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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Verzicht, Reisekosten, Aufwendungsersatz, Lehrer
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 9 AZR 183/11
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 16.10.2012
   
Leit­sätze:

1. Ein Land verstößt als Ar­beit­ge­ber ge­genüber sei­nen an­ge­stell­ten Lehr­kräften ge­gen § 242 BGB, wenn es Schul­fahr­ten grundsätz­lich nur un­ter der Vor­aus­set­zung ge­neh­migt, dass die teil­neh­men­den Lehr­kräfte for­mu­larmäßig auf die Er­stat­tung ih­rer Rei­se­kos­ten ver­zich­ten.

2. Die­se ge­ne­rel­le Bin­dung der Ge­neh­mi­gung von Schul­fahr­ten an den „Ver­zicht“ auf die Er­stat­tung von Rei­se­kos­ten stellt die an­ge­stell­ten Lehr­kräfte un­zulässig vor die Wahl, ihr In­ter­es­se an ei­ner Rei­se­kos­ten­er­stat­tung zurück­zu­stel­len oder dafür ver­ant­wort­lich zu sein, dass Schul­fahr­ten, die Be­stand­teil der Bil­dungs- und Er­zie­hungs­ar­beit sind, nicht statt­fin­den.

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Münster, Urteil vom 9.9.2010 - 1 Ca 334/10
Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 3.2.2011 - 11 Sa 1852/10
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


9 AZR 183/11
11 Sa 1852/10
Lan­des­ar­beits­ge­richt

Hamm

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

16. Ok­to­ber 2012

UR­TEIL

Brüne, Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

be­klag­tes, be­ru­fungs­be­klag­tes und re­vi­si­ons­kla­gen­des Land,

pp.

Kläge­rin, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

hat der Neun­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der Be­ra­tung vom 16. Ok­to­ber 2012 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Brühler, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Krasshöfer und Klo­se so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Fal­tyn und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Mer­te für Recht er­kannt:
 


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1. Die Re­vi­si­on des be­klag­ten Lan­des ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hamm vom 3. Fe­bru­ar 2011 - 11 Sa 1852/10 - wird zurück­ge­wie­sen.


2. Das be­klag­te Land hat die Kos­ten der Re­vi­si­on zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über ei­nen An­spruch der Kläge­rin auf Rei­se­kos­ten­vergütung anläss­lich ih­rer Teil­nah­me an ei­ner Klas­sen­fahrt im Sep­tem­ber 2008.


Die Kläge­rin ist bei dem be­klag­ten Land als Leh­re­rin an ei­ner Ge­samt­schu­le beschäftigt. Die Par­tei­en sind auf­grund bei­der­sei­ti­ger Ver­bands­zu­gehörig­keit an die Ta­rif­verträge im öffent­li­chen Dienst, ins­be­son­de­re den Ta­rif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst der Länder (TV-L), ge­bun­den. Nach § 23 Abs. 4 TV-L fin­den für die Er­stat­tung von Rei­se­kos­ten die für die Be­am­tin­nen und Be­am­ten des Ar­beit­ge­bers je­weils gel­ten­den Be­stim­mun­gen ent­spre­chen­de An­wen­dung.


Gemäß § 3 des Ge­set­zes über die Rei­se­kos­ten­vergütung der Be­am­tin­nen, Be­am­ten, Rich­te­rin­nen und Rich­ter vom 16. De­zem­ber 1998 (GV NRW S. 738; Lan­des­rei­se­kos­ten­ge­setz, im Fol­gen­den: LRKG NRW) in der bis zum 31. De­zem­ber 2009 gel­ten­den Fas­sung vom 16. No­vem­ber 2004 (GV NRW S. 684) be­steht un­ter den dort be­schrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen ein An­spruch auf Rei­se­kos­ten­vergütung. § 3 Abs. 6 LRKG NRW lau­tet:

„Die Rei­se­kos­ten­vergütung ist in­ner­halb ei­ner Aus­schluss­frist von sechs Mo­na­ten schrift­lich zu be­an­tra­gen. Die Frist be­ginnt mit dem Ta­ge nach Be­en­di­gung der Dienst­rei­se oder des Dienst­gan­ges, in den Fällen des § 9 Abs. 2 mit Ab­lauf des Ta­ges, an dem die Dienst­rei­se oder der Dienst­gang be­en­det wor­den wäre. Dienst­rei­sen­de können vor An­tritt ei­ner Dienst­rei­se oder ei­nes Dienst­gan­ges schrift­lich erklären, dass sie kei­nen An­trag nach Satz 1
 


