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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Betriebsrat: Benachteiligung, Abmahnung, Betriebsratsmitglied
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Niedersachsen
Akten­zeichen: 16 TaBV 75/10
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 30.11.2011
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Hannover - 6 BV 14/09
   

Verkündet am:
30.11.2011

Gaus,
Ge­richts­an­ge­stell­te
als Ur­kunds­be­am­tin
der Geschäfts­stel­le

Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen

IM NA­MEN DES VOL­KES

BESCHLUSS

16 TaBV 75/10
6 BV 14/09

ArbG Han­no­ver


In dem Be­schluss­ver­fah­ren

mit den Be­tei­lig­ten

1. Be­triebs­rat der Fir­ma A., A-Straße, A-Stadt

An­trag­stel­ler und Be­schwer­deführer

Verf.-Bev.: Rechts­an­walt D., D-Straße, B-Stadt

2. A. , A-Straße, A-Stadt

Verf.-Bev.: Rechts­anwältin B., B-Straße, B-Stadt

3. C., Vor­sit­zen­der des Be­triebs­rats der Fir­ma A. C-Straße, A-Stadt

An­trag­stel­ler und Be­schwer­deführer

4. E., Mit­glied des Be­triebs­rats der Fir­ma A. E-Straße, A-Stadt

An­trag­stel­ler und Be­schwer­deführer

Verf.-Bev.: Rechts­an­walt D., D-Straße,

zu 3 u. 4: B-Stadt

hat die 16. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Nie­der­sach­sen auf­grund der Anhörung am 30. No­vem­ber 2011 durch
den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Löber,
den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Krau­se,
die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Ri­el


be­schlos­sen:

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Die Be­schwer­den der Be­tei­lig­ten zu 1), zu 3) und zu 4) ge­gen den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Han­no­ver vom 17.08.2010 - 6 BV 14/10 - wer­den zurück­ge­wie­sen.

Die Rechts­be­schwer­de wird zu­ge­las­sen.

Gründe

I.

Die Be­tei­lig­ten strei­ten über die Ab­mah­nungs­be­rech­ti­gung des Ar­beit­ge­bers ge­genüber Be­triebs­rats­mit­glie­dern.

Der Ar­beit­ge­ber be­treibt ei­ne psych­ia­tri­sche An­stalt. Der zweit­in­stanz­lich for­mell zu 3) Be­tei­lig­te ist Vor­sit­zen­der des Be­triebs­rats, der zweit­in­stanz­lich for­mell zu 4) Be­tei­lig­te Mit­glied des­sel­ben.

Mit Schrei­ben vom 04.12.2009 (Bl. 52 f. d.A.) mel­de­te die Ar­beit­neh­me­rin L. der Ge-schäfts­lei­tung, dass der Kol­le­ge B. am 02.12.2009 den Be­woh­ner M. be­schimpft und nach ihm ge­schla­gen, ihn je­doch nicht ge­trof­fen ha­be, weil sich je­ner ge­duckt ha­be. Nach­dem der Ar­beit­neh­mer B. sich we­gen die­ser Mel­dung an den Be­triebs­rat ge­wandt hat­te, führ­ten die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) mit der Ar­beit­neh­me­rin L. am 09.12.2009 ein Gespräch, über das die Ar­beit­neh­me­rin am sel­ben Tag der Geschäfts­lei­tung be­rich­te­te und sich über Art und Wei­se des Um­gangs der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) mit ihr be­schwer­te. We­gen der Ein­zel­hei­ten wird auf das Be­schwer­de­schrei­ben Be­zug ge­nom­men (Bl. 51 d.A.).

Die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) nah­men mit Schrei­ben vom 16.12.2009 (Bl. 7 d.A.) zu die-ser Be­schwer­de Stel­lung. Sie erklärten, dass ih­re Er­in­ne­rung an das Gespräch sich er-heb­lich von der Schil­de­rung der Kol­le­gin L. un­ter­schei­de. Ih­re Ab­sicht sei ge­we­sen, sich den Vor­fall vom 02.12.2009 aus ih­rer Sicht schil­dern zu las­sen, nach­dem B. ih­nen sei­ne Sicht­wei­se ge­schil­dert hat­te.

