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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Kündigung: Betriebsbedingt, Kündigungsschutz
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Hamburg
Akten­zeichen: 1 Sa 2/11
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 22.03.2011
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 06.12.2010, 22 Ca 196/10
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt Ham­burg

Ur­teil

Im Na­men des Vol­kes

 

Geschäfts­zei­chen:
1 Sa 2/11

22 Ca 196/10 ArbG Ham­burg 

Verkündet am:
22. März 2011

 

In dem Rechts­streit

-Kläge­rin - Be­ru­fungs­be­klag­te

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

ge­gen

- Be­klag­te - Be­ru­fungskläge­rin

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

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er­kennt das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ham­burg, 1. Kam­mer,
auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 22. März 2011
durch den Präsi­den­ten des Lan­des­ar­beits­ge­richts Dr. Nau­se als Vor­sit­zen­der
die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin ...
den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter ...

für Recht:

Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ham­burg vom 6. De­zem­ber 2010 – 22 Ca 196/10 – wird auf ih­re Kos­ten zurück­ge­wie­sen.

Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.

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R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n g

Ge­gen die­ses Ur­teil kann von der Be­klag­ten Re­vi­si­on bei dem Bun­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­legt wer­den. Die Re­vi­si­on kann nur dar­auf gestützt wer­den, dass das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts auf der Ver­let­zung ei­ner Rechts­norm be­ruht.

Die Re­vi­si­ons­schrift muss ent­hal­ten:

- die Be­zeich­nung des Ur­teils, ge­gen das die Re­vi­si­on ge­rich­tet wird;
- die Erklärung, dass ge­gen die­ses Ur­teil Re­vi­si­on ein­ge­legt wird.

Mit der Re­vi­si­ons­schrift soll ei­ne Aus­fer­ti­gung oder be­glau­big­te Ab­schrift des an­ge­foch­te­nen Ur­teils vor­ge­legt wer­den.

Die Re­vi­si­on ist zu be­gründen. Die Re­vi­si­ons­be­gründung muss ent­hal­ten:

- die Erklärung, in­wie­weit das Ur­teil an­ge­foch­ten und des­sen Auf­he­bung be­an­tragt wir (Re­vi­si­ons­anträge),

- die An­ga­be der Re­vi­si­ons­gründe, und zwar,

a) die be­stimm­te Be­zeich­nung der Umstände, aus de­nen sich die Rechts­ver­let­zung er­gibt,

b) so­weit die Re­vi­si­on dar­auf gestützt wird, dass das Ge­setz in Be­zug auf das Ver­fah­ren ver­letzt sei, die Be­zeich­nung der Tat­sa­chen, die den Man­gel er­ge­ben.

Ei­ne Re­vi­si­on kann nur ein Rechts­an­walt oder ei­ne Rechts­anwältin, der bzw. die bei ei­nem deut­schen Ge­richt zu­ge­las­sen ist, ei­ne Ge­werk­schaft oder Ver­ei­ni­gung von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der oder ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der vor­ste­hend be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on und ih­rer Mit­glie­der oder an­de­rer Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt, und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet, ein­le­gen und be­gründen.

Die Frist für die Ein­le­gung der Re­vi­si­on (Not­frist) beträgt ei­nen Mo­nat, die Frist für die Be­gründung der Re­vi­si­on zwei Mo­na­te. Die Re­vi­si­ons­be­gründungs­frist kann auf An­trag ein­mal bis zu ei­nem wei­te­ren Mo­nat verlängert wer­den.

Die Re­vi­si­ons­frist und die Re­vi­si­ons­be­gründungs­frist be­gin­nen mit dem Ta­ge der von Amts we­gen er­folg­ten Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Ur­teils des Lan­des­ar­beits­ge­richts, spätes­tens aber mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach der Verkündung.

Hin­weis:

1. Die An­schrift des Bun­des­ar­beits­ge­richts lau­tet:

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Hu­go-Preuß-Platz 1 – 99084 Er­furt

2. Aus tech­ni­schen Gründen sind die Re­vi­si­ons­schrift, die Re­vi­si­ons­be­gründungs­schrift und die sons­ti­gen wech­sel­sei­ti­gen Schriftsätze im Re­vi­si­ons­ver­fah­ren in sie­ben­fa­cher Aus­fer­ti­gung (und für je­den wei­te­ren Be­tei­lig­ten ei­ne Aus­fer­ti­gung mehr) bei dem Bun­des­ar­beits­ge­richt ein­zu­rei­chen.

3. Zur Möglich­keit der Ein­rei­chung von Schriftsätzen beim Bun­des­ar­beits­ge­richt mit­tels elek­tro­ni­schen Do­ku­ments wird auf die Ver­ord­nung vom 9. März 2006 (BGBl I, 519 ff) ver­wie­sen.

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T A T B E S T A N D

Die Kläge­rin ver­langt die Fest­stel­lung der Un­wirk­sam­keit ei­ner Kündi­gung.

