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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Tarifvertrag: Ausschlussfrist
   
Gericht: Landesarbeitsgericht München
Akten­zeichen: 9 Sa 228/09
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 22.07.2009
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht München, Urteil vom 11.02.2009, 7 Ca 12796/08
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt München

Im Na­men des Vol­kes

UR­TEIL

In dem Rechts­streit

A.

A-Straße, A-Stadt

- Kläger und Be­ru­fungskläger -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

Rechts­anwälte B.
B-Straße, B-Stadt

ge­gen

Fir­me Z. GmbH
C-Straße, B-Stadt

- Be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

Rechts­anwältin D,
D-Straf3e, D-Stadt

 

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hat die 9. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts München auf Grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 22. Ju­li 2009 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Dr. Dunkl und die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter But­zen­ber­ger und Scheu­erl

für Recht er­kannt:

I. Auf die Be­ru­fung des Klägers wird das En­dur­teil des Ar­beits­ge­richts München vom 11.02.2009, Az. 7 Ca 12796/08, teil­wei­se ab­geändert:

1. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger E 1.870,34 brut­to nebst Zin­sen in Mähe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit 01.10.2008 zu zah­len.

2. Im Übri­gen wird die Kla­ge ab­ge­wie­sen.

3. Von den Kos­ten des Rechts­streits hat dar Kläger 83 %, die Be­klag­te 17 % zu tra­gen.

II. Im Übri­gen wird die Be­ru­fung des Klägers zurück­ge­wie­sen.

III. Von den Kos­ten des Be­ru­fungs­ver­fah­rens hat der Kläger 60 %, die Be­klag­te 50 % zu tra­gen.

IV. Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.

Tat­be­stand:

Die Par­tei­en strei­ten um die Be­zah­lung des Ar­beits­ent­gel­tes für Sep­tem­ber 2008 und über die Dau­er des Ar­beits­verhält­nis­ses.

Der Kläger war als „Zeit­ar­beit­neh­mer" seit 21.02.2005 bei der Be­klag­ten beschäftigt.

 

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Im schrift­li­chen Ar­beits­ver­trag vom 18.02.2005 ist un­ter § 1 (2) ge­re­gelt: ,,Die Rech­te und Pflich­ten der Ar­beits­ver­trags­par­tei­en be­stim­men sich nach den zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber­ver­band iGZ und den DGB — Ge­werk­schaf­ten ge­schlos­se­nen Ta­rif­verträgen für die Zeit­ar­beits­bran­che, be­ste­hend aus dem Man­tel-, Ent­gelt-, Ent­gelt­rah­men- und Beschäfti­gungs­si­che­rungs­ta­rif­ver­trag in ih­rer je­weils gülti­gen Fas­sung. Dies gilt auch, wenn der Mit­ar­bei­ter nicht Mit­glied ei­ner DGB — Ein­zel­ge­werk­schaft ist. Die Ta­rif­verträge lie­gen zur Ein­sicht­nah­me in den Geschäftsräum­en aus."

In § 15 (1) des Ar­beits­ver­tra­ges ist über­dies ei­ne zwei­stu­fi­ge Aus­schluss­frist ge­re­gelt. Die Aus­schluss­frist in der ers­ten Stu­fe beträgt ei­nen Mo­nat nach Fällig­keit.

Die Be­klag­te hat das Ar­beits­verhält­nis durch Schrei­ben vom 28.07.2008 zum 31.08.2008 gekündigt. Im Kündi­gungs­schrei­ben (Blatt 4 der Ak­te) heißt es un­ter an­de­rem: „Even­tu­el­len Rest­ur­laub und Zeit­gut­ha­ben wei­sen wir hier­mit an.".

