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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Kündigung: Außerordentlich, Kündigung: Fristlos, Bagatellkündigung
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein
Akten­zeichen: 3 Sa 233/10
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 29.09.2010
   
Leit­sätze:

1. Isst ein Ar­beit­neh­mer ei­ne ab­ge­ris­se­ne Ecke ei­nes Stückes ei­ner Pa­ti­en­ten­piz­za und / oder ver­zehrt er ei­nen in der Küche ab­ge­stell­ten Teil ei­nes Res­tes ei­ner Pa­ti­en­ten­por­ti­on Gu­lasch, recht­fer­tigt dies in al­ler Re­gel kei­ne Kündi­gung ei­nes langjährig beschäftig­ten Ar­beit­neh­mers.

2. Das gilt je­den­falls dann, wenn das Beschäfti­gungs­verhält­nis bis­her un­gestört ver­lau­fen ist.

3. In ei­nem sol­chen Fall ist als an­ge­mes­se­ne Re­ak­ti­on re­gelmäßig le­dig­lich ei­ne Ab­mah­nung ge­recht­fer­tigt, um durch An­dro­hung von Fol­gen für den Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses das künf­ti­ge Ver­hal­ten des Ar­beit­neh­mers po­si­tiv zu be­ein­flus­sen.

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Lübeck, Urteil vom 11.05.2010, 3 Ca 464/10
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein

Ak­ten­zei­chen: 3 Sa 233/10
3 Ca 464/10 ArbG Lübeck (Bit­te bei al­len Schrei­ben an­ge­ben!)

 

Verkündet am 29.09.2010

Gez. ...
als Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le 

 

Ur­teil

Im Na­men des Vol­kes

In dem Rechts­streit pp.

hat die 3. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Schles­wig-Hol­stein auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 29.09.2010 durch die Vi­ze­präsi­den­tin des Lan­des­ar­beits­ge­richts ... als Vor­sit­zen­de und d. eh­ren­amt­li­chen Rich­ter ... als Bei­sit­zer und d. eh­ren­amt­li­chen Rich­ter ... als Bei­sit­zer

für Recht er­kannt:

 

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Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Lübeck vom 11.05.2010 – 3 Ca 464/10 – wird auf ih­re Kos­ten zurück­ge­wie­sen.

Die Re­vi­si­on wird nicht zu­ge­las­sen.

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Ge­gen die­ses Ur­teil ist das Rechts­mit­tel der Re­vi­si­on nicht ge­ge­ben; im Übri­gen wird auf § 72 a ArbGG ver­wie­sen.

 

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Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über die Wirk­sam­keit ei­ner außer­or­dent­li­chen Kündi­gung mit dem Vor­wurf, der Kläger ha­be Gu­lasch und ei­ne Ecke ei­nes Stückes Piz­za je­weils aus Pa­ti­en­ten­ver­pfle­gung ge­ges­sen.

Der Kläger ist 1954 ge­bo­ren und seit Fe­bru­ar 1991 bei der Be­klag­ten bzw. de­ren Rechts­vorgänge­rin als Kran­ken­pfle­ge­hel­fer beschäftigt. Er ist ver­hei­ra­tet und zwei Kin­dern, ei­nem Pfle­ge­kind so­wie sei­ner Ehe­frau ge­genüber un­ter­halts­pflich­tig. Die Ehe­frau ist schwers­ter­krankt und zu 100 % schwer­be­hin­dert. Die durch­schnitt­li­che mo­nat­li­che Vergütung des Klägers be­lief sich zu­letzt auf 2.700,-- EUR brut­to. Das Ar­beits­verhält­nis rich­tet sich nach den Ta­rif­verträgen für den öffent­li­chen Dienst. Der Kläger ist or­dent­lich unkünd­bar.

Ab­ge­mahnt wur­de der Kläger in dem mehr als 19 Jah­re be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis bis­her nicht.

Ver­an­lasst durch Mit­tei­lun­gen ei­nes Ar­beits­kol­le­gen des Klägers wirft die Be­klag­te dem Kläger letzt­end­lich jetzt noch vor, der Kläger ha­be am 19.11.2009 von übrig ge­blie­be­nem, zurück­ge­stell­tem Pa­ti­en­ten­gu­lasch ge­ges­sen; Pa­ti­en­ten ge­duzt und mit Aus­drücken wie „Dumm­batz“ und „Schwach­ma­ten“ be­schimpft so­wie am 13.11.2009 ei­ne Ecke von ei­nem Stück Piz­za, das aus Le­bens­mit­teln der Pa­ti­en­ten ge­macht wor­den war, ab­ge­ris­sen und ge­ges­sen zu ha­ben. Der Kläger wur­de mehr­fach an­gehört. Er hat die er­ho­be­nen Vorwürfe stets be­strit­ten. Nach durch­geführ­ter Be­triebs­rats­anhörung kündig­te die Be­klag­te mit Schrei­ben vom 09.02.2010 das Ar­beits­verhält­nis außer­or­dent­lich frist­los.

