Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Aus­drück­li­che Über­tra­gung der Ober­arzt­ver­ant­wor­tung ge­mäß TV-Ärz­te/VKA vor dem 01.08.2006

Bei der Über­tra­gung der me­di­zi­ni­schen Ver­ant­wor­tung als Ober­arzt muss die Kli­nik nicht wis­sen, dass der Arzt da­mit An­spruch auf ein hö­he­res Ta­rif­ge­halt hat: Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 22.01.2009, 5 Sa 985/08 E

23.04.2009. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Nie­der­sach­sen hat klar­ge­stellt, dass ei­ne "aus­drück­li­che" Über­tra­gung der me­di­zi­ni­schen Ver­ant­wor­tung als Ober­arzt im Sin­ne des Ta­rif­ver­trags für Ärz­tin­nen und Ärz­te an kom­mu­na­len Kran­ken­häu­sern ("TV-Ärz­te/VKA") auch vor dem In­kraft­tre­ten des TV-Ärz­te/VKA vor­ge­nom­men wor­den sein kann.

Das be­deu­tet im Er­geb­nis, dass die Kli­ni­ken sich an ih­re Ober­arzt-Er­nen­nun­gen aus ei­ner Zeit fest­hal­ten las­sen müs­sen, als ih­nen die spä­te­re ta­rif­ver­trag­li­che Be­deu­tung die­ser Ent­schei­dung für das Ge­halt des Arz­tes noch nicht be­kannt sein konn­te.

Die­se Sicht­wei­se ent­spricht der sog. Ta­rif­au­to­ma­tik: Wel­ches Ge­halt man nach ei­nem Ta­rif­ver­trag be­an­spru­chen kann, er­gibt sich als au­to­ma­ti­sche Rechts­fol­ge aus ei­ner be­stimm­ten von Ar­beit­ge­ber zu­ge­wie­se­nen Tä­tig­keit, aber nicht aus ei­ner Ge­halts­be­wil­li­gung: LAG Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 22.01.2009, 5 Sa 985/08 E.

Muss die Klinik bei der Übertragung der Verantwortung als Oberarzt wissen, dass sie damit einem höheren Gehalt zustimmt?

Lohn­ta­rif­verträge ent­hal­ten Re­ge­lun­gen über die Vergütung (Lohn und Ge­halt), die den Beschäftig­ten zu­ste­hen soll. Grund­la­ge für die Lohn­fin­dung auf Ba­sis ei­nes Ta­rif­ver­trags ist die Ein­grup­pie­rung des Ar­beit­neh­mers in ei­ne be­stimm­te Lohn- bzw. Ge­halts­grup­pe.

Ei­ne der in den letz­ten Jah­ren am hef­tigs­ten um­strit­te­nen ta­rif­li­chen Ge­halts­grup­pen ist die des „Ober­arz­tes“ gemäß dem Ta­rif­ver­trag für Ärz­tin­nen und Ärz­te an Uni­ver­sitätskli­ni­ken ("TV-Ärz­te") so­wie gemäß dem für kom­mu­na­le Häuser gel­ten­den Ta­rif­ver­trag für Ärz­tin­nen und Ärz­te an kom­mu­na­len Kran­kenhäusern ("TV-Ärz­te/VKA").

In Ab­wei­chung von dem für die meis­ten Kran­ken­hausärz­te jahr­zehn­te­lang gel­ten­den Bun­des-An­ge­stell­ten­ta­rif­ver­trag (BAT), der kei­ne ei­ge­ne Vergütungs­grup­pe für „Oberärz­te“ ent­hielt, wur­de ei­ne sol­che erst­mals vom Mar­bur­ger Bund im Jah­re 2006 so­wohl im TV-Ärz­te als auch im TV-Ärz­te/VKA durch­ge­setzt.

Da­nach ist ein „Ober­arzt“ der­je­ni­ge Arzt, dem die me­di­zi­ni­sche Ver­ant­wor­tung für Teil- oder Funk­ti­ons­be­rei­che der Kli­nik be­zie­hungs­wei­se Ab­tei­lung vom Ar­beit­ge­ber über­tra­gen wor­den ist (§ 12 TV-Ärz­te).

