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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Streik: Sympathiestreik, Streik: Solidaritätsstreik, Streik: Unterstützungsstreik
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg
Akten­zeichen: 8 Sa 446/10
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 26.11.2010
   
Leit­sätze: Zur Rechtmäßig­keit ei­nes ge­gen ein Mit­glied ei­nes Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des oh­ne Ta­rif­bin­dung geführ­ten eintägi­gen Warn­streiks.
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 7.01.2010, 33 Ca 14015/09
Nachgehend Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.06.2012, 1 AZR 775/10
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt

Ber­lin-Bran­den­burg

 

Verkündet

am 26. No­vem­ber 2010

Geschäfts­zei­chen (bit­te im­mer an­ge­ben)

8 Sa 446/10

33 Ca 14015/09
Ar­beits­ge­richt Ber­lin

K., JHS
als Ur­kunds­be­am­ter/in
der Geschäfts­stel­le


Im Na­men des Vol­kes

 

Ur­teil

 

In Sa­chen

pp 

hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, 8. Kam­mer,
auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 22. Ok­to­ber 2010
durch die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin am Lan­des­ar­beits­ge­richt A.-G. als Vor­sit­zen­de
so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Herr B. und Herr R.
für Recht er­kannt:

I. Die Be­ru­fung der Kläge­rin ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ber­lin vom 07.01.2010
- 33 Ca 14015/09 - wird auf ih­re Kos­ten zurück­ge­wie­sen.

II. Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.


A.-G. B. R.

 

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Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten darüber, ob die be­klag­te Ge­werk­schaft der Kläge­rin, die ein Un­ter­neh­men im Be­reich phar­ma­zeu­ti­scher Ver­pa­ckun­gen be­treibt, Scha­dens­er­satz we­gen des Auf­rufs zu ei­nem aus Sicht der Kläge­rin rechts­wid­ri­gen Warn­streik am 29. Mai 2009 im Zu­ge der mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. um ei­ne Lohn- und Ge­halts­erhöhung für die Beschäftig­ten der Druck­in­dus­trie geführ­ten Ar­beits­kampf schul­det.

Die Be­klag­te kündig­te den mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. ge­schlos­se­nen Ent­gelt­ta­rif­ver­trag un­ter dem 19. Fe­bru­ar 2009 zum 31. März 2009. Zum 30. März 2009 wech­sel­te die Kläge­rin gem. § 3 Abs. 3 der Sat­zung des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des Druck und Me­di­en H. e. V. (An­la­ge K2, Bl. 45 - 63 d. A.) von ei­ner Mit­glied­schaft mit Ta­rif­bin­dung in ei­ne Mit­glied­schaft oh­ne Ta­rif­bin­dung in die­sem Ar­beit­ge­ber­ver­band und be­gründe­te zum 1. Mai 2009 ei­ne or­dent­li­che Mit­glied­schaft mit Ta­rif­bin­dung in dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Pa­pier, Pap­pe und Kunst­stoff ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men Mit­te e. V.

Un­ter dem 19. Mai 2009 teil­te der Ver­band Pa­pier, Pap­pe und Kunst­stoff ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men Mit­te e. V. der Be­klag­ten u. a. fol­gen­des mit:

„Die Fir­ma Ch. N.-I. GmbH war bis En­de März die­ses Jah­res or­dent­li­ches Mit­glied des Lan­des­ver­ban­des Druck und Me­di­en. Das Un­ter­neh­men hat ei­ne Um­wand­lung der Mit­glied­schaft in ei­ne sol­che oh­ne Ta­rif­bin­dung be­an­tragt und er­hal­ten. Zu­gleich hat das Un­ter­neh­men beim VPU ei­nen An­trag auf or­dent­li­che Mit­glied­schaft ab 01.05.2009 ge­stellt, dem zwi­schen­zeit­lich statt­ge­ge­ben wur­de. Die Fir­ma Ch. N.-I. GmbH hat uns aus­drück­lich mit der Wahr­neh­mung ih­rer In­ter­es­sen be­auf­tragt.“

We­gen des wei­te­ren In­halts des Schrei­bens wird auf An­la­ge K3 (Bl. 64 d. A.) ver­wie­sen.