Der hier­ge­gen am 22.02.2010 ein­ge­gan­ge­nen Kündi­gungs­schutz­kla­ge hat das Ar­beits­ge­richt statt­ge­ge­ben. Da­bei hat es da­hin­ge­stellt sein las­sen, ob die be­haup­te­ten strei­ti­gen Pflicht­ver­let­zun­gen er­folgt sind. Die außer­or­dent­li­che Kündi­gung wur­de viel­mehr un­ter Verhält­nismäßig­keits­ge­sichts­punk­ten für un­wirk­sam erklärt und ggf. ei­ne Ab­mah­nung für aus­rei­chend ge­hal­ten. Hin­sicht­lich der Ein­zel­hei­ten wird auf

 

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Tat­be­stand, Anträge und Ent­schei­dungs­gründe des Ur­teils des Ar­beits­ge­richts Lübeck vom 11.05.2010, Ak­ten­zei­chen 3 Ca 464/10, ver­wie­sen.

Ge­gen die­se der Be­klag­ten am 29.05.2010 zu­ge­stell­te Ent­schei­dung hat sie am 04.06.2010 Be­ru­fung ein­ge­legt, die mit am 14.06.2010 ein­ge­gan­ge­nem Schrift­satz be­gründet wur­de.

Die Be­klag­te be­haup­tet, der Kläger ha­be Pa­ti­en­ten gehören­des Gu­lasch und Pa­ti­en­ten gehören­de Piz­za ge­ges­sen; sich in­so­weit „selbst be­dient“ und da­mit Vermögens­de­lik­te zu Las­ten der Pa­ti­en­ten be­gan­gen. Es han­de­le sich um ei­nen mas­si­ven Ver­trau­ens­bruch. Der Kläger ha­be ge­zeigt, dass er kei­ner­lei Re­spekt vor den Rechtsgütern an­de­rer ha­be. Zu berück­sich­ti­gen sei in die­sem Zu­sam­men­hang auch, dass sein Fehl­ver­hal­ten ge­ra­de zu Las­ten an­ver­trau­ter hilfs­bedürf­ti­ger und pfle­ge­bedürf­ti­ger Per­so­nen ge­gan­gen sei. Er ha­be de­ren be­son­de­re Schutzwürdig­keit aus­ge­nutzt. Verschärfend fal­le ins Ge­wicht, dass die­ses Ver­hal­ten Aus­wir­kun­gen auf die The­ra­pier­bar­keit der Pa­ti­en­ten ha­be, bei de­nen es sich aus­nahms­los um Straftäter han­delt. Der Kläger ha­be be­harr­lich, nämlich min­des­tens zwei­mal, ein gleich­ge­la­ger­tes Fehl­ver­hal­ten an den Tag ge­legt und sei kalt­blütig vor­ge­gan­gen, da er trotz des Hin­wei­ses ei­nes Kol­le­gen sein Fehl­ver­hal­ten fort­ge­setzt und wie­der­holt ha­be. Es müsse fer­ner berück­sich­tigt wer­den, dass der Kläger ihm an­ver­trau­te Schutz­be­foh­le­ne mit Be­zeich­nun­gen wie „Schwach­mat“, „du Toss“, und „Dumm­batz“ be­legt ha­be. Vor die­sem Hin­ter­grund ha­be ei­ne un­gestörte Beschäfti­gungs­zeit nicht vor­ge­le­gen. Viel­mehr er­ge­be sich hier­aus ein pflicht­wid­ri­ges Vor­ver­hal­ten, so dass ei­ne Ab­mah­nung nicht er­for­der­lich sei. An­ge­sichts des­sen könn­ten dem Le­bens­al­ter, der Dau­er der Be­triebs­zu­gehörig­keit und den Un­ter­halts­pflich­ten im Rah­men der In­ter­es­sen­abwägung kein großes Ge­wicht bei­ge­mes­sen wer­den. Im Übri­gen würde Pfle­ge­per­so­nal auf dem Ar­beits­markt ge­sucht, so dass das Le­bens­al­ter des Klägers mit 56 Jah­ren nicht ins Ge­wicht fal­le.