Der TV-Ärz­te/VKA de­fi­niert die Ent­gelt­grup­pe der Oberärz­te noch et­was eng­her­zi­ger als der TV-Ärz­te, in­dem er die Ver­ant­wor­tung für ei­nen „selbständi­ge“ Teil- oder Funk­ti­ons­be­reich ver­langt und zu­dem ei­ne „aus­drück­li­che“ Über­tra­gung der Ober­arzt­ver­ant­wor­tung durch den Ar­beit­ge­ber (§ 16 TV-Ärz­te/VKA). Nähe­re In­for­ma­tio­nen hier­zu fin­den Sie in un­se­rem Hand­buch Ar­beits­recht: Ober­arzt - Ein­grup­pie­rung.

Seit der Ablösung des BAT in der zwei­ten Jah­reshälf­te 2006 durch den TV-Ärz­te und den TV-Ärz­te/VKA wur­de in vie­len Häusern darüber ge­strit­ten, ob die dort seit eh und je täti­gen Oberärz­te auch Oberärz­te im Ta­rif­sin­ne sei­en. Die Rechts­po­si­ti­on nicht we­ni­ger Kli­ni­ken lässt sich et­was pla­ka­tiv da­hin­ge­hend zu­sam­men­fas­sen, dass man gar nicht wis­se, wer oder was ein Ober­arzt ei­gent­lich sein sol­le. Bis­her ge­be es im Hau­se nur „Ti­tu­la­r­o­berärz­te“, d.h. ei­ne vom TV-Ärz­te bzw. TV-Ärz­te/VKA ge­for­der­te Über­tra­gung ei­ner Ober­arzt­ver­ant­wor­tung im Sin­ne der neu­en ta­rif­li­chen Ein­grup­pie­rungs­re­ge­lun­gen ha­be man noch nie vor­ge­nom­men.

Ei­ne der vie­len noch nicht höchst­rich­ter­lich ent­schie­de­nen Zwei­fels­fra­gen ist die Fra­ge, un­ter wel­chen Umständen die Über­tra­gung der Ober­arzt­ver­ant­wor­tung durch den Ar­beit­ge­ber bzw. die Kli­nik als „aus­drück­lich“ im Sin­ne des TV-Ärz­te/VKA gel­ten kann. Mit die­ser Fra­ge be­fasst sich ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Nie­der­sach­sen vom 22.01.2009 (5 Sa 985/08 E).

Der Streitfall: Neonatologe beruft sich auf ausdrückliche Ernennung zum Oberarzt im Jahre 1992

Der Kläger, ein Fach­arzt für Kin­der- und Ju­gend­me­di­zin mit Wei­ter­bil­dung zum Neo­na­to­lo­gen, war seit 1991 als (de-fac­to-)Ober­arzt in der Kin­der­kli­nik ei­nes Kran­ken­hau­ses für die Be­klag­te tätig. Die Par­tei­en hat­ten die Gel­tung des BAT in dem Ar­beits­ver­trag des Klägers ver­ein­bart.

Mit Schrei­ben vom März 1992 ord­ne­te die Be­klag­te an, der Kläger wer­de wi­der­ruf­lich als ers­ter Ober­arzt und Ab­we­sen­heits­ver­tre­ter des lei­ten­den Arz­tes der Kin­der­kli­nik ein­ge­setzt. Des­halb gewähr­te die Be­klag­te dem Kläger die Vergütung gemäß ei­ner höhe­ren Vergütungs­grup­pe als bis­her, nämlich gemäß Vergütungs­grup­pe 1a BAT.