Die 1963 ge­bo­re­ne ver­hei­ra­te­te Kläge­rin, die zwei Kin­der hat und mit ei­nem Grad der Be­hin­de­rung von 50 schwer­be­hin­dert ist, wird von der Be­klag­ten, ei­ner Flug­li­nie, seit dem 1. Ja­nu­ar 1997 beschäftigt, zu­letzt bei ei­ner Ar­beits­zeit von 30 St­un­den pro Wo­che mit ei­nem Brut­to­mo­nats­ent­gelt von € 2120 als Air­port Ma­na­ger (Sta­ti­ons­lei­te­rin) in Ham­burg. Der Beschäfti­gung liegt ein schrift­li­cher Ar­beits­ver­trag vom 18. Ju­ni 1996 zu­grun­de, we­gen des­sen Ein­zel­hei­ten auf die An­la­ge K 1 zur Klag­schrift (Bl. 4 ff d.A.) ver­wie­sen wird. Mit Schrei­ben vom 21. Ju­ni 2010 erklärte die Be­klag­te ge­genüber der Kläge­rin ei­ne Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses zum 30. No­vem­ber 2011, nach­dem das In­te­gra­ti­ons­amt Ber­lin mit Be­scheid vom 14. Ju­ni 2010 die Zu­stim­mung zum Aus­spruch ei­ner or­dent­li­chen Kündi­gung er­teilt hat­te. Ei­ne zu­vor be­reits am 22. April 2010 aus­ge­spro­che­ne Kündi­gung, vor de­ren Aus­spruch die Be­klag­te man­gels Kennt­nis der Schwer­be­hin­der­ten­ei­gen­schaft der Kläge­rin die Zu­stim­mung des In­te­gra­ti­ons­amts nicht ein­ge­holt hat­te, wur­de von der Be­klag­ten in ei­nem vor­her­ge­hen­den Kündi­gungs­schutz­pro­zess, der dar­auf­hin für er­le­digt erklärt wur­de, „zurück­ge­nom­men“. Al­le Beschäftig­ten der Be­klag­ten in Deutsch­land, die sich nicht in El­tern­zeit be­fan­den oder schwer­be­hin­dert sind, er­hiel­ten ei­ne Kündi­gung mit Schrei­ben vom 22. April 2010, die zwei sich in El­tern­zeit be­find­li­chen und die drei schwer­be­hin­der­ten Men­schen er­hiel­ten nach Zu­stim­mung der ent­spre­chen­den Behörde ei­ne Kündi­gung mit Schrei­ben vom 21. Ju­ni 2010. Drei Ar­beits­verhält­nis­se wur­den zum 31. Mai 2010 gekündigt, ei­nes zum 31. Ju­li 2010, drei zum 31. Au­gust 2010, drei wei­te­re zum 30. Sep­tem­ber 2010, ei­nes zum 31. Ok­to­ber 2010, vier zum 30. No­vem­ber 2010 und zwei zum 31. Ja­nu­ar 2011.

Die Be­klag­te ist ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft un­ga­ri­schen Rechts mit Haupt­sitz in Bu­da­pest, die zu­letzt vier Büros in Deutsch­land un­ter­hielt, nämlich in Ham­burg, München, Ber­lin Stadt und Ber­lin Flug­ha­fen. Ein Büro in Frank­furt wur­de be­reits im Jah­re 2006 ge­schlos­sen. Zum Zeit­punkt des Zu­gangs der Kündi­gung wa­ren in Deutsch­land 14 Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer tätig, drei Beschäftig­te wa­ren auf­grund von En­de

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April 2010 aus­ge­spro­che­nen Kündi­gung zum 31. Mai 2010 aus­ge­schie­den. Nie­der­las­sun­gen der Be­klag­ten in Frank­reich und Ita­li­en verfügten über je vier und in der Schweiz über zwei Beschäftig­te bei glei­chem Pas­sa­gier­auf­kom­men wie in Deutsch­land.

Die Kläge­rin hat­te die Auf­ga­ben, die Flüge und die Air­port Hand­ling Com­pa­ny zu be­auf­sich­ti­gen und zu kon­trol­lie­ren. We­gen der Ein­zel­hei­ten ei­nes Ar­beits­platz­be­schrei­bung wird auf die An­la­ge K 3 zum Schrift­satz der Kläge­rin vom 17. Sep­tem­ber 2010 (Bl. 44 ff d.A.) ver­wie­sen. Die von der Kläge­rin aus­geübten Tätig­kei­ten wer­den der­zeit zu­min­dest teil­wei­se von Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mern ei­ner Air­port Hand­ling Com­pa­ny aus­geführt. Die Kläge­rin war un­mit­tel­bar dem in der Zen­tra­le der Be­klag­ten täti­gen Air­port Area Ma­na­ger un­ter­stellt, die­ser der Ope­ra­ti­ons Con­trol Di­rec­to­ra­te, die­se dem Chief Ope­ra­tio­nal Of­fi­cer und die­ser dem CEO. We­gen der Ein­zel­hei­ten des Or­ga­ni­gramms der Be­klag­ten wird auf die An­la­ge K 4 zum Schrift­satz der Be­klag­ten vom 1. No­vem­ber 2010 (Bl. 64 d.A.) ver­wie­sen.

Bis 2008 exis­tier­te ein für die deut­schen Büros der Be­klag­ten ge­bil­de­ter Be­triebs­rat.

Am 8. Sep­tem­ber 2009 gab der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Be­klag­ten vor ei­nem No­tar in Bu­da­pest ei­ne Erklärung ab, we­gen de­ren Ein­zel­hei­ten auf die An­la­ge 6 zum Schrift­satz der Be­klag­ten vom 15. Ok­to­ber 2010 (Bl. 56 f d.A.) ver­wie­sen wird. Mit Schrei­ben vom 27. April 2010 kündig­te die Be­klag­te das Miet­verhält­nis über das Flug­ha­fenbüro zum 31. De­zem­ber 2010.

Die Kläge­rin ist von dem Be­klag­ten seit dem 9. Au­gust 2009 un­wi­der­ruf­lich frei­ge­stellt wor­den. Seit die­ser Zeit ist das Flug­ha­fenbüro ge­schlos­sen.

Die Be­klag­te fliegt den Flug­ha­fen Ham­burg und Flughäfen in Frank­furt, Ber­lin und Stutt­gart un­verändert an.

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Die Kläge­rin hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass die Kündi­gung so­zi­al un­ge­recht­fer­tigt sei. Die deut­schen Büros der Be­klag­ten bil­de­ten kei­nen Be­trieb, son­dern sei­en un­selbständi­ge Be­triebs­ab­tei­lun­gen der Haupt­ver­wal­tung in Bu­da­pest. Ei­ne un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung, den deut­schen Be­trieb zu schließen, gäbe es nicht. Der Be­schluss, die ausländi­schen Re­präsen­ta­ti­onsbüros nicht fort­zuführen, sei nicht um­ge­setzt wor­den. Die Ab­tei­lun­gen in Is­ra­el, Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den, der Türkei, der Ukrai­ne, Russ­land, Rumänien und of­fen­sicht­lich auch Spa­ni­en bestünden fort. Die Kläge­rin sei aus­sch­ließlich in Un­garn beschäftig­ten Vor­ge­setz­ten un­ter­stellt ge­we­sen. Die Air­port Hand­ling Com­pa­ny in Ham­burg stel­le nur das Per­so­nal, während Kon­trol­le und Di­rek­ti­ons­recht in Bu­da­pest ver­blie­ben sei­en. Bis auf die 10 % ad­mi­nis­tra­ti­ve Tätig­kei­ten, die die Kläge­rin zu ver­rich­ten ge­habt hätte, würden sämt­li­che Ar­bei­ten von den dem Di­rek­ti­ons­recht der Be­klag­ten un­ter­lie­gen­den Beschäftig­ten der Air­port Hand­ling Com­pa­ny ver­rich­tet. Die ad­mi­nis­tra­ti­ven Tätig­kei­ten der Kläge­rin hätten im We­sent­li­chen aus Rech­nungs­kon­trol­len be­stan­den, die weg­ge­fal­len zu sein schei­nen. Die Kläge­rin könne in Un­garn, Is­ra­el, Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den oder Spa­ni­en wei­ter­beschäftigt wer­den. Außer­dem hätte die Be­klag­te ei­ne so­zia­le Aus­wahl un­ter al­len Air­port Ma­na­gern tref­fen müssen.