Der Kläger bemängel­te mit E-Mail vom 08.08,2008 (Blatt 5 der Ak­te) die Kündi­gungs­ent­schei­dung der Be­klag­ten mit dem Hin­weis, dass sei­ne Ur­laubs­ta­ge und Über­stun­den noch für rund ei­nen Mo­nat reich­ten und sein Ein­satz bei der W. noch bis 15.09.2008 mögli­cher­wei­se daue­re. Die Mit­ar­bei­te­rin der Be­klag­ten, Frau Y. be­ant­wor­te­te das E-Mail des Klägers am sel­ben Ta­ge mit ei­ner E-Mail (Blatt 5 der Ak­te), die un­ter an­de­rem lau­tet: „Im Auf­trag von Herrn X. tei­le ich Ih­nen mit, dass das Ar­beits­verhält­nis auf­grund Ih­res Ur­laubs- und Gleit­zeit­an­spru­ches bis 30.09.2008 verlängert wird".´

Die Be­klag­te hat das Ar­beits­verhält­nis zum 31.08.2008 ab­ge­rech­net. Mit der Au­gustab­rech­nung er­hielt der Kläger Ur­laubs­ab­gel­tung für 135 St­un­den und Be­zah­lung für 141,8 St­un­den aus sei­nem Ar­beits­zeit­kon­to.

Mit der Kla­ge vom 09.10.2008 zum Ar­beits­ge­richt München for­der­te der Kläger die Zah­lung von € 2,759,55 brut­to für Sep­tem­ber 2008. Mit Kla­ge­er­wei­te­rung vom 15.01.2009 mach­te er wei­ter gel­tend, dass das Ar­beits­verhält­nis un­gekündigt fort­be­ste­he, da mit der Verlänge­rung des Ar­beits­verhält­nis­ses bis 30.09.2008 man­gels Ein­hal­tung der Schrift­form ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis be­gründet wor­den sei.

 

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Der Kläger be­an­trag­te im ers­ten Rechts­zug

1. Die Be­klag­te wird zur Zah­lung von E 2.759,55 nebst 5% Zin­sen über dem Ba­sis­zins­satz seit 01.10.2008 ver­ur­teilt.

2. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis un­verändert über den 30_09.2008 fort­be­steht.

Die Be­klag­te be­an­trag­te da­ge­gen die

Kla­ge­ab­wei­sung.

Das Ar­beits­ge­richt München hat durch En­dur­teil vom 11.02,2009 die Kla­ge als un­be­gründet ab­ge­wie­sen und zur Be­gründung aus­geführt, der Fort­be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses über den 30.09,2008 hin­aus könne gemäß § 17 Tz­B­fG i. V, m, § 7 KSchG nicht mehr fest­ge­stellt wer­den, da die Kla­ge­er­he­bung mit dem Fest­stel­lungs­an­trag erst am 14.01.2009 und da­mit weit nach Ab­lauf der Drei­wo­chen­frist des § 17 Tz­B­fG bei Ge­richt ein­ge­gan­gen sei.

Der Kläger ha­be auch kei­nen An­spruch auf Be­zah­lung von € 2.759,53 brut­to, Der Kläger ha­be nicht schlüssig dar­ge­legt, war­um er ge­nau € 2.759,53 for­de­re und ob er da­mit ei­nen Brut­to- oder Net­to­be­trag mei­ne, Be­reits die­ser un­schlüssi­ge Vor­trag recht­fer­ti­ge ei­ne Kla­ge­ab­wei­sung. Soll­te der Kläger das Ge­halt für Sep­tem­ber 2008 for­dern, so er­ge­be sich aus § 611 BGB kein Zah­lungs­an­spruch, da der Kläger un­strei­tig im Sep­tem­ber 2008 nicht für die Be­klag­te ge­ar­bei­tet ha­be. Auch aus § 815 BGB er­ge­be sich kein An­nah­me­ver­zugs­an­spruch, da die Be­klag­te nicht gemäß den §§ 293, 294, 296 BGB mit der An­nah­me der Ar­beits­leis­tung des Klägers in Ver­zug ge­we­sen sei. Der An­spruch des Kläger er­ge­be sich auch nicht aus § 11 KA-1G und § 611 BGB für die Ein­brin­gung von Ur­laub- und Über­stun­den­gut­ha­ben, da die Be­klag­te be­reits für 135 St­un­den Ur­laubs­ab­gel­tung und für 151,08 St­un­den Ar­beits­ent­gelt zum Aus­gleich des Ar­beits­zeit­kon­tos be­zahlt ha­be, Die­se Be­zah­lung für ins­ge­samt 276,08 St­un­den über­stei­ge die vom Kläger gel­tend ge­mach­te For­de­rung i. H. v. € 2,759,55, da bei dem vom Kläger ge­nann­ten St­un­den­satz von € 15,30 sei­ner For­de­rung 180,36 St­un­den zu­grun­de lägen.