Die Be­klag­te be­an­tragt,

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Lübeck vom 11.05.2010 – 3 Ca 464/10 - ab­zuändern und die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

 

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Der Kläger be­an­tragt,

die Be­ru­fung kos­ten­pflich­tig zurück­zu­wei­sen.

Er hält das an­ge­foch­te­ne Ur­teil so­wohl in tatsäch­li­cher als auch in recht­li­cher Hin­sicht für zu­tref­fend. Er be­strei­tet, Pa­ti­en­ten­gu­lasch und Pa­ti­en­ten­piz­za ge­ges­sen zu ha­ben. Am 19.11.2009 ha­be er sein mit­ge­brach­tes Es­sen auf­gewärmt und ge­ges­sen. An Pa­ti­en­ten­piz­za ha­be er sich we­der ganz noch teil­wei­se ver­grif­fen. Auch ha­be er Pa­ti­en­ten nicht ge­duzt oder gar, wie von der Be­klag­ten be­haup­tet, be­schimpft. Im Übri­gen sei die Vor­ge­hens­wei­se der Be­klag­ten in je­der Hin­sicht un­verhält­nismäßig.

Hin­sicht­lich des wei­te­ren Vor­brin­gens wird auf den münd­lich vor­ge­tra­ge­nen In­halt der ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen Be­zug ge­nom­men.

Ent­schei­dungs­gründe

Die Be­ru­fung ist zulässig. Sie ist form- und frist­ge­recht ein­ge­legt und in­ner­halb der Be­ru­fungs­be­gründungs­frist auch be­gründet wor­den. In der Sa­che konn­te sie je­doch kei­nen Er­folg ha­ben.

Mit ausführ­li­cher Be­gründung hat das Ar­beits­ge­richt der Kündi­gungs­schutz­kla­ge statt­ge­ge­ben. Dem folgt das Be­ru­fungs­ge­richt. Zur Ver­mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen wird vor­ab auf die Ent­schei­dungs­gründe des an­ge­foch­te­nen Ur­teils ver­wie­sen (§ 69 Abs. 2 ArbGG). Le­dig­lich ergänzend und auch auf den neu­en, kon­kre­ti­sier­ten Vor­trag der Par­tei­en ein­ge­hend, wird Fol­gen­des aus­geführt:

1. Gemäß §§ 34 Abs. 2 TV-L, 626 Abs. 1 BGB kann das Ar­beits­verhält­nis aus wich­ti­gem Grund oh­ne Ein­hal­tung ei­ner Kündi­gungs­frist gekündigt wer­den, wenn Tat­sa­chen vor­lie­gen, auf­grund de­rer dem Kündi­gen­den un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­falls und un­ter Abwägung der In­ter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le die

 

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Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses bis zum Ab­lauf der Kündi­gungs­frist nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann. Die er­for­der­li­che Prüfung, ob ein ge­ge­be­ner Le­bens­sach­ver­halt ei­nen wich­ti­gen Grund dar­stellt, voll­zieht sich zwei­stu­fig: Im Rah­men von § 626 Abs. 1 BGB ist zunächst zu prüfen, ob ein be­stimm­ter Sach­ver­halt oh­ne die be­son­de­ren Umstände des Ein­zel­falls an sich als wich­ti­ger Kündi­gungs­grund ge­eig­net ist. Liegt ein sol­cher Sach­ver­halt vor, be­darf es stets der wei­te­ren Prüfung, ob die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses un­ter Berück­sich­ti­gung der kon­kre­ten Umstände des Ein­zel¬falls und un­ter Abwägung der In­ter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le auf Dau­er zu­mut­bar ist oder nicht (BAG vom 23.06.2009 - 2 AZR 103/08 – zi­tiert nach Ju­ris, Rz. 18 m. w. N.).

