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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Urlaub, Urlaubsabgeltung, Krankheit: Urlaub, Urlaub: Krankheit
   
Gericht: Arbeitsgericht Ulm
Akten­zeichen: 5 Ca 563/09
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 16.09.2010
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen:
   

Ur­schrift

Ar­beits­ge­richt Ulm
Ak­ten­zei­chen: 5 Ca 563109
(Bit­te bei al­len Schrei­ben an­ge­ben!)

Verkündet am 16.09.2010

Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le

 

 

Im Na­men des Vol­kes

Ur­teil

 

In der Rechts­sa­che

Proz.-Bev.:

- Kläg. -

ge­gen

Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land

- Bekl. -

hat das Ar­beits­ge­richt Ulm - 5. Kam­mer
durch den Rich­ter am Ar­beits­ge­richt,
d. eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin
und d. eh­ren­amt­li­chen Rich­ter

auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 16.09.2010

für Recht er­kannt:

1. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger 1.533,40 EUR brut­to nebst Zin­sen 1.1-1.v. 5 Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit 11.11.2009 zu zah­len.

2. Die Be­klag­te trägt die Kos­ten des Rechts­streits.

3. Der Wert des Streit­ge­gen­stan­des wird auf 1.533,40 EUR fest­ge­setzt.

4. So­weit die Be­ru­fung nicht kraft Ge­set­zes statt­haft ist, wird sie nicht ge­son­dert zu­ge­las­sen.

gez.

gez.

gez.

 

- 2 -

Tat­be­stand

Der Kläger be­gehrt von der Be­klag­ten Ur­laubs­ab­gel­tung für das Jahr 2003.

Der 1951 ge­bo­re­ne Kläger war seit 01.07.1975 mit ei­ner durch­schnitt­li­chen Brut­to­mo­nats­vergütung von zu­letzt 2.300,00 EUR bei der Be­klag­ten beschäftigt.' Auf das Ar­beits­verhält­nis fand nach Über­lei­tung der Ta­rif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst (TVöD) An­wen­dung. Dem Kläger war mit Be­scheid der LVA Ba­den-Würt­tem­berg vom 17.08.2005 ab 01.02.2004 ei­ne be­fris­te­te Ren­te we­gen vol­ler Er­werbs­unfähig­keit bis zunächst 31.12.2006 gewährt wor­den (Abl. 19). Die­se wur­de mit Be­scheid vom 14.12.2006 wei­ter­hin be­fris­tet bis zum 31.12.2009 be­wil­ligt (Abf. 20) und gemäß Be­scheid der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung vom 18.09.2009 als Dau­er­ren­te gewährt (Abl. 4). Der Ren­ten­be­scheid vom 18.09.2009 wur­de dem Kläger im Sep­tem­ber 2009 zu­ge­stellt. Das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en en­de­te so­mit gemäß § 33 Abs. 2 TVöD mit Ab­lauf des 30.09.2009.

Die Kla­ge­schrift vom 02.11.2009, beim Ar­beits­ge­richt Ulm ein­ge­gan­gen am 04.11.2009, ist der Be­klag­ten am 11.11.2009 zu­ge­stellt wor­den (vgl. Emp­fangs­be­kennt­nis Abi. 13).

Der Kläger trägt vor,

er ha­be noch An­spruch auf Ab­gel­tung sei­nes ge­setz­li­chen Min­des­t­ur­laubs­an­spruchs aus dem Ka­len­der­jahr 2003. Die­ser be­lau­fe sich auf 20 Werk­ta­ge, da er bei der Be­klag­ten ei­ne 5-Ta­ge-Wo­che ge­habt ha­be. Der Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch be­rech­ne sich wie folgt:
2.300,00 EUR brut­to : 30 Ta­ge = 76,67 EUR brut­to/Tag x 20 Ta­ge = 1.533,40 EUR brut­to.

Der Kläger be­an­tragt:

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger 1.533,40 EUR brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit Rechtshängig­keit zu be­zah­len.

Die Be­klag­te be­an­tragt,

Klag­ab­wei­sung.