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stel­len; die Erklärung ist un­wi­der­ruf­lich.“
 

In den All­ge­mei­nen Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten zum Lan­des­rei­se­kos­ten­ge­setz (RdErl. des Fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums vom 22. De­zem­ber 1998 in der Fas­sung des RdErl. vom 15. De­zem­ber 2004, MBl. NRW 2005 S. 36; im Fol­gen­den: VVzL­RKG) heißt es un­ter Nr. 6.3 zu § 3 LRKG NRW:

„Der Ver­zicht auf Rei­se­kos­ten ist frei­wil­lig. Den Dienst­rei­sen­den dürfen kei­ne Nach­tei­le ent­ste­hen, wenn sie von der Möglich­keit des Ver­zichts kei­nen Ge­brauch ma­chen.“

In den Richt­li­ni­en für Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten (RdErl. des Mi­nis­te­ri­ums für Schu­le und Wei­ter­bil­dung vom 19. März 1997 in der Fas­sung des RdErl. vom 20. Ju­li 2004, BASS 2008/2009 14 - 12 Nr. 2; Wan­der­richt­li­ni­en, im Fol­gen­den: WRL) heißt es ua.:

„1. All­ge­mei­nes

Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten, Schul­land­heim­auf­ent­hal­te, Stu­di­en­fahr­ten und in­ter­na­tio­na­le Be­geg­nun­gen - im Fol­gen­den Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten - sind Be­stand­tei­le der Bil­dungs- und Er­zie­hungs­ar­beit der Schu­len. ...


2. Pla­nung und Vor­be­rei­tung

2.1 Die Schu­len ent­schei­den über die Durchführung von Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten in ei­ge­ner Ver­ant­wor­tung.

...

2.5 Den Schüle­rin­nen und Schülern und de­ren Er­zie­hungs­be­rech­tig­ten ist durch ei­ne frühzei­ti­ge Pla­nung Ge­le­gen­heit zu ge­ben, die vor­aus­sicht­lich ent­ste­hen­den Kos­ten an­zu­spa­ren.

...

3. Ge­neh­mi­gung


3.1 Die Ge­neh­mi­gung der Schuld­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten als Schul­ver­an­stal­tung er­teilt die Schul­lei­te­rin oder der Schul­lei­ter auf­grund ei­nes recht­zei­tig vor Be­ginn zu stel­len­den An­trags. Es ist da­bei ins­be­son­de­re zu prüfen, ob die Ver­an­stal­tung dem Bil­dungs- und Er­zie­hungs­auf­trag der Schu­le ge­recht wird, ob der von der Schul­kon­fe­renz vor­ge-


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ge­be­ne Rah­men be­ach­tet wird und ob die Fi­nan­zie­rung ge­si­chert ist.

3.2 Die Schul­lei­te­rin oder der Schul­lei­ter ge­neh­migt für die teil­neh­men­den Leh­re­rin­nen und Leh­rer die Dienst­rei­se oder den Dienst­gang im Auf­trag der Schul­auf­sichts­behörde. ...

3.3 So­weit nicht gewähr­leis­tet ist, dass Rei­se­kos­ten­mit­tel in aus­rei­chen­der Höhe zur Verfügung ste­hen, darf die Dienst­rei­se nur ge­neh­migt wer­den, wenn die teil­neh­men­den Leh­re­rin­nen und Leh­rer und die wei­te­ren Be­gleit­per­so­nen zu­vor schrift­lich auf die Zah­lung der Rei­se­kos­ten­vergütung ver­zich­ten.

3.4 Für den An­trag auf Ge­neh­mi­gung als Schul­ver­an­stal­tung und die Dienst­rei­se­ge­neh­mi­gung bzw. die Be­auf­tra­gung wei­te­rer Be­gleit­per­so­nen ist das als An­la­ge bei­gefügte Form­blatt zu be­nut­zen.

