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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Arbeitsvertrag, Befristung
   
Gericht: Arbeitsgericht Mainz
Akten­zeichen: 3 Ca 1197/14
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 19.03.2015
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen:
   

Te­nor:

1. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en auf Grund der Be­fris­tung zum 30.06.2014 nicht be­en­det ist.

2. Im Übri­gen wird die Kla­ge ab­ge­wie­sen.

3. Die Kos­ten des Rechts­streits ha­ben zu 60 % der Kläger und zu 40 % der Be­klag­te zu tra­gen.

4. Der Wert des Streit­ge­gen­stan­des wird auf 429.000,00 € fest­ge­setzt.

Tat­be­stand:

Die Par­tei­en strei­ten um die Zah­lung von Prämi­en und den un­be­fris­te­ten Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers.

Der Kläger ist Li­zenz­fußball­spie­ler und seit dem 01.07.2009 bei dem be­klag­ten Ver­ein beschäftigt. Die Par­tei­en schlos­sen zunächst un­ter dem 02.06.2009 ei­nen bis zum 30.06.2012 be­fris­te­ten Ver­trag (Bl. 25 ff. d. A.). Mit Wir­kung ab dem 01.07.2012 ver­ein­bar­ten die Par­tei­en un­ter dem 07.05.2012 er­neut ei­nen be­fris­te­ten Ver­trag bis zum 30.06.2014 mit ei­ner Verlänge­rungs­op­ti­on für bei­de Ver­trags­par­tei­en um ein Jahr un­ter der Vor­aus­set­zung von 23 Min­desteinsätzen in der Fußball­bun­des­li­ga in der Spiel­sai­son 2013/14 (Bl. 11 ff. d. A.).

Von den ers­ten elf Bun­des­li­ga­spie­len der Bun­des­li­ga­sai­son 2013/14 be­stritt der Kläger zehn. Im Spiel ge­gen Bay­ern München am 19.10.2013 fiel er krank­heits­be­dingt aus. Nach dem Augs­burg-Spiel am 11. Spiel­tag hat­te der Kläger bis ein­sch­ließlich des 17. Spiel­ta­ges kei­ne Einsätze. Ab dem En­de der Hin­run­de, al­so nach dem 17. Spiel­tag, wur­de dem Kläger sei­tens des be­klag­ten Ver­eins die Teil­nah­me am Trai­nings- und Spiel­be­trieb der 2. Mann­schaft, die in der Re­gio­nal­li­ga spielt, zu­ge­wie­sen.

Die Bun­des­li­ga­mann­schaft er­spiel­te in den 17 Spie­len der Rück­run­de ins­ge­samt 29 Punk­te. We­gen der ta­bel­la­ri­schen Dar­stel­lung im Ein­zel­nen wird auf Sei­te 8 der Kla­ge­schrift vom 27.06.2014 Be­zug ge­nom­men.

In der außer­ge­richt­li­chen Kor­re­spon­denz for­der­te der Kläger den be­klag­ten Ver­ein durch sei­nen Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten mit Schrei­ben vom 05.02.2014 da­zu auf, ihn wie­der in das Trai­ning der Li­zenz­spie­ler­mann­schaft auf­zu­neh­men und die der Li­zenz­spie­ler­mann­schaft zu­ge­wie­se­nen Um­klei­de- und Sa­nitärräume zur Nut­zung be­reit zu stel­len (Bl. 36 f. d. A.), der be­klag­te Ver­ein lehn­te dies un­ter dem 11.02.2014 ab (Bl. 38 f. d. A.). Der Kläger for­der­te durch Schrei­ben sei­nes Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten vom 08.05.2014 die Zah­lung von Punkt­ein­satz­prämi­en für die Zeit vom 18. bis 33. Spiel­tag (Bl. 40 ff. d. A.) und der be­klag­te Ver­ein ant­wor­te­te ab­leh­nend mit Schrei­ben vom 19.05.2014 (Bl. 45 f. d. A.). Der Kläger erklärte mit sei­nem Schrei­ben vom 30.04.2014 von der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Verlänge­rungs­op­ti­on Ge­brauch zu ma­chen und stütz­te dies un­ge­ach­tet der Nicht­er­rei­chung der ver­trag­li­chen Min­dest­ein­satz­vor­aus­set­zun­gen auf die Rechts­auf­fas­sung, er sei we­gen treu­wid­ri­ger Ver­hin­de­rung des Be­din­gungs­ein­tritts durch den be­klag­ten Ver­ein so zu stel­len, als ha­be er am 12.04.2014 den 23. Bun­des­li­ga­ein­satz ge­habt (Bl. 77 d. A.).

Der Kläger be­gehrt ne­ben der Zah­lung von Punkt­prämi­en (Punkt­ein­satz­prämie und Er­folgs­punkt­ein­satz­prämie) für den Zeit­raum vom 18. bis zum 34. Spiel­tag zu­letzt auch die Fest­stel­lung des un­be­fris­te­ten Fort­be­stands des Ar­beits­verhält­nis­ses un­ge­ach­tet der ver­trag­li­chen Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung und hilfs­wei­se hier­zu die Fest­stel­lung, dass das Ar­beits­verhält­nis be­fris­tet bis zum 30.06.2015 fort­be­ste­he.

Er trägt vor,

im Zu­sam­men­hang mit dem Augs­burg-Spiel sei es zu ei­ner Aus­ein­an­der­set­zung mit dem da­ma­li­gen Trai­ner E. ge­kom­men. In der vor­aus­ge­gan­ge­nen Trai­nings­wo­che ha­be der Kläger Pro­ble­me we­gen ei­ner Zer­rung ge­habt, die aber ei­nen Tag vor dem Spiel aus­ge­heilt ge­we­sen sei. Nach dem Ab­schluss­trai­ning und er­neut am nächs­ten Tag sei der Kläger von Trai­ner E. da­hin­ge­hend be­fragt wor­den, "wie es aus­se­he". Der Kläger ha­be je­weils er­wi­dert, dass al­les in Ord­nung sei bzw. er sich gut fühle. In der 1. Halb­zeit die­ses Spiels sei dann die al­te, ver­heil­te Ver­let­zung beim Kläger wie­der auf­ge­bro­chen. Der Kläger ha­be dem Trai­ner in der Halb­zeit­pau­se mit­ge­teilt, dass er nicht mehr spie­len könne, wor­auf­hin der Trai­ner geäußert ha­be: "Das ist ei­ne Fucking-Schan­de". Der Kläger sei ex­trem be­trof­fen ge­we­sen, weil die­se bloßstel­len­de, un­be­rech­tig­te Aus­sa­ge vor der Mann­schaft er­folgt sei.

Nach dem letz­ten Trai­ning vor der Win­ter­pau­se ha­be der Chef­trai­ner E. ge­genüber dem Kläger erklärt, dass er de­fi­ni­tiv nicht mehr zum Pro­fi­ka­der gehöre und es auch für ihn kei­nen Rück­weg in die Li­zenz­mann­schaft ge­be. Er ha­be geäußert: "Ich will dich hier nicht mehr ha­ben, bei mir machst du kein Spiel mehr, lass dich am bes­ten aus­zah­len und wech­se­le den Ver­ein". Die­se Äußerun­gen ließen er­ken­nen, dass der Raus­wurf des Klägers aus dem Trai­nings- und Spiel­be­trieb der Li­zenz­mann­schaft nicht sport­lich mo­ti­viert ge­we­sen sein könne. Zu die­sem Zeit­punkt ha­be er sich nach sei­ner Ver­let­zung im Auf­bau­trai­ning be­fun­den. Da­bei ha­be der Trai­ner den Kläger über­haupt nicht ge­se­hen und sich kein Bild über die sport­li­che Leis­tungsfähig­keit des Klägers ma­chen können. Als der Kläger nach der Win­ter­pau­se zum ers­ten Trai­ning der Li­zenz­spie­ler­mann­schaft er­schie­nen sei, ha­be er fest­ge­stellt, dass sämt­li­che Sa­chen ein­sch­ließlich persönli­cher Ge­genstände aus sei­nem Spind ent­fernt wor­den sei­en. Die­se hätten sich außer­halb der Mann­schafts­ka­bi­ne in ei­ner Kis­te, ab­ge­stellt ne­ben ei­ner Müll­ton­ne be­fun­den. Die Räum­ung des Spin­des sei durch Herrn F., der auf An­wei­sung des Trai­ners E. ge­han­delt ha­be, er­folgt. Als der Trai­ner den Kläger in der Ka­bi­ne an­ge­trof­fen ha­be, ha­be er ihn ge­fragt, was er denn hier noch ma­che, der Kläger wis­se doch, dass er nicht mehr Be­stand­teil der Mann­schaft und die­ser Ka­bi­ne sei, er hätte hier "nichts mehr zu su­chen". Der Kläger sei da­nach auch ge­zielt sonn­tags vom Trai­ning der Er­satz­spie­ler der U23 und der Er­satz­spie­ler der Li­zenz­mann­schaft, die bei die­sem Trai­ning ei­ne Trai­nings­grup­pe bil­de­ten, aus­ge­schlos­sen wor­den. Zunächst sei­en kurz­fris­ti­ge Ab­sa­gen er­folgt, nach 3-4 Wo­chen ha­be der Trai­ner der U23-Mann­schaft dem Kläger mit­ge­teilt, dass er "sonn­tags im­mer frei" ha­be. Vor der Aus­ein­an­der­set­zung ha­be Trai­ner E. den Kläger mehr­fach ge­lobt und als Num­mer 1 im Tor her­vor­ge­ho­ben. Der Kläger geht von treu­wid­ri­ger Ver­ei­te­lung des Ein­tritts der ver­trag­li­chen Be­din­gung - Ein­satz in Bun­des­li­ga­spie­len - durch den be­klag­ten Ver­ein aus, da die Ver­set­zung in die Re­gio­nal­li­ga­mann­schaft nach der Hin­run­de ver­trags­wid­rig ge­we­sen sei und dem Kläger für die kom­plet­te Rück­run­de, d. h. für 17 Spie­le, die Möglich­keit ge­nom­men ha­be, die Be­din­gung für die Prämi­en­ansprüche her­bei­zuführen. Der Ver­ein ha­be wis­sent­lich und mit vol­ler Ab­sicht den Kläger trotz Leis­tungsfähig­keit dar­an ge­hin­dert, ei­ne re­el­le Chan­ce auf die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Ver­dienstmöglich­keit der Prämi­en zu ha­ben.

