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BASF lei­det wei­ter un­ter Öl­preis­ver­fall - Pro­gno­se trotz­dem be­stä­tigt

Der nied­ri­ge Öl­preis bleibt das Sor­gen­kind der BASF: Er drückt kräf­tig auf die Prei­se und dämpft das Um­satz­wachs­tum bei Öl und Gas. Po­si­ti­ve Ef­fek­te kom­men aus der Au­to- und der Bau­in­dus­trie

25.07.2015. (dpa) - Der welt­größ­te Che­mie­kon­zern BASF hat sei­ne Pro­gno­se für 2015 trotz er­neu­ter Wachs­tums­dämp­fer durch den Öl­preis­ver­fall be­stä­tigt.

An­ge­sichts des schwä­che­ren Wachs­tums in der Che­mie sei die­ses Ziel aber "durch­aus an­spruchs­vol­ler" als vor sechs Mo­na­ten, sag­te Vor­stands­chef Kurt Bock bei der Vor­la­ge der Zah­len für das zwei­te Quar­tal 2015 am Frei­tag.

Rü­cken­wind er­hielt BASF von April bis Ju­ni von gu­ten Ge­schäf­ten mit der Au­to- und Bau­in­dus­trie.

Das Un­ter­neh­men pro­fi­tier­te zu­dem von po­si­ti­ven Wäh­rungs­ef­fek­ten und der Auf­lö­sung von Rück­stel­lun­gen für die Er­folgs­be­tei­li­gung von Ma­na­gern im Zu­ge des ge­sun­ke­nen Ak­ti­en­kur­ses. Die Rück­stel­lun­gen hat­ten im ers­ten Quar­tal noch ei­nen Ge­winn­rück­gang ver­ur­sacht. Für die Zu­kunft hofft Bock auch auf gu­te Ge­schäf­te mit dem Iran. Zu­dem si­gna­li­sier­te er In­ter­es­se an ei­ner Nord-Stream-Be­tei­li­gung.

Von April bis Ju­ni stieg der Um­satz im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum dank hö­he­rer Ab­satz­men­gen in der Spar­te Öl und Gas so­wie po­si­ti­ver Wäh­rungs­ef­fek­te um 3,4 Pro­zent auf 19,07 Mil­li­ar­den Eu­ro. Der Um­satz bei Öl und Gas leg­te dank kräf­ti­ger Zu­wäch­se beim Erd­gas­han­del zwar um 15 Pro­zent zu, das Wachs­tum litt aber un­ter dem um 44 Pro­zent ge­sun­ke­nen Öl­preis. "In­fol­ge der deut­lich nied­ri­ge­ren Öl­prei­se ent­wi­ckel­ten sich die Prei­se ins­ge­samt rück­läu­fig", klag­te Bock, des­sen Ver­trag erst am Mitt­woch bis 2021 ver­län­gert wor­den war.

Das Er­geb­nis vor Zin­sen und Steu­ern (Ebit) so­wie Son­der­ein­flüs­sen wuchs dank kräf­ti­ger Bei­trä­ge der Spar­te Func­tio­nal Ma­te­ri­als & So­lu­ti­ons um zwei Pro­zent auf 2,04 Mil­li­ar­den Eu­ro. In die­ser Spar­te wer­den un­ter an­de­rem Ka­ta­ly­sa­to­ren so­wie La­cke für Au­tos her­ge­stellt. Un­ter dem Strich blieb ein Ge­winn von 1,26 Mil­li­ar­den Eu­ro, das wa­ren 0,5 Pro­zent mehr als vor Jah­res­frist.

Nach­dem die Welt­wirt­schaft und die Che­mie­pro­duk­ti­on im ers­ten Halb­jahr hin­ter den Er­war­tun­gen der BASF zu­rück­ge­blie­ben wa­ren, zeig­te sich Bock für den Rest des Jah­res we­ni­ger zu­ver­sicht­lich. Den­noch hal­te man am Ziel fest, den Um­satz (2014: 74,32 Mrd Eu­ro) leicht zu stei­gern und ein Er­geb­nis vor Zin­sen und Steu­ern so­wie Son­der­ein­flüs­sen auf Vor­jah­res­hö­he (7,36 Mrd Eu­ro) zu er­rei­chen. An­ge­sichts des schwä­che­ren Wachs­tums in der Che­mie sei­en die­se Plä­ne "aber durch­aus an­spruchs­vol­ler".

Mit Blick auf den Iran sag­te Bock, die BASF sei dort die gan­zen Jah­re über mit ei­nem klei­nen Team prä­sent ge­blie­ben. "Und na­tür­lich ist un­ser Ziel, die­ses Ge­schäft jetzt wie­der auf­zu­bau­en." Deutsch­land sei tra­di­tio­nell der stärks­te Han­dels­part­ner Irans ge­we­sen, in­zwi­schen ha­be Chi­na die­se Rol­le in­ne. Deut­sche Tech­no­lo­gie, deut­sche Qua­li­täts­ar­beit und deut­sche Zu­ver­läs­sig­keit wür­den dort aber au­ßer­or­dent­lich ge­schätzt, "so­dass wir schon gu­te Chan­cen se­hen, an al­te Ent­wick­lun­gen wie­der an­zu­knüp­fen".

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Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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