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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Sozialplan
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Köln
Akten­zeichen: 12 Sa 711/15
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 17.11.2015
   
Leit­sätze: 1. Die Be­triebs­par­tei­en können zur Her­stel­lung von Rechts­si­cher­heit ein Ver­fah­ren oder ei­nen Stich­tag be­stim­men und auf die­se Wei­se fest­le­gen, ob ei­ne Ei­genkündi­gung durch die kon­kre­te Be­triebsände­rung ver­an­lasst wur­de oder nicht. Da­zu kann die Aus­gleichs­pflicht an ei­nen Zeit­punkt an­knüpfen, in dem die Art und Wei­se der durch­zuführen­den Be­triebsände­rung für die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer fest­steht. Bei der ge­bo­te­nen ty­pi­sie­ren­den Be­trach­tungs­wei­se dürfen die Be­triebs­par­tei­en in ei­nem sol­chen Fall da­von aus­ge­hen, dass Ar­beit­neh­mer, die auf ei­ge­ne Ver­an­las­sung ihr Ar­beits­verhält­nis be­en­den, be­vor das Aus­maß ei­ner sie tref­fen­den Be­triebsände­rung kon­kret ab­seh­bar und der Um­fang der dar­an knüpfen­den wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le pro­gnos­ti­zier­bar ist, ihr Ar­beits­verhält­nis nicht auf­grund der Be­triebsände­rung be­en­den.

2. Erst mit dem Ab­schluss des In­ter­es­sen­aus­gleichs stand der Um­fang der be­triebsändern­den Maßnah­men und der Zeit­punkt sei­ner Um­set­zung - wenn über­haupt - hin­rei­chend fest. Ab die­sem Zeit­punkt stand im An­satz fest, wel­che Mit­ar­bei­ter­grup­pen zu wel­chem Zeit­punkt von der Stand­ort­ver­la­ge­rung be­trof­fen wa­ren.

3. Für § 628 Abs. 2 BGB muss die Kündi­gung des Ar­beit­neh­mers durch ver­trags­wid­ri­ges schuld­haf­tes Ver­hal­ten des Ar­beit­ge­bers ver­an­lasst wor­den sein. Die Kündi­gung muss al­so ih­ren Grund ge­ra­de in ei­nem ver­trags­wid­ri­gen Ver­hal­ten des an­de­ren Ver­trags­teils ha­ben - so ge­nann­tes Auflösungs­ver­schul­den. Für die­ses Ver­schul­den genügt nicht je­de ge­ringfügi­ge schuld­haf­te Ver­trags­ver­let­zung. Viel­mehr muss ihr das Ge­wicht ei­nes wich­ti­gen Grunds zu­kom­men und zum Aus­spruch ei­ner frist­lo­sen Kündi­gung be­rech­ti­gen.
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Köln, 12 Ca 1595/14
   

Te­nor:

1. Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 10. Fe­bru­ar 2015 - 12 Ca 1595/14 - wird zurück­ge­wie­sen.

2. Der Kläger hat die Kos­ten der Be­ru­fung zu tra­gen.

3. Die Re­vi­si­on wird nicht zu­ge­las­sen.

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über den An­spruch des Klägers auf Gleich­be­hand­lung bei ei­ner So­zi­al­plan­ab­fin­dung so­wie auf Scha­dens­er­satz we­gen Auflösungs­ver­schul­dens der Be­klag­ten.

Der An­fang 1974 ge­bo­re­ne Kläger war seit Ju­li 2003 bei der be­klag­ten Flug­ge­sell­schaft als Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor mit Ein­satz­ort K beschäftigt.

Seit 2012 trat die Be­klag­te in Über­le­gun­gen zur Ver­le­gung ih­res Stand­orts von nach M ein. In ei­ner Mit­tei­lung vom 15. April 2013 teil­te sie mit, dass in den nächs­ten Wo­chen ein kon­kre­ter Um­zugs­fahr­plan ent­wi­ckelt wer­de. In ei­ner wei­te­ren Mit­tei­lung von Mai 2013 teil­te sie mit, dass sich im Zu­ge der Ver­la­ge­rung des Stand­orts Rah­men­be­din­gun­gen, Pro­zes­se und nicht zu­letzt die persönli­che Le­bens­si­tua­ti­on der meis­ten Kol­le­gen verändern würden.