Am 22. Mai 2009 fand ein Tref­fen zwi­schen dem Geschäftsführer der Kläge­rin so­wie dem Geschäftsführer des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des Pa­pier, Pap­pe und Kunst­stoff ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men Mit­te e. V. auf der ei­nen Sei­te und dem Lan­des­fach­be­reichs­lei­ter Be­rei­che Me­di­en, Kunst, In­dus­trie im Lan­des­be­zirk H. der Be­klag­ten und dem Be­zirks­se­kretär der Be­klag­ten auf der an­de­ren Sei­te statt. In die­sem Gespräch wur­de die Be­klag­te auf den Sta­tus­wech­sel hin­ge­wie­sen.

Mit Schrei­ben vom 27. Mai 2009, we­gen des­sen In­halt im Ein­zel­nen auf An­la­ge K4 (Bl. 67 - 68 d. A.) ver­wie­sen wird, teil­te die Be­klag­te der Kläge­rin u. a. Fol­gen­des mit:

„… Mit Schrei­ben des Ver­ban­des Pa­pier, Pap­pe Kunst­stoff Ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men Mit­te e. V. (vpu Mit­te) vom 19. Mai 2009 ha­ben wir Kennt­nis da­von er­langt, dass Sie seit 1. April

 

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2009 Mit­glied im Lan­des­ver­band Druck und Me­di­en oh­ne Ta­rif­bin­dung (OT) sein sol­len. Im sel­ben Schrei­ben ha­ben wir da­von Kennt­nis be­kom­men, dass Sie seit 1.5.2009 or­dent­li­ches Mit­glied im Ver­band Pa­pier, Pap­pe und Kunst­stoff Ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men Mit­te ge­wor­den sein sol­len. Ei­ne Bestäti­gung durch un­se­ren bis­her für Sie zuständi­gen Ta­rif­ver­trags­part­ner liegt uns bis­her nicht vor.
.…
Nach ak­tu­el­ler OT-Recht­spre­chung (Blitz­aus­tritt/Blitz­wech­sel usw.) wer­den Sie an das Ta­rif­er­geb­nis der Druck­in­dus­trie ge­bun­den sein…“

Die Be­klag­te rief die Beschäftig­ten der Kläge­rin mit dem Streitkauf­ruf (An­la­ge K5, Bl. 69 d. A.) zum Warn­streik für den 29. Mai 2009 von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr auf, um ei­ne Lohn- und Ge­halts­erhöhung von 5 % für die Beschäftig­ten in der Druck­in­dus­trie durch­zu­set­zen. Die Be­leg­schaft der Kläge­rin folg­te dem Streik­auf­ruf über­wie­gend, so dass die Kläge­rin ih­re Pro­duk­ti­on am 29. Mai 2009 nicht auf­neh­men konn­te.

Mit dem Schrei­ben vom 28. Ok­to­ber 2009 (An­la­ge B4, Bl. 212 d. A.) teil­te der Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. der Be­klag­te u. a. fol­gen­des mit:

„… auf Wunsch des Geschäftsführers un­se­res obi­gen Mit­glieds­un­ter­neh­mens, Herrn …, set­zen wir Sie in Kennt­nis, dass das Un­ter­neh­men mit Wir­kung vom 30.3.2009 in die nach un­se­rer Sat­zung mögli­che Mit­glied­schaft oh­ne Ta­rif­bin­dung ge­wech­selt ist.“

Mit der am 29. Ju­li 2009 bei dem Ar­beits­ge­richt Ber­lin ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge hat die Kläge­rin ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch in Höhe von 35.835,47 € ge­gen die Be­klag­te gel­tend ge­macht und den Streik we­gen der feh­len­den Ta­rif­bin­dung und der aus­rei­chen­den Trans­pa­renz ih­res Wech­sels in die OT-Mit­glied­schaft be­reits vor Ab­lauf der Frie­dens­pflicht und der Auf­nah­me der Ta­rif­ver­hand­lun­gen für rechts­wid­rig ge­hal­ten.