Dar­auf­hin er­teil­te der Ar­beit­ge­ber un­ter dem Da­tum des 13.01.2010 dem Be­tei­lig­ten zu 3) fol­gen­de Ab­mah­nung:

Von un­se­rem An­ge­bot, ein ge­mein­sa­mes Gespräch zu führen, ha­ben Sie kei­nen Ge­brauch ge­macht. Wie be­reits an­gekündigt, mah­nen wir Sie hier­mit we­gen des Vor­falls vom 09.12.2009 - Frau L. - aus­drück­lich ab.

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Nach den glaub­haf­ten Be­kun­dun­gen von Frau L., de­nen Sie im We­sent­li­chen nicht wi­der­spro­chen ha­ben, ha­ben Sie in un­zulässi­ger Wei­se ver­sucht, Frau L. zu ver­an­las­sen, ih­re Be­ob­ach­tun­gen zu dem Vor­fall am 02.12.2009 – B./M. - zu­guns­ten des Herrn B. zu kor­ri­gie­ren. Auch als BR-Vor­sit­zen­der und frei­ge­stell­tes BR-Mit­glied sind Sie an Ge­setz und Recht ge­bun­den, darüber hin­aus be­steht auch die Ver­pflich­tung zur Rück­sicht­nah­me auf die Rech­te und In­ter­es­sen an­de­rer Ar­beit­neh­mer wei­ter. Nach dem von Frau L. be­kannt ge­mach­ten Gesprächs­ver­lauf be-steht für uns der drin­gen­de Ver­dacht, dass Sie auch aus straf­recht­li­cher Sicht in un­zulässi­ger Wei­se ver­sucht ha­ben, Druck auf Frau L. aus­zuüben, um die­se zu ver­an­las­sen, ih­re tatsächli­chen Wahr­neh­mun­gen an­ders dar­zu­stel­len, als wie sie sie wahr­ge­nom­men hat. Dies ist ei­ne schwer­wie­gen­de Ver­let­zung auch Ih­rer ar­beits­ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen. Sie ha­ben da­mit auch ge­gen das Rück­sicht­nah­me- und Über­maßver­bot ver­s­toßen.

Wir mah­nen Sie des­halb ab und wei­sen dar­auf­hin, dass wir uns für den Fall ei­ner Wie­der­ho­lung vor­be­hal­ten, das mit Ih­nen be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis auch au-ßer­or­dent­lich zu kündi­gen.

und dem Be­tei­lig­ten zu 4) fol­gen­de Ab­mah­nung:

Auf Ih­re Stel­lung­nah­me vom 16.12.2009 zur Be­schwer­de von Frau L. vom 09.12.2009 hat Frau L. glaub­haft den In­halt ih­rer Be­schwer­de vom 09.12.2009 wie­der­holt. Von un­se­rem An­ge­bot, ein ge­mein­sa­mes Gespräch zu führen, ha­ben Sie kei­nen Ge­brauch ge­macht. Wir ha­ben Sie mit Schei­ben vom 23.12.0209 noch­mals ge­be­ten, ei­ne de­tail­lier­te Stel­lung­nah­me ab­zu­ge­ben. Ei­ne Re­ak­ti­on ist nicht er­folgt. Nach den glaub­haf­ten Schil­de­run­gen von Frau L. be­steht der drin-gen­de Ver­dacht, dass Sie in un­zulässi­ger Wei­se ver­sucht ha­ben, auf Frau L. ein­zu­wir­ken, um sie zu ver­an­las­sen, ih­re Be­ob­ach­tun­gen zu dem Vor­fall vom 02.12.2009 zu Guns­ten des Herrn B. zu kor­ri­gie­ren. Da­zu ha­ben Sie nach An­ga­ben von Frau L. so­gar ei­ne Skiz­ze ge­fer­tigt, die die Si­tua­ti­on zu Guns­ten Herrn B. dar­stel­len soll­te mit der Auf­for­de­rung an Frau L., die­se zu un­ter­zeich­nen.
Auch als BR-Mit­glied sind Sie an Recht und Ge­setz ge­bun­den und ha­ben die Ver­pflich­tung zur Rück­sicht­nah­me auf die Rech­te und die In­ter­es­sen an­de­rer Ar­beit­neh­mer. Der von Frau L. ge­schil­der­te Sach­ver­halt be­legt den drin­gen­den Tat­ver­dacht, dass Sie aus straf­recht­li­cher Sicht in un­zulässi­ger Wei­se ver­sucht ha­ben, Druck auf die Mit­ar­bei­te­rin Frau L. aus­zuüben, um die­se zu ver­an­las­sen, ih­re tat-

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sächli­chen Wahr­neh­mun­gen an­ders dar­zu­stel­len, als wie sie sie wahr­ge­nom­men hat. Da­mit ha­ben Sie in schwer­wie­gen­der Wei­se ge­gen Ih­re ar­beits­ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen ver­s­toßen. Sie ha­ben da­mit auch ge­gen das Rück­sicht­nah­me- und Über­maßver­bot ver­s­toßen.

