Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Altersdiskriminierung, Diskriminierung, Sozialplan: Abfindungsanspruch
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 1 AZR 857/11
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 26.03.2013
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Göttingen, Urteil vom 9.2.2011 - 4 Ca 363/10
Landesarbeitsgericht Niedersachsen, Urteil vom 29.9.2011 - 7 Sa 323/11
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

1 AZR 857/11
7 Sa 323/11
Lan­des­ar­beits­ge­richt
Nie­der­sach­sen

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

26. März 2013

UR­TEIL

Klapp, Ur­kunds­be­am­ter

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Kläger, Be­ru­fungskläger und Re­vi­si­onskläger,

pp.

Be­klag­te, Be­ru­fungs­be­klag­te und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

hat der Ers­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 26. März 2013 durch die Präsi­den­tin des Bun­des­ar­beits­ge­richts Schmidt, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Linck und Prof. Dr. Koch so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Pla­tow und Rath für Recht er­kannt:
 


- 2 -

1. Die Re­vi­si­on des Klägers ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Nie­der­sach­sen vom 29. Sep­tem­ber 2011 - 7 Sa 323/11 - wird zurück­ge­wie­sen.


2. Der Kläger hat die Kos­ten der Re­vi­si­on zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über die Höhe ei­ner So­zi­al­plan­ab­fin­dung.

Der im Ja­nu­ar 1946 ge­bo­re­ne Kläger war seit 1987 bei der Be­klag­ten als Phar­ma­re­fe­rent im Außen­dienst beschäftigt. Er be­zog zu­letzt ei­ne durch­schnitt­li­che Brut­to­mo­nats­vergütung von 5.325,00 Eu­ro.

Am 19. Ju­ni 2009 ver­ein­bar­te die Be­klag­te mit dem bei ihr ge­bil­de­ten Be­triebs­rat aus An­lass der Ein­stel­lung des Außen­diens­tes zum 1. Ju­li 2009 ei­nen So­zi­al­plan. Dar­in ist be­stimmt:


„...

II. Höhe der Ab­fin­dung

1. Je­der nach den Kri­te­ri­en die­ses So­zi­al­plans an­spruchs­be­rech­tig­te Ar­beit­neh­mer erhält ei­nen Be­trag, der sich nach fol­gen­der For­mel er­rech­net:


Brut­to­mo­nats­vergütung x Be­triebs­zu­gehörig­keit
x Fak­tor aus nach­ste­hen­der Ta­bel­le

Al­ter Fak­tor
30 - 39 0,7
40 - 45 0,8
46 - 50 0,9
51 - 59 1,0
60 - 62 0,3
> 62 0
...

- 3 -

5. Min­dest- und Höchst­be­trag der Ab­fin­dung

Die Ab­fin­dung beträgt min­des­tens 2 Brut­to­mo­nats­gehälter.

Die Höhe der Ab­fin­dung ist be­grenzt auf höchs­tens 200.000,- € brut­to.“

Die Be­klag­te kündig­te dem Kläger we­gen der Ein­stel­lung des Außen­diens­tes zum 31. Ja­nu­ar 2010 und zahl­te ihm die Min­dest­ab­fin­dung in Höhe von 10.650,00 Eu­ro. Die vom Kläger er­ho­be­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge wur­de rechts­kräftig ab­ge­wie­sen.


Der Kläger hat gel­tend ge­macht, ihm stünde ei­ne So­zi­al­plan­ab­fin­dung mit dem für die Grup­pe der 51- bis 59-jähri­gen Ar­beit­neh­mer maßgeb­li­chen Mul­ti­pli­ka­ti­ons­fak­tor von 1,0 zu. Die Ver­rin­ge­rung der Ab­fin­dung ab dem 60. Le­bens­jahr sei al­ters­dis­kri­mi­nie­rend.


Der Kläger be­an­tragt, 


die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn ei­ne Ab­fin­dung in Höhe von 112.251,00 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 16. Ju­li 2010 zu zah­len.

