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16/258a Schul­ab­gän­ger zie­hen Han­del- und Kauf­manns­be­ru­fe für Aus­bil­dung vor

Von we­gen High­tech - geht es um ih­re be­ruf­li­che Zu­kunft, sind jun­ge Leu­te of­fen­bar noch im­mer ganz tra­di­tio­nel­len Be­rufs­bil­dern ver­haf­tet: Vie­le wol­len ein­fach nur Kauf­mann oder Ver­käu­fer wer­den - ihr Glück, dass das Stel­len­an­ge­bot ge­ra­de hier groß ist

13.08.2016. (dpa) - Beim Chat­ten und Sur­fen ste­hen sie auf High­tech - bei ih­rer Be­rufs­wahl schei­nen deut­sche Ju­gend­li­che ge­mes­sen an ih­ren Lehr­stel­len­wün­schen da­ge­gen eher tra­di­tio­nell zu ti­cken.

Auf ei­ner Lis­te der zehn be­lieb­tes­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fe in Deutsch­land ran­gie­ren wei­ter­hin klas­si­sche Han­del- und Kauf­manns­be­ru­fe statt zu­kunfts­wei­sen­der In­for­ma­ti­ons­tech­nik-Jobs ganz oben.

Das geht aus Da­ten der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) her­vor, die der Deut­schen Pres­se-Agen­tur vor­lie­gen.

Die zehn ge­frag­tes­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fe führ­te En­de Ju­li der Kauf­manns­be­ruf mit Schwer­punkt Bü­ro­ma­nage­ment an. Von den 509.600 jun­gen Leu­te, die sich in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten bei ih­rer Lehr­stel­len­su­che an die Ar­beits­agen­tu­ren wand­ten, sa­hen dar­in knapp 36.000 ih­re Wunsch-Aus­bil­dung. Knapp 33.000 (Platz zwei) such­ten ei­ne Aus­bil­dung zum Ein­zel­han­dels­kauf­mann, ge­folgt von der Ver­käu­fer-Aus­bil­dung (Platz 3/29 800 Ju­gend­li­che). Für ei­ne Lehr­stel­le zum In­dus­trie­kauf­mann in­ter­es­sier­ten sich rund 21 500 Ju­gend­li­che (Platz 6).

Da­bei sind, so zeigt der Blick in die Bun­des­agen­tur-Sta­tis­tik, die Aus­sich­ten auf ei­nen Azu­bi­platz im Han­del selbst ein­ein­halb Mo­na­te vor Be­ginn der meis­ten Be­rufs­aus­bil­dun­gen gar nicht so schlecht. Trotz der gro­ßen Nach­fra­ge sind der­zeit noch vie­le Lehr­stel­len für an­ge­hen­de Kauf­leu­te und Ver­käu­fer frei. So steht auf der Lis­te der En­de Ju­li noch im­mer un­be­setz­ten Aus­bil­dungs­plät­ze die Aus­bil­dung zum Ein­zel­han­dels­kauf­mann mit 12 800 Stel­len auf Platz eins, ge­folgt von knapp 11.400 Ver­käu­fer­stel­len.

Bes­te Aus­sich­ten ha­ben auch jun­ge Leu­te mit Spaß am Ko­chen: die Gas­tro­no­mie sucht der­zeit noch mehr als 6200 Nach­wuchs­kö­che - ein Aus­bil­dungs­be­ruf, der da­mit auf Platz drei ran­giert. Gu­te Chan­cen ha­ben jun­ge Leu­te auch als Bü­ro­ma­nage­ment-Kauf­mann (Platz 4/5300 freie Stel­len), Bä­cke­rei-Fach­ver­käu­fer (Platz 5/4600 freie Stel­len), als Han­dels­fach­wirt (Platz 6/4500 freie Stel­len), als an­ge­hen­der Ho­tel­fach­mann (Platz 7/4400 freie Stel­len), als Fri­seur (Platz 8/4300 Stel­len), als Re­stau­rant-Fach­kraft (Platz 9/4100 Stel­len) und als Lo­gis­tik-Fach­kraft (Platz 10/3900 Stel­len).

Um noch un­ver­mit­tel­te Be­wer­ber schnel­ler in ei­ne Aus­bil­dung zu brin­gen, rief un­ter­des­sen Bun­des­agen­tur-Vor­stands­mit­glied Rai­mund Be­cker Be­wer­ber und Be­trie­be da­zu auf, er­folg­rei­che Ver­mitt­lun­gen so­fort den ört­li­chen Ar­beits­agen­tu­ren zu mel­den. "Wir wol­len al­le Ka­pa­zi­tä­ten für die tat­säch­lich un­ver­sorg­ten Be­wer­ber und noch of­fe­nen Stel­len ein­set­zen", sag­te Be­cker der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Da­mit wer­de ver­mie­den, dass sich jun­ge Leu­te auf be­reits ver­ge­be­ne Lehr­stel­len be­wer­ben.

Wie die jüngs­ten Da­ten Bun­des­agen­tur für Ar­beit zei­gen, ent­wi­ckelt sich der Aus­bil­dungs­markt im­mer mehr zu ei­nem Be­wer­ber­markt: Zwar hat­ten En­de Ju­li noch rund 148.000 jun­ge Män­ner und Frau­en noch kei­ne Lehr­stel­le ge­fun­den; dies sind rund 6600 oder 4,2 Pro­zent we­ni­ger als zum sel­ben Zeit­punkt des Vor­jah­res. Ih­nen stan­den aber noch 172.200 un­be­setz­te Aus­bil­dungs­plät­ze ge­gen­über. Das ent­spricht ei­nem Plus von mehr als 8900 Lehr­stel­len (plus 5,5 Pro­zent). Die Si­tua­ti­on sei aber von Re­gi­on zu Re­gi­on sehr un­ter­schied­lich, be­tont die BA im­mer wie­der.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 3. November 2016

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