Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Tarifvertrag, Betriebsübergang, Tarifvertrag: Bezugnahme
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 4 AZR 391/09
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 17.11.2010
   
Leit­sätze: Die ver­trag­li­che In­be­zug­nah­me ei­nes Ta­rif­ver­tra­ges oder ei­nes Ta­rif­wer­kes führt zu des­sen ein­zel­ver­trag­li­cher Gel­tung, an der sich durch ei­nen Be­triebsüber­gang we­gen § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB nichts ändert. Auch ein beim Be­triebs­er­wer­ber gel­ten­der Ta­rif­ver­trag steht der ver­trag­li­chen Wei­ter­gel­tung nicht ent­ge­gen. § 613a Abs. 1 Satz 3 BGB ist we­der un­mit­tel­bar noch ent­spre­chend an­wend­bar (Bestäti­gung und Fortführung von BAG 29. Au­gust 2007 - 4 AZR 767/06 - BA­GE 124, 34).
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Wuppertal, Urteil vom 4.09.2008, 2 Ca 697/08-8
Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 2.04.2009, 15 Sa 1458/08
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


4 AZR 391/09
15 Sa 1458/08
Lan­des­ar­beits­ge­richt

Düssel­dorf

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am
17. No­vem­ber 2010

UR­TEIL

Frei­tag, Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Kläge­rin, Be­ru­fungs­be­klag­te und Re­vi­si­onskläge­rin,

pp.

Be­klag­te, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­ons­be­klag­te,


hat der Vier­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 17. No­vem­ber 2010 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Prof. Be­p­ler, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Tre­ber, die Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Win­ter so­wie die eh­ren-
 


- 2 -

amt­li­che Rich­te­rin Kral­le-En­geln und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Weßel­kock für Recht er­kannt:


1. Auf die Re­vi­si­on der Kläge­rin wird das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 2. April 2009 - 15 Sa 1458/08 - in­so­weit auf­ge­ho­ben, als das Lan­des­ar­beits­ge­richt auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Wup­per­tal vom 4. Sep­tem­ber 2008 - 2 Ca 697/08-8 - hin­sicht­lich der Zah­lung von 5.049,34 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 20. Ja­nu­ar 2006 und der Zah­lung von wei­te­ren 4.034,89 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 22. Fe­bru­ar 2008 ab­geändert und in­so­weit die Kla­ge ab­ge­wie­sen hat.

Auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten wird das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Wup­per­tal vom 4. Sep­tem­ber 2008 - 2 Ca 697/08-8 - teil­wei­se ab­geändert und klar­stel­lend wie folgt neu ge­fasst:

a) Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an die Kläge­rin ei­nen Be­trag von 5.049,34 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 20. Ja­nu­ar 2006 zu zah­len.

b) Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an die Kläge­rin wei­te­re 4.034,89 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 22. Fe­bru­ar 2008 zu zah­len.

c) Im Übri­gen wird die Kla­ge ab­ge­wie­sen.

2. Die Re­vi­si­on der Kläge­rin ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 2. April 2009 - 15 Sa 1458/08 - wird im Übri­gen zurück­ge­wie­sen.


3. Die Kos­ten der ers­ten In­stanz ha­ben die Kläge­rin zu 30 % und die Be­klag­te zu 70 % zu tra­gen. Die Kos­ten des Be­ru­fungs- und des Re­vi­si­ons­ver­fah­rens hat die Be­klag­te zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!


- 3 -

Tat­be­stand


Die Par­tei­en strei­ten darüber, ob ein Teil­be­triebsüber­gang mit Bran­chen­wech­sel zu ei­nem Wech­sel des für ihr über­ge­gan­ge­nes Ar­beits­verhält­nis maßge­ben­den Ta­rif­rechts geführt hat.


Die Kläge­rin wur­de zunächst auf der Grund­la­ge ei­nes schrift­li­chen For­mu­lar­ar­beits­ver­tra­ges vom 23. Ok­to­ber 1986 von der Stadt R, wel­che bei Ver­trags­schluss Mit­glied des kom­mu­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des war, in de­ren Kran­ken­an­stal­ten als sog. Putz­hil­fe beschäftigt. Der Ar­beits­ver­trag enthält fol­gen­de Re­ge­lung:


㤠2

Das Ar­beits­verhält­nis rich­tet sich nach den Be­stim­mun-gen des Bun­des­man­tel­ta­rif­ver­tra­ges für Ar­bei­ter ge­meind­li­cher Ver­wal­tun­gen und Be­trie­be (BMT-G II) vom 31.01.1962 und der zusätz­lich ab­ge­schlos­se­nen Ta­rif­verträge, ins­be­son­de­re der An­la­ge 9 zum BMT-G II und des Be­zirks­zu­satz­ta­rif­ver­tra­ges (BZT-G/NRW), in der je­weils gel­ten­den Fas­sung. Das glei­che gilt für die an de­ren Stel­le tre­ten­den Ta­rif­verträge. Da­ne­ben fin­den die für den Be­reich des Ar­beit­ge­bers je­weils in Kraft be­find­li­chen sons­ti­gen Ta­rif­verträge An­wen­dung. ...“

Nach­dem das Ar­beits­verhält­nis zunächst auf die eben­falls dem kom­mu­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­band als Mit­glied an­gehören­de S-Kli­ni­kum R GmbH über­ge­gan­gen war, über­nahm die Be­klag­te von die­ser den Be­reich Rei­ni­gung, in dem die Kläge­rin beschäftigt war, mit Wir­kung ab dem 1. Ju­li 2004. Die Kläge­rin hat dem Über­gang ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses auf die Be­klag­te nicht wi­der­spro­chen.

Die Be­klag­te zahlt der Kläge­rin und den an­de­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern im Rei­ni­gungs­be­reich Ent­gelt nach den für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärten Ta­rif­verträgen für die ge­werb­lich Beschäftig­ten in der Gebäuderei­ni­gung. Dem­ge­genüber for­dert die Kläge­rin un­ter Be­ru­fung auf das im Rechts­streit ei­ner Kol­le­gin er­gan­ge­ne Se­nats­ur­teil vom 29. Au­gust 2007 (- 4 AZR 767/06 - BA­GE 124, 34) Vergütung nach den Vergütungs­ta­rif­verträgen zum



- 4 -

BMT-G II und ab Ok­to­ber 2005 nach Maßga­be des Ta­rif­ver­tra­ges für den öffent­li­chen Dienst (TVöD).