Die ver­trag­lich weit ge­fass­te Re­ge­lung des Wei­sungs­rechts des Ver­eins in § 2 "Pflich­ten des Spie­lers" a): "Der Spie­ler ist bei ent­spre­chen­der An­wei­sung auch ver­pflich­tet, an Spie­len oder am Trai­ning der 2. Mann­schaft des Clubs teil­zu­neh­men, falls die­se in der Ober­li­ga oder ei­ner höhe­ren Spiel­klas­se spielt; (...)" ste­he im Wi­der­spruch zu § 10 "Ver­trags­be­ginn und -en­de" mit dem Pas­sus "Ent­spre­chend dem aus­drück­li­chen Wunsch des Spie­lers be­sitzt die­ser Ver­trag nur Gültig­keit für die Bun­des­li­ga".

Zum Zeit­punkt der Ver­trags­verlänge­rung durch den zu­letzt ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trag sei der Kläger bei der Be­klag­ten be­reits seit drei Jah­ren beschäftigt ge­we­sen. Dem Be­klag­ten sei­en al­so sämt­li­che Umstände beim Kläger bes­tens be­kannt ge­we­sen. Die ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen (Verlänge­rungs­op­ti­on) zeig­ten, dass bei Kennt­nis die­ser Umstände die Pro­gno­se da­hin ge­gan­gen sei, dass dem Kläger sehr wohl ei­ne Ver­trags­zeit bis zum 30.06.2015 zu­ge­traut wor­den sei. Die er­neu­te Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges vom 07.05.2012 er­wei­se sich nach § 14 Tz­B­fG als un­wirk­sam.

Der Kläger be­an­tragt zu­letzt,

1. Der Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger 261.000,00 € nebst fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz ab Rechtshängig­keit zu zah­len.

2. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en auf­grund der Be­fris­tung vom 30.06.2014 nicht be­en­det wor­den ist.

hilfs­wei­se,

Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en durch Ein­tritt der in § 12 Nr. 4 des Ar­beits­ver­tra­ges ver­ein­bar­ten Be­din­gung bis zum 30.06.2015 zu den seit­he­ri­gen Be­din­gun­gen fort­be­steht.

Der be­klag­te Ver­ein be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Er trägt vor,

der Vor­gang der Zu­wei­sung ei­nes Spie­lers in den Trai­nings- und Spiel­be­trieb ei­ner an­de­ren Mann­schaft des Ver­eins - hier der Re­gio­nal­li­ga­mann­schaft - sei nicht un­gewöhn­lich, son­dern zwin­ge letzt­lich den Spie­ler, sich wie­der "in Form zu brin­gen". Es han­de­le sich um ein gängi­ges Ver­fah­ren in den Ver­ei­nen ge­genüber Torhütern oder Feld­spie­lern, die ent­we­der Re­kon­va­les­zen­ten sei­en oder ein Form­tief hätten. Nach­dem der Kläger bis zum 10.12.2013 auf­grund der ein­ge­tre­te­nen Ver­let­zung nicht am Trai­nings­be­trieb ha­be teil­neh­men können und nicht ab­seh­bar ge­we­sen sei, dass die­se Ver­let­zung schnell wie­der aus­hei­len würde, ha­be nach der Rück­kehr in den Trai­nings­be­trieb nach der Win­ter­pau­se die Trai­nings­leis­tung den Aus­schlag dafür ge­ge­ben, dass der Kläger hin­ter den wei­te­ren Torhütern G., H. (Neu­ver­pflich­tung) und I. nur noch Torhüter Num­mer 4 des Pro­fi­be­reichs ge­we­sen sei. Die 2. Mann­schaft trai­nie­re eben­falls un­ter Voll­pro­fi­be­din­gun­gen und spie­le in der Spit­zen­grup­pe der Re­gio­nal­li­ga, un­ter den glei­chen Be­din­gun­gen und Stan­dards trai­nie­rend wie die Li­zenz­spie­ler­mann­schaft. Der Ver­ein ver­weist auf die aus­drück­lich ver­trag­lich über­nom­me­ne Ver­pflich­tung des Klägers, bei ent­spre­chen­der An­wei­sung auch an Spie­len oder am Trai­ning der 2. Mann­schaft des Clubs teil­zu­neh­men, falls die­se in der Ober­li­ga oder ei­ner höhe­ren Spiel­klas­se spielt, und die in die­sem Zu­sam­men­hang be­ste­hen­de Ver­trags­pflicht § 5 "Ein­satz und Tätig­keit", die be­stimmt: "Ein­satz und Tätig­keit des Spie­lers wer­den nach Art und Um­fang vom geschäftsführen­den Or­gan oder von dem von ihm Be­auf­trag­ten be­stimmt. Der Spie­ler hat den Wei­sun­gen al­ler kraft Sat­zung oder vom geschäftsführen­den Or­gan mit Wei­sungs­be­fug­nis aus­ge­stat­te­ter Per­so­nen - ins­be­son­de­re des Trai­ners - vor al­lem auch hin­sicht­lich des Trai­nings, der Spiel­vor­be­rei­tun­gen, sei­ner Teil­nah­me am Spiel, der Be­hand­lun­gen so­wie al­ler sons­ti­gen Club­ver­an­stal­tun­gen zu­verlässig und ge­nau Fol­ge zu leis­ten". Für den Ein­satz und das Ver­die­nen der Punkt­ein­satz­prämi­en sei Vor­aus­set­zung, dass man als Spie­ler durch sei­ne Leis­tung im Trai­ning über­zeu­ge. Die letzt­end­li­che Ent­schei­dung über den Ein­zel­spie­ler tra­ge im­mer der Chef­trai­ner, der über die ge­sam­te Wo­che die Spie­ler be­ob­ach­te und dann ent­schei­de, wel­ches das leis­tungsstärks­te Team sei, das am Wo­chen­en­de ein­ge­setzt wer­de. Un­ter den zur Verfügung ste­hen­den Torhütern müsse der Trai­ner im In­ter­es­se des Er­folgs der Mann­schaft im­mer wie­der ent­schei­den, wer in der bes­ten Ver­fas­sung sei, um am Bun­des­li­ga­spiel teil­zu­neh­men. Er müsse da­bei ei­nen er­heb­li­chen Er­mes­sens­spiel­raum ha­ben. Des­sen Ent­schei­dung könne nicht durch das sei­tens der Ge­gen­sei­te an­ge­bo­te­ne Sach­verständi­gen­gut­ach­ten über­prüft wer­den, da ein Sach­verständi­ger kei­ne Möglich­keit ha­be fest­zu­stel­len, wel­ches die rich­ti­ge Ent­schei­dung aus tagtägli­cher Trai­nings­ar­beit, Be­ob­ach­tung der Tor­wart­leis­tung, körper­li­cher Präsenz, Körper­spra­che und Aus­strah­lung, Be­weg­lich­keit und spiel­t­ak­ti­scher Schu­lung etc. sei. Der be­klag­te Ver­ein be­strei­tet ei­ne persönli­che Ani­mo­sität des Trai­ners und de­ren Kau­sa­lität für den Nicht­ein­satz in den Bun­des­li­ga­spie­len der Rück­run­de und er ver­weist dar­auf, dass der Kläger in den vor­an­ge­gan­ge­nen Sai­son­zei­ten nur 10 Einsätze in 2010/11, 12 Einsätze in 2011/12, 3 Einsätze in 2012/13 ge­habt ha­be.

