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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Urlaub, Kündigungsfrist
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 9 AZR 483/91
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 22.09.1992
   
Leit­sätze:

Der Ar­beit­ge­ber erfüllt den ge­setz­li­chen Ur­laubs­an­spruch des Ar­beit­neh­mers, wenn er während der Kündi­gungs­frist Ur­laub gewährt und der Ar­beit­neh­mer kei­ne an­der­wei­ti­gen Ur­laubswünsche äußert.

Wi­der­spricht der Ar­beit­neh­mer der Ur­laubs­gewährung, so ist dies al­lein noch kei­ne Äußerung ei­nes Ur­laubs­wun­sches i. S. des § 7 Abs. 1 BUr1G.

Steht dem Ar­beit­neh­mer mehr Ur­laub als der ge­setz­li­che Ur­laub zu, können die Par­tei­en hierfür ver­ein­ba­ren, daß er oh­ne Berück­sich­ti­gung ent­ge­gen­ste­hen­der Wünsche des Ar­beit­neh­mers während der Dau­er der Kündi­gungs­frist zu gewähren ist.

Vor­ins­tan­zen: Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 11.06.1991, 11 Sa 525/91
   

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

22. Sep­tem­ber 1992

Ur­teil

In Sa­chen 

pp•

hat der Neun­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts in der Sit­zung vom 22. Sep­tem­ber 1992 gemäß § 128 Abs. 2 ZPO durch den Vor­sit­zen­den

 

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Rich­ter Prof. Dr. Lei­ne­mann, die Rich­ter Dörner und Dr. Lip­ke so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Schul­ze und Dr. Kirch­ner für Recht er­kannt:

Auf die Re­vi­si­on des Be­klag­ten wird das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hamm vom 11. Ju­ni 1991 - 11 Sa 525/91 - auf­ge­ho­ben, so­weit es fest­ge­stellt hat, daß die Be­klag­te ver­pflich­tet ist, dem Kläger mehr als 14,5 Ta­ge Ur­laub und 2 Ta­ge Ar­beits­frei­stel­lung zu gewähren. Im übri­gen wird die Re­vi­si­on zurück­ge­wie­sen.

Un­ter Zurück­wei­sung der Be­ru­fung des Klägers wird das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Hamm vom 7. März 1991 - 4 Ca 1433/90 - auf die An­schlußbe­ru­fung des Be­klag­ten in­so­weit ab­geändert, als fest­ge­stellt ist, daß dem Kläger aus 1990 noch ein rest­li­cher An­spruch von mehr als 14,5 Ta­gen Ur­laub und 2 Ta­gen Ar­beits­frei­stel­lung zu­steht. Im übri­gen wer­den die Kla­ge und die An­schlußbe­ru­fung zurück­ge­wie­sen.

Die Par­tei­en ha­ben die Kos­ten des Rechts­streits je zur Hälf­te zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand:

Die Par­tei­en strei­ten über Ur­laubs- und Frei­stel­lungs­ansprüche des Klägers aus dem Jahr 1990.

Der Kläger ist seit 1981 bei dem Be­klag­ten als Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ter beschäftigt. In der ar­beits­ver­trag­lich ver­ein­bar­ten kirch­li­chen Ar­beits- und Vergütungs­ord­nung (KA­VO) für die (Erz-)Bistümer Aa­chen, Es­sen, Köln, Müns­ter (rhei­nisch-westfäli­scher Teil) und Pa­der­born ist u. a. be­stimmt:

 

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"§ 14 a

Ar­beits­zeit­verkürzung durch freie Ta­ge

(1) Der Mit­ar­bei­ter wird in je­dem Ka­len­der­halb­jahr an ei­nem Ar­beits­tag (S 37 Abs. 4 Satz 1 KA­VO), der nicht auf ei­nen Sonn- oder Fei­er­tag fällt, un­ter Zah­lung der Ur­laubs­vergütung von der Ar­beit frei­ge­stellt. Der­neu ein­ge­stell­te Mit­ar­bei­ter er­wirbt den An­spruch auf Frei­stel­lung erst­mals, wenn daß Ar­beits­verhält­nis 5 Mo­na­te un­un­ter­bro­chen be­stan­den hat, Die Dau­er der Frei­stel­lung beträgt höchs­ten 1/5 derfür den Mit­ar­bei­ter gel­ten­den durchächnitt­li­chen wöchent­li­chen. Ar­beits­zeit,

§ 36

Er­ho­lungs­ur­laub

(1) Der Mit­ar­bei­ter erhält in.je­dem Ur­laubs­jahr Er­ho­lungs­ur­laub un­ter Zah­lung der Ur­laubs­vergütung. Ur­laubs­jahr ist das Ka­len­der­jahr..

[...]