Ein an­walt­li­ches Gel­tend­ma­chungs­schrei­ben vom 15. Ok­to­ber 2004 ging der Be­klag­ten je­den­falls bis zum 28. Ok­to­ber 2004 zu. Dar­in heißt es ua.:


„Wir for­dern Sie da­her auf, die Lohn­ansprüche un­se­rer Man­dan­tin auf der Grund­la­ge des Lohn­ta­rif­ver­tra­ges BMT-G (Ar­bei­ter/Kom­mu­nen) Grup­pe 3a Stu­fe 8 für die Mo­na­te Ju­li und Au­gust 2004 mit ei­nem Grund­lohn von 1.241,19 Eu­ro brut­to für 24 St­un­den/Wo­che neu zu be­rech­nen und die an­ge­fal­le­ne Mehr­ar­beit ent­spre­chend zu vergüten.

... er­war­ten wir außer­dem Ih­re schrift­li­che Erklärung, dass Sie die künf­tig fällig wer­den­den Lohn­ansprüche un­se­rer Man­dan­tin auf der Grund­la­ge des vor­be­zeich­ne­ten Ta­rif­ver­tra­ges BMT-G vergüten wer­den.

...“

Mit ih­rer Kla­ge ver­langt die Kläge­rin zu­letzt noch Brut­to­dif­fe­renz­beträge für den Zeit­raum Ju­li 2004 bis zum 25. De­zem­ber 2006 und ta­rif­li­ches Ur­laubs­geld für das Jahr 2005. Nach ent­spre­chen­dem Vor­brin­gen der Be­klag­ten und Hin­weis des Ge­richts hat die Kläge­rin mit Schrift­satz vom 10. Ju­li 2008 ih­re Vergütungs­ansprüche für den Zeit­raum 1. No­vem­ber 2005 bis zum 25. De­zem­ber 2006 nach den Be­stim­mun­gen des TVöD be­rech­net.


Die Kläge­rin hat zu­letzt be­an­tragt, 


1. die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an die Kläge­rin 5.053,75 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit Rechtshängig­keit zu zah­len;

2. die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an die Kläge­rin wei­te­re 4.112,16 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit Rechtshängig­keit zu zah­len.

Die Be­klag­te hat be­an­tragt, die Kla­ge ab­zu­wei­sen. Auf das Ar­beits­verhält­nis sei­en die für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärten Rah­men- und Lohn­ta­rif­verträge für die ge­werb­lich Beschäftig­ten in der Gebäuderei­ni­gung an­zu­wen­den. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt ha­be sich mit dem Ur­teil vom 29. Au­gust 2007
 


- 5 -

(- 4 AZR 767/06 -) in un­zulässi­ger Wei­se von sei­ner bis­he­ri­gen - je­den­falls noch für sog. Alt­verträge an­zu­wen­den­den - Recht­spre­chung zur Aus­le­gung von Be­zug­nah­me­klau­seln als Gleich­stel­lungs­ab­re­de ent­fernt. Falls je­doch ein An­spruch nach dem BMT-G II ab dem Be­triebsüber­gang vom 1. Ju­li 2004 zu­er­kannt wer­de, sei die­ser je­den­falls nicht dy­na­misch auch auf den TVöD be­zo­gen. Sch­ließlich sei­en Ansprüche der Kläge­rin für die Mo­na­te Sep­tem­ber 2004 bis ein­sch­ließlich Ju­ni 2005 nach § 63 Un­terabs. 1 BMT-G II ver­fal­len; § 63 Un­terabs. 2 BMT-G II grei­fe nicht, da die Kläge­rin für die Be­klag­te auf der Grund­la­ge ei­nes St­un­den­lohns tätig sei und sich des­halb die Vergütung mo­nat­lich ände­re.


Das Ar­beits­ge­richt hat der Kla­ge im zu­letzt be­an­trag­ten Um­fang statt­ge­ge­ben. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts ab­geändert und die Kla­ge in vol­lem Um­fang ab­ge­wie­sen. Für die Kläge­rin hat es die Re­vi­si­on zu­ge­las­sen. Mit ih­rer Re­vi­si­on ver­folgt die Kläge­rin die Wie­der­her­stel­lung des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils. Die Be­klag­te be­an­tragt, die Re­vi­si­on zurück­zu­wei­sen.


Ent­schei­dungs­gründe

Die Re­vi­si­on der Kläge­rin ist ganz über­wie­gend be­gründet. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge im ganz We­sent­li­chen zu Un­recht ab­ge­wie­sen.


I. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat sei­ne Auf­fas­sung, die Kläge­rin könne sich nicht auf das Se­nats­ur­teil vom 29. Au­gust 2007 (- 4 AZR 767/06 - BA­GE 124, 34) be­ru­fen, da­mit be­gründet, dass der Se­nat dar­in die für „Altfälle“ wei­ter­hin ein­schlägi­gen Grundsätze der frühe­ren Recht­spre­chung zur Gleich­stel­lungs­ab­re­de nicht kon­se­quent durch­ge­hal­ten ha­be. Viel­mehr sei­en Ge­sichts­punk­te ein­ge­flos­sen, die eher den in der jünge­ren Se­nats­recht­spre­chung - für nach dem 1. Ja­nu­ar 2002 ver­ein­bar­te Klau­seln - auf­ge­stell­ten Aus­le­gungs­grundsätzen ent­stam­men würden. Da­mit sei der der Be­klag­ten zu­ste­hen­de Ver­trau­ens­schutz ver­letzt wor­den. Nach der Recht­spre­chung zur Gleich­stel­lungs­ab­re­de


- 6 -

fänden ab dem Zeit­punkt des Teil­be­triebsüber­gangs zur Be­klag­ten - dem 1. Ju­li 2004 - die für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärten Rah­men- und Lohn­ta­rif­verträge für die ge­werb­lich Beschäftig­ten im Gebäuderei­ni­ger­hand­werk auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en An­wen­dung.