Die Be­klag­te hat Kla­ge­ab­wei­sung be­an­tragt. 


Die Vor­in­stan­zen ha­ben die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Mit sei­ner Re­vi­si­on ver­folgt der Kläger sei­nen Zah­lungs­an­trag wei­ter.

Ent­schei­dungs­gründe


Die Re­vi­si­on ist un­be­gründet. Die Vor­in­stan­zen ha­ben die Kla­ge zu Recht ab­ge­wie­sen.

I. Der zum Zeit­punkt des Aus­schei­dens aus dem Ar­beits­verhält­nis 64-jähri­ge Kläger hat kei­nen An­spruch auf ei­ne wei­te­re Ab­fin­dung nach dem be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz (§ 75 Abs. 1 Be­trVG). Die un­ter­schied­li­che Be­rech­nung der Ab­fin­dung für Beschäftig­te, die



- 4 -

zum Zeit­punkt der recht­li­chen Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses der Grup­pe der 51- bis 59-Jähri­gen und Ar­beit­neh­mern, die das 62. Le­bens­jahr voll­endet ha­ben, ist wirk­sam. Die un­mit­tel­bar auf dem Merk­mal des Al­ters be­ru­hen­de Un­gleich­be­hand­lung die­ser Ar­beit­neh­mer­grup­pen ist nach § 10 Satz 3 Nr. 6 Alt. 2 AGG zulässig.

1. So­zi­alpläne un­ter­lie­gen, wie an­de­re Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen, der ge­richt­li­chen Rechtmäßig­keits­kon­trol­le. Sie sind dar­auf­hin zu über­prüfen, ob sie mit höher­ran­gi­gem Recht, wie ins­be­son­de­re dem be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz, ver­ein­bar sind.


a) Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat ha­ben nach § 75 Abs. 1 Be­trVG darüber zu wa­chen, dass je­de Be­nach­tei­li­gung von Per­so­nen aus den in der Vor­schrift ge­nann­ten Gründen un­ter­bleibt. § 75 Abs. 1 Be­trVG enthält nicht nur ein Über­wa­chungs­ge­bot, son­dern ver­bie­tet zu­gleich Ver­ein­ba­run­gen, durch die Ar­beit­neh­mer auf­grund der dort auf­geführ­ten Merk­ma­le be­nach­tei­ligt wer­den. Der Ge­setz­ge­ber hat die in § 1 AGG ge­re­gel­ten Be­nach­tei­li­gungs­ver­bo­te in § 75 Abs. 1 Be­trVG über­nom­men. Die un­ter­schied­li­che Be­hand­lung der Be­triebs­an­gehöri­gen aus ei­nem in § 1 AGG ge­nann­ten Grund ist da­her nur un­ter den im All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setz nor­mier­ten Vor­aus­set­zun­gen zulässig. Sind die­se erfüllt, ist auch der be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Gleich­be­han­dungs­grund­satz ge­wahrt.

b) Nach § 7 Abs. 1 AGG dürfen Beschäftig­te nicht we­gen ei­nes in § 1 AGG ge­nann­ten Grun­des be­nach­tei­ligt wer­den. Be­stim­mun­gen in Ver­ein­ba­run­gen, die ge­gen die­ses Be­nach­tei­li­gungs­ver­bot ver­s­toßen, sind nach § 7 Abs. 2 AGG un­wirk­sam. Der Be­griff der Be­nach­tei­li­gung be­stimmt sich nach § 3 AGG. Ei­ne un­mit­tel­ba­re Be­nach­tei­li­gung liegt nach § 3 Abs. 1 Satz 1 AGG vor, wenn ei­ne Per­son we­gen ei­nes in § 1 AGG ge­nann­ten Grun­des ei­ne we­ni­ger güns­ti­ge Be­hand­lung erfährt, als ei­ne an­de­re Per­son in ei­ner ver­gleich­ba­ren Si­tua­ti­on erfährt, er­fah­ren hat oder er­fah­ren würde. Ei­ne un­mit­tel­bar auf dem Al­ter be­ru­hen­de Un­gleich­be­hand­lung kann aber nach § 10 AGG un­ter den dort ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen zulässig sein. § 10 Satz 1 und Satz 2 AGG ge­stat­ten die un­ter­schied­li­che Be­hand­lung we­gen des Al­ters, wenn die­se ob­jek­tiv und