Die Kin­der­kli­nik be­steht aus drei Sta­tio­nen für drei ver­schie­de­ne Al­ters­grup­pen. Mehr als die Hälf­te sei­nes Diens­tes ver­rich­tet der Kläger in der Sta­ti­on „Früh- und Neu­ge­bo­re­ne“. Die von ihm zu­dem aus­geübte Tätig­keit als Ver­tre­ter des Chef­arz­tes um­fasst al­ler­dings we­ni­ger als die Hälf­te sei­ner Ar­beits­zeit. Die Früh- und Neu­ge­bo­re­nen­sta­ti­on ist räum­lich selbstständig. Sie hat seit 2006 ei­nen ei­ge­nen me­di­zi­ni­schen Dienst. Es gibt dort ei­ge­nes Pfle­ge­per­so­nal, das nur für die­se Sta­ti­on tätig ist, so­wie ei­ne ei­ge­ne Kos­ten­stel­le.

Der Kläger hat gemäß den ihm über­tra­ge­nen Auf­ga­ben die Wei­sungs­be­fug­nis ge­genüber ärzt­li­chem und nichtärzt­li­chem Per­so­nal in­ne. Er gibt den an­de­ren Ärz­ten An­wei­sun­gen für In­ten­siv­be­hand­lun­gen, de­mons­triert spe­zi­el­le Tech­ni­ken und über­wacht Be­at­mungsände­run­gen. Während sei­nes Hin­ter­grund­diens­tes wird er von As­sis­tenzärz­ten und Ober­arzt­kol­le­gen um Rat ge­fragt und weist die­se an. Er ist wei­sungs­be­fugt ge­genüber den bei­den an­de­ren Oberärz­ten so­wie di­ver­sen As­sis­tenzärz­ten der Früh- und Neu­ge­bo­re­nen­sta­ti­on. Le­dig­lich dem Chef­arzt ge­genüber ist er un­ter­ge­ord­net.

Seit Au­gust 2006 fin­det auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en der TV-Ärz­te/VKA An­wen­dung. Die Be­klag­te gewährt dem Kläger le­dig­lich Vergütung nach der Ent­gelt­grup­pe II für Fachärz­te. Sie meint, ihr sei nicht be­wusst ge­we­sen, mit ih­rem Schrei­ben die Vor­aus­set­zung für ei­ne Höher­grup­pie­rung des Klägers zu schaf­fen.

Der Kläger be­gehrt hin­ge­gen Vergütung nach der für Oberärz­te vor­ge­se­he­nen Ent­gelt­grup­pe III des TV-Ärz­te/VKA seit Au­gust 2006. Der Un­ter­schied der vom Kläger be­gehr­ten Vergütung als Ober­arzt zu der ihm gewähr­ten Be­zah­lung gemäß Ent­gelt­grup­pe II (Fach­arzt) beträgt über 1.000,00 EUR.

LAG Niedersachsen: Bei der Übertragung der medizinischen Verantwortung als Oberarzt muss die Klinik nicht wissen, dass der Arzt damit Anspruch auf ein höheres Tarifgehalt hat

Das LAG gab dem Arzt recht und der Kla­ge da­her im we­sent­li­chen, d.h. bis auf ei­nen klei­nen Teil der auf­grund von Aus­schluss­fris­ten ver­fal­le­nen Ansprüche, statt. Der Kläger ha­be An­spruch auf Vergütung nach der Ent­gelt­grup­pe III des § 16 des Ta­rif­ver­tra­ges TV-Ärz­te/VKA.

Er tra­ge mit min­des­tens der Hälf­te sei­ner Ar­beits­zeit die me­di­zi­ni­sche Ver­ant­wor­tung für ei­nen selbstständi­gen Funk­ti­ons­be­reich der Kli­nik. Die­se Ver­ant­wor­tung sei ihm auch vom Ar­beit­ge­ber im Sin­ne der ta­rif­li­chen Be­stim­mun­gen über­tra­gen wor­den.

Die Früh- und Neu­ge­bo­re­nen­sta­ti­on, in der der Kläger zu min­des­tens der Hälf­te sei­ner Ar­beits­zeit ar­bei­te, stel­le ei­nen der­ar­ti­gen selbstständi­gen Funk­ti­ons­be­reich dar. Denn es han­de­le sich hier­bei um ei­ne Ein­heit, die ein wis­sen­schaft­lich an­er­kann­tes Spe­zi­al­ge­biet in­ner­halb ei­nes Fach­ge­bie­tes be­tref­fe. Die er­for­der­li­che or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ab­grenz­bar­keit , al­so die fach­li­che und weit­ge­hend auch räum­li­che und per­so­nel­le Ab­grenz­bar­keit sei eben­falls ge­ge­ben.