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Die Be­klag­te trägt vor,

der mit der Kla­ge gel­tend ge­mach­te Ur­laubs­an­spruch/Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch sei verjährt.

Ab­sch­ließend wird Be­zug ge­nom­men auf die ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen so­wie sämt­li­che sons­ti­gen Ak­ten­tei­le.

Ent­schei­dungs­gründe

I.

Die Kla­ge ist zulässig und be­gründet.

1. Der Kläger hat dem Grun­de nach An­spruch auf die be­gehr­te Ur­laubs­ab­gel­tung für das Jahr 2003.

a) Nach der neue­ren Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts in der Fol­ge der Ent­schei­dung Schultz-Hoff des EuGH vom 20. Ja­nu­ar 2009 (- C-350106 und C-520/06 Rn. 42 ff., AP Richt­li­nie 2003/88/EG Nr. 1) ist der ge­setz­li­che Min­des­t­ur­laubs­an­spruch nicht nach § 7 Abs. 3 Satz 3 BUrIG be­fris­tet, wenn der Ar­beit­neh­mer dau­ernd ar­beits­unfähig ist. Der Min­des­t­ur­laub ist bei Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses - un­abhängig von der Erfüll­bar­keit des Frei­stel­lungs­an­spruchs in ei­nem ge­dach­ten fort­be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis - nach § 7 Abs. 4 BUrIG ab­zu­gel­ten (grund­le­gend BAG 24. März 2009 - 9 AZR 983/07 - Rn. 47 ff. mwN, AP BUrIG § 7 Nr. 39).

§ 7 Abs. 3 und 4 BUrIG ist so zu ver­ste­hen, dass ge­setz­li­che Ur­laubs­ab­gel­tungs­ansprüche nicht erlöschen, wenn Ar­beit­neh­mer bis zum En­de des Ur­laubs­jah­res und/oder des Über­tra­gungs­zeit­raums er­krankt und des­we­gen ar­beits­unfähig sind. Das ent­spricht Wort­laut, Sys­te­ma­tik und Zweck der in­ner­staat­li­chen Re­ge­lun­gen, wenn die Zie­le des Art. 7 Abs. 1 und 2 der Richt­li­nie 2003/88/EG und der re­gelmäßig an­zu­neh­men­de Wil­le des na­tio­na­len Ge­setz­ge­bers zur ord­nungs­gemäßen Um­set­zung von Richt­li­ni­en berück­sich­tigt wer­den. (vgl. zu den Ein­zel­hei­ten der richt­li­ni­en­kon­for­men Rechts­fort­bil­dung durch te­leo­lo­gi­sche Re­duk­ti­on ausführ­lich BAG 24. März 2009 - 9 AZR 983/07 - Rn. 59 ff. mwN, AP BUrIG § 7 Nr. 39).

Der aus Art. 12, 20 Abs. 3 GG ab­ge­lei­te­te Grund­satz des Ver­trau­ens­schut­zes kann Ansprüchen des Ar­beit­neh­mers auf Ab­gel­tung des ge­setz­li­chen Ur­laubs ent­ge­gen­ste­hen. Je­doch ist auch das Ver­trau­en pri­va­ter Ar­beit­ge­ber, ge­genüber de­nen

- 4 - 

Art. 7 der Ar­beits­zeit­richt­li­nie nicht un­mit­tel­bar wirkt, seit 24. No­vem­ber 1996 nicht länger schutzwürdig. Die Grund­la­ge des Ver­trau­ens in den Fort­be­stand der frühe­ren Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts, die den Ver­fall von Ur­laubs(-ab­gel­tungs)ansprüchen bei Ar­beits­unfähig­keit bis zum En­de des Über­tra­gungs­zeit­raums an­nahm, war nach Ab­lauf der Um­set­zungs­frist für die ers­te Ar­beits­zeit­richt­li­nie 93/104/EG (vgl. Art. 7 und 18 Abs. 1 Buchst. a, ABI. EG L 307 vom 13. De­zem­ber 1993 S. 18) mit dem 23. No­vem­ber 1996 zerstört (vgl. zu den Fra­gen in­ner­staat­li­chen Ver­trau­ens­schut­zes im Ein­zel­nen BAG 23. März 2010 - 9 AZR 128/09 - Rn. 96 ff. mwN, NZA 2010, 810).

b) Aus­ge­hend von die­sen Grundsätzen ist der An­spruch des Klägers auf Ur­laubs­ab­gel­tung nicht er­lo­schen.

