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Aus­fäl­le bei Re­gio­nal­zü­gen durch Krank­mel­dun­gen

Lan­ge Ge­sich­ter bei den Re­gio­nal­bahn-Kun­den in Nie­der­sach­sen und West­fa­len: Seit Weih­nach­ten fie­len mehr als 30 Re­gio­nal­zü­ge aus. Der Grund: Per­so­nal­eng­päs­se und kurz­fris­ti­ge Krank­mel­dun­gen

04.01.2014. (dpa) - Bei der Bahn sind auf wich­ti­gen Re­gio­nal­stre­cken we­gen Per­so­nal­eng­päs­sen seit Hei­lig­abend zahl­rei­che Zü­ge aus­ge­fal­len.

Grün­de sind kurz­fris­ti­ge Krank­mel­dun­gen und Ur­lau­be von Lok­füh­rern über die Fei­er­ta­ge, wie ei­ne Bahn­spre­che­rin am Frei­tag sag­te.

Sie re­agier­te da­mit auf ei­nen Be­richt der "Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung" (Sams­tag).

Be­trof­fen sind Stre­cken in West-Nie­der­sach­sen und im an­gren­zen­den Nord­rhein-West­fa­len.

Zwi­schen Rhei­ne und Müns­ter fie­len der Spre­che­rin zu­fol­ge al­lein am Don­ners­tag fünf Zü­ge aus, am Frei­tag wa­ren es zwei auf der Stre­cke Em­den-Müns­ter. Die Bahn will die Si­tua­ti­on zü­gig ver­bes­sern. "Wir sind der­zeit da­bei neue Lok­füh­rer aus­zu­bil­den, um­so ge­gen­steu­ern zu kön­nen", er­klär­te die Spre­che­rin.

Die "Neue Os­na­brü­cker Zei­tung" be­rich­tet, seit Hei­lig­abend sei­en auf der so­ge­nann­ten Ems­land­stre­cke zwi­schen Nord­see­küs­te und Müns­ter ins­ge­samt mehr als 30 Re­gio­nal­ex­press-Zü­ge ge­stri­chen wor­den. Ab De­zem­ber 2015 wer­den dort nicht mehr Re­gio­nal­zü­ge der Deut­schen Bahn, son­dern der Bie­le­fel­der West­fa­len­bahn ver­keh­ren. Zahl­rei­che Lok­füh­rer und an­de­re Mit­ar­bei­ter der Bahn wech­seln da­her zur Zeit den Ar­beit­ge­ber. "Kurz­fris­ti­ge Krank­mel­dun­gen sind vor die­sem Hin­ter­grund nicht so leicht zu kom­pen­sie­ren", sag­te die Bahn­spre­che­rin. Für den Aus­fall und Ver­spä­tung von Zü­gen ge­be es Ent­schä­di­gun­gen.

Er­schwert wird die La­ge der Bahn durch ei­ne Streik­dro­hung der Lok­füh­rer­ge­werk­schaft GDL. Sie droht mit Streiks vom 15. Ja­nu­ar an, soll­te die Bahn der For­de­rung nach ei­nem spe­zi­el­len Ver­si­che­rungs­schutz für Lok­füh­rer nicht nach­kom­men. Zu­dem will sie von der Bahn die Ga­ran­tie, dass Lok­füh­rer nicht mehr in an­de­re Re­gio­nen ver­setzt wer­den kön­nen. Die Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) kri­ti­sier­te die Streik­dro­hung der klei­ne­ren Lok­füh­rer­ge­werk­schaft GDL als un­sach­lich. "Da­mit ver­sucht die GDL le­dig­lich Macht­po­li­tik zu be­trei­ben, statt ver­nünf­ti­ge Ta­rif­ver­trä­ge für die Be­schäf­tig­ten zu ver­ein­ba­ren", sag­te der EVG-Vor­sit­zen­de Alex­an­der Kirch­ner der "Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung".

Seit April 2013 gilt ein so­ge­nann­ter De­mo­gra­fie-Ta­rif­ver­trag, den die EVG mit der Bahn ge­schlos­sen hat. Der Ver­trag bie­te Bahn-Mit­ar­bei­tern ei­ne le­bens­lan­ge Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie, sag­te Kirch­ner und füg­te hin­zu: "Das ist ein­zig­ar­tig in Deutsch­land." Die Ge­werk­schaft Deut­scher Lo­ko­mo­tiv­füh­rer set­ze da­ge­gen lie­ber auf Kon­fron­ta­ti­on, "statt die­se weg­wei­sen­den Ver­ein­ba­run­gen auch für die von ihr ver­tre­te­nen Lok­füh­rer ab­zu­schlie­ßen".

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 19. Januar 2015

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