Der Kläger ha­be auch die me­di­zi­ni­sche Ver­ant­wor­tung für die Sta­ti­on in­ne ge­habt. Dem ste­he nicht ent­ge­gen, dass er dem Chef­arzt un­ter­stan­den ha­be. Denn schlösse die Letzt­ver­ant­wor­tung des Chef­arz­tes die Zu­er­ken­nung des Ein­grup­pie­rungs­merk­ma­les „me­di­zi­ni­sche Ver­ant­wor­tung“ aus, dann könne kaum ein Ober­arzt die­ses Ein­grup­pie­rungs­merk­mal erfüllen. Denn in na­he­zu je­dem Kran­ken­haus ge­be es ei­nen Chef­arzt , der kraft Stel­lung Vor­ge­setz­ter des Ober­arz­tes sei und be­reits des­we­gen die me­di­zi­ni­sche Letzt­ver­ant­wor­tung in­ne ha­be. Der An­wen­dungs­be­reich die­ser Ta­rif­norm lie­fe prak­tisch leer.

Die er­for­der­li­che me­di­zi­ni­sche Ver­ant­wor­tung als Ober­arzt sei dem Kläger auch aus­drück­lich vom Ar­beit­ge­ber über­tra­gen wor­den. Die Über­tra­gung sei in dem Schrei­ben an den Kläger vom März 1992 zu se­hen.

Die Ta­rif­par­tei­en hätten das Merk­mal der „Aus­drück­lich­keit“ nicht näher de­fi­niert. Da­her sei die­ses Merk­mal nach den übli­chen, für Ta­rif­verträge gel­ten­den Aus­le­gungs­grundsätzen zu be­stim­men. Aus­zu­ge­hen sei da­her vom Ta­rif­wort­laut, dem Wil­len der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en, so­weit er in den Nor­men sei­nen Nie­der­schlag ge­fun­den ha­be und dem Ge­samt­zu­sam­men­hang.

Nach die­sen Aus­le­gungs­grundsätzen er­ge­be sich für das Ta­rif­merk­mal der „aus­drück­li­chen“ Über­tra­gung der me­di­zi­ni­schen Ver­ant­wor­tung fol­gen­des: Be­reits nach dem Wort­sinn un­ter­schei­de der Ta­rif­ver­trag die schlich­te Über­tra­gung von der im vor­lie­gen­den Zu­sam­men­hang ge­for­der­ten aus­drück­li­chen Über­tra­gung. Ei­ne aus­drück­li­che Über­tra­gung brau­che nicht wortwört­lich zu er­fol­gen, sie müsse je­doch hin­rei­chend und genügend deut­lich wer­den. Mit die­sem Ta­rif­merk­mal hätten die Ta­rif­par­tei­en vor al­lem ei­ne still­schwei­gen­de, d.h. kon­klu­den­te so­wie ein in be­stimm­ten Fällen in Be­tracht kom­men­de „schlei­chen­de“ Über­tra­gung der me­di­zi­ni­schen Ver­ant­wor­tung nicht aus­rei­chen las­sen wol­len. Auch soll­ten rein tatsächli­che Dis­po­si­tio­nen ei­nes lei­ten­den Arz­tes nicht aus­rei­chend sein.

Das Schrei­ben der Be­klag­ten aus dem Jah­re 1992 genüge die­sen Kri­te­ri­en, d.h. es han­delt sich nach An­sicht des Ge­richts um ei­ne „aus­drück­li­che“ Über­tra­gung der me­di­zi­ni­schen Ver­ant­wor­tung als Ober­arzt. Durch die ex­pli­zi­te Über­tra­gung der Auf­ga­ben­stel­lung ei­nes „ers­ten Ober­arz­tes“ ha­be die Be­klag­te dem Kläger ein­deu­tig und für je­der­mann gemäß §§ 133,157 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) er­kenn­bar den ers­ten Rang un­ter den Ärz­ten ein­geräumt - mit Aus­nah­me le­dig­lich des ihm über­ge­ord­ne­ten Chef­arz­tes. Mit die­ser Zu­wei­sung ei­ner Auf­ga­ben­stel­lung und hier­ar­chisch zweithöchs­ten Po­si­ti­on sei au­to­ma­tisch auch die me­di­zi­ni­sche Ver­ant­wor­tung für die Pa­ti­en­ten der Früh- und Neu­ge­bo­re­nen­sta­ti­on ver­bun­den ge­we­sen.