Die Kläge­rin hat be­an­tragt,

fest­zu­stel­len, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en durch die or­dent­li­che Kündi­gung der Be­klag­ten vom 21. Ju­ni 2010 nicht be­en­det wor­den ist, son­dern fort­be­steht.

Der Be­klag­te hat be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Die Be­klag­te hat vor­ge­tra­gen, dass sie im Spätsom­mer 2009 nach Prüfung der wirt­schaft­li­chen La­ge ent­schie­den ha­be, al­le ausländi­schen Büros in Eu­ro­pa außer­halb Un­garns zu schließen, um das Über­le­ben der Be­klag­ten zu si­chern. Die ope­ra­ti­ven Auf­ga­ben, die die Beschäftig­ten bis­lang an den Flughäfen aus­geführt hätten, fie­len weg.

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Die Air­port Ma­na­ger hätten die Flüge und die für die Ab­fer­ti­gung der Flüge zuständi­gen Air­port Hand­ling Com­pa­nies be­auf­sich­tigt und kon­trol­liert. Die­se Auf­ga­be sei auch vom Air­port Area Ma­nage­ment am Haupt­sitz in Bu­da­pest aus­geführt wor­den. Die Kon­trol­le und Über­wa­chung der Air­port Hand­ling Com­pa­nies, nicht aber von de­ren Beschäftig­ten, und der Flüge wer­de zukünf­tig al­lein von der Zen­tra­le durch­geführt. In Bu­da­pest ansässi­ge Mit­ar­bei­ter be­such­ten die deut­schen Flughäfen vier­teljähr­lich und über­prüften die Durchführung der Auf­ga­ben durch die Air­port Hand­ling Com­pa­ny. Fer­ner sei ein Be­richts­we­sen durch die Crews der Flüge eta­bliert, die Check­lis­ten ausfülle, die zu­sam­men mit den Flug­do­ku­men­ten in Bu­da­pest über­prüft würden. Die Zen­tra­le in Bu­da­pest ver­sor­ge die Air­port Hand­ling Com­pa­ny mit den not­wen­di­gen Be­stim­mun­gen, Do­ku­men­ta­tio­nen und An­lei­tun­gen. Die Air­port Hand­ling Com­pa­ny or­ga­ni­sie­re die für die Ab­fer­ti­gung des Flug­be­triebs not­wen­di­gen Hand­lun­gen nach ei­ge­nen be­trieb­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und ha­be das Di­rek­ti­ons­recht ge­genüber ih­ren Beschäftig­ten. Ein­ge­hen­de Rech­nun­gen würden nicht mehr von der Kläge­rin kon­trol­liert und frei­ge­ge­ben, son­dern von dem Fi­nan­ci­al De­part­ment der Be­klag­ten in Bu­da­pest. Das Head Of­fice be­treue die Ver­trags­be­zie­hun­gen. Neue Auf­ga­be der Air­port Hand­ling Com­pa­ny sei nur, dass die­se an­ge­for­der­te Be­rich­te an die Zen­tra­le lie­fe­re. Das ha­be bis­lang die Kläge­rin ge­macht. Der Haupt­an­teil der von den deut­schen Beschäftig­ten aus­geübten Ver­kaufstätig­kei­ten wer­de zukünf­tig vom Geschäfts­sitz in Bu­da­pest aus­geübt, und zwar der Be­trieb der Re­ser­vie­rungs- und In­for­ma­ti­ons-Hot­line, der Emp­fang und die Be­ar­bei­tung von Kun­den­be­schwer­den, die Be­treu­ung der Großkun­den, der Emp­fang und die Be­ar­bei­tung von Grup­pen­an­fra­gen und die Ver­hand­lun­gen mit Rei­se­agen­tu­ren und Großkun­den. Der Fi­nanz­plan, den die Kläge­rin bis­lang für das Flug­ha­fenbüro in Ham­burg er­stellt ha­be, sei nach der Sch­ließung des Büros nicht mehr not­wen­dig. Die der­zeit noch be­ste­hen­den Re­präsen­tan­zen der Be­klag­ten in an­de­ren Staa­ten soll­ten noch ge­schlos­sen wer­den. Das sei bis­lang nur des­halb noch nicht ge­sche­hen, weil die per­so­nel­len Ka­pa­zitäten der Be­klag­ten in der zen­tra­len Per­so­nal­ab­tei­lung nicht ei­ne gleich­zei­ti­ge Sch­ließung in al­len Ländern er­laubt. Die Büros der Be­klag­ten in Deutsch­land bil­de­ten ei­nen Be­trieb. Die Be­klag­te hätte hier bis Mai 2010 ei­ne Coun­try Com­mer­ci­al Ma­na­ge­rin beschäftigt. Die­se ha­be vom deut­schen Haupt­sitz der Be­klag­ten im Ber­li­ner Stadtbüro ei­nen Großteil der Ge­schi­cke der Be­klag­ten in Deutsch­land ge­lenkt. Sie ha­be ei­ne um­fang­rei­che Voll­macht für die

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Be­klag­te be­ses­sen und hätte ins­be­son­de­re die Be­fug­nis ge­habt, Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len und zu ent­las­sen. Nach Be­en­di­gung von Ab­schluss­ar­bei­ten sei die Kläge­rin un­wi­der­ruf­lich frei­ge­stellt wor­den, eben­so wei­te­re Beschäftig­te. Das Münche­ner Büro sei be­reits gekündigt und so gut wie ge­schlos­sen, die Büros in der Ber­li­ner In­nen­stadt, am Ber­li­ner Flug­ha­fen und am Ham­bur­ger Flug­ha­fen sei­en En­de April/An­fang Mai gekündigt wor­den. Die Be­klag­te ha­be mit ei­nem deut­schen Dienst­leis­ter ei­nen Ver­trag für die Er­brin­gung ei­nes mi­ni­ma­len Ser­vice vom 10. Mai 2010 an ab­ge­schlos­sen. Da­bei ge­he es um te­le­fo­ni­sche Kon­takt­auf­nah­men der Kun­den so­wie ei­ne lo­ka­le An­lauf­stel­le ein­sch­ließlich des Ver­kaufs von Ti­ckets. Ei­ne So­zi­al­aus­wahl fal­le aus, weil sämt­li­chen Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mern in Deutsch­land gekündigt wor­den sei.