(8) Der Ur­laub ist spätes­tens bis zum En­de des Ur­laubs­jah­res an­zu­tre­ten. Kann der Ur­laub bis zum En­de des Ur­laubs­jah­res nicht an­ge­tre­ten wer­den, ist er bis zum. 30. April des fol­gen­den Ur­laubs­jah­res an­zu­tre­ten. Kann der Ur­laub aus dienst­li­chen oder be­trieb­li­chen Gründen, we­gen Ar­beits­unfähig­keit oder we­gen der Schutz­fris­ten nach dem Mut­ter­schutz­ge­setz nicht bis zum 30. April an­ge­tre­ten wer­den, ist er bis zum 30. Ju­ni an­zu­tre­ten. War ein in­ner­halb des Ur­laubs­jah­res für die­ses Ur­laubs­jahr fest­ge­leg­ter Ur­laub auf Ver­an­las­sung des Dienst­ge­bers in die Zeit nach dem 31. De­zem­ber des Ur­laubs­jah­res ver­legt wor­den, und konn­te er we­gen Ar­beits­unfähig­keit nicht nach Satz 2 bis zum 30. Ju­ni Va­ge­tre­ten wer­den, ist er bis zum 30. Sep­tem­ber an­zu­tre­ten. Läuft die War­te­zeit (Abs. 3) erst im Lau­fe des fol­gen­den Ur­laubs­jah­res ab, ist der Ur­laub spätes­tens bis zum En­de die­ses Ur­laubs­jah­res an­zu­tre­ten.

Ur­laub, der nicht in­ner­halb der ge­nann­ten Fris­ten an­ge­tre­ten ist, verfällt, so­weit ge­setz­lich nichts an­de­res ge­re­gelt ist.

 

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§ 39

Ur­laubs­ab­gel­tung

(1) Ist im Zeit­punkt der Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses der Ur­laubs­an­spruch noch nicht erfüllt, ist der Ur­laub, so­weit dies dienst­lich oder be­trieb­lich möglich ist, während der Kündi­gungs­frist zu gewähren und zu neh­men. So­weit der Ur­laub nicht gewährt wer­den kann oder die Kündi­gungs­frist nicht aus­reicht, ist der Ur­laub ab­zu­gel­ten. Ent­spre­chen­des gilt, wenn das Ar­beits­verhält­nis durch Auflösungs­ver­trag (§ 46) oder we­gen Be­rufs­unfähig­keit oder Er­werbs­unfähig­keit (§ 48) en­det, oder wenn das Ar­beits­verhält­nis nach § 48 Abs. 1 Un­terabs. 1 Satz 5 zum Ru­hen kommt.

Der Kläger hat­te für 1990 ei­nen Ur­laubs­an­spruch von 30 Ar-beits­ta­gen. Da ein Rest­ur­laubs­an­spruch von 13 Ta­gen aus dem Jahr 1989 in das Jahr 1990 über­tra­gen war, hat­te der Kläger 1990 ein­sch­ließlich zwei­er Ta­ge Ar­beits­be­frei­ung we­gen Ar­beits­zeit­verkürzung ei­nen Frei­stel­lungs­an­spruch von ins­ge­samt 45 Ta­gen. In den Mo­na­ten Ja­nu­ar bis Mai 1990 er­hielt der Kläger an 13,5 Ta­gen Ur­laub.

Der Be­klag­te hat­te dem Kläger am 16. Ja­nu­ar 1990 zum 30. Ju­ni 1990 gekündigt. Das Ar­beits­ge­richt wies die vom Kläger er­ho­be­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge ab. Dar­auf­hin be­stimm­te die Be­klag­te mit Schrei­ben vom. 29. Mai und 1. Ju­ni 1990 die Zeit vom 8. Ju­ni bis 30. Ju­ni 1990 (15 Ar­beits­ta­ge) ge­gen den Wi­der­spruch des Klägers als Ur­laub. Nach­dem das Lan­des­ar­beits­ge­richt die ar­beits­ge­richt­li­che Ent­schei­dung ab­geändert und den Fort­be­stand des

 

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Ar­beits­verhält­nis­ses er­kannt hat­te, bot der Kläger sei­ne Ar­beits­kraft an. Außer­dem mel­de­te er in ei­nem Schrei­ben vom 25. Sep­tem­ber 1990 Ur­laub an.

Am 15. No­vem­ber 1990 nahm der Kläger die Ar­beit wie­der auf und ver­lang­te am 20. No­vem­ber 1990 oh­ne Er­folg den ge­sam­ten Jah­res­ur­laub für 1990.