- 5 -

an­ge­mes­sen und durch ein le­gi­ti­mes Ziel ge­recht­fer­tigt ist und wenn die Mit­tel zur Er­rei­chung die­ses Ziels an­ge­mes­sen und er­for­der­lich sind.


c) Nach § 10 Satz 3 Nr. 6 AGG können die Be­triebs­par­tei­en ei­ne nach Al­ter oder Be­triebs­zu­gehörig­keit ge­staf­fel­te Ab­fin­dungs­re­ge­lung vor­se­hen, in der sie die we­sent­lich vom Al­ter abhängen­den Chan­cen auf dem Ar­beits­markt durch ei­ne verhält­nismäßig star­ke Be­to­nung des Le­bens­al­ters er­kenn­bar berück­sich­ti­gen, oder auch Beschäftig­te von den Leis­tun­gen des So­zi­al­plans aus­sch­ließen, weil die­se, ggf. nach Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld I, ren­ten­be­rech­tigt sind. Mit die­ser Vor­schrift hat der Ge­setz­ge­ber den Be­triebs­par­tei­en ei­nen Ge­stal­tungs- und Be­ur­tei­lungs­spiel­raum eröff­net, der es ih­nen un­ter den dar­in be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ermöglicht, das Le­bens­al­ter als Be­mes­sungs­kri­te­ri­um für die So­zi­al­plan­ab­fin­dung her­an­zu­zie­hen.


aa) Mit der Re­ge­lung in § 10 Satz 3 Nr. 6 Alt. 2 AGG woll­te der Ge­setz­ge­ber den Be­triebs­par­tei­en ent­spre­chend dem zu­kunfts­ge­rich­te­ten Entschädi­gungs­cha­rak­ter von So­zi­al­plan­leis­tun­gen ermögli­chen, die­se bei „ren­ten­na­hen“ Ar­beit­neh­mern stärker an den tatsächlich ein­tre­ten­den wirt­schaft­li­chen Nach­tei­len zu ori­en­tie­ren, die ih­nen durch den be­vor­ste­hen­den Ar­beits­platz­ver­lust und ei­ne dar­auf zurück­ge­hen­de Ar­beits­lo­sig­keit dro­hen. Durch die­se Ge­stal­tungsmöglich­keit kann das An­wach­sen der Ab­fin­dungshöhe, das mit der Ver­wen­dung der Pa­ra­me­ter Be­triebs­zu­gehörig­keit und/oder Le­bens­al­ter bei der Be­mes­sung der Ab­fin­dung zwangsläufig ver­bun­den ist, bei ab­neh­men­der Schutz­bedürf­tig­keit im In­ter­es­se der Ver­tei­lungs­ge­rech­tig­keit zu­guns­ten der jünge­ren Ar­beit­neh­mer be­grenzt wer­den (BAG 23. März 2010 - 1 AZR 832/08 - Rn. 17).


bb) § 10 Satz 3 Nr. 6 Alt. 2 AGG er­fasst nach sei­nem Wort­laut nur den Aus­schluss von älte­ren Ar­beit­neh­mern, die ent­we­der un­mit­tel­bar nach dem Aus­schei­den oder im An­schluss an den Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld I durch den Be­zug ei­ner Al­ters­ren­te wirt­schaft­lich ab­ge­si­chert sind. Die Vor­schrift ist glei­cher­maßen an­wend­bar, wenn die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer zwar nicht un­mit­tel­bar nach dem Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld I ren­ten­be­rech­tigt sind, die Ab­fin­dung aber aus­rei­chend be­mes­sen ist, um die wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le aus­zu­glei­chen, die sie in der Zeit nach der Erfüllung ih­res Ar­beits­lo­sen­geld­an-
 