Bezüglich des Vor­brin­gens der Par­tei­en im ers­ten Rechts­zug so­wie der recht­li­chen Erwägun­gen des Ar­beits­ge­rich­tes Im Ein­zel­nen wird auf den In­halt des En­dur­teils des Ar­beits­ge­rich­tes München vom 11.02.2009 (Blatt 25 bis 33 der Ak­te) ver­wie­sen.

 

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Der Kläger hat ge­gen die­ses Ur­teil, das ihm am 27.02.2009 zu­ge­stellt wur­de, am 20.03.2009 Be­ru­fung ein­ge­legt und die­se am 16.04,2009 auch be­gründet.

Er trägt im Be­ru­fungs­ver­fah­ren vor, das Ar­beits­ge­richt ha­be zu­tref­fend fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis bis zum 30.09.2008 sein En­de ge­fun­den ha­be, das heißt, dass es bis zu die­sem Zeit­punkt be­stan­den ha­be, Das Ar­beits­ge­richt ha­be je­doch feh­ler­haft die Ansprüche des Klägers für den Mo­nat Sep­tem­ber nicht zu­ge­spro­chen. Nach­dem der Kläger ein Rechts­schutz­bedürf­nis dar­an ha­be, dass das von Sei­ten des Ar­beits­ge­rich­tes München be­reits erst­in­stanz­lich fest­ge­stell­te Fort­be­ste­hen des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses bis zum 30.09.2008 vor­lie­ge, er­he­be der Kläger Zwi­schen­fest­stel­lungs­kla­ge, dass das Ar­beits­verhält­nis bis ein­sch­ließlich Sep­tem­ber be­stan­den ha­be. Feh­ler­haft ha­be das Ar­beits­ge­richt je­doch die dem Kläger zu­ste­hen­de Vergütung für den Mo­nat Sep­tem­ber ab-ge­wie­sen. Es ha­be un­berück­sich­tigt ge­las­sen, dass der Kläger hin­sicht­lich des Zelt­rau­mes vom 11. bis 30.09.2008 ar­beits­unfähig krank ge­we­sen sei und ihm dem­ent­spre­chend für die­sen Zeit­raum Ent­gelt­fort­zah­lung Im Krank­heits­fal­le zu­ste­he, da er in die­sem Zelt¬raum we­der Ur­laub ha­be neh­men können noch das Gleit­zeit­gut­ha­ben ha­be ab­bau­en können. Hin­sicht­lich des letz­ten Mo­na­tes ha­be der Kläger ei­ne durch­schnitt­li­che Ar­beits­zeit von € 165, 54 St­un­den ge­habt. Der Kläger ha­be ei­ne durch­schnitt­li­che Vergütung von € 15,30 pro St­un­de er­hal­ten, so dass sich, so­weit der Kläger ge­ar­bei­tet hätte, ein An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le in Höhe von € 2.534,29 brut­to pro Mo­nat er­ge­be. Bef der Be­klag­ten ha­be der Kläger ei­ne 5-Ta­ge-Wo­che ge­habt, so dass sich ein ar­beitstägli­cher Vergütungs­an­spruch von € 116,97 er­ge­be. Hin­sicht­lich des Zeit­rau­mes ab 11.09.2008 bis 30.09,2008 sei­en 14 Ar­beits­ta­ge an­ge­fal­len, so dass dem Kläger ein Ent­gelt­fort­zah­lungs­an­spruch i. H. v. € 1.637,54 brut­to zu­ste­he. Wei­ter sei nicht berück­sich­tigt wor­den, dass die Be­klag­te die Ur­laubs­ab­gel­tung nur bis ein­sch­ließlich Au­gust 2008 gewährt ha­be, so dass dem Kläger für den Mo­nat Sep­tem­ber eben­falls ein Ur­laubs­an­spruch und dem­ent­spre­chend auch ein Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch i. H. v. 2 Ar­beits­ta­gen und so­mit i, H. v. 2 x € 116,97 brut­to zu­ste­he.