Mit der am 14. De­zem­ber 1990 zu­ge­stell­ten Kla­ge hat der Kläger zu­letzt be­an­tragt,

fest­zu­stel­len, daß ihm aus 1990 noch ein rest­li­cher Ur­laubs­an­spruch von 32 Ta­gen zu­steht,

hilfs­wei­se,

den Be­klag­ten zur Zah­lung von 5.735,-- DM brut­to nebst 4 % Zin­sen seit Kla­ge­er­he­bung zu ver­ur­tei­len.

Der Be­klag­te hat be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Das Ar­beits­ge­richt hat dem Kla­ge­an­trag in Höhe von 17 Ta­gen ent­spro­chen und im übri­gen die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Auf die Be­ru­fung des Klägers hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt fest­ge­stellt, daß dem Kläger 24 Ta­ge Ur­laub zu­ste­hen. Die An­schlußbe­ru­fung des Be­klag­ten hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt zurück­ge­wie­sen. Mit der Re­vi­si­on ver­folgt der Be­klag­te wei­ter sein zweit­in­stanz­li­ches Ziel, die Kla­ge ab­zu­wei­sen, so­weit dem Kläger mehr als fünf Ta­ge Ur­laub zu­ge­spro­chen wor­den sind. Der Kläger be­an­tragt, die Re­vi­si­on zurück­zu­wei­sen.

 

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Ent­schei­dungs­gründe:

Die Re­vi­si­on ist teil­wei­se be­gründet. Der Kläger hat ge­gen den Be­klag­ten aus dem Jahr 1990 nur noch ei­nen Scha­den­er­satz­an­spruch auf 14,5 Ar­beits­ta­ge Ur­laub und zwei wei­te­re Ta­ge Ar­beits­be­frei­ung. Ein wei­ter­ge­hen­der Scha­den­er­satz­an­spruch des Klägers be­steht nicht, weil der Be­klag­te den Ur­laubs­an­spruch des Klägers für 28,5 Ar­beits­ta­ge ord­nungs­gemäß erfüllt hat.

Der Kläger er­warb zu Be­ginn des Jah­res 1990 ei­nen Ur­laubs­an­spruch von 30 Ar­beits­ta­gen, § 37 Abs. 1 KA­VO. Zu­sam­men mit dem ihm nach § 36 Abs. 1 KA­VO über­tra­ge­nen Ur­laub von 13 Ta­gen hat­te er zu Be­ginn des Jah­res ei­nen An­spruch von Ur­laub in Höhe von 43 Ar­beits­ta­gen. Hin­zu kam die Ver­pflich­tung des Be­klag­ten nach 14 a KA­VO auf Ar­beits­be­frei­ung des Klägers an zwei wei­te­ren Ar­beits­ta­gen.

1. Der Ur­laubs­an­spruch ist in Höhe von 13,5 Ta­gen erfüllt wor­den, als der Kläger in den Mo­na­ten Ja­nu­ar bis Mai 1990 von der Ar­beit frei­ge­stellt wor­den ist.

2. Dem Kläger sind außer­dem in der Zeit vom 8. Ju­ni bis 30. Ju­ni 1990 ord­nungs­gemäß 15 Ta­ge Ur­laub gewährt wor­den. Sein An­spruch ist auch in die­ser Höhe durch Erfüllung er­lo­schen.

a) Nach § 39 Abs. 1 KA­VO war der Be­klag­te be­rech­tigt, Ur­laub während der Kündi­gungs­frist zu gewähren. Nach die­ser ein­zel­ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­rung ist der Ar­beit­ge­ber, der Schuld­ner des Ur­laubs­an­spruchs, nicht ver­pflich­tet, für den Fall der Kündi­gung

 

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des Ar­beits­verhält­nis­ses an­der­wei­ti­ge Wünsche des Ar­beit­neh­mers zu berück­sich­ti­gen. Die Be­stim­mung ist hin­sicht­lich der Vor­schrift des § 13 Abs. 1 Satz 2 BUr1G je­den­falls dann recht­lich un­be­denk­lich, wenn nur der ein­zel­ver­trag­lich zu­ge­sag­te Ur­laub be­trof­fen und - wie im Streit­fall - der ge­setz­li­che Min­des­t­ur­laub von 15 Ar­beits­ta­gen un­berührt bleibt.