Dem Sinn und Zweck des wich­ti­gen Grun­des zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses ent­spricht es, dass auch bei ei­nem abs­trakt durch­aus er­heb­li­chen Ver­hal­ten doch noch in je­dem kon­kre­ten Ein­zel­fal­le ei­ne Abwägung al­ler für und ge­gen die Lösung des Ar­beits­verhält­nis­ses spre­chen­den Gründe er­folgt (BAG vom 23.01.1963 – 2 AZR 278/62 = AP Nr. 8 zu § 124 a Ge­wer­be­ord­nung). Bei der Prüfung des wich­ti­gen Grun­des kommt es nicht dar­auf an, wie ein be­stimm­tes Ver­hal­ten straf­recht­lich zu würdi­gen ist, son­dern dar­auf, ob der Ge­samt­sach­ver­halt die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses un­zu­mut­bar macht (BAG vom 27.01.1977 - 2 ABR 77/96 - = AP Nr. 7 zu § 103 Be­trVG 1972; BAG AP Nr. 13 zu § 626 BGB). Zweck ei­ner Kündi­gung we­gen ei­ner Ver­trags­ver­let­zung darf re­gelmäßig nicht die Sank­ti­on ei­ner Ver­trags­ver­let­zung sein. Die Kündi­gung dient der Ver­mei­dung des Ri­si­kos wei­te­rer Ver­trags­ver­let­zun­gen (BAG vom 23.06.2009 – 2 AZR 103/08 – zi­tiert nach Ju­ris). Das ist un­ter dem Ge­sichts­punkt ei­ner ne­ga­ti­ven Zu­kunfts­pro­gno­se zu be­trach­ten.

2. Im Rah­men der er­for­der­li­chen In­ter­es­sen­abwägung und Ein­zel­fall­prüfung sind al­le für das je­wei­li­ge Ver­trags­verhält­nis in Be­tracht kom­men­den Ge­sichts­punk­te zu be­wer­ten. Da­zu gehören das ge­ge­be­ne Maß der Beschädi­gung des Ver­trau­ens, das In­ter­es­se an der kor­rek­ten Hand­ha­bung der Geschäfts­an­wei­sun­gen, das vom Ar­beit­neh­mer in der Zeit sei­ner un­be­an­stan­de­ten Beschäfti­gung er­wor­be­ne „Ver­trau­en­s­ka­pi­tal“ eben­so wie ggfs. die wirt­schaft­li­chen Fol­gen des Ver­trags­ver­s­toßes. Ei­ne ab­sch­ließen­de Aufzählung ist nicht möglich. Ins­ge­samt muss sich die so­for­ti­ge

 

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Auflösung des Ar­beits­verhält­nis­ses als an­ge­mes­se­ne Re­ak­ti­on auf die ein­ge­tre­te­ne Ver­tragsstörung er­wei­sen. Un­ter Umständen kann ei­ne Ab­mah­nung als mil­de­res Mit­tel zur Wie­der­her­stel­lung des für die Fort­set­zung des Ver­tra­ges not­wen­di­gen Ver­trau­ens aus­rei­chen, um ei­nen künf­tig wie­der störungs­frei­en Ver­lauf des Ar­beits­verhält­nis­ses zu be­wir­ken (BAG vom 10.06.2010 – 2 AZR 541/09 – Pres­se­mit­tei­lung 24/10).

Be­ruht ei­ne Ver­trags­pflicht­ver­let­zung auf steu­er­ba­rem Ver­hal­ten des Ar­beit­neh­mers, ist grundsätz­lich da­von aus­zu­ge­hen, dass sein künf­ti­ges Ver­hal­ten schon durch die An­dro­hung von Fol­gen für den Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses po­si­tiv be­ein­flusst wer­den kann (Schlach­ter, NZA 2005, 433, 436). Die Ab­mah­nung dient der Ob­jek­ti­vie­rung der Pro­gno­se.

3. Vor die­sem recht­li­chen Hin­ter­grund ist die Kündi­gung der Be­klag­ten vom 09.02.2010 un­wirk­sam.

a) Wie das Ar­beits­ge­richt zu­tref­fend fest­ge­stellt hat, kann hier da­hin­ge­stellt blei­ben, ob der Kläger die von der Be­klag­ten be­haup­te­ten Ver­trags­pflicht­ver­let­zun­gen über­haupt be­gan­gen hat. Der Kläger hat die­ses stets be­strit­ten.

Der Kam­mer ist in die­sem Zu­sam­men­hang je­doch nicht ent­gan­gen, dass der „sei­ne Mel­de­pflicht“ (An­la­ge B 7 – Blatt 46 d. A.) ausüben­de Ar­beits­kol­le­ge des Klägers sei­ne ge­mel­de­ten Wahr­neh­mun­gen über des­sen Ver­hal­ten mehr­fach verändert und den Anhörungs­er­geb­nis­sen des Klägers an­ge­passt hat. Der Kam­mer ist auch nicht ent­gan­gen, dass die als An­la­ge B 7 zur Ak­te ge­reich­te Stel­lung­nah­me des Kran­ken­pfle­ge­hel­fers D... ganz of­fen­sicht­lich vor­for­mu­liert ist und nicht aus sei­ner Fe­der stammt. So schreibt und spricht kei­ne Na­tu­ral­par­tei.

b) Gleich­wohl un­ter­stellt, all das dort Nie­der­ge­leg­te tref­fe zu, recht­fer­ti­gen die dem Kläger ge­genüber er­ho­be­nen Vorwürfe vor­lie­gend kei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung gemäß §§ 34 Abs. 2 TV-L, 626 Abs. 1 BGB. Die so­for­ti­ge Auflösung des Ar­beits­verhält­nis­ses stellt kei­ne an­ge­mes­se­ne Re­ak­ti­on auf die von der Be­klag­ten be­haup­te­ten – strei­ti­gen - Pflicht­ver­let­zun­gen und ei­ne da­durch ein­ge­tre­te­ne Ver­tragsstörung dar.