Es ist da­von aus­zu­ge­hen, dass der Kläger min­des­tens seit 01.02.2004 un­un­ter­bro­chen ar­beits­unfähig er­krankt war. Die­se An­nah­me recht­fer­tigt sich aus der Fest­stel­lung der vol­len Er­werbs­min­de­rung des Klägers. Zwar de­cken sich die Be­grif­fe der Er­werbs­min­de­rung und der Ar­beits­unfähig­keit nicht. Wenn je­doch ei­ne Ar­beits­unfähig­keit in den Ren­ten­be­zug we­gen vol­ler Er­werbs­min­de­rung mündet, ist re­gelmäßig in­di­ziert, dass die Ar­beits­unfähig­keit fort­be­stan­den hat (vgl. da­zu BAG 20.04.1989 - 8 AZR 621/87 - Rn. 25 ff., ju­ris; LAG Düssel­dorf 05.05.2010 - 7 Sa 1571/09 - Rn. 50, ju­ris).

Es ist wei­ter da­von aus­zu­ge­hen, dass der Ur­laubs­an­spruch des Klägers aus dem Jahr 2003 gern. § 26 Abs. 2a TVöD in das Jahr 2004 über­tra­gen wor­den ist. Der Kläger be­haup­tet kon­klu­dent, dass die Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen ei­ner Über­tra­gung -Ar­beits­unfähig­keit oder be­trieb­li­che/dienst­li­che Gründe - ge­ge­ben wa­ren. Die Be­klag­te be­strei­tet dies nicht. Sie be­ruft sich ge­ra­de nicht auf ei­nen Ver­fall der Ur­laubs­ansprüche zum En­de des Ur­laubs­jah­res, son­dern er­hebt zur Ver­tei­di­gung aus­sch­ließlich die Ein­re­de der Verjährung.

c) Die Ansprüche des Klägers sind we­der gemäß §§ 194 Abs. 1, 195, 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB verjährt (da­zu aa) noch gemäß § 37 Abs. 1 TVöD ver­fal­len (da­zu bb).

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat bis­her in ständi­ger Recht­spre­chung ent­schie­den, dass Verjährungs­fris­ten so­wie Aus­schluss­fris­ten auf Ur­laubs- und Ur­laubs­ab­gel­tungs­ansprüche kei­ne An­wen­dung fin­den, da dies der Be­fris­tung die­ser Ansprüche auf das Ur­laubs­jahr bzw. den Über­tra­gungs­zeit­raum wi­derspräche (BAG 20.01.2009 - 9 AZR 650/07 - Rn. 27, ju­ris). Hier­an kann je­doch nicht mehr

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un­ein­ge­schränkt fest­ge­hal­ten wer­den, nach­dem der Neun­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts die Sur­ro­gats­theo­rie für den Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch im Fal­le lang­an­dau­ern­der krank­heits­be­ding­ter Ar­beits­unfähig­keit auf­ge­ge­ben hat und so­mit das be­son­de­re ge­setz­li­che "Zeit­re­gime" für den Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch nicht mehr be­steht (vgl. LAG München 24.06.2010 - 4 Sa 1029/09 - Rn. 28, ju­ris; LAG Köln 20.04.2010, 12 Sa 1448/09 - Rn. 27, ju­ris; LAG Düssel­dorf 23.04.2010 - 10 Sa 203/10 -Rn. 36, ju­ris).

