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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Elternzeit
   
Gericht: Arbeitsgericht Düsseldorf
Akten­zeichen: 4 Ca 4023/10
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 29.09.2010
   
Leit­sätze: Die In­an­spruch­nah­me des drit­ten Jah­res der El­tern­zeit im drit­ten Le­bens­jahr des Kin­des be­darf nicht der Zu­stim­mung des Ar­beit­ge­bers.
Vor­ins­tan­zen:
   

TAT­BESTAND

Die Par­tei­en strei­ten über das Be­ste­hen von El­tern­zeit

Die Kläge­rin ist bei der Be­klag­ten seit dem 01.04.2002 auf Ba­sis des Ar­beits­ver­tra­ges vom 07.02.2002 (Bl. 9ff. d.A.) als Ver­triebs­mit­ar­bei­te­rin für den In­nen­dienst am Stand­ort Düssel­dorf tätig. Die Be­klag­te be­treibt ein Lea­sing­un­ter­neh­men an acht Stand­or­ten, un­ter an­de­rem in Düssel­dorf und Köln. Das letz­te Brut­to­mo­nats­ge­halt der Kläge­rin be­trug 3.585,83 €.

Die Kläge­rin be­kam am 11.06.2006 ihr ers­tes Kind und be­an­trag­te im An­schluss El­tern­zeit bis zum 10.06.2008. Die Kläge­rin be­kam am 08.06.2008 ihr zwei­tes Kind. Mit Schrei­ben vom 16.06.2008 teil­te sie der Be­klag­ten mit, dass sie nach Ab­schluss der Mut­ter­schutz­frist am 03.08.2008 acht Ta­ge Ur­laub neh­men wer­de und dass sie dann zunächst für zwei Jah­re bis zur Voll­endung des 2. Le­bens­jah­res El­tern­zeit in An­spruch neh­me. Gleich­zei­tig be­an­trag­te sie die Über­tra­gung des drit­ten Jah­res der El­tern­zeit für das ers­te Kind auf auf die Voll­endung des 8. Le­bens­jah­res (Bl. 14 d.A.). Die Be­klag­te ver­wei­ger­te die Über­tra­gung für das ers­te Kind und bestätig­te den Ur­laub so­wie ei­nen An­trag auf El­tern­zeit für den Zeit­raum 14.08. 2008 bis 13.08.2010 (Bl. 66 d.A.). Die­ses teil­te sie auch der Kran­ken­kas­se mit.

Am 17.03.2010 teil­te die Kläge­rin per E-Mail mit, dass sie nach En­de der El­tern­zeit in Teil­zeit mit ei­ner wöchent­li­chen Ar­beits­zeit von 24 St­un­den von Diens­tag bis Frei­tag je­weils von 8.30 - 14.30 Uhr zurück­keh­ren wol­le (Bl. 67 d.A.). Im An­schluss gab es meh­re­re Gespräche über die­se Fra­ge Mit Schrei­ben vom 13.04.2010 teil­te die Be­klag­te der Kläge­rin mit, dass ei­ne Tätig­keit am Stand­ort Köln be­spro­chen wor­den sei, die­se aber nur in Voll­zeit möglich sei (Bl. 68 d.A.). Mit Schrei­ben vom 16.04.2010 teil­te die Kläge­rin der Be­klag­ten mit, dass sie das drit­te Jahr der El­tern­zeit im un­mit­tel­ba­ren An­schluss bis zum 07.06.2011 in An­spruch neh­me. Gleich­zei­tig be­an­trag­te sie Teil­zeit für den Zeit­raum 01.10.2010 bis 07.06.2011 mit ei­ner wöchent­li­chen Ar­beits­zeit von 24 St­un­den und ei­ner Ver­tei­lung diens­tags bis frei­tags von 8.30 - 14.30 Uhr (Bl. 15 d.A.).

