Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Arbeitsvertrag, Befristung
   
Gericht: Arbeitsgericht Mainz
Akten­zeichen: 3 Ca 1197/14
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 19.03.2015
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen:
   

Te­nor:

1. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en auf Grund der Be­fris­tung zum 30.06.2014 nicht be­en­det ist.

2. Im Übri­gen wird die Kla­ge ab­ge­wie­sen.

3. Die Kos­ten des Rechts­streits ha­ben zu 60 % der Kläger und zu 40 % der Be­klag­te zu tra­gen.

4. Der Wert des Streit­ge­gen­stan­des wird auf 429.000,00 € fest­ge­setzt.

Tat­be­stand:

Die Par­tei­en strei­ten um die Zah­lung von Prämi­en und den un­be­fris­te­ten Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers.

Der Kläger ist Li­zenz­fußball­spie­ler und seit dem 01.07.2009 bei dem be­klag­ten Ver­ein beschäftigt. Die Par­tei­en schlos­sen zunächst un­ter dem 02.06.2009 ei­nen bis zum 30.06.2012 be­fris­te­ten Ver­trag (Bl. 25 ff. d. A.). Mit Wir­kung ab dem 01.07.2012 ver­ein­bar­ten die Par­tei­en un­ter dem 07.05.2012 er­neut ei­nen be­fris­te­ten Ver­trag bis zum 30.06.2014 mit ei­ner Verlänge­rungs­op­ti­on für bei­de Ver­trags­par­tei­en um ein Jahr un­ter der Vor­aus­set­zung von 23 Min­desteinsätzen in der Fußball­bun­des­li­ga in der Spiel­sai­son 2013/14 (Bl. 11 ff. d. A.).

Von den ers­ten elf Bun­des­li­ga­spie­len der Bun­des­li­ga­sai­son 2013/14 be­stritt der Kläger zehn. Im Spiel ge­gen Bay­ern München am 19.10.2013 fiel er krank­heits­be­dingt aus. Nach dem Augs­burg-Spiel am 11. Spiel­tag hat­te der Kläger bis ein­sch­ließlich des 17. Spiel­ta­ges kei­ne Einsätze. Ab dem En­de der Hin­run­de, al­so nach dem 17. Spiel­tag, wur­de dem Kläger sei­tens des be­klag­ten Ver­eins die Teil­nah­me am Trai­nings- und Spiel­be­trieb der 2. Mann­schaft, die in der Re­gio­nal­li­ga spielt, zu­ge­wie­sen.

Die Bun­des­li­ga­mann­schaft er­spiel­te in den 17 Spie­len der Rück­run­de ins­ge­samt 29 Punk­te. We­gen der ta­bel­la­ri­schen Dar­stel­lung im Ein­zel­nen wird auf Sei­te 8 der Kla­ge­schrift vom 27.06.2014 Be­zug ge­nom­men.

In der außer­ge­richt­li­chen Kor­re­spon­denz for­der­te der Kläger den be­klag­ten Ver­ein durch sei­nen Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten mit Schrei­ben vom 05.02.2014 da­zu auf, ihn wie­der in das Trai­ning der Li­zenz­spie­ler­mann­schaft auf­zu­neh­men und die der Li­zenz­spie­ler­mann­schaft zu­ge­wie­se­nen Um­klei­de- und Sa­nitärräume zur Nut­zung be­reit zu stel­len (Bl. 36 f. d. A.), der be­klag­te Ver­ein lehn­te dies un­ter dem 11.02.2014 ab (Bl. 38 f. d. A.). Der Kläger for­der­te durch Schrei­ben sei­nes Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten vom 08.05.2014 die Zah­lung von Punkt­ein­satz­prämi­en für die Zeit vom 18. bis 33. Spiel­tag (Bl. 40 ff. d. A.) und der be­klag­te Ver­ein ant­wor­te­te ab­leh­nend mit Schrei­ben vom 19.05.2014 (Bl. 45 f. d. A.). Der Kläger erklärte mit sei­nem Schrei­ben vom 30.04.2014 von der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Verlänge­rungs­op­ti­on Ge­brauch zu ma­chen und stütz­te dies un­ge­ach­tet der Nicht­er­rei­chung der ver­trag­li­chen Min­dest­ein­satz­vor­aus­set­zun­gen auf die Rechts­auf­fas­sung, er sei we­gen treu­wid­ri­ger Ver­hin­de­rung des Be­din­gungs­ein­tritts durch den be­klag­ten Ver­ein so zu stel­len, als ha­be er am 12.04.2014 den 23. Bun­des­li­ga­ein­satz ge­habt (Bl. 77 d. A.).

Der Kläger be­gehrt ne­ben der Zah­lung von Punkt­prämi­en (Punkt­ein­satz­prämie und Er­folgs­punkt­ein­satz­prämie) für den Zeit­raum vom 18. bis zum 34. Spiel­tag zu­letzt auch die Fest­stel­lung des un­be­fris­te­ten Fort­be­stands des Ar­beits­verhält­nis­ses un­ge­ach­tet der ver­trag­li­chen Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung und hilfs­wei­se hier­zu die Fest­stel­lung, dass das Ar­beits­verhält­nis be­fris­tet bis zum 30.06.2015 fort­be­ste­he.

Er trägt vor,

im Zu­sam­men­hang mit dem Augs­burg-Spiel sei es zu ei­ner Aus­ein­an­der­set­zung mit dem da­ma­li­gen Trai­ner E. ge­kom­men. In der vor­aus­ge­gan­ge­nen Trai­nings­wo­che ha­be der Kläger Pro­ble­me we­gen ei­ner Zer­rung ge­habt, die aber ei­nen Tag vor dem Spiel aus­ge­heilt ge­we­sen sei. Nach dem Ab­schluss­trai­ning und er­neut am nächs­ten Tag sei der Kläger von Trai­ner E. da­hin­ge­hend be­fragt wor­den, "wie es aus­se­he". Der Kläger ha­be je­weils er­wi­dert, dass al­les in Ord­nung sei bzw. er sich gut fühle. In der 1. Halb­zeit die­ses Spiels sei dann die al­te, ver­heil­te Ver­let­zung beim Kläger wie­der auf­ge­bro­chen. Der Kläger ha­be dem Trai­ner in der Halb­zeit­pau­se mit­ge­teilt, dass er nicht mehr spie­len könne, wor­auf­hin der Trai­ner geäußert ha­be: "Das ist ei­ne Fucking-Schan­de". Der Kläger sei ex­trem be­trof­fen ge­we­sen, weil die­se bloßstel­len­de, un­be­rech­tig­te Aus­sa­ge vor der Mann­schaft er­folgt sei.

Nach dem letz­ten Trai­ning vor der Win­ter­pau­se ha­be der Chef­trai­ner E. ge­genüber dem Kläger erklärt, dass er de­fi­ni­tiv nicht mehr zum Pro­fi­ka­der gehöre und es auch für ihn kei­nen Rück­weg in die Li­zenz­mann­schaft ge­be. Er ha­be geäußert: "Ich will dich hier nicht mehr ha­ben, bei mir machst du kein Spiel mehr, lass dich am bes­ten aus­zah­len und wech­se­le den Ver­ein". Die­se Äußerun­gen ließen er­ken­nen, dass der Raus­wurf des Klägers aus dem Trai­nings- und Spiel­be­trieb der Li­zenz­mann­schaft nicht sport­lich mo­ti­viert ge­we­sen sein könne. Zu die­sem Zeit­punkt ha­be er sich nach sei­ner Ver­let­zung im Auf­bau­trai­ning be­fun­den. Da­bei ha­be der Trai­ner den Kläger über­haupt nicht ge­se­hen und sich kein Bild über die sport­li­che Leis­tungsfähig­keit des Klägers ma­chen können. Als der Kläger nach der Win­ter­pau­se zum ers­ten Trai­ning der Li­zenz­spie­ler­mann­schaft er­schie­nen sei, ha­be er fest­ge­stellt, dass sämt­li­che Sa­chen ein­sch­ließlich persönli­cher Ge­genstände aus sei­nem Spind ent­fernt wor­den sei­en. Die­se hätten sich außer­halb der Mann­schafts­ka­bi­ne in ei­ner Kis­te, ab­ge­stellt ne­ben ei­ner Müll­ton­ne be­fun­den. Die Räum­ung des Spin­des sei durch Herrn F., der auf An­wei­sung des Trai­ners E. ge­han­delt ha­be, er­folgt. Als der Trai­ner den Kläger in der Ka­bi­ne an­ge­trof­fen ha­be, ha­be er ihn ge­fragt, was er denn hier noch ma­che, der Kläger wis­se doch, dass er nicht mehr Be­stand­teil der Mann­schaft und die­ser Ka­bi­ne sei, er hätte hier "nichts mehr zu su­chen". Der Kläger sei da­nach auch ge­zielt sonn­tags vom Trai­ning der Er­satz­spie­ler der U23 und der Er­satz­spie­ler der Li­zenz­mann­schaft, die bei die­sem Trai­ning ei­ne Trai­nings­grup­pe bil­de­ten, aus­ge­schlos­sen wor­den. Zunächst sei­en kurz­fris­ti­ge Ab­sa­gen er­folgt, nach 3-4 Wo­chen ha­be der Trai­ner der U23-Mann­schaft dem Kläger mit­ge­teilt, dass er "sonn­tags im­mer frei" ha­be. Vor der Aus­ein­an­der­set­zung ha­be Trai­ner E. den Kläger mehr­fach ge­lobt und als Num­mer 1 im Tor her­vor­ge­ho­ben. Der Kläger geht von treu­wid­ri­ger Ver­ei­te­lung des Ein­tritts der ver­trag­li­chen Be­din­gung - Ein­satz in Bun­des­li­ga­spie­len - durch den be­klag­ten Ver­ein aus, da die Ver­set­zung in die Re­gio­nal­li­ga­mann­schaft nach der Hin­run­de ver­trags­wid­rig ge­we­sen sei und dem Kläger für die kom­plet­te Rück­run­de, d. h. für 17 Spie­le, die Möglich­keit ge­nom­men ha­be, die Be­din­gung für die Prämi­en­ansprüche her­bei­zuführen. Der Ver­ein ha­be wis­sent­lich und mit vol­ler Ab­sicht den Kläger trotz Leis­tungsfähig­keit dar­an ge­hin­dert, ei­ne re­el­le Chan­ce auf die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Ver­dienstmöglich­keit der Prämi­en zu ha­ben.

