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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Lohn und Gehalt, Ausschlussfrist, Arbeitszeitkonto
   
Gericht: Arbeitsgericht Dortmund
Akten­zeichen: 5 Ca 3785/08
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 26.11.2008
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen:
   

Tat­be­stand:

Die Par­tei­en strei­ten um die Aus­zah­lung ei­nes Gut­ha­bens auf ei­nem Aus­gleichs­kon­to so­wie um das Be­ste­hen von Scha­den­er­satz­ansprüchen.

Der Kläger war bis zum 14.05.2008 bei der Be­klag­ten beschäftigt. 

Je­den­falls im Zeit­raum von Mai 2006 bis ein­sch­ließlich Sep­tem­ber 2006 er­hielt der Kläger ne­ben sei­ner Lohn­ab­rech­nung, auf der das Aus­gleichs­kon­to mit ‘0‘ St­un­den und ‘0‘ Eu­ro geführt wur­de, je­weils ein Zu­satz­blatt "Be­stand­teil der Lohn­ab­rech­nung", wel­ches den Stand des in­di­vi­du­el­len Aus­gleichs­kon­tos nach § 3 Nr. 1.43 BRTV wie­der­ge­ben soll­te. Zum 1. Ok­to­ber 2006 be­lief sich das Kon­to des Klägers auf 90 Gut­stun­den (vgl. Bl. 3 d. A.).

Ab Ok­to­ber 2006 gab es die­ses ge­son­der­te Blatt "Be­stand­teil der Lohn­ab­rech­nung" nicht mehr. Statt­des­sen wur­de das Ar­beits­zeit-/Geld­kon­to auf den je­wei­li­gen Lohn­ab­rech­nun­gen geführt (vgl. Lohn­ab­rech­nun­gen Bl. 33-55 d. A.).

Aus­weis­lich die­ser Lohn­ab­rech­nun­gen hat­te der Kläger ab En­de des Mo­nats Ok­to­ber 2006 nur 1,26 Gut­ha­ben­stun­den (vgl. B. 55 d. A.).

Mit der am 05.08.2008 beim Ar­beits­ge­richt Dort­mund ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge be­gehrt der Kläger nach vor­her­ge­hen­der er­folg­lo­ser außer­ge­richt­li­cher Gel­tend­ma­chung vom 04.07.2008 die Aus­zah­lung von 90 Gut­ha­ben­stun­den.

Der Kläger be­haup­tet, die zum 01.10.2006 un­strei­tig aus­ge­wie­se­nen 90 Gut­stun­den sei­en zu kei­nem Zeit­punkt ab­ge­fei­ert oder aber aus­ge­zahlt wor­den. Die An­ga­ben zum An­spar­kon­to bzw. Ar­beits­zeit-/Geld­kon­to in den je­wei­li­gen Lohn­ab­rech­nun­gen würden kei­ne Fortführung des in­di­vi­du­el­len Aus­gleichs­kon­tos nach § 3 BRTV dar­stel­len, son­dern müss­ten et­was an­de­res be­tref­fen. Die 90 St­un­den stünden dem Kläger nach wie vor zu.

Auch ein Ver­fall sei nicht ein­ge­tre­ten, da die Ver­fall­frist erst nach Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses zu lau­fen be­gin­ne.

So­weit die Be­klag­te mit der Wi­der­kla­ge Scha­dens­er­satz­ansprüche ge­gen den Kläger gel­tend ma­che, so sei zunächst fest­zu­hal­ten, dass das von ihm ver­lo­re­ne Mo­bil­te­le­fon No­kia 3310 nur noch ei­nen äußerst ge­rin­gen Zeit­wert ha­be. Des Wei­te­ren ha­be es sich hier­bei um ein Pre­paid-Han­dy ge­han­delt, so dass für das Be­trei­ben des Mo­bil­te­le­fons ge­ra­de kei­ne mo­nat­li­che Grund­gebühr auf­ge­wen­det wer­den müss­te. Die hier vor­ge­leg­ten Ver­trags­da­ten stimm­ten auch nicht mit der dem Kläger zu­ge­teil­ten Mo­bil­fun­k­num­mer übe­rein.