Die Kläge­rin hat erst­in­stanz­lich be­an­tragt,

die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an die Kläge­rin 35.835,47 € nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit Rechtshängig­keit zu zah­len.

Die Be­klag­te hat Kla­ge­ab­wei­sung be­an­tragt und die Auf­fas­sung ver­tre­ten, der Streik un­ter­lie­ge kei­nen recht­li­chen Be­den­ken.

Von der wei­te­ren Dar­stel­lung des Sach- und Streit­stan­des ers­ter In­stanz wird un­ter Be­zug­nah­me auf den Tat­be­stand des an­ge­foch­te­nen Ur­teils ab­ge­se­hen.

Durch das Ur­teil vom 7. Ja­nu­ar 2010 hat das Ar­beits­ge­richt Ber­lin die Kla­ge ab­ge­wie­sen, der

 

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Kläge­rin die Kos­ten des Rechts­streits auf­er­legt und zur Be­gründung im We­sent­li­chen aus­geführt, der Streik sei nicht we­gen feh­len­der Ta­rif­bin­dung der Kläge­rin an den von der Be­klag­ten an­ge­streb­ten Ta­rif­ver­trag in der Druck­in­dus­trie rechts­wid­rig, denn die Be­en­di­gung der or­dent­li­chen Mit­glied­schaft der Kläge­rin beim Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. stel­le sich - trotz sat­zungs­gemäßer Zulässig­keit - als ei­ne die Funk­ti­onsfähig­keit der Ta­rif­au­to­no­mie be­ein­träch­ti­gen­de Ab­re­de dar und sei un­wirk­sam. Ein sol­cher ta­rif­recht­lich ge­gen Art. 9 Abs. 3 GG ver­s­toßen­der Wech­sel in die OT-Mit­glied­schaft könne sich - wie hier - auch dann er­ge­ben, wenn der Ar­beit­ge­ber kurz­fris­tig vor Auf­nah­me der Ta­rif­ver­hand­lun­gen wech­se­le und die er­for­der­li­che Trans­pa­renz nicht ge­wahrt sei, weil der Ar­beit­ge­ber der Ge­werk­schaft den Sta­tus­wech­sel nicht in aus­rei­chen­der Wei­se durch ei­ne Bestäti­gung sei­tens des Ver­ban­des an­ge­zeigt ha­be. Der Streik sei auch nicht we­gen ei­nes Ver­s­toßes ge­gen die Frie­dens­pflicht rechts­wid­rig, da der Streik­auf­ruf nicht der Er­streikung ei­nes Fir­men­ta­rif­ver­tra­ges ge­dient ha­be und die Kläge­rin noch Mit­glied des be­streik­ten Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des mit Ta­rif­bin­dung ge­we­sen sei. We­gen der wei­te­ren Be­gründung wird auf die Ent­schei­dungs­gründe des Ur­teils (Bl. 220 - 227 d. A.) ver­wie­sen.

Ge­gen das der Kläge­rin am 27. Ja­nu­ar 2010 zu­ge­stell­te Ur­teil rich­tet sich die am 26. Fe­bru­ar 2010 bei dem Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg ein­ge­gan­ge­ne Be­ru­fung, die die Kläge­rin mit ei­nem nach Verlänge­rung der Be­ru­fungs­be­gründungs­frist bis zum 29. April 2010 an die­sem Tag ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz be­gründet.

