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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte:
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Niedersachsen
Akten­zeichen: 13 Sa 1037/12
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 01.07.2013
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Oldenburg - 4 Ca 89/12 Ö
   

LAN­DES­AR­BEITS­GERICHT

NIE­DERSACHSEN

 

Verkündet am:
01.07.2013

Toth,
Ge­richts­an­ge­stell­te
als Ur­kunds­be­am­tin
der Geschäfts­stel­le

IM NA­MEN DES VOL­KES

UR­TEIL

13 Sa 1037/12

4 Ca 89/12 Ö ArbG Ol­den­burg

In dem Rechts­streit
 


Kläger und Be­ru­fungskläger,


Proz.-Bev.:

ge­gen

Be­klag­ter und Be­ru­fungs­be­klag­ter,

Proz.-Bev.:

hat die 13. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Nie­der­sach­sen auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 13. Mai 2013 durch

den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Kunst so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Herr Wil­lies und Frau Bruns

für Recht er­kannt:

1. Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ol­den­burg vom 09.07.2012 (4 Ca 89/12 Ö) wird auf sei­ne Kos­ten zurück­ge­wie­sen.

2. Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.

- 2 -

Tat­be­stand


Der Kläger nimmt das be­klag­te Land auf Zah­lung ei­ner ta­rif­li­chen Son­der­prämie in An­spruch.

Der Kläger ist im Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst des be­klag­ten Lan­des beschäftigt. Auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en fin­det der Ta­rif­ver­trag zur Re­ge­lung der Ar­beits­be­din­gun­gen der im Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer des Lan­des Nie­der­sach­sen vom 05.03.1991, zu­letzt geändert durch den Ände­rungs­ta­rif­ver­trag Nr. 2 vom 13.12.1999, in der Fas­sung des § 1 Abs. 1 des Eu­ro-TV vom 30.10.2001 (im Fol­gen-den kurz: TV-Mun-Nds), kraft bei­der­sei­ti­ger Ta­rif­ge­bun­den­heit An­wen­dung. § 11 Abs. 1 die­ses Ta­rif­ver­tra­ges lau­tet:

Für die Entschärfung ei­ner Bom­be mit Lang­zeitzünder ein­sch­ließlich des et­wa er­for­der­li­chen Trans­ports der noch nicht entschärf­ten Bom­be wird ei­ne Son­der­prämie von 1.080,00 DM, ab 01.01.2002 567,53 €, als zusätz­li­che Ge­fah­ren­zu­la­ge gewährt. Die Son­der­prämie erhält je­der Ar­beit­neh­mer, der un­mit­tel­bar an der Ent­fer­nung des Lang­zeitzünders oder beim Trans­port mit­ar­bei­tet. Die Prämie wird je­doch je Bom­be nur ein­mal ge­zahlt.

Zu § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds exis­tiert ei­ne Pro­to­koll­no­tiz mit fol­gen­dem Wort­laut:

Der Entschärfung ei­ner Bom­be mit Lang­zeitzünder steht die Entschärfung ent­spre­chen­der See­mu­ni­ti­on (z.B. Tor­pe­dos, Was­ser­bom­ben, See­mi­nen) gleich.

Im März und April 2011 spreng­ten der Kläger und wei­te­re Mit­ar­bei­ter des Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­diens­tes des be­klag­ten Lan­des auf ei­ner Sand­bank bei W-Stadt ins­ge­samt 104, nach dem Auf­fin­den un­ter Mit­wir­kung ei­ner ge­werb­li­chen Fir­ma zur Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gung frei­ge­leg­te und zu Grup­pen an meh­re­ren Spreng­punk­ten zu­sam­men­ge­leg­te Was­ser­bom­ben der al­li­ier­ten Streit­kräfte.

Nach er­folg­lo­ser außer­ge­richt­li­cher Gel­tend­ma­chung mit Schrei­ben vom 08.09.2011 (An-la­ge K 3 = Bl. 11 d.A.) ver­folgt der Kläger mit der am 24.01.2012 bei dem Ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Mus­ter­kla­ge sein Zah­lungs­be­geh­ren wei­ter.