Der Kläger be­an­trag­te zu­letzt im Be­ru­fungs­ver­fah­ren

1. die Be­klag­te wird zur Zah­lung von € 2.769,66 nebst 5 % Zin­sen über dem Ba­sis­zins­satz seit 01.10.2008 ver­ur­teilt,

2. die Be­klag­te trägt die Kos­ten des Rechts­streits.

 

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Den An­trag auf Fest­stel­lung, dass das Ar­beits­verhält­nis bis 30.09.2008 be­stand, hat der Kläger nicht ge­stellt.

Die Be­klag­te be­an­trag­te da­ge­gen

die kos­ten­pflich­ti­ge Zurück­wei­sung der Be­ru­fung

und trägt vor, auch In der Be­ru­fungs­be­gründung sei der An­trag auf Zah­lung von € 2.759,55 nicht schlüssig dar­ge­legt. Nun­mehr tra­ge der Kläger in der Be­ru­fungs­be­gründung vor, dass er in der Zeit vom 11. bis 30,09.2008 ar­beits­unfähig krank ge­we­sen sei. Das Nach­schie­ben des Sach­vor­tra­ges, der schon in der 1. In­stanz hätte geklärt wer­den können, sei nun­mehr in der Be­ru­fungs­in­stanz im Hin­blick auf § 296 ZPO ver­spätet. Ab­ge­se­hen da­von wäre der Lohn­fort­zah­lungs­an­spruch gemäß § 10 MTV IGZ (Aus­schluss­frist) mit der erst Jetzt in der Be­ru­fungs­be­gründung er­folg­ten Gel­tend­ma­chung aus­ge­schlos­sen, Dem­nach müsse der An­spruch aus dem Ar­beits­verhält­nis in­ner­halb ei­nes Mo­na­tes nach Fällig­keit ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber gel­tend ge­macht wer­den. Dies sei nicht ge­sche­hen. Der Kläger ha­be le­dig­lich Lohn­zah­lungs­ansprüche mit der Kla­ge gel­tend ge­macht, nicht je­doch ei­nen Lohn­fort­zah­lungs­an­spruch.

Der Kläger ha­be für sei­nem Fest­stel­lungs­an­trag auch kein Fest­stel­lungs­in­ter­es­se; be­reits im erst­in­stanz­li­chen Ver­fah­ren ha­be das Ge­richt fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis am 30.09.2006 ge­en­det ha­be.

Der Kläger ent­geg­net hier­auf, er ha­be die ta­rif­ver­trag­li­che Aus­schluss­frist ein­ge­hal­ten. Er ha­be von vorn­her­ein ei­nen Be­trag i. H, v. über € 2.700,00 ein­ge­klagt und gel­tend ge­macht, dass er kei­ner­lei Zah­lun­gen für den Mo­nat Sep­tem­ber er­hal­ten ha­be. Gemäß dem Zweck der Aus­schluss­fris­ten ha­be der Ar­beit­ge­ber von vorn­her­ein ge­wusst, in wel­cher Höhe und für wei­chen Zeit­raum der Ar­beit­neh­mer Ansprüche gel­tend ma­che. Hier­bei sei es un­er­heb­lich, ob nun die ein­zel­nen Ta­ge auf Ent­gelt­fort­zah­lung, An­nah­me­ver­zug oder ähn­li­ches gestützt sei­en. Ent­schei­dend sei, dass der Ar­beit­ge­ber die Möglich­keit ha­be, sich dar­auf ein­zu­stel­len, dass von Sel­ten des Ar­beit­neh­mers wei­ter­hin Ansprüche be­haup­tet wer­den, so dass es aus Sicht des Klägers völlig un­er­heb­lich sei, ob nun dem Ar­beit­neh­mer Ansprüche aus An­nah­me­ver­zug zu­ste­hen, oder aus Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le.

