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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Befristung des Arbeitsvertrags, Vergleich
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Niedersachsen
Akten­zeichen: 1 Sa 489/13
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 05.11.2013
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Hannover, Urteil vom 17.04.2013, 8 Ca 20/13
nachgehend Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.01.2015, 7 AZR 2/14
   

IM NA­MEN DES VOL­KES

UR­TEIL

1 Sa 489113

8 Ca 20/13 Ö ArbG Han­no­ver

In dem Rechts­streit

Be­klag­te und Be­ru­fungskläge­rin,

ge­gen

Kläge­rin und Be­ru­fungs­be­klag­te,

hat die 1. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Nie­der­sach­sen auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 5. No­vem­ber 2013 durch

den Präsi­den­ten des Lan­des­ar­beits­ge­richts Prof. Dr. Lip­ke,
die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Frau Wie­de­mann,
die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Frau Ewen
für Recht er­kannt:

Auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten wird das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Han­no­ver vom 17. April 2013 — 8 Ca 20/13 Ö — ab­geändert.

Die Kla­ge wird ab­ge­wie­sen.

Die Kläge­rin trägt die Kos­ten des Rechts­streits.

Die Re­vi­si­on wird für die Kläge­rin zu­ge­las­sen.

 

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Tat­be­stand

Zwi­schen den Par­tei­en steht im Streit, ob ihr Ar­beits­verhält­nis auf Grund ei­ner Be­fris­tung zum 31.12.2012 en­de­te. Von Be­deu­tung ist da­bei, ob sich die Be­fris­tung auf ei­nen ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag gründe­te oder nicht.

Die 1952 ge­bo­re­ne Kläge­rin war bei der be­klag­ten Agen­tur für Ar­beit seit dem 09.08.1993 wie­der­holt mit ein­zel­nen Un­ter­bre­chun­gen mehr­fach be­fris­tet ein­ge­stellt. Ge­gen die mit Ver­trag vom 01.04.2009 ver­ein­bar­te (vor­letz­te) Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses bis zum 31.12.2010 er­hob sie beim Ar­beits­ge­richt Han­no­ver im Ver­fah­ren 7 Ca 192/10 Ent­fris­tungs­kla­ge. Ei­ne hier­zu am 05.05.2010 durch­geführ­te Güte­ver­hand­lung en­de­te oh­ne Ei­ni­gung; al­ler­dings reg­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter in der Sit­zung an, den Rechts­streit im We­ge ei­ner ein­ver­nehm­li­chen Verlänge­rung der Be­fris­tung zu be­en­den. Im Ein­ver­neh­men mit den Par­tei­en wur­de ein Ter­min zur Fort­set­zung der Güte­ver­hand­lung an­be­raumt. Im Schrift­satz vom 08.06.2010 an das Ar­beits­ge­richt schrieb der da­ma­li­ge Pro­zess­be­vollmäch­tig­te der Kläge­rin:
„...tei­le ich mit, dass die Par­tei­en sich außer­ge­richt­lich ge­ei­nigt ha­ben. Ich bit­te fol­gen­des gemäß § 278 Ab­satz 6 ZPO durch Be­schluss fest­zu­stel­len:

1. Der be­fris­te­te Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en vom 01.04.2009 en­det mit Ab­lauf des 31.12.2010.

2. Die Be­klag­te wird die Kläge­rin er­neut be­fris­tet beschäfti­gen in der Zeit vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2012. Die Be­fris­tung be­ruht auf § 14 I Nr. 8 Tz­B­fG.

3. Die Be­klag­te ver­pflich­tet sich, die Kläge­rin bei der Be­set­zung von Dau­er­ar­beitsplätzen be­vor­zugt zu berück­sich­ti­gen, so­fern sie die sach­li­chen persönli­chen Vor­aus­set­zun­gen für den zu be­set­zen­den Ar­beits­platz erfüllt.

4. Die Be­klag­te ver­pflich­tet sich, auch nach dem 31.12.2012 zu prüfen, ob sich — un­ter Berück­sich­ti­gung der sach­li­chen und persönli­chen Vor­aus­set­zun­gen — für die Kläger Beschäfti­gungsmöglich­kei­ten er­ge­ben. Die Par­tei­en sind sich darüber ei­nig, dass da­durch für die Kläge­rin kein Rechts­an­spruch auf ein wei­te­res be­fris­te­tes oder un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis erwächst.

 

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5. Der Rechts­streit ist da­mit er­le­digt."

Dar­auf­hin er­ging ent­spre­chend der Verfügung des Vor­sit­zen­den Rich­ters vom 10.06.2010 (Blatt 57 der Ak­te 7 Ca 192/10 Ö) un­ter dem glei­chen Da­tum der fol­gen­de Be­schluss:

„... schlägt das Ge­richt den Par­tei­en fol­gen­den Ver­gleich vor:

1. Der be­fris­te­te Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en vom 01.04.2009 en­det mit Ab­lauf des 31.12.2010.

2. Die Be­kla­ge wird die Kläge­rin er­neut be­fris­tet beschäfti­gen in der Zeit vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2012. Die Be­fris­tung be­ruht auf § 14 I Nr. 8 Tz­B­fG.

3. Die Be­klag­te ver­pflich­tet sich, die Kläge­rin bei der Be­set­zung von Dau­er­ar­beitsplätzen be­vor­zugt zu berück­sich­ti­gen, so­fern sie die sach­li­chen persönli­chen Vor­aus­set­zun­gen für den zu be­set­zen­den Ar­beits­platz erfüllt.

4. Die Be­klag­te ver­pflich­tet sich, auch nach dem 31.12.2012 zu prüfen, ob sich — un­ter Berück­sich­ti­gung der sach­li­chen und persönli­chen Vor­aus­set­zun­gen — für die Kläge­rin Beschäfti­gungsmöglich­kei­ten er­ge­ben. Die Par­tei­en sind sich darüber ei­nig, dass da­durch für die Kläge­rin kein Rechts­an­spruch auf ein wei­te­res be­fris­te­tes oder un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis erwächst.

5. Der Rechts­streit ist da­mit er­le­digt.

Die Be­klag­te wird ge­be­ten, zu die­sem Ver­gleichs­vor­schlag bin­nen 2 Wo­chen Stel­lung zu neh­men (An­nah­me?).

Im Fall der An­nah­me wird das Ge­richt das Zu­stan­de­kom­men und den In­halt des Ver­gleichs gemäß § 278 Abs. 6 ZPO durch Be­schluss fest­stel­len..."