Hin­sicht­lich der ver­meint­li­chen Ver­un­rei­ni­gun­gen des Bau­plat­zes der Fir­ma H3 GmbH tref­fe den Kläger kein Ver­schul­den. Es müsse auch be­strit­ten wer­den, dass für ei­ne even­tu­el­le Rei­ni­gung die dar­ge­stell­ten Kos­ten an­ge­fal­len sei­en.

Der Kläger be­an­trag­te, 

die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an den Kläger 1.125,00 EUR brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5%-Punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 16.07.2008 zu zah­len.

Die Be­klag­te be­an­trag­te, 

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

und be­an­trag­te wi­der­kla­gend, 

den Kläger zu ver­ur­tei­len, an sie 793,71 EUR nebst Zin­sen in Höhe von 5%-Punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 22.09.2008 zu zah­len.

Der Kläger be­an­trag­te,

die Wi­der­kla­ge ab­zu­wei­sen.

Die Be­klag­te be­haup­tet, der Kläger ha­be sei­nen Zah­lungs­an­spruch nicht dar­ge­legt und be­wie­sen.

Der Be­klag­ten stünde je­doch ein Scha­dens­er­satz­an­spruch zu, da der Kläger un­strei­tig das Mo­bil­te­le­fon ver­lo­ren ha­be, das mit ei­nem Wert von 300,00 EUR an­ge­setzt wer­de. Des Wei­te­ren han­de­le es sich nicht um pre­paid-Gerät, so dass die Be­klag­te bis zum Wirk­sam­wer­den der Ver­tragskündi­gung am 14.06.2009 je­den­falls die mo­nat­li­che Grund­gebühr auf­zu­wen­den ha­be.

Am 21.01.2008 ha­be der Kläger den LKW der Be­klag­ten mit dem Kenn­zei­chen - H4-R3 345 - ge­fah­ren und auf dem Gelände der Fir­ma H3 be­tankt. Da er den Tank­de­ckel nicht ord­nungs­gemäß ver­schlos­sen ha­be, sei Die­sel­kraft­stoff aus­ge­flos­sen, der ver­un­rei­nig­te Bo­den ha­be gesäubert wer­den müssen.

Die der Be­klag­ten ent­stan­de­nen Kos­ten in Höhe von 793,71 EUR (in­klu­si­ve Mehr­wert­steu­er) sei­en da­her vom Kläger im We­ge des Scha­den­er­sat­zes zu er­stat­ten, so wie dies auch mit Gel­tend­ma­chungs­schrei­ben vom 08.07.2008 ge­for­dert wor­den sei.

We­gen des wei­te­ren Sach- und Streit­stan­des wird auf die ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen Be­zug ge­nom­men.

Ent­schei­dungs­gründe:


I.

Die Kla­ge hat­te kei­nen Er­folg. 

Der Kläger hat kei­nen An­spruch ge­gen die Be­klag­te auf Aus­zah­lung von 90 St­un­den aus dem Aus­gleichs­kon­to.

1.

Grundsätz­lich steht dem Ar­beit­neh­mer gemäß § 3 Ziff 1.43 BRTV bei Aus­schei­den aus dem Ar­beits­verhält­nis ein Aus­zah­lungs­an­spruch bezüglich et­wai­ger Gut­ha­ben zu.

Aus­weis­lich der Lohn­ab­rech­nung für den Mo­nat Mai 2008, dem letz­ten Beschäfti­gungs­mo­nat, war zu die­sem Zeit­punkt das Ar­beits­zeit-/Geld­kon­to des Klägers je­doch aus­ge­gli­chen, da die An­fang Mai be­ste­hen­den 30 Gut­stun­den gewährt bzw. aus­ge­zahlt wur­den (vgl. Bl. 33 d. A.).