Die Be­klag­te ver­wei­ger­te die Verlänge­rung der El­tern­zeit so­wie die gewünsch­te Teil­zeit mit Schrei­ben vom 19.05.2010 und teil­te mit, dass ei­ne Re­du­zie­rung nur im Um­fang von 30 St­un­den mit ei­ner tägli­chen Ar­beits­zeit von 9-15 Uhr am Stand­ort Köln in Be­tracht kom­me (Bl. 16f. d.A.). Mit Schrei­ben vom 02.06.2010 lehn­te die Kläge­rin das An­ge­bot ab, wies dar­auf hin, dass sie sich in El­tern­zeit befände (Bl. 18ff. d.A.). Mit Schrei­ben vom 10.06.2010 wi­der­sprach die Be­klag­te noch­mals der El­tern­zeit und bot un­ter Frist­set­zung bis zum Fol­ge­tag noch­mals die Teil­zeittätig­keit mit 30 St­un­den an (73f. d.A). Das Fax wur­de der Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten der Kläge­rin am 10.06.2010 um 17:47 Uhr über­mit­telt. Mit Schrei­ben vom 15.06.2010 teil­te die­se mit, dass die Frist un­an­ge­mes­sen kurz sei und Kla­ge er­ho­ben wer­de. Das An­ge­bot wur­de mit Wir­kung zum 01.10.2010 durch die Be­klag­te am 30.07.2010 noch­mals wie­der­holt (Bl. 103 d.A.).

Mit ih­rer am 17.06.2010 bei Ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge ver­langt die Kläge­rin nun­mehr die Fest­stel­lung, dass sie sich bis zum 07.06.2011 in El­tern­zeit be­fin­det. Wei­ter­hin ver­lang­te sie so­wie die Zu­stim­mung der Be­klag­ten zu der be­gehr­ten Teil­zeit. Hierüber ha­ben die Par­tei­en im Kam­mer­ter­min ei­nen Teil­ver­gleich ab­ge­schlos­sen.

Die Kläge­rin ver­tritt die Auf­fas­sung, sie ha­be die El­tern­zeit wirk­sam bis zum 07.06.2011 verlängert.

Die Kläge­rin be­an­tragt, 

fest­zu­stel­len, dass sich die Kläge­rin im Rah­men des zwi­schen den Par­tei­en be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis­ses auch über den 15.08.2010 hin­aus bis zum 07.06.2011 in El­tern­zeit be­fin­det,

Die Be­klag­te be­an­tragt 

die Kla­ge ab­zu­wei­sen. 

Sie ver­tritt die Auf­fas­sung, die Kläge­rin sei nicht be­rech­tigt, oh­ne Zu­stim­mung des Ar­beit­ge­bers ein wei­te­res Jahr El­tern­zeit zu neh­men, nach­dem sie sich ver­bind­lich zunächst nur auf zwei Jah­res fest­ge­legt ha­be. Die Bin­dungs­wir­kung die­ser Erklärung ha­be sich durch die E-Mail vom 17.03.2010 per­pe­tu­iert. Das Schrei­ben vom 16.04.2010 stel­le je­den­falls den An­trag auf vor­zei­ti­ge Be­en­di­gung der bis zum 13.08.2010
an­dau­ern­den El­tern­zeit dar.

We­gen des wei­te­ren Vor­brin­gens der Par­tei­en wird auf die zu den Ak­ten ge­reich­ten Schriftsätze so­wie die Pro­to­kol­le der münd­li­chen Ver­hand­lun­gen vom 08.07. und 01.09.2010 Be­zug ge­nom­men.

ENT­SCHEI­DUN­GSGRÜNDE 

I. 

Die Kla­ge ist zulässig und be­gründet.