Durch Ur­teil vom 6. De­zem­ber 2010 hat das Ar­beits­ge­richt Ham­burg der Kla­ge un­ter Ab­wei­sung des An­trags­teils „son­dern fort­be­steht“ statt­ge­ge­ben. We­gen der Ein­zel­hei­ten des Ur­teils wird auf Bl. 75 bis 84 d.A. ver­wie­sen. Ge­gen die­ses Ur­teil, das der Be­klag­ten am 13. De­zem­ber 2010 zu­ge­stellt wur­de, hat sie mit Schrift­satz vom 10. Ja­nu­ar 2011, beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­gen am sel­ben Ta­ge, Be­ru­fung ein­ge­legt und die­se mit Schrift­satz vom 3. Fe­bru­ar 2011, beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­gen am sel­ben Ta­ge, be­gründet.

Die Be­klag­te hält das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts un­ter Wie­der­ho­lung ih­res erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens für falsch und ver­tritt der Auf­fas­sung, dass Ar­beitsplätze in Un­garn für die Prüfung der So­zi­al­wid­rig­keit der Kündi­gung nicht berück­sich­tigt wer­den dürf­ten. Die Um­set­zung ei­ner un­ter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dung könne le­dig­lich be­zo­gen auf Be­trie­be im geo­gra­phi­schen Ge­biet der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land über­prüft wer­den. Es dürfe nicht über­prüft wer­den, ob Beschäftig­te in Un­garn nach ar­beits­zeit­li­chen Vor­ga­ben oder kündi­gungs­schutz­recht­li­chen Re­ge­lun­gen (deutsch oder un­ga­ri­schen?) in un­zulässi­ger Wei­se mit Tätig­kei­ten von in Deutsch­land beschäftig­ten Ar­beit­neh­mern be­traut würden. Auch für ei­ne Wei­ter­beschäfti­gung in ei­nem an­de­ren Be­trieb des Un­ter­neh­mens sei nur auf freie Ar­beitsplätze in Deutsch­land ab­zu­stel­len. Für an­de­re Re­ge­lun­gen fehl­ten dem deut­schen Ge­setz­ge­ber die Recht­set­zungs­be­fug­nis­se. Die So­zi­al­aus­wahl sei auf in Deutsch­land beschäftig­te Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer be­schränkt. Ei­ne Aus­tauschkündi­gung lie­ge nicht vor, weil die Be­klag­te ge­genüber den Beschäftig­ten der Air­port Hand­ling Com­pa­ny kei­ne Wei­sungs­rech­te ausübe.

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Die Be­klag­te be­an­tragt,

un­ter Abände­rung des Ur­teils des Ar­beits­ge­richts Ham­burg vom 6. De­zem­ber 2010 – Az. 22 Ca 196/10 – die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Die Kläge­rin be­an­tragt

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen.

Sie hält das erst­in­stanz­li­che Ur­teil für zu­tref­fend.

 

E N T S C H E I D U N G S G R Ü N D E

Die Be­ru­fung ist zulässig, aber un­be­gründet und des­halb zurück­zu­wei­sen.

1) Die Be­ru­fung ist zulässig. Gemäß § 64 Abs. 1 und 2 Buch­sta­ben b und c ArbGG ist sie statt­haft. Sie ist im Sin­ne der §§ 64 Abs. 6, 66 Abs. 1 ArbGG, 519, 520 ZPO form- und frist­gemäß ein­ge­legt und be­gründet wor­den.

2) Die Be­ru­fung ist un­be­gründet, weil die Kla­ge, so­weit über sie in der Be­ru­fungs­in­stanz zu ent­schei­den ist, zulässig und be­gründet ist.

a) Die Kla­ge ist zulässig. Für sie sind die Vor­aus­set­zun­gen des § 256 Abs. 1 ZPO erfüllt. Zwi­schen den Par­tei­en ist ein Rechts­verhält­nis strei­tig. Un­ter ei­nem Rechts­verhält­nis ist die recht­li­che Be­zie­hung ei­ner Per­son zu ei­ner an­de­ren Per­son oder Sa­che zu ver­ste­hen. Ge­gen­stand der Fest­stel­lungs­kla­ge können da­bei auch ein­zel­ne Rech­te, Pflich­ten oder Fol­gen ei­nes Rechts­verhält­nis­ses sein (Zöller-Gre­ger, § 256, Rd­nr. 3). Rechts­verhält­nis in die­sem Sin­ne ist das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en. Vor­lie­gend geht es dar­um, ob die­ses durch die Kündi­gung der Be­klag­ten vom 21. Ju­ni 2010 be­en­det wor­den ist. Da­mit strei­ten die Par­tei­en un­mit­tel­bar um den Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses nach Ab­lauf der Kündi­gungs­frist und die Be­rech­ti­gung der Be­klag­ten, das Ar­beits­verhält­nis durch Kündi­gungs­erklärung zu be­en­den. Das nach § 256 Abs. 1 ZPO er­for­der­li­che