Hin­ter­grund der aus­sch­ließli­chen Ver­ein­ba­rung von be­fris­te­ten Ar­beits­verträgen im Li­zenz­spie­ler­be­reich sei, dass ein Li­zenz­fußball­spie­ler zur Erfüllung sei­ner Ver­trags­pflicht ei­ne ho­he Leis­tungsfähig­keit auf­wei­sen müsse, die Un­si­cher­heit der Ent­wick­lung des Leis­tungs­vermögens recht­fer­ti­ge die Be­fris­tung. Er führt die Bran­chenüblich­keit als In­diz für an­zu­er­ken­nen­de Bedürf­nis­se der Pra­xis an. Es sei zu berück­sich­ti­gen, dass der am ... ge­bo­re­ne Kläger zum Zeit­punkt des Ab­schlus­ses des letz­ten be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges am 07.05.2012 be­reits ... Jah­re alt ge­we­sen sei und ihm den­noch zum da­ma­li­gen Zeit­punkt ei­ne zweijähri­ge Verlänge­rung des Ar­beits­ver­tra­ges an­ge­bo­ten wor­den sei. Dies sei bei ei­nem Li­zenz­fußball­spie­ler un­gewöhn­lich, denn bei Ver­trags­schluss ha­be an­ge­nom­men wer­den müssen, dass die Leis­tungsfähig­keit des Klägers im Zeit­punkt des Be­fris­tungs­en­de nicht mehr in dem er­for­der­li­chen Maß ge­ge­ben sein würde, der ei­nen Ein­satz in ei­ner Bun­des­li­ga­mann­schaft ge­recht­fer­tigt hätte. Pro­fi­fußbal­ler hätten im Al­ter von über 30 Jah­ren ih­ren Leis­tungshöhe­punkt über­schrit­ten und sei­en ver­let­zungs­anfälli­ger und da­mit ei­nem erhöhten Ri­si­ko aus­ge­setzt, durch ei­ne per­so­nen­be­ding­te Kündi­gung ih­ren Ar­beits­platz zu ver­lie­ren. Dass die­ses Ri­si­ko für die Dau­er der Be­fris­tung durch Einräum­ung ei­ner Unkünd­bar­keit ab­ge­nom­men wer­de, sei ein Vor­teil, der den Nach­teil des Ver­lus­tes des Kündi­gungs­schut­zes durch die Be­fris­tung aus­glei­che. Wei­ter­hin hätten die Par­tei­en bei Ver­trags­schluss da­von aus­ge­hen können, dass nach ei­ner ge­wis­sen Zeit das Pu­bli­kum ei­ne Ände­rung der Per­so­na­lie se­hen möch­te. Die Einräum­ung der Verlänge­rungs­op­ti­on sei der aus­drück­li­che Wunsch des Spie­lers ge­we­sen.

We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Sach­vor­tra­ges bei­der Par­tei­en wird auf die vor­ge­tra­ge­nen Schriftsätze Be­zug ge­nom­men.

Das Ge­richt hat Be­weis er­ho­ben über den Vor­trag des Klägers, der Chef­trai­ner E. ha­be ihm ge­genüber im Trai­ning vor der Win­ter­pau­se 2013 erklärt: "Ich will dich hier nicht mehr ha­ben, bei mir machst du kein Spiel mehr, lass dich am bes­ten aus­zah­len und wechs­le den Ver­ein", zum ers­ten Trai­ning nach der Win­ter­pau­se sei der Spind des Klägers geräumt ge­we­sen, sei­ne Ge­genstände sei­en in ei­ner Kis­te ne­ben der Müll­ton­ne ab­ge­stellt wor­den, die Räum­ung sei auf Wei­sung des Trai­ners durch Herrn F. er­folgt, durch Ver­neh­mung der Zeu­gen E. und F.. We­gen des Er­geb­nis­ses der Be­weis­auf­nah­me wird auf die Nie­der­schrift des Sit­zungs­pro­to­kolls vom 19.03.2015 (Bl. 150 ff. d.A.) ver­wie­sen.

Ent­schei­dungs­gründe:

Die zulässi­ge Kla­ge ist teil­wei­se be­gründet.

We­gen der Fest­stel­lungs­anträge auf un­be­fris­te­ten Fort­be­stand, hilfs­wei­se auf be­fris­te­ten Fort­be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses bis zum 30.06.2015, ist be­reits der Haupt­an­trag be­gründet, da die Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung im Ver­trag vom 07.05.2012 un­zulässig ist. Dem­ge­genüber un­ter­liegt der Zah­lungs­an­trag der Ab­wei­sung.

I. Der Fest­stel­lungs­an­trag ist im Haupt­an­trag als Be­fris­tungs­kon­troll­kla­ge zulässig, § 17 Abs. 1 Tz­B­fG. Er ist auch be­gründet.

1. Die Be­fris­tung gilt nicht be­reits nach § 17 Abs. 2 Tz­B­fG i. V. m. § 7 Halb­satz 1 KSchG als wirk­sam, denn der Kläger hat ih­re Rechts­un­wirk­sam­keit recht­zei­tig in­ner­halb der 3-Wo­chen-Frist des § 17 Abs. 1 Tz­B­fG gel­tend ge­macht durch Kla­ge­er­wei­te­rung vom 18.07.2014.

2. Die Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges ist nicht nach § 14 Abs. 2 Tz­B­fG sach­grund­los ge­recht­fer­tigt, da die Be­fris­tungshöchst­dau­er von zwei Jah­ren bei Be­gründung des zu­letzt ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ver­trags vom 07.05.2012 be­reits über­schrit­ten war.

3. Sie ist auch nicht durch ei­nen Sach­grund nach § 14 Abs. 1 Tz­B­fG ge­recht­fer­tigt. Der Be­griff des sach­li­chen Grun­des in § 14 Abs. 1 Tz­B­fG ist un­ter Berück­sich­ti­gung des Eu­ro­pa­rechts, des­sen Um­set­zung in na­tio­na­les Recht die Vor­schrift dient, aus­zu­le­gen. Die An­for­de­run­gen, die für das na­tio­na­le Be­fris­tungs­recht von Eu­ro­pa­recht aus­ge­hen, die der Eu­ropäische Ge­richts­hof in ver­schie­de­nen Ent­schei­dun­gen her­vor­ge­ho­ben hat, las­sen sich im We­sent­li­chen wie folgt zu­sam­men­fas­sen: Die eu­ropäische Rah­men­ver­ein­ba­rung geht von der Prämis­se aus, dass un­be­fris­te­te Ar­beits­verträge die übli­che Form des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses sind, die Rah­men­richt­li­nie soll dem wie­der­hol­ten Rück­griff auf be­fris­te­te Ar­beits­verhält­nis­se, der als Quel­le po­ten­zi­el­len Miss­brauchs zu Las­ten der Ar­beit­neh­mer ge­se­hen wird, ei­nen Rah­men set­zen, in­dem sie Min­dest­schutz­be­din­gun­gen vor­sieht, die die Pre­ka­ri­sie­rung der La­ge der Beschäftig­ten ver­hin­dern sol­len. Das er­for­dert ob­jek­ti­ve und trans­pa­ren­te Kri­te­ri­en. Der EuGH for­dert ge­nau be­zeich­ne­te, kon­kre­te Umstände, die ei­ne be­stimm­te Tätig­keit kenn­zeich­nen und da­her in die­sem spe­zi­el­len Zu­sam­men­hang die Ver­wen­dung auf­ein­an­der fol­gen­der be­fris­te­ter Ar­beits­verträge recht­fer­ti­gen können. Die­se Umstände können sich et­wa aus der be­son­de­ren Art der Auf­ga­ben, zu de­ren Erfüllung die­se Verträge ge­schlos­sen wor­den sind, und de­ren We­sens­merk­ma­len oder ge­ge­be­nen­falls aus der Ver­fol­gung ei­nes le­gi­ti­men so­zi­al­po­li­ti­schen Zie­les durch ei­nen Mit­glieds­staat er­ge­ben. Ei­ne all­ge­mei­ne Rechts­vor­schrift, oh­ne Zu­sam­men­hang mit dem kon­kre­ten In­halt der be­tref­fen­den Tätig­keit genügt dem nicht, da sich die­ser kei­ne ob­jek­ti­ven und trans­pa­ren­ten Kri­te­ri­en für die Prüfung ent­neh­men las­sen, ob die Verlänge­rung der­ar­ti­ger Verträge tatsächlich ei­nem ech­ten Be­darf ent­spricht und ob sie zur Er­rei­chung des ver­folg­ten Zie­les ge­eig­net und in­so­weit er­for­der­lich ist (ins­be­son­de­re EuGH, Ur­teil vom 23.04.2009, - An­gel­i­da­ki - C-378/07, Ce­lex-Nr. 62007CJ0378, ju­ris, Rn. 96,100) Die na­tio­na­len Ge­rich­te sind ver­pflich­tet, bei der An­wen­dung in­ner­staat­li­chen Rechts die­ses so­weit wie möglich an­hand des Wort­lauts und des Zwecks der Richt­li­nie aus­zu­le­gen.

Aus­ge­hend von die­sen Grundsätzen er­weist sich die ver­ein­bar­te Be­fris­tung we­der auf­grund in der Per­son des Ar­beit­neh­mers lie­gen­der Gründe (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Zif­fer 6 Tz­B­fG) noch we­gen der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Zif­fer 4 Tz­B­fG) als ge­recht­fer­tigt.