 

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Ei­ne Ab­mah­nung wäre als mil­de­res Mit­tel ge­genüber der Kündi­gung an­ge­mes­sen und aus­rei­chend ge­we­sen, um ei­nen künf­tig wie­der störungs­frei­en Ver­lauf des Ar­beits­verhält­nis­ses zu be­wir­ken. Ent­ge­gen der An­sicht der Be­klag­ten hat das Ar­beits­ge­richt die in Be­tracht kom­men­den Ge­sichts­punk­te zu­tref­fend und um­fas­send be­wer­tet.

aa) Ei­ne vor­he­ri­ge Ab­mah­nung ist un­ter Berück­sich­ti­gung des Verhält­nismäßig­keits­grund­sat­zes nur ent­behr­lich, wenn ei­ne Ver­hal­tensände­rung in Zu­kunft trotz Ab­mah­nung nicht er­war­tet wer­den kann oder wenn es sich um ei­ne schwe­re Pflicht­ver­let­zung han­delt, de­ren Rechts­wid­rig­keit dem Ar­beit­neh­mer oh­ne Wei­te­res er­kenn­bar ist und bei der die Hin­nah­me des Ver­hal­tens durch den Ar­beit­ge­ber of­fen­sicht­lich aus­ge­schlos­sen ist. Selbst bei Störun­gen des Ver­trau­ens­be­rei­ches durch Ei­gen­tums- und Vermögens­de­lik­te kann es da­nach Fälle ge­ben, in de­nen ei­ne Ab­mah­nung nicht oh­ne Wei­te­res ent­behr­lich er­scheint (BAG vom 23.06.2009 – 2 AZR 103/08 – zi­tiert nach Ju­ris, Rz. 33).

bb) Die Be­klag­te ver­kennt, dass Zweck ei­ner Kündi­gung we­gen ei­ner Ver­trags­ver­let­zung re­gelmäßig nicht die Sank­ti­on ei­ner Ver­trags­ver­let­zung sein darf. Ih­re Ein­ord­nung des – strei­ti­gen - Le­bens­sach­ver­hal­tes ist un­verhält­nismäßig. Sie wird selbst un­ter Berück­sich­ti­gung des In­halts der An­la­ge B7 der Rea­lität nicht ge­recht. Auch wenn die Rich­tig­keit der er­ho­be­nen Vorwürfe un­ter­stellt wird, wäre un­ter Berück­sich­ti­gung der Ge­samt­umstände, des langjähri­gen un­gestörten Ver­laufs des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses und an­ge­sichts des äußerst ge­rin­gen Wer­tes der ver­zehr­ten Spei­sen le­dig­lich ei­ne Ab­mah­nung als an­ge­mes­sen Re­ak­ti­on ge­recht­fer­tigt ge­we­sen. Sie hätte aus­ge­reicht, um durch An­dro­hung von Fol­gen für den Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses das künf­ti­ge Ver­hal­ten des Klägers po­si­tiv zu be­ein­flus­sen.

cc) Die Kam­mer kann in Be­zug auf die strei­ti­gen Vorwürfe der Be­klag­ten kein Ver­hal­ten des Klägers fest­stel­len, das „kei­ner­lei Re­spekt vor den Rechtsgütern an­de­rer“ und ein ge­ziel­tes Aus­nut­zen be­son­de­rer Schutzwürdig­keit an­ver­trau­ter Pa­ti­en­ten an den Tag le­gen würde. Bei dem Vor­wurf des Ver­zehrs ei­ner ab­ge­bro­che­nen Ecke ei­nes Stückes Piz­za zum Ei­gen­ver­brauch han­delt es sich al­len­falls um ein ge­ringfügi­ges Ei­gen­tums­de­likt. Glei­ches gilt vor­lie­gend in Be­zug auf den –strei­ti­gen- Vor­wurf,

 

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der Kläger ha­be ei­nen Teil ei­nes Res­tes ei­ner Pa­ti­en­ten­por­ti­on Gu­lasch ge­ges­sen. Die ver­zehr­ten Tei­le von Spei­sen ha­ben ei­nen äußerst ge­rin­gen Wert. Das darf bei der Verhält­nismäßig­keitsprüfung nicht un­berück­sich­tigt blei­ben.