- 6 -

spruchs bis zum frühestmögli­chen Be­zug ei­ner Al­ters­ren­te er­lei­den. Dies ist stets der Fall, wenn die Ab­fin­dungshöhe für die­sen Zeit­raum den Be­trag der zu­letzt be­zo­ge­nen Ar­beits­vergütung er­reicht. Die von der Be­triebsände­rung be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer sind dann wirt­schaft­lich so ge­stellt, als wäre das Ar­beits­verhält­nis bis zu dem Zeit­punkt fort­ge­setzt wor­den, in dem sie nach dem Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld I naht­los ei­ne Al­ters­ren­te be­zie­hen können (BAG 23. März 2010 - 1 AZR 832/08 - Rn. 19).


cc) Die Aus­ge­stal­tung des durch § 10 Satz 3 Nr. 6 Alt. 2 AGG eröff­ne­ten Ge­stal­tungs- und Be­ur­tei­lungs­spiel­raums un­ter­liegt al­ler­dings noch ei­ner wei­te­ren Verhält­nismäßig­keitsprüfung nach § 10 Satz 2 AGG. Die von den Be­triebs­par­tei­en gewähl­te So­zi­al­plan­ge­stal­tung muss ge­eig­net sein, das mit § 10 Satz 3 Nr. 6 Alt. 2 AGG ver­folg­te Ziel tatsächlich zu fördern und darf die In­ter­es­sen der be­nach­tei­lig­ten (Al­ters-)Grup­pe nicht un­verhält­nismäßig stark ver­nachlässi­gen.


2. Die an das Le­bens­al­ter an­knüpfen­de Ab­fin­dungs­be­rech­nung im So­zi­al­plan vom 19. Ju­ni 2009 verstößt nicht ge­gen das Be­nach­tei­li­gungs­ver­bot in § 7 Abs. 1 AGG.


a) Die Re­ge­lun­gen des So­zi­al­plans vom 19. Ju­ni 2009 sind nach dem am 18. Au­gust 2006 in Kraft ge­tre­te­nen AGG idF des Ge­set­zes zur Ände­rung des Be­triebs­ren­ten­ge­set­zes und an­de­rer Ge­set­ze vom 2. De­zem­ber 2006 (BGBl. I S. 2742) und nach § 75 Abs. 1 Be­trVG in der seit dem 18. Au­gust 2006 gel­ten­den Fas­sung zu be­ur­tei­len.


b) Die Be­triebs­par­tei­en ha­ben bei der Gewährung der So­zi­al­plan­leis­tun­gen nach dem Le­bens­al­ter un­ter­schie­den. Die Ab­fin­dung be­rech­net sich nach der For­mel Brut­to­mo­nats­vergütung x Be­triebs­zu­gehörig­keit x Fak­tor. Der Fak­tor beträgt in der Al­ters­grup­pe der 30- bis 39-Jähri­gen 0,7 und steigt in drei wei­te­ren Schrit­ten für die 51- bis 59-Jähri­gen auf 1,0. Für die 60- bis 62-Jähri­gen beträgt er 0,3 und für die älter als 62-Jähri­gen 0. Für die­se ver­bleibt die Min­dest­ab­fin­dung von zwei Brut­to­mo­nats­gehältern. Hier­in liegt ei­ne un­mit­tel­bar an das Al­ter an­knüpfen­de Un­gleich­be­hand­lung.