4. Teil­nah­me­pflich­ten

4.1 Die Teil­nah­me an Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten gehört zu den dienst­li­chen Auf­ga­ben der Leh­re-rin­nen und Leh­rer. Die Lei­tung ob­liegt in der Re­gel der Klas­sen­leh­re­rin oder dem Klas­sen­leh­rer bzw. der Kurs­lei­te­rin oder dem Kurs­lei­ter, so­weit nicht we­gen des be­son­de­ren Cha­rak­ters der Ver­an­stal­tung die Lei­tung ei­ner an­de­ren Leh­re­rin oder ei­nem an­de­ren Leh­rer über­tra­gen wird. ...

4.2 Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten sind Schul­ver­an­stal­tun­gen. ...

...“

Die Kläge­rin war in dem Schul­jahr 2008/2009 Klas­sen­leh­re­rin. Mit Schrei­ben vom 31. Au­gust 2007 be­an­trag­te sie für ih­re Klas­se auf dem Vor­druck „An­trag auf Ge­neh­mi­gung von Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten“ ei­ne Stu­di­en­fahrt nach Ber­lin. Das For­mu­lar lau­tet aus­zugs­wei­se wie folgt:


„A. An­trag auf Ge­neh­mi­gung als Schul­ver­an­stal­tung

...

B. An­trag auf Dienst­rei­se­ge­neh­mi­gung bzw. Be­auf­tra­gung

...

3. Die gem. Nr. 9.1 WRL zu zah­len­de(n) Rei­se­kos­ten­vergütung(en) ist/sind durch die für un­se­re Schu­le
 


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vor­ge­se­he­nen Haus­halts­mit­tel nicht mehr ge­deckt; da die Ver­an­stal­tung trotz­dem durch­geführt wer­den soll, ver­zich­te(n) ich/wir gem. Nr. 8.6 WRL auf die Zah­lung der Rei­se­kos­ten­vergütung.“


Die Kläge­rin un­ter­zeich­ne­te bei­de Anträge. Der Schul­lei­ter ge­neh­mig­te die Klas­sen­fahrt am 1. Sep­tem­ber 2007. We­gen feh­len­der Haus­halts­mit­tel wäre die­se oh­ne die Ver­zichts­erklärung durch die Kläge­rin nicht ge­neh­migt wor­den.

In der Zeit vom 22. bis zum 26. Sep­tem­ber 2008 be­treu­te die Kläge­rin die Klas­sen­fahrt. Für Bus­trans­port, Über­nach­tung, Ver­pfle­gung und den Be­such ei­nes Mu­si­cals zahl­te sie ins­ge­samt 234,50 Eu­ro. Hier­von er­stat­te­te die Schu­le 28,45 Eu­ro. Der Rest­be­trag iHv. 206,05 Eu­ro ist Ge­gen­stand der Kla­ge. Mit Schrei­ben vom 20. Ja­nu­ar 2009 und 5. Au­gust 2009 be­an­trag­te die Kläge­rin außer­ge­richt­lich die Zah­lung von Rei­se­kos­ten­vergütung. Das be­klag­te Land lehn­te dies mit Schrei­ben vom 27. Au­gust 2009 ab.

Die Kläge­rin hat die An­sicht ver­tre­ten, ihr ste­he trotz der Ver­zichts­erklärung ein An­spruch auf Rei­se­kos­ten­vergütung zu. Ein Ver­zicht sei nicht zulässig. Die Ver­wei­sung in § 23 Abs. 4 TV-L ver­bie­te die Her­an­zie­hung sol­cher Be­stim­mun­gen, de­ren An­wen­dung auf nicht Be­am­te sinn­wid­rig wäre. Der von ihr erklärte Ver­zicht sei nicht frei­wil­lig ge­we­sen, da er im Vor­druck des An­trags auf Ge­neh­mi­gung der Schul­fahrt zwin­gend vor­ge­se­hen ge­we­sen sei. Das Be­ru­fen des be­klag­ten Lan­des auf den Ver­zicht stel­le ei­ne un­zulässi­ge Rechts­ausübung dar.

Die Kläge­rin hat zu­letzt be­an­tragt, 


das be­klag­te Land zu ver­ur­tei­len, an sie 206,05 Eu­ro Rei­se­kos­ten­er­stat­tung nebst Zin­sen iHv. fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 1. Ok­to­ber 2010 zu zah­len.

Das be­klag­te Land hat be­an­tragt, die Kla­ge ab­zu­wei­sen. Es hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, bei der Re­ge­lung in § 23 Abs. 4 TV-L han­de­le es sich um ei­ne dy­na­mi­sche Ver­wei­sung, die recht­lich nicht zu be­an­stan­den sei. Die Kläge­rin ha­be frei­wil­lig ver­zich­tet. Der Wi­der­ruf der Ver­zichts­erklärung sei nicht zulässig.
 