Wir mah­nen Sie des­halb ab und wei­sen Sie dar­auf hin, dass wir uns für den Fall ei­ner Wie­der­ho­lung vor­be­hal­ten, das mit Ih­nen be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis au-ßer­or­dent­lich zu kündi­gen.

Dar­auf­hin hat der Be­triebs­rat beim Ar­beits­ge­richt die Ein­lei­tung ei­nes Be­schluss­ver­fah­rens be­an­tragt und gel­tend ge­macht, dass die in­di­vi­du­al­recht­li­chen Ab­mah­nun­gen der Amts­hand­lun­gen der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) rechts­wid­rig sei­en und ihn als Or­gan und die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) als Or­gan­mit­glie­der in der Amts­ausübung störten und be-ein­träch­tig­ten.

Der Be­triebs­rat hat be­an­tragt,

fest­zu­stel­len, dass

1. die Ab­mah­nung der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) vom 13.01.2010 un­wirk­sam sei­en und

2. so­wohl ei­ne Be­hin­de­rung und Störung der Ar­beit des Be­triebs­rats als auch der Ar­beit der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) sei­en.

Mit Be­schluss vom 17.08.2010 hat das Ar­beits­ge­richt die Anträge zurück­ge­wie­sen, weil sie un­statt­haft sei­en. Der Be­triebs­rat sei nicht an­trags­be­fugt, weil es sich um ei­ne in­di­vi­du­al­recht­li­che Strei­tig­keit über die Be­rech­ti­gung der Ab­mah­nun­gen han­de­le, für die das Be­schluss­ver­fah­ren nicht zur Verfügung ste­he.

We­gen wei­te­rer Ein­zel­hei­ten der Be­gründung wird auf II. der Gründe des Be­schlus­ses Be­zug ge­nom­men, der dem Be­triebs­rat am 06.09.2010 zu­ge­stellt wor­den ist und ge­gen den er am 04.10.2011 Be­schwer­de ein­ge­legt hat, die er am Mon­tag, den 08.11.2010 be­gründet hat.

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Der Be­triebs­rat rügt, dass das Ar­beits­ge­richt nicht berück­sich­tigt ha­be, dass zwi­schen den Be­tei­lig­ten die kol­lek­tiv­recht­li­che Wirk­sam­keit der Ab­mah­nun­gen strei­tig sei. Dem Ar­beit­ge­ber ste­he kein Recht zu, Be­triebs­rats­mit­glie­der we­gen ih­rer Be­triebs­rats­ar­beit in­di­vi­du­al­recht­lich ab­zu­mah­nen. Das Ar­beits­ge­richt ha­be sich zu­dem nicht da­mit aus­ein­an­der­ge­setzt, dass der Ar­beit­ge­ber mit den be­triebs­ver­fas­sungs­rechts­wid­ri­gen Ab­mah­nun­gen so­wohl die Ar­beit des Or­gans als auch die der be­trof­fe­nen Or­gan­mit­glie­der störe und be­hin­de­re.

Der Be­tei­lig­te zu 3), dem der erst­in­stanz­li­che Be­schluss vom 11.10.2011, und der Be­tei­lig­te zu 4), dem der erst­in­stanz­li­che Be­schluss am 17.10.2011 zu­ge­stellt wor­den ist, ha­ben sich mit Be­gründungs­schrift­satz vom 08.11.2011 am 10.11.2011 der Be­schwer­de und den Anträgen des Be­triebs­ra­tes an­ge­schlos­sen.

We­gen der Ein­zel­hei­ten wird auf die Be­schwer­de­be­gründungs­schrif­ten vom 05.11.2010 und vom 08.11.2011 Be­zug ge­nom­men.