Die Kläge­rin hält ih­ren Scha­dens­er­satz­an­spruch im We­sent­li­chen auf­recht und rügt, das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts ste­he im Wi­der­spruch zur ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts, nach der die Ta­rif­bin­dung nur dann nicht ent­fal­le, wenn der Sta­tus­wech­sel während lau­fen­der Ta­rif­ver­hand­lun­gen er­fol­ge und die zur Wah­rung der Trans­pa­renz kei­nen Nach­weis, son­dern nur ei­ne Mit­tei­lung des Sta­tus­wech­sels ver­lan­ge. Da­nach sei ihr Wech­sel in die OT-Mit­glied­schaft vor Be­ginn der Ta­rif­ver­hand­lun­gen und aus­rei­chen­der Un­ter­rich­tung der Be­klag­ten ta­rif­recht­lich wirk­sam er­folgt. Sie ha­be als Mit­glied oh­ne Ta­rif­bin­dung kei­ner­lei Ein­flussmöglich­kei­ten mehr auf Zu­stan­de­kom­men, In­halt und Zeit­punkt des Ab­schlus­ses von Ta­rif­verträgen ge­habt, so dass die Be­klag­te den Er­satz des Scha­dens schul­de, der ihr durch den rechts­wid­ri­gen Streit durch den Pro­duk­ti­ons­aus­fall in Höhe von 77.112,-- €, durch Fremd­ver­ga­be und Trans­port­kos­ten in Höhe von 3.023,42 €, durch Kos­ten für den Ein­satz von Leih­ar­beit­neh­mern in Höhe von 994,-- € und durch zusätz­li­chen Ko­or­di­na­ti­ons­auf­wand in Höhe von 405,-- € abzüglich er­spar­ter Lohn­auf­wen­dun­gen von 10.009,78 € und Ma­te­ri­al­kos­ten von 37.013,76 € mit­hin in Höhe von ins­ge­samt 34.510,88 € ent­stan­den sei.

 

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Die Kläge­rin und Be­ru­fungskläge­rin be­an­tragt,

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ber­lin vom 7. Ja­nu­ar 2010 zum AZ: 33 Ca 14015/09 ab­zuändern und die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an die Kläge­rin EUR 34.510,88 nebst Zin­sen hier­aus in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit Rechtshängig­keit zu zah­len.

Die Be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te be­an­tragt,

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen.

Die Be­klag­te ver­tei­digt das an­ge­foch­te­ne Ur­teil und hält den Warn­streik wei­ter­hin für rechtmäßig. Die Be­klag­te meint, zur Wah­rung der durch Art. 9 Abs. 3 GG geschütz­ten Ta­rif­au­to­no­mie sei­en auch ei­nem kurz­fris­ti­gen OT-Wech­sel im Vor­feld ei­nes Ta­rif­ab­schlus­ses Gren­zen zu zie­hen. Sie, die Be­klag­te, sei über­dies nicht be­reits zeit­nah nach dem Sta­tus­wech­sel der Kläge­rin am 30. März 2009 durch den Ta­rif­part­ner son­dern erst mit des­sen Schrei­ben vom 28.Ok­to­ber 2009 wirk­sam über den Sta­tus­wech­sel in­for­miert wor­den, so dass sie zur Zeit des Streik­auf­rufs von der Ta­rif­mit­glied­schaft der Kläge­rin ha­be aus­ge­hen können. Über­dies sei die Kläge­rin – an­ders als der Außen­sei­ter-Ar­beit­ge­ber – wei­ter­hin Mit­glied des Ver­bands, ge­gen den sich der Streik ge­rich­tet ha­be, der je­den­falls als Un­terstützungs­streik rechtmäßig ge­we­sen sei. Sch­ließlich könne in dem nur we­ni­ge St­un­den an­dau­ern­den Warn­streik kein Ver­s­toß ge­gen den Verhält­nismäßig­keits­grund­satz ge­se­hen wer­den.

We­gen des wei­te­ren Vor­brin­gens der Par­tei­en in der Be­ru­fungs­in­stanz wird auf den vor­ge­tra­ge­nen In­halt der Be­ru­fungs­be­gründung vom 29. April 2010 (Bl. 273 - 299 d. A.), der Be­ru­fungs­be­ant­wor­tung vom 7. Ju­li 2010 (Bl. 307 - 312 d. A.), der Re­plik vom 23. Ju­li 2010 (Bl. 318 - 322 d. A.), der Schriftsätze der Kläge­rin vom 13. Au­gust 2010 und vom 15. Ok­to­ber 2010 (Bl. 342 - 346, 392 - 400 d. A.) und der Be­klag­ten vom 1. Ok­to­ber 2010 (Bl. 367 - 382 d. A.) Be­zug ge­nom­men.