b) Der Be­klag­te hat dem Kläger im Ju­ni 1990 auch nach § 7 Abs. 1 BUr1G ord­nungs­gemäß Ur­laub gewährt. Da­nach hat der Ar­beit­ge­ber bei der zeit­li­chen Fest­le­gung des Ur­laubs die Ur­laubswünsche des Ar­beit­neh­mers zu berück­sich­ti­gen, es sei denn, daß ih­re Berück­sich­ti­gung drin­gen­de be­trieb­li­che Be­lan­ge oder Ur­laubswünsche an­de­rer Ar­beit­neh­mer, die un­ter so­zia­len Ge­sichts­punk­ten den Vor­rang ver­die­nen, ent­ge­gen­ste­hen. Der Kläger hat im Ju­ni 1990 kei­ne Ur­laubswünsche i. S. die­ser Vor­schrift an­ge­mel­det, als er der Frei­stel­lung vom 8. Ju­ni bis 30. Ju­ni 1990 wi­der­sprach. Er ist nur der Rechts­auf­fas­sung der Be­klag­ten ent­ge­gen­ge­tre­ten, sie könne den Ur­laub ein­sei­tig während der Dau­er der Kündi­gungs­frist gewähren. Das genügt den An­for­de­run­gen nach § 7 Abs. 1 Satz 1 1. Halb­satz BUr1G nicht. Des­halb kann da­hin­ge­stellt blei­ben, ob ein gekündig­ter Ar­beit­neh­mer über­haupt Ur­laubswünsche i. S. des § 7 Abs. 1 BUr1G für die Zeit nach Ab­lauf der Kündi­gungs­frist äußern kann oder nicht. An­ge­sichts des feh­len­den kon­kre­ten Ur­laubs­wun­sches des Klägers kommt es fer­ner nicht dar­auf an, ob sich der Be­klag­te für die Frei­stel­lung auf § 7 Abs. 1 Satz 1 2. Halbs. Bur1G be­ru­fen und drin­gen­de be­trieb­li­che Be­lan­ge gel­tend ma­chen konn­te.

 

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3. Der An­spruch des Klägers auf den rest­li­chen Ur­laub von 14,5 Ta­gen war nicht ganz oder teil­wei­se nach § 275 BGB er­lo­schen, als ihn der Kläger ver­lang­te. Die ent­ge­gen­ste­hen­de Auf­fas­sung des Be­klag­ten über­sieht die be­son­de­re Über­tra­gungs­be­stim­mung des § 36 Abs. 8 KA­VO. Da­nach fin­det ei­ne Über­tra­gung auf die ers­ten vier Mo­na­te des neu­en Jah­res statt, wenn der Ur­laub - gleich aus wel­chen Gründen - nicht bis zum Jah­res­en­de an­ge­tre­ten wer­den kann. Der rest­li­che Ur­laubs­an­spruch des Klägers aus 1990 war dem­nach bis zum 30. April 1991 erfüll­bar. Des­halb ist es un­er­heb­lich, ob der Kläger vor der Kla­ge­er­he­bung sei­nen Ur­laub ord­nungs­gemäß ver­langt oder nicht. Die am 14. De­zem­ber 1990 zu­ge­stell­te Kla­ge erfüllt die Vor­aus­set­zun­gen für ein ord­nungs­gemäßes Ur­laubs­ver­lan­gen. Nach ih­rer Zu­stel­lung hätte der ge­sam­te Rest­ur­laub an­ge­tre­ten und im Ur­laubs­jahr und im Über­tra­gungs­zeit­raum vollständig erfüllt wer­den können.

4. Al­ler­dings ist der Ur­laubs­an­spruch des Klägers am 30. April 1991 un­ter­ge­gan­gen. Der Kläger hat aber seit­her ei­nen Scha­de­ner-satz­an­spruch in die­ser Höhe, weil sich der Be­klag­te spätes­tens ab 14. De­zem­ber 1990 mit der Gewährung des Ur­laubs in Ver­zug be­fun­den hat (ständi­ge Recht­sprech­nung des BAG vgl. zu­letzt Ur­teil vom 22. Ok­to­ber 1991 - 9 AZR 373/90 - ZTR 92, 339).

5. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ar­beits­ge­richts be­lief sich der Rest­ur­laubs­an­spruch des Klägers nicht auf 17, son­dern nur auf 16,5 Ta­ge. Ei­ne Auf­run­dung nach § 5 Abs. 1 BUr1G fin­det nicht statt. Die Sum­me von 16,5 Ta­gen ist nicht als Teil­ur­laubs­an­spruch nach § 5 Abs. 1 BUr1G ent­stan­den, son­dern be­steht als Rest, weil

 

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zu­vor ein­mal ein hal­ber Tag Ur­laub gewährt wor­den ist. Ent­spre­chend er­rech­net sich der Scha­den­er­satz­an­spruch.

6. Der An­spruch des Klägers auf zwei Ta­ge Frei­stel­lung nach § 14 a KA­VO ist eben­falls zwi­schen­zeit­lich er­lo­schen. Aber auch in­so­weit ist ein Scha­den­er­satz­an­spruch des Klägers nach den­sel­ben Grundsätzen wie zum Er­satz­ur­laubs­an­spruch ent­stan­den.

7. Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 92 Abs. 1 und § 97 Abs. 1 ZPO.

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