Die Kläge­rin be­fin­det sich bis zum 07.06.2011 in El­tern­zeit

1. Die Kla­ge ist zulässig. Zwi­schen den Par­tei­en ist strei­tig, wel­chen recht­li­chen Sta­tus ihr Ar­beits­verhält­nis zu­min­dest ab dem 15.08.2010 hat. Da­mit ist das Be­ste­hen oder Nicht­be­ste­hen ei­nes Rechts­verhält­nis­ses iSd § 256 Abs. 1 ZPO im Streit und es be­steht ein Fest­stel­lungs­in­ter­es­se, da sich aus der El­tern­zeit ne­ben der an­de­re An­for­de­run­gen im Rah­men ei­nes Teil­zeit­an­spruchs auch an­de­re Rechts wie be­son­de­rer
Kündi­gungs­schutz er­ge­ben.

2. Die Kla­ge ist auch be­gründet. 

Die Kläge­rin hat wirk­sam ge­genüber der Be­klag­ten die In­an­spruch­nah­me des wei­te­ren Jah­res der El­tern­zeit mit Schrei­ben vom 16.04.2010 erklärt.

Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Be­klag­ten be­fand sich die Kläge­rin zunächst bis zum 07.06.2010 in El­tern­zeit. Die­ses er­gibt sich aus ih­rem An­trag vom 16.06.2008, in dem sie mit­teilt, dass sie für die ers­ten zwei Le­bens­jah­re ih­res Soh­nes El­tern­zeit neh­men will. Die­se wa­ren am 07.06.2010 be­en­det.

Die Kläge­rin hat zwar mit ih­rem An­trag die Fest­stel­lung be­gehrt, dass die El­tern­zeit über den 15.08.2010 hin­aus bis zum 07.06.2011 fort­dau­ert, die­ses ist aber dem Um­stand ge­schul­det, dass zwi­schen den Par­tei­en das Fort­be­ste­hen der El­tern­zeit auch erst ab die­sem Zeit­punkt strei­tig ist.

Die Kläge­rin hat mit ih­rer E-Mail vom 17.03.2010 nicht auf das Recht, das wei­te­re Jahr in An­spruch zu neh­men, ver­zich­tet. Die Kläge­rin hat­te zwei­fels­oh­ne zunächst nicht den Plan, das wei­te­re Jahr in An­spruch zu neh­men. Die­ses er­gibt aus dem Teil­zeit­an­trag vom 17.03.2010. Die In­an­spruch­nah­me war ei­ne Re­ak­ti­on auf die Ab­leh­nung der Be­klag­ten mit Schrei­ben vom 13.04.2010. Es ist je­doch nicht er­sicht­lich, dass die Kläge­rin in je­dem Fall auf das wei­te­re Jahr ver­zich­tet hat und für den Fall der Ab­leh­nung ih­res Teil­zeit­an­tra­ges in Voll­zeit wie­der­kom­men woll­te. Hier­ge­gen spricht be­reits der Hin­weis auf die er­for­der­li­che Kin­der­be­treu­ung. Die In­an­spruch­nah­me wäre nicht er­for­der­lich, wenn die Be­klag­te dem Teil­zeit­an­spruch ent­spro­chen hätte. Es gibt aber kei­ne An­halts­punk­te dafür, dass die Kläge­rin für den Fall, dass sie nicht Teil­zeit ar­bei­ten kann, auf das wei­te­re Jahr der El­tern­zeit ver­zich­tet.

Die Kläge­rin hat auch nicht die be­ste­hen­de El­tern­zeit vor­zei­tig be­en­det. Sie hat mit Schrei­ben vom 16.06.2008 El­tern­zeit bis zum 07.06.2010 ver­langt. Die Be­klag­te hat das Schrei­ben of­fen­sicht­lich miss­ver­stan­den wie sich aus ih­rem Schrei­ben vom 05.06.2008 (ver­mut­lich 05.07.2008) er­gibt. Der An­trag der Kläger ist aber ein­deu­tig ge­fasst. Hier liegt auch kei­ne Ei­ni­gung der Par­tei­en über die La­ge der El­tern­zeit vor. Die­ses ist nach der ge­setz­li­chen Kon­zep­ti­on auch nicht er­for­der­lich, da die Kläge­rin den An­spruch nach § 15 Abs. 2 iVm § 16 Abs. 1 BEEG le­dig­lich ver­lan­gen muss, um die Rechts­fol­ge aus­zulösen. Das hat sie für die El­tern­zeit vom 14.08.2008 bis 07.06.2010 wirk­sam ge­tan.