3.1. In der Per­son des Ar­beit­neh­mers lie­gen­de Gründe recht­fer­ti­gen die Be­fris­tung nicht. We­der kann das Al­ter als Grund in der Per­son des Klägers die Be­fris­tung recht­fer­ti­gen - dies be­haup­tet auch der be­klag­te Ver­ein nicht - noch recht­fer­tigt es im vor­lie­gen­den Fall der Wunsch des Ar­beit­neh­mers als Grund in der Per­son das Ar­beits­verhält­nis zu be­fris­ten.

Der Wunsch des Ar­beit­neh­mers ist als Sach­grund für die Recht­fer­ti­gung ei­ner Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung nur ge­eig­net, wenn der Wunsch ge­ra­de auf die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses zielt. Da­von zu un­ter­schei­den ist das In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers, den Ver­trags­schluss her­bei­zuführen. Um ein ech­tes ei­ge­nes In­ter­es­se an der Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges han­delt es sich nur dann, wenn bei Ver­trags­schluss ob­jek­ti­ve An­halts­punk­te dafür be­stan­den ha­ben, dass der Ar­beit­neh­mer auch bei ei­nem An­ge­bot auf Ab­schluss ei­nes un­be­fris­te­ten Ver­tra­ges nur ein be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis gewählt hätte (BAG, Ur­teil vom 19. Ja­nu­ar 2005 – 7 AZR 115/04 –, ju­ris). Dies trägt der be­klag­te Ver­ein be­zo­gen auf den Kläger be­reits nicht vor. Der Vor­trag zum ei­ge­nen Wunsch des Klägers be­schränkt sich viel­mehr dar­auf, dass es Wunsch des Klägers ge­we­sen sei, die Verlänge­rungs­op­ti­on zu ver­ein­ba­ren. Die­se ist nicht iden­tisch mit der Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses; der Wunsch deu­tet im Ge­gen­teil auf ein In­ter­es­se an ei­ner länge­ren Bin­dung hin. Oh­ne­hin kann der Ar­beit­neh­mer im un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis ei­ne Kündi­gung oh­ne Be­gründung un­ter Wah­rung der Kündi­gungs­frist aus­spre­chen. Dass der Kläger bei Ver­trags­schluss darüber hin­aus ein ei­ge­nes In­ter­es­se an Fle­xi­bi­lität ge­habt ha­be und sich, wäre es an­ge­bo­ten wor­den, ge­gen ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis ent­schie­den hätte, ist nicht Ge­gen­stand des Sach­vor­trags.

3.2. Auch der Sach­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung nach Zif­fer 4 recht­fer­tigt nicht die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses.
Die Fra­ge, ob die Be­fris­tung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses mit ei­nem Spit­zen­sport­ler durch den Sach­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung ge­recht­fer­tigt wer­den kann, ist um­strit­ten. Höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung be­steht nicht. Die ein­zig be­kann­te ober­ge­richt­li­che Ent­schei­dung des LAG Nürn­berg, von den Par­tei­en in dem Ver­fah­ren zi­tiert, be­zieht sich auf ei­nen vor Gel­tung des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ver­trag und wen­det § 14 Tz­B­fG nicht an. Auf die­se Ent­schei­dung wird später noch ein­zu­ge­hen sein.

3.2.1. In der Li­te­ra­tur wird teil­wei­se die Auf­fas­sung ver­tre­ten, es er­schei­ne ge­recht­fer­tigt, bei Spit­zen­sport­lern we­gen der Ähn­lich­keit des durch star­ke kom­mer­zi­el­le In­ter­es­sen ge­prägten Spit­zen­sports mit der Rol­le von Schau­spie­lern und Un­ter­hal­tungskünst­lern im Be­reich von Funk und Fern­se­hen nach den glei­chen Kri­te­ri­en wie in der Un­ter­hal­tungs­bran­che Be­fris­tun­gen auf­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung zu­zu­las­sen (MüKo Tz­B­fG/Hes­se, § 14, Rn. 46). Ein neu­er Trai­ner müsse die Möglich­keit ha­ben, sei­ne sport­li­chen Vor­stel­lun­gen mit den ihm ge­eig­net er­schei­nen­den Sport­lern um­zu­set­zen; dies set­ze de­ren er­leich­ter­te Ablösung vor­aus (KR Lip­ke, § 14 Tz­B­fG, Rn. 209). Die Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung könne ei­ne Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses er­for­der­lich ma­chen, wenn die Tätig­keit des Ar­beit­neh­mers ty­pi­scher­wei­se Ver­sch­leißer­schei­nun­gen er­war­ten las­se und es der Ver­kehrs­an­schau­ung ent­spre­che, dass die Tätig­keit nur so­lan­ge aus­geübt wer­de, wie der Ar­beit­neh­mer Leis­tun­gen in sei­ner persönli­chen Best­form er­brin­gen könne. Des­halb könn­ten Verträge mit Spit­zen­sport­lern nach Nr. 4 be­fris­tet wer­den (Bay­reu­ther Beck­scher On­line Kom­men­tar § 14 Tz­B­fG, Rn. 56).

Letz­te­re Auf­fas­sung wi­der­spricht al­ler­dings be­reits der Klar­stel­lung des Bun­des­ar­beits­ge­richts im Zu­sam­men­hang mit der Über­prüfung ei­ner Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges ei­nes Sport­trai­ners (Ur­teil vom 15.04.1999 - 7 AZR 437/97 - ju­ris, Rz 14). Der zuständi­ge 7. Se­nat führt aus, nur der dro­hen­de Ver­sch­leiß der persönli­chen Be­zie­hung des Trai­ners zu den ein­zel­nen Sport­lern könne das Aus­wechs­lungs­bedürf­nis be­gründen und weist aus­drück­lich dar­auf hin, "dass der all­ge­mei­ne Ver­sch­leiß durch länge­re Ausübung des­sel­ben Be­rufs ei­ne Be­fris­tung auch bei Trai­nern nicht recht­fer­ti­gen kann. Zahl­rei­che Be­rufstätig­kei­ten, ins­be­son­de­re bei der Ver­mitt­lung von Kennt­nis­sen und Fähig­kei­ten, können ei­nem zur bloßen Rou­ti­ne führen­den Ab­nut­zungs­pro­zess un­ter­lie­gen. Die ob­jek­ti­ve Um­ge­hung von Kündi­gungs­schutz im Ar­beits­verhält­nis ist da­mit nicht zu recht­fer­ti­gen."

Dem­ge­genüber ver­nei­nen Bruns (Be­fris­tung von Ar­beits­verträgen mit Sport­trai­nern, NZA 2008, 1269 ff.) und/ Persch (Zur An­wen­dung des Ver­sch­leißtat­be­stan­des im Sport, RdA 2006, 166 ff.) die Eig­nung des Ver­sch­leißtat­be­stan­des als Sach­grund im Sin­ne des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes. Letz­te­re ver­wei­sen auf den Ver­gleich mit den all­ge­mei­nen Sach­grund­kri­te­ri­en. Um recht­lich re­le­vant zu wer­den, müsse der Ver­sch­leiß ei­ne ge­wis­se In­ten­sität er­rei­chen. Ein all­ge­mei­ner Ver­sch­leiß durch Nach­las­sen der Mo­ti­va­ti­on des Trai­ners, wie er prak­tisch in je­dem Ar­beits­verhält­nis vor­kom­me, könne dem Sach­grund­er­for­der­nis nicht genügen. An­sons­ten würde die Be­fris­tungs­kon­trol­le leer lau­fen und das Be­stand­schutz­in­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers könn­te ein­fach um­gan­gen wer­den. Sie führen aus: "Zum an­de­ren er­gibt sich aus dem Aus­rei­chen ei­ner abs­trak­ten Ge­fahr des Ver­sch­leißein­tritts für den Ar­beit­ge­ber die Möglich­keit, sich mit­tels ei­nes be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges von sei­nem Ar­beit­neh­mer zu tren­nen, ob­wohl die­ser even­tu­ell noch gar nicht „ver­schlis­sen ist”. Dies hätte ei­ne nicht ge­recht­fer­tig­te „über­schießen­de Macht” des Ar­beit­ge­bers zur Fol­ge. Die Ar­beit­ge­ber sind aber über die mit­tel­ba­re Dritt­wir­kung an Art. GG Ar­ti­kel 12 GG ge­bun­den, wo­mit ein sol­cher Macht­zu­wachs des Ar­beit­ge­bers nicht zu ver­ein­ba­ren ist. Es lässt sich mit dem Ar­beit­neh­mer­schutz nicht in Ein­klang brin­gen, dass der Be­stand des be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses von Un­si­cher­hei­ten und Zufällig­kei­ten abhängt, die bei Ver­trags­schluss nicht hin­rei­chend kon­kret pro­gnos­ti­ziert wer­den können." Sie fol­gern aus dem Ver­gleich mit den an­de­ren Sach­gründen die For­de­rung nach ei­ner ver­gleich­ba­ren Re­le­vanz und In­ten­sität der Pro­gno­se. Die­se sei beim Ver­sch­leißtat­be­stand nicht er­reich­bar. Auch Back­haus in Ascheid/Preis/Sch­mitt Kündi­gungs­recht § 14 Tz­B­fG Rn. 295 ff. stimmt der ein­schränken­den Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zu. Die Ein­schränkun­gen der Recht­spre­chung, nach der nur ein Ver­sch­leiß im persönli­chen Verhält­nis zwi­schen Trai­ner und den ein­zel­nen Sport­lern ei­ne Be­fris­tung sach­lich recht­fer­ti­gen könne und nicht der all­ge­mei­ne Ver­sch­leiß durch länge­re Ausübung des Be­rufs, be­gründe­ten sich dar­aus, dass zahl­rei­che Be­ru­fe ei­nem zur bloßen Rou­ti­ne führen­den Ab­nut­zungs­pro­zess un­terlägen, der die durch die Be­fris­tung be­wirk­te Aus­schal­tung des Kündi­gungs­schut­zes nicht recht­fer­ti­gen könne. Die Be­fris­tung der Ar­beits­verträge von Pro­fi­spie­lern, ins­be­son­de­re Fußball­pro­fi­spie­lern las­se sich nicht auf­grund ho­her Gehälter oder be­son­de­ren Re­nom­mees der Spie­ler recht­fer­ti­gen, da der Be­fris­tungs­schutz grundsätz­lich eben­so we­nig wie der Kündi­gungs­schutz "ab­kauf­bar" sei. Die Schwie­rig­kei­ten, grup­pen­dy­na­mi­sche Pro­zes­se und Mo­ti­va­ti­on zu ob­jek­ti­vie­ren, könn­ten dafür spre­chen, die für So­lis­ten im Bühnen­be­reich an­er­kann­ten Sach­gründe zu über­tra­gen. Al­ler­dings sei­en die In­ter­es­sen der kom­mer­zia­li­sier­ten Fußball­clubs nicht wie die Kunst­frei­heit durch spe­zi­fi­sche Grund­rech­te geschützt. Auch in vie­len an­de­ren Be­rei­chen des Wirt­schafts­le­bens sei­en nach­las­sen­de Mo­ti­va­ti­on und Leis­tungs­vermögen schwer ob­jek­ti­vier­bar, oh­ne dass dar­aus ei­ne Ein­schränkung des Kündi­gungs­schut­zes ab­ge­lei­tet würde.