Der Be­triebs­rat un­ter­rich­te­te die Mit­ar­bei­ter am 11. Ju­ni 2013, dass Gespräche zwi­schen den Be­triebs­par­tei­en zum Aus­tausch ge­gen­sei­ti­ger Po­si­tio­nen we­gen ver­schie­de­ner Möglich­kei­ten hin­sicht­lich des Stand­ort­wech­sels stattfänden.

Am 20. Ju­ni 2013 kündig­te der Kläger sein Ar­beits­verhält­nis mit der Be­klag­ten zum 31. Ok­to­ber 2013. Dar­in bat er die Be­klag­te, das Ar­beits­verhält­nis vor­zei­tig mit Wir­kung zu En­de Sep­tem­ber 2013 auf­zulösen, da­mit er die neue Stel­le an­tre­ten könne. Er hof­fe bei ei­nem So­zi­al­plan rück­wir­kend berück­sich­tigt zu wer­den. Die Be­klag­te erklärte sich mit ei­ner Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses, das ei­gent­lich nur zum 31. De­zem­ber 2013 be­en­det wer­den konn­te, zum 31. Ok­to­ber 2013 in ei­nem Schrei­ben vom 25. Ju­ni 2013 ein­ver­stan­den.

Am 29. Ok­to­ber 2013 schlos­sen die Be­triebs­par­tei­en ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich und So­zi­al­plan (IASP). Die­ser enthält aus­zugs­wei­se fol­gen­de Re­ge­lun­gen:

„... 

I. In­ter­es­sen­aus­gleich

§ 1 Gel­tungs­be­reich

Die­ser In­ter­es­sen­aus­gleich gilt für al­le Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Bo­den­per­so­nals (im fol­gen­den: Mit­ar­bei­ter) die zum Zeit­punkt der Un­ter­zeich­nung die­ser Be­triebs­ver­ein­ba­rung in ei­nem un­gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis bei der C beschäftigt, und von der Stand­ort­ver­la­ge­rung gemäß § 2 be­trof­fen sind.

... 

§ 2 Stand­ort­ver­la­ge­rung

(1) Die Haupt­ver­wal­tung so­wie die ad­mi­nis­tra­ti­ven Funk­tio­nen des Tech­nik­be­triebs am Stand­ort K , mit Aus­nah­me von Ar­beitsplätzen, die der „Busi­ness­u­nit Hea­vy Main­ten­an­ce“ zu­ge­ord­net sind, wer­den nach M ver­la­gert (im Fol­gen­den: Stand­ort­ver­la­ge­rung). Ob hier­bei auch der Be­reich Ma­te­ri­al­wirt­schaft nach M ver­legt wird, wird der­zeit un­ter­sucht und ge­son­dert mit dem Be­triebs­rat be­ra­ten und ent­schie­den. In K nach der Un­ter­zeich­nung die­ser Be­triebs­ver­ein­ba­rung neu ge­schaf­fe­ne Stel­len für neue Auf­ga­ben­stel­lun­gen sind von der Stand­ort­ver­la­ge­rung eben­falls nicht be­trof­fen.

(2) Der Um­zug nach M wird fach­ab­tei­lungs­be­zo­gen nach Maßga­be des in Anl. 1 bei­gefügten Um­zugs­pla­nes durch­geführt. Da­nach wer­den die per­so­nel­len Maßnah­men un­ter Ein­hal­tung der je­wei­li­gen Kündi­gungs­fris­ten mit Wir­kung zum 15.9.2014 bzw. 30.9.2014 durch­geführt.

Für die be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­ter im I be­steht die Möglich­keit, auf frei­wil­li­ger Ba­sis be­reits ab dem 1.4.2014 nach M ver­setzt zu wer­den. An­dern­falls ver­bleibt auch ihr Ar­beits­platz bis zum 14.9.2014 K .

... 