Mit dem am 21. Ok­to­ber 2010 bei dem Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg per Te­le­fax oh­ne An­la­gen und im Ter­min zur münd­li­chen Ver­hand­lung am 22. Ok­to­ber 2010 im Ori­gi­nal nebst An­la­gen ein­ge­reich­ten Schrift­satz vom 21. Ok­to­ber 2010 verkündet die Kläge­rin dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. - dort zu­ge­stellt am 27. Ok­to­ber 2010 - den Streit.

 

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Ent­schei­dungs­gründe

I.

Die nach § 64 Abs. 2 ArbGG statt­haf­te Be­ru­fung der Kläge­rin ist form- und frist­ge­recht im Sin­ne der §§ 66 Abs. 1 ArbGG, 519, 520 ZPO ein­ge­legt und in­ner­halb der gem. § 66 Abs. 1 Satz 5 ArbGG verlänger­ten Frist be­gründet wor­den.

II.

Die Be­ru­fung hat je­doch in der Sa­che kei­nen Er­folg.

Zu Recht hat das Ar­beits­ge­richt die Kla­ge ab­ge­wie­sen, denn der Kläge­rin steht ge­genüber der Be­klag­ten kein Scha­dens­er­satz­an­spruch zu.

1. Nach der ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (vgl. nur BAG, Ur­tei­le vom 19.06.2007 - 1 AZR 396/96 - NZA 2007, 1055; vom 10.12.2002 - 1 AZR 96/02 - NZA 2003, 734), der sich das Be­ru­fungs­ge­richt an­sch­ließt, stellt zwar ein von ei­ner Ge­werk­schaft geführ­ter rechts­wid­ri­ger Streik ei­ne Ver­let­zung des Rechts am ein­ge­rich­te­ten und aus­geübten Ge­wer­be­be­trieb dar und führt gem. § 823 Abs. 1 BGB zu ei­nem Scha­dens­er­satz­an­spruch des be­trof­fe­nen Ar­beit­ge­bers, wenn die Or­ga­ne der Ge­werk­schaft ein Ver­schul­den trifft. Da­bei ist al­ler­dings zu be­ach­ten, dass jeg­li­che Re­gle­men­tie­rung des Ar­beits­kampf­rechts zu­gleich ei­ne Be­schränkung der durch Art. 9 Abs. 3 GG gewähr­leis­te­ten Betäti­gungs­frei­heit der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en dar­stellt, die der ver­fas­sungs­recht­li­chen Recht­fer­ti­gung be­darf. Grundsätz­lich ob­liegt den Ko­ali­tio­nen selbst die Wahl der Mit­tel die sie zur Er­rei­chung des Zwecks der Re­ge­lun­gen für ge­eig­net hält und es ist ih­nen über­las­sen, ih­re Kampf­mit­tel an sich wan­deln­de Umstände an­zu­pas­sen, um dem Geg­ner ge­wach­sen zu blei­ben. Ei­ne Be­wer­tung von Ar­beits­kampf­maßnah­men als rechts­wid­rig kommt grundsätz­lich nur in Be­tracht, wenn sie of­fen­sicht­lich un­ge­eig­net oder un­verhält­nismäßig sind (BVerfG vom 10.09.2004 - 1 BVR 1191/03 - AP Nr. 167 zu Art. 9 GG Ar­beits­kampf).

2. Aus­ge­hend von die­sen Rechts­grundsätzen er­weist sich der Warn­streik, zu dem die Be­klag­te die Beschäftig­ten der Kläge­rin für den 25. Mai 2009 auf­ge­ru­fen hat, nicht als rechts­wid­rig.