Der Kläger hat gel­tend ge­macht, Was­ser­bom­ben sei­en Bom­ben mit Lang­zeitzündern gleich­zu­set­zen. Es ge­be kei­ne Was­ser­bom­ben oh­ne Lang­zeitzünder oder ver­gleich­ba­re Zünd­sys­te­me.

Ei­ne Spren­gung sei ei­ne Entschärfung im Ta­rif­sin­ne.

- 3 -

Die Bom­ben sei­en auch trans­por­tiert wor­den. Al­le Mit­ar­bei­ter des be­klag­ten Lan­des hätten da­zu bei­ge­tra­gen, dass die Was­ser­bom­ben von der Fund­stel­le zu den Sprengplätzen zu­sam­men­ge­tra­gen wor­den sei­en.

Die Zu­la­ge sei auf­grund be­son­de­rer Ge­fah­ren­la­ge bei der Frei­le­gung und dem Ver­la­gern der Mu­ni­ti­on, dem An­brin­gen der Spreng­la­dun­gen und dem Spren­gen ge­recht­fer­tigt.

In an­de­ren Fällen ha­be das be­klag­te Land bei der Spren­gung ei­ner oder we­ni­ger Bom­ben ei­ne Prämie ge­zahlt, ob­wohl nicht fest­ge­stan­den ha­be bzw. nicht im Ein­zel­nen ha­be do­ku­men­tiert wer­den können, ob es sich um Bom­ben mit Lang­zeitzündern ge­han­delt ha­be. Er be­ru­fe sich in­so­weit auf den Grund­satz der Gleich­be­hand­lung. Ihm ste­he da­her für je­de der 104 trans­por­tier­ten und entschärf­ten Was­ser­bom­ben die ta­rif­li­che Son­der­prämie zu.

Der Kläger hat be­an­tragt,

das be­klag­te Land zu ver­ur­tei­len, an ihn 59.023,12 € brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.05.2011 zu zah­len.

Das be­klag­te Land hat be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Es hat vor­ge­tra­gen, auf­grund der mas­si­ven Häufung in ei­nem klei­nen Are­al von ca. 200 m² sei es hoch­wahr­schein­lich, dass die Bom­ben oh­ne Zünder mit klei­ne­ren Boo­ten an den Fund­ort ver­bracht und dort le­dig­lich ver­klappt wor­den sei­en. Dafür spre­che auch das feh­len­de Leit­werk bei 96 der 104 Was­ser­bom­ben des Typs MK 11 GB, die übli­cher­wei­se von Flug­zeu­gen ab­ge­wor­fen wor­den sei­en.

Un­ter Auf­sicht von Mit­ar­bei­tern des be­klag­ten Lan­des ha­be die Fir­ma K. über meh­re­re Ta­ge während der Eb­be die Bom­ben un­ter Ein­satz ei­nes Rau­pen­bag­gers aus dem Schlick ge­bor­gen und zu den Spreng­punk­ten zu­sam­men­ge­tra­gen.
Das Ar­beits­ge­richt hat durch das dem Kläger am 24.07.2012 zu­ge­stell­te Ur­teil vom 09.07.2012 (Bl. 187 - 190 R d.A.) auf des­sen In­halt zur wei­te­ren Dar­stel­lung des ers­tin-

- 4 -

stanz­li­chen Sach- und Streit­stan­des und des­sen Würdi­gung durch das Ar­beits­ge­richt Be­zug ge­nom­men wird, die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Zur Be­gründung hat es im We­sent­li­chen aus­geführt, das Spren­gen sei kei­ne Entschärfung im Ta­rif­sin­ne. Ob die Pro­to­koll­no­tiz den Trans­port ent­spre­chen­der See­mu­ni­ti­on er­fas­se, sei schon zwei­fel­haft. Je­den­falls sei­en die Bom­ben nach übe­rein­stim­men­der Auf­fas­sung als nicht trans­portfähig be­schrie­ben und le­dig­lich am Fund­ort ver­la­gert wor­den, was nicht prämi­en­auslösend sei. Ge­gen die­ses Ur­teil rich­tet sich die am 21.08.2012 ein­ge­leg­te und am 22.10.2012 in­ner­halb der bis da­hin verlänger­ten Frist be­gründe­te Be­ru­fung des Klägers.