Aus­drück­li­che und wie­der­keh­ren­de Ver­hal­tens­an­wei­sun­gen zum Um­gang mit Spei­sen­res­ten hat die Be­klag­te zu­dem nicht er­teilt. Je­den­falls hat sie hier­zu nichts vor­ge­bracht.

dd) Der Kläger hat mit den be­haup­te­ten – strei­ti­gen - Pflicht­ver­let­zun­gen auch kei­ne be­son­de­re Schutzwürdig­keit ihm an­ver­trau­ter Pa­ti­en­ten aus­ge­nutzt. Das ihm vor­ge­wor­fe­ne Han­deln ist be­lie­big auf je­den an­de­ren Le­bens­sach­ver­halt und Per­so­nen­kreis über­trag­bar. Wenn die Vorwürfe tatsächlich zu­tref­fen, hat der Kläger Le­bens­mit­tel bzw. Le­bens­mit­tel­res­te, die an­de­ren Per­so­nen gehören bzw. für die­se be­stimmt wa­ren, ganz oder teil­wei­se ge­ges­sen. Ob es sich da­bei um Le­bens­mit­tel oder Le­bens­mit­tel­res­te von Kol­le­gen oder an­ver­trau­ten Pa­ti­en­ten han­del­te, wäre nach der Über­zeu­gung der Kam­mer Zu­fall. Die Rich­tig­keit des Vor­brin­gens der Be­klag­ten un­ter­stellt, ist nicht er­sicht­lich, wor­aus sich er­ge­ben soll, dass der Kläger ziel­ge­rich­tet aus­ge­rech­net auf Le­bens­mit­tel bzw. Le­bens­mit­tel­res­te von Pa­ti­en­ten zu­ge­grif­fen ha­ben soll. Je­den­falls fehlt in­so­weit jeg­li­ches sub­stan­ti­ier­te Vor­brin­gen der Be­klag­ten. Die vor­ge­wor­fe­ne Pflicht­ver­let­zung ist auch nicht annähernd ver­gleich­bar mit dem ge­ziel­ten Zu­griff von Pfle­ge­kräften auf pri­va­te Wert­ge­genstände, Geld, Schmuck oder Ähn­li­ches von an­ver­trau­ten Per­so­nen. Die Be­klag­te hat in­so­weit mit ih­rer Ein­ord­nung und der dar­auf be­ru­hen­den Re­ak­ti­on das ge­bo­te­ne Be­trach­tungs­maß ver­lo­ren.

ee) Auch ih­rem Vor­brin­gen, die dem Kläger zur Last ge­leg­ten Ver­trags­pflicht­ver­let­zun­gen hätten Aus­wir­kun­gen auf die The­ra­pier­bar­keit der Pa­ti­en­ten, kann die Kam­mer nicht fol­gen. Der un­mit­tel­ba­re Zu­sam­men­hang fehlt. Zu­dem hätte auch die Ahn­dung der dem Kläger vor­ge­wor­fe­nen – strei­ti­gen - Pflicht­ver­let­zun­gen mit­tels Ab­mah­nung den Pa­ti­en­ten, die Straftäter sind, auf­ge­zeigt, dass ein sol­ches Ver­hal­ten nicht fol­gen­los bleibt und ggf. zum Ver­lust ei­nes Ar­beits­plat­zes führen kann.

 

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ff) Die Kam­mer kann auch un­ter Berück­sich­ti­gung des Tat­sa­chen­vor­trags der Be­klag­ten kein kalt­blüti­ges Vor­ge­hen des Klägers fest­stel­len. Die­ses Vo­ka­bu­lar ist in die­sem Zu­sam­men­hang gänz­lich un­ge­eig­net. Selbst wenn der später „sei­ne Mel­de­pflicht“ genüge tu­en­de Ar­beits­kol­le­ge den Kläger im Zu­sam­men­hang mit dem be­haup­te­ten Ver­zehr ei­ner ab­ge­ris­se­nen Ecke ei­nes Stückes Piz­za dar­auf auf­merk­sam ge­macht ha­ben soll, dass die­ses nicht kor­rekt sei, ist we­der das Wei­ter­es­sen und/oder Hin­un­ter­schlu­cken noch der be­haup­te­te -erst frühe­re, dann späte­re - Ge­nuss ei­nes Teils ei­nes Gu­lasch­res­tes „kalt­blütig“. Kalt­blütig be­deu­tet „bes­tia­lisch“, „roh“, „ab­ge­brüht“, „skru­pel­los“,“ oh­ne Mit­gefühl“. Selbst bei ei­ner Ant­wort „Das merkt doch kei­ner“ ist ei­ne sol­che ver­ba­le Ein­ord­nung un­an­ge­mes­sen und auch nicht an­satz­wei­se ob­jek­ti­viert.