aa) Die Be­klag­te kann sich den­noch nicht mit Er­folg dar­auf be­ru­fen, der Ur­laubs­an­spruch aus dem Jahr 2003 sei zum Zeit­punkt der Kla­ger­he­bung be­reits verjährt ge­we­sen. Während der dau­er­haf­ten krank­heits­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit un­ter­lie­gen Ur­laubs­ansprüche im be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis nicht der Verjährung (Gaul/Bo­nan­ni/Lud­wig DB 2009, 1013, 1014; LAG Düssel­dorf 05.05.2010 - 7 Sa 1571/09 - Rn. 46 ff., ju­ris; a. A. Bau­er/Ar­nold NJW 2009, 631, 635; of­fen­ge­las­sen LAG Ba­den-Würt­tem­berg 29.04.2010 - 11 Sa 64/09 - Rn. 50, ju­ris). Vor­aus­set­zung für den Be­ginn der Verjährungs­frist ist grundsätz­lich die Fällig­keit des An­spruchs (Pa­landt/El­len­ber­ger 69. Aufl. § 199 BGB Rn. 3). Die Fällig­keit be­zeich­net den Zeit­punkt, von dem ab der Gläubi­ger die Leis­tung ver­lan­gen kann (Pa­landt/Grüne­berg 69. Aufl. § 271 BGB Rn. 1). Während der krank­heits­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit des Ar­beit­neh­mers kann der Ur­laub nicht erfüllt wer­den (ErfK/Dörner 10. Auf­la­ge § 7 Rn. 21), der Ur­laubs­an­spruch ist mit­hin nicht fällig. Die Verjährungs­frist für den Ur­laubs­an­spruch im be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis kann so­mit während der krank­heits­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit nicht in Lauf ge­setzt wer­den (Gaul/Bo­nan­ni/Lud­wig a.a.O.).

Auch der An­spruch auf Ur­laubs­ab­gel­tung im be­en­de­ten Ar­beits­verhält­nis ist nicht verjährt. Der An­spruch auf Ur­laubs­ab­gel­tung ent­steht mit dem En­de des Ar­beits­verhält­nis­ses als rei­ner Geld­an­spruch (BAG, 04.05.2010 - 9 AZR 183/09 -Rn. 21, NZA 2010, 1011). Er ist ab die­sem Zeit­punkt auch fällig und die ge­setz­li­che Verjährungs­frist be­ginnt zu lau­fen. Der am 30.09.2009 aus dem Ar­beits­verhält­nis aus­ge­schie­de­ne Kläger hat je­doch mit sei­ner am 04.11.2009 ein­ge­reich­ten und am 11.11.2009 zu­ge­stell­ten Kla­ge die ge­setz­li­che Verjährungs­frist ein­ge­hal­ten.

bb) Ein Ver­fall der Ur­laubs­ansprüche im be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis während der fort­dau­ern­den krank­heits­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit schei­det eben­falls aus. Nach § 37 Abs. 1 TVöD be­ginnt die Ver­falls­frist mit der Fällig­keit des An­spruchs. Während des be­ste­hen­den Ar­beits­verhält­nis­ses sind die Ur­laubs­ansprüche je­doch nicht fällig. Die mit Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses in Lauf ge­setz­te

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Ver­falls­frist für den Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch von sechs Mo­na­ten hat der Kläger durch die recht­zei­ti­ge Kla­ge­er­he­bung ein­ge­hal­ten.

2. Der An­spruch be­steht auch in der vom Kläger gel­tend ge­mach­ten Höhe. Der Kläger be­haup­tet kon­klu­dent, für das Jahr 2003 noch kei­nen Ur­laub er­hal­ten zu ha­ben. Die Be­klag­te be­strei­tet dies nicht. Der Kläger ver­langt nur Ab­gel­tung für 20 Ka­len­der­ta­ge an­stel­le der ihm ge­setz­lich zu­ste­hen­den 24 Werk­ta­ge (§ 3 Abs. 1 BurIG). Das Ge­richt ist in­so­weit an den An­trag ge­bun­den (§ 308 Abs. 1 ZPO).

3. Der Kläger hat An­spruch auf Zin­sen ab Rechtshängig­keit in ge­setz­li­cher Höhe, §§ 291, 288 Abs. 1 ZPO.

II.