Die ver­trag­lich weit ge­fass­te Re­ge­lung des Wei­sungs­rechts des Ver­eins in § 2 "Pflich­ten des Spie­lers" a): "Der Spie­ler ist bei ent­spre­chen­der An­wei­sung auch ver­pflich­tet, an Spie­len oder am Trai­ning der 2. Mann­schaft des Clubs teil­zu­neh­men, falls die­se in der Ober­li­ga oder ei­ner höhe­ren Spiel­klas­se spielt; (...)" ste­he im Wi­der­spruch zu § 10 "Ver­trags­be­ginn und -en­de" mit dem Pas­sus "Ent­spre­chend dem aus­drück­li­chen Wunsch des Spie­lers be­sitzt die­ser Ver­trag nur Gültig­keit für die Bun­des­li­ga".

Zum Zeit­punkt der Ver­trags­verlänge­rung durch den zu­letzt ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trag sei der Kläger bei der Be­klag­ten be­reits seit drei Jah­ren beschäftigt ge­we­sen. Dem Be­klag­ten sei­en al­so sämt­li­che Umstände beim Kläger bes­tens be­kannt ge­we­sen. Die ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen (Verlänge­rungs­op­ti­on) zeig­ten, dass bei Kennt­nis die­ser Umstände die Pro­gno­se da­hin ge­gan­gen sei, dass dem Kläger sehr wohl ei­ne Ver­trags­zeit bis zum 30.06.2015 zu­ge­traut wor­den sei. Die er­neu­te Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges vom 07.05.2012 er­wei­se sich nach § 14 Tz­B­fG als un­wirk­sam.

Der Kläger be­an­tragt zu­letzt,

1. Der Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger 261.000,00 € nebst fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz ab Rechtshängig­keit zu zah­len.

2. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en auf­grund der Be­fris­tung vom 30.06.2014 nicht be­en­det wor­den ist.

hilfs­wei­se,

Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en durch Ein­tritt der in § 12 Nr. 4 des Ar­beits­ver­tra­ges ver­ein­bar­ten Be­din­gung bis zum 30.06.2015 zu den seit­he­ri­gen Be­din­gun­gen fort­be­steht.

Der be­klag­te Ver­ein be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Er trägt vor,

der Vor­gang der Zu­wei­sung ei­nes Spie­lers in den Trai­nings- und Spiel­be­trieb ei­ner an­de­ren Mann­schaft des Ver­eins - hier der Re­gio­nal­li­ga­mann­schaft - sei nicht un­gewöhn­lich, son­dern zwin­ge letzt­lich den Spie­ler, sich wie­der "in Form zu brin­gen". Es han­de­le sich um ein gängi­ges Ver­fah­ren in den Ver­ei­nen ge­genüber Torhütern oder Feld­spie­lern, die ent­we­der Re­kon­va­les­zen­ten sei­en oder ein Form­tief hätten. Nach­dem der Kläger bis zum 10.12.2013 auf­grund der ein­ge­tre­te­nen Ver­let­zung nicht am Trai­nings­be­trieb ha­be teil­neh­men können und nicht ab­seh­bar ge­we­sen sei, dass die­se Ver­let­zung schnell wie­der aus­hei­len würde, ha­be nach der Rück­kehr in den Trai­nings­be­trieb nach der Win­ter­pau­se die Trai­nings­leis­tung den Aus­schlag dafür ge­ge­ben, dass der Kläger hin­ter den wei­te­ren Torhütern G., H. (Neu­ver­pflich­tung) und I. nur noch Torhüter Num­mer 4 des Pro­fi­be­reichs ge­we­sen sei. Die 2. Mann­schaft trai­nie­re eben­falls un­ter Voll­pro­fi­be­din­gun­gen und spie­le in der Spit­zen­grup­pe der Re­gio­nal­li­ga, un­ter den glei­chen Be­din­gun­gen und Stan­dards trai­nie­rend wie die Li­zenz­spie­ler­mann­schaft. Der Ver­ein ver­weist auf die aus­drück­lich ver­trag­lich über­nom­me­ne Ver­pflich­tung des Klägers, bei ent­spre­chen­der An­wei­sung auch an Spie­len oder am Trai­ning der 2. Mann­schaft des Clubs teil­zu­neh­men, falls die­se in der Ober­li­ga oder ei­ner höhe­ren Spiel­klas­se spielt, und die in die­sem Zu­sam­men­hang be­ste­hen­de Ver­trags­pflicht § 5 "Ein­satz und Tätig­keit", die be­stimmt: "Ein­satz und Tätig­keit des Spie­lers wer­den nach Art und Um­fang vom geschäftsführen­den Or­gan oder von dem von ihm Be­auf­trag­ten be­stimmt. Der Spie­ler hat den Wei­sun­gen al­ler kraft Sat­zung oder vom geschäftsführen­den Or­gan mit Wei­sungs­be­fug­nis aus­ge­stat­te­ter Per­so­nen - ins­be­son­de­re des Trai­ners - vor al­lem auch hin­sicht­lich des Trai­nings, der Spiel­vor­be­rei­tun­gen, sei­ner Teil­nah­me am Spiel, der Be­hand­lun­gen so­wie al­ler sons­ti­gen Club­ver­an­stal­tun­gen zu­verlässig und ge­nau Fol­ge zu leis­ten". Für den Ein­satz und das Ver­die­nen der Punkt­ein­satz­prämi­en sei Vor­aus­set­zung, dass man als Spie­ler durch sei­ne Leis­tung im Trai­ning über­zeu­ge. Die letzt­end­li­che Ent­schei­dung über den Ein­zel­spie­ler tra­ge im­mer der Chef­trai­ner, der über die ge­sam­te Wo­che die Spie­ler be­ob­ach­te und dann ent­schei­de, wel­ches das leis­tungsstärks­te Team sei, das am Wo­chen­en­de ein­ge­setzt wer­de. Un­ter den zur Verfügung ste­hen­den Torhütern müsse der Trai­ner im In­ter­es­se des Er­folgs der Mann­schaft im­mer wie­der ent­schei­den, wer in der bes­ten Ver­fas­sung sei, um am Bun­des­li­ga­spiel teil­zu­neh­men. Er müsse da­bei ei­nen er­heb­li­chen Er­mes­sens­spiel­raum ha­ben. Des­sen Ent­schei­dung könne nicht durch das sei­tens der Ge­gen­sei­te an­ge­bo­te­ne Sach­verständi­gen­gut­ach­ten über­prüft wer­den, da ein Sach­verständi­ger kei­ne Möglich­keit ha­be fest­zu­stel­len, wel­ches die rich­ti­ge Ent­schei­dung aus tagtägli­cher Trai­nings­ar­beit, Be­ob­ach­tung der Tor­wart­leis­tung, körper­li­cher Präsenz, Körper­spra­che und Aus­strah­lung, Be­weg­lich­keit und spiel­t­ak­ti­scher Schu­lung etc. sei. Der be­klag­te Ver­ein be­strei­tet ei­ne persönli­che Ani­mo­sität des Trai­ners und de­ren Kau­sa­lität für den Nicht­ein­satz in den Bun­des­li­ga­spie­len der Rück­run­de und er ver­weist dar­auf, dass der Kläger in den vor­an­ge­gan­ge­nen Sai­son­zei­ten nur 10 Einsätze in 2010/11, 12 Einsätze in 2011/12, 3 Einsätze in 2012/13 ge­habt ha­be.