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Fest­stel­lungs­in­ter­es­se ist ge­ge­ben. Für Ar­beits­verhält­nis­se, die dem Kündi­gungs­schutz nach dem 1. Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes un­ter­lie­gen, er­gibt es sich be­reits aus §§ 4, 7 KSchG, nach de­nen ei­ne schrift­lich erklärte Kündi­gung als von An­fang an wirk­sam gilt, wenn da­ge­gen nicht frist­ge­recht ei­ne Fest­stel­lungs­kla­ge er­ho­ben wird. Auch un­abhängig da­von ist ein Fest­stel­lungs­in­ter­es­se für ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge re­gelmäßig ge­ge­ben, weil nur durch ei­ne sol­che Kla­ge mit Rechts­kraft für al­le Rech­te und Pflich­ten aus dem Ar­beits­verhält­nis des­sen Fort­be­stand geklärt wer­den kann (Ger­mel­mann-Mat­thes-Prütting, ArbGG, § 46, Rd­nr. 86). Da­nach ist vor­lie­gend ein Fest­stel­lungs­in­ter­es­se an­zu­neh­men. Die Kündi­gung ist gemäß § 126 BGB schrift­lich ver­fasst und un­ter­schrie­ben in der nach § 623 BGB er­for­der­li­chen verkörper­ten Form der Kläge­rin zu­ge­gan­gen und da­mit schrift­lich er­folgt. Außer­dem ist nicht er­sicht­lich, aus wel­chen Gründen aus­nahms­wei­se das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se für ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge nicht ge­ge­ben sein soll­te. Fer­ner ist die Kla­ge auch dann zulässig, wenn es sich da­bei um ei­nen Fest­stel­lungs­an­trag nach § 256 Abs. 1 ZPO han­deln soll­te. Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ar­beits­ge­richts soll es ei­ne Fest­stel­lungs­kla­ge ei­ge­ner Art nach § 4 KSchG ge­ben (BAG, Ur­teil vom 12. Mai 2005, 2 AZR 426/04, Ju­ris). Es kann da­hin­ge­stellt blei­ben, ob die­se Auf­fas­sung zu­tref­fend ist. Selbst wenn die­ses der Fall sein soll­te, wäre die Kla­ge vor­lie­gend zulässig, weil, wie be­reits aus­geführt, die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Kla­ge nach § 4 KSchG ge­ge­ben sind.

bb) Die Kla­ge ist be­gründet, weil das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en durch die Kündi­gung der Be­klag­ten nicht auf­gelöst wor­den ist. Die Kündi­gung ist nicht so­zi­al ge­recht­fer­tigt im Sin­ne des § 1 KSchG.

aaa) § 1 KSchG ist an­zu­wen­den, weil das Ar­beits­verhält­nis in den Gel­tungs­be­reich des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes fällt. Maßgeb­lich für die Re­ge­lung des an­wend­ba­ren Rechts ist Art. 8 der EG Ver­ord­nung Nr. 593/2008. Nach Art. 8 Abs. 1 ist in ers­ter Li­nie die Rechts­wahl der Par­tei­en, nach Art. 8 Abs. 2 man­gels Rechts­wahl das Recht des Staa­tes, in dem oder an­dern­falls von dem aus die Ar­beit­neh­me­rin in Erfüllung des Ver­trags gewöhn­lich sei­ne Ar­beit ver­rich­tet. Da ei­ne Rechts­wahl nach Art. 8 Abs. 1 nicht er­sicht­lich ist, gilt nach Art. 8 Abs. 2 das deut­sche Recht ein­sch­ließlich § 1 KSchG, weil die Kläge­rin ih­re Ar­beit in Ham­burg ver­rich­tet hat.

bbb) Das Feh­len der so­zia­len Recht­fer­ti­gung kann berück­sich­tigt wer­den, weil die Kündi­gung

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21. Ju­ni 2010 ge­rich­te­te Kla­ge ging in­ner­halb der Frist des § 4 KSchG, nämlich am 24. Ju­ni 2010, beim Ar­beits­ge­richt ein und wur­de auch noch in­ner­halb der Frist, nämlich am 30. Ju­ni 2010, der Be­klag­ten zu­ge­stellt, so dass die Kla­ge­er­he­bung nach § 253 Abs. 1 ZPO recht­zei­tig er­folg­te.

ccc) Der ers­te Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes und da­mit auch § 1 KSchG fin­den An­wen­dung, weil im Be­trieb der Be­klag­ten re­gelmäßig mehr als zehn Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer im Sin­ne des § 23 Abs. 1 KSchG beschäftigt sind. Geht man mit der Be­klag­ten da­von aus, dass al­le in Deutsch­land beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer zu ei­nem Be­trieb zu­sam­men­ge­fasst sind, er­gibt sich dar­aus un­pro­ble­ma­tisch, dass es sich nicht um ei­nen Klein­be­trieb han­delt, denn in den Sta­tio­nen der Be­klag­ten in Deutsch­land wa­ren re­gelmäßig mehr als zehn Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer tätig. Nach der Rechts­an­sicht der Kläge­rin gibt es da­ge­gen kei­nen Be­trieb mit re­gelmäßig mehr als zehn Beschäftig­ten in Deutsch­land, weil sie die Auf­fas­sung ver­tritt, dass es kei­ne or­ga­ni­sa­to­ri­sche Zu­sam­men­fas­sung der Sta­tio­nen in Deutsch­land gibt, son­dern die­se erst auf der Ebe­ne der Zen­tra­le der Be­klag­ten in Bu­da­pest her­bei­geführt wird. Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ar­beits­ge­richts fin­det der ers­te Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes nur für in Deutsch­land ge­le­ge­ne Be­trie­be An­wen­dung (Ur­teil vom 17. Ja­nu­ar 2008, 2 AZR 902/06). Selbst wenn die­ses zu­tref­fend sein soll­te, folg­te dar­aus aber nicht, dass vor­lie­gend der ers­te Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes kei­ne An­wen­dung fände. Die in Deutsch­land beschäftig­ten Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer mach­ten dann ein An­teil (nicht Teil) der Zen­tra­le der Be­klag­ten in Bu­da­pest aus, der nicht die Vor­aus­set­zun­gen ei­nes Klein­be­trie­bes nach § 23 Abs. 2 KSchG erfüll­te. Da der Zweck des Aus­schlus­ses von Klein­be­trie­ben dar­in be­steht, die In­ha­ber klei­ner Be­trie­be vor den Schwie­rig­kei­ten bei der An­wen­dung des kom­pli­zier­ten Kündi­gungs­schutz­rechts zu schützen und die Klein­be­trie­be nicht durch lang­wie­ri­ge Kündi­gungs­schutz­ver­fah­ren oder zu de­ren Ab­wen­dung ge­leis­te­te Ab­fin­dun­gen zu be­las­ten so­wie ih­nen höhe­re per­so­nal­wirt­schaft­li­che Fle­xi­bi­lität zu ver­lei­hen, weil sie kei­ne Re­ser­ven bil­den könn­ten (BAG, Ur­teil vom 19. April 1990. 2 AZR 487/89), ist es ge­bo­ten, die Re­ge­lung nicht auf Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer an­zu­wen­den, die in Sum­me den in § 23 Abs. 3 KSchG ge­re­gel­ten Grenz­wert – vor­lie­gend so­gar deut­lich – über­schrei­ten und Teil ei­ner im Aus­land ge­le­ge­nen or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ein­heit sind. Hier be­darf das ausländi­sche Un­ter­neh­men nicht ei­nes be­son­de­ren Fle­xi­bi­li­sie­rungs­schut­zes oder Schut­zes vor der Kom­pli­ziert­heit und den Kos­ten des Kündi­gungs­schut­zes. Wenn ein so großer An­teil von Beschäftig­ten in Deutsch­land ein­ge­setzt wird, kann er­war­tet wer­den, dass