Der Kläger macht gel­tend, es sei jahr­zehn­te­lang aus­geübte Pra­xis, die Spren­gung von See­mu­ni­ti­on dem Entschärfen gleich­zu­stel­len. Auf die­sen Ver­trau­en­stat­be­stand ha­be er sich ver­las­sen dürfen. Die ma­nu­el­le Entschärfung von See­mu­ni­ti­on sei auf­grund der be­son­de­ren La­ge im Was­ser grundsätz­lich nicht er­laubt. Für ei­ne Fer­n­entschärfung ge­be es kei­ne tech­ni­schen Möglich­kei­ten. Bei See­mu­ni­ti­on sei stets vom höchs­ten Ri­si­ko aus­zu-ge­hen, da in der Re­gel die ver­wen­de­ten Zünder nicht iden­ti­fi­ziert wer­den könn­ten. Des­halb wer­de See­mu­ni­ti­on im­mer durch Spren­gen entschärft. Bei kei­ner der auf­ge­fun­de­nen Was­ser­bom­ben sei fest­ge­stellt wor­den, dass dort der Zünder feh­le. Al­le 104 Was­ser­bom­ben sei­en da­mit mit be­son­ders gefähr­li­chen Zünd­sys­te­men aus­ge­stat­tet ge­we­sen. Zwar ge­be es für See­mu­ni­ti­on kei­ne Lang­zeitzünder, wie sie sich in Bom­ben befänden. Die Gefähr­lich­keit der Zünd­sys­te­me bei der an­ge­ge­be­nen See­mu­ni­ti­on sei aber mit der von Bom­ben mit Lang­zeitzündern gleich­zu­set­zen. Je­den­falls sei­en die Bom­ben wie bezündert zu be­han­deln ge­we­sen, weil ei­ne Bezünde­rung nicht ha­be aus­ge­schlos­sen wer­den kön-nen.

Der Trans­port von See­mu­ni­ti­on sei min­des­tens ge­nau­so gefähr­lich wie der Trans­port von Bom­ben mit Lang­zeitzündern. Die Ent­fer­nung von den je­wei­li­gen Fund­or­ten zu den Spreng­punk­ten ha­be ca. 100 m be­tra­gen. Al­le 104 Bom­ben sei­en von ihm an den je­wei­li­gen Spreng­punk­ten selbst zur Spren­gung vor­be­rei­tet, al­so an­ge­ho­ben, ver­la­gert und mit Spreng­la­dung ver­se­hen in Rei­hen zu­sam­men- bzw. übe­rein­an­der­ge­legt wor­den.

Der Kläger be­an­tragt da­her,

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ol­den­burg vom 09.07.2012, Az. 4 Ca 89/12 Ö, ab­zuändern und die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an den Kläger 59.023,12 € brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins seit dem 01.05.2011 zu zah­len.

- 5 -

Das be­klag­te Land be­an­tragt,

die Be­ru­fung des Klägers zurück­zu­wei­sen.

Es wie­der­holt und ver­tieft sein erst­in­stanz­li­ches Vor­brin­gen un­ter Ver­tei­di­gung des an­ge­foch­te­nen Ur­teils als zu­tref­fend nach Maßga­be der Be­ru­fungs­er­wi­de­rung vom 18.12.2012 (Bl. 250 - 253 d.A.). Es trägt vor, so­weit man in der Ver­gan­gen­heit ei­ne Prämie für die Spren­gung von See­mu­ni­ti­on ge­zahlt ha­be, sei dies rechts­ir­rig ge­sche­hen. Ei­ne Zah­lung sei auch nur er­folgt, wenn der be­tref­fen­de Mit­ar­bei­ter durch ge­eig­ne­te Do­ku­men­ta­ti­on nach­ge­wie­sen ha­be, dass die See­mu­ni­ti­on mit Lang­zeitzündern ver­se­hen ge­we­sen sei. Dies sei bezüglich der streit­ge­genständ­li­chen Was­ser­bom­ben durch den Kläger nicht er­folgt.