 

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Bezüglich des wei­te­ren Vor­brin­gens der Par­tei­en Im Be­ru­fungs­ver­fah­ren wird auf den In­halt der Schriftsätze des Klägers vom 16.04.2009 (BI. 54 - 58 d. A.), vom 02.06.2009 (BI. 74 — 76 d. A.) und vom 24.06.2009 (BI. 141 — 143 d. A.) und auf die Schriftsätze der Be­klag­ten vom 18.05.2009 (BI. 64 — 67 d. A.) und vom 10.06.2009 (BI. 80 — 81 d. A.) ver­wie­sen.

Ent­schei­dungs­gründe:

Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das En­dur­teil des Ar­beits­ge­rich­tes München vom 11.02.2009 ist zulässig und teil­wei­se be­gründet. Der Kläger hat ge­gen die Be­klag­te für den Mo­nat Sep­tem­ber 2008 An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung Im Krank­heits­fal­le I. H. v, €1.636,55 brut­to und auf Ur­laubs­ab­gel­tung i. H. v. € 233,79 brut­to, Ins­ge­samt € 1.870,34 brut­to.

1.

Der Kläger hat An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le für die Zeit 11, bis 30.09.2008 i. H. v. € 1.636,55 brut­to gemäß § 3 Abs. 1 EFZG.

a)
Zu­letzt war zwi­schen den Par­tei­en un­strei­tig, dass Ihr Ar­beits­verhält­nis nicht be­reits am 31.08.2008, son­dern erst am 30.09.2008 be­en­det wur­de.

b)
Aus dem E-Mail des Klägers vom 08.08,2008, 09.31 Uhr (BI. 5 d. A.) er­gibt sich, dass er auf die Kündi­gung zum 31.08.2008 gel­tend ge­macht hat, dass er noch Ur­laubs­ta­ge und Über­stun­den hat, die für rund ei­nen Mo­nat rei­chen. In der Ant­wort hier­auf wur­de durch E-Mail vom 08.08.2008, 10.49 Uhr (BI. 5 d. A.) dem Kläger mit­ge­teilt, dass das Ar­beits­verhält­nis auf­grund des Ur­laubs- und Gleit­zeit­an­spru­ches des Klägers bis 30.09.2008 verlängert wird. In die­sen bei­den E-Mails kommt klar zum Aus­druck, dass das Ar­beits­verhält­nis erst am 30.09.2008 en­det, der Kläger im Mo­nat Sep­tem­ber nicht mehr ar­bei­tet und der Ur­laubs­an­spruch des Klägers so­wie sein Gleit­zeit­gut­ha­ben für den Mo­nat Sep­tem­ber ver­wen­det wird.

 

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c)
Der Kläger war, wie er nun im Be­ru­fungs­ver­fah­ren vorträgt und durch zwei ärzt­li­che Ar­beits­unfähig­keits­be­schei­ni­gun­gen (BI. 57 und 58 d. A.) be­legt, vom 11. bis 17,09,2008 und vom 18. bis 30.09.2008 ar­beits­unfähig krank, Da­mit konn­te der Kläger in die­ser Zeit we­der Ur­laub ein­brin­gen noch Gleit­zeit­gut­ha­ben aus­glei­chen. Gemäß § 9 BUrIG wer­den die durch ärzt­li­ches Zeug­nis nach­ge­wie­se­nen Ta­ge der Ar­beits­unfähig­keit auf den Jah­res­ur­laub nicht an­ge­rech­net, Gemäß § 3 Abs. 1 EFZG hat der Kläger so­mit für die Zeit vom 11. bis 30.09.2008 An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le. Die­ser beträgt gemäß § 4 Abs. 1 EFZG bei ei­nem un­strei­ti­gen St­un­den­lohn von € 15,30 brut­to (St­un­den­lohn 11,90 + 0,40 Ein­satz­zu­la­ge + 2,50 frei­wil­li­ge Zu­la­ge + 0,50 Leis­tungs­zu­la­ge, sie­he Ab­rech­nung Au­gust 2008, Bi. 77 d. A.) und ei­ner un­strei­ti­gen durch­schnitt­li­chen Ar­beits­zeit von 185,54 St­un­den pro Mo­nat (so der un­be­strit­te­ne Vor­trag des Klägers im Schrift­satz vom 16.04.2009) € 1.636,55 brut­to (€ 2.532,76 x 3 Mo­na­te 65 Ar­beits­ta­ge x 14 Ar­beits­ta­ge).