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Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat ihr statt­ge­ge­ben. Das be­klag­te Land ver­folgt mit der Re­vi­si­on die Wie­der­her­stel­lung des kla­ge­ab­wei­sen­den erst­in­stanz­li­chen Ur­teils.

Ent­schei­dungs­gründe

A. Die zulässi­ge Re­vi­si­on des be­klag­ten Lan­des ist nicht be­gründet. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat der Kla­ge zu Recht statt­ge­ge­ben. Der Kläge­rin steht ein An­spruch auf Er­stat­tung der streit­ge­genständ­li­chen Rei­se­kos­ten zu.

I. Der An­spruch folgt aus § 23 Abs. 4 TV-L iVm. § 1 Abs. 2, § 2 Abs. 1 Satz 1, § 3 Abs. 2 Satz 1, §§ 5, 7, 8 und 9 LRKG NRW.

1. Der TV-L fin­det auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en gemäß § 4 Abs. 1 Satz 1 TVG kraft Ta­rif­ge­bun­den­heit An­wen­dung.

2. Nach § 23 Abs. 4 TV-L fin­den für die Er­stat­tung von Rei­se­kos­ten die Be­stim­mun­gen, die für die Be­am­tin­nen und Be­am­ten des Ar­beit­ge­bers je­weils gel­ten, ent­spre­chen­de An­wen­dung. Sol­che Blan­kett­ver­wei­sun­gen auf be­am­ten­recht­li­che Be­stim­mun­gen (Ge­set­ze, Ver­ord­nun­gen, Er­las­se) in ei­ner Ta­rif­norm sind nach ständi­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zulässig (vgl. BAG 11. Sep­tem­ber 2003 - 6 AZR 323/02 - zu I 1 der Gründe mwN, BA­GE 107, 272). Ar­beit­neh­mern soll in­so­weit die­sel­be Rechts­stel­lung ein­geräumt wer­den wie den Be­am­ten (BAG 21. No­vem­ber 1996 - 6 AZR 222/96 - zu II 1 der Gründe, AP BAT SR 2d § 2 Nr. 1). Die in Be­zug ge­nom­me­nen Rei­se­kos­ten­vor­schrif­ten gel­ten auf­grund der Ver­wei­sung als ta­rif­li­che Rechts­nor­men (vgl. BAG 11. Sep­tem­ber 2003 - 6 AZR 323/02 - zu I 3 der Gründe, aaO), dh. zwi­schen bei­der­seits Ta­rif­ge­bun­de­nen nach § 4 Abs. 1 Satz 1 TVG un­mit­tel­bar und zwin­gend. Da­mit fin­den die Re­ge­lun­gen des LRKG NRW ein­sch­ließlich der hier­zu er­gan­ge­nen Durchführungs­ver­ord­nun­gen und Er­las­se auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en gemäß § 4 Abs. 1 Satz 1 TVG An­wen­dung.
 


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3. Die da­nach gel­ten­den Vor­aus­set­zun­gen sind für den streit­ge­genständ­li­chen Er­stat­tungs­an­spruch erfüllt.

a) Gemäß § 3 Abs. 2 Satz 1 LRKG NRW hat der Be­rech­tig­te An­spruch auf Rei­se­kos­ten­vergütung zur Ab­gel­tung der dienst­lich ver­an­lass­ten Mehr­auf­wen­dun­gen für ge­neh­mig­te Dienst­rei­sen (§ 1 Abs. 2 Satz 1, § 2 Abs. 1 Satz 1 LRKG NRW). Da­zu zählen un­ter an­de­rem Fahrt- und Über­nach­tungs­kos­ten (§ 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 und 4, §§ 5, 8 LRKG NRW) so­wie Ne­ben­kos­ten (§ 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 5, § 9 LRKG NRW), zB im Zu­sam­men­hang mit dem Be­such kos­ten­pflich­ti­ger Ein­rich­tun­gen, und ein Ta­ge­geld für Ver­pfle­gungs­mehr­auf­wen­dun­gen (§ 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3, § 7 LRKG NRW).