Das Ar­beits­ge­richt hat mit ausführ­li­cher Be­gründung dar­ge­stellt, dass sich der - sat­zungs­gemäße - Sta­tus­wech­sel der Be­klag­ten un­mit­tel­bar vor Auf­nah­me der Ta­rif­ver­hand­lun­gen zwi­schen der

 

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Be­klag­ten und dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. und die durch die ein­fa­chen Mit­tei­lun­gen der Kläge­rin und des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des Pa­pier, Pap­pe und Kunst­stoff ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men Mit­te e. V. die in die­sem Fall für er­for­der­lich ge­hal­te­ne Trans­pa­renz durch ei­nen Nach­weis des Sta­tus­wech­sels nicht wahr­ten und sich der Sta­tus­wech­sel der Kläge­rin des­halb als ei­ne die Funk­ti­onsfähig­keit der Ta­rif­au­to­no­mie be­ein­träch­ti­gen­de Ab­re­de dar­stel­le und un­wirk­sam sei mit der Fol­ge, dass die Kläge­rin wei­ter­hin an die Ta­rif­verträge des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des Druck und Me­di­en H. e. V. ge­bun­den und der Streik nicht rechts­wid­rig ge­we­sen und sei.

So­weit die Be­ru­fung da­ge­gen ein­wen­det, ein ta­rif­recht­lich un­wirk­sa­mer Sta­tus­wech­sel sei nicht ge­ge­ben, da nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ein sol­cher nur an­ge­nom­men wer­de, wenn der Sta­tus­wech­sel erst während lau­fen­der Ta­rif­ver­hand­lun­gen voll­zo­gen wer­de und für die Wah­rung des Trans­pa­renz­ge­bo­tes nicht der Nach­weis, son­dern nur die Mit­tei­lung des Sta­tus­wech­sels er­for­der­lich sei, so trifft dies zwar zu, führt aber im Er­geb­nis nicht zur Rechts­wid­rig­keit der hier streit­ge­genständ­li­chen Ar­beits­kampf­maßnah­me.

Da­bei kann nach Auf­fas­sung des Be­ru­fungs­ge­richts da­hin­ste­hen, ob die Be­klag­te wei­ter­hin der Ta­rif­bin­dung im Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. un­ter­lag, je­den­falls war die Kläge­rin wei­ter­hin Mit­glied die­ses Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des, ge­gen den die Be­klag­te ih­ren Ar­beits­kampf rich­te­te. Auch wenn die Kläge­rin ein­wen­det, nach dem Wech­sel in die
OT-Mit­glied­schaft kei­nen Ein­fluss mehr auf Zu­stan­de­kom­men, In­halt und Zeit­punkt des Ab­schlus­ses von Ta­rif­verträgen mehr ge­habt zu ha­ben, so ent­spricht dies zwar der Rechts­la­ge nach der Sat­zung des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des, führt je­doch nicht da­zu, der Kläge­rin je­de Ein­flussmöglich­keit auf die Ver­hal­tens­wei­se ih­res Ver­bands ab­spre­chen zu können, so dass die hier streit­ge­genständ­li­che Ar­beits­kampf­maßnah­me sich als ei­ne spe­zi­fisch ko­ali­tons­gemäße Betäti­gung der be­klag­ten Ge­werk­schaft im Zu­sam­men­hang mit dem Ta­rif­kon­flikt in der Druck­in­dus­trie im Mai 2009 dar­stellt.

2.1 Der Warn­streik am 28. Mai 2009 war auch we­der of­fen­sicht­lich un­ge­eig­net noch un­verhält­nismäßig, denn er dien­te - in­dem er ge­gen die Kläge­rin als OT-Mit­glied des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des ge­rich­tet war - nach der Einschätzung der Be­klag­ten je­den­falls der Un­terstützung des auf den Ab­schluss ei­nes Ta­rif­ver­tra­ges ge­rich­te­ten Haupt­ar­beits­kampf, wo­bei die Be­klag­te in der fort­be­ste­hen­den Mit­glied­schaft der Kläge­rin im Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. aus­rei­chen­de An­halts­punk­te dafür hat­te, dass sie da­mit den Druck auf den so­zia­len Ge­gen­spie­ler verstärken konn­te, zu­mal der Kläge­rin - un­abhängig von ih­rer gem. § 5 Abs. 7 der Sat­zung des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des Druck und Me­di­en H. e. V. (Bl. 54 d. A.)