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die Ge­ge­ben­hei­ten des deut­schen Ar­beits­rechts in vol­lem Um­fang berück­sich­tigt wer­den. Es be­darf je­den­falls aber nicht des Schut­zes für Klein­be­trie­be.

ddd) Die Kündi­gung ist nicht so­zi­al ge­recht­fer­tigt im Sin­ne des § 1 KSchG. Nach dem Vor­trag der Par­tei­en kommt nur ei­ne so­zia­le Recht­fer­ti­gung aus drin­gen­den be­trieb­li­chen Er­for­der­nis­sen in Fra­ge. De­ren Vor­aus­set­zun­gen sind nicht erfüllt.

Es gel­ten fol­gen­de Grundsätze: Drin­gen­de be­trieb­li­che Er­for­der­nis­se sind ge­ge­ben, wenn durch außer­be­trieb­li­che oder in­ner­be­trieb­li­che Fak­to­ren das Bedürf­nis nach der Beschäfti­gung ei­nes Ar­beit­neh­mers ent­fal­len ist. Außer­be­trieb­li­che Fak­to­ren sind sol­che Umstände, die bei der Ar­beit­ge­be­rin un­mit­tel­bar zu ei­nem Über­hang an Ar­beitsplätzen führen, oh­ne dass der Über­hang selbst durch ei­ne zwi­schen­ge­schal­te­te un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung der Ar­beit­ge­be­rin her­bei­geführt wur­de. Die bei den außer­be­trieb­li­chen Fak­to­ren zu tref­fen­de un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung be­trifft nur die An­pas­sung des Per­so­nal­be­stan­des an den Ar­beits­be­darf (Ge­mein­schafts­kom­men­tar zum Kündi­gungs­schutz­ge­setz [im Fol­gen­den: KR]-Grie­be­ling, § 1 KSchG, Rd­nr. 518). Bei in­ner­be­trieb­li­chen Fak­to­ren fällt der Ar­beits­platz durch ei­ne un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung weg, die ih­rer­seits ver­schie­de­ne in­ter­ne oder ex­ter­ne Gründe ha­ben kann. Durch die un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung muss ein Über­hang von Ar­beitsplätzen ent­ste­hen und da­mit das Bedürf­nis für die Beschäfti­gung min­des­tens ei­nes Ar­beit­neh­mers weg­fal­len (KR-Grie­be­ling, § 1 KSchG, Rd­nr. 519). Be­steht die Möglich­keit zur Wei­ter­beschäfti­gung der Ar­beit­neh­me­rin auf ei­nem frei­en Ar­beits­platz im Be­trieb oder Un­ter­neh­men, ggf. nach Um­schu­lungs- oder Fort­bil­dungs­maßnah­men oder zu geänder­ten Be­din­gun­gen, fehlt es an ei­ner Be­triebs­be­dingt­heit der Kündi­gung. Die Möglich­keit zur Wei­ter­beschäfti­gung be­zieht sich nur auf ver­gleich­ba­re Ar­beitsplätze. Durch ei­ne freie Beförde­rungs­stel­le erwächst kein An­spruch auf Beförde­rung zur Ver­mei­dung ei­ner Kündi­gung (ErfK-Ascheid, § 1 KSchG, Rd­nr. 444). Die Dar­le­gungs­last dafür, dass ei­ne sol­che an­der­wei­ti­ge Beschäfti­gung nicht möglich ist, trägt die Ar­beit­ge­be­rin. Der Um­fang die­ser Dar­le­gungs­last hängt da­von ab, wie sich die Ar­beit­neh­me­rin einlässt. Be­strei­tet sie nur den Weg­fall ih­res bis­he­ri­gen Ar­beits­plat­zes, genügt der all­ge­mei­ne Vor­trag der Ar­beit­ge­be­rin, dass ei­ne Wei­ter­beschäfti­gung auf ei­nem an­de­ren Ar­beits­platz nicht möglich sei. Es ist dann Sa­che der Ar­beit­neh­me­rin, kon­kret dar­zu­stel­len, wie sie sich ei­ne an­der­wei­ti­ge Beschäfti­gung vor­stellt. Da­zu ist in der Re­gel nicht die Be­zeich­nung ei­nes be­stimm­ten Ar­beits­plat­zes er­for­der­lich, son­dern nur die Art der Beschäfti­gung. Auch kann die Ar­beit­neh­me­rin erläutern, zu wel­chen geänder­ten Ver­trags­be­din­gun­gen aus ih­rer Sicht ei­ne 