Mit Schrei­ben der be­klag­ten Agen­tur für Ar­beit vom 15. Ju­ni 2010 (Blatt 59 der Ak­te 7 Ca 192/10 Ö) teil­te die­se mit:
„... wird der mit Be­schluss vom 10.06.2010 un­ter­brei­te­te Ver­gleichs­vor­schlag des Ge­richts, hier ein­ge­gan­gen am 15.06.2010, in­halt­lich an­ge­nom­men.

Es wird je­doch um fol­gen­de re­dak­tio­nel­le Ände­rung ge­be­ten:

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Ent­spre­chend der außer­ge­richt­li­chen Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen mit der Ge­gen­sei­te ist un­ter Punkt 3 des ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlags vom 10.06.2010 zwi­schen „sach­li­chen persönli­chen" das Wort „und" ein­zufügen. Die­se For­mu­lie­rung ent­spricht zu­dem der Wort­wahl un­ter Punkt 4. Ei­ne er­neu­te Vor­la­ge nach Vor­nah­me die­ser re­dak­tio­nel­len Ergänzung ist nicht nötig."

Mit Schrei­ben vom 18.06.2010 über­mit­tel­te das Ge­richt den Schrift­satz vom 15.06.2010 mit der Bit­te um Stel­lung­nah­me an den da­ma­li­gen Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten der Kläge­rin, ob Ein­verständ­nis mit den Ände­run­gen be­ste­he. Die­ser teil­te mit Schrift­satz vom 22.06.2010 sein Ein­verständ­nis mit, wor­auf das Ar­beits­ge­richt un­ter dem 24.06.2010 (Blatt 63 der Ak­te 7 Ca 192/10 Ö) den fol­gen­den Be­schluss fass­te:

„... wird gemäß § 278 Abs. 6 ZPO fest­ge­stellt, dass die Par­tei­en ei­nen Ver­gleich mit fol­gen­dem In­halt ge­schlos­sen ha­ben:

1. Der be­fris­te­te Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en vom 01.04.2009 en­det mit Ab­lauf des 31.12.2010.

2. Die Be­klag­te wird die Kläge­rin er­neut be­fris­tet beschäfti­gen in der Zeit vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2012. Die Be­fris­tung be­ruht auf § 14 I Nr. 8 Tz­B­fG.

3. Die Be­klag­te ver­pflich­tet sich, die Kläge­rin bei der Be­set­zung von Dau­er­ar­beits-plätzen be­vor­zugt zu berück­sich­ti­gen, so­fern sie die sach­li­chen und persönli­chen Vor­aus­set­zun­gen für den zu be­set­zen­den Ar­beits­platz erfüllt.

4. Die Be­klag­te ver­pflich­tet sich, auch nach dem 31.12.2012 zu prüfen, ob sich — un­ter Berück­sich­ti­gung der sach­li­chen und persönli­chen Vor­aus­set­zun­gen — für die Kläge­rin Beschäfti­gungsmöglich­kei­ten er­ge­ben. Die Par­tei­en sind sich darüber ei­nig, dass da­durch für die Kläge­rin kein Rechts­an­spruch auf ein wei­te­res be­fris­te­tes oder un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis erwächst.

5. Der Rechts­streit ist da­mit er­le­digt. Das Ver­fah­ren ist da­mit be­en­det."

 

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Die Par­tei­en hiel­ten in ei­nem un­ter dem 30.11.2010 un­ter­zeich­ne­ten Ar­beits­ver­trag die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses bis zum 31.12.2012 schrift­lich fest (Blatt 73-75 der Ak­ten). Zu­letzt be­lief sich das mo­nat­li­che Ar­beits­ent­gelt der Kläge­rin auf 2.453,07 Eu­ro brut­to.

Mit ih­rer am 18.01.2013 beim Ar­beits­ge­richt Han­no­ver ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge hat die Kläge­rin nun­mehr die Un­wirk­sam­keit der mit Be­schluss vom 24.06.2010 fest­ge­stell­ten Ver­gleichs­be­fris­tung gel­tend ge­macht. Sie hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass die Be­fris­tung nicht durch ei­nen sach­li­chen Grund ge­recht­fer­tigt sei, ins­be­son­de­re nicht auf ei­nem ge­richt­li­chen Ver­gleich im Sin­ne von § 14 Abs.1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG be­ru­he.

Die Kläge­rin hat be­an­tragt,

dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en we­der durch Ver­gleich gemäß § 278 Abs. 6 ZPO vom 24.06.2010 noch durch Ar­beits­ver­trag vorn 30.11.2010 ver­ein­bar­te Frist zum 31.12.2012 en­de­te.

Die Be­klag­te hat be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Sie hat gel­tend ge­macht, bei dem Ver­gleich vom 24.06.2010 ha­be es sich um ei­nen ge­richt­li­chen Ver­gleich im Sin­ne von § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 2 ZPO in Ver­bin­dung mit § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG ge­han­delt, so dass ein Sach­grund für die Be­fris­tung be­stan­den ha­be.

Das Ar­beits­ge­richt hat mit Ur­teil vom 17. April 2013 in An­leh­nung an die Ent­schei­dung des BAG vom 15.02.2012 — 7 AZR 734/10 — der Ent­fris­tungs­kla­ge der Kläge­rin statt­ge­ge­ben und fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis we­der durch den ge­richt­li­chen Ver­gleich noch durch die im Ar­beits­ver­trag ver­ein­bar­te Be­fris­tung zum 31.12.2012 ge­en­det ha­be. Es hat hier­zu im We­sent­li­chen aus­geführt, dass die dem Ar­beits­ge­richt ob­lie­gen­de Mit­wir­kungs­pflicht bei dem Zu­stan­de­kom­men ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Nr. 8 Tz­B­fG nur durch ei­nen ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag erfüllt wer­den könne. Nur so be­ste­he bei ei­nem of­fe­nen Streit über das Fort­be­ste­hen des Ar­beits­verhält­nis­ses die Gewähr, dass dem Ar­beit­neh­mer über die Be­fris­tung nicht grund­los der ge­setz­li­che Be­stands­schutz ent­zo­gen wer­de. Ein nur von bei­den Par­tei­en vor­ge­leg­ter Ei­ni­gungs­ent­wurf, den das Ge­richt nach § 278 Abs. 6 Satz 1 1. Alt. ZPO fest­stel­le, sei in­so­weit kein ge­richt­li­cher Ver­gleich im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG. Hier be­schränke sich

 