Tatsächlich geht es dem Kläger aus Sicht der Kam­mer hier viel­mehr dar­um, dass die noch am 01.10.2006 aus­drück­lich an­er­kann­ten 90 Lohn­stun­den als Zeit­gut­ha­ben sei­tens der Be­klag­ten wohl oh­ne er­kenn­ba­ren Grund auf ‘0‘ ge­setzt wur­den, und das Aus­gleichs­kon­to ab Ok­to­ber 2006 mit dem Stand von ‘0‘ St­un­den be­gann.

So­weit hier - wo­von auch die Kam­mer nach den bis­her vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen aus­ge­hen muss -, tatsächlich un­rechtmäßig 90 St­un­den ab­ge­zo­gen wur­den, oh­ne dass dem ein Frei­zeit­aus­gleich ge­genüber stünde, so hätte der Kläger den Ab­zug der 90 St­un­den recht­zei­tig gel­tend ma­chen müssen.

2.

Die Kam­mer geht hier da­von aus, dass der An­spruch auf - auf­grund des Aus­schei­dens - nun­mehr von 90 Lohn­stun­den gemäß § 15 BRTV ver­fal­len ist.

Zwar ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richt an­er­kannt, dass die zwei­te Stu­fe der Ver­fall­frist, die ge­richt­li­che Gel­tend­ma­chung, nicht vor Fällig­keit des An­spruchs ge­wahrt wer­den muss (vgl. BAG, Ur­teil vom 26.09.2001, 5 AZR 699/00 = NZA 2002, 1218). Selbst wenn man sich zu Guns­ten des Klägers auf den Rechts­stand­punkt stellt, dass er ja kei­nen Frei­zeit­aus­gleich woll­te, son­dern al­lein die Aus­zah­lung des
Aus­gleichs­kon­tos be­gehrt, die erst gemäß § 3 Zif­fer 1.43 nach Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses im Mai 2008 fällig wur­de, so beträfe dies aus Sicht der Kam­mer al­lein die zwei­te Stu­fe der Ver­fall­fris­ten, nicht je­doch die erst­ma­li­ge Gel­tend­ma­chung.

§ 15 BRTV sieht für die ers­te Stu­fe der Ver­fall­frist in­so­weit vor, dass die Frist zur Gel­tend­ma­chung 6 Mo­na­te beträgt, so­weit bei Aus­schei­den des Ar­beit­neh­mers ein Ar­beits­zeit­gut­ha­ben be­steht. Aus Sicht der Kam­mer re­gelt das je­doch nicht den hier vor­lie­gen­den Fall. Die 6-mo­na­ti­ge Frist wäre ein­schlägig, falls der Kläger ein et­waig En­de Mai noch be­ste­hen­des Gut­ha­ben für sich re­kla­mier­te, oh­ne dass es hierüber ei­ne Ab­rech­nung oder Auf­zeich­nung gäbe.