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Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses möglich ist. Nach ei­nem sol­chen Sach­vor­trag hat die Ar­beit­ge­be­rin ein­ge­hend dar­zu­le­gen, aus wel­chen wirt­schaft­li­chen, or­ga­ni­sa­to­ri­schen oder tech­ni­schen Gründen die von der Ar­beit­neh­me­rin auf­ge­zeig­te Beschäfti­gung nicht möglich oder zu­mut­bar ist (KR-Grie­be­ling, § 1 KSchG, Rd­nr. 555). Wenn drin­gen­de be­trieb­li­che Er­for­der­nis­se für ei­ne Kündi­gung vor­lie­gen, ist die­se nach § 1 Abs. 3 KSchG trotz­dem so­zi­al un­ge­recht­fer­tigt, wenn die Ar­beit­ge­be­rin so­zia­le Ge­sichts­punk­te nicht oder nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt hat. Die so­zia­le Aus­wahl er­streckt sich je­doch nur auf sol­che Beschäftig­ten, die aus­tausch­bar sind, d.h., de­ren Funk­ti­on auch von den Beschäftig­ten wahr­ge­nom­men wer­den kann, de­ren Ar­beitsplätze weg­fal­len (KR-Grie­be­ling, § 1 KSchG, Rd­nr. 614) und be­schränkt sich re­gelmäßig auf den Be­trieb, in dem die Gekündig­te tätig ist (KR-Grie­be­ling, § 1 KSchG, Rd­nr. 608). Sch­ließlich ist vor ei­ner ab­sch­ließen­den Be­wer­tung der Kündi­gung ei­ne In­ter­es­sen­abwägung vor­zu­neh­men. Wenn ei­ne or­dent­li­che Kündi­gung we­gen ei­ner bin­den­den Un­ter­neh­mer­ent­schei­dung an sich be­triebs­be­dingt ist, kann sich die In­ter­es­sen­abwägung nur in sel­te­nen Aus­nah­mefällen zu­guns­ten der Ar­beit­neh­me­rin aus­wir­ken (BAG, Ur­teil vom 30 April 1987, 2 AZR 184/86, EzA § 1 KSchG Be­triebs­be­ding­te Kündi­gung Nr. 47 = AP Nr. 42 zu § 1 KSchG 1969 Be­triebs­be­ding­te Kündi­gung).

Es kann da­hin­ge­stellt blei­ben, ob ei­ne un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung ge­trof­fen wur­de, die den Ar­beits­platz der Kläge­rin ent­fal­len ließ, ob die Be­klag­te ei­ne zu­tref­fen­de so­zia­le Aus­wahl vor­ge­nom­men hat und ob die In­ter­es­sen­abwägung aus­nahms­wei­se zu­guns­ten der Kläge­rin aus­gin­ge. Je­den­falls ist an­zu­neh­men, dass die Kündi­gung so­zi­al un­ge­recht­fer­tigt ist, weil ei­ne Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit für die Kläge­rin in Bu­da­pest be­steht.

Ei­ne Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit in Bu­da­pest ist für die Prüfung der Be­triebs­be­dingt­heit zu berück­sich­ti­gen. Zwar ver­tritt das Bun­des­ar­beits­ge­richt die Auf­fas­sung, dass der ers­te Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes nur auf in Deutsch­land ge­le­ge­ne Be­trie­be An­wen­dung fin­det und be­gründet die­se Auf­fas­sung da­mit, dass der Be­griff des Be­trie­bes be­triebs­ver­fas­sungs­recht­lich ge­prägt sei, des­halb nur auf in Deutsch­land ge­le­ge­ne Ein­hei­ten An­wen­dung fin­den könne und auch der in § 23 Abs. 1 da­ne­ben ver­wen­de­te Be­griff der Ver­wal­tung die Bezüge ge­ra­de zu dem ge­ra­de in Deutsch­land gel­ten­den Recht her­stel­le. An­halts­punkt für die Gel­tung nur für deut­sche Be­trie­be sei auch, dass der An­wen­dungs­vor­be­halt in § 23 Abs. 1 KSchG nur deut­sche Be­trie­be be­tref­fen könne. Auch spre­che die his­to­ri­sche Ver­an­ke­rung es Kündi­gungs­schut­zes im Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz für die Be­schränkung auf in Deutsch­land ge­le­ge­ne Be­trie­be (BAG, Ur­teil vom 17. Ja­nu­ar 2008, 2

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AZR 902/06). Sch­ließlich set­ze das Kündi­gungs­schutz­ge­setz vor­aus, dass auf al­le be­trof­fe­nen Beschäftig­ten deut­sches Kündi­gungs­schutz­recht an­wend­bar sei und durch­ge­setzt wer­den könne (BAG, Ur­teil vom 26. März 2009, 2 AZR 883/07). Mit die­ser Be­gründung für den Be­griff des Be­trie­bes in § 23 Abs. 1 KSchG lässt sich zu­gleich be­gründen, dass nur ei­ne Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit in Deutsch­land berück­sich­tigt wer­den kann. § 1 Abs. 2 KSchG for­dert nämlich aus­drück­lich, dass die Wei­ter­beschäfti­gung in dem­sel­ben Be­trieb oder in ei­nem an­de­ren Be­trieb des Un­ter­neh­mens möglich sein muss. Ist der Be­griff des Be­trie­bes ich § 23 Abs. 1 KSchG so aus­zu­le­gen, dass er nur Be­trie­be in Deutsch­land be­trifft, so gilt die­ses in glei­cher Wei­se für den in § 1 Abs. 2 KSchG ge­brauch­ten Be­griff des Be­trie­bes, weil kei­ne An­halts­punk­te dafür be­ste­hen, dass das Ge­setz den­sel­ben Be­griff mit zwei un­ter­schied­li­chen Be­deu­tun­gen ge­brau­chen woll­te. Der Auf­fas­sung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ist aber nicht zu fol­gen. Rich­tig ist viel­mehr, da­von aus­zu­ge­hen, dass Be­trieb im Sin­ne des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes nicht nur in Deutsch­land ge­le­ge­ne or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ein­hei­ten sind, die den Be­triebs­be­griff erfüllen, son­dern auch sol­che im Aus­land (zur Kri­tik an der Auf­fas­sung des Bun­des­ar­beits­ge­richts Dei­nert, Ar­buR 2008, 300; Gra­ven­horst, ju­ris­PR-ArbR 31, 2008; Pom­berg, EWiR 2008, 667). Es ist nicht er­sicht­lich, wor­aus sich dann, wenn das Kündi­gungs­schutz­ge­setz an­wend­bar ist, ei­ne Be­schränkung auf deut­sche Be­trie­be er­ge­ben soll. Die be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Prägung des Be­triebs­be­griffs und der Be­zug auf den Be­griff der Ver­wal­tung folgt si­cher oh­ne wei­te­res aus der be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Her­kunft des Be­grif­fes. Nicht er­kenn­bar ist aber, war­um dar­aus zu fol­gern sein soll, dass für den Kündi­gungs­schutz nur in Deutsch­land ge­le­ge­ne Be­trie­be zu berück­sich­ti­gen sein sol­len. Die­ses über­sieht ge­ra­de, dass der Kündi­gungs­schutz durch die Her­aus­nah­me aus dem Be­triebs­ver­fas­sungs­recht ver­selbständigt wer­den und ei­ne ei­ge­ne Be­deu­tung er­lan­gen soll­te. Die­ser erwünsch­ten Ver­selbständi­gung würde je­den­falls teil­wei­se ge­ra­de ent­ge­gen­ste­hen, wenn ei­ne sich durch das Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz er­ge­ben­de Be­schränkung im­ma­nent fort­ge­schrie­ben würde. Letzt­lich blie­be das Kündi­gungs­schutz­recht da­mit ein Un­ter­fall des Be­triebs­ver­fas­sungs­rechts. Dass das nicht in der Ab­sicht des Ge­setz­ge­bers lag, folgt schon dar­aus, dass der Kündi­gungs­schutz nach dem ers­ten Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes ge­ge­ben ist, oh­ne dass ein Be­triebs­rat ge­bil­det zu sein braucht. Die Vor­be­halts­re­ge­lung in § 23 Abs. 1 Satz 1 KSchG hat eben­falls kei­ne Be­deu­tung für die Aus­le­gung des Be­triebs­be­grif­fes. Dass der Ge­setz­ge­ber bei der Schaf­fung des Ge­set­zes nicht an Aus­lands­bezüge ge­dacht hat, be­deu­tet nicht, dass er sie aus­sch­ließen woll­te. Hätte das Ge­setz Aus­lands­bezüge re­geln wol­len, wäre es nicht zwin­gend er­for­der­lich ge­we­sen, für See­schiff­fahrts-, Bin­nen­schiff­fahrts- und Luft­ver­kehrs­be­trie­be de­ren Be­hei­ma­tung in

