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Zu­läs­sig­keit ei­nes Sym­pa­thie­streiks ge­gen die Deut­sche Flug­si­che­rung

Für Sym­pa­thie­streiks in „si­cher­heits­re­le­van­ten“ Be­rei­chen wie der Flug­si­che­rung gel­ten die­sel­ben recht­li­chen Re­geln wie für an­de­re Sym­pa­thie­strei­ka auch: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 31.03.2009, 2 Sa­Ga 1/09

08.05.2009. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ba­den-Würt­tem­berg hat in ei­nem ak­tu­el­len Streit­fall zu­guns­ten der Streik­frei­heit ent­schie­den.

In dem Fall ging es um ei­nen Sym­pa­thie­streik der Vor­feld­lot­sen am Flug­ha­fen Stutt­gart, den die­se ge­gen die Deut­sche Flug­si­che­rung ge­führt hat­ten, um auf die­se Wei­se den Druck auf den in ers­ter Li­nie be­streik­ten Be­trei­ber des Stutt­gar­ter Flug­ha­fens zu er­hö­hen.

Das LAG Ba­den-Würt­tem­berg kam zu dem Er­geb­nis, dass die­ser Sym­pa­thie­streik auf­grund der en­gen Ver­bin­dun­gen zwi­schen der Deut­schen Flug­si­che­rung und dem haupt­säch­lich be­streik­ten Be­trei­ber des Stutt­gar­ter Flug­ha­fens rech­tens ist: LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 31.03.2009, 2 Sa­Ga 1/09.

Können auch kleine Berufsgruppen in Schlüsselpositionen Sympathiestreiks durchführen?

Um ta­rif­ver­trag­li­che Re­ge­lun­gen not­falls ge­gen Wi­der­stre­ben der Ar­beit­ge­ber­sei­te durch­zu­set­zen, können Ge­werk­schaf­ten und Ar­beit­neh­mer not­falls auch strei­ken, d.h. sie ha­ben ein recht­lich an­er­kann­tes Recht zu Streik. Die­ses Recht be­steht al­ler­dings auf­grund der mit je­dem Streik ver­bun­de­nen Schäden nur un­ter be­stimm­ten, von der Recht­spre­chung der Ar­beits­ge­rich­te im Lau­fe der Jah­re ent­wi­ckel­ten Vor­aus­set­zun­gen.

Da­nach muss ein Streik ers­tens von ei­ner Ge­werk­schaft „ge­tra­gen“, d.h. or­ga­ni­siert wer­den. Zwei­tens muss das Ziel des Streiks im Ab­schluss ei­nes Ta­rif­ver­trags be­ste­hen, der - drit­tens - auch sei­nem In­halt nach recht­lich zulässig sein muss. Vier­tens darf der Streik nicht ge­gen ei­ne mögli­cher­wei­se noch zu be­ach­ten­de Frie­dens­pflicht ver­s­toßen und er darf - fünf­tens - nicht un­verhält­nismäßig sein, was ins­be­son­de­re der Fall wäre, wenn er auf die wirt­schaft­li­che Exis­tenz­ver­nich­tung des be­streik­ten Ar­beit­ge­bers zie­len würde.

Sind al­le die­se Vor­aus­set­zun­gen erfüllt, dürfen Ge­werk­schaf­ten Streiks or­ga­ni­sie­ren und Ar­beit­neh­mer sich dar­an be­tei­li­gen.

Frag­lich und um­strit­ten war lan­ge Zeit, ob auch sog. So­li­da­ritäts­streiks - man spricht auch von Un­terstützungs- oder Sym­pa­thie­streiks - recht­lich zulässig sind. Bei die­ser Form des Streiks wer­den Un­ter­neh­men be­streikt, mit de­nen die Ge­werk­schaft kei­nen Fir­men­ta­rif­ver­trag ab­sch­ließen möch­te und die auch nicht Mit­glied des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des sind, mit dem sich die Ge­werk­schaft ge­ra­de in Ta­rif­ver­hand­lun­gen be­fin­det. Der Sinn sol­cher Streiks ge­gen an sich „un­be­tei­lig­te Drit­te“ be­steht in ei­ner Erhöhung des mit­tel­ba­ren Drucks auf die Ver­hand­lungsführer der Ar­beit­ge­ber­sei­te.

