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IG Me­tall will neue Ar­beits­zeit­mo­del­le durch­set­zen - VW da­bei

Die IG Me­tall sor­tiert ih­re For­de­run­gen zur an­ste­hen­den Ta­rif­run­de: Ne­ben mehr Lohn will sie vor­aus­sicht­lich Teil­zeit­lö­sun­gen für äl­te­re und fort­bil­dungs­wil­li­ge Be­schäf­tig­te durch­set­zen. Mit par­al­le­len Ver­hand­lun­gen bei VW soll der Druck auf Ge­samt­me­tall er­höht wer­den

14.06.2014. (dpa) - Die IG Me­tall will bei der kom­men­den Me­tall-Ta­rif­run­de ne­ben hö­he­ren Löh­nen auch neue Ar­beits­zeit­mo­del­le für zu­sätz­li­che Be­schäf­tig­ten­grup­pen durch­set­zen.

Um die Schlag­kraft zu er­hö­hen, sol­len 2015 die sonst zeit­lich ab­ge­trenn­ten Ver­hand­lun­gen zum VW-Haus­ta­rif­ver­trag par­al­lel ge­führt wer­den, wie der IG-Me­tall-Be­zirks­lei­ter Nie­der­sach­sen und Sach­sen-An­halt, Hart­mut Mei­ne, am Frei­tag in Han­no­ver an­kün­dig­te.

Nach Dis­kus­sio­nen in meh­re­ren Ge­werk­schafts­be­zir­ken zeich­net sich ab, dass 2015 der be­reits be­ste­hen­de Ta­rif­ver­trag zur Al­ters­teil­zeit ver­län­gert wer­den soll. Als mög­li­che zwei­te For­de­rung ist in ver­schie­de­nen Gre­mi­en be­reits ein Teil­zeit-Mo­dell mit Teil­lohn­aus­gleich für die Fort­bil­dung jun­ger Mit­ar­bei­ter dis­ku­tiert wor­den, für das sich nun auch Mei­ne stark macht.

Zu­vor hat­te sich be­reits der ein­fluss­rei­che Be­zirk Ba­den-Würt­tem­berg da­für aus­ge­spro­chen, das von der Al­ters­teil­zeit be­kann­te Prin­zip "erst Ar­beits­pha­se, dann Frei­stel­lung" zu nut­zen, um Be­schäf­tig­ten zum Bei­spiel ei­ne zu­sätz­li­che Aus­bil­dung oder ein Stu­di­um zu er­mög­li­chen. Die De­tail­re­ge­lun­gen könn­ten sich nach Vor­stel­lung der Ge­werk­schaf­ter an den Re­ge­lun­gen für äl­te­re Mit­ar­bei­ter ori­en­tie­ren. De­tails und auch an­de­re Vor­schlä­ge wür­den aber noch dis­ku­tiert, sag­te ei­ne Spre­che­rin des IG-Me­tall-Vor­stands in Frank­furt.

Der nach der ge­setz­li­chen Ren­ten­re­form vor­zei­tig zur Ver­län­ge­rung an­ste­hen­de Ta­rif­ver­trag zur Al­ters­teil­zeit sieht bis­lang vor, dass höchs­tens vier Pro­zent der Be­schäf­tig­ten ei­nes Be­triebs frü­her ge­hen kön­nen. In der zwei­ten Hälf­te der Lauf­zeit müs­sen die Be­schäf­tig­ten bis zum Ren­ten­ein­tritt nicht mehr ar­bei­ten, er­hal­ten aber wei­ter­hin 82 Pro­zent ih­res frü­he­ren Net­to­ein­kom­mens plus Son­der­zah­lun­gen und auf­ge­stock­ten Ren­ten­bei­trä­ge.

Bei der be­ruf­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on sind zwei Mo­del­le an­ge­dacht, die ähn­lich wie bei der Al­ters­teil­zeit ei­nen vier­jäh­ri­gen Zeit­raum in Ar­beits­pha­se und Frei­stel­lung auf­teilt. "Ge­ra­de bei jün­ge­ren Leu­ten stößt so ein Mo­dell auf In­ter­es­se", sag­te Mei­ne. Die Al­ters­teil­zeit könn­te nach sei­ner An­sicht auch bei den rund 100 000 Ta­rif­be­schäf­tig­ten von Volks­wa­gen zum zen­tra­len The­ma wer­den. An­ders als in den Be­trie­ben der Me­tall­in­dus­trie gibt es bei VW aber kei­ne vier­pro­zen­ti­ge Be­gren­zung für den An­teil der Al­ters­teil­zeit­ler an der Ge­samt­be­leg­schaft.

Die IG Me­tall will ih­re Ta­rif­for­de­rung für die rund 3,7 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten nach dem Flä­chen­ta­rif­ver­trag for­mal erst am 25. No­vem­ber end­gül­tig fest­le­gen. Zu den Ar­beits­zeit­plä­nen will der Vor­stand der größ­ten deut­schen Ge­werk­schaft aber be­reits am 8. Ju­li ei­ne Emp­feh­lung ab­ge­ben.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 20. Juli 2016

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