Sinn und Zweck der kur­zen Ver­fall­fris­ten ist es, kurz­fris­tig Klar­heit über das Be­ste­hen oder Nicht­be­ste­hen von Ansprüchen zu schaf­fen. Die Be­klag­te hat, wenn auch in et­was un­durch­sich­ti­ger Form, den Ar­beit­neh­mern mo­nat­lich ei­nen Über­blick über den Stand ih­res in­di­vi­du­el­len Aus­gleichs­kon­tos ver­schafft. Falls für den Kläger zwi­schen der Lohn­ab­rech­nung Sep­tem­ber 2006 mit 90 Gut­stun­den und der Lohn­ab­rech­nung für Ok­to­ber, bei der der Stand des Aus­gleichs­kon­tos un­strei­tig al­lein über die Lohn­ab­rech­nung mit­ge­teilt wur­de, ei­ne Dis­kre­panz be­stand, so hätte er dies recht­zei­tig ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber gel­tend ma­chen müssen. Das Aus­gleichs­kon­to wird ja im Übri­gen ge­ra­de nicht hauptsächlich zwecks Aus­zah­lung et­wai­ger Gut­ha­ben bei Be­en­di­gung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses ein­ge­rich­tet, son­dern soll in ers­ter Li­nie die Möglich­keit bie­ten, die Ar­beits­zeit va­ria­bel ein­zu­tei­len und die Lohn­zah­lung auch bei Ar­beits­aus­fall aus di­ver­sen Gründen zu ga­ran­tie­ren. Es wi­derspräche dem Sinn und Zweck der Ver­fall­fris­ten, falls der Ar­beit­neh­mer je­weils am En­de ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ei­nen Aus­zah­lungs­an­spruch mit der Be­gründung gel­tend ma­chen könn­te, dass vor et­li­chen Mo­na­ten ein Feh­ler in der Führung des Aus­gleichs­kon­tos ein­ge­tre­ten wäre, der dann fort­ge­schrie­be­nen wor­den wäre. In die­sen Fällen wird der tatsächli­che St­un­den­an­fall oft­mals nicht mehr nach­prüfbar sein. Der Ar­beit­neh­mer hat da­her viel­mehr et­wa feh­len­de St­un­den auf dem Aus­gleichs­kon­to in­ner­halb der ta­rif­li­chen Ver­fall­fris­ten gel­tend zu ma­chen ( vgl. LAG Nürn­berg, Urt. v. 27.03.2008, 2 Sa 394/07 = ju­ris). Dies ist vor­lie­gend un­strei­tig nicht ge­sche­hen.

Aus die­sem Grund war die Kla­ge ab­zu­wei­sen. 

II.

Auch der Wi­der­kla­ge­an­trag hat­te kei­nen Er­folg. 

1.

Die Be­klag­te hat kei­nen An­spruch ge­gen den Kläger auf Zah­lung von 300,00 EUR zzgl. Mehr­wert­steu­er für die Er­satz­be­schaf­fung des von ihm ver­lo­re­nen Mo­bil­te­le­fons.

Es kann da­hin­ste­hen, ob der Be­klag­ten hier über­haupt ein Scha­den­er­satz­an­spruch dem Grun­de nach zu­steht.

Je­den­falls ist er der Höhe nach nicht an­satz­wei­se dar­ge­legt. Die Be­klag­te be­haup­tet pau­schal, ihr sei­en hier 300,00 EUR net­to ent­stan­den oh­ne dies näher dar­zu­stel­len. Dem Kläger ist dar­in zu­zu­stim­men, dass sich ein neu­es Mo­bil­te­le­fon die­ses Typs - durch ei­nen kur­zen Blick ins In­ter­net er­kenn­bar - oh­ne Wei­te­res für ei­nen Preis weit un­ter 100,00 EUR er­ste­hen lässt. Es ist hier un­klar, in wel­cher Höhe der Be­klag­ten über­haupt ein Scha­den ent­stan­den sein könn­te.

2.

So­weit die Be­klag­te vom Kläger den Er­satz der Han­dy-Rech­nun­gen für die Mo­na­te April und Mai 2008 in Höhe von ins­ge­samt 86,98 EUR net­to zzgl. Mehr­wert­steu­er be­gehrt, so kommt auch hier ein Scha­den­er­satz­an­spruch der Be­klag­ten nicht in Be­tracht.

Es ist be­reits un­klar, ob ein Scha­dens­er­satz­an­spruch dem Grund nach be­steht. 

Die Be­klag­te hier schon nicht un­ter Be­weis ge­stellt, dass die vor­ge­leg­ten Han­dy-Ab­rech­nun­gen über­haupt das dem Kläger zur Nut­zung über­las­se­ne Mo­bil­te­le­fon be­tref­fen. Der Kläger selbst be­haup­tet, ihm sei ein pre­paid-Han­dy mit ei­ner gänz­lich an­de­ren Ruf­num­mer zur Verfügung ge­stellt wor­den. Es wäre hier Sa­che der Be­klag­ten ge­we­sen, un­ter Be­weis­an­tritt dar­zu­stel­len, dass der Ver­lust des Mo­bil­te­le­fons durch den Kläger über­haupt ursächlich für die nun­mehr vor­ge­leg­ten Rech­nun­gen war.