Hin­ter­grund der aus­sch­ließli­chen Ver­ein­ba­rung von be­fris­te­ten Ar­beits­verträgen im Li­zenz­spie­ler­be­reich sei, dass ein Li­zenz­fußball­spie­ler zur Erfüllung sei­ner Ver­trags­pflicht ei­ne ho­he Leis­tungsfähig­keit auf­wei­sen müsse, die Un­si­cher­heit der Ent­wick­lung des Leis­tungs­vermögens recht­fer­ti­ge die Be­fris­tung. Er führt die Bran­chenüblich­keit als In­diz für an­zu­er­ken­nen­de Bedürf­nis­se der Pra­xis an. Es sei zu berück­sich­ti­gen, dass der am ... ge­bo­re­ne Kläger zum Zeit­punkt des Ab­schlus­ses des letz­ten be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges am 07.05.2012 be­reits ... Jah­re alt ge­we­sen sei und ihm den­noch zum da­ma­li­gen Zeit­punkt ei­ne zweijähri­ge Verlänge­rung des Ar­beits­ver­tra­ges an­ge­bo­ten wor­den sei. Dies sei bei ei­nem Li­zenz­fußball­spie­ler un­gewöhn­lich, denn bei Ver­trags­schluss ha­be an­ge­nom­men wer­den müssen, dass die Leis­tungsfähig­keit des Klägers im Zeit­punkt des Be­fris­tungs­en­de nicht mehr in dem er­for­der­li­chen Maß ge­ge­ben sein würde, der ei­nen Ein­satz in ei­ner Bun­des­li­ga­mann­schaft ge­recht­fer­tigt hätte. Pro­fi­fußbal­ler hätten im Al­ter von über 30 Jah­ren ih­ren Leis­tungshöhe­punkt über­schrit­ten und sei­en ver­let­zungs­anfälli­ger und da­mit ei­nem erhöhten Ri­si­ko aus­ge­setzt, durch ei­ne per­so­nen­be­ding­te Kündi­gung ih­ren Ar­beits­platz zu ver­lie­ren. Dass die­ses Ri­si­ko für die Dau­er der Be­fris­tung durch Einräum­ung ei­ner Unkünd­bar­keit ab­ge­nom­men wer­de, sei ein Vor­teil, der den Nach­teil des Ver­lus­tes des Kündi­gungs­schut­zes durch die Be­fris­tung aus­glei­che. Wei­ter­hin hätten die Par­tei­en bei Ver­trags­schluss da­von aus­ge­hen können, dass nach ei­ner ge­wis­sen Zeit das Pu­bli­kum ei­ne Ände­rung der Per­so­na­lie se­hen möch­te. Die Einräum­ung der Verlänge­rungs­op­ti­on sei der aus­drück­li­che Wunsch des Spie­lers ge­we­sen.

We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Sach­vor­tra­ges bei­der Par­tei­en wird auf die vor­ge­tra­ge­nen Schriftsätze Be­zug ge­nom­men.

Das Ge­richt hat Be­weis er­ho­ben über den Vor­trag des Klägers, der Chef­trai­ner E. ha­be ihm ge­genüber im Trai­ning vor der Win­ter­pau­se 2013 erklärt: "Ich will dich hier nicht mehr ha­ben, bei mir machst du kein Spiel mehr, lass dich am bes­ten aus­zah­len und wechs­le den Ver­ein", zum ers­ten Trai­ning nach der Win­ter­pau­se sei der Spind des Klägers geräumt ge­we­sen, sei­ne Ge­genstände sei­en in ei­ner Kis­te ne­ben der Müll­ton­ne ab­ge­stellt wor­den, die Räum­ung sei auf Wei­sung des Trai­ners durch Herrn F. er­folgt, durch Ver­neh­mung der Zeu­gen E. und F.. We­gen des Er­geb­nis­ses der Be­weis­auf­nah­me wird auf die Nie­der­schrift des Sit­zungs­pro­to­kolls vom 19.03.2015 (Bl. 150 ff. d.A.) ver­wie­sen.

Ent­schei­dungs­gründe:

Die zulässi­ge Kla­ge ist teil­wei­se be­gründet.

We­gen der Fest­stel­lungs­anträge auf un­be­fris­te­ten Fort­be­stand, hilfs­wei­se auf be­fris­te­ten Fort­be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses bis zum 30.06.2015, ist be­reits der Haupt­an­trag be­gründet, da die Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung im Ver­trag vom 07.05.2012 un­zulässig ist. Dem­ge­genüber un­ter­liegt der Zah­lungs­an­trag der Ab­wei­sung.

I. Der Fest­stel­lungs­an­trag ist im Haupt­an­trag als Be­fris­tungs­kon­troll­kla­ge zulässig, § 17 Abs. 1 Tz­B­fG. Er ist auch be­gründet.

1. Die Be­fris­tung gilt nicht be­reits nach § 17 Abs. 2 Tz­B­fG i. V. m. § 7 Halb­satz 1 KSchG als wirk­sam, denn der Kläger hat ih­re Rechts­un­wirk­sam­keit recht­zei­tig in­ner­halb der 3-Wo­chen-Frist des § 17 Abs. 1 Tz­B­fG gel­tend ge­macht durch Kla­ge­er­wei­te­rung vom 18.07.2014.

2. Die Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges ist nicht nach § 14 Abs. 2 Tz­B­fG sach­grund­los ge­recht­fer­tigt, da die Be­fris­tungshöchst­dau­er von zwei Jah­ren bei Be­gründung des zu­letzt ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ver­trags vom 07.05.2012 be­reits über­schrit­ten war.

3. Sie ist auch nicht durch ei­nen Sach­grund nach § 14 Abs. 1 Tz­B­fG ge­recht­fer­tigt. Der Be­griff des sach­li­chen Grun­des in § 14 Abs. 1 Tz­B­fG ist un­ter Berück­sich­ti­gung des Eu­ro­pa­rechts, des­sen Um­set­zung in na­tio­na­les Recht die Vor­schrift dient, aus­zu­le­gen. Die An­for­de­run­gen, die für das na­tio­na­le Be­fris­tungs­recht von Eu­ro­pa­recht aus­ge­hen, die der Eu­ropäische Ge­richts­hof in ver­schie­de­nen Ent­schei­dun­gen her­vor­ge­ho­ben hat, las­sen sich im We­sent­li­chen wie folgt zu­sam­men­fas­sen: Die eu­ropäische Rah­men­ver­ein­ba­rung geht von der Prämis­se aus, dass un­be­fris­te­te Ar­beits­verträge die übli­che Form des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses sind, die Rah­men­richt­li­nie soll dem wie­der­hol­ten Rück­griff auf be­fris­te­te Ar­beits­verhält­nis­se, der als Quel­le po­ten­zi­el­len Miss­brauchs zu Las­ten der Ar­beit­neh­mer ge­se­hen wird, ei­nen Rah­men set­zen, in­dem sie Min­dest­schutz­be­din­gun­gen vor­sieht, die die Pre­ka­ri­sie­rung der La­ge der Beschäftig­ten ver­hin­dern sol­len. Das er­for­dert ob­jek­ti­ve und trans­pa­ren­te Kri­te­ri­en. Der EuGH for­dert ge­nau be­zeich­ne­te, kon­kre­te Umstände, die ei­ne be­stimm­te Tätig­keit kenn­zeich­nen und da­her in die­sem spe­zi­el­len Zu­sam­men­hang die Ver­wen­dung auf­ein­an­der fol­gen­der be­fris­te­ter Ar­beits­verträge recht­fer­ti­gen können. Die­se Umstände können sich et­wa aus der be­son­de­ren Art der Auf­ga­ben, zu de­ren Erfüllung die­se Verträge ge­schlos­sen wor­den sind, und de­ren We­sens­merk­ma­len oder ge­ge­be­nen­falls aus der Ver­fol­gung ei­nes le­gi­ti­men so­zi­al­po­li­ti­schen Zie­les durch ei­nen Mit­glieds­staat er­ge­ben. Ei­ne all­ge­mei­ne Rechts­vor­schrift, oh­ne Zu­sam­men­hang mit dem kon­kre­ten In­halt der be­tref­fen­den Tätig­keit genügt dem nicht, da sich die­ser kei­ne ob­jek­ti­ven und trans­pa­ren­ten Kri­te­ri­en für die Prüfung ent­neh­men las­sen, ob die Verlänge­rung der­ar­ti­ger Verträge tatsächlich ei­nem ech­ten Be­darf ent­spricht und ob sie zur Er­rei­chung des ver­folg­ten Zie­les ge­eig­net und in­so­weit er­for­der­lich ist (ins­be­son­de­re EuGH, Ur­teil vom 23.04.2009, - An­gel­i­da­ki - C-378/07, Ce­lex-Nr. 62007CJ0378, ju­ris, Rn. 96,100) Die na­tio­na­len Ge­rich­te sind ver­pflich­tet, bei der An­wen­dung in­ner­staat­li­chen Rechts die­ses so­weit wie möglich an­hand des Wort­lauts und des Zwecks der Richt­li­nie aus­zu­le­gen.

Aus­ge­hend von die­sen Grundsätzen er­weist sich die ver­ein­bar­te Be­fris­tung we­der auf­grund in der Per­son des Ar­beit­neh­mers lie­gen­der Gründe (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Zif­fer 6 Tz­B­fG) noch we­gen der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Zif­fer 4 Tz­B­fG) als ge­recht­fer­tigt.