§ 3 Maßnah­men zur Stand­ort­ver­la­ge­rung

§ 3.1 Ar­beits­platz­an­ge­bot

(1) C bie­tet je­dem von der Stand­ort­ver­la­ge­rung be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­ter an, sein Ar­beits­verhält­nis grundsätz­lich zu den be­ste­hen­den Be­din­gun­gen, je­den­falls je­doch auf ei­nem gleich­wer­ti­gen Ar­beits­platz in M fort­zu­set­zen.

(2) Be­triebs­be­ding­te Be­en­di­gungskündi­gun­gen aus An­lass der Stand­ort­ver­la­ge­rung wer­den nicht aus­ge­spro­chen.

... 

§ 3.4 Te­le­ar­beit

(1) Mit­ar­bei­ter, die nach M ver­setzt wer­den, können ih­re Ar­beits­leis­tung in Te­le­ar­beit er­brin­gen, so­weit die kon­kre­te Ar­beits­leis­tung der Te­le­ar­beit zugäng­lich ist.

... 

§ 4 Pro­zess der Stand­ort­ver­la­ge­rung

(1) Die Be­triebs­part­ner dif­fe­ren­zie­ren in­ner­halb des Krei­ses der von der Stand­ort­ver­la­ge­rung be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­ter zwi­schen fol­gen­den
Mit­ar­bei­ter­grup­pen:

... 

II. So­zi­al­plan

§ 6 Ziel des So­zi­al­pla­nes

... 

§ 7 Gel­tungs­be­reich

Der So­zi­al­plan gilt für al­le Mit­ar­bei­ter des Bo­den­per­so­nals die zum Zeit­punkt der Un­ter­zeich­nung die­ser Be­triebs­ver­ein­ba­rung in ei­nem un­be­fris­te­ten und un­gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis bei der C beschäftigt und die von der Stand­ort­ver­la­ge­rung be­trof­fen sind

... 

§ 8 Maßnah­men zum Nach­teils­aus­gleich

... 

§ 8.4 Ab­fin­dungs­leis­tun­gen

Für die durch die Stand­ort­ver­la­ge­rung aus­gelöste Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses wer­den dif­fe­ren­zier­te Ab­fin­dun­gen ge­zahlt.

...“ 

Die Ab­fin­dung des Klägers hätte nach dem So­zi­al­plan un­strei­tig, wenn er auf die­sen an­wend­bar wäre, 46.185,00 Eu­ro be­tra­gen.

Der Kläger hat vor­ge­tra­gen, er un­ter­fal­le zwar nicht dem An­wen­dungs­be­reich des So­zi­al­plans. Er könne aber aus Gleich­be­hand­lungs­gründen den Ab­fin­dungs­an­spruch ver­lan­gen. Sei­ne Ei­genkündi­gung sei von der Stand­ort­ver­la­ge­rung und da­mit von der Be­klag­ten ver­an­lasst wor­den. Darüber hin­aus ha­be er ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch nach § 628 BGB.

Der Kläger hat be­an­tragt, 

die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn 46.185,00 Eu­ro nebst Zin­sen iHv. fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 1. Ja­nu­ar 2014 zu zah­len und über die er­folg­te Zah­lung ei­ne Ab­rech­nung zu er­tei­len.

Die Be­klag­te hat be­an­tragt, 

die Kla­ge ab­zu­wei­sen. 