 

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ein­ge­schränk­ten for­mel­len Rechts­stel­lung - zulässi­ger­wei­se zu­min­dest in­for­mel­le aber da­mit kei­nes­wegs we­ni­ger wirk­sa­me Ein­flussmöglich­kei­ten auf das Ver­hal­ten ih­res Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des un­ter­stellt wer­den konn­ten. Es sind auch kei­ne An­halts­punk­te dafür er­sicht­lich, dass die Be­klag­te den Streik geführt hat, ob­wohl er nach ih­rer Einschätzung nicht er­for­der­lich war, denn es ist erst nach Ab­schluss der Ar­beits­kampf­maßnah­men zu ei­nem Ta­rif­ab­schluss zwi­schen der Be­klag­ten und dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. ge­kom­men.

2.2 Der Warn­streik im Be­trieb der Kläge­rin am 29. Mai 2009 er­weist sich auch un­ter Berück­sich­ti­gung der ver­fas­sungs­recht­lich geschütz­ten Rechts­po­si­ti­on der Kläge­rin als pro­por­tio­nal, denn - so­weit die Kläge­rin als ei­ne in den Ar­beits­kampf ein­be­zo­ge­ne Drit­te an­zu­se­hen ist - be­steht ih­re Ein­flussmöglich­keit auf den Adres­sa­ten des Haupt­ar­beits­kampfs zwar nicht, wie im vom Bun­des­ar­beits­ge­richt mit dem Ur­teil vom 19. Ju­ni 2007 ent­schie­de­nen Fall (- 1 AZR 396/06 - a. a. O.), in der wirt­schaft­li­chen Ver­flech­tung des vom Ar­beits­kampf über­zo­ge­nen Ar­beit­ge­bers mit dem Adres­sa­ten des Haupt­ar­beits­kamp­fes, aber in der auf­grund der fort­be­ste­hen­den Mit­glied­schaft in dem Ar­beit­ge­ber­ver­band, auf den durch die Ar­beits­kampf­maßnah­men Druck aus­geübt wer­den soll, be­ste­hen­den Ein­flussmöglich­kei­ten der Kläge­rin, so dass sie zwar ei­nes stärke­ren recht­li­chen Schut­zes als die vom Ar­beits­kampf be­trof­fe­nen Ar­beit­ge­ber­ver­bands­mit­glie­der mit Ta­rif­bin­dung be­durf­te, aber im Hin­blick auf ih­re Ver­bands­zu­gehörig­keit kei­ne völlig un­be­tei­lig­te Drit­te war.

Der Streik war im Hin­blick auf sei­ne eintägi­ge Dau­er auch nicht un­verhält­nismäßig, so dass er nach Auf­fas­sung des Be­ru­fungs­ge­richts nicht als rechts­wid­rig an­zu­se­hen ist.

3. Selbst wenn Be­den­ken ge­gen die Rechtmäßig­keit des Streiks be­ste­hen soll­ten, so schei­tert ein Scha­dens­er­satz­an­spruch der Kläge­rin nach Auf­fas­sung des Be­ru­fungs­ge­richts am feh­len­den Ver­schul­den der Or­ga­ne der Be­klag­ten.