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das Ge­richt der Mit­wir­kung nach auf ei­ne rei­ne Fest­stel­lungs­funk­ti­on; ei­ne hin­rei­chen­de Ein­fluss­nah­me auf den Ver­gleichs­in­halt, um die Schutz­in­ter­es­sen des Ar­beit­neh­mers zu berück­sich­ti­gen, sei sei­tens des Ge­richts dann nicht möglich. Auf die­sen struk­tu­rel­len Un­ter­schied sei hier ab­zu­stel­len. Im Fal­le ei­ner rei­nen Fest­stel­lungs­funk­ti­on könne das Ge­richt nur bei Verstößen ge­gen ge­setz­li­che Ver­bo­te und in Fällen der Sit­ten­wid­rig­keit (§§ 134, 138 BGB) die Pro­to­kol­lie­rung ver­wei­gern. Dies genüge nicht ei­ner „Mit­wir­kung" im Sin­ne ei­ner in­halt­li­chen Ver­ant­wor­tung des Ge­richts, wie es die In­ten­si­on des § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG sei. In dem zu be­ur­tei­len­den Sach­ver­halt sei es nur zu ei­nem Ver­gleich im Sin­ne der 1. Alt. in § 278 Abs. 6 Satz 1 ZPO ge­kom­men, da sich der Vor­sit­zen­de den von ei­ner der bei­den Par­tei­en vor­ge­leg­ten Ei­ni­gungs­ent­wurf nicht zu Ei­gen ge­macht ha­be, um die­sen den Par­tei­en zu un­ter­brei­ten. Dies er­ge­be sich aus ei­ner Aus­le­gung des ge­richt­li­chen Be­schlus­ses vom 10.06.2010. So sei in dem ge­nann­ten Be­schluss al­lein der Be­klag­ten auf­ge­ge­ben wor­den sei, zu dem Ver­gleichs­vor­schlag Stel­lung zu neh­men. In dem Klam­mer­zu­satz der ge­richt­li­chen Verfügung vom glei­chen Ta­ge („An­nah­me?") wer­de deut­lich, dass das Zu­stan­de­kom­men des Ver­gleichs nur von der Erklärung der be­klag­ten Agen­tur abhängig sein soll­te. An­dern­falls hätte der Ver­gleichs­vor­schlag bei­den Par­tei­en zur An­nah­me un­ter­brei­tet wer­den müssen. Es sei da­her be­reits vor­her ei­ne außer­ge­richt­li­che Ei­ni­gung der Par­tei­en er­folgt. Die Über­nah­me des Tex­tes in den ge­richt­li­chen Be­schluss vom 10.06.2010 ver­deut­li­che, dass es - oh­ne wei­te­re Mit­wir­kung des Ge­richts - im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Nr. 8 Tz­B­fG al­lein um die ge­richt­li­che Pro-to­kol­lie­rung ei­ner außer­ge­richt­li­chen Ei­ni­gung ge­hen soll­te. Ent­spre­chend ha­be auch das Ge­richt bei der Ein­ar­bei­tung der von der Be­klag­ten ge­for­der­ten re­dak­tio­nel­len Ände­rung ver­fah­ren und das mo­di­fi­zier­te An­ge­bot der Be­klag­ten vom 15.06.2010 al­lein an den da­ma­li­gen Kläger­ver­tre­ter zur An­nah­me wei­ter­ge­lei­tet. Der am 30.11.2010 ge­schlos­se­ne Ar­beits­ver­trag mit Be­fris­tung ha­be le­dig­lich die durch Ver­gleich ver­ein­bar­te Be­fris­tung voll­zo­gen und be­gründe kei­ne ei­genständi­ge Be­fris­tungs­ab­re­de.

Ge­gen das ihr am 06.05.2013 zu­ge­stell­te Ur­teil des Ar­beits­ge­richts (Blatt 99a d. A.) hat die be­klag­te Bun­des­agen­tur für Ar­beit Be­ru­fung zum Lan­des­ar­beits­ge­richt am 14.05.2013 ein­ge­legt (Blatt 107 d. A.), die nach Verlänge­rung der Be­ru­fungs­be­gründungs­frist bis zum 13.08.2013 (Blatt 136 d. A.), mit Schrift­satz­ein­gang beim Lan­des­ar­beits­ge­richt am 03. Ju­li 2013 (Blatt 137/146 d. A.) be­gründet wor­den ist.

Die Be­klag­te hält das erst­in­stanz­li­che Ur­teil in tatsäch­li­cher und recht­li­cher Hin­sicht für feh­ler­haft. Auf An­re­gung des Vor­sit­zen­den Rich­ters im Güte­ter­min hätten die Par­tei­en Ver­hand­lun­gen über ei­ne Ver­gleichslösung mit dem Ziel ei­ner Verlänge­rung der Be­fris-

 