Die Be­klag­te hat vor­ge­tra­gen, im Zeit­punkt der Kündi­gung des Klägers sei die Stand­ort­ver­la­ge­rung noch nicht hin­rei­chend kon­kret ge­we­sen. Ins­be­son­de­re die Un­ter­schei­dung ver­schie­de­ner Mit­ar­bei­ter­grup­pen bei der Be­klag­ten, die un­ter­schied­lich schnell nach München verändert wer­den soll­ten, ha­be sich erst aus dem In­ter­es­sen­aus­gleich er­ge­ben. Die Par­tei­en hätten kei­nen Auf­he­bungs­ver­trag ge­schlos­sen. Sie sei viel­mehr da­mit ein­ver­stan­den ge­we­sen, die Kündi­gungs­frist verkürzt ge­gen sich gel­ten zu las­sen. Sie ha­be kein Ver­trau­en beim Kläger auf ei­ne Ab­fin­dungs­re­ge­lung ge­weckt. Die Ab­fin­dungslösung sei le­dig­lich ei­ne Möglich­keit ge­we­sen. Die Be­triebs­part­ner hätten zulässig den Zeit­punkt des Ab­schlus­ses des In­ter­es­sen­aus­gleichs und So­zi­al­plans als Stich­tag ver­ein­bart. Sie hätten die­je­ni­gen Mit­ar­bei­ter aus­ge­nom­men, die vor dem Ab­schluss der Ver­ein­ba­rung das Ar­beits­verhält­nis selbst gekündigt hätten. Durch den Stich­tag könn­ten die Be­triebs­par­tei­en fest­le­gen, ob ei­ne Ei­genkündi­gung durch die kon­kre­te Be­triebsände­rung ver­an­lasst sei oder nicht. Bis zu die­sem Zeit­punkt sei die Maßnah­me und der Ab­lauf nicht hin­rei­chend kon­kret ab­seh­bar ge­we­sen. Erst nach dem Ab­schluss des In­ter­es­sen­aus­gleichs sei sie in der La­ge ge­we­sen, den Um­set­zungs­pro­zess durch­zuführen. Der Kläger ver­hal­te sich wi­dersprüchlich, wenn er in sei­ner Kündi­gung ei­ne rück­wir­ken­de An­wen­dung des So­zi­al­plans auf ihn er­hof­fe, den Ab­fin­dungs­an­spruch jetzt aber ge­richt­lich gel­tend ma­chen.

Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Der Kläger ha­be kei­nen An­spruch aus dem Gleich­be­hand­lungs­grund­satz. Die Kündi­gung sei nicht von der Be­klag­ten ver­an­lasst, die Grup­pen­bil­dung der Be­triebs­par­tei­en zulässig. Ei­nen An­spruch auf Scha­dens­er­satz ha­be der Kläger nicht, die Be­klag­te tref­fe kein Auflösungs­ver­schul­den.

Im Übri­gen wird auf die zwi­schen den Par­tei­en ge­wech­sel­ten Schriftsätze wie auch auf das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil Be­zug ge­nom­men.

Das Ur­teil vom 10. Fe­bru­ar 2015 ist dem Kläger am 9. März 2015 zu­ge­stellt wor­den. Hier­ge­gen rich­tet sich die am 27. März 2015 ein­ge­leg­te und am 10. Ju­ni 2015 nach ent­spre­chen­der Verlänge­rung be­gründe­te Be­ru­fung des Klägers.

Der Kläger trägt vor, ent­ge­gen der An­nah­me des Ar­beits­ge­richts ha­be das Ar­beits­verhält­nis erst am 31. Ok­to­ber 2013 ge­en­det. Die Kündi­gung sei ar­beit­ge­ber­sei­tig ver­an­lasst ge­we­sen. Da An­fang 2013 die Stand­ort­ver­la­ge­rung si­cher fest­ge­stan­den ha­be, sei die Kündi­gung durch die Be­klag­te ver­an­lasst. Das Ar­beits­ge­richt sei feh­ler­haft von ei­ner vor­zei­ti­gen Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses aus­ge­gan­gen. Es sei un­ter Abkürzung der ta­rif­ver­trag­li­chen Kündi­gungs­frist ein­ver­nehm­lich zum 31. Ok­to­ber 2013 be­en­det wor­den. Die­ses Ver­hal­ten der Be­klag­ten zei­ge, dass sie sich be­reits im Zeit­punkt der Kündi­gung des Klägers ent­spre­chend ei­ner späte­ren Re­ge­lung im So­zi­al­plan ver­hal­ten ha­be. Die Ei­genkündi­gung des Klägers und sein vor­zei­ti­ges Aus­schei­den sei von der Be­klag­ten mo­ti­viert und ge­tra­gen wor­den. Ein Ver­schul­den der Be­klag­ten im Sin­ne von § 628 BGB er­ge­be sich dar­aus, dass ihm von der Be­klag­ten dar­ge­legt wor­den sei, sich so früh wie möglich nach ei­ner an­der­wei­ti­gen An­stel­lung um­zu­se­hen.