3.1. In der Per­son des Ar­beit­neh­mers lie­gen­de Gründe recht­fer­ti­gen die Be­fris­tung nicht. We­der kann das Al­ter als Grund in der Per­son des Klägers die Be­fris­tung recht­fer­ti­gen - dies be­haup­tet auch der be­klag­te Ver­ein nicht - noch recht­fer­tigt es im vor­lie­gen­den Fall der Wunsch des Ar­beit­neh­mers als Grund in der Per­son das Ar­beits­verhält­nis zu be­fris­ten.

Der Wunsch des Ar­beit­neh­mers ist als Sach­grund für die Recht­fer­ti­gung ei­ner Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung nur ge­eig­net, wenn der Wunsch ge­ra­de auf die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses zielt. Da­von zu un­ter­schei­den ist das In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers, den Ver­trags­schluss her­bei­zuführen. Um ein ech­tes ei­ge­nes In­ter­es­se an der Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges han­delt es sich nur dann, wenn bei Ver­trags­schluss ob­jek­ti­ve An­halts­punk­te dafür be­stan­den ha­ben, dass der Ar­beit­neh­mer auch bei ei­nem An­ge­bot auf Ab­schluss ei­nes un­be­fris­te­ten Ver­tra­ges nur ein be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis gewählt hätte (BAG, Ur­teil vom 19. Ja­nu­ar 2005 – 7 AZR 115/04 –, ju­ris). Dies trägt der be­klag­te Ver­ein be­zo­gen auf den Kläger be­reits nicht vor. Der Vor­trag zum ei­ge­nen Wunsch des Klägers be­schränkt sich viel­mehr dar­auf, dass es Wunsch des Klägers ge­we­sen sei, die Verlänge­rungs­op­ti­on zu ver­ein­ba­ren. Die­se ist nicht iden­tisch mit der Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses; der Wunsch deu­tet im Ge­gen­teil auf ein In­ter­es­se an ei­ner länge­ren Bin­dung hin. Oh­ne­hin kann der Ar­beit­neh­mer im un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis ei­ne Kündi­gung oh­ne Be­gründung un­ter Wah­rung der Kündi­gungs­frist aus­spre­chen. Dass der Kläger bei Ver­trags­schluss darüber hin­aus ein ei­ge­nes In­ter­es­se an Fle­xi­bi­lität ge­habt ha­be und sich, wäre es an­ge­bo­ten wor­den, ge­gen ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis ent­schie­den hätte, ist nicht Ge­gen­stand des Sach­vor­trags.

3.2. Auch der Sach­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung nach Zif­fer 4 recht­fer­tigt nicht die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses.
Die Fra­ge, ob die Be­fris­tung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses mit ei­nem Spit­zen­sport­ler durch den Sach­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung ge­recht­fer­tigt wer­den kann, ist um­strit­ten. Höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung be­steht nicht. Die ein­zig be­kann­te ober­ge­richt­li­che Ent­schei­dung des LAG Nürn­berg, von den Par­tei­en in dem Ver­fah­ren zi­tiert, be­zieht sich auf ei­nen vor Gel­tung des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes ge­schlos­se­nen be­fris­te­ten Ver­trag und wen­det § 14 Tz­B­fG nicht an. Auf die­se Ent­schei­dung wird später noch ein­zu­ge­hen sein.

3.2.1. In der Li­te­ra­tur wird teil­wei­se die Auf­fas­sung ver­tre­ten, es er­schei­ne ge­recht­fer­tigt, bei Spit­zen­sport­lern we­gen der Ähn­lich­keit des durch star­ke kom­mer­zi­el­le In­ter­es­sen ge­prägten Spit­zen­sports mit der Rol­le von Schau­spie­lern und Un­ter­hal­tungskünst­lern im Be­reich von Funk und Fern­se­hen nach den glei­chen Kri­te­ri­en wie in der Un­ter­hal­tungs­bran­che Be­fris­tun­gen auf­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung zu­zu­las­sen (MüKo Tz­B­fG/Hes­se, § 14, Rn. 46). Ein neu­er Trai­ner müsse die Möglich­keit ha­ben, sei­ne sport­li­chen Vor­stel­lun­gen mit den ihm ge­eig­net er­schei­nen­den Sport­lern um­zu­set­zen; dies set­ze de­ren er­leich­ter­te Ablösung vor­aus (KR Lip­ke, § 14 Tz­B­fG, Rn. 209). Die Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung könne ei­ne Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses er­for­der­lich ma­chen, wenn die Tätig­keit des Ar­beit­neh­mers ty­pi­scher­wei­se Ver­sch­leißer­schei­nun­gen er­war­ten las­se und es der Ver­kehrs­an­schau­ung ent­spre­che, dass die Tätig­keit nur so­lan­ge aus­geübt wer­de, wie der Ar­beit­neh­mer Leis­tun­gen in sei­ner persönli­chen Best­form er­brin­gen könne. Des­halb könn­ten Verträge mit Spit­zen­sport­lern nach Nr. 4 be­fris­tet wer­den (Bay­reu­ther Beck­scher On­line Kom­men­tar § 14 Tz­B­fG, Rn. 56).

Letz­te­re Auf­fas­sung wi­der­spricht al­ler­dings be­reits der Klar­stel­lung des Bun­des­ar­beits­ge­richts im Zu­sam­men­hang mit der Über­prüfung ei­ner Be­fris­tung des Ar­beits­ver­tra­ges ei­nes Sport­trai­ners (Ur­teil vom 15.04.1999 - 7 AZR 437/97 - ju­ris, Rz 14). Der zuständi­ge 7. Se­nat führt aus, nur der dro­hen­de Ver­sch­leiß der persönli­chen Be­zie­hung des Trai­ners zu den ein­zel­nen Sport­lern könne das Aus­wechs­lungs­bedürf­nis be­gründen und weist aus­drück­lich dar­auf hin, "dass der all­ge­mei­ne Ver­sch­leiß durch länge­re Ausübung des­sel­ben Be­rufs ei­ne Be­fris­tung auch bei Trai­nern nicht recht­fer­ti­gen kann. Zahl­rei­che Be­rufstätig­kei­ten, ins­be­son­de­re bei der Ver­mitt­lung von Kennt­nis­sen und Fähig­kei­ten, können ei­nem zur bloßen Rou­ti­ne führen­den Ab­nut­zungs­pro­zess un­ter­lie­gen. Die ob­jek­ti­ve Um­ge­hung von Kündi­gungs­schutz im Ar­beits­verhält­nis ist da­mit nicht zu recht­fer­ti­gen."

Dem­ge­genüber ver­nei­nen Bruns (Be­fris­tung von Ar­beits­verträgen mit Sport­trai­nern, NZA 2008, 1269 ff.) und/ Persch (Zur An­wen­dung des Ver­sch­leißtat­be­stan­des im Sport, RdA 2006, 166 ff.) die Eig­nung des Ver­sch­leißtat­be­stan­des als Sach­grund im Sin­ne des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes. Letz­te­re ver­wei­sen auf den Ver­gleich mit den all­ge­mei­nen Sach­grund­kri­te­ri­en. Um recht­lich re­le­vant zu wer­den, müsse der Ver­sch­leiß ei­ne ge­wis­se In­ten­sität er­rei­chen. Ein all­ge­mei­ner Ver­sch­leiß durch Nach­las­sen der Mo­ti­va­ti­on des Trai­ners, wie er prak­tisch in je­dem Ar­beits­verhält­nis vor­kom­me, könne dem Sach­grund­er­for­der­nis nicht genügen. An­sons­ten würde die Be­fris­tungs­kon­trol­le leer lau­fen und das Be­stand­schutz­in­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers könn­te ein­fach um­gan­gen wer­den. Sie führen aus: "Zum an­de­ren er­gibt sich aus dem Aus­rei­chen ei­ner abs­trak­ten Ge­fahr des Ver­sch­leißein­tritts für den Ar­beit­ge­ber die Möglich­keit, sich mit­tels ei­nes be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges von sei­nem Ar­beit­neh­mer zu tren­nen, ob­wohl die­ser even­tu­ell noch gar nicht „ver­schlis­sen ist”. Dies hätte ei­ne nicht ge­recht­fer­tig­te „über­schießen­de Macht” des Ar­beit­ge­bers zur Fol­ge. Die Ar­beit­ge­ber sind aber über die mit­tel­ba­re Dritt­wir­kung an Art. GG Ar­ti­kel 12 GG ge­bun­den, wo­mit ein sol­cher Macht­zu­wachs des Ar­beit­ge­bers nicht zu ver­ein­ba­ren ist. Es lässt sich mit dem Ar­beit­neh­mer­schutz nicht in Ein­klang brin­gen, dass der Be­stand des be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses von Un­si­cher­hei­ten und Zufällig­kei­ten abhängt, die bei Ver­trags­schluss nicht hin­rei­chend kon­kret pro­gnos­ti­ziert wer­den können." Sie fol­gern aus dem Ver­gleich mit den an­de­ren Sach­gründen die For­de­rung nach ei­ner ver­gleich­ba­ren Re­le­vanz und In­ten­sität der Pro­gno­se. Die­se sei beim Ver­sch­leißtat­be­stand nicht er­reich­bar. Auch Back­haus in Ascheid/Preis/Sch­mitt Kündi­gungs­recht § 14 Tz­B­fG Rn. 295 ff. stimmt der ein­schränken­den Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zu. Die Ein­schränkun­gen der Recht­spre­chung, nach der nur ein Ver­sch­leiß im persönli­chen Verhält­nis zwi­schen Trai­ner und den ein­zel­nen Sport­lern ei­ne Be­fris­tung sach­lich recht­fer­ti­gen könne und nicht der all­ge­mei­ne Ver­sch­leiß durch länge­re Ausübung des Be­rufs, be­gründe­ten sich dar­aus, dass zahl­rei­che Be­ru­fe ei­nem zur bloßen Rou­ti­ne führen­den Ab­nut­zungs­pro­zess un­terlägen, der die durch die Be­fris­tung be­wirk­te Aus­schal­tung des Kündi­gungs­schut­zes nicht recht­fer­ti­gen könne. Die Be­fris­tung der Ar­beits­verträge von Pro­fi­spie­lern, ins­be­son­de­re Fußball­pro­fi­spie­lern las­se sich nicht auf­grund ho­her Gehälter oder be­son­de­ren Re­nom­mees der Spie­ler recht­fer­ti­gen, da der Be­fris­tungs­schutz grundsätz­lich eben­so we­nig wie der Kündi­gungs­schutz "ab­kauf­bar" sei. Die Schwie­rig­kei­ten, grup­pen­dy­na­mi­sche Pro­zes­se und Mo­ti­va­ti­on zu ob­jek­ti­vie­ren, könn­ten dafür spre­chen, die für So­lis­ten im Bühnen­be­reich an­er­kann­ten Sach­gründe zu über­tra­gen. Al­ler­dings sei­en die In­ter­es­sen der kom­mer­zia­li­sier­ten Fußball­clubs nicht wie die Kunst­frei­heit durch spe­zi­fi­sche Grund­rech­te geschützt. Auch in vie­len an­de­ren Be­rei­chen des Wirt­schafts­le­bens sei­en nach­las­sen­de Mo­ti­va­ti­on und Leis­tungs­vermögen schwer ob­jek­ti­vier­bar, oh­ne dass dar­aus ei­ne Ein­schränkung des Kündi­gungs­schut­zes ab­ge­lei­tet würde.

