Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

07/24b Ent­wurf ei­nes Zwei­ten Ge­set­zes zur Än­de­rung des Zwei­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch

Die Be­schäf­ti­gungs­chan­cen von Ar­beits­lo­sen mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen sol­len ver­bes­sert wer­den: Zwei­tes Ge­setz zur Än­de­rung des Zwei­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch - Ver­bes­se­rung der Be­schäf­ti­gungs­chan­cen von Men­schen mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen, Ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/CSU und der SPD, vom 19.06.2007

20.07.2007. Die Frak­tio­nen der CDU/CSU und der SPD ha­ben am 19.06.2007 ei­nen Ge­setz­ent­wurf vor­ge­stellt, mit dem das Zwei­te Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB II) um ei­nen von Ar­beit­ge­bern zu be­an­spru­chen­den Be­schäf­ti­gungs­zu­schuss er­gänzt wer­den soll.

Den Zu­schuss kön­nen Ar­beit­ge­ber in An­spruch neh­men, die HARZ IV-Emp­fän­ger (im Be­hör­den­deutsch: "er­werbs­fä­hi­ge Hilfs­be­dürf­ti­ge") mit be­son­de­ren Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen ein­stel­len. Der Zu­schuss ist ei­ne Kann-Leis­tung, d.h. ih­re Ge­wäh­rung im Ein­zel­fall ist ei­ne Er­mes­sens­ent­schei­dung des Job-Cen­ters.

Im Ein­zel­nen setzt der ge­plan­te, in ei­nem neu­en § 16a ge­re­gel­te Be­schäf­ti­gungs­zu­schuss fol­gen­des vor­aus:

Lie­gen die­se Vor­aus­set­zun­gen für ei­nen Be­schäf­ti­gungs­zu­schuss vor, so rich­tet sich des­sen Hö­he nach der Leis­tungs­fä­hig­keit des ge­för­der­ten Ar­beit­neh­mers: Je ge­rin­ger die­se ist, des­to hö­her kann der Zu­schuss aus­fal­len. Der Zu­schuss ist so ge­se­hen ein "Aus­gleich der zu er­war­ten­den Min­der­leis­tun­gen des Ar­beit­neh­mers" (§ 16a Abs.1 Satz 1). Im Höchst­fall be­trägt der Zu­schuss 75 Pro­zent des üb­li­chen (in der Re­gel ta­rif­li­chen) Ar­beits­ent­gelts in­klu­si­ve des Ar­beit­ge­ber­an­teils am So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trag (hier­von sind nur die Bei­trä­ge zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung aus­ge­nom­men).

Die Dau­er der För­de­rung be­trägt bis zu 24 Mo­na­te. Al­ler­dings kann der Be­schäf­ti­gungs­zu­schuss "oh­ne zeit­li­che Un­ter­bre­chung wie­der­holt er­bracht wer­den" (§ 16a Abs.4 Nr.1), wenn die Chan­cen des ge­för­der­ten Ar­beit­neh­mers nach wie vor so schlecht sind, dass ei­ne Er­werbs­tä­tig­keit auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt oh­ne die För­de­rung vor­aus­sicht­lich in­ner­halb der nächs­ten 24 Mo­na­te nicht mög­lich ist.

BEISPIEL: Ein er­werbs­fä­hi­ger Hilfs­be­dürf­ti­ger mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen wird voll­zei­tig und mit der ta­rif­li­chen oder orts­üb­li­chen Be­zah­lung ein­ge­stellt. Der Ar­beit­ge­ber er­hält für die Dau­er von 24 Mo­na­ten 75 Pro­zent sei­ner Ge­samt­auf­wen­dun­gen für den Ar­beit­neh­mer (ab­züg­lich der Bei­trä­ge zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung).

Nach Ab­lauf der 24monatigen För­de­rung wird der Ar­beit­neh­mer er­neut - für wei­te­re 24 Mo­na­te - ge­för­dert, da sei­ne Chan­cen auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt wei­ter­hin so schlecht sind, dass mit ei­ner re­gu­lä­ren Er­werbs­tä­tig­keit in­ner­halb der nächs­ten 24 Mo­na­te nicht zu rech­nen ist. Die wie­der­hol­te bzw. An­schluss­för­de­rung ist in der Re­gel um zehn Pro­zent­punk­te ge­gen­über der bis­he­ri­gen För­de­rungs­hö­he zu ver­min­dern.

Wird das Ge­setz ent­spre­chend dem Ent­wurf be­schlos­sen, dann gilt es ab dem 01.10.2007.

Po­li­tisch um­strit­ten sind der­zeit vor al­lem die theo­re­tisch un­be­grenz­te Dau­er der ge­plan­ten För­de­rung und die Hö­he des Lohn­kos­ten­zu­schus­ses, die sich am re­gu­lä­ren Ta­rif­lohn bzw. am orts­üb­li­chen Lohn ori­en­tiert und da­mit "Schwer­ver­mit­tel­ba­ren" zu glei­chen oder so­gar zu hö­he­ren Löh­nen ver­hilft als sie ver­gleich­ba­re, re­gu­lär be­schäf­tig­te Ar­beit­neh­mer er­zie­len.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880