Der Be­triebs­rat und die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) be­an­tra­gen,

in Abände­rung des an­ge­foch­te­nen Be­schlus­ses fest­zu­stel­len, dass

1. die Ab­mah­nun­gen der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) vom 13.01.2010 un­wirk­sam sind und

2. so­wohl ei­ne Be­ein­träch­ti­gung und Störung des Be­triebs­rats als auch der Ar­beit der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) sei­en.

und an­trags­er­wei­ternd der Be­triebs­rat hilfs­wei­se und die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) un­be­dingt

1. den Ar­beit­ge­ber zu ver­pflich­ten, die Ab­mah­nun­gen vom 13.01.2010 ge­genüber den Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) zurück­zu­neh­men und aus de­ren Per­so­nal­ak­ten zu ent­fer­nen,

2. den Ar­beit­ge­ber zu ver­pflich­ten, es zu un­ter­las­sen, ge­genüber Mit­glie­dern des Be­triebs­rats in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nun­gen für Hand­lun­gen zu er­tei­len, die als Betäti­gung des Be­triebs­rats­man­dats an­zu­se­hen sei­en.

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Der Ar­beit­ge­ber wi­der­spricht der An­trags­er­wei­te­rung und be­an­tragt im Übri­gen,

die Be­schwer­den zurück­zu­wei­sen.

Der Ar­beit­ge­ber ver­tei­digt die an­ge­foch­te­ne Ent­schei­dung und ver­tritt in der Sa­che die Auf­fas­sung, dass die Be­triebs­rats­ar­beit durch die be­rech­tig­ten in­di­vi­du­al­recht­li­chen Ab­mah­nun­gen nicht gestört oder be­hin­dert wer­de. We­gen der Ein­zel­hei­ten wird auf die Be­schwer­de­er­wi­de­rung vom 20.12.2010 Be­zug ge­nom­men.

II.
A.
Die statt­haf­te und form- und frist­ge­recht er­ho­be­ne Be­schwer­de des Be­triebs­rats (§§ 87 Abs. 1 und 2, 89 Abs. 1 und 2 ArbGG, §§ 64 Abs. 6 Satz 1, 66 Abs. 1 Sätze 1 und 2 Ar-bGG, §§ 222 Abs. 2, 519, 520 Abs. 3 ZPO) ist zulässig, aber un­be­gründet.

1.
Die Fest­stel­lungs­anträge zu 1) und zu 2) sind zulässig, aber un­be­gründet.

a)
aa)
Der Be­triebs­rat ist an­trags­be­fugt.

Die An­trags­be­fug­nis ist Zulässig­keits­vor­aus­set­zung für das Be­schluss­ver­fah­ren. Sie ist dann ge­ge­ben, wenn der An­trag­stel­ler durch die be­gehr­te Ent­schei­dung in sei­ner be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­po­si­ti­on be­trof­fen ist.

Das ist vor­lie­gend der Fall.

Das Fest­stel­lungs­be­geh­ren des Be­triebs­rats be­darf der Aus­le­gung. Er hat zunächst die Rechts­wid­rig­keit der streit­be­fan­ge­nen Ab­mah­nun­gen fest­ge­stellt ha­ben wol­len. Auf den Hin­weis des Ar­beits­ge­richts, dass für in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nun­gen das Kla­ge­ver­fah­ren aber nicht das Be­schluss­ver­fah­ren eröff­net sei, hat er sein Be­geh­ren da­hin erläutert, dass er die Be­triebs­ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Ab­mah­nun­gen fest­ge­stellt ha­ben möch­te und des­halb den wei­te­ren Fest­stel­lungs­an­trag zu 2) ge­stellt. Aus­weis­lich der Be­gründung der Fest­stel­lungs­anträge und der in der münd­li­chen Anhörung vom 30.11.2011 ge­ge­be-

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nen Erläute­rung sind bei­de Anträge dar­auf ge­rich­tet, die Be­triebs­ver­fas­sungs­wid­rig­keit der streit­be­fan­ge­nen Ab­mah­nun­gen fest­stel­len zu las­sen, weil der Be­triebs­rat die Auf­fas­sung ver­tritt, dass et­wai­ges Fehl­ver­hal­ten bei der Amts­ausübung in­di­vi­du­al­recht­lich nicht ab­mah­nungsfähig sei, viel­mehr ge­gen § 78 Be­trVG ver­s­toße. Da­mit macht der Be­triebs­rat aber gel­tend, in sei­ner be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Po­si­ti­on be­trof­fen zu sein.

bb)
Die be­gehr­te Fest­stel­lung ist zulässig.