d)
Der Kläger war mit der Gel­tend­ma­chung der Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le im Be­ru­fungs­ver­fah­ren nicht aus­ge­schlos­sen. Gemäß § 67 Abs. 3 ArbGG sind nämlich An­griffs-und Ver­tei­di­gungs­mit­tel, die im ers­ten Rechts­zug ent­ge­gen § 282 Abs. 1 oder 2 ZPO nicht recht­zei­tig vor­ge­bracht wur­den, zu­zu­las­sen, wenn ih­re Berück­sich­ti­gung die Er­le­di­gung des Rechts­strei­tes nicht verzögern. Durch die Berück­sich­ti­gung des Vor­tra­ges des Klägers hin­sicht­lich des An­spru­ches auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le ist aber die Er­le­di­gung des Be­ru­fungs­ver­fah­rens nicht verzögert wor­den.

2.
Der Kläger hat auch An­spruch auf Ur­laubs­ab­gel­tung für gel­tend ge­mach­te zwei wei­te­re Ur­laubs­ta­ge gemäß § 7 Abs. 4 BU­riG i. H. v. € 233,79 brut­to. Gemäß § 5 Abs. 1 des Ar­beits­ver­tra­ges i. V. m. § 6.2 des Man­tel­ta­rif­ver­tra­ges Zeit­ar­beit hat­te der Kläger im vier­ten Jahr sei­ner Beschäfti­gung ei­nen Jah­res­ur­laubs­an­spruch von 28 Ar­beits­ta­gen; 1/12 des Jah­res­ur­lau­bes beträgt so­mit 2,33 Ur­laubs­ta­ge. Da in § 6.2.3 des Man­tel­ta­rif­ver­tra­ges Zel­t­ar­beit für das Aus­schei­den während des Beschäfti­gungs­jah­res ge­re­gelt Ist, dass der Ar­beit­neh­mer für je­den vol­len Mo­nat des Be­ste­hens des Ar­beits­verhält­nis­ses 1/12 des ihm zu­ste­hen­den Jah­res­ur­lau­bes erhält, hätte die Be­klag­te dar­le­gen müssen, dass sie mit

 

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der zusätz­li­chen Ur­laubs­ab­gel­tungs­zah­lung im Au­gust 2008 mit € 1.606,50 brut­to ent­we­der den ge­sam­ten Jah­res­ur­laub 2008 (oh­ne Zwölf­te­lung) ab­ge­gol­ten hat oder dass hier auch be­reits der Ur­laubs­an­spruch für Sep­tem­ber 2008 ent­hal­ten war. An ei­ner der­ar­ti­gen Dar­le­gung durch die be­weis­be­las­te­te Be­klag­te fehlt es. Die Be­weis­last für die Erfüllung des Ur­laubs­an­spru­ches ob­liegt nämlich dem Ar­beit­ge­ber.

Der Kläger hat so­mit noch An­spruch auf Ab­gel­tung der gel­tend ge­mach­ten 2 wei­te­ren Ur­laubs­ta­ge für Sep­tem­ber 2008, Der An­spruch beläuft sich gemäß § 11 BUrIG auf € 233,79 brut­to (165,74 St­un­den x € 15,30 x 3 Mo­na­te : 65 Ar­beits­ta­ge x 2 Ur­laubs­ta­ge).

3.

Der Kläger hat da­ge­gen kei­nen An­spruch auf Vergütung für die Zeit vom 01. bis 10,09.2008. Der Kläger hat in die­ser Zeit nicht ge­ar­bei­tet und war in die­ser Zeit auch nicht ar­beits­unfähig krank. Ein­zi­ge mögli­che An­spruchs­grund­la­ge für ei­nen Vergütungs­an­spruch könn­te so­mit nur § 615 S.1 BGB sein. Die Be­klag­te be­fand sich aber in die­sem Zeit­raum nicht in An­nah­me­ver­zug. Nach ständi­ger Recht­spre­chung des BAG ist für den Ein­tritt des An­nah­me­ver­zu­ges während ei­nes un­strei­tig be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis­ses ein tatsächli­ches Ar­beits­an­ge­bot des Ar­beit­neh­mers er­for­der­lich (vgl. BAG EzA § 615 BGB Nr. 77). Der Kläger hat­te aber ab 01.09.2008 sei­ne Ar­beits­leis­tung nicht tatsächlich an­ge­bo­ten. Wie oben be­reits aus­geführt, ha­ben die Par­tei­en viel­mehr ver­ein­bart, dass der Kläger im Sep­tem­ber 2008 nicht mehr ar­bei­tet und dafür Ur­laub und Gleit­zeit­gut­ha­ben ein­ge­setzt wer­den.