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tung —in­so­weit un­strei­tig - auf­ge­nom­men. Der da­ma­li­ge Kläger-Pro­zess­be­vollmäch­tig­te ha­be den Ver­gleichs­text dem Ge­richt über­sandt, wel­ches sich die­sen zu Ei­gen ge­macht und die Be­klag­te zur An­nah­me bin­nen 2 Wo­chen auf­ge­for­dert ha­be. Die Be­klag­te ha­be dann aus­drück­lich den Ver­gleichs­vor­schlag des Ge­richts an­ge­nom­men und auf ei­ne aus Gründen ta­rif­recht­li­cher Re­ge­lun­gen ge­bo­te­ne re­dak­tio­nel­le Einfügung des Wört­chens „und" hin­ge­wirkt. Mit der Ein­rei­chung des Schrift­sat­zes des da­ma­li­gen Kläger-Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten vom 08.06.2010 sei noch kei­ne Ei­ni­gung zu­stan­de ge­kom­men wie das Ar­beits­ge­richt an­ge­nom­men ha­be. In der Über­nah­me des Tex­tes durch das Ge-richt sei auch kei­ne Pro­to­kol­lie­rung ei­ner außer­ge­richt­li­chen Ei­ni­gung zu er­ken­nen. Für ei­ne Aus­le­gung des Wort­lauts bestünde hier kein Raum. Denn das Ge­richt ha­be mit Be­schluss vom 10.06.2010 wortwört­lich aus­geführt: „Schlägt das Ge­richt fol­gen­den Ver­gleich vor" und die­sen Be­schluss auch bei­den Par­tei­en zu­ge­stellt. Sch­ließlich ver­deut­li­che die ge­richt­li­che Auf­for­de­rung an die Be­klag­te zur An­nah­me des Ver­gleichs­vor­schlags, dass noch kei­ne Ei­ni­gung zu­stan­de ge­kom­men war. Dies ent­spre­che auch der Re­ge­lung in § 151 BGB. Ge­he man hin­ge­gen von ei­ner Aus­le­gungs­bedürf­tig­keit des ge­richt­li­chen Be­schlus­ses vom 10.06.2010 aus, so müsse Berück­sich­ti­gung fin­den, dass die Mit­tei­lung des da­ma­li­gen Kläger Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten vom 08.06.2010 auf ei­ne ge­richt­li­che An­re­gung des Vor­sit­zen­den im Güte­ter­min vom 05.05.2010 zurück­zuführen sei. Außer­dem ha­be die Be­klag­te erst mit Schrift­satz vom 15.06.2010 den ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag an­ge­nom­men und nicht erklärt, dass be­reits ei­ne Ei­ni­gung er­folgt sei. Das zei­ge, dass erst un­ter Mit­wir­kung des Ge­richts ein Ver­gleich zu­stan­de ge­kom­men sei, nach­dem das Ge­richt sich den Vor­schlag der Kläger­sei­te zu Ei­gen ge­macht ha­be. Ma­che sich das Ge­richt den ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag zu Ei­gen, so genüge dies auch den An­for­de­run­gen der Recht­spre­chung in der Ent­schei­dung vom 15.02.2012 (— 7 AZR 734/10 -). Aus­schlag­ge­bend sei al­lein die Möglich­keit ei­ner in­halt­li­chen Mit­wir­kung des Ge­richts; auf die tatsächli­che Mit­ge­stal­tung des In­halts des Ver­gleichs kom­me es nicht an. Das ver­ken­ne das Ar­beits­ge­richt bei sei­ner Ent­schei­dung. Die ge­ringfügi­gen Ände­run­gen zu Zif­fer 3 und 4 des Ver­gleichs hätten le­dig­lich de­kla­ra­to­ri­schen Cha­rak­ter, da sie den Wort­laut zwin­gen­der Ta­rif­nor­men übernähmen.

Die Be­klag­te be­an­tragt,

un­ter Abände­rung des Ur­teils des Ar­beits­ge­richts Han­no­ver vom 17.04.2013, Az.: 8 Ca 20/13 0, die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Die Kläge­rin be­an­tragt,

die Be­ru­fung kos­ten­pflich­tig zurück­zu­wei­sen.

 

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Sie tritt der Ent­schei­dungs­be­gründung des Ar­beits­ge­richts bei. Die Kläge­rin hält die Ausführun­gen der Be­klag­ten zur Zu­stel­lung des ge­richt­li­chen Be­schlus­ses vom 10.06.2010 so­wie zur Ein­ver­nah­me des Vor­sit­zen­den Rich­ters we­gen sei­ner Ver­gleichs­an­re­gung im Güte­ter­min für ver­spätet. Gemäß § 278 Abs. 6 Satz 1 2. Alt. ZPO sei nach dem Un­ter­brei-ten ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlags ei­ne Erklärung bei­der Par­tei­en ge­genüber dem Ge­richt not­wen­dig, was hier nicht er­folgt sei. Die Wei­ter­lei­tung wech­sel­sei­ti­ger Ver­gleichs­vor­schläge entspräche nicht ei­ner ge­richt­li­chen Mit­wir­kung und Ein­fluss­nah­me auf den In­halt des Ver­gleichs zur Berück­sich­ti­gung der Schutz­in­ter­es­sen des Ar­beit­neh­mers. Im Übri­gen sei die ers­te An­nah­me­erklärung der Be­klag­ten un­ter Ände­rung als neu­es An­ge­bot im Sin­ne von § 150 Abs. 2 BGB zu be­wer­ten. Im Er­geb­nis ha­be es kei­nen ei­ge­nen Ver­gleichs­vor­schlag des Ge­richts ge­ge­ben, die­ses ha­be sich auch den Vor­schlag der Kläger­sei­te nicht zu Ei­gen ge­macht, so dass sich der ge­richt­li­che Bei­trag zum Ver­gleichs­schluss hier al­lein auf die Fest­stel­lungs­funk­ti­on be­schränkt ge­we­sen sei, was für ei­ne An­wen­dung des § 14 Abs. 1 Nr. 8 Tz­B­fG nicht aus­rei­che.

We­gen des wei­te­ren Vor­brin­gens der Par­tei­en wird auf die ge­wech­sel­ten Schriftsätze vom 03. Ju­li und 16. Sep­tem­ber 2013, das ge­richt­li­che Ter­mins­pro­to­koll vom 05. No­vem­ber 2013 so­wie auf den In­halt der bei­ge­zo­ge­nen Ak­te 7 Ca 192/10 Ö des Ar­beits­ge­richts Han­no­ver ver­wie­sen.

Ent­schei­dungs­gründe

Die zulässi­ge, form- und frist­ge­recht ein­ge­leg­te Be­ru­fung der be­klag­ten Agen­tur ist be­gründet. Zur Über­zeu­gung des Ge­richts sind die An­for­de­run­gen an ei­nen Sach­grund des ge­richt­li­chen Ver­gleichs iSv § 14 Abs.1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG in Ver­bin­dung mit § 278 Abs. 6 ZPO hier erfüllt. Das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts war des­halb ab­zuändern und die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

1)

a) Das Ar­beits­ge­richt ist mit sei­ner Ent­schei­dung voll umfäng­lich dem Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 15.02.2012 — 7 AZR 734/10 — (BA­GE 140, 368 = AP Nr. 95 zu § 14 Tz­B­fG = EzA § 14 Tz­B­fG Nr. 84) ge­folgt. Da­nach ist ein nach § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 1 ZPO fest­ge­stell­ter Ver­gleich im Ge­gen­satz zu ei­nem Ver­gleich nach § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 2 ZPO kein ge­richt­li­cher Ver­gleich im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr.8 Tz­B­fG, der ge­eig­net ist die Be­fris­tung ei­nes Ar­beits­ver­tra­ges zu recht­fer­ti­gen. Der 7. Se­nat des Bun-

 

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des­ar­beits­ge­richts hat in der ge­nann­ten Er­kennt­nis in An­knüpfung an die Ent­schei­dung des 6. Se­nats vom 23. No­vem­ber 2006 (6 AZR 394/06 -= BA­GE 120, 251) ent­schie­den, dass es sich nur um ei­nen Sach­grund im Sin­ne von § 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG han­deln kann, wenn die Par­tei­en ei­nen schrift­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag des Ge­richts, der ei­ne Be­fris­tungs­ab­re­de be­inhal­tet, durch Schrift­satz ge­genüber dem Ge­richt an­neh­men und das Ge­richt durch Be­schluss das Zu­stan­de­kom­men die­ses Ver­gleichs fest­stellt. Dies be­geg­ne auch kei­nen uni­ons­recht­li­chen Be­den­ken, denn die ver­ant­wort­li­che Mit­wir­kung des Ge­richts am Ver­gleichs­schluss tra­ge der ge­bo­te­nen Miss­brauchs­ver­hin­de­rung hin­rei­chend Rech­nung.