3.2.2. Die­sen über­zeu­gen­den Ausführun­gen schließt sich die er­ken­nen­de Kam­mer an. Das In­ter­es­se an ei­ner über­schau­ba­ren und kürze­ren Ver­trags­bin­dungs­dau­er sei­tens der Bun­des­li­ga­ver­ei­ne und kon­kret sei­tens des be­klag­ten Ver­eins ist zu kon­sta­tie­ren. Die­sem kommt aber nicht ein sol­ches Ge­wicht zu, dass dies ei­ne Sach­grund­be­fris­tung recht­fer­tigt. Auch der Sach­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung ist im Lich­te des Uni­ons­rechts und hin­sicht­lich der Ge­wich­tung im Ver­gleich mit den an­de­ren Be­fris­tun­gen recht­fer­ti­gen­den Sach­gründen zu be­trach­ten und mit dem In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers an ei­nem Be­stands­schutz als Aus­prägung sei­ner grund­recht­lich durch Art. 12 GG geschütz­ten Be­rufs­frei­heit zu kon­tras­tie­ren. Hier­nach han­delt es sich beim ar­beits­recht­li­chen Be­fris­tungs­recht um Aus­nah­me­recht. Na­tio­nal - wie eu­ro­pa­recht­lich - ist der un­be­fris­te­te Ar­beits­ver­trag die übli­che Form des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses zwi­schen Ar­beit­ge­bern und Ar­beit­neh­mern. Dem In­ter­es­se an ei­ner über­schau­ba­ren und ge­rin­ge­ren Bin­dungs­dau­er des Ver­tra­ges muss des­halb ein be­son­de­res den übri­gen Sach­gründen ver­gleich­ba­res Ge­wicht zu­kom­men. Als sol­ches ist in den Be­rei­chen pro­gramm­ge­stal­ten­der Mit­ar­bei­ter von Rund­funk- und Fern­seh­an­stal­ten, von Mit­ar­bei­tern der Pres­se, mit Künst­lern und Bühnen­dar­stel­lern auf­grund des spe­zi­fi­schen Grund­rechts­schut­zes von Rund­funk, Pres­se und Kunst an­er­kannt, so­dass das In­ter­es­se die­ser Grund­recht­sträger, sich ei­ne ho­he Fle­xi­bi­lität bei der Pro­gramm­ge­stal­tung etc. zu er­hal­ten, die Be­fris­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen recht­fer­ti­gen kann. Ein ver­gleich­ba­res Ge­wicht der In­ter­es­sen­la­ge kommt den Ver­ei­nen im Spit­zen­sport nicht zu. Ei­ne wei­te Aus­le­gung, die be­reits das In­ter­es­se der Ar­beit­ge­ber­sei­te oh­ne ein der­ar­ti­ges, et­wa durch den spe­zi­el­len Grund­rechts­schutz ver­mit­tel­tes, Ge­wicht für die Be­fris­tung als Sach­grund genügen las­sen würde, würde zu Wer­tungs­wi­dersprüchen führen, ins­be­son­de­re mit Blick auf die Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 04.12.2013 (7 AZR 457/12, ju­ris), in wel­cher bei der Be­fris­tung ei­nes pro­gramm­ge­stal­ten­den Mit­ar­bei­ters mit ei­ner Rund­funk­an­stalt ei­ne ein­zel­fall­be­zo­ge­ne Abwägung zwi­schen dem Be­stands­schutz des Ar­beit­neh­mers und den bei Be­ja­hung des Be­stands­schut­zes zu er­war­ten­den Aus­wir­kun­gen auf die Rund­funk­frei­heit vor­ge­nom­men wur­de. In die­ser Ent­schei­dung hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt das In­ter­es­se nach der Aus­wechs­lung der pro­gramm­ge­stal­ten­den Mit­ar­bei­ter ge­ra­de nicht aus­rei­chen las­sen, son­dern kon­kret und ins Ein­zel­ne ge­hend über­prüft, ob die be­klag­te Sen­de­an­stalt sich auf den Grund­rechts­schutz der Rund­funk­frei­heit nach Art. 5 Abs. 2 be­ru­fen kann. Bei ei­ner wei­ten Aus­le­gung bestünde nach der Über­zeu­gung der Kam­mer auch ein Wer­tungs­wi­der­spruch zur Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs zu Al­ters­gren­zen­re­ge­lun­gen, die ei­ner stren­gen Verhält­nismäßig­keitsprüfung un­ter­lie­gen, und der in al­len bis­her er­gan­ge­nen Ent­schei­dun­gen zu­min­dest auf das Er­for­der­nis ab­hebt, dass mit der Tätig­keit des Ar­beit­neh­mers ein er­heb­li­ches Si­cher­heits­ri­si­ko ver­bun­den sei und auf­grund recht­statsäch­li­cher Er­kennt­nis­se all­ge­mein an­zu­neh­men sei, dass ab ei­nem be­stimm­ten Al­ter das Ri­si­ko al­ters­be­ding­ter Aus­fall­er­schei­nun­gen und un­er­war­te­ter Fehl­re­ak­tio­nen zu­neh­me (vgl. auch BAG 23.06.2010 - 7 AZR 1021/08 - ju­ris, zur ta­rif­li­chen Al­ters­gren­ze von 60 Jah­ren für Mit­glie­der des Ka­bi­nen­per­so­nals ei­ner Flug­ge­sell­schaft). Dass im vor­lie­gen­den Fall die Be­fris­tung ne­ben dem mögli­chen, dro­hen­den Ver­sch­leiß auf­grund der Be­an­spru­chung im Be­ruf auch auf die al­ters­be­ding­te Un­ge­wiss­heit der Leis­tungs­ent­wick­lung gestützt wird und da­mit zu­min­dest mit­tel­bar das Al­ter zum Be­fris­tungs­grund er­ho­ben wird, ist dem Sach­vor­trag der Par­tei­en mit al­ler Deut­lich­keit zu ent­neh­men. Hier­ge­gen be­ste­hen durch­grei­fen­de Be­den­ken. Ei­ne Er­he­bung des Al­ters zum Be­fris­tungs­grund kommt schon we­gen des Ver­bots der Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung, §§ 7,1 AGG, nicht in Be­tracht. Der Aus­nah­me­tat­be­stand des § 10 Zif­fer 5 AGG (Ren­ten­ein­tritts­al­ter) kann sie an­ge­sichts des Al­ters des Klägers nicht recht­fer­ti­gen.