Die Fra­ge der Zulässig­keit von Sym­pa­thie­streiks wur­de vom Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) in ei­ner grund­le­gen­den und von der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung ab­wei­chen­den Ent­schei­dung aus dem Jah­re 2007 im all­ge­mei­nen be­jaht (BAG, Ur­teil vom 19.06.2007, 1 AZR 396/06 – wir be­rich­te­ten darüber in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 07/24 Bun­des­ar­beits­ge­richt: So­li­da­ritäts­streiks zulässig).

Da­nach sind Sym­pa­thie­streiks zulässig, wenn der Haupt­ar­beits­kampf, d.h. der un­terstütz­te Streik, rechtmäßig ist und dem Sym­pa­thie­streik auf­grund wirt­schaft­li­cher Ver­floch­ten­heit der be­streik­ten Ar­beit­ge­ber „na­he“ steht, wo­bei es auch auf das Ver­hal­ten der aus Sym­pa­thie be­streik­ten Ar­beit­ge­ber an­kommt (ver­hal­ten sie sich neu­tral oder nicht?) und auf die Fra­ge, ob auf Ar­beit­neh­mer­sei­te ein und die­sel­be Ge­werk­schaft auf­tritt. Letzt­lich kommt es auf ei­ne Ge­samt­schau der Umstände des Ein­zel­falls an.

Frag­lich ist, wie die Zulässig­keit ei­nes Sym­pa­thie­streiks zu be­ur­tei­len ist, wenn der Haupt­ar­beits­kampf von ei­ner klei­nen Spar­ten­ge­werk­schaft geführt wird und der wirt­schaft­li­che Scha­den des Sym­pa­thie­streiks mögli­cher­wei­se größer ist als der des Haupt­ar­beits­kamp­fes.

Hier drängt sich aus der Sicht der be­tei­lig­ten Ar­beit­ge­ber leicht der Ein­druck ei­nes miss­bräuch­li­chen Ein­sat­zes des Streik­rechts auf. Der Ein­wand des Rechts­miss­brauchs liegt um­so näher, je größer das (be­haup­te­te oder nur ver­meint­li­che) Miss­verhält­nis zwi­schen dem durch den Sym­pa­thie­streik an­ge­rich­te­ten wirt­schaft­li­chen Scha­den und dem im Haupt­streik er­streb­ten fi­nan­zi­el­len Ver­bes­se­run­gen für die Ar­beit­neh­mer ist.

Über ei­nen sol­chen Fall hat­te kürz­lich das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ba­den-Würt­tem­berg zu ent­schei­den (Ur­teil vom 31.03.2009, 2 Sa­Ga 1/09).

Der Streitfall: Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) bestreikt primär den Stuttgarter Flughafen, doch soll auch die Deutsche Flugsicherung bestreitkt werden, um den Stuttgarter Streik zu unterstützen

Ge­klagt hat­te im vor­lie­gen­den Fall die Deut­sche Flug­si­che­rung GmbH, auf der Be­klag­ten­sei­te stand die Ge­werk­schaft der Flug­si­che­rung e.V. (GdF). Die Deut­sche Flug­si­che­rung be­an­trag­te vor dem Ar­beits­ge­richt Stutt­gart den Er­lass ei­ner einst­wei­li­gen Verfügung, die es der GdF ver­bie­ten soll­te, Streiks ge­gen sie durch­zuführen. Hin­ter­grund war fol­gen­der:

Die Deut­sche Flug­si­che­rung führt auf­grund ei­ner Ver­ein­ba­rung mit der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land die Flug­si­che­rung für das Bun­des­ge­biet durch. Im Rah­men ei­ner Not­dienst­ver­ein­ba­rung hat­te die Deut­sche Flug­si­che­rung der Bun­des­re­pu­blik zu­ge­si­chert, bei Ar­beitskämp­fen wich­ti­ge Flüge (Ka­ta­stro­phen­schutz, Re­gie­rungs­flüge, Streit­kräfte) si­cher­zu­stel­len.