- 7 -

c) Die Vor­aus­set­zun­gen des § 10 Satz 3 Nr. 6 Alt. 2 AGG lie­gen vor. 


aa) Der Kläger gehört der Per­so­nen­grup­pe an, die das 62. Le­bens­jahr voll­endet hat. Die­se Ar­beit­neh­mer wa­ren nach ih­rem Aus­schei­den aus dem Ar­beits­verhält­nis und ei­ner sich dar­an an­sch­ließen­den Ar­beits­lo­sig­keit für die Dau­er von 24 Mo­na­ten durch den Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld I ab­ge­si­chert (§ 127 Abs. 2, Abs. 1 Nr. 2 SGB III idF des Sieb­ten Ge­set­zes zur Ände­rung des Drit­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch und an­de­rer Ge­set­ze vom 8. April 2008 [BGBI. I S. 681]). Zusätz­lich er­hiel­ten sie zum Aus­gleich der mit dem Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld ver­bun­de­nen Ein­kom­mens­ein­bußen ei­nen pau­scha­len Aus-gleich in Höhe von zwei Brut­to­mo­nats­ver­diens­ten. Im An­schluss an den Ar­beits­lo­sen­geld­be­zug hat­ten sie nach § 237 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a Alt. 1 SGB VI zu­min­dest An­spruch auf Al­ters­ren­te we­gen Ar­beits­lo­sig­keit. Hat­ten die die­ser Grup­pe an­gehören­den Ar­beit­neh­mer das 63. Le­bens­jahr voll­endet, konn­ten sie nach Ab­lauf des Be­zugs­zeit­raums für Ar­beits­lo­sen­geld nach § 35 iVm. § 235 Abs. 2 Satz 1 SGB VI Re­gel­al­ters­ren­te be­zie­hen.


bb) Die Be­gren­zung der den Ar­beit­neh­mern nach voll­ende­tem 23 62. Le­bens­jahr gewähr­ten So­zi­al­plan­leis­tun­gen ist an­ge­mes­sen und er­for­der­lich iSd. § 10 Satz 2 AGG.

(1) Nach der Se­nats­recht­spre­chung ha­ben So­zi­alpläne ei­ne zu­kunfts­be­zo­ge­ne Aus­gleichs- und Über­brückungs­funk­ti­on. Geld­leis­tun­gen in Form ei­ner Ab­fin­dung stel­len kein zusätz­li­ches Ent­gelt für die in der Ver­gan­gen­heit er-brach­ten Diens­te dar, son­dern sol­len die vor­aus­sicht­lich ent­ste­hen­den wirt­schaft­li­chen Fol­gen ei­nes durch Be­triebsände­rung ver­ur­sach­ten Ar­beits­platz­ver­lus­tes aus­glei­chen oder zu­min­dest ab­mil­dern. Die Be­triebs­par­tei­en können die­se Nach­tei­le auf­grund ih­res Be­ur­tei­lungs- und Ge­stal­tungs­spiel­raums in ty­pi­sier­ter und pau­scha­lier­ter Form aus­glei­chen (vgl. BAG 7. Ju­ni 2011 - 1 AZR 34/10 - Rn. 31, BA­GE 138, 107). Da­zu können sie die übermäßige Begüns­ti­gung, die älte­re Beschäftig­te mit langjähri­ger Be­triebs­zu­gehörig­keit bei ei­ner am Le­bens­al­ter und an der Be­triebs­zu­gehörig­keit ori­en­tier­ten Ab­fin­dungs­be­rech­nung er­fah­ren, durch ei­ne Kürzung für ren­ten­na­he Jahrgänge zurückführen, um ei­ne aus ih­rer Sicht ver­tei­lungs­ge­rech­te Ab­mil­de­rung der wirt­schaft­li-


- 8 -

chen Fol­gen der Be­triebsände­rung zu­guns­ten der jünge­ren Ar­beit­neh­mer zu ermögli­chen (BAG 23. März 2010 - 1 AZR 832/08 - Rn. 29).