Gemäß § 15 Abs. 2 BEEG be­steht ein An­spruch auf El­tern­zeit bis zur Voll­endung des drit­ten Le­bens­jah­res des Kin­des, im kon­kre­ten Fall mit­hin bis zum 07.06.2011. Ein An­teil der El­tern­zeit von bis zu zwölf Mo­na­ten ist mit Zu­stim­mung des Ar­beit­ge­bers bis zur Voll­endung des 8. Le­bens­jah­res über­trag­bar. Die­ses be­deu­tet al­so zunächst, dass min­des­tens zwei Jah­re der El­tern­zeit in den ers­ten drei Le­bens­jah­ren des Kin­des in An­spruch ge­nom­men wer­den müssen. Gemäß § 16 Abs. 1 S. 1 BEEG muss bin­nen sie­ben Wo­chen vor In­an­spruch­nah­me El­tern­zeit ver­langt wer­den und erklärt wer­den, für wel­chen Zeit­raum in­ner­halb von zwei Jah­ren El­tern­zeit ge­nom­men wer­den soll. Aus die­ser ge­setz­li­chen Kon­zep­ti­on er­gibt sich, dass den El­tern die Möglich­keit ge­ge­ben wer­den soll, frei­er über das drit­te Jahr der El­tern­zeit zu dis­po­nie­ren. Nach der ge­setz­li­chen Grund­kon­zep­ti­on des § 15 Abs. 2 BEEG ist die El­tern­zeit an sich auf die ers­ten drei Le­bens­jah­re des Kin­des be­schränkt, für ei­ne Über­tra­gung über die­sen Zeit­raum hin­aus be­steht ein Zu­stim­mungs­er­for­der­nis.

Nach § 16 Abs. 3 BEEG er­for­dert die Verlänge­rung der El­tern­zeit die Zu­stim­mung des Ar­beit­ge­bers. In Recht­spre­chung und Li­te­ra­tur ist um­strit­ten, ob in dem Fall, in dem ein El­tern­teil zunächst zwei Jah­re El­tern­zeit ge­nom­men hat und nun­mehr das drit­te Jahr bis zur Voll­endung des drit­ten Le­bens­jah­res in An­spruch neh­men will, das Zu­stim­mungs­er­for­der­nis greift. Die­ses wird teil­wei­se in der Li­te­ra­tur, in der Re­gel oh­ne nähe­re Be­gründung, be­jaht (Münch­ner Hand­buch für Ar­beits­recht-Hee­nen § 507 Rd­nr. 8; Schaub-Linck § 172 Rd­nr. 13; HWK-Gaul, § 16 BEEG Rd­nr. 4; ErfK-Dörner § 16 BEEG Rd­nr. 4). Ein Teil der Li­te­ra­tur aber auch Recht­spre­chung ver­tritt die Auf­fas­sung, bei der In­an­spruch­nah­me des drit­ten Jah­res der El­tern han­de­le es sich nicht um ei­ne Verlänge­rung, son­dern um ei­ne In­an­spruch­nah­me des Stamm­rechts aus § 15 Abs. 2 BEEG (LAG Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 13.11.2006, 5 Sa 402/06; LAG Rhein­land-Pfalz, Ur­teil vom 04.12.2004, 4 Sa 606/04; Kütt­ner-Rei­ne­cke, Stich­wort El­tern­zeit Rd­nr. 12; Rolfs/Krei­ke­bohm-Neu­mann § 16 BEEG Rd­nr. 6; Buch­ner/Be­cker § 16 BEEG Rd­nr. 15; Rancke, § 16 BEEG Rd­nr. 3; Sow­ka in Fest­schrift 50 Jah­re Bun­des­ar­beits­ge­richt, S. 229 (231); Göhle -San­der, ju­ris Pra­xis­Re­port, An­mer­kung zu LAG Nie­der­sach­sen vom 13.11.2006). Die Kam­mer schließt sich die­ser Auf­fas­sung an. Die Re­ge­lung in § 15 Abs. 2 BEEG gibt den El­tern das Recht, bis zur Voll­endung des drit­ten Le­bens­jah­res El­tern­zeit zu neh­men. Be­reits die in § 16 Abs. 1 BEEG ge­re­gel­te Ver­pflich­tung, sich für ei­nen Zeit­raum von zwei Jah­ren fest­zu­le­gen, dient im In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers sei­ner Pla­nungs­si­cher­heit.