Da­her hat­te die Deut­sche Flug­si­che­rung mit der GdF ei­ne Ver­ein­ba­rung ge­trof­fen, die im Streik­fal­le die­se wich­ti­gen Flüge so­wie darüber hin­aus 25 Pro­zent des planmäßigen Luft­ver­kehrs gewähr­leis­tet. Zu­dem ver­pflich­te­te sich die GdF in die­ser Ver­ein­ba­rung, Streik­maßnah­men je­weils 24 St­un­den im Vor­aus be­kannt zu ge­ben.

Der Flug­ha­fen in Stutt­gart wird von der Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH be­trie­ben. Die Tätig­keit der Be­trei­ber-GmbH reicht aber nur so­weit, wie nicht die Auf­ga­ben der Flug­si­che­rung be­trof­fen sind, da für die­se al­lein die Deut­sche Flug­si­che­rung zuständig ist. Zur Flug­si­che­rung gehört nicht nur auch die Über­wa­chung und Steue­rung des Luft­ver­kehrs an sich, son­dern auch des Ver­kehrs auf den Roll­bah­nen (Pis­ten) der Flughäfen.

Erst wenn ein Flug­zeug die Lan­de­bahn (und den an­sch­ließen­den Be­reich, sog. Ta­xi­way) ver­las­sen hat, be­ginnt die Zuständig­keit des Flug­ha­fens. Dies ist der Park­be­reich und der Fahrt­weg bis zum Ta­xi­way. Die­ser Be­reich wird zu­sam­men­ge­fasst als „Vor­feld“ be­zeich­net und von 22 „Vor­feld­lot­sen“ der Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH über­wacht und ge­steu­ert.

Im Au­gust 2008 traf die Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH mit der Deut­schen Flug­si­che­rung ei­ne Un­terstützungs­ver­ein­ba­rung, nach der die Deut­sche Flug­si­che­rung im Fal­le ei­nes Streiks der Vor­feld­lot­sen ein­sprin­gen soll­te.

En­de 2008 kam es zu ei­nem Ta­rif­streit zwi­schen der GdF und der Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH über das Ge­halt der 22 in Stutt­gart täti­gen Vor­feld­lot­sen. Während­des­sen ver­ein­bar­te die Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH mit der Deut­schen Flug­si­che­rung ein Out­sour­cing des Be­reichs der Vor­feld­lot­sen ab dem 01.04.2009. In der Fol­ge kündig­te die Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH ei­ni­gen ih­rer Vor­feld­lot­sen.

Die GdF kündig­te im fol­gen­den Streik­maßnah­men ge­gen die Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH, aber auch ge­gen die Deut­sche Flug­si­che­rung an. Die­se würde be­streikt, wenn sie Un­terstützungs­maßnah­men im Vor­feld­be­reich über­neh­me. Der Streik ge­gen die Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH be­gann und die GdF er­neu­er­te ih­re Streik­dro­hung ge­gen die Deut­sche Flug­si­che­rung.

Die­se wand­te sich dar­auf­hin am 02.03.2009 mit ei­nem An­trag auf einst­wei­li­ge Verfügung an das Ar­beits­ge­richt Stutt­gart, um der GdF un­ter­sa­gen zu las­sen, ei­nen Un­terstützungs­streik ge­gen die Deut­sche Flug­si­che­rung zu führen. Das Ar­beits­ge­richt wies den An­trag noch am sel­ben Tag oh­ne münd­li­che Ver­hand­lung zurück (Be­schluss vom 02.03.2009, 12 Ga 4/09).