Der Kläger be­an­tragt, 

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 10. Fe­bru­ar 2015 - 12 Ca 159514- ab­zuändern und die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn 46.185,00 Eu­ro nebst Zin­sen iHv. fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 1. Ja­nu­ar 2014 zu zah­len und über die er­folg­te Zah­lung ei­ne Ab­rech­nung zu er­tei­len.

Die Be­klag­te be­an­tragt, 

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen. 

Die Be­klag­te trägt vor, der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz sei nicht ver­letzt. Die Be­triebs­part­ner dürf­ten zulässig da­von aus­ge­hen, dass Ar­beit­neh­mer, die vor Ab­schluss des So­zi­al­plans kündig­ten, be­reits ei­ne neue An­schluss­beschäfti­gung ge­fun­den hätten. Der Stich­tag sei auch we­gen der Rechts­si­cher­heit ge­bo­ten. Ge­ra­de in Re­struk­tu­rie­rungs­si­tua­tio­nen, die sich über Jah­re hinzögen, sei es nicht möglich, die ein­zel­nen Per­so­nal­maßnah­men von­ein­an­der ab­zu­gren­zen. Es sei schon un­klar, auf wel­chen Le­bens­sach­ver­halt der Kläger sei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch stütze.

Für den wei­te­ren Vor­trag wird auf die ge­wech­sel­ten Schriftsätze und das Sit­zungs­pro­to­koll Be­zug ge­nom­men.

Ent­schei­dungs­gründe

Die Be­ru­fung ist zulässig, aber un­be­gründet. 

A. Die Be­ru­fung ist zulässig. Sie ist frist- und form­ge­recht ein­ge­legt und be­gründet, § 66 Abs. 1 Satz 1, 2, § 64 Abs. 6 Satz 1 ArbGG iVm. § 519, § 520 Abs. 1, Abs. 3 ZPO. Die Be­ru­fungs­be­gründungs­frist wur­de nach ent­spre­chen­der Verlänge­rung am 10. Ju­ni 2015 ge­wahrt. Die ursprüng­lich am 9. Mai 2015 ab­lau­fen­de Frist en­de­te we­gen des Wo­chen­en­des erst am Mon­tag, 11. Mai 2015, § 224 Abs. 3 ZPO. Die verlänger­te Frist währ­te da­her bis zum 11. Ju­ni 2015. Das Fal­len­las­sen ei­ner An­spruchs­be­gründung für den Nach­teils­aus­gleichs­an­spruch steht der Zulässig­keit der Be­ru­fung nicht ent­ge­gen. In­so­weit han­delt es sich um ei­ne ei­genständi­ge An­spruchs­grund­la­ge und nicht um ei­ne Mehr­fach­be­gründung im ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teil.

B. Die Be­ru­fung des Klägers ist nicht be­gründet. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge zu Recht ab­ge­wie­sen. Die Kla­ge ist mit Haupt- und Hilfs­be­gründung un­be­gründet. Der Kläger hat kei­nen An­spruch auf die So­zi­al­plan­ab­fin­dung oder auf Scha­dens­er­satz.

I. Der Kläger hat kei­nen An­spruch auf ei­ne Ab­fin­dung aus § 8.4 IASP iVm. § 75 Abs. 1 Be­trVG - be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­cher Gleich­be­hand­lungs­grund­satz. Der In­ter­es­sen­aus­gleich und So­zi­al­plan nimmt zulässig Ar­beit­neh­mer vom An­wen­dungs­be­reich aus, die zum Zeit­punkt des Ab­schlus­ses am 29. Ok­to­ber 2013 nicht in ei­nem un­gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis stan­den. Die Stich­tags­re­ge­lung § 7 IASP ist wirk­sam.

