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Asyl-Ei­ni­gung un­ge­wiss - Grü­ne se­hen Re­gie­rungs­an­ge­bot kri­tisch

Ei­ne Ei­ni­gung bei der Asyl­rechts­re­form steht auf der Kip­pe: Klar­heit könn­te es erst kurz vor der Sit­zung des Bun­des­ra­tes am Frei­tag ge­ben

19.09.2014. (dpa) - Ei­ne Mehr­heit für die am Frei­tag im Bun­des­rat zur Ab­stim­mung ste­hen­de Asyl­rechts­re­form ist un­ge­wiss.

Wie die Deut­sche Pres­se-Agen­tur am Frei­tag­mor­gen aus Grü­nen-Krei­sen er­fuhr, se­hen de­ren Ver­tre­ter ein Kom­pro­miss­an­ge­bot der Re­gie­rung kri­tisch.

Den­noch kann es in der Län­der­kam­mer ei­ne Zu­stim­mung ge­ben, wenn ne­ben den von Uni­on und SPD re­gier­ten Län­dern ein oder zwei von den Grü­nen mit­re­gier­te Län­der zu­stim­men.

Auch das rot-rot re­gier­te Bran­den­burg wur­de ver­sucht, zu ei­nem Ja zu be­we­gen.

Die Ver­hand­lun­gen dau­er­ten bis in die Nacht hin­ein, letz­te Klar­heit könn­te es kurz vor der Sit­zung ge­ben, hieß es.

Bun­des­re­gie­rung und Bun­des­tag hat­ten be­schlos­sen, dass Ser­bi­en, Ma­ze­do­ni­en und Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na als "si­che­re Her­kunfts­staa­ten" ein­ge­stuft wer­den sol­len. Da­mit kön­nen Asyl­su­chen­de aus die­sen Län­dern schnel­ler ab­ge­scho­ben wer­den, oh­ne­hin wird nur ein sehr klei­ner Bruch­teil der An­trä­ge ak­zep­tiert. Ein Grü­nen-Ver­tre­ter be­ton­te nach ei­nem Tref­fen in der Lan­des­ver­tre­tung Ba­den-Würt­tem­berg aber, dass da­mit ge­ra­de auch Ro­ma, die in der Hei­mat ver­folgt wer­den könn­ten, un­ter die­se neue Re­ge­lung fal­len wür­den.

Als Kom­pro­miss­an­ge­bot war die Bun­des­re­gie­rung den Grü­nen in an­de­ren Punk­ten ent­ge­gen ge­kom­men. Sie soll die Re­si­denz­pflicht, die Asyl­su­chen­de auf ei­nen be­stimm­ten Auf­ent­halts­be­reich be­schränkt, nach drei Mo­na­ten auf­ge­ho­ben wer­den. Zu­dem sol­len die Be­din­gun­gen für ei­nen Zu­gang zum Ar­beits­markt ge­lo­ckert wer­den: Das ab­so­lu­te Be­schäf­ti­gungs­ver­bot wird auf die ers­ten drei Mo­na­te be­schränkt. Für Asyl­be­wer­ber so­wie Ge­dul­de­te soll zu­dem die Auf­nah­me ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit statt nach vier Jah­ren be­reits nach 15 Mo­na­ten im ge­sam­ten Bun­des­ge­biet oh­ne Vor­rang­prü­fung er­laubt wer­den - bei der Vor­rang­prü­fung wird er­mit­telt, ob es nicht auch ge­eig­ne­te deut­sche Be­wer­ber für ei­ne Stel­le gibt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 25. April 2015

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