in die Fa­mi­li­en", sag­te Spre­che­rin Mir­jam So­be.

In Oschatz ver­fügt die Ar­beits­agen­tur über ei­nen fes­ten Stamm von et­wa 20 Hob­by-Weih­nachts­män­nern. "So man­cher, der kei­ne ei­ge­ne hat, ist viel­leicht nicht un­glück­lich, am Hei­li­gen Abend zu ei­ner Fa­mi­lie zu ge­hen", sagt Volk­mar Bai­er. Drei bis fünf Ein­sät­ze kom­men in Nord­sach­sen auf die Weih­nachts­män­ner zu. "Je nach Ein­satz­ort. Im länd­li­chen Be­reich ist das ja nicht im­mer ein­fach."

In Dres­den ist in der ers­ten De­zem­ber­wo­che An­nah­me­schluss. Wer bis da­hin kei­nen Weih­nachts­mann hat, darf aber wei­ter hof­fen - zu­min­dest in den Uni­ver­si­täts­städ­ten, wo die stu­den­ti­schen Job­ver­mitt­lun­gen zu­meist eben­falls Weih­nachts­män­ner im Pro­gramm ha­ben.

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Letzte Überarbeitung: 26. November 2016

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