3.2.2. Die­sen über­zeu­gen­den Ausführun­gen schließt sich die er­ken­nen­de Kam­mer an. Das In­ter­es­se an ei­ner über­schau­ba­ren und kürze­ren Ver­trags­bin­dungs­dau­er sei­tens der Bun­des­li­ga­ver­ei­ne und kon­kret sei­tens des be­klag­ten Ver­eins ist zu kon­sta­tie­ren. Die­sem kommt aber nicht ein sol­ches Ge­wicht zu, dass dies ei­ne Sach­grund­be­fris­tung recht­fer­tigt. Auch der Sach­grund der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung ist im Lich­te des Uni­ons­rechts und hin­sicht­lich der Ge­wich­tung im Ver­gleich mit den an­de­ren Be­fris­tun­gen recht­fer­ti­gen­den Sach­gründen zu be­trach­ten und mit dem In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers an ei­nem Be­stands­schutz als Aus­prägung sei­ner grund­recht­lich durch Art. 12 GG geschütz­ten Be­rufs­frei­heit zu kon­tras­tie­ren. Hier­nach han­delt es sich beim ar­beits­recht­li­chen Be­fris­tungs­recht um Aus­nah­me­recht. Na­tio­nal - wie eu­ro­pa­recht­lich - ist der un­be­fris­te­te Ar­beits­ver­trag die übli­che Form des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses zwi­schen Ar­beit­ge­bern und Ar­beit­neh­mern. Dem In­ter­es­se an ei­ner über­schau­ba­ren und ge­rin­ge­ren Bin­dungs­dau­er des Ver­tra­ges muss des­halb ein be­son­de­res den übri­gen Sach­gründen ver­gleich­ba­res Ge­wicht zu­kom­men. Als sol­ches ist in den Be­rei­chen pro­gramm­ge­stal­ten­der Mit­ar­bei­ter von Rund­funk- und Fern­seh­an­stal­ten, von Mit­ar­bei­tern der Pres­se, mit Künst­lern und Bühnen­dar­stel­lern auf­grund des spe­zi­fi­schen Grund­rechts­schut­zes von Rund­funk, Pres­se und Kunst an­er­kannt, so­dass das In­ter­es­se die­ser Grund­recht­sträger, sich ei­ne ho­he Fle­xi­bi­lität bei der Pro­gramm­ge­stal­tung etc. zu er­hal­ten, die Be­fris­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen recht­fer­ti­gen kann. Ein ver­gleich­ba­res Ge­wicht der In­ter­es­sen­la­ge kommt den Ver­ei­nen im Spit­zen­sport nicht zu. Ei­ne wei­te Aus­le­gung, die be­reits das In­ter­es­se der Ar­beit­ge­ber­sei­te oh­ne ein der­ar­ti­ges, et­wa durch den spe­zi­el­len Grund­rechts­schutz ver­mit­tel­tes, Ge­wicht für die Be­fris­tung als Sach­grund genügen las­sen würde, würde zu Wer­tungs­wi­dersprüchen führen, ins­be­son­de­re mit Blick auf die Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 04.12.2013 (7 AZR 457/12, ju­ris), in wel­cher bei der Be­fris­tung ei­nes pro­gramm­ge­stal­ten­den Mit­ar­bei­ters mit ei­ner Rund­funk­an­stalt ei­ne ein­zel­fall­be­zo­ge­ne Abwägung zwi­schen dem Be­stands­schutz des Ar­beit­neh­mers und den bei Be­ja­hung des Be­stands­schut­zes zu er­war­ten­den Aus­wir­kun­gen auf die Rund­funk­frei­heit vor­ge­nom­men wur­de. In die­ser Ent­schei­dung hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt das In­ter­es­se nach der Aus­wechs­lung der pro­gramm­ge­stal­ten­den Mit­ar­bei­ter ge­ra­de nicht aus­rei­chen las­sen, son­dern kon­kret und ins Ein­zel­ne ge­hend über­prüft, ob die be­klag­te Sen­de­an­stalt sich auf den Grund­rechts­schutz der Rund­funk­frei­heit nach Art. 5 Abs. 2 be­ru­fen kann. Bei ei­ner wei­ten Aus­le­gung bestünde nach der Über­zeu­gung der Kam­mer auch ein Wer­tungs­wi­der­spruch zur Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs zu Al­ters­gren­zen­re­ge­lun­gen, die ei­ner stren­gen Verhält­nismäßig­keitsprüfung un­ter­lie­gen, und der in al­len bis­her er­gan­ge­nen Ent­schei­dun­gen zu­min­dest auf das Er­for­der­nis ab­hebt, dass mit der Tätig­keit des Ar­beit­neh­mers ein er­heb­li­ches Si­cher­heits­ri­si­ko ver­bun­den sei und auf­grund recht­statsäch­li­cher Er­kennt­nis­se all­ge­mein an­zu­neh­men sei, dass ab ei­nem be­stimm­ten Al­ter das Ri­si­ko al­ters­be­ding­ter Aus­fall­er­schei­nun­gen und un­er­war­te­ter Fehl­re­ak­tio­nen zu­neh­me (vgl. auch BAG 23.06.2010 - 7 AZR 1021/08 - ju­ris, zur ta­rif­li­chen Al­ters­gren­ze von 60 Jah­ren für Mit­glie­der des Ka­bi­nen­per­so­nals ei­ner Flug­ge­sell­schaft). Dass im vor­lie­gen­den Fall die Be­fris­tung ne­ben dem mögli­chen, dro­hen­den Ver­sch­leiß auf­grund der Be­an­spru­chung im Be­ruf auch auf die al­ters­be­ding­te Un­ge­wiss­heit der Leis­tungs­ent­wick­lung gestützt wird und da­mit zu­min­dest mit­tel­bar das Al­ter zum Be­fris­tungs­grund er­ho­ben wird, ist dem Sach­vor­trag der Par­tei­en mit al­ler Deut­lich­keit zu ent­neh­men. Hier­ge­gen be­ste­hen durch­grei­fen­de Be­den­ken. Ei­ne Er­he­bung des Al­ters zum Be­fris­tungs­grund kommt schon we­gen des Ver­bots der Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung, §§ 7,1 AGG, nicht in Be­tracht. Der Aus­nah­me­tat­be­stand des § 10 Zif­fer 5 AGG (Ren­ten­ein­tritts­al­ter) kann sie an­ge­sichts des Al­ters des Klägers nicht recht­fer­ti­gen.