II. Die Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts geht fehl. Die Kläge­rin hat An­spruch auf Ent­gelt nach Maßga­be der ta­rif­li­chen Re­ge­lun­gen des BMT-G II und der da­zu ab­ge­schlos­se­nen Ta­rif­verträge in der Fas­sung, die am 1. Ju­li 2004, dem Zeit­punkt des Be­triebsüber­gangs von der in­so­weit ge­bun­de­nen S-Kli­ni­kum R GmbH zu der nicht an den BMT-G II ge­bun­de­nen Be­klag­ten galt. Das erst­in­stanz­li­che Ur­teil ist des­halb na­he­zu wie­der­her­zu­stel­len. Nur so­weit das Ar­beits­ge­richt für die Zeit ab Ok­to­ber 2005 und hin­sicht­lich des Ur­laubs­gelds für das Jahr 2005 höhe­re Beträge zu­ge­spro­chen hat, weil es für die­se Zeit zu Un­recht von der An­wend­bar­keit des TVöD und der die­sen Ta­rif­ver­trag ergänzen­den Ta­rif­verträge aus­ge­gan­gen ist, ist die Kla­ge zu Recht ab­ge­wie­sen wor­den.


1. Die ta­rif­li­chen Re­ge­lun­gen des BMT-G II und der „zusätz­lich“, ergänzend ab­ge­schlos­se­nen Ta­rif­verträge (nach­fol­gend nur: BMT-G II) ha­ben im Ar­beits­verhält­nis zwi­schen der Kläge­rin und der Stadt R auf­grund der Be­zug­nah­me­klau­sel in § 2 des Ar­beits­ver­tra­ges vom 23. Ok­to­ber 1986 in­di­vi­du­al­ver­trag­li­che Rech­te und Pflich­ten be­gründet. Hier­an hat sich nach § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB durch die bei­den Be­triebs(teil-)übergänge nichts geändert, wes­halb die Kläge­rin ge­genüber der Be­klag­ten die gel­tend ge­mach­ten Vergütungs­ansprüche hat, so­weit sie auf der An­wen­dung des BMT-G II be­ru­hen.

a) Durch die Be­zug­nah­me in § 2 des Ar­beits­ver­tra­ges vom 23. Ok­to­ber 1986 sind die Re­ge­lun­gen der dort ge­nann­ten Ta­rif­verträge In­halt des Ar­beits­ver­tra­ges der da­ma­li­gen Ar­beits­ver­trags­par­tei­en ge­wor­den. Auf der Grund­la­ge der frühe­ren, aus Gründen des Ver­trau­ens­schut­zes für vor dem 1. Ja­nu­ar 2002 ge­schlos­se­nen Verträge fort­zuführen­den Se­nats­recht­spre­chung han­delt es sich bei die­ser Ver­trags­klau­sel um ei­ne so­ge­nann­te Gleich­stel­lungs­ab­re­de. Fol­ge da­von ist, dass die im Ver­trag vor­ge­se­he­ne Dy­na­mik der in den Ar­beits­ver­trag in­kor­po­rier­ten je­wei­li­gen ta­rif­li­chen Re­ge­lun­gen da­von abhängig ist, dass die

- 7 -

Ar­beit­ge­be­rin die be­tref­fen­den Ta­rif­verträge auch ta­rif­recht­lich ge­genüber den an die­se Ta­rif­verträge ta­rif­ge­bun­de­nen Ar­beit­neh­mern an­wen­den muss.


aa) Nach der frühe­ren Recht­spre­chung des Se­nats galt die wi­der­leg­li­che Ver­mu­tung, dass es ei­nem an ar­beits­ver­trag­lich in Be­zug ge­nom­me­ne Ta­rif­verträge ge­bun­de­nen Ar­beit­ge­ber nur dar­um geht, durch die Be­zug­nah­me die nicht or­ga­ni­sier­ten Ar­beit­neh­mer mit den or­ga­ni­sier­ten hin­sicht­lich der Gel­tung des in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­werks gleich­zu­stel­len. Der Se­nat ging da­von aus, dass mit ei­ner sol­chen von ei­nem ta­rif­ge­bun­de­nen Ar­beit­ge­ber ge­stell­ten Ver­trags­klau­sel le­dig­lich die mögli­cher­wei­se feh­len­de Ge­bun­den­heit des Ar­beit­neh­mers an die im Ar­beits­ver­trag ge­nann­ten Ta­rif­verträge er­setzt wer­den soll, um je­den­falls zu ei­ner ver­trag­li­chen An­wen­dung des ein­schlägi­gen Ta­rif­ver­tra­ges zu kom­men und da­mit zu des­sen Gel­tung für al­le Beschäftig­ten (vgl. nur 23. Ja­nu­ar 2008 - 4 AZR 602/06 - AP TVG § 1 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 63 = EzA TVG § 3 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 38; 1. De­zem­ber 2004 - 4 AZR 50/04 - BA­GE 113, 40, 42 f.; 25. Sep­tem­ber 2002 - 4 AZR 294/01 - BA­GE 103, 9, 14; 21. Au­gust 2002 - 4 AZR 263/01 - BA­GE 102, 275, 278 ff.).


Dar­aus hat der Se­nat die Kon­se­quenz ge­zo­gen, dass auch oh­ne wei­te­re An­halts­punk­te im Ver­trags­text oder Be­gleit­umständen bei Ver­trags­schluss bei Ta­rif­ge­bun­den­heit des Ar­beit­ge­bers an die in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­verträge Be­zug­nah­me­klau­seln wie die im Ar­beits­ver­trag vom 23. Ok­to­ber 1986 in al­ler Re­gel als so­ge­nann­te Gleich­stel­lungs­ab­re­den aus­zu­le­gen sei­en (vgl. nur 10. De­zem­ber 2008 - 4 AZR 881/07 - Rn. 18 mwN, AP TVG § 1 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 68; 14. De­zem­ber 2005 - 4 AZR 536/04 - Rn. 12 ff. mwN, BA­GE 116, 326; 1. De­zem­ber 2004 - 4 AZR 50/04 - Rn. 15 ff. mwN, BA­GE 113, 40; 21. Au­gust 2002 - 4 AZR 263/01 - Rn. 16 ff. mwN, BA­GE 102, 275). Die Ver­wei­sung auf ei­nen Ta­rif­ver­trag oder ein Ta­rif­werk in der je­weils gel­ten­den Fas­sung wur­de des­halb ein­schränkend da­hin aus­ge­legt, dass die auf die­se Wei­se zum Aus­druck ge­brach­te Dy­na­mik nur so weit reicht, wie sie bei ei­nem ta­rif­ge­bun­de­nen Ar­beit­neh­mer reicht, al­so dann en­det, wenn der Ar­beit­ge­ber we­gen Weg­falls der ei­ge­nen Ta­rif­ge­bun­den­heit nicht mehr nor­ma­tiv an künf­ti­ge