4.

Die Zah­lungs­ansprüche des Klägers sind nicht ver­fal­len.

a)
Der Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch un­ter­liegt nicht ta­rif­li­chen Aus­schluss­fris­ten, auch wenn ver­trag­li­che Re­ge­lun­gen oder Ta­rif­nor­men die ge­gen­sei­ti­gen Ansprüche al­ler Art aus dem Ar­beits­verhält­nis er­fas­sen (DAG NZA 2004, 651: AP Nr. 23 zu § 1 BUrIG).

b)
Bezüglich des An­spru­ches auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le für die Zeit 11, bis 30.09.2008 hat der Kläger die Aus­schluss­fris­ten nach § 10 des MTV Zeit­ar­beit ge­wahrt.

 

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Nach die­ser Be­stim­mung sind die Ansprüche aus dem Ar­beits­verhält­nis in­ner­halb ei­nes Mo­na­tes nach Fällig­keit schrift­lich zu er­he­ben und im Fal­le der Ab­leh­nung bzw. der Nichterklärung in­ner­halb von ei­nem Mo­nat ge­richt­lich gel­tend zu ma­chen. Da we­der im Ar­beits­ver­trag noch im Man­tel­ta­rif­ver­trag Zeit­ar­beit die Fällig­keit von Vergütun­gen ge­re­gelt ist, war die Ent­gelt­fort­zah­lung für Sep­tem­ber 2008 gemäß § 614 BGB nach Ab­lauf des 30.09.2008 fällig. Der Kläger hat be­reits am 09.10.2008 Kla­ge zum Ar­beits­ge­richt München er­ho­ben und für den Mo­nat Sep­tem­ber 2008 Zah­lung von E 2.759,55 brut­to ge­for­dert; er hat sei­ne For­de­rung auf An­nah­me­ver­zug gestützt. Nach Auf­fas­sung des Be­ru­fungs­ge­rich­tes wird da­von auch die Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le für den Mo­nat Sep­tem­ber um­fasst. Es ist in Recht­spre­chung und Li­te­ra­tur bis­her nicht klar er­sicht­lich, wel­che kon­kre­ten An­for­de­run­gen an das Erfüllungs­ver­lan­gen zu stel­len sind. So wird über­wie­gend ver­tre­ten, dass der Gläubi­ger den An­spruch dem Grun­de und der Höhe nach der­art In­di­vi­dua­li­sie­ren muss, dass der Gläubi­ger das gel­tend Ge­mach­te er­ken­nen kann und ihm ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Ver­lan­gen möglich ist. Da­mit müssen im Re­gel­fal­le so­wohl die Art des An­spru­ches als auch die Tat­sa­chen, auf die er gestützt wird, er­kenn­bar sein. Ei­ner recht­li­che Be­gründung be­darf es nicht (vgl. BAG APNr. 2 zu § 70 BAG-O; Weyand, Aus­schluss­frist Im Ta­rif­recht, Ka­pi­tel 6 Rz. 45 m.w.N.). Es genügt die An­ga­be des tatsächli­chen Vor­gan­ges, aus dem sich der An­spruch er­ge­ben soll (Weyand a.a.O.; Mat­t­hies­sen, Ar­beits­recht­li­che Aus­schluss­fris­ten S. 289; Löwisch/Rleb­le zu § 1 TVG Rz. 757). Ei­ne et­wai­ge Be­gründung kann des­halb auch noch nach Ab­lauf der Aus­schluss­frist geändert wer­den (vgl. BAG AP Nr. 49 zu § 4 TVG Aus­schluss­fris­ten). Nach Auf­fas­sung des Be­ru­fungs­ge­rich­tes ist es aus­rei­chend, dass ein Ar­beit­neh­mer für ei­nen be­stimm­ten Zeit­raum ei­ne Ent­gelt­zah­lung ver­langt, auch wenn er da­bei ei­ne un­zu­tref­fen­de An­spruchs­grund­la­ge nennt, im vor­lie­gen­den Fal­le al­so Vergütung aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges an­statt rich­ti­ger­wei­se Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le. Wei­che An­for­de­run­gen an ei­ne wirk­sa­me Gel­tend­ma­chung zu stel­len sind, kann in Er­man­ge­lung ei­ner ent­spre­chen­den ge­setz­li­chen Re­ge­lung nur an­hand des Zwe­ckes von Aus­schluss­fris­ten be­stimmt wer­den. Ta­rif­li­che Aus­schluss­fris­ten die­nen der Rechts­si­cher­heit und dem Rechts­frie­den. Der Schuld­ner soll sich dar­auf ver­las­sen können, nach Ab­lauf der ta­rif­li­chen Ver­fall­fris­ten nicht mehr in An­spruch ge­nom­men zu wer­den. Um­ge­kehrt soll der Gläubi­ger an­ge­hal­ten wer­den, in­ner­halb kur­zer Fris­ten Be­gründet­heit und Er­folgs­aus­sich­ten sei­ner Ansprüche zu prüfen (vgl. BAG AP Nr, 67, 124 und 169 zu § 4 TVG Aus­schluss­fris­ten). Macht der Ar­beit­neh­mer für ei­nen be­stimm­ten Lohn-