Den Mei­nungs­streit darüber, ob ein ge­richt­li­cher Ver­gleich im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG auch da­durch ge­schlos­sen wer­den könne, dass die Par­tei­en dem Ge­richt ei­nen Ver­gleichs­vor­schlag un­ter­brei­ten, des­sen Zu­stan­de­kom­men das Ge­richt dann fest­stellt, (dafür: noch ErfK/Müller-Glöge 12. Auf­la­ge § 14 Tz­B­fG Rn. 77; ders.14.Auf­la­ge 2014 Rn 77,nun­mehr of­fen­ge­las­sen; HWK-Schma­len­berg 5. Auf­la­ge 2012 § 14 Tz­B­fG Rn 59; Sie­vers Tz­B­fG 3. Auf­la­ge § 14 Rn. 336, Münch­Konnm ZPO/Prütting 3. Aufl. 2008 § 278 Rn 39, St­ein-Jo­nas/D. Lei­pold ZPO, 22. Auf­la­ge, 2008 § 278 Rn 79 ff; da­ge­gen: APS Back­haus 4. Auf­la­ge § 14 Tz­B­fG Rn. 324; Münch­Kom­men­tarBGB/Hes­se, 5. Auf­la­ge § 14 Tz­B­fG Rn. 71; ders. an­ders noch in 4. Auf­la­ge 2005 Rn 71; Dörner Der be­fris­te­te Ar­beits-ver­trag 2. Auf­la­ge 2011, Rn. 262 f; Schaub/Koch Ar­beits­rechts­hand­buch 14. und 15. Auf­la­ge je­weils § 40 Rn. 39; vgl. im Ein­zel­nen Nach­wei­se bei Serr, SAE 2013 ,44 Rn. 4 und 27). hat­te der 6. Se­nat in sei­ner Ent­schei­dung vom 23.No­vem­ber 2006 (6 AZR 394/06 aaO Rn. 56 a. E.) un­ent­schie­den ge­las­sen. In der dort vom Sach­ver­halt her noch zu der al­ten Fas­sung des § 278 Abs. 6 ZPO ge­trof­fe­nen Ent­schei­dung kam es nicht dar­auf an, ob ein ge­richt­li­cher Ver­gleich auch da­durch ge­schlos­sen wer­den konn­te, dass die Par­tei­en ei­nen schrift­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag des Ge­richts durch Schrift­satz ge­genüber dem Ge­richt an­neh­men. Ob die ge­richt­li­che Mit­wir­kung ei­nes Rich­ter auch ge­ge­ben sei, wenn der Ver­gleich al­lein durch Pro­to­kol­lie­rung ei­nes übe­rein­stim­men­den Vor­schlag der Par­tei­en zu­stan­de kommt, wie es in der ab 01. Sep­tem­ber 2004 gel­ten­den Fas­sung des § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 2 ZPO nun­mehr er­wei­ternd be­stimmt, konn­te da­her of­fen­blei­ben. Mit der Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 15.02.2012 (7 AZR 734/10 a. a. 0., Rn. 25) hat der 7. Se­nat des BAG nun­mehr auf Grund der von ihm er­kann­ten struk­tu­rel­len Un­ter­schie­de zwi­schen den bei­den Al­ter­na­ti­ven des § 278 Abs. 6 Satz 1 ZPO dif­fe­ren­ziert. Im We­ge der te­leo­lo­gi­schen Re­duk­ti­on des § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG hat er den al­lein in der Pro­to­kol­lie­rung von (nicht ge­set­zes­wid­ri­gen) Ei­ni­gungs­entwürfen lie­gen­den ge­richt­li­chen Bei­trag nicht als aus­rei­chen­de „Mit­wir­kung" des Ge­richts im Sin­ne ei­ner

 

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in­halt­li­chen Ver­ant­wor­tung ge­wer­tet, die ei­ner ver­laut­bar­ten In­ten­si­on des § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG ent­spre­che.

Dem hat sich das Ar­beits­ge­richt voll und ganz an­ge­schlos­sen und im zu ent­schei­den­den Sach­ver­halt al­lein ei­ne nicht aus­rei­chen­de, for­mel­le ge­richt­li­che Mit­wir­kung beim Ver­gleichs­schluss ge­se­hen, die in­fol­ge­des­sen kei­nen Sach­grund nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG für ei­ne wei­te­re Be­fris­tung lie­fern kann.

b)

Die­ser Recht­spre­chung folgt die er­ken­nen­de Kam­mer nicht, da sie mit dem Wort­laut der Ge­set­zes­vor­schrif­ten so­wie dem Sinn und Zweck der ge­setz­lich zum 01. Sep­tem­ber 2004 (1. JuMoG, BGBL. 18.2198) er­wei­ter­ten Fas­sung des § 278 Abs. 6 ZPO nicht im Ein­klang steht.

aa)