1. Der auf den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art. 3 Abs. 1 GG zurück­zuführen­de be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Gleich­be­hand­lungs­grund­satz zielt dar­auf ab, ei­ne Gleich­be­hand­lung von Per­so­nen in ver­gleich­ba­ren Sach­ver­hal­ten si­cher­zu­stel­len und ei­ne gleich­heits­wid­ri­ge Grup­pen­bil­dung aus­zu­sch­ließen. Maßgeb­lich für das Vor­lie­gen ei­nes die Bil­dung un­ter­schied­li­cher Grup­pen recht­fer­ti­gen­den Sach­grun­des ist vor al­lem der mit der Re­ge­lung ver­folg­te Zweck (BAG 1. Fe­bru­ar 2011 - 1 AZR 417/09 - Rn. 17).

2. Vor­lie­gend ha­ben die Be­triebs­par­tei­en ei­ne Grup­pen­bil­dung vor­ge­nom­men, in­dem sie den An­spruch auf ei­ne So­zi­al­plan­ab­fin­dung ua. nur für sol­che von der Be­triebsände­rung be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer vor­ge­se­hen ha­ben, die ihr Ar­beits­verhält­nis auf­grund ei­ner nach dem 29. Ok­to­ber 2013 aus­ge­spro­che­nen Ei­genkündi­gung be­en­det ha­ben. Da­mit ha­ben sie die­je­ni­gen Mit­ar­bei­ter aus­ge­nom­men, die vor dem Ab­schluss der In­ter­es­sen­aus­gleichs- und So­zi­al­plan­ver­hand­lun­gen ihr Ar­beits­verhält­nis selbst gekündigt ha­ben. Die­se Grup­pen­bil­dung ist sach­lich ge­recht­fer­tigt.

a) Sie ist am Zweck des So­zi­al­plans aus­ge­rich­tet, der kei­ne Entschädi­gung für ge­leis­te­te Diens­te gewähren, son­dern kon­kret ab­seh­ba­re oder ein­ge­tre­te­ne be­triebsände­rungs­be­ding­te Nach­tei­le aus­glei­chen soll. Die Be­triebs­par­tei­en können zur Her­stel­lung von Rechts­si­cher­heit ein Ver­fah­ren oder ei­nen Stich­tag be­stim­men und auf die­se Wei­se fest­le­gen, ob ei­ne Ei­genkündi­gung durch die kon­kre­te Be­triebsände­rung ver­an­lasst wur­de oder nicht. Da­zu kann die Aus­gleichs­pflicht an ei­nen Zeit­punkt an­knüpfen, in dem die Art und Wei­se der durch­zuführen­den Be­triebsände­rung für die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer fest­steht. Bei der ge­bo­te­nen ty­pi­sie­ren­den Be­trach­tungs­wei­se dürfen die Be­triebs­par­tei­en in ei­nem sol­chen Fall da­von aus­ge­hen, dass Ar­beit­neh­mer, die auf ei­ge­ne Ver­an­las­sung ihr Ar­beits­verhält­nis be­en­den, be­vor das Aus­maß ei­ner sie tref­fen­den Be­triebsände­rung kon­kret ab­seh­bar und der Um­fang der dar­an knüpfen­den wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le pro­gnos­ti­zier­bar ist, ihr Ar­beits­verhält­nis nicht auf­grund der Be­triebsände­rung be­en­den (BAG 12. April 2011 - 1 AZR 505/09 - Rn. 17).

b) Der in § 7 IASP be­stimm­te Stich­tag ist da­nach nicht zu be­an­stan­den. Vor dem 29. Ok­to­ber 2013 stand für die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer der Zeit­punkt und der Um­fang der be­triebsändern­den Maßnah­men noch nicht hin­rei­chend fest. Erst nach der Un­ter­zeich­nung des IASP konn­te die Be­klag­te be­triebs­be­ding­te Kündi­gun­gen aus­spre­chen und den ge­plan­ten Stand­ort­wech­sel um­set­zen. Ob der Wech­sel zu die­sem Zeit­punkt be­reits hin­rei­chend klar fest­stand, kann da­hin­ste­hen. Denn je­den­falls vor die­sem Stich­tag aus­ge­spro­che­ne Ei­genkündi­gun­gen durf­ten zulässig vom So­zi­al­plan aus­ge­nom­men wer­den.