b) Die Klas­sen­fahrt vom 22. bis zum 26. Sep­tem­ber 2008 wur­de am 1. Sep­tem­ber 2007 als mehrtägi­ge Dienst­rei­se ge­neh­migt. Zwi­schen den Par­tei­en be­steht auch kein Streit darüber, dass die Auf­wen­dun­gen der Kläge­rin in ei­ner Ge­samthöhe von 234,50 Eu­ro not­wen­dig wa­ren (vgl. § 3 Abs. 3 LRKG NRW). We­gen der teil­wei­sen Er­stat­tung iHv. 28,45 Eu­ro ver­bleibt die streit­ge­genständ­li­che Dif­fe­renz iHv. 206,05 Eu­ro.

c) Die Kläge­rin wahr­te auch die Aus­schluss­fris­ten von sechs Mo­na­ten nach § 3 Abs. 6 LRKG NRW und § 37 Abs. 1 Satz 1 TV-L. Sie ver­lang­te ge­genüber dem be­klag­ten Land mit Schrei­ben vom 20. Ja­nu­ar 2009 die Er­stat­tung die­ser Rei­se­kos­ten. Es kann des­halb da­hin­ste­hen, ob die Aus­schluss­frist des § 37 Abs. 1 Satz 1 TV-L für die Gel­tend­ma­chung von Rei­se­kos­ten über­haupt ne­ben § 3 Abs. 6 LRKG NRW An­wen­dung fin­det.

II. Un­ent­schie­den blei­ben kann auch, ob der „Ver­zicht“ der Kläge­rin sie dar­an hin­der­te, ei­nen wirk­sa­men An­trag auf Rei­se­kos­ten­er­stat­tung zu stel­len. Je­den­falls ist es dem be­klag­ten Land gemäß § 242 BGB ver­wehrt, sich auf ei­nen sol­chen Ver­zicht zu be­ru­fen.

1. Nach § 3 Abs. 6 Satz 3 LRKG NRW können Dienst­rei­sen­de vor An­tritt ei­ner Dienst­rei­se un­wi­der­ruf­lich schrift­lich erklären, dass sie kei­nen An­trag auf Rei­se­kos­ten­vergütung stel­len. Gemäß Nr. 3.4 WRL ist für den An­trag auf Ge­neh­mi­gung als Schul­ver­an­stal­tung und die Dienst­rei­se­ge­neh­mi­gung das
 


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die­sen Richt­li­ni­en als An­la­ge bei­gefügte Form­blatt zu be­nut­zen. Dort kann die Be­gleit­per­son erklären, dass die Ver­an­stal­tung, ob­wohl die zu zah­len­de Rei­se­kos­ten­vergütung durch ent­spre­chen­de Haus­halts­mit­tel nicht ge­deckt sei, trotz­dem durch­geführt wer­den sol­le, weil an­spruchs­be­rech­tig­te Be­gleit­per­so­nen auf die Zah­lung der Rei­se­kos­ten­vergütung ver­zich­te­ten, so­weit Mit­tel nicht zur Verfügung stünden. Ei­nen sol­chen „Ver­zicht“ erklärte die Kläge­rin hin­sicht­lich der streit­ge­genständ­li­chen Rei­se­kos­ten un­ter Ab­schn. B Nr. 3 in ei­nem von der Schu­le vor­ge­leg­ten For­mu­lar.


2. Zwin­gen­des Ta­rif­recht steht der Wirk­sam­keit ei­nes sol­chen „Ver­zichts“ nicht ent­ge­gen. Gemäß § 4 Abs. 3 TVG dürfen ta­rif­li­che Ansprüche auch dis­po­si­tiv ge­stal­tet wer­den.


3. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat in re­vi­si­ons­recht­lich nicht zu be­an­stan­den­der Wei­se an­ge­nom­men, dem be­klag­ten Land sei es we­gen un­red­li­chen Er­werbs der ei­ge­nen Rechts­stel­lung ver­wehrt, der Kläge­rin ih­re Ver­zichts­erklärung ent­ge­gen­zu­hal­ten. Dies stel­le nach § 242 BGB ei­ne un­zulässi­ge Rechts­ausübung dar.