§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG schafft ei­nen Sach­grund zur Be­fris­tung durch den Ab­schluss ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs. Außer­ge­richt­lich ge­schlos­se­ne Ver­glei­che können des­halb kei­nen Sach­grund schaf­fen, es sei denn der Ar­beit­ge­ber kann sich auf ei­nen der Sach­gründe Nr. 1 bis 7 in § 14 Abs. 1 Tz­B­fG be­ru­fen. Ei­ne wei­te­re Ein­schränkung, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ein ge­richt­li­cher Ver­gleich zu­stan­de kom­men kann, be­stimmt § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG nicht. Wie ein ge­richt­li­cher Ver­gleich zu­stan­de kommt, er­gibt sich aus § 278 Abs. 6 ZPO in sei­ner je­weils gülti­gen Fas­sung. In­so­weit geht es hier um ei­ne be­griff­li­che Ver­wei­sung. Das heißt: Sind die tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen des § 278 Abs. 6 ZPO erfüllt, so han­delt es sich um ei­nen ge­richt­li­chen Ver­gleich auch im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG (vgl. auch La­renz, Me­tho­den­leh­re der Rechts­wis­sen­schaft, 6.Auf­la­ge 1991, S.251ft). Der in­ner­sys­te­ma­ti­sche Auf­bau des § 278 Abs. 6 ZPO in sei­ner neu­en Fas­sung ab 1.09.2004 zeigt kei­ne Dif­fe­ren­zie­rung sei­ner Al­ter­na­ti­ven auf und ver­bie­tet des­halb ei­ne un­ter­schied­li­che Be­hand­lung (vgl. da­zu Serr, SAE 2013, Sei­te 44 f.; Mar­sch­ner An­mer­kung EzTöD 100 § 30 Abs. 1 TVöD-AT Sach­grund­be-fris­tung Nr. 42). Die von der herr­schen­den Mei­nung an­er­kann­te Dop­pel­na­tur des Pro-zess­ver­gleichs bleibt auch bei ei­ner Fest­stel­lung des Ver­glei­ches durch Be­schluss nach Abs. 6 er­hal­ten (BAG 23.11.2006 — 6 AZR 394/06 aaO, Rn 15 mwN; D. Lei­pold aaO Rn 88 mwN). Der fest­stel­len­de Be­schluss ent­fal­tet da­her nicht nur pro­zess­recht­li­che Fol­gen, son­dern ord­net das Rechts­verhält­nis der Par­tei­en auch ma­te­ri­ell-recht­lich.

bb)

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt führt in sei­ner Ent­schei­dung selbst zu­tref­fend aus, dass es dem Ge­setz­ge­ber mit der Neu­ge­stal­tung des § 278 ZPO dar­um ge­gan­gen sei die Möglich­keit ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs­ab­schlus­ses zu er­wei­tern. Mit In­kraft­tre­ten der Ge­set­zesände­rung und da­nach — so der 7.Se­nat des BAG - sei es nicht zu Mo­di­fi­zie­run­gen des § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG ge­kom­men, ob­gleich es ver­schie­de­nen Ände­run­gen und Übe­r­ar­bei­tun­gen des Tz­B­fG nach In­kraft­tre­ten des ZPO-RG (vom 27. Ju­li 2001, BGBL.I S.1887 und des 1.JuMoG a. a. 0.) ge­ge­ben ha­be (§ 14 Abs. 3 Satz 4 Tz­B­fG, § 14 Abs. 2a Tz­B­fG, § 14 Abs. 3 Tz­B­fG).

cc)

Der Ge­set­zes­zweck in der Neu­fas­sung des § 278 Abs. 6 ZPO er­wei­tert des­halb den in § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG eröff­ne­ten Sach­grund für ei­ne Be­fris­tung. In der Ent­wurfs­be­gründung zu § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 2 ZPO n.F. heißt es un­ter an­de­rem:

„Die neue Re­ge­lung ... ermöglicht nun­mehr den Ab­schluss ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs auch da­durch, dass die Par­tei­en ei­nem ih­nen un­ter­brei­te­ten schrift­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag des Ge­richts schrift­lich zu­stim­men können" (BT Druck-sa­che 14/4722, S. 82).

Da­mit konn­te jetzt auch außer­halb der münd­li­chen Ver­hand­lung ein ge­richt­li­cher Ver­gleich ge­schlos­sen wer­den. Die in der Pra­xis häufig auf­tre­ten­de Fall­ge­stal­tung, dass die Par­tei­en den Ver­gleich aus­han­deln, schrift­lich fi­xie­ren und dem Ge­richt zur Fest­stel­lung über­sen­den, soll­te eben­falls im In­ter­es­se ei­ner wei­te­ren Ver­ein­fa­chung des ge­richt­li­chen Ver­gleichs zulässig sein. Da­zu heißt es in der Ge­set­zes­be­gründung:

„ ...dass auch der von den Par­tei­en un­ter­brei­te­te Ver­gleichs­vor­schlag zum Ge­gen­stand des ge­richt­li­chen Ver­gleichs wer­den kann" (BT Druck­sa­che 15/3482, S. 17).

Im Zu­sam­men­hang mit die­ser Er­wei­te­rung des Zu­stan­de­kom­mens ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs er­fuhr das Tz­B­fG selbst kei­ne Ände­rung. Da­mit hat der Ge­setz­ge­ber die Mög-lich­kei­ten ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs­schlus­ses in der münd­li­chen und außer­halb der münd­li­chen Ver­hand­lung, mit ge­richt­li­chem Ver­gleichs­vor­schlag und auf übe­rein­stim­men-

 

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den Vor­schlag der Par­tei­en gleich be­han­deln wol­len (vgl. Serr a. a. 0., 46; Leuch­ten FA 2012, 324 f).

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 15.02.2012 (aaO) wen­det sich ge­gen die Gleich­be­hand­lung der in § 278 Abs. 6 ZPO auf­ge­zeig­ten Va­ri­an­ten zu ei­nem ge­richt­li­chen Ver­gleichs­schluss und schränkt da­mit die ge­setz­ge­be­risch ge­woll­te Aus­wei­tung ge­richt­li­cher Ver­glei­che und die Ver­ein­fa­chung zu de­ren Her­beiführung ein. Die­se Un­ter­schei­dung nach dem Grad der ge­richt­li­chen Mit­wir­kung am Ver­gleichs­schluss wi­der­spricht je­doch den ge­setz­ge­be­ri­schen Ab­sich­ten. Die vor­ge­nom­me­ne Dif­fe­ren­zie­rung hat bis zur Ent­schei­dung vom 15.02.2012 in großen Tei­len des Schrift­tums kei­ne Rol­le ge­spielt (vgl. Serr a. a. 0. 46 Nach­wei­se in Fußno­te 27). Sie hat fer­ner in der Ent­schei­dung des 7. Se­na­tes vom 26.04.2006 (7 AZR 366/05 = AP Nr. 1 zu § 14 Tz­B­fG Ver­gleich = EzA § 14 Tz­B­fG Nr. 29) kei­nen Nie­der­schlag ge­fun­den. Dort ist aus­geführt, dass der ge­richt­li­che Ver­gleich, mit dem die Par­tei­en zur Bei­le­gung ei­ner Rechts­strei­tig­keit ein be­fris­te­tes oder auflösend be­ding­tes Ar­beits­verhält­nis ver­ein­ba­ren, kei­ner wei­te­ren Be­fris­tungs­kon­trol­le un­ter­lie­ge. Wei­ter heißt es dann wört­lich:

„De­ren Funk­ti­on (sic.:Die Be­fris­tungs­kon­trol­le) erfüllt das Ar­beits­ge­richt durch sei­ne ord­nungs­gemäße Mit­wir­kung beim Zu­stan­de­kom­men des Ver­gleichs, der re­gelmäßig so­gar auf sei­nem Vor­schlag be­ruht. Dem Ge­richt als Grund­rechts­ver­pflich­te­ten im Sin­ne des Ar­ti­kels 1 Ab­satz 3 GG ob­liegt im Rah­men der ar­beits­ge­richt­li­chen Be­fris­tungs­kon­trol­le die Auf­ga­be, den Ar­beit­neh­mer vor ei­nem grund­lo­sen Ver­lust sei­nes Ar­beits­plat­zes zu be­wah­ren und da­mit ei­nen an­ge­mes­se­nen Aus­gleich der wech­sel­sei­ti­gen grund­rechts­geschützen In­ter­es­sen der Ar­beits­ver­trags­par­tei­en zu fin­den. Die­se aus Ar­ti­kel 12 Ab­satz 1 GG ab­ge­lei­te­te Schutz­pflicht erfüllt das Ge­richt nicht nur durch ein Ur­teil, son­dern auch im Rah­men der gütli­chen Bei­le­gung ei­nes Rechts­streits. Schlägt das Ar­beits­ge­richt zur Be­en­di­gung des Ver­fah­rens über den Be­stand ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ei­nen Ver­gleich vor, der ei­ne wei­te­re, al­ler­dings zeit­lich be­grenz­te Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses vor­sieht, ist es im Re­gel­fall ei­ne hin­rei­chen­de Gewähr dafür, dass die­se Be­fris­tung nicht des­we­gen gewählt wor­den ist, um dem Ar­beit­neh­mer grund­los den ge­setz­li­chen Be­stands­schutz zu neh­men."

Da­mit hat es das BAG bis zur Ent­schei­dung vom 15.02.2012 aus­rei­chen las­sen, dass ein Ver­gleichs­vor­schlag des Ge­richts, un­ge­ach­tet wie die­ser zu­stan­de kommt, ei­ner ord­nungs­gemäßen Mit­wir­kung beim Zu­stan­de­kom­men des Ver­gleichs genügt.

 

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dd)

Die Grenz­zie­hung, wann ei­ne aus­rei­chen­de Mit­wir­kung des Ge­richts an­zu­neh­men ist oder nicht, er­weist sich in der Pra­xis schwie­rig und erhöht oh­ne Not die Rechts­un­si­cher­heit. So lässt es, wor­auf die Be­ru­fung zu Recht hin­weist, das BAG in der Ent­schei­dung vom 15.02.2012 (a. a. 0. Rn. 25) für die An­nah­me ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs im Sin­ne von § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG genügen, wenn sich das Ge­richt ei­nen von den Par­tei­en vor­ge­leg­ten Ei­ni­gungs­ent­wurf als sei­nen Vor­schlag zu Ei­gen macht. Da­mit wäre im vor­lie­gen­den Sach­ver­halt of­fen, ob das Ge­richt den von Kläger­sei­te als Ei­ni­gungs­ent­wurf nach Prüfung sich zu Ei­gen ge­macht hat oder den Vor­schlag oh­ne Prüfung nur an die Ge­gen­sei­te wei­ter­ge­lei­tet hat. Das er­ken­nen­de Ge­richt zwei­felt, war­um nicht be­reits in der Pro­to­kol­lie­rung nach § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 1 ZPO ei­ne aus­rei­chen­de ge­richt­li­che Mit­wir­kung im Sin­ne ei­ner in­halt­li­chen Ver­ant­wor­tung dar­in liegt, den Ver­gleichs­ent­wurf ei­ner Kon­trol­le nach Verstößen ge­gen Straf­ge­set­ze oder nach §§ 134, 138 BGB zu un­ter-zie­hen. Ist das Ge­richt ge­hal­ten, ei­ne der­ar­ti­ge Prüfung vor­zu­neh­men und im Fall ei­nes Ver­s­toßes ge­gen Straf­ge­set­ze, ge­gen ge­setz­li­che Ver­bo­te oder ge­gen die gu­ten Sit­ten vor Ver­gleichs­schluss zu un­ter­bin­den, so liegt zur Über­zeu­gung des er­ken­nen­den Ge­richts be­reits dar­in ei­ne Mit­wir­kung im Sin­ne ei­ner in­halt­li­chen Ver­ant­wor­tung, die Schutz­in­ter­es­sen des Ar­beit­neh­mers zu berück­sich­ti­gen. Die vom BAG in sei­ner Ent­schei­dung vom 15.02.2012 vor­ge­nom­me­ne Dif­fe­ren­zie­rung er­scheint über­dies künst­lich. Sie un­ter­stellt, dass Ver­gleichs­vor­schläge der Par­tei­en vom Ge­richt un­be­se­hen fest­ge­stellt und oh­ne Rück­sicht auf de­ren In­halt bestätigt wer­den. Das ist pra­xis­fern und le­bens­fremd. Die neue Recht­spre­chung des BAG hätte nur zur Fol­ge, dass die Par­tei­en mit ei­nem „Eck­punk­te­pa­pier" an das Ge­richt her­an­tre­ten und es bit­ten von sich aus ei­nen Ver­gleichs­vor­schlag zu un­ter­brei­ten. Da­mit ist die Ein­fluss­nah­me des Ge­richts zwar do­ku­men­tiert, aber in­halt­lich letzt­lich nichts ge­won­nen (vgl. KR Lip­ke 10. Auf­la­ge 2013 § 14 Tz­B­fG Rn. 341a). Sch­ließlich ist bei Über­nah­me ei­ner von den Par­tei­en ab­ge­stimm­ten Ei­ni­gung zur Fest-stel­lung ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs das Ge­richt ge­hal­ten, vor sei­ner Be­ur­kun­dung, mit der be­deut­sa­me Pflich­ten über­nom­men oder auch Rech­te auf­ge­ge­ben wer­den, die dar­in fest­ge­leg­ten Pflich­ten zu prüfen und die Par­tei­en ent­spre­chend § 17 Abs. 2 Be­ur­kun-dungs­ge­setz zu be­leh­ren (vgl. Zöller/Gre­ger 29. Auf­la­ge 2012 § 278 ZPO Rn. 32, Leuch­ten FA 2012, 324, 326; Knau­er/Wolf NJW 2004, 2857, 2859 m. w. N.).