Letzt­lich kann dies da­hin­ste­hen, da zu ei­nem et­wai­gen Scha­dens­er­satz­an­spruch auch der Höhe nach nicht aus­rei­chend vor­ge­tra­gen wur­de.

Zum ei­nen ist be­reits nicht er­sicht­lich, war­um die Be­klag­te ge­zwun­gen ge­we­sen wäre, die Grund­gebühr zu ent­rich­ten, oh­ne ih­rer­seits Vor­tei­le aus dem Ver­trag zu zie­hen. Die Be­klag­te hätte oh­ne wei­te­res so­wohl ein neu­es Mo­bil­te­le­fon als auch ei­ne Er­satz­kar­te an­schaf­fen können, um dann den ab­ge­schlos­se­nen Mo­bil­funk­ver­trag ganz nor­mal wei­ter zu nut­zen.

Die Mehr­wert­steu­er kann von der Be­klag­ten als vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­tig­te GmbH nicht ge­gen den Kläger gel­tend ge­macht wer­den.

Die Umstände, wann und wie es zum Ver­lust des Mo­bil­te­le­fons kam, sind von den Par­tei­en nicht vor­ge­tra­gen wor­den.

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts, der die Kam­mer folgt, gel­ten die Grundsätze über die Be­schränkung der Ar­beit­neh­mer­haf­tung. Da­nach hat der Ar­beit­neh­mer le­dig­lich bei Vor­satz so­wie gro­ber Fahrlässig­keit in al­ler Re­gel den ge­sam­ten Scha­den zu tra­gen, bei leich­tes­ter Fahrlässig­keit hin­ge­gen haf­tet er nicht, während bei nor­ma­ler Fahrlässig­keit der Scha­den in al­ler Re­gel zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer quo­tal zu ver­tei­len ist. Ob und ge­ge­be­nen­falls in wel­chem Um­fang der Ar­beit­neh­mer an den Scha­dens­fol­gen zu be­tei­li­gen ist, rich­tet sich im Rah­men ei­ner Abwägung der Ge­samt­umstände nach Bil­lig­keits- und Zu­mut­bar­keits­ge­sichts­punk­ten (vgl. BAG, Ur­teil vom 05.02.2004, 8 AZR 91/03 = NZA 2004, 649). Würde man da­her tatsächlich ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch der Be­klag­ten ge­gen den Kläger we­gen des Ver­lus­tes des Han­dys be­ja­hen, könn­te die Haf­tung des Klägers nach den Grundsätzen der Ar­beit­neh­mer­haf­tung aus­ge­schlos­sen, je­den­falls aber ge­min­dert sein.

3.

So­weit die Be­klag­te vom Kläger Scha­dens­er­satz in Höhe von 480,00 EUR zzgl. Mehr­wert­steu­er für Rei­ni­gungs­ar­bei­ten am Gelände der H3 GmbH in H5 ver­langt, so ist die­ser An­spruch un­ge­ach­tet sei­nes Be­ste­hens je­den­falls ver­fal­len.

Der feh­ler­haf­te Tank­vor­gang, auf den sich die Be­klag­te be­ruft, soll be­reits im Ja­nu­ar 2008 statt­ge­fun­den ha­ben.

Die schrift­li­che Gel­tend­ma­chung des Scha­dens­er­sat­zes er­folg­te erst mit Schrei­ben vom 08.07.2008, so dass auch hier be­reits die ers­te Stu­fe des § 15 BRTV nicht ge­wahrt wur­de.

Nach al­le­dem war auch die Wi­der­kla­ge ab­zu­wei­sen. 

III.

Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 46 Abs. 2 ArbGG in Ver­bin­dung mit § 92 Abs. 1 ZPO.

Die Streit­wert­fest­set­zung be­ruht auf § 61 Abs. 1 ArbGG in Ver­bin­dung mit § 3 ff. ZPO, wo­bei die For­de­run­gen aus Kla­ge und Wi­der­kla­ge zu ad­die­ren wa­ren.

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