(2) Die Er­stre­ckung der Be­rech­nungs­re­gel für die Grup­pe der 51- bis 59- Jähri­gen auf die Grup­pe der Ar­beit­neh­mer, die das 62. Le­bens­jahr voll­endet ha­ben, hätte Beschäftig­te mit länge­ren Beschäfti­gungs­zei­ten über­pro­por­tio­nal begüns­tigt. Die Be­triebs­par­tei­en konn­ten bei die­sen Jahrgängen da­von aus­ge­hen, dass die­se selbst bei fort­be­ste­hen­der Ar­beits­lo­sig­keit nach dem Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld I durch die re­du­zier­te Ab­fin­dung und die In­an­spruch­nah­me ei­ner vor­ge­zo­ge­nen Al­ters­ren­te weit­ge­hend wirt­schaft­lich ab­ge­si­chert sind. Ei­ne ver­gleich­ba­re Ab­si­che­rung konn­ten die Be­triebs­par­tei­en bei den ren­ten­fer­nen Jahrgängen nicht pro­gnos­ti­zie­ren. Selbst wenn die­se ei­ne An­schluss­beschäfti­gung fin­den, ver­lie­ren die ent­las­se­nen Ar­beit­neh­mer ih­re bis­he­ri­ge kündi­gungs­schutz­recht­li­che Stel­lung und gehören bei künf­ti­gen Per­so­nal­re­du­zie­run­gen re­gelmäßig zu den Beschäftig­ten, de­nen we­gen ih­rer kur­zen Be­triebs­zu­gehörig­keit vor­ran­gig gekündigt wird. Über­dies können sie re­gelmäßig bei der Neu­be­gründung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses nicht ihr bis­he­ri­ges Ar­beits­ent­gelt er­zie­len, was, eben­so wie die vor­an­ge­hen­den Zei­ten ei­ner Ar­beits­lo­sig­keit, zu Nach­tei­len in ih­rer Ren­ten­bio­gra­fie führt.


(3) Die In­ter­es­sen der über 62-jähri­gen Ar­beit­neh­mer sind im So­zi­al­plan vom 19. Ju­ni 2009 bei der Aus­ge­stal­tung der sie be­tref­fen­den Aus­gleichs­re­ge­lun­gen an­ge­mes­sen be­ach­tet wor­den. Die Be­triebs­par­tei­en ha­ben die­se Beschäftig­ten­grup­pe nicht von So­zi­al­plan­leis­tun­gen aus­ge­schlos­sen, son­dern ih­nen ei­nen An­spruch auf die Min­dest­ab­fin­dung von zwei Brut­to­mo­nats­ver­diens­ten gewährt. Dies ist nicht zu be­an­stan­den, da die­se Grup­pe un­mit­tel­bar nach dem Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld zu­min­dest An­spruch auf vor­zei­ti­ges Al­ters­ru­he­geld hat. Der zum Zeit­punkt der Be­en­di­gung sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses 64-jähri­ge Kläger hat­te so­gar ein Jahr nach sei­nem Aus­schei­den An­spruch auf die Re­gel­al­ters­ren­te. Ei­nen vollständi­gen Aus­gleich al­ler wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le muss­ten die Be­triebs­par­tei­en an­ge­sichts der be­grenzt zur Verfügung ste­hen­den So­zi­al­plan­mit­tel und der an­de­ren Ar­beit­neh­mern vor­aus­sicht­lich ent­ste­hen­den Nach­tei­le nicht vor­se­hen.



- 9 -

II. Der Durchführung ei­nes Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­rens nach Art. 267 Abs. 3 AEUV be­darf es nicht.

1. Der Se­nat hat be­reits in sei­nen Ent­schei­dun­gen vom 23. März 2010 (- 1 AZR 832/08 - Rn. 18) und vom 26. Mai 2009 (- 1 AZR 198/08 - Rn. 41, BA­GE 131, 61) ein­ge­hend be­gründet, dass die zum Verständ­nis und zur An­wen­dung von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG des Ra­tes vom 27. No­vem­ber 2000 zur Fest­le­gung ei­nes all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäfti­gung und Be­ruf (Richt­li­nie 2000/78/EG) her­an­zu­zie­hen­den Grundsätze of­fen­kun­dig, je­den­falls aber durch die jünge­re Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (5. März 2009 - C-388/07 - [Age Con­cern Eng­land] Slg. 2009, I-1569; 16. Ok­to­ber 2007 - C-411/05 - [Pa­la­ci­os de la Vil­la] Slg. 2007, I-8531; 22. No­vem­ber 2005 - C-144/04 - [Man­gold] Slg. 2005, I-9981) als geklärt an­zu­se­hen sind, so dass ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen nach Art. 267 Abs. 3 AEUV zur Zulässig­keit ei­ner auf dem Al­ter be­ru­hen­den Un­gleich­be­hand­lung bei So­zi­al­plan­ab­fin­dun­gen nicht ge­bo­ten ist.