3.2.3. Ei­ne an­de­re Be­trach­tung er­gibt sich auch nicht aus den an­geführ­ten wei­te­ren Ge­sichts­punk­ten der Üblich­keit der Be­fris­tung im Spit­zen­sport, des Ab­wechs­lungs­bedürf­nis­ses des Pu­bli­kums oder der Höhe der Vergütung. Im Ein­zel­nen gilt fol­gen­des:

Die Bran­chenüblich­keit ist als sol­che nicht ge­eig­net, ei­nen Sach­grund für die Be­fris­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen zu be­gründen. Auch in der Ar­gu­men­ta­ti­on des be­klag­ten Ver­eins, der in­so­weit der ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts Rech­nung trägt, hat die­se nur in­di­zi­el­le Be­deu­tung. Die Bran­chenüblich­keit kann be­reits des­halb kein ei­genständi­ger Be­fris­tungs­grund sein, da ei­ne grundsätz­lich ver­bo­te­ne Ab­wei­chung von ei­ner Re­gel nicht des­halb ge­bil­ligt wer­den kann, weil sie üblich ist.

Ein ge­ne­rel­les Bedürf­nis des Pu­bli­kums am Per­so­nal­wech­sel im Spit­zen­sport dürf­te sich erst und nur dann kon­kret ein­stel­len, wenn der sport­li­che Er­folg aus­bleibt. Die Kam­mer schließt sich der Auf­fas­sung an, dass sich der Ge­dan­ke, dass das Pu­bli­kum sich an ex­po­nier­ten Schau­spie­lern ir­gend­wann satt­ge­se­hen ha­be, auf Pro­fi­spie­ler in Mann­schaf­ten nicht über­tra­gen lässt. Über die Be­liebt­heit bei Fans und de­ren Fort­dau­er ent­schei­det viel­mehr im We­sent­li­chen der Er­folg (Back­haus in a.a.O., Rz 295). Wäre ein sol­ches - er­folgs­un­abhängi­ges - Ab­wechs­lungs­bedürf­nis ob­jek­ti­vier­bar, so führ­te es den­noch man­gels Ge­wicht nicht zu ei­ner Recht­fer­ti­gung der Be­fris­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen als Sach­grund. Dem ste­hen ge­wich­ti­ge Be­stands­schutz­in­ter­es­sen auf Ar­beit­neh­mer­sei­te ent­ge­gen.

Die ho­he Vergütung, recht­fer­tigt nach der Über­zeu­gung der Kam­mer kei­ne Ver­schie­bung des Maßstabs für die Be­fris­tungs­kon­trol­le. Dem­ge­genüber hat­te das LAG Nürn­berg in der Ent­schei­dung vom 28.03.2006 (7 Sa 405/05 - ju­ris, Rn. 65) aus­geführt, die Be­sei­ti­gung des Kündi­gungs­schut­zes könne ei­nen Aus­gleich in ho­hen fi­nan­zi­el­len Leis­tun­gen, die in ho­hen Vergütun­gen während des Ar­beits­verhält­nis­ses be­ste­hen könn­ten, fin­den. Dann sei die ho­he Vergütung ein Aus­gleich für das vor­zei­ti­ge Aus­schei­den aus dem Be­rufs­le­ben. Dies ma­che ten­den­zi­ell Be­fris­tun­gen auf den Zeit­punkt des pro­gnos­ti­zier­ten En­des des Be­rufs­le­bens ei­nes Li­zenz­fußbal­lers leich­ter möglich.

Ei­ne der­ar­ti­ge Ver­schie­bung des Maßsta­bes ist in § 14 Tz­B­fG nicht an­ge­legt. Ins­be­son­de­re enthält § 14 Tz­B­fG kei­ne Aus­nah­me für be­stimm­te Ar­beit­neh­mer­grup­pen oder für Hoch­ver­die­ner. Die Rechts­auf­fas­sung, die vor der Gel­tung des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes die Recht­fer­ti­gung in Abhängig­keit von der Höhe der Vergütung be­mes­sen hat, fußte dar­auf, dass nach der da­ma­li­gen Rechts­la­ge die Be­fris­tungs­kon­trol­le aus­sch­ließlich über den Um­ge­hungs­tat­be­stand im Hin­blick auf ei­ne Um­ge­hung des Kündi­gungs­schutz­rech­tes er­folg­te. So­weit nach den Kündi­gungs­schutz­be­stim­mun­gen für lei­ten­de An­ge­stell­te ein ein­ge­schränk­ter Kündi­gungs­schutz be­steht in­so­fern, als ein ar­beit­ge­ber­sei­ti­ger Auflösungs­an­trag ver­bun­den mit ei­ner Ab­fin­dung im Kündi­gungs­schutz­pro­zess kei­ner Be­gründung be­darf, ist dar­aus ver­ein­zelt ge­fol­gert wor­den, hoch­be­zahl­te Ar­beit­neh­mer bedürf­ten nur ei­nes ein­ge­schränk­ten Be­fris­tungs­schut­zes. Ob die­se Auf­fas­sung zu­tref­fend war, kann da­hin­ste­hen. Nach Gel­tung des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes, das kei­ne Aus­nah­me für lei­ten­de oder hoch­be­zahl­te Ar­beit­neh­mer enthält, kann sie nicht auf­recht­er­hal­ten wer­den. Ge­ra­de das Eu­ro­pa­recht hat sich der Auf­ga­be ver­schrie­ben, der Ge­fahr der Pre­ka­ri­sie­rung von Ar­beits­verhält­nis­sen ent­ge­gen zu tre­ten. Die­se Ge­fahr ist nicht per se durch die ho­he Vergütung während der Ver­trags­lauf­zeit ver­meid­bar. Dies gilt ins­be­son­de­re dann, wenn es an ei­ner Per­spek­ti­ve für die be­ruf­li­che Ent­wick­lung nach dem Ver­trags­en­de fehlt. Es dürf­te im Be­reich des Pro­fi­fußballs ty­pisch sein, dass ei­ne Ge­le­gen­heit zur Er­ler­nung ei­nes Be­rufs ne­ben dem Pro­fi­sport, in den Jah­ren, in de­nen ty­pi­scher­wei­se ei­ne Be­rufs­aus­bil­dung statt­fin­det, nur sehr ein­ge­schränkt oder gar nicht be­stan­den hat. Es be­steht auch aus die­sem Grund kein An­lass Pro­fi­sport­ler gänz­lich aus dem Schutz­be­reich des § 14 Tz­B­fG her­aus­zu­neh­men oder den Maßstab zu ver­schie­ben.

3.3. Eben­so we­nig hält § 14 Tz­B­fG ei­nen an­de­ren Maßstab be­reit, wenn ein be­fris­tet ver­ein­bar­tes Ar­beits­verhält­nis während der Ver­trags­lauf­zeit unkünd­bar ist. Des­halb trägt das Ar­gu­ment der Be­klag­ten nicht, der Vor­teil der Unkünd­bar­keit wie­ge den Nach­teil der Be­fris­tung auf. Grundsätz­lich lässt das Tz­B­fG die Ge­stal­tungsmöglich­keit zu, dass die Ver­trags­par­tei­en für die Dau­er der Be­fris­tung die or­dent­li­che Kündi­gungsmöglich­keit ver­ein­ba­ren oder dass sie es bei der Unkünd­bar­keit während der Ver­trags­lauf­zeit be­las­sen. Un­ter­schied­li­che Maßstäbe für die Zulässig­keit der Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung selbst er­ge­ben sich dar­aus aus­weis­lich § 14 Tz­B­fG nicht, die Ar­gu­men­ta­ti­on lässt sich we­der der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung noch ei­nem der an­de­ren Sach­gründe des § 14 Abs.1 Tz­B­fG zu­ord­nen. Ins­be­son­de­re über­zeugt der mögli­cher­wei­se hin­ter der Ar­gu­men­ta­ti­on der Be­klag­ten lie­gen­de Ge­dan­ke nicht, es han­de­le sich bei dem Er­werb der Unkünd­bar­keit für die Dau­er der Ver­trags­lauf­zeit um ei­nen Vor­teil, der ein ob­jek­ti­vier­tes In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers wie­der­spie­ge­le. Dies ent­spre­che dem Sach­grund ei­nes in der Per­son des Ar­beit­neh­mers lie­gen­den Grun­des (§ 14 Abs. 1 Zif­fer 6 Tz­B­fG). Die zeit­lich auf die Dau­er der Ver­trags­lauf­zeit be­schränk­te Unkünd­bar­keit ist be­reits nicht ge­eig­net, das In­ter­es­se am Be­stands­schutz über die Ver­trags­lauf­zeit hin­aus auf­zu­wie­gen, und recht­fer­tigt auch nicht als Grund in der Per­son des Ar­beit­neh­mers die Be­fris­tung.

Ein an­de­rer Sach­grund für die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Satz 1 Tz­B­fG kommt nach dem Sach­vor­trag der Par­tei­en nicht in Be­tracht.

Ins­ge­samt er­weist sich da­mit die mit dem Ver­trags­schluss am 07.05.2012 ver­ein­bar­te Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses nach § 14 Tz­B­fG als un­zulässig mit der Fol­ge aus § 16 Tz­B­fG: der Ar­beits­ver­trag gilt als auf un­be­stimm­te Zeit ge­schlos­sen.