- 8 -

Ta­ri­fent­wick­lun­gen ge­bun­den ist (vgl. im Ein­zel­nen BAG 18. März 2009 - 4 AZR 64/08 - Rn. 28, BA­GE 130, 43). Ab die­sem Zeit­punkt sind die in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­verträge nur noch sta­tisch an­zu­wen­den.

bb) Die­se Aus­le­gungs­re­gel zur Fest­stel­lung ei­ner Gleich­stel­lungs­ab­re­de hat der Se­nat auf­ge­ge­ben. Er wen­det sie aber aus Gründen des Ver­trau­ens­schut­zes wei­ter­hin auf Be­zug­nah­me­klau­seln an, die vor dem 1. Ja­nu­ar 2002 ver­ein­bart wor­den sind (st. Rspr., vgl. nur 26. Au­gust 2009 - 4 AZR 285/08 - Rn. 49, AP TVG § 3 Nr. 45 = EzA TVG § 3 Nr. 32; 18. April 2007 - 4 AZR 652/05 - Rn. 29 ff., BA­GE 122, 74; 14. De­zem­ber 2005 - 4 AZR 536/04 - Rn. 24 ff., BA­GE 116, 326).

cc) Da die im Ar­beits­ver­trag ent­hal­te­ne dy­na­mi­sche Ver­wei­sung auf den BMT-G II am 23. Ok­to­ber 1986 ver­ein­bart wor­den ist, kommt bei des­sen Aus­le­gung wei­ter­hin die frühe­re Se­nats­recht­spre­chung zum Tra­gen. Da­nach ist die Be­zug­nah­me­klau­sel in § 2 des Ar­beits­ver­tra­ges ei­ne Gleich­stel­lungs­ab­re­de. Sie ver­weist auf die fach­lich ein­schlägi­gen Ta­rif­verträge, an die die da­ma­li­ge Ar­beit­ge­be­rin ta­rif­ge­bun­den war. Auf die­se Wei­se sind de­ren Re­ge­lun­gen mit der sich aus dem Cha­rak­ter als Gleich­stel­lungs­ab­re­de er­ge­ben­den Maßga­be In­halt des Ar­beits­ver­tra­ges der Kläge­rin ge­wor­den (zu ver­gleich­ba­ren Klau­seln BAG 18. No­vem­ber 2009 - 4 AZR 514/08 - Rn. 20, AP TVG § 1 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 70 = EzA TVG § 3 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 43; 10. De­zem­ber 2008 - 4 AZR 881/07 - Rn. 18, AP TVG § 1 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 68; 14. De­zem­ber 2005 - 4 AZR 536/04 - Rn. 12 ff., BA­GE 116, 326; 19. März 2003 - 4 AZR 331/02 - zu I 2 c der Gründe, BA­GE 105, 284).


b) In­fol­ge des Be­triebsüber­gangs auf die S-Kli­ni­kum R GmbH hat sich an die­ser Rechts­la­ge nichts geändert. Die so be­gründe­ten, aus dem in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­werk herrühren­den in­di­vi­du­al­ver­trag­li­chen Rech­te und Pflich­ten wur­den nach § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB auch In­halt des Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Er­wer­be­rin (vgl. BAG 19. März 2003 - 4 AZR 331/02 - BA­GE 105, 284, 286 f.; 26. Sep­tem­ber 2001 - 4 AZR 544/00 - BA­GE 99, 120, 129). Da die­se eben­falls an den BMT-G II ta­rif­ge­bun­den war, änder­te sich an der Dy­na­mik der Be­zug­nah­me nichts.


- 9 -

c) Der BMT-G II galt auf in­di­vi­du­al­ver­trag­li­cher Grund­la­ge auch nach dem zwei­ten Be­triebs(teil-)über­gang des Be­reichs Rei­ni­gung auf die Be­klag­te und dem da­mit ver­bun­de­nen Bran­chen­wech­sel des Beschäfti­gungs­be­triebs in den Be­reich des Gebäuderei­ni­ger­hand­werks wei­ter. Nach § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB blieb das in § 2 des Ar­beits­ver­tra­ges in Be­zug ge­nom­me­ne Ta­rif­recht Teil des auf die Be­klag­te über­ge­gan­ge­nen Ar­beits­ver­tra­ges.


aa) Et­was an­de­res er­gibt sich nicht schon von Rechts we­gen. 


(1) An der fort­dau­ern­den Maßgeb­lich­keit der Rech­te und Pflich­ten aus dem BMT-G II ändert der Um­stand nichts, dass nun­mehr im Ar­beits­verhält­nis das für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärte Ta­rif­recht des Gebäuderei­ni­ger­hand­werks An­wen­dung fin­det. Die nor­ma­tiv nach § 4 Abs. 1 iVm. § 5 TVG im Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en an­wend­ba­ren Re­ge­lun­gen der Gebäuderei­ni­ger­ta­rif­verträge wer­den nach § 4 Abs. 3 TVG durch güns­ti­ge­re ar­beits­ver­trag­li­che Re­ge­lun­gen ver­drängt. Hier­zu gehören die von der Kläge­rin in An­spruch ge­nom­me­nen Ent­gelt­re­ge­lun­gen des BMT-G II und der die­sen ergänzen­den Ta­rif­verträge. Sie fin­den kraft im Ar­beits­verhält­nis pri­vat­au­to­nom ge­bil­de­ten Wil­lens als Ver­trags­recht An­wen­dung.