Sämt­li­che Ar­bei­ten im Zu­sam­men­hang mit der Ber­gung und Ver­la­ge­rung der Was­ser­bom­ben sei­en aus­sch­ließlich mit Gerät und Mit­ar­bei­tern der Fir­ma K. durch­geführt wor­den.

Der Kläger sei auch nicht an al­len 8 Ar­beits­ta­gen son­dern nur am 15.03., 17.03., 07.04. und 08.04.2011 am Fund­ort an­we­send ge­we­sen, wes­halb er al­len­falls für die an die­sen Ta­gen ver­la­ger­ten Bom­ben ei­ne Prämie be­an­spru­chen könne.

We­gen der Ein­zel­hei­ten des im Be­ru­fungs­ver­fah­ren ge­wech­sel­ten Vor­brin­gens wird ergänzend auf die Be­ru­fungs­be­gründung des Klägers vom 19.10.2012 (Bl. 225 - 234 d.A.) so­wie auf sei­nen Schrift­satz vom 04.04.2013 (Bl. 258 - 267 d.A.) je­weils nebst An­la­gen, so­wie auf die Erklärun­gen zu Pro­to­koll vom 13.05.2013 und die nach­ge­reich­ten Ta­rif­ver-träge (Bl. 281-289) nebst Nie­der­schrift über die Ta­rif­ver­hand­lun­gen vom 11.09.1979 (Bl. 291-298) ver­wie­sen.


Ent­schei­dungs­gründe

I.

Die gemäß § 64 Abs. 1 und Abs. 2 b ArbGG statt­haf­te Be­ru­fung des Klägers ist form- und frist­ge­recht im Sin­ne der §§ 66, 64 Abs. 6 ArbGG, 519, 520 ZPO ein­ge­legt und be­gründet wor­den. Sie ist auch im Übri­gen zulässig, je­doch in der Sa­che un­be­gründet.
1.

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Der Kläger hat kei­nen An­spruch auf Zah­lung der Son­der­prämie aus § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds in Ver­bin­dung mit der dies­bezügli­chen Pro­to­koll­no­tiz, weil die Vor­aus­set­zun­gen hierfür nicht vor­lie­gen.

a)
Es kann da­hin­ste­hen, ob es sich bei den frag­li­chen Was­ser­bom­ben al­lein auf­grund der bei­spiel­haf­ten Aufzählung von Was­ser­bom­ben im Klam­mer­zu­satz der Pro­to­koll­no­tiz um Bom­ben mit Lang­zeitzündern „ent­spre­chen­der“ See­mu­ni­ti­on han­delt. Je­den­falls hat der Kläger die­se Bom­ben nicht entschärft. Die Spren­gung der Was­ser­bom­ben stellt kei­ne Entschärfung im Ta­rif­sin­ne dar. Das er­gibt die Aus­le­gung von § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds.

aa)
Die Aus­le­gung des nor­ma­ti­ven Teils ei­nes Ta­rif­ver­tra­ges er­folgt nach ständi­ger Recht-spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts den für die Aus­le­gung von Ge­set­zen gel­ten­den Re­geln. Aus­zu­ge­hen ist zunächst vom Ta­rif­wort­laut. Zu er­for­schen ist der maßgeb­li­che Sinn der Erklärung, oh­ne am Buch­sta­ben zu haf­ten. Da­bei sind der wirk­li­che Wil­le der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en und da­mit der von ih­nen be­ab­sich­tig­te Sinn und Zweck der Ta­rif­norm mit zu berück­sich­ti­gen, so­weit sie in den ta­rif­li­chen Nor­men ih­ren Nie­der­schlag ge­fun­den ha­ben. Auch auf den ta­rif­li­chen Ge­samt­zu­sam­men­hang ist ab­zu­stel­len. Ver­blei­ben noch Zwei­fel, können wei­te­re Kri­te­ri­en wie Ta­rif­ge­schich­te, prak­ti­sche Ta­rifübung und Ent­ste­hungs­ge­schich­te des je­wei­li­gen Ta­rif­ver­tra­ges oh­ne Bin­dung an ei­ne be­stimm­te Rei­hen­fol­ge berück­sich­tigt wer­den. Im Zwei­fel ist die Ta­rif­aus­le­gung zu wählen, die zu ei­ner vernünf­ti­gen, sach­ge­rech­ten, zweck­ori­en­tier­ten und prak­tisch brauch­ba­ren Lösung führt (et­wa BAG, Ur­teil vom 28.09.2005 - 10 AZR 34/05 - = AP Nr. 2 zu § 1 TVG Ta­rif­ver-träge: Sys­tem­gas­tro­no­mie).

