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Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Än­de­rung des Fünf­ten Ver­mö­gens­bil­dungs­ge­set­zes

Neue Ent­nah­me­mög­lich­keit aus dem an­ge­spar­ten Ver­mö­gen zum Zwe­cke der Fi­nan­zie­rung von Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men: Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Än­de­rung des Fünf­ten Ver­mö­gens­bil­dungs­ge­set­zes, Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 16.06.2008

24.07.2008. Wie wir be­reits be­rich­tet hat­ten (Ar­beits­recht Ak­tu­ell: 08/057 Bil­dungs­prä­mie) plant die Bun­des­re­gie­rung die Ein­füh­rung ei­ner Bil­dungs­prä­mie, die für Ge­ring­ver­die­ner ei­nen fi­nan­zi­el­len An­reiz schaf­fen soll, au­ßer­be­trieb­li­che Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men in An­spruch zu neh­men.

Die­se Ziel­grup­pe braucht ei­ne be­son­de­re Un­ter­stüt­zung, da die üb­li­chen fi­nan­zi­el­len An­rei­ze für Bil­dungs­aus­ga­ben - ins­be­son­de­re die steu­er­li­che Ab­zugs­fä­hig­keit der da­mit ver­bun­de­nen Kos­ten - bei Be­zie­hern ge­rin­ger Ein­kom­men nicht grei­fen.

Nun­mehr hat die Bun­des­re­gie­rung am 16.06.2008, wie schon zur in ei­nem Eck­punk­te­pa­pier zur Ein­füh­rung des "Wei­ter­bil­dungs­spa­rens" an­ge­kün­digt, den Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Än­de­rung des Fünf­ten Ver­mö­gens­bil­dungs­ge­set­zes vor­ge­legt.

Da­nach soll das Fünf­te Ge­setz zur För­de­rung der Ver­mö­gens­bil­dung der Ar­beit­neh­mer in der Wei­se er­gänzt wer­den, dass ei­ne Ent­nah­me aus dem an­ge­spar­ten Ver­mö­gen zum Zwe­cke der Fi­nan­zie­rung von Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men künf­tig un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen mög­lich sein soll.

Dem Ent­wurf zu­fol­ge muss in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach der Ent­nah­me das Geld für die un­mit­tel­ba­re Wei­ter­bil­dung ver­wen­det wer­den. Zur Wei­ter­bil­dung be­rech­tigt sind der Ar­beit­neh­mer, mit dem der Ver­mö­gens­spar­ver­trag ab­ge­schlos­sen wur­de, so­wie sein Ehe­part­ner, von dem er nicht dau­ernd ge­trennt le­ben darf. Für bei­de An­spruchs­be­rech­tig­ten gilt, dass die Wei­ter­bil­dung au­ßer­halb des Be­trie­bes statt­fin­den muss, dem man je­weils an­ge­hört, dass sie dem be­ruf­li­chen Fort­kom­men dient und in­halt­lich über ei­ne ar­beits­platz­be­zo­ge­ne Fort­bil­dung hin­aus­geht.

Er­folgt die Ver­mö­gens­bil­dung durch den Er­werb von Rech­ten am Un­ter­neh­men, be­darf die Mit­tel­ent­nah­me zum Zwe­cke der Wei­ter­bil­dung der Zu­stim­mung durch den Ar­beit­ge­ber bzw. durch das Un­ter­neh­men.

In der Be­grün­dung des Ge­setz­ent­wur­fes heißt es, man er­war­te kei­ne zu­sätz­li­chen Kos­ten auf­grund des Ge­setz­ent­wurfs. Als un­be­kann­te Grö­ße wird al­ler­dings der Bü­ro­kra­tie­auf­wand ge­nannt, der mit der Prü­fung der ord­nungs­ge­mä­ßen bzw. ge­set­zes­kon­for­men Mit­tel­ver­wen­dung ver­bun­den ist.

Ei­nen Preis­schub auf dem Wei­ter­bil­dungs­markt be­fürch­tet die Bun­des­re­gie­rung trotz vor­aus­sicht­lich ins­ge­samt grö­ße­rer Nach­fra­ge nach Wei­ter­bil­dun­gen nicht, da die Ar­beit­neh­mer ei­nen er­heb­li­chen Ei­gen­an­teil (50 Pro­zent) zur Be­zah­lung leis­ten müs­sen und dies als Kos­ten­brem­se wir­ken dürf­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem Vor­gang fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 3. Januar 2014

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