gg) Will die Be­klag­te ei­ne Hand­lung der hier vor­ge­wor­fe­nen Art für ei­ne – noch da­zu frist­lo­se - Kündi­gung ei­nes langjähri­gen, unkünd­ba­ren Ar­beits­verhält­nis­ses aus­rei­chen las­sen, hätte sie, da es sich um ein steu­er­ba­res Ver­hal­ten han­delt, die­ses vor­her je­den­falls im We­ge ei­ner Ab­mah­nung ver­deut­li­chen müssen. Ih­re auf ein Vermögens­de­likt ge­rich­te­ten Vorwürfe be­zie­hen sich auf ei­ne na­he­zu wert­lo­se Ecke ei­nes Stückes Piz­za und auf den – an­geb­li­chen – Teil ei­ner rest­li­chen, eben­falls na­he­zu wert­lo­sen Pa­ti­en­ten­por­ti­on Gu­lasch. Die Rich­tig­keit der Be­haup­tun­gen der Be­klag­ten un­ter­stellt, konn­te der Kläger schon man­gels sich wie­der­ho­len­der ein­schlägi­ger An­wei­sun­gen, dass auch der­ar­ti­ges Ver­hal­ten nicht ge­dul­det wer­de, nicht an­satz­wei­se da­mit rech­nen, nun oh­ne jeg­li­che Vor­war­nung so­fort ei­ne frist­lo­se Kündi­gung zu er­hal­ten. Es gilt zu­dem un­ge­ach­tet der Exis­tenz ei­ner vor­he­ri­gen Ab­mah­nung das Über­maßver­bot. Das hat die Be­klag­te nicht be­ach­tet.

hh) Bei der In­ter­es­sen­abwägung ist vor al­lem auch die langjähri­ge un­be­an­stan­de­te Be­triebs­zu­gehörig­keit des Klägers zu be­wer­ten. Der Kläger hat 19 Jah­re lang sei­ne Ar­beits­leis­tung oh­ne Be­an­stan­dun­gen er­bracht. Da­mit hat er ein ho­hes Maß an Ver­trau­en auf­ge­baut. Die lan­ge Beschäfti­gungs­zeit und das da­mit ein­her­ge­hen­de er­wor­be­ne Maß an Ver­trau­en in die Kor­rekt­heit sei­ner Auf­ga­ben­erfüllung und die Ach­tung der Vermögens­in­ter­es­sen der Be­klag­ten schla­gen in­so­weit re­gelmäßig hoch zu Bu­che. Sich bei dem vor­lie­gen­den Sach­ver­halt so­fort auf ei­nen vollständi­gen Ver-

 

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trau­ens­ver­lust zu be­ru­fen, stellt ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Re­ak­ti­on auf die - strei­ti­ge – ein­ge­tre­te­ne Ver­tragsstörung dar.

ii) Die Be­klag­te kann auch nicht da­mit gehört wer­den, sie müsse künf­tig ständig da­mit rech­nen, dass der Kläger der­ar­ti­ge Vor­ge­hens­wei­sen wie­der­ho­le, oh­ne dass die­se ihn wirk­sam kon­trol­lie­ren könne. Ab­ge­se­hen da­von, dass die er­ho­be­nen Vorwürfe strei­tig sind, gibt es kei­ner­lei An­halts­punk­te dafür, dass sich der Kläger – ggf. nach ei­ner Ab­mah­nung oder klar­stel­len­den An­wei­sung - künf­tig an Pa­ti­en­ten­es­sen be­die­nen wird. Es ist recht­lich an­er­kannt, dass grundsätz­lich nicht aus je­dem un­kor­rek­ten, ei­gen­tums­recht­lich re­le­van­ten Ver­hal­ten ei­nes Ar­beit­neh­mers dar­auf ge­schlos­sen wer­den kann, dass ei­nem Ar­beit­neh­mer ei­ne an Kor­rekt­heit und Ehr­lich­keit aus­ge­rich­te­te Grund­hal­tung fehlt (BAG vom 27.04.2006 – 2 AZR 415/05 – zi­tiert nach Ju­ris, Rz. 19 m. w. N.; LAG Schl.-Holst. v. 13.01.2010 – 3 Sa 324/09 – zi­tiert nach Ju­ris).