3.2.3. Ei­ne an­de­re Be­trach­tung er­gibt sich auch nicht aus den an­geführ­ten wei­te­ren Ge­sichts­punk­ten der Üblich­keit der Be­fris­tung im Spit­zen­sport, des Ab­wechs­lungs­bedürf­nis­ses des Pu­bli­kums oder der Höhe der Vergütung. Im Ein­zel­nen gilt fol­gen­des:

Die Bran­chenüblich­keit ist als sol­che nicht ge­eig­net, ei­nen Sach­grund für die Be­fris­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen zu be­gründen. Auch in der Ar­gu­men­ta­ti­on des be­klag­ten Ver­eins, der in­so­weit der ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts Rech­nung trägt, hat die­se nur in­di­zi­el­le Be­deu­tung. Die Bran­chenüblich­keit kann be­reits des­halb kein ei­genständi­ger Be­fris­tungs­grund sein, da ei­ne grundsätz­lich ver­bo­te­ne Ab­wei­chung von ei­ner Re­gel nicht des­halb ge­bil­ligt wer­den kann, weil sie üblich ist.

Ein ge­ne­rel­les Bedürf­nis des Pu­bli­kums am Per­so­nal­wech­sel im Spit­zen­sport dürf­te sich erst und nur dann kon­kret ein­stel­len, wenn der sport­li­che Er­folg aus­bleibt. Die Kam­mer schließt sich der Auf­fas­sung an, dass sich der Ge­dan­ke, dass das Pu­bli­kum sich an ex­po­nier­ten Schau­spie­lern ir­gend­wann satt­ge­se­hen ha­be, auf Pro­fi­spie­ler in Mann­schaf­ten nicht über­tra­gen lässt. Über die Be­liebt­heit bei Fans und de­ren Fort­dau­er ent­schei­det viel­mehr im We­sent­li­chen der Er­folg (Back­haus in a.a.O., Rz 295). Wäre ein sol­ches - er­folgs­un­abhängi­ges - Ab­wechs­lungs­bedürf­nis ob­jek­ti­vier­bar, so führ­te es den­noch man­gels Ge­wicht nicht zu ei­ner Recht­fer­ti­gung der Be­fris­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen als Sach­grund. Dem ste­hen ge­wich­ti­ge Be­stands­schutz­in­ter­es­sen auf Ar­beit­neh­mer­sei­te ent­ge­gen.

Die ho­he Vergütung, recht­fer­tigt nach der Über­zeu­gung der Kam­mer kei­ne Ver­schie­bung des Maßstabs für die Be­fris­tungs­kon­trol­le. Dem­ge­genüber hat­te das LAG Nürn­berg in der Ent­schei­dung vom 28.03.2006 (7 Sa 405/05 - ju­ris, Rn. 65) aus­geführt, die Be­sei­ti­gung des Kündi­gungs­schut­zes könne ei­nen Aus­gleich in ho­hen fi­nan­zi­el­len Leis­tun­gen, die in ho­hen Vergütun­gen während des Ar­beits­verhält­nis­ses be­ste­hen könn­ten, fin­den. Dann sei die ho­he Vergütung ein Aus­gleich für das vor­zei­ti­ge Aus­schei­den aus dem Be­rufs­le­ben. Dies ma­che ten­den­zi­ell Be­fris­tun­gen auf den Zeit­punkt des pro­gnos­ti­zier­ten En­des des Be­rufs­le­bens ei­nes Li­zenz­fußbal­lers leich­ter möglich.

Ei­ne der­ar­ti­ge Ver­schie­bung des Maßsta­bes ist in § 14 Tz­B­fG nicht an­ge­legt. Ins­be­son­de­re enthält § 14 Tz­B­fG kei­ne Aus­nah­me für be­stimm­te Ar­beit­neh­mer­grup­pen oder für Hoch­ver­die­ner. Die Rechts­auf­fas­sung, die vor der Gel­tung des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes die Recht­fer­ti­gung in Abhängig­keit von der Höhe der Vergütung be­mes­sen hat, fußte dar­auf, dass nach der da­ma­li­gen Rechts­la­ge die Be­fris­tungs­kon­trol­le aus­sch­ließlich über den Um­ge­hungs­tat­be­stand im Hin­blick auf ei­ne Um­ge­hung des Kündi­gungs­schutz­rech­tes er­folg­te. So­weit nach den Kündi­gungs­schutz­be­stim­mun­gen für lei­ten­de An­ge­stell­te ein ein­ge­schränk­ter Kündi­gungs­schutz be­steht in­so­fern, als ein ar­beit­ge­ber­sei­ti­ger Auflösungs­an­trag ver­bun­den mit ei­ner Ab­fin­dung im Kündi­gungs­schutz­pro­zess kei­ner Be­gründung be­darf, ist dar­aus ver­ein­zelt ge­fol­gert wor­den, hoch­be­zahl­te Ar­beit­neh­mer bedürf­ten nur ei­nes ein­ge­schränk­ten Be­fris­tungs­schut­zes. Ob die­se Auf­fas­sung zu­tref­fend war, kann da­hin­ste­hen. Nach Gel­tung des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes, das kei­ne Aus­nah­me für lei­ten­de oder hoch­be­zahl­te Ar­beit­neh­mer enthält, kann sie nicht auf­recht­er­hal­ten wer­den. Ge­ra­de das Eu­ro­pa­recht hat sich der Auf­ga­be ver­schrie­ben, der Ge­fahr der Pre­ka­ri­sie­rung von Ar­beits­verhält­nis­sen ent­ge­gen zu tre­ten. Die­se Ge­fahr ist nicht per se durch die ho­he Vergütung während der Ver­trags­lauf­zeit ver­meid­bar. Dies gilt ins­be­son­de­re dann, wenn es an ei­ner Per­spek­ti­ve für die be­ruf­li­che Ent­wick­lung nach dem Ver­trags­en­de fehlt. Es dürf­te im Be­reich des Pro­fi­fußballs ty­pisch sein, dass ei­ne Ge­le­gen­heit zur Er­ler­nung ei­nes Be­rufs ne­ben dem Pro­fi­sport, in den Jah­ren, in de­nen ty­pi­scher­wei­se ei­ne Be­rufs­aus­bil­dung statt­fin­det, nur sehr ein­ge­schränkt oder gar nicht be­stan­den hat. Es be­steht auch aus die­sem Grund kein An­lass Pro­fi­sport­ler gänz­lich aus dem Schutz­be­reich des § 14 Tz­B­fG her­aus­zu­neh­men oder den Maßstab zu ver­schie­ben.

3.3. Eben­so we­nig hält § 14 Tz­B­fG ei­nen an­de­ren Maßstab be­reit, wenn ein be­fris­tet ver­ein­bar­tes Ar­beits­verhält­nis während der Ver­trags­lauf­zeit unkünd­bar ist. Des­halb trägt das Ar­gu­ment der Be­klag­ten nicht, der Vor­teil der Unkünd­bar­keit wie­ge den Nach­teil der Be­fris­tung auf. Grundsätz­lich lässt das Tz­B­fG die Ge­stal­tungsmöglich­keit zu, dass die Ver­trags­par­tei­en für die Dau­er der Be­fris­tung die or­dent­li­che Kündi­gungsmöglich­keit ver­ein­ba­ren oder dass sie es bei der Unkünd­bar­keit während der Ver­trags­lauf­zeit be­las­sen. Un­ter­schied­li­che Maßstäbe für die Zulässig­keit der Be­fris­tungs­ver­ein­ba­rung selbst er­ge­ben sich dar­aus aus­weis­lich § 14 Tz­B­fG nicht, die Ar­gu­men­ta­ti­on lässt sich we­der der Ei­gen­art der Ar­beits­leis­tung noch ei­nem der an­de­ren Sach­gründe des § 14 Abs.1 Tz­B­fG zu­ord­nen. Ins­be­son­de­re über­zeugt der mögli­cher­wei­se hin­ter der Ar­gu­men­ta­ti­on der Be­klag­ten lie­gen­de Ge­dan­ke nicht, es han­de­le sich bei dem Er­werb der Unkünd­bar­keit für die Dau­er der Ver­trags­lauf­zeit um ei­nen Vor­teil, der ein ob­jek­ti­vier­tes In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers wie­der­spie­ge­le. Dies ent­spre­che dem Sach­grund ei­nes in der Per­son des Ar­beit­neh­mers lie­gen­den Grun­des (§ 14 Abs. 1 Zif­fer 6 Tz­B­fG). Die zeit­lich auf die Dau­er der Ver­trags­lauf­zeit be­schränk­te Unkünd­bar­keit ist be­reits nicht ge­eig­net, das In­ter­es­se am Be­stands­schutz über die Ver­trags­lauf­zeit hin­aus auf­zu­wie­gen, und recht­fer­tigt auch nicht als Grund in der Per­son des Ar­beit­neh­mers die Be­fris­tung.

Ein an­de­rer Sach­grund für die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Satz 1 Tz­B­fG kommt nach dem Sach­vor­trag der Par­tei­en nicht in Be­tracht.

Ins­ge­samt er­weist sich da­mit die mit dem Ver­trags­schluss am 07.05.2012 ver­ein­bar­te Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses nach § 14 Tz­B­fG als un­zulässig mit der Fol­ge aus § 16 Tz­B­fG: der Ar­beits­ver­trag gilt als auf un­be­stimm­te Zeit ge­schlos­sen.