Nach An­sicht des LAG kommt es nicht dar­auf an, dass der Ar­beit­ge­ber bei der Auf­ga­ben­zu­wei­sung die Vor­stel­lung ge­habt ha­be, die Grund­la­gen für ei­ne zukünf­ti­ge, zum da­ma­li­gen Zeit­punkt noch nicht ab­seh­ba­re Höher­grup­pie­rung zu schaf­fen. Ei­ne sol­che, bloß in­ne­re Vor­stel­lung ist nach Mei­nung des Ge­richts be­reits nach all­ge­mei­nen Rechts­grundsätzen der Rechts­geschäfts­leh­re un­er­heb­lich. Da­bei ver­weist das Ge­richt auf die §§ 116 bis 119 BGB. Maßgeb­lich für die Be­deu­tung ei­ner Erklärung sei stets, wie sie sich nach außen hin dar­stel­le.

Nach Auf­fas­sung des LAG ist ei­ne aus­drück­li­che Über­tra­gung der me­di­zi­ni­schen Ver­ant­wor­tung als Ober­arzt da­her be­reits zu ei­nem Zeit­punkt möglich ge­we­sen, zu dem der TV-Ärz­te/VKA noch nicht ge­gol­ten hat. Die da­ma­li­ge, nach all­ge­mei­nen Aus­le­gungs­grundsätzen zu un­ter­su­chen­de Über­tra­gung ha­be auch heu­te noch Gültig­keit und brau­che nicht noch ein­mal wie­der­holt zu wer­den.

Dem Ur­teil des LAG ist zu­zu­stim­men. Für ei­ne „aus­drück­li­che“ Über­tra­gung der me­di­zi­ni­schen Ver­ant­wor­tung als Ober­arzt im Sin­ne der Vor­schrif­ten des TV-Ärz­te/VKA kann es nicht dar­auf an­kom­men, ob dem Ar­beit­ge­ber die Ent­gelt­re­le­vanz ei­ner sol­chen Auf­ga­ben- bzw. Ver­ant­wor­tungsüber­tra­gung bei der Über­tra­gung be­wusst ge­we­sen ist oder nicht. Wäre es an­ders, könn­te sich der Ar­beit­ge­ber letzt­lich der An­wen­dung der Ta­rif­nor­men da­durch ent­zie­hen, dass er erklärt, er wol­le die der über­tra­ge­nen Auf­ga­be ent­spre­chen­de Vergütung eben nicht be­zah­len.

Ei­ne der­ar­ti­ge Aus­le­gung von Ta­rif­verträgen würde je­doch die ob­jek­ti­ven Ein­grup­pie­rungs­merk­ma­le weit­ge­hend ent­wer­ten und da­mit der Ta­rif­au­to­ma­tik ent­ge­gen­ste­hen. Nach der Ta­rif­au­to­ma­tik kommt es für das Ent­gelt al­lein auf das Vor­lie­gen der vom Ta­rif ge­for­der­ten Merk­ma­le der Tätig­keit und/oder der Qua­li­fi­ka­ti­on des Ar­beit­neh­mers an: Ist ein sol­cher ta­rif­li­cher Tat­be­stand erfüllt, folgt der dem­ent­spre­chen­de Ent­gelt­an­spruch des Ar­beit­neh­mers „au­to­ma­tisch“, d.h. die­ser ist ge­ra­de nicht von ei­nem Rechts­fol­ge­wil­len des Ar­beit­ge­bers abhängig.

Nähe­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 14. September 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880