2. Die Ver­ein­bar­keit der Se­nats­recht­spre­chung mit Uni­ons­recht wird über­dies durch das Ur­teil des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs vom 6. De­zem­ber 2012 (- C-152/11 - [Odar]) voll­umfäng­lich bestätigt. In die­sem hat der Ge­richts­hof über die Ver­ein­bar­keit ei­ner So­zi­al­plan­re­ge­lung mit Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG ent­schie­den. Auch der Ge­richts­hof geht da­von aus, dass ei­ne Un­gleich­be­hand­lung von älte­ren Ar­beit­neh­mern bei der Be­rech­nung der So­zi­al­plan­ab­fin­dung durch ein le­gi­ti­mes Ziel iSv. Art. 6 Abs. 1 Un­terabs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG ge­recht­fer­tigt sein kann, wenn der So­zi­al­plan die Gewährung ei­nes Aus­gleichs für die Zu­kunft, den Schutz der jünge­ren Ar­beit­neh­mer so­wie die Un­terstützung bei ih­rer be­ruf­li­chen Wie­der­ein­glie­de­rung und ei­ne ge­rech­te Ver­tei­lung der be­grenz­ten fi­nan­zi­el­len Mit­tel be­zweckt (EuGH 6. De­zem­ber 2012 - C-152/11 - [Odar], Rn. 42 f., 45). Ei­ne in Abhängig­keit von Le­bens­al­ter und Be­triebs­zu­gehörig­keit be­rech­ne­te Ab­fin­dung könne bei Ar­beit­neh­mern, die im Zeit­punkt der Ent­las­sung durch den mögli­chen Be­zug ei­ner vor­ge­zo­ge­nen ge­setz­li­chen Al­ters­ren­te wirt­schaft­lich ab­ge­si­chert sind, ge­min-



- 10 -

dert wer­den (EuGH 6. De­zem­ber 2012 - C-152/11 - [Odar], Rn. 48). Die­se Grundsätze ent­spre­chen der Se­nats­recht­spre­chung.


3. Es ist uni­ons­recht­lich nicht ge­bo­ten, dem Kläger als Ab­fin­dung zu­min­dest ei­nen Be­trag in Höhe der Hälf­te der für die 51- bis 59-Jähri­gen be­rech­ne­ten Ab­fin­dung zu­zu­spre­chen. Die Ausführun­gen des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs in der Rechts­sa­che Odar las­sen ein sol­ches Verständ­nis von Art. 6 Abs. 1 Un­terabs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG nicht zu.

a) Das Ar­beits­ge­richt München hat den Ge­richts­hof im Ver­fah­ren nach Art. 267 AEUV ua. nach der Ver­ein­bar­keit der im Aus­gangs­rechts­streit maß-geb­li­chen Re­ge­lung ei­ner als „Vor­sorg­li­cher So­zi­al­plan“ be­zeich­ne­ten Ver­ein­ba­rung mit den Vor­ga­ben der Richt­li­nie 2000/78/EG ge­fragt (EuGH 6. De­zem­ber 2012 - C-152/11 - [Odar], Rn. 30). Nach die­ser be­rech­net sich die Ab­fin­dung nach den Fak­to­ren Le­bens­al­ter, Be­triebs­zu­gehörig­keit und Brut­to­mo­nats­ent­gelt (Stan­dard­for­mel). Für Mit­ar­bei­ter nach Voll­endung des 55. Le­bens­jah­res sieht der „Vor­sorg­li­che So­zi­al­plan“ ei­ne geänder­te Be­rech­nung vor, die von der Zeit bis zum frühestmögli­chen Ren­ten­ein­tritt abhängig ist (Son­der­for­mel). Soll­te die nach der Stan­dard­for­mel be­rech­ne­te Ab­fin­dung größer sein als die­je­ni­ge nach der Son­der­for­mel, kommt die ge­rin­ge­re Sum­me zur Aus­zah­lung. Die­se darf je­doch die Hälf­te der Stan­dard­for­mel­ab­fin­dung nicht un­ter­schrei­ten.