Ob ei­ne sol­che Prüfung durch das Ge­richt vor­ge­nom­men wor­den ist, be­vor es sich ei­ne vor­ge­schla­ge­ne Ei­ni­gung zu Ei­gen ge­macht hat, lässt sich im Re­gel­fall al­ler­dings nur schwer er­mit­teln. Be­mer­kens­wert ist, dass der Ei­ni­gungs­ent­wurf zur Be­fris­tung von der zu schützen­den Ar­beit­neh­mer­sei­te dem Ge­richt un­ter­brei­tet wor­den ist.

 

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In dem hier zu ent­schei­den­den Rechts­streit kann der Ak­te 7 Ca 192/10 Ö je­den­falls mit Si­cher­heit nicht ent­nom­men wer­den, ob ei­ne Prüfung er­folgt oder un­ter­blie­ben ist. Fest­zu­stel­len ist je­den­falls, dass das Ge­richt auf der Grund­la­ge der vom Kläger-Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten außer­ge­richt­li­chen Ei­ni­gungs­an­zei­ge ei­nen „so be­zeich­ne­ten" ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag un­ter­brei­tet hat. Die­ser ge­richt­li­che Ver­gleichs­vor­schlag ist nicht nur der Be­klag­ten, son­dern bei­den Sei­ten zu­ge­stellt wor­den (Blatt 57 der Ak­te 7 Ca 192/10 Ö). Die späte­re ge­richt­li­che Fest­stel­lung des Ver­gleichs mit ei­ner klei­ne­ren, ta­rif­recht­lich ge­schul­de­ten re­dak­tio­nel­len Ände­rung, ( ... und) be­ein­flusst nicht die Qua­li­fi­zie­rung als „ge­richt­li­cher Ver­gleichs­vor­schlag".

ee)

Das Ge­richt gibt zu be­den­ken, dass auf der Grund­la­ge der Recht­spre­chung des 7. Se­nats des BAG vom 15.02.2012 ein Ver­gleich nach § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 1 ZPO zukünf­tig auch an an­de­rer Stel­le im Ar­beits­recht ent­fal­len müss­te. Der grund­lo­se Ver­lust des Ar­beits­verhält­nis­ses „droht" et­wa eben­so dann, wenn der Ar­beit­ge­ber sei­nem Ar­beit­neh­mer in ei­nem Kündi­gungs­streit „bil­lig" den Be­stands­schutz ab­kauft oder ihn sonst da­zu be­wegt, zu­sam­men mit ihm dem Ge­richt ei­nen schrift­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag nach der 1. Al­ter­na­ti­ve in Ab­satz 6 zu un­ter­brei­ten. Dann würde sich die Funk­ti­on des Ge­richts auf die kri­ti­sier­te Pro­to­kol­lie­rung be­schränken und das Ge­richt könn­te sei­ner Schutz­pflicht aus Ar­ti­kel 12 Abs. 1 GG in die­sen Fällen nicht nach­kom­men. Hier fehlt es aber an ei­ner ar­beits­recht­lich ma­te­ri­el­len Norm, die ei­nen „ge­richt­li­chen Ver­gleich" vor­aus­setzt und die man mit dem Schutz­ge­sichts­punk­ten des BAG te­leo­lo­gisch ein­engen könn­te (zu­tref­fend Serr a. a. 0., 47). Im Er­geb­nis würde dies dar­auf hin­aus­lau­fen, dass man höhe­re An­for­de­run­gen an ei­nen ge­richt­li­chen Ver­gleich stellt, der dem Ar­beit­neh­mer ei­ne be­fris­te­te Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses eröff­net, als bei ei­nem endgülti­gen Ver­lust des Ar­beits-plat­zes ge­gen Ab­fin­dungs­zah­lung.

Das Ge­richt ist des­halb der Auf­fas­sung, dass das BAG im Zu­sam­men­hang mit § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 Tz­B­fG die An­for­de­run­gen an ei­ne Mit­wir­kung des Ge­richts bei Ver­gleichs­schluss über­spannt hat. Es muss genügen, wenn das Ge­richt die Rechtmäßig­keit des Ver­gleichs kon­trol­lie­ren kann und sich den vor­ge­schla­ge­nen Ver­gleichs­text durch Über­nah­me zu Ei­gen ge­macht hat. Hier­in liegt ei­ne aus­rei­chen­de Möglich­keit der ge­richt­li­chen Ein­fluss­nah­me, um ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung der Ar­beit­neh­mer­sei­te bei ei­ner Sach­grund­be­fris­tung zu un­ter­bin­den.

 

- 15 -

ff)

Die er­ken­nen­de Kam­mer hat die Par­tei­en durch Be­schluss vom 22.10.2013 (Blatt 187 d. A.) recht­zei­tig auf sei­ne Be­den­ken ge­gen die Ent­schei­dung des BAG vom 15.02.2012 — 7 AZR 734/10 — auf­merk­sam ge­macht. Da­mit wur­de ih­nen hin­rei­chend recht­li­ches Gehör gewährt. Die Ver­spätungsrügen der Kläge­rin grei­fen nicht durch, da das be­an­stan­de­te Vor­brin­gen der Be­ru­fung die Er­le­di­gung des Rechts­streits nicht verzögert hat (§ 67 Abs. 3 ArbGG).

3)

Das Ge­richt lässt of­fen, ob selbst un­ter Zu­grun­de­le­gung der Recht­spre­chung des BAG vom 15.02.2012 hier nicht be­reits da­von aus­zu­ge­hen ist, dass sich das Ge­richt mit dem ge­richt­li­chen Ver­gleichs­vor­schlag vom 10.06.2010 den Ei­ni­gungs­ent­wurf der Par­tei­en zu Ei­gen ge­macht hat. Dafür spricht vie­les (z. B. hand­schrift­li­che Ausfüllung des Mus­ters Ver­gleichs­vor­schlag in drei Zei­len, Kreuz­set­zung im drit­ten Kästchen im Verfügungs­mus-ter vor­ge­ge­ben, Be­schluss-Aus­fer­ti­gung an Kläger wie Be­klag­te; Blatt 57 der Ak­te 7 Ca 192/10 Ö). Dies kann aber mit Blick auf die Ausführun­gen zu 2 da­hin­ste­hen.

4)

Die Kläge­rin hat als die un­ter­le­ge­ne Par­tei nach § 91 ZPO die Kos­ten des Rechts­streits zu tra­gen.

5)

Die Re­vi­si­on war für die un­ter­le­ge­ne Kläge­rin zu­zu­las­sen, da die Kam­mer mit ih­rer Ent­schei­dung von der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ab­weicht.

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