jj) Die Be­klag­te kann das Er­for­der­nis ei­ner et­wai­gen Ab­mah­nung in Be­zug auf die vor­ge­wor­fe­nen Vermögens­de­lik­te auch nicht da­mit ver­nei­nen, dass sie anführt, der Kläger ha­be zu­dem in der Ver­gan­gen­heit ihm an­ver­trau­te Pa­ti­en­ten be­lei­digt. Auch die­se be­haup­te­te Pflicht­ver­let­zung ist strei­tig. Ab­ge­se­hen da­von hätte sie auch zunächst ab­ge­mahnt wer­den müssen, um über­haupt im Wie­der­ho­lungs­fall ei­nen Kündi­gungs­grund er­ge­ben zu können. Zu­dem sind die­se be­haup­te­ten Pflicht­ver­let­zun­gen im Verhält­nis zu den vor­ge­wor­fe­nen Vermögens­de­lik­ten nicht ein­schlägig. Sie sind nach der Über­zeu­gung der Kam­mer gänz­lich un­ge­eig­net, das Feh­len ei­ner Ab­mah­nung aus An­lass der be­haup­te­ten strei­ti­gen Ver­trags­pflicht­ver­let­zun­gen, die den Be­reich von Vermögens­ver­let­zun­gen tan­gie­ren, auf­zu­wie­gen.

kk) Die Kam­mer ge­wich­tet im Rah­men der In­ter­es­sen­abwägung letzt­end­lich auch, dass der Kläger sei­ner schwer­be­hin­der­ten, pfle­ge­bedürf­ti­gen Ehe­frau so­wie meh­re­ren Kin­dern ge­genüber zum Un­ter­halt ver­pflich­tet ist. Dem Ver­weis der Be­klag­ten, der 56jähri­ge Kläger könne auf dem Ar­beits­markt oh­ne Wei­te­res ei­nen neu­en Ar­beits­platz als Pfle­ge­hel­fer fin­den, wird dem­ge­genüber im Rah­men der In­ter­es­sen­abwägung vor­lie­gend kei­ne be­son­de­re Be­deu­tung bei­ge­mes­sen. Un­ge­ach­tet der Zwei­fel an der Rich­tig­keit die­ser Be­haup­tung würde der Kläger mit sei­nem Le­bens­al­ter

 

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von 56 Jah­ren bei ei­ner Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses nach 19 Jah­ren Be­triebs­zu­gehörig­keit in ei­nem neu­en Beschäfti­gungs­verhält­nis oh­ne jeg­li­chen Be­stands­schutz be­gin­nen und in sei­nem Er­werbs­le­ben mit „null“ Schutz er­neut star­ten müssen. Das kann je­den­falls bei ei­ner Pflicht­ver­let­zung der vor­ge­wor­fe­nen Art nicht un­berück­sich­tigt blei­ben. Die­se Aus­wir­kun­gen sind im Zu­ge der Ge­samt­abwägung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen im Hin­blick auf die von der Be­klag­ten vor­ge­wor­fe­nen Pflicht­ver­let­zun­gen un­verhält­nismäßig.

4. Aus den ge­nann­ten Gründen liegt un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­fal­les so­wie un­ter Abwägung der In­ter­es­sen bei­der Par­tei­en selbst dann, wenn zu­guns­ten der Be­klag­ten das Ver­spei­sen ei­ner Ecke ei­nes Stückes Piz­za so­wie ei­nes Teils ei­ner Gu­lasch­re­st­por­ti­on als ge­sche­hen un­ter­stellt wird, kei­ne Hand­lung des Klägers vor, die es der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin un­zu­mut­bar macht, das 19¬jähri­ge Ar­beits­verhält­nis fort­zu­set­zen. Vor­lie­gend konn­te nicht auf ei­ne Ab­mah­nung ver­zich­tet wer­den. Das Ar­beits­ge­richt hat des­halb der Kündi­gungs­schutz­kla­ge zu Recht statt­ge­ge­ben. Die Be­ru­fung war da­her zurück­zu­wei­sen.

Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 97 ZPO.

Die Vor­aus­set­zun­gen des § 72 Abs. 2 ArbGG lie­gen nicht vor, so dass die Re­vi­si­on nicht zu­zu­las­sen war. Vor­lie­gend han­delt es sich aus­sch­ließlich um ei­ne Ein­zel­fall­ent­schei­dung.

 

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