b) Der Ge­richts­hof hat zwar die im „Vor­sorg­li­chen So­zi­al­plan“ vor­ge­nom­me­ne Be­rech­nung der Ab­fin­dung auf der Grund­la­ge des frühestmögli­chen Ren­ten­be­ginns als mit Uni­ons­recht für ver­ein­bar ge­hal­ten (EuGH 6. De­zem­ber 2012 - C-152/11 - [Odar], Rn. 54). Hier­auf kann der Kläger sei­nen An­spruch je­doch nicht stützen. Der Ge­richts­hof hat nicht ver­langt, dass die Ab­fin­dung von ren­ten­na­hen Ar­beit­neh­mern stets die Hälf­te der für an­de­re Ar­beit­neh­mer gel­ten­den Ab­fin­dungs­for­mel be­tra­gen muss. Ei­ne sol­che Aus­sa­ge enthält die Ent­schei­dung nicht. Die vor­ge­nann­ten Ausführun­gen des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs sind ein­zel­fall­be­zo­gen und be­schränken sich auf die Ver­ein­bar­keit ei­ner be­stimm­ten na­tio­na­len So­zi­al­plan­re­ge­lung mit Uni­ons­recht. Sie ent­hal­ten le­dig­lich ei­nen Hin­weis des Ge­richts­hofs an das vor­le­gen­de Ge­richt, mit dem
 


- 11 -

die­sem ei­ne sach­dien­li­che Ant­wort auf sei­ne Vor­la­ge­fra­ge ge­ge­ben wer­den soll­te (vgl. EuGH 15. April 2010 - C-433/05 - [Sand­ström], Rn. 35, Slg. 2010, I-2885).


c) Der Durchführung ei­nes Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­rens be­darf es in­so­weit nicht. Es ist of­fen­sicht­lich, dass die Zu­er­ken­nung ei­nes hälf­ti­gen Ab­fin­dungs­be­trags durch das Uni­ons­recht nicht vor­ge­ge­ben wird. Sie würde zu in­kohären­ten und sys­tem­wid­ri­gen Er­geb­nis­sen führen. Der Eu­ropäische Ge­richts­hof hat die Min­de­rung der nach der Stan­dard­for­mel be­rech­ne­ten Ab­fin­dung bei ren­ten­na­hen Ar­beit­neh­mern als le­gi­ti­mes Ziel an­er­kannt. Könn­ten die­se un­abhängig von der Zeit bis zu ei­ner vor­zei­ti­gen Be­zugsmöglich­keit ei­ner vor­zei­ti­gen Al­ters­ren­te stets die Hälf­te der nach der Stan­dard­for­mel zu be­rech­nen­den Ab­fin­dung be­an­spru­chen, er­hiel­ten Ar­beit­neh­mer, die - wie der Kläger - bei ih­rem Aus­schei­den aus dem Ar­beits­verhält­nis nur noch kur­ze Zeit vor dem Er­rei­chen der vor­zei­ti­gen Al­ters­gren­ze ste­hen, die glei­che Ab­fin­dung wie sol­che Ar­beit­neh­mer, die die­sen Zeit­punkt erst nach Ab­lauf von meh­re­ren Jah­ren er­rei­chen. Ei­ne sol­che pau­scha­le Ab­fin­dungs­be­rech­nung wi­derspräche der Über­brückungs­funk­ti­on von So­zi­alplänen.

Schmidt 

Koch 

Linck

Pla­tow 

Rath

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 1 AZR 857/11  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880