bb)
Hier­von aus­ge­hend ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en durch die For­mu­lie­rung des § 11 Abs. 1 Satz 2 TV-Mun-Nds deut­lich zum Aus­druck ge­bracht, dass sie un­ter der Entschärfung ei­ner Bom­be im Sin­ne des Sat­zes 1 die Ent­fer­nung des Lang­zeitzünders, nicht je­doch das Spren­gen ver­ste­hen. Dies bestätigt der ta­rif­li­che Ge­samt­zu­sam­men­hang. Zu der in § 5 TV-Mun-Nds ge­re­gel­ten Ge­fah­ren­zu­la­ge ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en in der dies­be-zügli­chen Pro­to­koll­no­tiz be­stimmt, was sie un­ter ei­ner zu­la­gen­auslösen­den „Beschäfti­gung im un­mit­tel­ba­ren Ge­fah­ren­be­reich“ ver­ste­hen. Da­bei ha­ben sie ne­ben dem Be­griff „Entschärfen“ den Be­griff „Spren­gen“ ver­wen­det. Die Stel­lung des § 11 in Ab­schnitt 4 des Ta­rif­ver­tra­ges, der mit „Son­der­prämi­en“ über­schrie­ben ist, und der Um­stand, dass die

- 7 -

Son­der­prämie ge­ge­be­nen­falls ne­ben der in § 5 des Ta­rif­ver­tra­ges ge­re­gel­ten Ge­fah­ren­zu­la­ge ge­zahlt wird, ver­deut­li­chen, dass mit der Son­der­prämie ei­ner mit der Ge­fah­ren­zu-la­ge nicht ab­ge­gol­te­nen, erhöhten Ge­fahr Rech­nung ge­tra­gen wer­den soll. Bom­ben sind re­gelmäßig so kon­stru­iert, dass ih­re Ex­plo­si­on über den Zünder aus­gelöst wird, wo­bei die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en au­gen­schein­lich Lang­zeitzünder auf­grund ih­rer Wir­kungs­wei­se als be­son­ders gefähr­lich an­ge­se­hen ha­ben. Ar­bei­ten un­mit­tel­bar am Lang­zeitzünder ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en of­fen­sicht­lich für gefähr­li­cher er­ach­tet als die An­brin­gung der Spreng­la­dung am Bom­benkörper, die nur ein Teil­akt der Spren­gung ist, während der Ex-plo­si­ons­vor­gang in si­che­rer Ent­fer­nung der sie durchführen­den Per­so­nen aus­gelöst wird.

Die­ser Aus­le­gung steht die frühe­re Hand­ha­bung auf­grund des Schrei­bens des nie­der-säch­si­schen In­nen­mi­nis­ters vom 28.04.1977 (An­la­ge K10 = Bl. 117 d.A.) nicht ent­ge­gen. Die­ses Schrei­ben be­zieht sich auf den Ta­rif­ver­trag zur Re­ge­lung der Ar­beits­be­din­gun­gen der im Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer des Lan­des Nie­der­sach­sen vom 25.02.1972 (Bl. 281-286 d.A.) in der Fas­sung des Ände­rungs­ta­rif­ver­tra­ges Nr. 1 vom 18.05.1976. Es be­inhal­tet un­ter Be­zug­nah­me auf den ab­wei­chen­den Wort­laut ei­nes ver­gleich­ba­ren Ta­rif­ver­tra­ges in Schles­wig-Hol­stein das Ein­verständ­nis, § 11 des da­mals gel­ten­den nie­dersäch­si­schen Ta­rif­ver­tra­ges auf die Spren­gung von See­mi­nen ent­spre­chend an­zu­wen­den. Die­ses Ein­verständ­nis war zeit­lich aus­drück­lich bis zu ei­ner Ände­rung des Ta­rif­ver­tra­ges vom 27.02.1972 in der Fas­sung des Ände­rungs­ta­rif­ver­tra­ges Nr. 1 vom 18.05.1976 be­grenzt und ist mit der auf­grund des Ände­rungs­ta­rif­ver­tra­ges Nr. 2 (Bl. 287-289 d.A.) an­gefügten Pro­to­koll­no­tiz zu § 11 Abs. 1, gültig ab 01.10.1979, ent­fal­len.