1. Die Be­klag­te trägt als un­ter­le­ge­ne Par­tei die Kos­ten des Rechts­streits, § 91 Abs. 1 ZPO.

2. Die Fest­set­zung des Wer­tes des Streit­ge­gen­stan­des be­ruht dem Grun­de nach auf § 61 Abs. 1 ArbGG und ent­spricht in der Höhe der Klag­for­de­rung.

3. Die Ent­schei­dung über die Zu­las­sung der Be­ru­fung be­ruht auf § 64 Abs. 3, 3 a ArbGG.

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Rechts­mit­tel­be­leh­rung

1. Ge­gen die­ses Ur­teil kann die Be­klag­te Be­ru­fung ein­le­gen.

Wird das Ur­teil nicht in dem. Um­fang an­ge­foch­ten, in dem die Be­klag­te un­ter­le­gen ist, hängt die Zulässig­keit der Be­ru­fung da­von ab, dass der Wert des Be­schwer­de­ge­gen­stan­des 600,00 EUR über­steigt.

Die Ein­le­gung der Be­ru­fung hat bin­nen ei­nes Mo­nats nach Zu­stel­lung die­ses Ur­teils schrift­lich beim Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg, Börsen­str. 6, 70174 Stutt­gart zu er­fol­gen. Die Be­ru­fungs­schrift muss die Be­zeich­nung des Ur­teils, ge­gen das die Be­ru­fung ge­rich­tet wird, so­wie die Erklärung, dass ge­gen die­ses Ur­teil Be­ru­fung ein­ge­legt wer­de, ent­hal­ten. Die Be­ru­fung ist, so­fern nicht be­reits in der Be­ru­fungs­schrift er­folgt, bin­nen zwei Mo­na­ten nach Zu­stel­lung die­ses Ur­teils schrift­lich ge­genüber dem Lan­des­ar­beits­ge­richt zu be­gründen.

Der Be­ru­fungskläger muss sich vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt durch ei­nen bei ei­nem deut­schen Ge­richt zu­ge­las­se­nen Rechts­an­walt ver­tre­ten las­sen, ins­be­son­de­re müssen Be­ru­fungs- und ei­ne even­tu­el­le Be­ru­fungs­be­gründungs­schrift von ei­nem sol­chen un­ter­zeich­net sein.

An sei­ne Stel­le kann auch ein Ver­tre­ter. ei­nes Ver­ban­des (Ge­werk­schaf­ten, Ar­beit­ge­ber­ver­ei­ni­gun­gen) oder ei­nes Spit­zen­ver­ban­des (Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände) tre­ten, so­fern er kraft Sat­zung oder Voll­macht zur Ver­tre­tung be­fugt und die Par­tei Mit­glied des Ver­ban­des oder Spit­zen­ver­ban­des ist. An die Stel­le der vor­ge­nann­ten Ver­tre­ter können auch An­ge­stell­te ei­ner ju­ris­ti­schen Per­son, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner die­ser Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, tre­ten, so­fern die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung der Ver­bands­mit­glie­der ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt und der Ver­band für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet. Ist die Par­tei Mit­glied ei­nes Ver­ban­des oder Spit­zen­ver­ban­des, kann sie sich auch durch ei­nen Ver­tre­ter ei­nes an­de­ren Ver­ban­des oder An­ge­stell­ten ei­ner der oben ge­nann­ten ju­ris­ti­schen Per­so­nen mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung ver­tre­ten las­sen.
Mit der Be­ru­fungs­schrift soll ei­ne Aus­fer­ti­gung oder be­glau­big­te Ab­schrift des an­ge­foch­te­nen Ur­teils vor­ge­legt wer­den. Die Geschäfts­stel­le des Lan­des­ar­beits­ge­richts bit­tet, Schriftsätze in fünf­fa­cher Fer­ti­gung ein­zu­rei­chen.

2. Für den Kläger ist ge­gen die­ses Ur­teil kein Rechts­mit­tel ge­ge­ben.

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