Hier­ge­gen er­hob die Deut­sche Flug­si­che­rung so­for­ti­ge Be­schwer­de zum Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg. Da­bei ar­gu­men­tier­te sie, ein Streik ih­rer Lot­sen sei in je­dem Fal­le aus­ge­schlos­sen, da die­se son­der­po­li­zei­li­che (ho­heit­li­che) Auf­ga­ben wahr­neh­men würden und da­her als Be­am­te an­zu­se­hen sei­en.

Zu­dem be­ste­he bei ei­nem Streik ih­rer Lot­sen ei­ne er­heb­li­che Ge­fahr für Le­ben und Ge­sund­heit von Mil­lio­nen von Men­schen. Ein streik­be­ding­ter Aus­fall des Towers im Stutt­gar­ter Flug­ha­fen hätte nämlich zur Fol­ge, dass vie­le Flüge um­ge­lei­tet wer­den müss­ten, was zu ei­nem erhöhten Un­fall­ri­si­ko führe.

Außer­dem sei ein Streik un­verhält­nismäßig, weil sich der tägli­che Scha­den der Deut­schen Flug­si­che­rung, der Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH und der Flug­ge­sell­schaf­ten auf über zwei Mil­lio­nen Eu­ro be­lau­fe, wo­hin­ge­gen die von der be­klag­ten Ge­werk­schaft be­gehr­ten Lo­herhöhun­gen für die 22 Stutt­gar­ter Vor­feld­lot­sen le­dig­lich ein Vo­lu­men von ca. 600.000 Eu­ro - bei Zah­lung über vier Jah­re hin­weg - aus­mach­ten.

LAG Baden-Württemberg: Für Sympathiestreiks in „sicherheitsrelevanten“ Bereichen wie der Flugsicherung gelten dieselben rechtlichen Regeln wie für andere Sympathiestreik auch

Die­ser Sicht­wei­se schloss sich das Lan­des­ar­beits­ge­richt nicht an und wies die Be­schwer­de der Deut­schen Flug­si­che­rung da­her zurück. Zur Be­gründung heißt es:

Ein Streik ge­gen die Deut­sche Flug­si­che­rung ist nicht von vorn­her­ein we­gen der Wahr­neh­mung ho­heit­li­cher Auf­ga­ben aus­ge­schlos­sen. Zum ei­nen sind bei der Deut­sche Flug­si­che­rung auch streik­be­rech­tig­te Ar­beit­neh­mer beschäftigt, und zum an­de­ren geht auch die Bun­des­re­pu­blik nicht von ei­ner Un­zulässig­keit jeg­li­cher Streik­maßnah­men bei der Deut­schen Flug­si­che­rung aus, da sie mit ihr ja ge­ra­de für die­sen Fall ei­ne Not­fall­ver­ein­ba­rung ge­trof­fen hat.

Der vor­lie­gend um­strit­te­ne Streik ist nach Mei­nung des LAG auch nicht we­gen Leib- und Le­bens­ge­fahr für Mil­lio­nen von Men­schen rechts­wid­rig. Die von der Ge­werk­schaft zu­ge­si­cher­te Ankündi­gungs­frist von 24 St­un­den würde nämlich nicht zu ei­ner Um­lei­tung von Flügen, son­dern schlicht zu ei­nem Aus­fall ei­nes er­heb­li­chen Teils der Flüge von und nach Stutt­gart führen. Ei­ne streik­be­dingt erhöhte Ge­fahr konn­te das LAG da­her nicht nach­voll­zie­hen.

Was die be­haup­te­ten fi­nan­zi­el­len Schäden bei der Deut­schen Flug­si­che­rung an­geht, so konn­te das Ge­richt de­ren Höhe nicht nach­voll­zie­hen. Zu­dem mein­te das LAG, dass die Ge­rich­te oh­ne­hin kei­ne Abwägung des zu er­war­ten­den Scha­dens mit dem ta­rif­lich be­gehr­ten Ziel, d.h. mit den er­streb­ten fi­nan­zi­el­len Ver­bes­se­run­gen vor­neh­men dürf­ten, da dies zu ei­ner Ta­rif­zen­sur führen würde.