b)
Dem Kläger steht die Son­der­prämie auch nicht für ei­nen Trans­port der Was­ser­bom­ben zu. In­so­weit kann da­hin­ste­hen, ob un­ter Berück­sich­ti­gung der Erklärun­gen der Ta­rif­ver-trags­par­tei­en zu dem Ver­hand­lungs­er­geb­nis des Ände­rungs­ta­rif­ver­tra­ges Nr. 2 zum Ta­rif­ver­trag vom 25.02.1972 die Ver­la­ge­rung ei­ner frei­ge­leg­ten Bom­be am Fund­ort dem Trans­port zu­zu­rech­nen ist. Die Pro­to­koll­no­tiz zu § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds stellt ent­spre­chen­de See­mu­ni­ti­on nur hin­sicht­lich der Entschärfung, nicht auch hin­sicht­lich des Trans-ports den Bom­ben mit Lang­zeitzündern gleich. Das er­gibt die Aus­le­gung der Pro­to­koll­no­tiz.


aa)

- 8 -


Wel­che Kri­te­ri­en für die Aus­le­gung von Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen Ta­rif­ver­trags­par­tei­en an­ge­wandt wer­den, rich­tet sich nach dem Cha­rak­ter der Ver­ein­ba­rung. Dies gilt auch für Pro­to­koll­no­ti­zen der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en, die als Aus­le­gungs­hil­fe ge­meint oder als - schuld­recht­li­che oder nor­ma­ti­ve - Ta­rif­norm ver­ein­bart wor­den sein können. Die ob­jek­ti­ve Aus­le­gung ist dann vor­zu­neh­men, wenn fest­steht, dass es sich um ein Nor­men­werk han-delt (vgl. BAG, Ur­teil vom 26.09.2012 - 4 AZR 689/10 - ju­ris, m.w.N.).

bb)
Da die frag­li­che Pro­to­koll­no­tiz ent­spre­chen­de See­mu­ni­ti­on für die dem TV-Mun-Nds un-ter­fal­len­den Ar­beit­neh­mer in an­spruchs­be­gründen­der Wei­se den Bom­ben mit Lang­zeitzündern gleich­stellt, hat sie nor­ma­ti­ven Cha­rak­ter und ist un­ter Berück­sich­ti­gung der un­ter I. 1. a) aa) der Ent­schei­dungs­gründe dar­ge­stell­ten ob­jek­ti­ven Me­tho­de aus­zu­le­gen.

(1)
Nach dem Wort­laut der Pro­to­koll­no­tiz ist ent­spre­chen­de See­mu­ni­ti­on nur hin­sicht­lich des Vor­gan­ges der Entschärfung den Bom­ben mit Lang­zeitzündern gleich­ge­stellt. Dies ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en durch die zwei­ma­li­ge Ver­wen­dung des Be­griffs „Entschärfung“ be­wirkt. Dem­ge­genüber ist der Vor­gang des Trans­ports in der Pro­to­koll­no­tiz nicht aus­drück­lich erwähnt. Hätte ent­spre­chen­de See­mu­ni­ti­on auch hin­sicht­lich des in § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds erwähn­ten Trans­ports gleich­ge­stellt wer­den sol­len, hätte die fol­gen­de For­mu­lie­rung aus­ge­reicht:

„Ei­ner Bom­be mit Lang­zeitzünder steht ent­spre­chen­de See­mu­ni­ti­on (z.B. Tor­pe­dos, Was­ser­bom­ben, See­mi­nen) gleich.“

Al­ter­na­tiv hätte es na­he­ge­le­gen, zu for­mu­lie­ren:

„Der Entschärfung ei­ner Bom­be mit Lang­zeitzünder ein­sch­ließlich des et­wa er­for­der­li­chen Trans­ports der noch nicht entschärf­ten Bom­be steht die Entschärfung ent­spre­chen­der See­mu­ni­ti­on (z.B. Tor­pe­dos, Was­ser­bom­ben, See­mi­nen) ein­sch­ließlich des et­wa er­for­der­li­chen Trans­ports der noch nicht entschärf­ten Mu­ni­ti­on gleich.“

 

(2)

- 9 -


Die vor­ste­hen­de Aus­le­gung wird durch die wei­te­re ta­rif­li­che Re­ge­lung bestätigt. Ob­wohl in § 11 Abs. 1 S. 1 TV-Mun-Nds von der „Entschärfung (…) ein­sch­ließlich des (…) Trans-ports“ die Re­de ist, er­gibt sich aus der Vor­schrift deut­lich, dass es sich um zwei un­ter-schied­li­che Vorgänge han­delt. Nicht je­de Entschärfung be­dingt nach der Vor­stel­lung der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en ei­nen Trans­port der Bom­be („ … ein­sch­ließlich des et­wa er­for­der­li-chen Trans­ports …“). Gemäß § 11 Abs. 1 Satz 2 TV-Mun-Nds sind so­wohl die Entschär-fung als auch der Trans­port der noch nicht entschärf­ten Bom­be je­weils für sich prämi­en-auslösend. Auch die ge­son­der­te Erwähnung des Be­griffs „Trans­port“ ne­ben dem Be­griff „Entschärfen“ in der Pro­to­koll­no­tiz zu § 5 TV-Mun-Nds. zeigt, dass die Ta­rif­ver­trags­par­tei-en den Trans­port der Bom­be als ei­ge­nen Vor­gang ge­se­hen ha­ben. Ei­ne ent­spre­chen­de Vor­stel­lung der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en be­le­gen schließlich de­ren Erklärun­gen zum Ver-hand­lungs­er­geb­nis in Ab­schnitt II des Ände­rungs­ta­rif­ver­trags Nr. 2 zum Ta­rif­ver­trag vom 25.02.1972, der in § 11 Abs. 1 iden­ti­sche Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen für die Son­der-prämie ent­hielt. In der Erklärung zur Son­der­prämie in § 11 des TV Nie­der­sach­sen heißt es in der Nie­der­schrift über die Ta­rif­ver­hand­lun­gen vom 11.09.1979 (Bl. 291-298 d.A.):

„Falls ei­ne frei­ge­leg­te Bom­be zur Entschärfung am Fund­ort ver­la­gert wer­den muß gilt die­se Ver­la­ge­rung ein­ver­nehm­lich als ein zur Entschärfung oder dem Trans­port der Bom­be gehören­der Ar­beits­vor­gang. Die Son­der­prämie erhält je­der Ar­beit-neh­mer, der aus die­sem An­laß im un­mit­tel­ba­ren Ge­fah­ren­be­reich tätig sein muß.“

Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en wa­ren sich mit­hin auch bei Ab­schluss des Ände­rungs­ta­rif­ver­tra-ges Nr. 2 am 11.09.1979, mit wel­chem sie die Pro­to­koll­no­tiz zu § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds in den Ta­rif­ver­trag ein­gefügt ha­ben, der Un­ter­schei­dung zwi­schen Entschärfung und Trans­port be­wusst. Zu­tref­fend führt des­halb das Ar­beits­ge­richt aus, dass an­ge­sichts des un­mit­tel­ba­ren räum­li­chen und in­halt­li­chen Zu­sam­men­hangs der Pro­to­koll­no­tiz zu § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds so­wie an­ge­sichts der durch­ge­hen­den Un­ter­schei­dung zwi­schen Trans­port und Entschärfung in wei­te­ren ta­rif­li­chen Re­ge­lun­gen bei der Ab­fas­sung der Pro­to­koll­no­tiz zu § 11 Abs. 1 TV-Mun-Nds nicht von ei­nem re­dak­tio­nel­len Ver­se­hen der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en aus­ge­gan­gen wer­den kann, so­weit dort der Trans­port nicht erwähnt ist. Je­den­falls hat ein et­wai­ger Wil­le der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en da­hin, ent­spre­chen­de See­mu­ni­ti­on auch hin­sicht­lich des Trans­ports den Bom­ben mit Lang­zeitzündern gleich­zu­stel­len, im Ta­rif­ver­trag kei­nen hin­rei­chen­den Nie­der­schlag ge­fun­den. Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en sind mögli­cher­wei­se da­von aus­ge­gan­gen, dass ent­spre­chen­de See­mu­ni­ti­on auf­grund ih­res Fund­or­tes bzw. ih­rer Be­schaf­fen­heit ent­we­der nicht trans­por­tiert wird oder der Trans­port – et­wa we­gen der An­ders­ar­tig­keit der Zünder - we­ni­ger gefähr­lich ist als das