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Deutsch­land vor­zu­se­hen. Viel­mehr hätte auch dort al­lein die An­wend­bar­keit des ers­ten Ab­schnitts des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes nach den Re­geln des In­ter­na­tio­na­len Pri­vat­rechts ent­schei­dend sein können. Die kon­kre­te An­wen­dung des Be­triebs­be­grif­fes er­for­dert kei­ne Be­schränkung auf das Ge­biet der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Ei­nen Be­trieb als die or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ein­heit, in­ner­halb de­rer ein Ar­beit­ge­ber mit ei­ner Ge­samt­heit von Per­so­nen und/oder Sa­chen ar­beits­tech­ni­sche Zwe­cke ver­folgt, kann und wird es übe­r­all auf der Welt ge­ben. Die Kom­po­nen­ten der De­fi­ni­ti­on schließen ei­nen Aus­lands­be­zug nicht aus. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Bun­des­ar­beits­ge­richts er­for­dert die Aus­ge­stal­tung des Kündi­gungs­schut­zes kei­ne An­wen­dung auf al­le be­trof­fe­nen Beschäftig­ten. Die so­zia­le Aus­wahl er­for­dert Ver­gleich­bar­keit und Aus­tausch­bar­keit, die mögli­cher­wei­se, aber nicht zwin­gend nicht ge­ge­ben sind, wenn an­de­re Beschäftig­te nach ei­nem an­de­ren na­tio­na­len Rechts­sys­tem tätig sind. Da­bei han­delt es sich um ei­ne Fra­ge, die nach § 1 Abs. 3 KSchG im Ein­zel­fall zu klären ist. War­um sie gleich­wohl zu ei­nem voll­kom­me­nen Aus­schluss der An­wend­bar­keit von § 1 KSchG führen soll, ist nicht zu er­ken­nen. Das gilt in glei­cher Wei­se für die Wei­ter­beschäfti­gung auf frei­en Ar­beitsplätzen. Ob ei­ne sol­che Beschäfti­gung in Un­garn, Frank­reich oder an­de­ren Tei­len der Welt außer­halb Deutsch­land möglich und zu­mut­bar ist und ob sie den Aus­spruch ei­ner Ände­rungskündi­gung, ggf. auf ein ausländi­sches Ar­beits­rechts­sta­tut er­for­der­te, kann und muss im Ein­zel­fall geklärt wer­den, oh­ne dass es ei­nes ge­ne­rel­len Aus­schlus­ses des Kündi­gungs­schut­zes bedürf­te. Nach al­le­dem ist nicht er­sicht­lich, war­um der Be­triebs­be­griff für die An­wen­dung des deut­schen Kündi­gungs­schut­zes nach dem ers­ten Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes auf deut­sche Ein­hei­ten ein­ge­grenzt wer­den soll.

Die Kläge­rin hat die von ihr an­ge­nom­me­ne Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit in Bu­da­pest hin­rei­chend ge­nau gel­tend ge­macht. Sie hat nämlich dar­ge­legt, dass die von ihr aus­geführ­ten Tätig­kei­ten dort wei­ter ge­leis­tet wer­den, und zwar mit ei­nem auf­grund der Sch­ließung der Sta­tio­nen erhöhten Ar­beits­be­darf. Da­mit hat sie be­schrie­ben, wie und wo sie sich ei­ne Wei­ter­beschäfti­gung vor­stellt. Die Be­klag­te hat dem nicht ent­ge­gen­ge­setzt, aus wel­chen Gründen ei­ne Beschäfti­gung der Kläge­rin in Bu­da­pest nicht möglich oder zu­mut­bar sein soll.

3) Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 97 ZPO.

Nach § 72 Abs. 2 Zif­fern 1 und 2 ArbGG ist die Re­vi­si­on zu­zu­las­sen, weil die

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Ar­beits­platz im Aus­land der so­zia­len Recht­fer­ti­gung der Kündi­gung nach § 1 Abs. 2 KSchG ent­ge­gen­ste­hen, noch nicht geklärt, aber klärungsfähig und klärungs­bedürf­tig ist, und das Ge­richt mit dem von ihm an­ge­nom­me­nen Be­triebs­be­griff von den zi­tier­ten Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ar­beits­ge­richts ab­weicht.

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