(2) Die Ta­rif­verträge für das Gebäuderei­ni­ger­hand­werk sind auch nicht nach § 613a Abs. 1 Satz 3 BGB an die Stel­le des ver­trag­lich in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­rechts des öffent­li­chen Diens­tes ge­tre­ten. Aus Wort­laut und sys­te­ma­ti­scher Stel­lung des § 613a Abs. 1 Satz 3 BGB folgt, dass die­se Be­stim­mung nur die grundsätz­lich vor­ge­se­he­ne Trans­for­ma­ti­on von Ta­rif­recht, das beim Be­triebs­veräußerer kraft bei­der­sei­ti­ger Ta­rif­ge­bun­den­heit ge­gol­ten hat, in das Ar­beits­verhält­nis beim Er­wer­ber ver­hin­dert oder be­en­det. Die Vor­schrift ist nicht da­zu be­stimmt, auf beim Veräußerer ver­trag­lich be­gründe­te Rech­te und Pflich­ten Ein­fluss zu neh­men. § 613a Abs. 1 Sätze 2 und 3 BGB re­geln aus­sch­ließlich - letzt­lich nach Spe­zia­litäts­ge­sichts­punk­ten mo­di­fi­ziert - den Er­halt von ursprüng­lich nor­ma­tiv be­gründe­ten Be­sitzständen nach ei­nem Be­triebsüber­gang, nach dem die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne nor­ma­ti­ve Wei­ter­gel­tung ent­fal­len sind. Ver­trag­li­che Rechts­po­si­tio­nen, auch wenn sie in ei­ner pri­vat­au­to­no­men Ein­be­zie­hung von Ta­rif­recht ih­ren Grund ha­ben, ge­hen oh­ne Wei­te­res und


- 10 -

un­ein­ge­schränkt nach § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB über. Ein an­de­res Verständ­nis stünde im Übri­gen auch im Wi­der­spruch zu Art. 3 Abs. 1 der Be­triebsüber­gangs-Richt­li­nie 2001/23/EG vom 12. März 2001, wo­nach Rech­te und Pflich­ten aus ei­nem Ar­beits­ver­trag oh­ne Wei­te­res auf den Er­wer­ber über­ge­hen.


bb) Die ar­beits­ver­trag­li­che Ver­wei­sung nimmt nur den BMT-G II und die zu­gehöri­gen Ta­rif­verträge, nicht auch die für die „an­de­re“ Bran­che der Gebäuderei­ni­gung gel­ten­den Ta­rif­verträge in Be­zug. Die Ar­beits­ver­trags­par­tei­en ha­ben kei­ne große dy­na­mi­sche Ver­wei­sung oder Ta­rif­wech­sel­klau­sel ver­ein­bart.


(1) Die Be­zug­nah­me auf das Ta­rif­werk ei­ner be­stimm­ten Bran­che kann nur dann als große dy­na­mi­sche Ver­wei­sung, al­so als Be­zug­nah­me auf den je­weils für den Be­trieb fach­lich/be­trieb­lich ein­schlägi­gen Ta­rif­ver­trag, aus­ge­legt wer­den, wenn sich dies aus be­son­de­ren Umständen er­gibt (BAG 29. Au­gust 2007 - 4 AZR 767/06 - Rn. 17 mwN, BA­GE 124, 34, 39). Ei­ne sol­che Be­zug­nah­me ist recht­lich möglich. Ein da­hin­ge­hen­der Wil­le muss aber im Wort­laut des Ver­tra­ges ei­nen hin­rei­chend deut­li­chen Nie­der­schlag ge­fun­den ha­ben oder sich aus den Be­gleit­umständen bei Ver­trags­schluss er­ge­ben.


(2) We­der § 2 Satz 1 und 2 noch Satz 3 des Ar­beits­ver­tra­ges vom 23. Ok­to­ber 1986 noch vor­ge­tra­ge­ne Umstände bei Ver­trags­schluss las­sen ei­nen Wil­len der ver­trag­schließen­den Par­tei­en er­ken­nen, die je nach Bran­chen­zu­gehörig­keit des Beschäfti­gungs­be­triebs ein­schlägi­gen Ta­rif­verträge pri­vat­au­to­nom zur Gel­tung zu brin­gen.


Die Sätze 1 und 2 der ver­trag­li­chen Ver­wei­sungs­klau­sel nen­nen nur die Ta­rif­be­stim­mun­gen für die Ar­bei­ter ge­meind­li­cher Ver­wal­tun­gen und Be­trie­be in ih­rer je­weils gel­ten­den Fas­sung als Ver­wei­sungs­ob­jekt. Nur die­ses Ta­rif­recht ha­ben die Ar­beits­ver­trags­par­tei­en in dem vom Ar­beit­ge­ber ge­stell­ten Ver­trag in das Ver­trags­verhält­nis in­kor­po­riert.

Auch aus Satz 3 er­gibt sich nichts an­de­res. Zwar wird dort auf „die für den Be­reich des Ar­beit­ge­bers je­weils in Kraft be­find­li­chen sons­ti­gen Ta­rif­verträge“ ver­wie­sen. Schon aus der Einfügung des Wor­tes „sons­ti­gen“ so­wie aus

- 11 -

der Ein­lei­tung des Sat­zes mit „Da­ne­ben fin­den“ er­gibt sich aber, dass mit der ver­trag­li­chen Re­ge­lung nicht ein et­wai­ger Ta­rif­wech­sel vor­be­rei­tet wird. Viel-mehr geht es in Satz 3 der Ver­ein­ba­rung nur dar­um, auch nicht aus­drück­lich an­ge­spro­che­ne Ta­rif­verträge, die für die da­ma­li­ge Ar­beit­ge­be­rin des kom­mu­na­len öffent­li­chen Diens­tes ein­schlägig wa­ren oder wer­den soll­ten, ne­ben dem Ta­rif­werk des BMT-G II zum Ver­trags­in­halt zu ma­chen. Hier­zu gehören die Ta­rif­verträge für das Gebäuderei­ni­ger­hand­werk nicht (vgl. auch BAG 29. Au­gust 2007 - 4 AZR 767/06 - Rn. 18, BA­GE 124, 34, 39 f.).


Umstände bei Ver­trags­schluss, aus de­nen sich ein wei­ter­ge­hen­der Re­ge­lungs­wil­le der Ar­beits­ver­trags­par­tei­en er­ge­ben könn­te, trägt die Be­klag­te nicht vor.


cc) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts führt auch der Um­stand, dass die Ver­wei­sung in § 2 des Ar­beits­ver­tra­ges als Gleich­stel­lungs-ab­re­de aus­zu­le­gen ist, nicht zu ei­nem Wech­sel des auf ver­trag­li­cher Grund­la­ge an­wend­ba­ren Ta­rif­rechts. Dies lässt sich we­der aus Wort­laut und Sinn der Ver­trags­klau­sel noch aus dem Ge­dan­ken ei­ner hier­auf auf­bau­en­den „ent­spre­chen­den An­wen­dung“ des § 613a Abs. 1 Satz 3 BGB her­lei­ten.