Da­bei darf nach der ständi­gen höchst­rich­ter­li­chen Rech­spre­chung (vgl. nur BAG, Ur­teil vom 10.12.2002, a.a.O., m.w.N.) bei zwei­fel­haf­ter Rechts­la­ge vom äußers­ten Mit­tel des Streiks nur in maßvol­lem Rah­men Ge­brauch ge­macht wer­den, wenn sehr be­acht­li­che Gründe für die ei­ge­ne Rechts­auf­fas­sung spre­chen und ei­ne endgülti­ge Klärung der Rechts­la­ge an­ders nicht zu er­rei­chen ist.
Zwar war der Be­klag­ten zum Zeit­punkt ih­res Streik­auf­rufs der Sta­tus­wech­sel der Kläge­rin be­reits be­kannt, die Be­klag­te durf­te aber mit recht­lich ver­tret­ba­rer Be­gründung, die sie in ih­rem Schrei­ben vom 27. Mai 2009 an die Kläge­rin deut­lich ge­macht und die auch das Ar­beits­ge­richt sei­ner

 

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Ent­schei­dung in dem an­ge­foch­te­nen Ur­teil zu­grun­de ge­legt hat, von ei­ner fort­be­ste­hen­den Ta­rif­bin­dung der Kläge­rin an die mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Druck und Me­di­en H. e. V. zu schließen­den Ta­rif­verträge aus­ge­hen und hat mit dem eintägi­gen Warn­streik ge­gen die Kläge­rin von dem ih­rer Auf­fas­sung nach be­ste­hen­den Streik­recht in maßvol­lem Rah­men Ge­brauch ge­macht.

III.

Die Kläge­rin hat gem. § 97 Abs. 1 ZPO die Kos­ten ih­res er­folg­lo­sen Rechts­mit­tels zu tra­gen.

IV.

Die Zu­las­sung der Re­vi­si­on be­ruht auf § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG.

Rechts­mit­tel­be­leh­rung

Ge­gen die­ses Ur­teil kann von d. Kläge­rin bei dem

Bun­des­ar­beits­ge­richt,

Hu­go-Preuß-Platz 1, 99084 Er­furt

(Post­adres­se: 99113 Er­furt),

Re­vi­si­on ein­ge­legt wer­den.

Die Re­vi­si­on muss in­ner­halb

ei­ner Not­frist von ei­nem Mo­nat

schrift­lich beim Bun­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­legt wer­den.

Sie ist gleich­zei­tig oder in­ner­halb

ei­ner Frist von zwei Mo­na­ten

schrift­lich zu be­gründen.

Bei­de Fris­ten be­gin­nen mit der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­setz­ten Ur­teils, spätes­tens aber mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach der Verkündung.

Die Re­vi­si­ons­schrift muss die Be­zeich­nung des Ur­teils, ge­gen das die Re­vi­si­on ge­rich­tet wird und die Erklärung ent­hal­ten, dass ge­gen die­ses Ur­teil Re­vi­si­on ein­ge­legt wer­de.

Die Re­vi­si­ons­schrift und die Re­vi­si­ons­be­gründung müssen von ei­nem Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten un­ter­zeich­net sein. Als sol­che sind außer Rechts­anwälten nur fol­gen­de Stel­len zu­ge­las­sen, die zu­dem durch Per­so­nen mit Befähi­gung zum Rich­ter­amt han­deln müssen:

 

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• Ge­werk­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der,
• ju­ris­ti­sche Per­so­nen, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der vor­ge­nann­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on und ih­rer Mit­glie­der oder an­de­rer Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt, und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet.

Für d. Be­klag­te ist kein Rechts­mit­tel ge­ge­ben.

Der Schrift­form wird auch durch Ein­rei­chung ei­nes elek­tro­ni­schen Do­ku­ments i. S. d.
§ 46 c ArbGG genügt. Nähe­re In­for­ma­tio­nen da­zu fin­den sich auf der In­ter­net­sei­te des Bun­des­ar­beits­ge­richts un­ter www.bun­des­ar­beits­ge­richt.de.

A.-G.

B.

A.-G.
Ver­merk: Der eh­ren­amt­li­che Rich­ter R. ist
an der Un­ter­schrifts­leis­tung ver­hin­dert, da er
zum 01.11.2010 aus dem Amt aus­ge­schie­den
ist.

 

 

 


 

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