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Entschärfen und des­halb der Ge­fahr bei der Mit­wir­kung am Trans­port durch die Ge­fah-ren­zu­la­ge gem. § 5 TV-Mun-Nds aus­rei­chend Rech­nung ge­tra­gen ist.

2.
Der Kläger hat schließlich kei­nen ar­beits­ver­trag­li­chen An­spruch auf die gel­tend ge­mach­te Son­der­prämie. Aus ei­ner Prämi­en­zah­lung in – un­ter­stellt - ver­gleich­ba­ren Fällen in der Ver­gan­gen­heit kann er nichts für sich her­lei­ten, da das be­klag­te Land als öffent­li­cher Ar­beit­ge­ber die Son­der­prämie er­sicht­lich nur in ver­meint­li­chem Voll­zug ta­rif­li­cher Vor­schrif­ten ge­zahlt hat. Tatsächli­che An­halts­punk­te dafür, es ha­be mit dem Wil­len ge­han­delt, sich zu ei­ner über­ta­rif­li­chen Leis­tung zu ver­pflich­ten, hat der Kläger nicht vor­ge­tra­gen.

II.

Der Kläger hat gemäß § 97 ZPO die Kos­ten des er­folg­lo­sen Rechts­mit­tels zu tra­gen.

III.

Die Re­vi­si­on war we­gen grundsätz­li­cher Be­deu­tung gemäß § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG zu­zu­las­sen.

Rechts­mit­tel­be­leh­rung


Ge­gen die­ses Ur­teil fin­det, wie sich aus der Ur­teils­for­mel er­gibt, die Re­vi­si­on statt.

Die Re­vi­si­ons­schrift muss in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach Zu­stel­lung die­ses Ur­teils, die Re­vi­si­ons­be­gründung in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach Zu­stel­lung die­ses Ur­teils bei dem Bun­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­hen.

Die An­schrift des Bun­des­ar­beits­ge­richts lau­tet:

Post­fach, 99113 Er­furt
oder
Hu­go-Preuß-Platz 1, 99084 Er­furt.
Te­le­fax-Nr.: (0361) 26 36 – 20 00

Auf die Möglich­keit der Ein­rei­chung elek­tro­ni­scher Do­ku­men­te beim Bun­des­ar­beits­ge­richt nach § 46 c ArbGG i. V. m. den be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen nach der Ver­ord­nung über den elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr beim Bun­des­ar­beits­ge­richt vom 09. März 2006, BGBl. 2006 Teil I Nr. 12, S. 519 f., aus­ge­ge­ben zu Bonn am 15. März 2006, wird hin­ge­wie­sen.

- 11 -

Vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt müssen sich die Par­tei­en durch Pro­zess­be­vollmäch­tig­te ver­tre­ten las­sen. Als Be­vollmäch­tig­te sind außer Rechts­anwälten nur die in § 11 Ab­satz 2 Satz 2 Nr. 4 und 5 ArbGG be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­ge­las­sen. Die­se müssen in Ver­fah­ren vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt durch Per­so­nen mit Befähi­gung zum Rich­ter­amt han­deln.


Die Re­vi­si­ons­schrift, die Re­vi­si­ons­be­gründungs­schrift und die sons­ti­gen wech­sel­sei­ti­gen Schriftsätze im Re­vi­si­ons­ver­fah­ren sol­len 7-fach – für je­den wei­te­ren Be­tei­lig­ten ein Ex­em­plar mehr – ein­ge­reicht wer­den.

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