4. Der Hilfs­an­trag fällt da­nach nicht zur Ent­schei­dung an.

II. Der Zah­lungs­an­spruch in der gel­tend ge­mach­ten Höhe be­steht nicht.

1. Der An­spruch auf Zah­lung von Punkt­ein­satz­prämi­en so­wie Er­folgs­punkt­ein­satz­prämi­en er­gibt sich un­strei­tig nicht be­reits un­mit­tel­bar aus dem Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en, da die dort ge­re­gel­ten Vor­aus­set­zun­gen nicht erfüllt wor­den sind. Der Kläger hat an den Spie­len, für die er die je­wei­li­gen Prämi­en be­gehrt, nicht teil­ge­nom­men.

2. Die Be­din­gung gilt auch nicht nach § 162 Abs. 1 BGB als ein­ge­tre­ten, da der Kläger das Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen nach dem Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me nicht zur Über­zeu­gung der Kam­mer be­wie­sen hat. Im Ein­zel­nen gilt fol­gen­des:

2.1. Nach § 162 Abs. 1 BGB gilt die Be­din­gung als ein­ge­tre­ten, wenn der Ein­tritt der Be­din­gung von der Par­tei, zu de­ren Nach­teil er ge­rei­chen würde, wi­der Treu und Glau­ben ver­hin­dert wird.

2.2. Der Kläger hat gel­tend ge­macht, ihm sei die Chan­ce auf Teil­nah­me am Spiel­be­trieb und da­mit der Prämie­n­er­rei­chungsmöglich­keit ge­nom­men wor­den. Hierfür sei­en nicht Leis­tungs­gründe, son­dern ei­ne persönli­che Ani­mo­sität des Trai­ners ursächlich ge­we­sen.

Grundsätz­lich gilt § 162 BGB - hier­in stimmt der be­klag­te Ver­ein aus­drück­lich zu - auch für ei­ner Ver­trags­par­tei ver­trag­lich aus­drück­lich vor­be­hal­te­ne Ent­schei­dun­gen, so­fern die­se Vor­aus­set­zung und da­mit Be­din­gung für ei­ne wei­te­re Rechts­fol­ge sind.

Dar­um han­del­te es sich hier. Die Ent­schei­dung über den Ein­satz in Li­ga­spie­len ob­lag ver­trag­lich dem Ver­ein. Es be­stand kei­ne Pflicht zum Ein­satz in dem Sin­ne, dass die Beschäfti­gungs­pflicht im Ar­beits­verhält­nis nur in die­ser Wei­se zu­tref­fend erfüllt würde. Dies be­darf kei­ner länge­ren Ausführun­gen, da auch der Kläger dies nicht an­nimmt, sei­ne Beschäfti­gungs­ver­lan­gen be­zie­hen sich viel­mehr aus­drück­lich auf den
Trai­nings­be­trieb der 1. Mann­schaft und sei­ne Ar­gu­men­ta­ti­on be­zieht sich dar­auf, dass ihm durch den Aus­schluss aus die­sem Trai­ning die Chan­ce auf den Spiel­ein­satz ge­nom­men wor­den sei. Dies ent­spricht den ver­trag­li­chen Re­ge­lun­gen des wei­ten Wei­sungs­rechts in §§ 2, 5 des schrift­li­chen Ar­beits­ver­tra­ges. Ent­spre­chend auch ei­nem be­reits 1984 vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall ei­nes Pro­fi­fußball­spie­lers ist die Spiel­teil­nah­me aus­weis­lich des vor­lie­gen­den Ar­beits­ver­tra­ges nur ein Teil der Ar­beits­ver­pflich­tung und der ent­spre­chen­den Beschäfti­gungs­pflicht (vgl. BAG 22.08.1984 - 5 AZR 539/81- ju­ris) und kon­se­quen­ter­wei­se rich­te­te sich die Gel­tend­ma­chung des Klägers außer­ge­richt­lich auf den Trai­nings­be­trieb.

Die zwi­schen den Par­tei­en strei­ti­ge Fra­ge, ob der Kläger an­ge­sichts der Ver­trags­ge­stal­tung und ins­be­son­de­re des Pas­sus, wo­nach der Ver­trag nur Gültig­keit für die Bun­des­li­ga hat, An­spruch auf Teil­nah­me am Trai­nings- und Spiel­be­trieb der ers­ten Mann­schaft hat, kann da­hin­ste­hen, da sich auch dar­aus ein kon­kre­ter Ein­satz­an­spruch nicht ab­lei­ten ließe. An­ge­sichts das Auf­baus des Ver­trags und der Zu­ord­nung die­ses Pas­sus un­ter § 10 "Ver­trags­be­ginn und -en­de" geht die Kam­mer aber da­von aus, dass die Par­tei­en hier ei­ne Geschäfts­grund­la­ge de­fi­niert ha­ben, und ein Wi­der­spruch zu den kon­kret und ex­pli­zit un­ter den ent­spre­chen­den Über­schrif­ten ge­re­gel­ten Wei­sungs­be­fug­nis­sen des Ver­eins nicht be­steht.

Bei der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Be­din­gung für die Zah­lungs­ansprüche han­delt es sich um den kon­kre­ten Ein­satz in den je­wei­li­gen Punkt­spie­len. Die­ser ist auf­grund der be­klag­ten­seits zu ver­ant­wor­ten­den Trai­ner­ent­schei­dung un­ter­blie­ben.

2.3. Bei der Prüfung des § 162 Abs. 1 BGB kommt es maßgeb­lich auf die Fra­ge an, ob der­je­ni­ge, der den Ein­tritt ei­ner Be­din­gung ver­hin­dert, sich rechts­miss­bräuch­lich verhält. Dies ist ins­be­son­de­re dann der Fall, wenn er das ihm ein­geräum­te Recht nur als Vor­wand für die Er­rei­chung ver­trags­frem­der oder un­lau­te­rer Zwe­cke ausübt, ein schutzwürdi­ges Ei­gen­in­ter­es­se al­so fehlt. Da­mit kommt es da­bei auf das mit der Einräum­ung der vor­be­hal­te­nen Ent­schei­dung ver­trag­lich ver­folg­te In­ter­es­se maßgeb­lich an. Dies ist im Fal­le des Spiel­ein­sat­zes ei­nes Pro­fi­fußbal­lers durch den Beschäfti­gungs­ver­ein das In­ter­es­se am sport­li­chen Er­folg und lässt sich da­mit ins­ge­samt als sport­li­che Gründe zu­sam­men­fas­sen. Die­se können viel­ge­stal­tig sein. Ein schutzwürdi­ges Ei­gen­in­ter­es­se des Ver­eins an ei­nem Nicht­ein­satz ist an­zu­er­ken­nen, wenn sport­li­che Gründe für den Nicht­ein­satz über­haupt vor­lie­gen, in die­sem Fall ist es un­er­heb­lich, wenn fi­nan­zi­el­le Gründe hin­zu­kom­men.

Aus die­sen Gründen ist die Ar­gu­men­ta­ti­on des Klägers nicht über­zeu­gend, so­weit sie aus­sch­ließlich an die Ar­beitsfähig­keit und die Ab­gren­zung von der Ar­beits­unfähig­keit im Sin­ne von Leis­tungs­gründen, die un­ter Zu­hil­fe­nah­me ärzt­li­chen Sach­ver­stan­des ob­jek­tiv fest­stell­bar wären, an­knüpft. Der Ein­ho­lung ei­nes ärzt­li­chen Sach­verständi­gen­gut­ach­tens be­durf­te es da­her nicht. Viel­mehr ist un­ter dem Be­griff der sport­li­chen Gründe ei­ne Viel­zahl von Ein­zel­ge­sichts­punk­ten zu fas­sen, die ins­ge­samt ei­nem op­ti­ma­len Auf­tritt der Mann­schaft und der bestmögli­chen Chan­ce auf sport­li­chen Er­folg der Mann­schaft die­nen. Es be­darf an­ge­sichts der Viel­schich­tig­keit der Ent­schei­dungs­kri­te­ri­en ei­nes wei­ten Er­mes­sens­spiel­raums für die Ar­beit­ge­ber­sei­te, die die­se im Pro­fi­fußball durch den ver­ant­wort­li­chen Trai­ner ausübt. Der Trai­ner hat da­bei den im Ar­beits­ver­trag ein­geräum­ten wei­ten Spiel­raum zur Ver­wirk­li­chung sei­ner Vor­stel­lun­gen und zur Ermögli­chung ei­ner op­ti­ma­len Mann­schafts­auf­stel­lung, bei der ne­ben rein leis­tungs­be­ding­ten Ge­sichts­punk­ten - oh­ne An­spruch auf Vollständig­keit - ins­be­son­de­re Gründe des Zu­sam­men­spiels der Mann­schaft, tak­ti­sche, ge­ge­be­nen­falls auch kon­kret geg­ner­be­zo­ge­ne Gründe, sol­che des Ver­gleichs mit den in Be­tracht kom­men­den an­de­ren Spie­lern im Ka­der, ge­ge­be­nen­falls auch per­spek­ti­vi­sche, die wei­te­re Ent­wick­lung und das Zu­sam­men­spiel be­ach­ten­de Gründe mit­ent­schei­den­de Rol­len spie­len können. In der von dem be­klag­ten Ver­ein zi­tier­ten Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts hat die­ses un­ter sport­li­chen Gründen un­ter an­de­rem die Möglich­keit ge­fasst, die Spiel­erfah­rung für an­de­re Torhüter zu ermögli­chen (Ur­teil vom 19.01.2000 - 5 AZR 637/98 - ju­ris, Rz 25).