a) Die Würdi­gung der Tat­sa­chen­ge­rich­te, ob bei ei­ner be­stimm­ten Sach­la­ge ei­ne un­zulässi­ge Rechts­ausübung vor­liegt, ist in der Re­vi­si­ons­in­stanz als An­wen­dung ei­nes un­be­stimm­ten Rechts­be­griffs nur ein­ge­schränkt dar­auf über­prüfbar, ob das an­ge­foch­te­ne Ur­teil den Rechts­be­griff selbst ver­kannt hat, ob es bei der Un­ter­ord­nung des Sach­ver­halts un­ter die maßgeb­li­che Rechts­norm Denk­ge­set­ze oder all­ge­mei­ne Er­fah­rungssätze ver­letzt hat, ob es al­le we­sent­li­chen Umstände berück­sich­tigt hat und ob es in sich wi­der­spruchs­frei ist (vgl. BAG 9. De­zem­ber 2009 -10 AZR 850/08 - Rn. 34, AP TVG § 1 Ta­rif­verträge: Bau Nr. 318). Die Ausführun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts hal­ten die­sem ein­ge­schränk­ten Prüfungs­maßstab stand.

b) Treu­wid­ri­ges Ver­hal­ten ei­nes Ver­trags­part­ners kann da­zu führen, dass ihm die Ausübung ei­nes ihm zu­ste­hen­den Rechts zu ver­sa­gen ist, wenn er sich die­ses Recht ge­ra­de durch treu­wid­ri­ges Ver­hal­ten ver­schafft hat (BGH 28. Ok­to­ber 2009 - IV ZR 140/08 - Rn. 21 mwN, NJW 2010, 289). Ob ein



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Rechts­miss­brauch ge­ge­ben ist, muss an­hand der Umstände des Ein­zel­falls be­ant­wor­tet wer­den (BAG 18. Au­gust 2009 - 9 AZR 517/08 - Rn. 37, AP Tz­B­fG § 8 Nr. 28 = EzA Tz­B­fG § 8 Nr. 24). Für ei­ne un­zulässi­ge Rechts­ausübung müssen Umstände vor­lie­gen, die ei­ne Rechts­ausübung im Ein­zel­fall als grob un­bil­li­ge, mit der Ge­rech­tig­keit nicht mehr zu ver­ein­ba­ren­de Be­nach­tei­li­gung er­schei­nen las­sen, sie al­so zu ei­nem schlecht­hin un­zu­mut­ba­ren Er­geb­nis führt (BAG 7. No­vem­ber 1995 - 9 AZR 541/94 - zu 4 b der Gründe mwN). Die Rechts­ausübung muss als sol­che zu miss­bil­li­gen sein, weil sie der Ver­fol­gung ei­nes rück­sichts­lo­sen Ei­gen­nut­zes zum Nach­teil des Ver­trags­part­ners dient. Al­ler­dings ist es noch kein Miss­brauch, wenn ein Be­rech­tig­ter die ihm er­kenn­ba­ren In­ter­es­sen des an­de­ren un­berück­sich­tigt lässt (BAG 13. Ju­ni 2006 - 9 AZR 423/05 - Rn. 15, BA­GE 118, 262). Der­je­ni­ge, der den Rechts­miss­brauch ein­wen­det, ist für die zu­grun­de lie­gen­den Tat­sa­chen dar­le­gungs- und be­weis­be­las­tet (BAG 18. Au­gust 2009 - 9 AZR 517/08 - aaO).


c) Die­se Vor­aus­set­zun­gen ei­ner un­zulässi­gen Rechts­ausübung sind nach den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts bezüglich des Be­ru­fens auf die Ver­zichts­erklärung erfüllt. Das be­klag­te Land ver­letzt da­mit sei­ne Fürsor­ge­pflicht ge­genüber den bei ihm an­ge­stell­ten Lehr­kräften. Die Re­vi­si­on hat in­so­weit kei­ne re­vi­si­blen Rechts­feh­ler des Lan­des­ar­beits­ge­richts auf­ge­zeigt. Das Be­ru­fungs­ge­richt hat we­der den Rechts­be­griff selbst ver­kannt, noch ist die Sub­sum­ti­on oh­ne Berück­sich­ti­gung der maßge­ben­den Umstände er­folgt.