Sch­ließlich erwähnt das LAG kurz die vom BAG in sei­nem Ur­teil vom 19.06.2007 (1 AZR 396/06) ent­wi­ckel­ten Kri­te­ri­en für die Rechtmäßig­keit ei­nes Sym­pa­thie­streiks und kommt auch auf die­sem Weg zu dem Er­geb­nis, dass ein Streik der be­klag­ten Ge­werk­schaft ge­gen die Deut­sche Flug­si­che­rung zulässig wäre:

Der Haupt­ar­beits­kampf war - un­strei­tig - rechtmäßig, es be­stand ei­ne be­son­de­re Nähe zwi­schen dem Haupt- und dem Un­terstützungs­streik, die Deut­sche Flug­si­che­rung und die im Haupt­ar­beits­kampf be­streik­te Flug­ha­fen Stutt­gart GmbH wa­ren durch ei­ne Rei­he von Ver­ein­ba­run­gen wirt­schaft­lich eng ver­floch­ten, die strei­ken­de Ge­werk­schaft war die­sel­be und schlißlich wa­ren Dau­er und Um­fang des Sym­pa­thie­streiks noch of­fen.

Im Er­geb­nis sah das Lan­des­ar­beits­ge­richt so­mit kei­nen An­halts­punkt für ei­ne Rechts­wid­rig­keit des an­ge­droh­ten Un­terstützungs­streiks.

Das Fa­zit der rich­ti­gen Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ba­den-Würt­tem­berg lau­tet: Ein (Sym­pa­thie-)Streik in „si­cher­heits­re­le­van­ten“ Be­rei­chen wie der Flug­si­che­rung ist auf der Grund­la­ge der­sel­ben recht­li­chen Kri­te­ri­en zu be­ur­tei­len wie je­der an­de­re (Sym­pa­thie-)Streik.

Er­freu­lich ist auch, dass das Ar­gu­ment der an­geb­li­chen Un­verhält­nismäßig­keit nicht ver­fan­gen hat, d.h. das LAG woll­te dem Hin­weis auf die an­geb­lich ex­tre­men Schäden der um­strit­te­nen Streik­maßnah­me nicht fol­gen. Mit dem Hin­weis auf das an­geb­lich „ex­tre­me“ Miss­verhält­nis von Ta­rif­for­de­run­gen und Streikschäden müssen sich vor al­lem Spar­ten­ge­werk­schaf­ten und klei­ne Be­rufs­verbände aus­ein­an­der­set­zen, d.h. die­ses Ar­gu­ment be­droht die Streik­frei­heit klei­ne­rer Ge­werk­schaf­ten emp­find­lich.

So hat­te et­wa das Ar­beits­ge­richt Chem­nitz mit die­ser Über­le­gung der Ge­werk­schaft Deut­scher Lokführer (GDL) ei­nen Streik un­ter­sagt (Ur­teil vom 05.10.2007, 7 Ga 26/07). Al­ler­dings hat­te die­ser Ent­schei­dung auf­grund des ge­gen­tei­li­gen Ur­teils der nächs­ten In­stanz kei­nen Be­stand (Säch­si­sches LAG, Ur­teil vom 02.11.2007, 7 Sa­Ga 19/07 - wir be­rich­te­ten darüber in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 07/76 Lokführer dürfen im Güter­ver­kehr und im Per­so­nen­fern­ver­kehr strei­ken). Mit dem hier be­spro­che­nen Ur­teil des LAG Ba­den-Würt­tem­berg ist das Ge­spenst ei­ner Ta­rif­zen­sur aus der ar­beits­kampf­recht­li­chen Recht­spre­chung wohl vor­erst ver­scheucht.

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Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2016

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