Das recht­li­che In­ter­es­se an der als­bal­di­gen Fest­stel­lung des be­triebs­ver­fas­sungs­wid­ri­gen Zu­stan­des ist ge­ge­ben (§ 256 ZPO). Die gel­tend ge­mach­te Be­ein­träch­ti­gung dau­ert we­gen der Auf­nah­me der bei­den Ab­mah­nun­gen in die Per­so­nal­ak­ten der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) an.

b)
Das Fest­stel­lungs­be­geh­ren ist un­be­gründet.

Die streit­be­fan­ge­nen Ab­mah­nun­gen sind nicht be­triebs­ver­fas­sungs­wid­rig.

aa)
Da­bei kann da­hin ste­hen, ob ei­ne be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Ab­mah­nung we­gen der Ver­let­zung be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­cher Pflich­ten im Hin­blick auf das Sank­ti­ons­sys­tem des § 23 Be­trVG zulässig ist (ver­neint: BAG, Ur­teil vom 05.12.1975 - 1 AZR 94/74, AP Nr. 1 zu § 87 Be­trVG 1972 Be­triebs­buße; LAG Düssel­dorf, Be­schluss vom 23.02.1993 - 8 TaBV 245/92, LA­GE § 23 Be­trVG 1972 Nr. 31; FESTL, Be­trVG, 25. Auf­la­ge, § 23, Rd­nr. 17 a; Ri­char­di/Thüsing, Be­trVG, 12. Auf­la­ge, § 23, Rd­nr. 11; a. A. DKK-Trit­tin, Be­trVG, 12. Auf­la­ge, § 23, Rd­nr. 12). Vor­lie­gend hat der Ar­beit­ge­ber kei­ne be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Ab­mah­nung aus­ge­spro­chen. Er hat nicht die Ver­let­zung be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­cher Ne­ben­pflich­ten im Hin­blick auf ein künf­ti­ges Aus­schluss­ver­fah­ren nach § 23 Abs. 1 Be­trVG gerügt, son­dern ei­ne in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nung aus­ge­spro­chen, in­dem er das Ver­hal­ten der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) im Zu­sam­men­hang mit ih­rer Amts­ausübung als ar­beits­ver­trags­wid­rig gerügt und für den Wie­der­ho­lungs­fall die außer­or­dent­li­che Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses an­gekündigt hat.

bb)
Die streit­be­fan­ge­nen Ab­mah­nun­gen sind nicht schon des­halb be­triebs­ver­fas­sungs­wid­rig,

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weil et­wai­ge Pflicht­ver­let­zun­gen bei der Ausübung des Be­triebs­rats­am­tes kei­ne Ver­let­zung ar­beits­ver­trag­li­cher Pflich­ten dar­stell­ten, son­dern nur be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Pflicht­ver­let­zun­gen, so dass in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nun­gen un­zulässig sei­en, weil sie ge­gen § 78 Be­trVG ver­stießen.

Möglich ist, dass die­sel­be Hand­lung so­wohl ei­ne Amts­pflicht­ver­let­zung als auch ein Ver­s­toß ge­gen Pflich­ten aus dem Ar­beits­verhält­nis dar­stel­len können, so dass ei­ne in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nung in Be­tracht kommt, wenn das Be­triebs­rats­mit­glied auch sei­ne ar­beits­ver­trag­li­chen Pflich­ten ver­letzt hat (FESTL, a.a.O., § 23, Rd­nr. 22; Ri­char­di/Thüsing, a.a.O., § 23, Rd­nr. 30; BAG, Be­schluss vom 22.08.1974 - 2 ABR 17/74, AP Nr. 1 zu § 103 Be­trVG 1972, Ur­teil vom 15.07.1992 - 7 AZR 466/91, AP Nr. 9 zu § 611 BGB Ab­mah­nung, Ur­teil vom 31.08.1974 - 7 AZR 893/93, AP Nr. 98 zu § 37 Be­trVG 1972). Die Ge­gen­an­sicht (DKK-Trit­tin, a.a.O., § 23, Rd­nr. 43, 43 a) berück­sich­tigt nicht, dass die be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Rechts­stel­lung ih­re Grund­la­ge in der ar­beits­ver­trag­li­chen Rechts­stel­lung hat. Die ar­beits­ver­trag­li­che Ver­bun­den­heit be­dingt die be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Ver­bun­den­heit. Ge­ra­de bei ei­ner Ne­ben­pflicht­ver­let­zung des be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Amts­trägers ge­genüber ei­nem Ar­beit­neh­mer kann die ar­beits­ver­trag­li­che Ver­bun­den­heit so stark be­las­tet sein, dass ihr mit der be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Sank­ti­on des § 23 Abs. 1 Be­trVG nicht be­geg­net wer­den kann. Kann ein sol­ches Ver­hal­ten un­ter Umständen zu ei­ner außer­or­dent­li­chen Kündi­gung führen, muss auch die Möglich­keit der in­di­vi­du­al­recht­li­chen Ab­mah­nung be­ste­hen.