4. Der Hilfs­an­trag fällt da­nach nicht zur Ent­schei­dung an.

II. Der Zah­lungs­an­spruch in der gel­tend ge­mach­ten Höhe be­steht nicht.

1. Der An­spruch auf Zah­lung von Punkt­ein­satz­prämi­en so­wie Er­folgs­punkt­ein­satz­prämi­en er­gibt sich un­strei­tig nicht be­reits un­mit­tel­bar aus dem Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en, da die dort ge­re­gel­ten Vor­aus­set­zun­gen nicht erfüllt wor­den sind. Der Kläger hat an den Spie­len, für die er die je­wei­li­gen Prämi­en be­gehrt, nicht teil­ge­nom­men.

2. Die Be­din­gung gilt auch nicht nach § 162 Abs. 1 BGB als ein­ge­tre­ten, da der Kläger das Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen nach dem Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me nicht zur Über­zeu­gung der Kam­mer be­wie­sen hat. Im Ein­zel­nen gilt fol­gen­des:

2.1. Nach § 162 Abs. 1 BGB gilt die Be­din­gung als ein­ge­tre­ten, wenn der Ein­tritt der Be­din­gung von der Par­tei, zu de­ren Nach­teil er ge­rei­chen würde, wi­der Treu und Glau­ben ver­hin­dert wird.

2.2. Der Kläger hat gel­tend ge­macht, ihm sei die Chan­ce auf Teil­nah­me am Spiel­be­trieb und da­mit der Prämie­n­er­rei­chungsmöglich­keit ge­nom­men wor­den. Hierfür sei­en nicht Leis­tungs­gründe, son­dern ei­ne persönli­che Ani­mo­sität des Trai­ners ursächlich ge­we­sen.

Grundsätz­lich gilt § 162 BGB - hier­in stimmt der be­klag­te Ver­ein aus­drück­lich zu - auch für ei­ner Ver­trags­par­tei ver­trag­lich aus­drück­lich vor­be­hal­te­ne Ent­schei­dun­gen, so­fern die­se Vor­aus­set­zung und da­mit Be­din­gung für ei­ne wei­te­re Rechts­fol­ge sind.

Dar­um han­del­te es sich hier. Die Ent­schei­dung über den Ein­satz in Li­ga­spie­len ob­lag ver­trag­lich dem Ver­ein. Es be­stand kei­ne Pflicht zum Ein­satz in dem Sin­ne, dass die Beschäfti­gungs­pflicht im Ar­beits­verhält­nis nur in die­ser Wei­se zu­tref­fend erfüllt würde. Dies be­darf kei­ner länge­ren Ausführun­gen, da auch der Kläger dies nicht an­nimmt, sei­ne Beschäfti­gungs­ver­lan­gen be­zie­hen sich viel­mehr aus­drück­lich auf den
Trai­nings­be­trieb der 1. Mann­schaft und sei­ne Ar­gu­men­ta­ti­on be­zieht sich dar­auf, dass ihm durch den Aus­schluss aus die­sem Trai­ning die Chan­ce auf den Spiel­ein­satz ge­nom­men wor­den sei. Dies ent­spricht den ver­trag­li­chen Re­ge­lun­gen des wei­ten Wei­sungs­rechts in §§ 2, 5 des schrift­li­chen Ar­beits­ver­tra­ges. Ent­spre­chend auch ei­nem be­reits 1984 vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall ei­nes Pro­fi­fußball­spie­lers ist die Spiel­teil­nah­me aus­weis­lich des vor­lie­gen­den Ar­beits­ver­tra­ges nur ein Teil der Ar­beits­ver­pflich­tung und der ent­spre­chen­den Beschäfti­gungs­pflicht (vgl. BAG 22.08.1984 - 5 AZR 539/81- ju­ris) und kon­se­quen­ter­wei­se rich­te­te sich die Gel­tend­ma­chung des Klägers außer­ge­richt­lich auf den Trai­nings­be­trieb.

Die zwi­schen den Par­tei­en strei­ti­ge Fra­ge, ob der Kläger an­ge­sichts der Ver­trags­ge­stal­tung und ins­be­son­de­re des Pas­sus, wo­nach der Ver­trag nur Gültig­keit für die Bun­des­li­ga hat, An­spruch auf Teil­nah­me am Trai­nings- und Spiel­be­trieb der ers­ten Mann­schaft hat, kann da­hin­ste­hen, da sich auch dar­aus ein kon­kre­ter Ein­satz­an­spruch nicht ab­lei­ten ließe. An­ge­sichts das Auf­baus des Ver­trags und der Zu­ord­nung die­ses Pas­sus un­ter § 10 "Ver­trags­be­ginn und -en­de" geht die Kam­mer aber da­von aus, dass die Par­tei­en hier ei­ne Geschäfts­grund­la­ge de­fi­niert ha­ben, und ein Wi­der­spruch zu den kon­kret und ex­pli­zit un­ter den ent­spre­chen­den Über­schrif­ten ge­re­gel­ten Wei­sungs­be­fug­nis­sen des Ver­eins nicht be­steht.

Bei der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Be­din­gung für die Zah­lungs­ansprüche han­delt es sich um den kon­kre­ten Ein­satz in den je­wei­li­gen Punkt­spie­len. Die­ser ist auf­grund der be­klag­ten­seits zu ver­ant­wor­ten­den Trai­ner­ent­schei­dung un­ter­blie­ben.

2.3. Bei der Prüfung des § 162 Abs. 1 BGB kommt es maßgeb­lich auf die Fra­ge an, ob der­je­ni­ge, der den Ein­tritt ei­ner Be­din­gung ver­hin­dert, sich rechts­miss­bräuch­lich verhält. Dies ist ins­be­son­de­re dann der Fall, wenn er das ihm ein­geräum­te Recht nur als Vor­wand für die Er­rei­chung ver­trags­frem­der oder un­lau­te­rer Zwe­cke ausübt, ein schutzwürdi­ges Ei­gen­in­ter­es­se al­so fehlt. Da­mit kommt es da­bei auf das mit der Einräum­ung der vor­be­hal­te­nen Ent­schei­dung ver­trag­lich ver­folg­te In­ter­es­se maßgeb­lich an. Dies ist im Fal­le des Spiel­ein­sat­zes ei­nes Pro­fi­fußbal­lers durch den Beschäfti­gungs­ver­ein das In­ter­es­se am sport­li­chen Er­folg und lässt sich da­mit ins­ge­samt als sport­li­che Gründe zu­sam­men­fas­sen. Die­se können viel­ge­stal­tig sein. Ein schutzwürdi­ges Ei­gen­in­ter­es­se des Ver­eins an ei­nem Nicht­ein­satz ist an­zu­er­ken­nen, wenn sport­li­che Gründe für den Nicht­ein­satz über­haupt vor­lie­gen, in die­sem Fall ist es un­er­heb­lich, wenn fi­nan­zi­el­le Gründe hin­zu­kom­men.

Aus die­sen Gründen ist die Ar­gu­men­ta­ti­on des Klägers nicht über­zeu­gend, so­weit sie aus­sch­ließlich an die Ar­beitsfähig­keit und die Ab­gren­zung von der Ar­beits­unfähig­keit im Sin­ne von Leis­tungs­gründen, die un­ter Zu­hil­fe­nah­me ärzt­li­chen Sach­ver­stan­des ob­jek­tiv fest­stell­bar wären, an­knüpft. Der Ein­ho­lung ei­nes ärzt­li­chen Sach­verständi­gen­gut­ach­tens be­durf­te es da­her nicht. Viel­mehr ist un­ter dem Be­griff der sport­li­chen Gründe ei­ne Viel­zahl von Ein­zel­ge­sichts­punk­ten zu fas­sen, die ins­ge­samt ei­nem op­ti­ma­len Auf­tritt der Mann­schaft und der bestmögli­chen Chan­ce auf sport­li­chen Er­folg der Mann­schaft die­nen. Es be­darf an­ge­sichts der Viel­schich­tig­keit der Ent­schei­dungs­kri­te­ri­en ei­nes wei­ten Er­mes­sens­spiel­raums für die Ar­beit­ge­ber­sei­te, die die­se im Pro­fi­fußball durch den ver­ant­wort­li­chen Trai­ner ausübt. Der Trai­ner hat da­bei den im Ar­beits­ver­trag ein­geräum­ten wei­ten Spiel­raum zur Ver­wirk­li­chung sei­ner Vor­stel­lun­gen und zur Ermögli­chung ei­ner op­ti­ma­len Mann­schafts­auf­stel­lung, bei der ne­ben rein leis­tungs­be­ding­ten Ge­sichts­punk­ten - oh­ne An­spruch auf Vollständig­keit - ins­be­son­de­re Gründe des Zu­sam­men­spiels der Mann­schaft, tak­ti­sche, ge­ge­be­nen­falls auch kon­kret geg­ner­be­zo­ge­ne Gründe, sol­che des Ver­gleichs mit den in Be­tracht kom­men­den an­de­ren Spie­lern im Ka­der, ge­ge­be­nen­falls auch per­spek­ti­vi­sche, die wei­te­re Ent­wick­lung und das Zu­sam­men­spiel be­ach­ten­de Gründe mit­ent­schei­den­de Rol­len spie­len können. In der von dem be­klag­ten Ver­ein zi­tier­ten Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts hat die­ses un­ter sport­li­chen Gründen un­ter an­de­rem die Möglich­keit ge­fasst, die Spiel­erfah­rung für an­de­re Torhüter zu ermögli­chen (Ur­teil vom 19.01.2000 - 5 AZR 637/98 - ju­ris, Rz 25).