aa) Mit der sich aus den WRL er­ge­ben­den Pra­xis des be­klag­ten Lan­des, die an der Klas­sen­fahrt teil­neh­men­den Leh­rer darüber ent­schei­den zu las­sen, ob sie auf die Er­stat­tung ih­rer Rei­se­kos­ten ver­zich­ten, da­mit die Schul­ver­an­stal­tung statt­fin­den kann, führt es die Leh­rer in ei­nen un­zu­mut­ba­ren In­ter­es­sen­wi­der­streit. Nach Nr. 3.3 WRL darf die Dienst­rei­se, so­weit nicht gewähr­leis­tet ist, dass Rei­se­kos­ten­mit­tel in aus­rei­chen­der Höhe zur Verfügung ste­hen, nur ge­neh­migt wer­den, wenn ua. die teil­neh­men­den Leh­re­rin­nen und Leh­rer zu­vor schrift­lich auf die Zah­lung der Rei­se­kos­ten­vergütung ver­zich­ten. Das be­klag­te Land verstößt mit die­ser Kop­pe­lung treu­wid­rig ge­gen sei­ne ge­genüber den Lehr­kräften be­ste­hen­de Fürsor­ge­pflicht.


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(1) Schul­wan­de­run­gen und Schul­fahr­ten sind Be­stand­tei­le der Bil­dungs- und Er­zie­hungs­ar­beit der Schu­len (Nr. 1 WRL). Es han­delt sich um Schul­ver­an­stal­tun­gen (Nr. 4.2 Satz 1 WRL). Des­halb sind Schüle­rin­nen und Schüler nach § 43 Abs. 1 SchulG NRW zur Teil­nah­me ver­pflich­tet. Für die Leh­re­rin­nen und Leh­rer gehört die Teil­nah­me gemäß Nr. 4.1 WRL zu ih­ren dienst­li­chen Auf­ga­ben. Sie ist Ge­gen­stand ih­rer Dienst­pflicht (vgl. BAG 26. April 1985 - 7 AZR 432/82 - zu II 2 der Gründe, BA­GE 48, 327). Zu­dem muss den Leh­rern im In­ter­es­se ei­ner gu­ten und ab­wechs­lungs­rei­chen Un­ter­richts­ge­stal­tung, zur Förde­rung des Ge­mein­schafts­gefühls und des so­zia­len Ver­hal­tens der Schüler dar­an ge­le­gen sein, Schüler- und Klas­sen­fahr­ten re­gelmäßig durch­zuführen. Die­se stel­len die Fortführung des Un­ter­richts in an­de­rer Form dar und die­nen der Ver­wirk­li­chung der staat­li­chen Bil­dungs­zie­le (vgl. Baye­ri­scher VGH 2. Au­gust 2007 - 14 B 04.3576 - zu 2 c aa der Gründe, ZBR 2008, 270). Das bil­dungs­ver­ant­wort­li­che Land und die Schu­le ha­ben des­halb grundsätz­lich die zur Erfüllung die­ser Bil­dungs­zie­le not­wen­di­gen Mit­tel selbst zur Verfügung zu stel­len (§ 92 SchulG NRW).


(2) Mit der Über­tra­gung der Ver­ant­wor­tung auf die Leh­rer, ei­nen Teil die­ser Mit­tel selbst zu tra­gen oder die Ver­wirk­li­chung der dem Land gemäß Art. 8 Abs. 1 der Ver­fas­sung für das Land Nord­rhein-West­fa­len ob­lie­gen­den Bil­dungs­auf­ga­be zu be­ein­träch­ti­gen, bringt das be­klag­te Land die bei ihm an­ge­stell­ten Leh­rer in ei­nen un­zu­mut­ba­ren Ge­wis­sens­kon­flikt. Ih­nen wird die staat­li­che Ver­ant­wor­tung für die Ge­stal­tung ei­nes gu­ten und ab­wechs­lungs­rei­chen Un­ter­richts aus rein fis­ka­li­schen Gründen auf­gebürdet (vgl. Baye­ri­scher VGH 2. Au­gust 2007 - 14 B 04.3576 - zu 2 c aa der Gründe, ZBR 2008, 270).


bb) Auch ist die Ent­schei­dung ei­ner Lehr­kraft, nicht auf die Er­stat­tung der Rei­se­kos­ten zu ver­zich­ten und da­mit die Ge­neh­mi­gung der Klas­sen­fahrt zu ver­hin­dern, ge­eig­net, ihr Verhält­nis zu den be­trof­fe­nen El­tern und Schülern und da­mit auch die pädago­gi­sche Tätig­keit zu be­ein­träch­ti­gen. So ist den Schüle­rin­nen und Schülern und de­ren Er­zie­hungs­be­rech­tig­ten nach Nr. 2.5 WRL durch ei­ne frühzei­ti­ge Pla­nung Ge­le­gen­heit zu ge­ben, die vor­aus­sicht­lich ent­ste­hen­den Kos­ten der Schul­wan­de­rung oder Schul­fahrt an­zu­spa­ren. Es ist
 