cc)
Steht dem Ar­beit­ge­ber aber grundsätz­lich ein in­di­vi­du­al­recht­li­ches Rüge­recht zu, wenn ei­ne Hand­lung bei Ausübung des Be­triebs­rats­am­tes auch ei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Pflicht­ver­let­zung dar­stellt, so kann der Aus­spruch ei­ner in­di­vi­du­al­recht­li­chen Ab­mah­nung al­len-falls dann ge­gen § 78 Be­trVG ver­s­toßen, wenn das gerügte Ver­hal­ten of­fen­sicht­lich kei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Pflicht­ver­let­zung be­inhal­tet, son­dern nur der Be­drängung des Be­triebs­rats­mit­glieds dient.

In An­be­tracht des im Be­schwer­de­schrei­ben der Ar­beit­neh­me­rin L. ge­schil­der­ten Ver­hal­tens der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) kann nicht an­ge­nom­men wer­den, dass der Ar­beit­ge­ber die bei­den Ab­mah­nun­gen oh­ne Sach­grund nur zur Be­drängung der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) aus­ge­spro­chen hat.

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2.
Der Hilfs­an­trag zu 1) ist un­zulässig.

Der Hilfs­an­trag zu 1) be­inhal­tet ei­ne An­trags­er­wei­te­rung. Die­se ist wie ei­ne An­tragsände­rung nur zulässig, wenn die übri­gen Be­tei­lig­ten zu­stim­men oder das Ge­richt sie für sach-dien­lich hält (§ 89 Abs. 2 Satz 3 i.V.m. § 87 Abs. 3 Satz 1 ArbGG). Bei­des ist nicht der Fall.

Der Ar­beit­ge­ber hat der An­trags­er­wei­te­rung nicht zu­ge­stimmt. Auch ist sie nicht sach­dien­lich.

Das Be­geh­ren des Hilfs­an­trags zu 1) geht über die be­gehr­te Fest­stel­lung der Be­triebs­ver­fas­sungs­wid­rig­keit der streit­be­fan­ge­nen in­di­vi­du­al­recht­li­chen Ab­mah­nun­gen hin­aus.

Zwar können in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nun­gen im Aus­nah­me­fall ei­ne Be­ein­träch­ti­gung im Sin­ne des § 78 Be­trVG sein und un­ter Umständen ei­nen be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Be­sei­ti­gungs­an­spruch be­gründen. Vor­lie­gend stel­len die in­di­vi­du­al­recht­li­chen Ab­mah­nun­gen je­doch, wie oben dar­ge­legt, kei­ne Be­hin­de­rung oder Störung im Sin­ne des § 78 Be­trVG dar. Ein Be­sei­ti­gungs­an­spruch könn­te folg­lich nur in­di­vi­du­al­recht­lich be­gründet sein. In­so­weit ist der Be­triebs­rat aber nicht an­trags­be­fugt (ähn­lich: LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Be­schluss vom 06.07.2011 - 13 TaBV 4/11, NZA-RR 2011, 528 ff.), so dass auch kei­ne Sach­dien­lich­keit für die An­trags­er­wei­te­rung an­ge­nom­men wer­den kann.

3.
Der Hilfs­an­trag zu 2) ist zulässig, aber un­be­gründet.

a)
Die An­trags­er­wei­te­rung ist sach­dien­lich.