aa) Die Be­klag­te war bis zum Ab­schluss ei­nes In­ter­es­sen­aus­gleichs be­triebs­ver­fas­sungs­recht­lich nicht be­rech­tigt, die ge­plan­ten be­triebsändern­den Maßnah­men um­zu­set­zen. Aus die­sem Grund wa­ren die be­reits im Frühjahr 2013 ver­laut­bar­ten Ankündi­gun­gen der Be­klag­ten nicht ge­eig­net, die vor dem Stich­tag aus­ge­spro­che­nen Ei­genkündi­gun­gen als durch die Be­triebsände­rung iSd. IASP ver­an­lasst an­zu­se­hen.

bb) Erst mit dem Ab­schluss des In­ter­es­sen­aus­gleichs stand der Um­fang der be­triebsändern­den Maßnah­men und der Zeit­punkt sei­ner Um­set­zung- wenn über­haupt - hin­rei­chend fest. Ab die­sem Zeit­punkt stand im An­satz fest, wel­che Mit­ar­bei­ter­grup­pen zu wel­chem Zeit­punkt von der Stand­ort­ver­la­ge­rung be­trof­fen wa­ren. Sch­ließlich eröff­ne­te auch erst der In­ter­es­sen­aus­gleich die Möglich­keit der Te­le­ar­beit, § 3.4 IASP. Außer­dem ent­hielt § 3.2 Re­ge­lun­gen über Kündi­gungs­fris­ten. Hin­zu tritt die Möglich­keit von un­be­zahl­tem Son­der­ur­laub, § 3.6, und ei­nes vor­zei­ti­gen Ren­ten­ein­tritts, § 3.7 IASP. § 4 re­gelt dann de­tail­liert und de­zi­diert den Pro­zess der Stand­ort­ver­la­ge­rung und un­ter­schei­det aus­drück­lich zwi­schen di­ver­sen Mit­ar­bei­ter­grup­pen. Mit sei­nem Ab­schluss stan­den da­mit Zeit­punkt und Um­fang der be­triebsändern­den Maßnah­me fest.

cc) Die Be­triebs­par­tei­en muss­ten auch nicht sol­che Ar­beits­verhält­nis­se in den An­wen­dungs­be­reich führen, die auf­grund ei­ner frühe­ren Ei­genkündi­gung erst nach dem Ab­schluss des In­ter­es­sen­aus­gleichs und So­zi­al­plans en­de­ten. Auch in­so­weit durf­ten sie da­von aus­ge­hen, dass die Ei­genkündi­gung des Ar­beit­neh­mers nicht aus­rei­chend von der ge­plan­ten Stand­ort­ver­la­ge­rung er­fasst war. Das gilt ins­be­son­de­re auch dann, wenn sich die Be­klag­te mit ei­ner verkürz­ten Kündi­gungs­frist ein­ver­stan­den erklärt, die der Kündi­gungs­frist im späte­ren In­ter­es­sen­aus­gleich ent­spricht. Es ist kein aus­rei­chen­der Zu­sam­men­hang zwi­schen der Ei­genkündi­gung und dem An­wen­dungs­be­reich des IASP er­sicht­lich.

dd) Auch für den Kläger er­kenn­bar be­fand sich die Be­klag­te im Zeit­punkt ih­rer Mit­tei­lun­gen An­fang 2013 noch nicht in der La­ge, per­so­nel­le Ein­zel­maßnah­men durch­zuführen. In ih­ren Mit­tei­lun­gen spricht sie stets vom ge­plan­ten Um­zug. Darüber hin­aus ist die Re­de von ei­nem Pro­jekt­plan, der ent­wi­ckelt würde. Ins­be­son­de­re in der Mit­tei­lung vom Mai 2013 war für den Kläger klar, dass die Be­klag­te sich in Gesprächen mit den Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en zu den Be­din­gun­gen des Stand­ort­wech­sels be­fand. Er­fah­rungs­gemäß könn­ten sich sol­che Ver­hand­lun­gen über ei­ni­ge Mo­na­te hin­zie­hen. Je­den­falls die In­for­ma­ti­on des Be­triebs­rats vom 11. Ju­ni 2013 mach­te deut­lich, dass in den Ver­hand­lun­gen Zeit­punkt und Um­fang der be­triebsändern­den Maßnah­me noch nicht hin­rei­chend fest­stan­den. Ob der Kläger darüber hin­aus aus­rei­chend von der Be­klag­ten zur Kündi­gung ver­an­lasst wor­den ist, ist für den ty­pi­sie­rend an­knüpfen­den Gleich­be­hand­lungs­an­spruch un­er­heb­lich. Er ist je­den­falls nicht als aus­rei­chend iSd. So­zi­al­plans und iSd. Be­ur­tei­lungs­spiel­raums der Be­triebs­par­tei­en von der Be­klag­ten ver­an­lasst an­zu­se­hen.