Die Norm verstößt auch nicht ge­gen Eu­ro­pa­recht. Gemäß Ab­schnitt II, § 2 Ziff 3b der Rich­li­nie der EU 96/34/EG vom 03.06.1996 können die Mit­glieds­staa­ten Fris­ten fest­set­zen, in de­nen die Ankündi­gung der El­tern­zeit zu er­fol­gen hat. Ei­ne zwin­gen­de Vor­ga­be ist da­mit nicht ver­bun­den, son­dern viel­mehr die Be­rech­ti­gung der Ein­zel­staa­ten, das Recht auf El­tern­zeit, dass durch die Richt­li­nie verbürgt ist, durch Ver­fah­rens­re­geln ein­zu­schränken bzw. zu re­gu­lie­ren. Die Be­klag­te kann sich auch nicht auf die Richt­li­nie der EU vom 08.03.2010 (2010/18/EU) zur Um­set­zung der Rah­men­ver­ein­ba­rung über den El­tern­ur­laub vom 18.06.2009 be­ru­fen, da gemäß Ar­ti­kel 3 die­ser Richt­li­nie die Um­set­zung erst zum 08.03.2012 ge­schul­det ist.

II. 

Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 91 ZPO § 91 ZPO iVm § 98 ZPO. 

III. 

Die Streit­wer­tent­schei­dung be­ruht auf § 3 ZPO. Das Ge­richt hat für den An­trag zwei Gehälter in An­satz ge­bracht. Die Fest­set­zung des Gebühren­wer­tes gemäß § 63 GKG ist ge­son­dert er­folgt.

Rechts­mit­tel­be­leh­rung 

Ge­gen die­ses Ur­teil kann von der be­klag­ten Par­tei 

B e r u f u n g 

ein­ge­legt wer­den. 

Für die kla­gen­de Par­tei ist ge­gen die­ses Ur­teil kein Rechts­mit­tel ge­ge­ben.

Die Be­ru­fung muss

in­ner­halb ei­ner N o t f r i s t* von ei­nem Mo­nat

beim Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf, Lud­wig-Er­hard-Al­lee 21, 40227 Düssel­dorf, Fax: (0211) 7770 - 2199 ein­ge­gan­gen sein.

Die Not­frist be­ginnt mit der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Ur­teils, spätes­tens mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach des­sen Verkündung

Die Be­ru­fungs­schrift muss von ei­nem Be­vollmäch­tig­ten un­ter­zeich­net sein. Als Be­vollmäch­tig­te sind nur zu­ge­las­sen:

1. Rechts­anwälte,

2. Ge­werk­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der,

3. Ju­ris­ti­sche Per­so­nen, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der in Nr. 2 be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung der Mit­glie­der die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on oder ei­nes an­de­ren Ver­ban­des oder Zu­sam­men­schlus­ses mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet.

Ei­ne Par­tei, die als Be­vollmäch­tig­ter zu­ge­las­sen ist, kann sich selbst ver­tre­ten.

* Ei­ne Not­frist ist un­abänder­lich und kann nicht verlängert wer­den.

Gez. C.

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