(1) Das mit dem Be­griff „Gleich­stel­lungs­ab­re­de“ ge­kenn­zeich­ne­te Aus­le­gungs­er­geb­nis ei­ner Be­zug­nah­me­klau­sel hat­te und hat in der Recht­spre­chung des Se­nats nicht den In­halt, den am Ver­trag be­tei­lig­ten Ar­beit­neh­mer in je­der Hin­sicht wie ein Mit­glied der ta­rif­sch­ließen­den Ge­werk­schaft oder zu­min­dest ta­rif­recht­lich so wie ei­nen an den in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­ver­trag ge­bun­de­nen Ar­beit­neh­mer zu be­han­deln. Es ging und geht stets nur dar­um, den Ar­beit­neh­mer ver­trag­lich hin­sicht­lich des in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­ver­tra­ges oder Ta­rif­wer­kes so zu stel­len, als wäre er an die­sen Ta­rif­ver­trag ge­bun­den. We­sent­li­che Rechts­fol­ge die­ses Aus­le­gungs­er­geb­nis­ses war es, die sich aus dem Wort­laut der In­be­zug­nah­me er­ge­ben­de Dy­na­mik der ta­rif­li­chen In­kor­po­rie­rung auf die Zeit zu be­gren­zen, in der der Ar­beit­ge­ber oh­ne­hin im Verhält­nis zu ta­rif­ge­bun­de­nen Ar­beit­neh­mern durch sei­ne Ver­bands­mit­glied­schaft an die Ta­ri­fent­wick­lung ge­bun­den war. Ei­ne Gleich­stel­lung, die auch ei­nen für Ge­werk­schafts­mit­glie­der nor­ma­tiv, bei­spiels­wei­se auf­grund von § 613a Abs. 1


- 12 -

Satz 3 BGB, ein­tre­ten­den Ta­rif­wech­sel ver­trag­lich nach­voll­zieht, kann zwar ver­ein­bart wer­den, sie muss aber im Ver­trags­wort­laut in der eben be­schrie­be­nen Wei­se zum Aus­druck kom­men. Ei­ne auf ein be­stimm­tes Ta­rif­werk be­zo­ge­ne Gleich­stel­lungs­klau­sel deckt ei­ne Ver­trags­ent­wick­lung, die ei­nen auf ei­nen Bran­chen­wech­sel fol­gen­den Ta­rif­wech­sel mit­um­fasst, nicht ab (vgl. hier­zu auch BAG 29. Au­gust 2007 - 4 AZR 767/06 - Rn. 17, BA­GE 124, 34, 39).


(2) In sei­nem Ur­teil vom 29. Au­gust 2007 hat der Se­nat im Ein­zel­nen be­gründet, war­um im Verhält­nis zwi­schen ei­ner ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Ta­rif­gel­tung und ei­nem nor­ma­tiv gel­ten­den Ta­rif­ver­trag im Hin­blick auf die un­ter­schied­li­chen Re­ge­lungs­ebe­nen auch ei­ne ent­spre­chen­de An­wen­dung des § 613a Abs. 1 Satz 3 BGB nicht in Be­tracht kommt (- 4 AZR 767/06 - Rn. 19 mwN zu den hier­zu in der Li­te­ra­tur ver­tre­te­nen Auf­fas­sun­gen, BA­GE 124, 34, 40). Der Se­nat nimmt hier­auf zur Ver­mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen Be­zug, da neue Ge­sichts­punk­te im vor­lie­gen­den Rechts­streit nicht an­ge­spro­chen wor­den sind.

dd) Die Be­klag­te und das Lan­des­ar­beits­ge­richt be­ru­fen sich zur Recht­fer­ti­gung ih­rer ent­ge­gen­ge­setz­ten Rechts­auf­fas­sun­gen, was die Be­deu­tung und Wir­kung ei­ner Gleich­stel­lungs­ab­re­de in Fällen wie dem vor­lie­gen­den an­geht, zu Un­recht auf die Se­nats­ent­schei­dun­gen vom 4. Sep­tem­ber 1996 (- 4 AZR 135/95 - BA­GE 84, 97) und 23. Ja­nu­ar 2008 (- 4 AZR 602/06 - AP TVG § 1 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 63 = EzA TVG § 3 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 38). Es wird hier schon über­se­hen, dass die bei­den an­ge­zo­ge­nen Ur­tei­le grund­le­gend an­de­re Sach­ver­hal­te be­tra­fen, wes­halb die dort ge­trof­fe­nen Aus­sa­gen auch nicht auf die vor­lie­gen­de Fall­ge­stal­tung über­trag­bar sind.


(1) Das von der Be­klag­ten an­geführ­te Se­nats­ur­teil vom 4. Sep­tem­ber 1996 (- 4 AZR 135/95 - BA­GE 84, 97) be­traf ei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Ver­wei­sungs­klau­sel, die kei­ne Ta­rif­wech­sel­klau­sel zum In­halt hat­te. Sie war in ei­nem Fall des Ver­bands­wech­sels des Ar­beit­ge­bers kor­ri­gie­rend da­hin aus­ge­legt wor­den, dass ei­ne Ver­wei­sung auf den je­weils für den Be­trieb gel­ten­den Ta­rif­ver­trag ver­ein­bart wor­den sei. Die­se Recht­spre­chung hat der Se­nat aus­drück­lich auf­ge­ge­ben (22. April 2009 - 4 ABR 14/08 - Rn. 73, BA­GE 130, 286; s. be­reits
 


- 13 -

22. Ok­to­ber 2008 - 4 AZR 784/07 - Rn. 24 f., BA­GE 128, 165, 171). Zu­dem er­folg­te die Aus­le­gung im Ur­teil vom 4. Sep­tem­ber 1996 je­den­falls auf der deut­lich her­aus­ge­stell­ten Grund­la­ge, dass der Ver­trags­part­ner der von un­ter­schied­li­chen Ar­beit­ge­ber­verbänden ab­ge­schlos­se­nen Ta­rif­verträge je­weils die­sel­be Ge­werk­schaft war, der zu­dem auch die da­ma­li­ge Kläge­rin an­gehörte. Mit die­ser Aus­gangs­la­ge ist der vor­lie­gen­de Fall be­reits des­halb nicht ver­gleich­bar, weil ein Bran­chen­wech­sel in den Zuständig­keits­be­reich ei­ner an­de­ren Ge­werk­schaft - als der die das in Be­zug ge­nom­me­ne Ta­rif­werk ab­ge­schlos­sen hat - statt­ge­fun­den hat (vgl. auch 22. Ok­to­ber 2008 - 4 AZR 784/07 - Rn. 24 f., BA­GE 128, 165, 171).