 

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zeit­raum ei­ne Vergütungs­for­de­rung gel­tend, so weiß der Ar­beit­ge­ber, dass er für die­sen Zeit­raum mit der für die­sen Zeit­raum mögli­chen For­de­rung in An­spruch ge­nom­men wird und nicht mehr für Zelträume nach Ab­lauf der Ver­fall­frist. Er kann sich al­so auf die For­de­rung fi­nan­zi­ell ein­stel­len; er weiß, was auf ihn in­so­weit als For­de­rung zu­kommt. Da­bei ist es un­er­heb­lich, auf wel­cher kon­kre­ten An­spruchs­grund­la­ge letzt­lich die gel­tend ge­mach­te For­de­rung be­ruht, ob es ein Vergütungs­an­spruch aus ge­leis­te­ter Ar­beit oder ein Vergütungs­er­satz­an­spruch z. B. aus § 815 S. 1 BGB oder aus § 616 Abs. 1 BGB oder aus § 3 EFZG ist. Dies ist nur ei­ne Fra­ge der An­spruchs­grund­la­ge und berührt den Zweck der Aus­schluss­frist nicht. Für den Ar­beit­ge­ber ist klar, für wel­chen Zeit­raum der Ar­beit­neh­mer noch Vergütung ha­ben will; es ist auch klar, dass er die Vergütung aus dem Ar­beits­verhält­nis ha­ben will. Da­mit ist der An­spruch für den Ar­beit­neh­mer hin­rei­chend Iden­ti­fi­zier­bar, auch dann, wenn im For­de­rungs­schrei­ben kei­ne oder ei­ne un­zu­tref­fen­de An­spruchs­grund­la­ge ge­nannt wird. Ent­schei­dend ist, dass der Ar­beit­ge­ber den Zeit­raum des gel­tend ge­mach­ten An­spru­ches kennt und das Rechts­verhält­nis, aus wel­chem der An­spruch gel­tend ge­macht wird. Die­se An­for­de­run­gen erfüllt die kla­ge­wei­se Gel­tend­ma­chung durch den Kläger In der Kla­ge vom 09.10.2008. Da­mit ist ein Ver­fall der For­de­rung auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fal­le für den Mo­nat Sep­tem­ber 2008 nicht ein­ge­tre­ten.

5.

Die Kos­ten­ent­schei­dung er­gibt sich aus § 92 Abs. 1 ZPO.

Ge­gen die­ses Ur­teil ist das Rechts­mit­tel der Re­vi­si­on statt­haft.

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