Mit die­sem Hilfs­an­trag be­gehrt der Be­triebs­rat die Un­ter­las­sung jeg­li­cher in­di­vi­du­al­recht­li­cher Ab­mah­nung von Be­triebs­rats­mit­glie­dern im Zu­sam­men­hang mit der Ausübung des Be­triebs­rats­am­tes we­gen Ver­s­toßes ge­gen § 78 Be­trVG. Der Be­triebs­rat ist durch die­se be­gehr­te Ent­schei­dung in sei­ner be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­po­si­ti­on be­trof­fen. Er ist al­so für die­ses Be­geh­ren an­trags­be­fugt. Auch ver­folgt er mit die­sem Be­geh­ren in­halt­lich das­sel­be Ziel wie mit sei­nen Fest­stel­lungs­anträgen.

- 10 -

b)
Der An­trag ist je­doch un­be­gründet.

Zwar steht dem Be­triebs­rat im Rah­men des § 78 Be­trVG ge­gen den Störer ein Un­ter­las­sungs­an­spruch zu. Wie oben dar­ge­legt, stellt je­doch nicht je­de in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nung ei­nes Be­triebs­rats­mit­glieds ei­ne Störung im Sin­ne des § 78 Be­trVG dar, so dass der Glo­balan­trag schon aus die­sem Grund un­be­gründet ist.

B.
Die Be­schwer­den der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) sind zulässig, aber un­be­gründet.

1.
a)
Hin­sicht­lich der bei­den erst­in­stanz­lich ver­folg­ten Fest­stel­lungs­anträge des Be­triebs­rats sind die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) in ih­rer be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­stel­lung un­mit­tel­bar be­trof­fen. Der Be­triebs­rat hat nicht nur sei­ne ei­ge­ne Störung und Be­hin­de­rung im Sin­ne des § 78 Be­trVG durch die streit­be­fan­ge­nen Ab­mah­nun­gen gel­tend ge­macht, son­dern auch die Störung und Be­hin­de­rung der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) in ih­rer Amts­ausübung. Sie sind des­halb Be­tei­lig­te im Sin­ne des § 83 Abs. 1 Satz 2 ArbGG und des­halb auch be­schwer­de­be­fugt (GMP-Mat­t­his, ArbGG, 7. Auf­la­ge, § 89, Rd­nr. 3).

b)
Die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) ha­ben die statt­haf­te Be­schwer­de (§ 87 Abs. 1 ArbGG) form- und frist­ge­recht er­ho­ben (§§ 87 Abs. 2, 89 Abs. 1 und 2 ArbGG, §§ 64 Abs. 6 Satz 1, 66 Abs. 1 Sätze 1 und 2 ArbGG, §§ 519, 520 Abs. 3 ZPO). Im Rah­men der for­mel­len Be­tei­li­gung der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) durch den Be­schluss des Be­schwer­de­ge­richts vom 10.10.2011 ist der an­ge­foch­te­ne erst­in­stanz­li­che Be­schluss dem Be­tei­lig­ten zu 3) am 11.10.2011 und dem Be­tei­lig­ten zu 4) am 17.10.2011 zu­ge­stellt wor­den. Sie ha­ben mit Schrift­satz vom 08.11. am 10.11.2011 Be­schwer­de ein­ge­legt und die­se zu­gleich un­ter Be­zug­nah­me auf die Be­schwer­de­be­gründung des Be­triebs­ra­tes be­gründet. Da­mit ha­ben sie die Fris­ten des § 66 Abs. 1 Sätze 1 und 2 ArbGG ge­wahrt.

2.
Die Be­schwer­den der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) sind un­be­gründet.

- 11 -

a)
Die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) ha­ben sich den Fest­stel­lungs­anträgen des Be­triebs­ra­tes an­ge­schlos­sen. Ih­re Anträge ge­hen da­mit nicht über die des Be­triebs­ra­tes hin­aus. Die­se sind je­doch un­be­gründet, wie oben dar­ge­legt.

b)
Der un­be­dingt ge­stell­te An­trag zu 3) der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) ist un­zulässig.

Der Ar­beit­ge­ber hat der An­trags­er­wei­te­rung nicht zu­ge­stimmt. Die An­trags­er­wei­te­rung ist nicht sach­dien­lich.