Die Kam­mer ver­steht des­halb die we­gen der Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen nach § 162 Abs. 2 BGB grundsätz­lich be­ste­hen­de Dar­le­gungs- und Be­weis­last des Klägers zur Treu­wid­rig­keit der Ent­schei­dun­gen des Trai­ners da­hin, dass es dem Kläger ob­lag, den Be­weis zu führen, dass die le­gi­ti­men, vielfälti­gen Gründe, an de­nen der Trai­ner die Ent­schei­dung aus­rich­ten darf (sport­li­che Gründe) wi­der­legt sei­en durch persönli­che Ani­mo­sität als ent­schei­den­der Ge­sichts­punkt.

2.4. Die­sen Be­weis hat der Kläger nach dem Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me nicht zur Über­zeu­gung der Kam­mer geführt. Die Be­weis­auf­nah­me war zu den vor­ge­tra­ge­nen In­di­zi­en be­reits un­er­gie­big.

Kei­ner der bei­den Zeu­gen hat die in sein Wis­sen ge­stell­ten In­di­ztat­sa­chen aus ei­ge­ner Er­in­ne­rung bestätigt. Der Zeu­ge E. hat be­kun­det, er könne sich nicht ge­nau er­in­nern, er könne, ge­fragt nach der Äußerung, die er ge­macht ha­ben sol­le, das we­der ver­nei­nen noch be­ja­hen. Ei­ne Spin­dräum­ung ha­be er nicht an­ge­ord­net. Der Zeu­ge F. hat an­ge­ge­ben, den Spind des Klägers nicht geräumt zu ha­ben. Da­mit sind bei­de vom Kläger un­ter Be­weis ge­stell­ten In­di­ztat­sa­chen von den be­nann­ten Zeu­gen nicht aus ei­ge­ner Er­in­ne­rung bestätigt, teil­wei­se so­gar de­fi­ni­tiv aus­ge­schlos­sen wor­den. Der Be­weis ist nicht geführt.

Auch aus den de­tail­lier­ten wei­te­ren Ausführun­gen des Zeu­gen E. zu der Mo­ti­va­ti­ons­la­ge, die bei der Ent­schei­dung, den Kläger dem Trai­nings- und Spiel­be­trieb der Re­gio­nal­li­ga­mann­schaft zu­zu­wei­sen, zu­grun­de ge­le­gen ha­be und zu den die Ent­schei­dung be­ein­flus­sen­den Fak­to­ren er­gibt sich kein neu­er Sach­vor­trag, der dem Kläger güns­tig wäre und auf den er sei­nen Zah­lungs­an­trag nun­mehr hätte stützen können. Der Zeu­ge hat be­kun­det, für die Fra­ge, ob der Spie­ler in der 1. Mann­schaft ste­he oder nicht, sei­en rei­ne Leis­tungs­ge­sichts­punk­te maßgeb­lich, für die Auf­for­de­rung zum Ver­las­sen der Ka­bi­ne sei dann das Ver­hal­ten maßgeb­lich ge­we­sen. Beim Kläger sei es ein Pro­zess ge­we­sen, der sich ge­gen­sei­tig be­dingt ha­be, nach­las­sen­de Leis­tun­gen ei­ner­seits, pro­fes­sio­nel­le Ein­stel­lung an­de­rer­seits und Trai­nings­leis­tun­gen. Er sei sich be­wusst, dass es sich da­bei um ei­ne sehr sub­jek­ti­ve Be­trach­tung han­de­le. Es sei im­mer auch um an­de­re Punk­te wie um das pro­fes­sio­nel­le Aufwärmen und wie stark man sich als Spie­ler in die Mann­schaft ein­brin­ge und ob man po­si­ti­ven Ein­fluss auf die Mann­schaft neh­me, ge­gan­gen. Die Ent­schei­dung zu den Torhütern sei im
Augs­burg-Spiel ge­fal­len we­gen der Ver­let­zung des Klägers und der ro­ten Kar­te für den Er­satz­torhüter I.. Da­nach ha­be G. als Torhüter sei­ne Chan­ce ge­habt und ge­nutzt. Die­ser ha­be in den Spie­len bis zur Win­ter­pau­se gu­te und sta­bi­le Leis­tun­gen ge­zeigt und man ha­be bei ihm auch das größte Po­ten­zi­al für die Zu­kunft ge­se­hen. Ent­schei­dungs­grund­la­ge bei al­len Ent­schei­dun­gen, die ge­trof­fen würden, sei im­mer, ob am Wo­chen­en­de das Spiel ge­won­nen wer­den kann. Der Zeu­ge hat wei­ter­hin auf die Fra­ge des Kläger­ver­tre­ters zu dem Ab­sturz von der Num­mer 1 zu der Num­mer 4 erklärt, die Ent­schei­dung sei nicht spon­tan ge­trof­fen wor­den, son­dern in ei­nem Ent­schei­dungs­pro­zess. "Es war so, dass wir ihm da­nach nicht mehr zu­ge­traut ha­ben, ein wert­vol­ler Be­stand­teil der Mann­schaft zu sein, wenn er nicht selbst im Tor steht. Bei der Num­mer 2 und Num­mer 3 der Torhüter kommt die­sen ei­ne an­de­re Rol­le im Team zu als der Num­mer 1. Das be­trifft die Fra­ge der Kon­kur­renz, der Stim­mung und der At­mo­sphäre. Wir ha­ben ihm dann tatsächlich men­sch­lich und cha­rak­ter­lich die­se Rol­le nicht mehr zu­ge­traut (...) Bis zu dem Gespräch hat­te er aber dann auch durch­aus die Möglich­keit, noch in die Mann­schaft zurück­zu­keh­ren. Nach dem Gespräch gab es dann kei­ne Chan­ce mehr."

Mit die­sen Aus­sa­gen des Trai­ners ist zwar bestätigt, dass dem Kläger kei­ne Möglich­keit mehr ein­geräumt wur­de, am Spiel­be­trieb der Erst­li­ga­mann­schaft teil­zu­neh­men. Die­se Ent­schei­dung er­weist sich aber un­ter Zu­grun­de­le­gung der ge­schil­der­ten viel­schich­ti­gen Mo­ti­va­ti­on nicht als treu­wid­rig, son­dern von sol­chen Gründen ge­lei­tet, zu de­ren Zweck, wie oben aus­geführt, dem Ver­ein der Ent­schei­dungs­vor­be­halt bei der Mann­schafts­be­set­zung ein­geräumt wor­den ist. Sie folgt ins­ge­samt sport­li­chen Gründen, die dar­auf aus­ge­rich­tet sind, wie der Zeu­ge aus­drück­lich be­tont hat, die er­folg­ver­spre­chends­te Mann­schafts­auf­stel­lung für das je­wei­li­ge Spiel zu er­rei­chen. Bei die­sen können ne­ben den auf den ein­zel­nen Spie­ler be­zo­ge­nen Leis­tungs­ge­sichts­punk­ten selbst­verständ­lich der Ver­gleich mit den Leis­tun­gen der an­de­ren Spie­ler im Ka­der, die für die­sel­be Po­si­ti­on in Fra­ge kom­men, hin­zu­ge­zo­gen wer­den, wei­ter­hin Fra­gen des Zu­sam­men­spiels mit den an­de­ren Spie­lern. Da es sich um ei­ne Mann­schafts­sport­art han­delt, gehören hier­zu ne­ben tak­ti­schen Ge­sichts­punk­ten auch sol­che persönli­che oder Ver­hal­tens­ge­sichts­punk­te, die auf das bestmögli­che Zu­sam­men­spiel der Mann­schaft Ein­fluss ha­ben. In Übe­rein­stim­mung auch mit der oben zi­tier­ten Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (5 AZR 637/98 a.a.O) dürfen auch per­spek­ti­vi­sche, die wei­te­re Ent­wick­lung der Spie­ler berück­sich­ti­gen­de, Kri­te­ri­en ei­ne Rol­le spie­len. Al­le vom Zeu­gen ge­nann­ten Ge­sichts­punk­te hal­ten sich in die­sem Rah­men, dem Kläger ge­lingt es al­so durch sei­ne Be­weisführung ge­ra­de nicht, sie zu wi­der­le­gen.

Ins­ge­samt er­weist sich da­mit die Zah­lungs­for­de­rung als un­be­gründet.

III. Die Ne­ben­ent­schei­dun­gen be­ru­hen auf § 92 ZPO we­gen der Pflicht zur Kos­ten­tra­gung bei­der Par­tei­en ent­spre­chend der Quo­te ih­res je­wei­li­gen Un­ter­lie­gens in der Haupt­sa­che und auf §§ 61 Abs. 1 ArbGG, 3 ff. ZPO zum Streit­wert.

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