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na­he­lie­gend, dass die­ser Per­so­nen­kreis, der die ent­ste­hen­den Kos­ten schon ganz oder teil­wei­se an­ge­spart hat, kaum Verständ­nis dafür ha­ben wird, dass die Klas­sen­fahrt nicht statt­fin­det, weil die Lehr­kraft nicht be­reit ist, auf die Er­stat­tung ih­rer Rei­se­kos­ten zu ver­zich­ten.

cc) Zu­dem be­steht für die Lehr­kraft, die sich wei­gert, ei­ne Ver­zichts­erklärung ab­zu­ge­ben, die Ge­fahr ei­nes An­se­hens­ver­lusts bei der Schul­lei­tung. Da­mit las­sen sich auch wei­te­re nach­tei­li­ge Aus­wir­kun­gen auf die dienst­li­che Be­ur­tei­lung der Lehr­kraft nicht mit Si­cher­heit aus­sch­ließen. Dies hat das be­klag­te Land auch er­kannt und des­halb in Nr. 6.3 VVzL­RKG zu § 3 LRKG NRW be­stimmt, dass dem Dienst­rei­sen­den, der auf die Er­stat­tung sei­ner Rei­se­kos­ten nicht ver­zich­tet, kei­ne Nach­tei­le ent­ste­hen dürfen. Dies schützt mögli­cher­wei­se vor un­mit­tel­ba­ren Nach­tei­len. Mit­tel­ba­re nach­tei­li­ge Aus­wir­kun­gen las­sen sich da­mit al­ler­dings kaum ver­mei­den. Je­den­falls ist es verständ­lich, wenn sich ei­ne Lehr­kraft we­gen der Ge­fahr sol­cher nach­tei­li­gen Aus­wir­kun­gen ge­zwun­gen sieht, ge­ne­rell die ver­lang­ten Ver­zichts­erklärun­gen ab­zu­ge­ben.

4. Der An­nah­me ei­ner un­zulässi­gen Rechts­ausübung steht nicht ent­ge­gen, dass ta­rif­lich gemäß § 23 Abs. 4 TV-L iVm. § 3 Abs. 6 Satz 3 LRKG NRW, Nr. 3.3 WRL ein sol­cher Ver­zicht ge­ne­rell zulässig ist.


Ta­rif­li­che Blan­kett­ver­wei­sun­gen auf Be­am­ten­recht sol­len gewähr­leis­ten, dass der An­ge­stell­te ge­genüber dem ver­gleich­ba­ren Be­am­ten gleich­ge­stellt wird (BAG 11. Ju­li 2012 - 10 AZR 203/11 - Rn. 16, NZA-RR 2012, 582; 11. Sep­tem­ber 2003 - 6 AZR 323/02 - zu II 2 b cc der Gründe, BA­GE 107, 272). Sie sind kei­ne un­zulässi­ge De­le­ga­ti­on der ta­rif­li­chen Rechts­set­zungs­be­fug­nis, da die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en da­von aus­ge­hen können, dass die be­am­ten­recht­li­chen Re­ge­lun­gen sach­ge­recht sind. Denn der Staat ist ge­genüber sei­nen Be­am­ten zur Fürsor­ge ver­pflich­tet (BAG 16. Mai 2002 - 8 AZR 426/01 - zu B II 2 b der Gründe, Ez­BAT BAT §§ 22, 23 M. Leh­rer Nr. 103). Stellt die nor­ma­tiv ge­ne­rell zu­ge­las­se­ne Pra­xis ge­genüber Be­am­ten aber ei­ne un­zulässi­ge Rechts­ausübung dar, muss dies für die auf der­sel­ben nor­ma­ti­ven Rechts­grund­la­ge ba­sie­ren­de glei­che Pra­xis ge­genüber An­ge­stell­ten eben­so gel­ten.



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B. Das be­klag­te Land hat die Kos­ten sei­ner er­folg­lo­sen Re­vi­si­on gemäß § 97 Abs. 1 ZPO zu tra­gen.

Brühler 

Klo­se 

Krasshöfer

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Fal­tyn

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