II. Der Kläger hat eben­so we­nig ei­nen An­spruch ge­gen die Be­klag­te aus § 628 Abs. 2 BGB.

1. Wie das Ar­beits­ge­richt zu Recht ausführt, muss die Kündi­gung des Ar­beit­neh­mers durch ver­trags­wid­ri­ges schuld­haf­tes Ver­hal­ten des Ar­beit­ge­bers ver­an­lasst wor­den sein. Die Kündi­gung muss al­so ih­ren Grund ge­ra­de in ei­nem ver­trags­wid­ri­gen Ver­hal­ten des an­de­ren Ver­trags­teils ha­ben - so ge­nann­tes Auflösungs­ver­schul­den. Für die­ses Ver­schul­den genügt nicht je­de ge­ringfügi­ge schuld­haf­te Ver­trags­ver­let­zung. Viel­mehr muss ihr das Ge­wicht ei­nes wich­ti­gen Grunds zu­kom­men und zum Aus­spruch ei­ner frist­lo­sen Kündi­gung be­rech­ti­gen (BAG 22. Ja­nu­ar 2009 - 8 AZR 808/07 - Rn. 32).

2. Der Kläger macht al­lein gel­tend, die Be­klag­te ha­be die Kündi­gung ver­an­lasst. Er macht nicht gel­tend, auf­grund der Erklärun­gen der Be­klag­ten zu ei­ner außer­or­dent­li­chen Kündi­gung be­rech­tigt ge­we­sen zu sein. Der Hin­weis der Be­klag­ten, sich so früh wie möglich nach ei­ner an­der­wei­ti­gen Ein­stel­lung um­zu­se­hen, hätte ihn zu­dem nicht zur Kündi­gung aus wich­ti­gem Grund be­rech­tigt. Das macht der Kläger auch nicht gel­tend. Er macht viel­mehr gel­tend, er ha­be im Ver­trau­en auf die Äußerun­gen der Be­klag­ten, er kom­me mögli­cher­wei­se rück­wir­kend in den Ge­nuss ei­ner So­zi­al­plan­ab­fin­dung, sei­ne Kündi­gung aus­ge­spro­chen. Dies recht­fer­tigt al­ler­dings al­len­falls ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch we­gen feh­ler­haf­ter Un­ter­rich­tung oder we­gen feh­ler­haf­ter Hin­wei­se, § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB. Die­sen macht der Kläger al­ler­dings nicht gel­tend.

III. Da der Kläger kei­nen Zah­lungs­an­spruch hat, kann er auch kei­ne Ab­rech­nung hierüber ver­lan­gen, § 108 Abs. 1 Satz 1 Ge­wO. Es kann da­mit da­hin­ste­hen, ob die­ser An­trag über­haupt un­abhängig vom Zah­lungs­an­trag ge­stellt war.

C. Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 97 ZPO. Die Kos­ten ei­nes oh­ne Er­folg ein­ge­leg­ten Rechts­mit­tels fal­len der Par­tei zur Last, die es ein­ge­legt hat.

D. Die Ent­schei­dung über die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­si­on folgt aus § 72 Abs. 2 ArbGG. Die ent­schei­dungs­er­heb­li­che Rechts­fra­ge ist be­reits durch das Bun­des­ar­beits­ge­richt aus­rei­chend geklärt.

E. Auf die Möglich­keit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de wird hin­ge­wie­sen, § 72a Abs. 1 ArbGG.

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