Die Kam­mer ver­steht des­halb die we­gen der Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen nach § 162 Abs. 2 BGB grundsätz­lich be­ste­hen­de Dar­le­gungs- und Be­weis­last des Klägers zur Treu­wid­rig­keit der Ent­schei­dun­gen des Trai­ners da­hin, dass es dem Kläger ob­lag, den Be­weis zu führen, dass die le­gi­ti­men, vielfälti­gen Gründe, an de­nen der Trai­ner die Ent­schei­dung aus­rich­ten darf (sport­li­che Gründe) wi­der­legt sei­en durch persönli­che Ani­mo­sität als ent­schei­den­der Ge­sichts­punkt.

2.4. Die­sen Be­weis hat der Kläger nach dem Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me nicht zur Über­zeu­gung der Kam­mer geführt. Die Be­weis­auf­nah­me war zu den vor­ge­tra­ge­nen In­di­zi­en be­reits un­er­gie­big.

Kei­ner der bei­den Zeu­gen hat die in sein Wis­sen ge­stell­ten In­di­ztat­sa­chen aus ei­ge­ner Er­in­ne­rung bestätigt. Der Zeu­ge E. hat be­kun­det, er könne sich nicht ge­nau er­in­nern, er könne, ge­fragt nach der Äußerung, die er ge­macht ha­ben sol­le, das we­der ver­nei­nen noch be­ja­hen. Ei­ne Spin­dräum­ung ha­be er nicht an­ge­ord­net. Der Zeu­ge F. hat an­ge­ge­ben, den Spind des Klägers nicht geräumt zu ha­ben. Da­mit sind bei­de vom Kläger un­ter Be­weis ge­stell­ten In­di­ztat­sa­chen von den be­nann­ten Zeu­gen nicht aus ei­ge­ner Er­in­ne­rung bestätigt, teil­wei­se so­gar de­fi­ni­tiv aus­ge­schlos­sen wor­den. Der Be­weis ist nicht geführt.

Auch aus den de­tail­lier­ten wei­te­ren Ausführun­gen des Zeu­gen E. zu der Mo­ti­va­ti­ons­la­ge, die bei der Ent­schei­dung, den Kläger dem Trai­nings- und Spiel­be­trieb der Re­gio­nal­li­ga­mann­schaft zu­zu­wei­sen, zu­grun­de ge­le­gen ha­be und zu den die Ent­schei­dung be­ein­flus­sen­den Fak­to­ren er­gibt sich kein neu­er Sach­vor­trag, der dem Kläger güns­tig wäre und auf den er sei­nen Zah­lungs­an­trag nun­mehr hätte stützen können. Der Zeu­ge hat be­kun­det, für die Fra­ge, ob der Spie­ler in der 1. Mann­schaft ste­he oder nicht, sei­en rei­ne Leis­tungs­ge­sichts­punk­te maßgeb­lich, für die Auf­for­de­rung zum Ver­las­sen der Ka­bi­ne sei dann das Ver­hal­ten maßgeb­lich ge­we­sen. Beim Kläger sei es ein Pro­zess ge­we­sen, der sich ge­gen­sei­tig be­dingt ha­be, nach­las­sen­de Leis­tun­gen ei­ner­seits, pro­fes­sio­nel­le Ein­stel­lung an­de­rer­seits und Trai­nings­leis­tun­gen. Er sei sich be­wusst, dass es sich da­bei um ei­ne sehr sub­jek­ti­ve Be­trach­tung han­de­le. Es sei im­mer auch um an­de­re Punk­te wie um das pro­fes­sio­nel­le Aufwärmen und wie stark man sich als Spie­ler in die Mann­schaft ein­brin­ge und ob man po­si­ti­ven Ein­fluss auf die Mann­schaft neh­me, ge­gan­gen. Die Ent­schei­dung zu den Torhütern sei im
Augs­burg-Spiel ge­fal­len we­gen der Ver­let­zung des Klägers und der ro­ten Kar­te für den Er­satz­torhüter I.. Da­nach ha­be G. als Torhüter sei­ne Chan­ce ge­habt und ge­nutzt. Die­ser ha­be in den Spie­len bis zur Win­ter­pau­se gu­te und sta­bi­le Leis­tun­gen ge­zeigt und man ha­be bei ihm auch das größte Po­ten­zi­al für die Zu­kunft ge­se­hen. Ent­schei­dungs­grund­la­ge bei al­len Ent­schei­dun­gen, die ge­trof­fen würden, sei im­mer, ob am Wo­chen­en­de das Spiel ge­won­nen wer­den kann. Der Zeu­ge hat wei­ter­hin auf die Fra­ge des Kläger­ver­tre­ters zu dem Ab­sturz von der Num­mer 1 zu der Num­mer 4 erklärt, die Ent­schei­dung sei nicht spon­tan ge­trof­fen wor­den, son­dern in ei­nem Ent­schei­dungs­pro­zess. "Es war so, dass wir ihm da­nach nicht mehr zu­ge­traut ha­ben, ein wert­vol­ler Be­stand­teil der Mann­schaft zu sein, wenn er nicht selbst im Tor steht. Bei der Num­mer 2 und Num­mer 3 der Torhüter kommt die­sen ei­ne an­de­re Rol­le im Team zu als der Num­mer 1. Das be­trifft die Fra­ge der Kon­kur­renz, der Stim­mung und der At­mo­sphäre. Wir ha­ben ihm dann tatsächlich men­sch­lich und cha­rak­ter­lich die­se Rol­le nicht mehr zu­ge­traut (...) Bis zu dem Gespräch hat­te er aber dann auch durch­aus die Möglich­keit, noch in die Mann­schaft zurück­zu­keh­ren. Nach dem Gespräch gab es dann kei­ne Chan­ce mehr."

Mit die­sen Aus­sa­gen des Trai­ners ist zwar bestätigt, dass dem Kläger kei­ne Möglich­keit mehr ein­geräumt wur­de, am Spiel­be­trieb der Erst­li­ga­mann­schaft teil­zu­neh­men. Die­se Ent­schei­dung er­weist sich aber un­ter Zu­grun­de­le­gung der ge­schil­der­ten viel­schich­ti­gen Mo­ti­va­ti­on nicht als treu­wid­rig, son­dern von sol­chen Gründen ge­lei­tet, zu de­ren Zweck, wie oben aus­geführt, dem Ver­ein der Ent­schei­dungs­vor­be­halt bei der Mann­schafts­be­set­zung ein­geräumt wor­den ist. Sie folgt ins­ge­samt sport­li­chen Gründen, die dar­auf aus­ge­rich­tet sind, wie der Zeu­ge aus­drück­lich be­tont hat, die er­folg­ver­spre­chends­te Mann­schafts­auf­stel­lung für das je­wei­li­ge Spiel zu er­rei­chen. Bei die­sen können ne­ben den auf den ein­zel­nen Spie­ler be­zo­ge­nen Leis­tungs­ge­sichts­punk­ten selbst­verständ­lich der Ver­gleich mit den Leis­tun­gen der an­de­ren Spie­ler im Ka­der, die für die­sel­be Po­si­ti­on in Fra­ge kom­men, hin­zu­ge­zo­gen wer­den, wei­ter­hin Fra­gen des Zu­sam­men­spiels mit den an­de­ren Spie­lern. Da es sich um ei­ne Mann­schafts­sport­art han­delt, gehören hier­zu ne­ben tak­ti­schen Ge­sichts­punk­ten auch sol­che persönli­che oder Ver­hal­tens­ge­sichts­punk­te, die auf das bestmögli­che Zu­sam­men­spiel der Mann­schaft Ein­fluss ha­ben. In Übe­rein­stim­mung auch mit der oben zi­tier­ten Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (5 AZR 637/98 a.a.O) dürfen auch per­spek­ti­vi­sche, die wei­te­re Ent­wick­lung der Spie­ler berück­sich­ti­gen­de, Kri­te­ri­en ei­ne Rol­le spie­len. Al­le vom Zeu­gen ge­nann­ten Ge­sichts­punk­te hal­ten sich in die­sem Rah­men, dem Kläger ge­lingt es al­so durch sei­ne Be­weisführung ge­ra­de nicht, sie zu wi­der­le­gen.

Ins­ge­samt er­weist sich da­mit die Zah­lungs­for­de­rung als un­be­gründet.

III. Die Ne­ben­ent­schei­dun­gen be­ru­hen auf § 92 ZPO we­gen der Pflicht zur Kos­ten­tra­gung bei­der Par­tei­en ent­spre­chend der Quo­te ih­res je­wei­li­gen Un­ter­lie­gens in der Haupt­sa­che und auf §§ 61 Abs. 1 ArbGG, 3 ff. ZPO zum Streit­wert.

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 3 Ca 1197/14  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880