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Bun­des­agen­tur: Knick bei of­fe­nen Stel­len - Im Mai we­ni­ger Ar­beits­lo­se

Die Auf­trags­bü­cher vie­ler Un­ter­neh­men fül­len sich be­reits wie­der: Doch nicht je­de Fir­ma münzt das gleich in neue Stel­len um, wie jüngs­te Da­ten der Bun­des­agen­tur zei­gen. Trotz­dem ste­hen die Zei­chen wei­ter auf Job­auf­schwung

28.05.2014. (dpa) - Trotz des kräf­ti­gen Wirt­schafts­wachs­tums im ers­ten Quar­tal sind vie­le Un­ter­neh­men bei der Schaf­fung neu­er Jobs zö­ger­lich.

Im Mai sei die Zahl der of­fe­nen Stel­len so­gar leicht zu­rück­ge­gan­gen, be­rich­te­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) am Diens­tag bei der Ver­öf­fent­li­chung ih­res Stel­len­in­de­xes BA-X in Nürn­berg.

Die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten be­we­ge sich den­noch wei­ter auf ho­hem Ni­veau, be­ton­te die Bun­des­agen­tur.

Der In­di­ka­tor für das ak­tu­el­le Stel­len­an­ge­bot sank im Mai um 5 auf 149 Punk­te - und da­mit auf den nied­rigs­ten Stand seit Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res. Im Ver­gleich zum Vor­jahr lie­ge der BA-X al­ler­dings um drei Punk­te im Plus, hieß es.

Für den Rück­gang des Stel­len­an­ge­bots mach­te die Bun­des­be­hör­de un­ter an­de­rem den mil­den Win­ter ver­ant­wort­lich. Da­durch hät­ten wit­te­rungs­be­dingt we­ni­ger Men­schen ih­re Ar­beit ver­lo­ren als sonst. "In­fol­ge­des­sen fällt auch der Ein­stel­lungs­be­darf in die­sem Früh­jahr ge­rin­ger aus", er­klär­te die BA.

Zur wei­te­ren Ent­wick­lung auf dem Ar­beits­markt gab sich die Bun­des­agen­tur trotz des ak­tu­el­len Nach­fra­ge­knicks zu­ver­sicht­lich: "Die ak­tu­el­le po­si­ti­ve wirt­schaft­li­che Grund­stim­mung und die op­ti­mis­ti­schen Aus­bli­cke der Un­ter­neh­men las­sen auch für die kom­men­den Mo­na­te ei­nen ho­hen Kräf­te­be­darf er­war­ten", hieß es in ei­ner Mit­tei­lung.

Für den Mai ge­hen Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken von rund 2,83 Mil­lio­nen Ar­beits­lo­sen aus. Dies wä­ren rund 105 000 we­ni­ger als im April und rund 100 000 we­ni­ger als vor ei­nem Jahr. Nach ih­rer Ein­schät­zung hat der Ar­beits­markt im Mai noch ein­mal von dem wirt­schaft­li­chen Auf­schwung im ers­ten Quar­tal und dem mil­den Win­ter pro­fi­tiert. In vie­len Au­ßen­be­ru­fen, wie auf dem Bau, ha­be fast durch­ge­ar­bei­tet wer­den kön­nen.

Für das Ge­samt­jahr 2014 rech­nen die Ar­beits­markt­ex­per­ten vor­erst mit ei­ner Fort­set­zung des Job­auf­schwungs. Wenn auch leicht ab­ge­schwächt wer­de der Ab­bau der Ar­beits­lo­sig­keit in der zwei­ten Jah­res­hälf­te wei­ter­ge­hen, schät­zen die Fach­leu­te. Im Jah­res­schnitt rech­nen sie mit ei­nem Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit um 90 000 bis 100 000. Im Vor­jahr war die Er­werbs­lo­sig­keit da­ge­gen um mehr als 50 000 ge­stie­gen.

Die zum Wo­chen­be­ginn be­kannt­ge­wor­de­ne Sor­ge deut­scher Ar­beits­agen­tur-Chefs, der Ar­beits­markt könn­te im Som­mer an Schwung ver­lie­ren, teilt et­wa Al­li­anz-Volks­wirt Rolf Schnei­der nicht: "Da­zu ist die kon­junk­tu­rel­le An­triebs­kraft zu groß. Der Ex­port läuft gut, trotz des star­ken Eu­ros und der po­li­ti­schen Tur­bu­len­zen in der Ukrai­ne", be­tont der Ban­ken­ver­tre­ter.

Kei­ne gro­ßen Fort­schrit­te beim Ab­bau der So­ckel­ar­beits­lo­sig­keit er­war­tet hin­ge­gen der Bun­des­ver­band der Deut­schen Volks­ban­ken und Raiff­ei­sen­ban­ken (BVR) für 2014 und 2015. "Der har­te Kern an Ar­beits­lo­sen wird kaum von der bes­se­ren Kon­junk­tur pro­fi­tie­ren", be­ton­te BVR-Vor­stands­mit­glied An­dre­as Mar­tin am Diens­tag. Zu­dem wür­den die Ein­füh­rung des all­ge­mei­nen ge­setz­li­chen Min­dest­lohns und Tei­le der Ren­ten­re­form die Ak­ti­vie­rungs­chan­cen ver­min­dern.

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Letzte Überarbeitung: 29. August 2014

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