(2) Auch so­weit das Lan­des­ar­beits­ge­richt auf das Se­nats­ur­teil vom 23. Ja­nu­ar 2008 (- 4 AZR 602/06 - AP TVG § 1 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 63 = EzA TVG § 3 Be­zug­nah­me auf Ta­rif­ver­trag Nr. 38) hin­weist, wor­in der Se­nat zu sei­ner ei­gent­li­chen Recht­spre­chung zur Gleich­stel­lungs­ab­re­de zu-rück­ge­kehrt sei, wer­den der dort be­han­del­te Le­bens­sach­ver­halt aus­ge­blen­det und die dor­ti­gen Rechts­ausführun­gen im ent­schei­den­den Punkt nicht aus­rei­chend gewürdigt. In der Ent­schei­dung ging es bei der Würdi­gung ei­ner als Gleich­stel­lungs­ab­re­de zu be­wer­ten­den Be­zug­nah­me­klau­sel dar­um, ob nach ei­nem Be­triebsüber­gang an die Stel­le ei­nes von der ar­beits­ver­trag­li­chen Ver­wei­sung mit­um­fass­ten, beim Veräußerer ab­ge­schlos­se­nen Haus­ta­rif­ver­tra­ges wie­der die flächen­ta­rif­ver­trag­li­chen Re­ge­lun­gen ge­tre­ten wa­ren, die eben­falls von der ar­beits­ver­trag­li­chen Ver­wei­sung er­fasst und die von der­sel­ben Ge­werk­schaft ver­ein­bart wor­den wa­ren wie der Haus­ta­rif­ver­trag. Zur Klärung der Rechts­la­ge griff der Se­nat auf den auch hier zu­grun­de ge­leg­ten An­satz zurück, es ge­he auf der Grund­la­ge der ver­ein­bar­ten Gleich­stel­lungs­ab­re­de dar­um, den dor­ti­gen Kläger so zu stel­len, „als sei er wie ein Mit­glied der ta­rif­sch­ließen­den Ge­werk­schaft ... eben­so wie der Ar­beit­ge­ber an die in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­verträge der Bran­che ge­bun­den“ (- 4 AZR 602/06 - aaO). Nur für die Aus­wah­l­ent­schei­dung, auf wel­che der in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­wer­ke sich die Ver­wei­sung in der kon­kret ein­ge­tre­te­nen Si­tua­ti­on be­zieht, hat der Se­nat in sei­ner ver­glei­chen­den Be­trach­tung der Rechts­la­ge bei den ta­rif­ge­bun­de­nen Ar­beit­neh­mern - oh­ne dass es dar­auf ent­schei­dend an­kam - § 613a Abs. 1



- 14 -

Sätze 2 und 3 BGB an­ge­spro­chen. Ei­ne Recht­fer­ti­gung dafür, aus ei­ner auf ein be­stimm­tes Ta­rif­werk be­zo­ge­nen Gleich­stel­lungs­ab­re­de auf ei­ne ver­trag­li­che In­be­zug­nah­me ei­nes für ei­ne an­de­re Bran­che durch ei­ne an­de­re Ge­werk­schaft ab­ge­schlos­se­nen nicht ge­nann­ten Ta­rif­wer­kes zu schließen, lässt sich da­her aus der an­ge­zo­ge­nen Ent­schei­dung nicht ent­neh­men.

2. Das Ar­beits­ge­richt ist al­ler­dings zu Un­recht da­von aus­ge­gan­gen, dass auf das Ar­beits­verhält­nis seit dem In­kraft­tre­ten des TVöD/VKA das dor­ti­ge Ta­rif­recht kraft ar­beits­ver­trag­li­cher Be­zug­nah­me an­wend­bar sei. So­weit die Kla­ge­for­de­rung der Höhe nach hier­auf be­ruht, hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten die Kla­ge zu Recht ab­ge­wie­sen. In­so­weit ist die Re­vi­si­on zurück­zu­wei­sen.


Aus dem be­reits be­schrie­be­nen In­halt ei­ner Gleich­stel­lungs­ab­re­de, wie sie sich im Ver­trag der Kläge­rin vom 23. Ok­to­ber 1986 fin­det, folgt, dass mit dem Weg­fall der Ta­rif­ge­bun­den­heit auf Ar­beit­ge­ber­sei­te an die ar­beits­ver­trag­lich in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­verträge die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Dy­na­mik en­det. Die Ar­beit­ge­be­rin ist an da­nach ver­ein­bar­te Ta­rifände­run­gen nicht mehr ge­bun­den. Da die ar­beit­ge­ber­sei­ti­ge Ta­rif­ge­bun­den­heit an den BMT-G II im Fal­le der Kläge­rin mit dem Be­triebs­teilüber­gang auf die Be­klag­te am 1. Ju­li 2004 ge­en­det hat, kann die Kläge­rin kei­ne Leis­tun­gen auf der Grund­la­ge des die­ses Ta­rif­wer­kes erst am 1. Ok­to­ber 2005 ablösen­den TVöD/VKA ver­lan­gen. Sie ist auf der Grund­la­ge der ar­beits­ver­trag­li­chen Be­zug­nah­me auf die Rech­te aus dem BMT-G II be­schränkt, wie sie sich zum Stand 1. Ju­li 2004 er­ge­ben.


3. Aus al­le­dem folgt, dass die Kla­ge we­gen ei­nes Zah­lungs­be­trags von 5.049,34 Eu­ro brut­to (An­trag zu 1) und 4.034,89 Eu­ro brut­to (An­trag zu 2) in ers­ter In­stanz zu Recht Er­folg hat­te und das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts in die­sem Um­fang wie­der­her­zu­stel­len ist. Nur we­gen ei­nes Teil­be­trags von 81,68 Eu­ro brut­to ist der Kla­ge zu Un­recht ent­spro­chen wor­den, wes­halb die Re­vi­si­on kei­nen Er­folg hat.
 