So­weit mit die­sem An­trag le­dig­lich ein be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­cher Be­sei­ti­gungs­an­spruch gemäß § 78 Be­trVG gel­tend ge­macht würde, wäre der An­spruch aus den­sel­ben Gründen un­be­gründet, wie die Fest­stel­lungs­anträge. So­weit mit dem An­trag der in­di­vi­du­al­recht­li­che An­spruch auf Rück­nah­me der Ab­mah­nung und Ent­fer­nung aus der Per­so­nal­ak­te be­gehrt wird, ist dafür das Be­schluss­ver­fah­ren nicht eröff­net. Erst­in­stanz­lich hätte der An­trag ab­ge­trennt und gemäß § 78 Abs. 1 ArbGG in das Ur­teils­ver­fah­ren über­ge­lei­tet wer­den müssen, was zweit­in­stanz­lich gemäß §§ 65, 88 ArbGG nicht mehr möglich ist. Die Ent­schei­dung über ei­nen in­di­vi­du­al­recht­li­chen An­spruch der Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) auf Rück­nah­me der Ab­mah­nung und Ent­fer­nung aus der Per­so­nal­ak­te er­for­dert je­doch ei­ne Tat­sa­chen­fest­stel­lung hin­sicht­lich des ab­ge­mahn­ten Ver­hal­tens. Da­zu ha­ben sich je­doch we­der der Be­triebs­rat noch die Be­tei­lig­ten zu 3) und zu 4) ein­ge­las­sen, weil sie sich aus­drück­lich auf die Rechts­po­si­ti­on zurück­ge­zo­gen ha­ben, dass ei­ne in­di­vi­du­al­recht­li­che Ab­mah­nung im Zu­sam­men­hang mit der Amts­ausübung un­zulässig sei. Sie ha­ben ein in­di­vi­du­al­recht­li­ches Er­kennt­nis­ver­fah­ren ge­ra­de ab­ge­lehnt und auch nicht zur Sa­che vor­ge­tra­gen.

c)
Der un­be­ding­te An­trag zu 4) ist zulässig, aber un­be­gründet. In­so­weit wird auf die obi­gen Ausführun­gen zum 2. Hilfs­an­trag des Be­triebs­ra­tes ver­wie­sen.

C.
Die Zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de be­ruht auf § 92 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 92 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG.

- 12 -

Rechts­mit­tel­be­leh­rung


Ge­gen die­sen Be­schluss fin­det, wie sich aus dem Be­schluss­te­nor er­gibt, die Rechts­be­schwer­de statt.

Die Be­schwer­de­schrift muss in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach Zu­stel­lung die­ses Be­schlus­ses, die Rechts­be­schwer­de­be­gründung in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach Zu­stel­lung die­ses Be­schlus­ses bei dem Bun­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­hen.

Die An­schrift des Bun­des­ar­beits­ge­richts lau­tet:

Hu­go-Preuß-Platz 1, 99084 Er­furt.
Te­le­fax-Nr.: (0361) 26 36 – 20 00

Auf die Möglich­keit der Ein­rei­chung elek­tro­ni­scher Do­ku­men­te beim Bun­des­ar­beits­ge­richt nach § 46 c ArbGG i. V. m. den be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen nach der Ver­ord­nung über den elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr beim Bun­des­ar­beits­ge­richt vom 09. März 2006,
BGBl. 2006 Teil I Nr. 12, S. 519 f., aus­ge­ge­ben zu Bonn am 15. März 2006, wird hin­ge­wie­sen.

Vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt müssen sich die Par­tei­en durch Pro­zess­be­vollmäch­tig­te ver­tre­ten las­sen. Als Be­vollmäch­tig­te sind außer Rechts­anwälten nur die in § 11 Ab­satz 2 Satz 2 Nr. 4 und 5 ArbGG be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­ge­las­sen. Die­se müssen in Ver­fah­ren vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt durch Per­so­nen mit Befähi­gung zum Rich­ter­amt han­deln.

Die Rechts­be­schwer­de­schrift, die Rechts­be­schwer­de­be­gründungs­schrift und die sons­ti­gen wech­sel­sei­ti­gen Schriftsätze im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren sol­len 7-fach – für je­den wei­te­ren Be­tei­lig­ten ein Ex­em­plar mehr – ein­ge­reicht wer­den.

Löber 

Krau­se 

Ri­el

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