Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Än­de­rung des Rechts auf be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung

Ge­setz zur För­de­rung der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung: Ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung, vom 10.08.2007

12.09.2007. Die Bun­des­re­gie­rung hat ei­nen Ge­setz­ent­wurf vor­ge­legt, mit dem das Recht der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung in zwei prak­tisch wich­ti­gen Punk­ten ge­än­dert wer­den soll:

Ers­tens soll die teil­wei­se En­de 2008 aus­lau­fen­de staat­li­che För­de­rung von Be­triebs­ren­ten, die auf der Grund­la­ge ei­ner Ent­gelt­um­wand­lung gem. § 1a des Ge­set­zes zur Ver­bes­se­rung der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung (Be­trAVG) be­ru­hen, auf ei­ne dau­er­haf­te För­de­rung um­ge­stellt wer­den.

An­ders als bei den bis­he­ri­gen For­men der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung be­steht die Be­son­der­heit bei der Ent­gelt­um­wand­lung dar­in, dass ei­ne sol­che Um­wand­lung und da­mit ei­ne Be­triebs­ren­ten­an­wart­schaft kei­ne frei­wil­li­ge Leis­tung ist, son­dern vom Ar­beit­ge­ber auf Ver­lan­gen des Ar­beit­neh­mers be­wil­ligt wer­den muss. Der Ar­beit­neh­mer hat ei­nen dies­be­züg­li­chen Rechts­an­spruch. Macht er von der Um­wand­lung Ge­brauch, wird der um­ge­wan­del­te Teil sei­nes Ein­kom­mens zum Auf­bau ei­ner Be­triebs­ren­te ver­wen­det.

Hier­zu be­stimmt das Vier­te Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB IV), dass die um­ge­wan­del­ten Lohn­be­stand­tei­le bis zu be­stimm­ten Höchst­gren­zen zwar grund­sätz­lich Ar­beits­ein­kom­men sind und da­her an sich dem So­zi­al­ab­ga­ben­ab­zug un­ter­lie­gen (§ 14 Abs.1 Satz 2 SGB IV), dass dies aber für Ent­gelt­um­wand­lun­gen – aus­nahms­wei­se – nicht gilt, wenn die Um­wand­lung Lohn­an­sprü­che be­trifft, die bis zum 31.12.2008 ent­ste­hen (§ 115 SGB IV).

Um­ge­wan­del­te Lohn­an­sprü­che sind da­her der­zeit so­zi­al­ab­ga­ben­frei. Mit dem jetzt vor­ge­leg­ten Ge­setz­ent­wurf soll § 14 Abs.1 Satz 2 SGB IV in der Wei­se mit Wir­kung zum 01.01.2009 ge­än­dert wer­den, dass die So­zi­al­ab­ga­ben­frei­heit auf Dau­er ge­stellt wird, d.h. nicht am 31.12.2008 en­det.

Zwei­tens soll durch das Ge­setz zur För­de­rung der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung das ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Min­dest­al­ter für das Ent­ste­hen ei­ner sog. un­ver­fall­ba­ren Be­triebs­ren­ten­an­wart­schaft von 30 auf 25 Jah­re ge­senkt wer­den. Ge­gen­stand die­ser Ge­set­zes­än­de­rung ist § 1b Abs.1 Satz 1 Be­trAVG.

Die­se zen­tra­le Vor­schrift des Ge­set­zes schützt den aus dem Ar­beits­ver­hält­nis vor Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters aus­schei­den­den Ar­beit­neh­mer vor dem Ver­lust sei­ner bis da­hin „er­dien­ten“ Be­triebs­ren­ten­an­wart­schaf­ten.

§ 1b Abs.1 Satz 1 Be­trAVG schreibt näm­lich vor, dass ei­nem Ar­beit­neh­mer, dem Be­triebs­ren­ten­leis­tun­gen zu­ge­sagt wor­den sind, die An­wart­schaft hier­auf auch bei vor­zei­ti­ger Lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses er­hal­ten bleibt, falls die Ver­sor­gungs­zu­sa­ge zum Zeit­punkt des Aus­schei­dens min­des­tens fünf Jah­re be­stan­den hat und der Ar­beit­neh­mer zum Zeit­punkt des Aus­schei­dens min­des­tens 30 Jah­re alt ist.

Ei­ne sol­che „un­ver­fall­ba­re An­wart­schaft“ sol­len Ar­beit­neh­mer nach dem Ge­setz­ent­wurf nun­mehr be­reits dann er­hal­ten, wenn sie zum Aus­schei­dens­zeit­punkt min­des­tens 25 Jah­re alt sind.

Da der Staat mit die­ser Ge­set­zes­än­de­rung Be­triebs­ren­ten­ver­spre­chen für die Ar­beit­ge­ber teu­rer macht, ist ei­ne Über­gangs­vor­schrift vor­ge­se­hen, wo­nach die auf 25 Jah­re ab­ge­senk­te Al­ters­gren­ze im All­ge­mei­nen erst für Be­triebs­ren­ten­zu­sa­gen ab dem 01.01.2009 gilt (§ 30f Abs.2 Be­trAVG).

Das Ge­setz zur För­de­rung der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung wird nach der­zei­ti­ger Pla­nung im We­sent­li­chen zum 01.01.2009 in Kraft tre­ten.

Ein­zel­hei­ten zu dem Vor­gang fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 13. September 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880