- 15 -

a) Die zur Be­rech­nung der Kla­ge­for­de­rung er­for­der­li­chen Tat­sa­chen ste­hen zwi­schen den Par­tei­en fest. Die Kläge­rin konn­te für die Zeit zwi­schen dem 1. Ju­li 2004 und dem 25. De­zem­ber 2006 auf der Grund­la­ge des BMT-G II (29 x 1.241,19 + 992,95 =) 36.987,46 Eu­ro brut­to an lau­fen­dem Ent­gelt so­wie ih­rer Teil­zeit­quo­te ent­spre­chend 207,14 Eu­ro brut­to Ur­laubs­geld be­an­spru­chen. Sie hat aus­weis­lich der vor­lie­gen­den Ab­rech­nun­gen für den Streit­zeit­raum ins­ge­samt 28.110,37 Eu­ro brut­to auf der Grund­la­ge der Gebäuderei­ni­ger­ta­rif­verträge er­hal­ten, wor­aus sich die zu­er­kann­te Ge­samt­dif­fe­renz von 9.084,23 Eu­ro brut­to er­gibt. Auf die darüber hin­aus vom Ar­beits­ge­richt nach Maßga­be des TVöD/VKA zu­er­kann­ten 81,68 Eu­ro hat sie kei­nen An­spruch.

b) Die er­rech­ne­ten Zah­lungs­ansprüche sind nicht ver­fal­len. Die Kläge­rin hat mit an­walt­li­chem Schrei­ben vom 15. Ok­to­ber 2004 ih­re For­de­rung auf Wei­ter­zah­lung des Mo­nats­ent­gelts von 1.241,19 Eu­ro brut­to für die 24-St­un­den-Wo­che nach BMT-G II ab dem 1. Ju­li 2004 und für die Zu­kunft aus­rei­chend gel­tend ge­macht. Das ta­rif­li­che Ur­laubs­geld für das Jahr 2005 wur­de mit der Kla­ge­schrift vom 12. Ja­nu­ar 2006, der Be­klag­ten zu­ge­stellt am 19. Ja­nu­ar 2006, recht­zei­tig ver­langt.

aa) Nach dem un­verändert auf das Ar­beits­verhält­nis der Kläge­rin an­wend­ba­ren § 63 BMT-G II ver­fal­len Ansprüche aus dem Ar­beits­verhält­nis, wenn sie nicht in­ner­halb ei­ner Aus­schluss­frist von sechs Mo­na­ten nach Fällig­keit schrift­lich gel­tend ge­macht wer­den, so­weit ta­rif­ver­trag­lich nichts an­de­res be­stimmt ist. Für den­sel­ben Sach­ver­halt reicht die ein­ma­li­ge Gel­tend­ma­chung des An­spruchs aus, um ei­nen Ver­fall auch für später fällig wer­den­de Leis­tun­gen zu ver­hin­dern.

Ist al­so ein An­spruch nach § 63 Un­terabs. 1 BMT-G II ord­nungs­gemäß gel­tend ge­macht wor­den, lässt § 63 Un­terabs. 2 BMT-G II die­se Gel­tend­ma­chung für den­sel­ben Sach­ver­halt aus Gründen der Ver­ein­fa­chung auch für später fällig wer­den­de Leis­tun­gen aus­rei­chen (BAG 10. Ju­li 2003 - 6 AZR 283/02 - EzA TVG § 4 Aus­schluss­fris­ten Nr. 168).
 


- 16 -

bb) Die in die­sem Sin­ne für § 63 BMT-G II aus­rei­chen­de „ein­ma­li­ge Gel­tend­ma­chung“ ge­schah, was die lau­fen­de Vergütung an­geht, mit dem be­reits zi­tier­ten An­walts­schrei­ben vom 15. Ok­to­ber 2004 für den Mo­nat Ju­li 2004 in­ner­halb der Sechs-Mo­nats-Frist. Da­bei wur­de nicht nur die wört­lich an­ge­spro­che­ne Ab­rech­nung, son­dern auch ei­ne ent­spre­chen­de Zah­lung eben­falls ver­langt. Da die Bezüge ständi­ger Na­tur wa­ren, reich­te nach § 63 Un­terabs. 2 BMT-G II die ein­ma­li­ge Gel­tend­ma­chung des An­spruchs aus. So­weit die Be­klag­te dem ei­ne ständi­ge Ände­rung der mo­nat­li­chen Zah­lungs­beträge auf der Ba­sis ei­nes St­un­den­lohns ent­ge­genhält, be­zieht sich dies nicht auf die der Kläge­rin zu­ste­hen­den und von ihr gel­tend ge­mach­ten ständig glei­chen Beträge, son­dern auf die ge­gen­ge­rech­ne­ten Zah­lun­gen der Be­klag­ten un­ter An­wen­dung ei­nes an­de­ren Ta­rif­ver­tra­ges. Auf die­se aus dem Be­reich der Be­klag­ten stam­men­de Un­re­gelmäßig­keit der Dif­fe­renz­beträge kommt es für die Wah­rung der Aus­schluss­frist nach § 63 BMT-G II, was den der Kläge­rin zu­ste­hen­den mo­nat­li­chen Fest­be­trag an­geht, nicht an.


4. Den Zins­aus­spruch des Ar­beits­ge­richts hat die Be­klag­te nicht an­ge­grif­fen.


III. Die Kos­ten­fol­ge er­gibt sich aus § 92 Abs. 1 und 2, § 97 ZPO. 

Die Kos­ten ers­ter In­stanz wa­ren nach § 92 Abs. 1 ZPO im Verhält­nis des dor­ti­gen Un­ter­lie­gens und Ob­sie­gens ge­son­dert zu ver­tei­len, nach­dem das Ar­beits­ge­richt die ursprüng­lich ein­ge­leg­te Zah­lungs­kla­ge we­gen ei­nes Teil­be­trags ab­ge­wie­sen hat und die Kläge­rin hier­ge­gen kein Rechts­mit­tel ein­ge­legt hat­te.
 


- 17 -

Die Kos­ten­ent­schei­dung für die zwei­te und drit­te In­stanz be­ruht auf § 92 Abs. 2 ZPO, weil die Zu­viel­for­de­rung der Kläge­rin, was den für die­se In­stan­zen ver­blie­be­nen Streit­ge­gen­stand an­geht, nur ge­ringfügig ist und des-halb un­berück­sich­tigt blei­ben kann.

Be­p­ler 

Tre­ber 

Win­ter

Kral­le-En­geln 

Weßel­kock

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 4 AZR 391/09  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880