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BA-Chef Wei­se er­war­tet 2015 kei­nen kräf­ti­gen Job­auf­schwung

Der Ar­beits­markt bleibt nach Ein­schät­zung von BA-Chef Wei­se auch im kom­men­den Jahr ro­bust: Der Min­dest­lohn wird nach sei­ner Ein­schät­zung dar­an nichts än­dern

27.12.2014. (dpa) - Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit rech­net für 2015 zwar mit wach­sen­der Be­schäf­ti­gung - aber nicht mit ei­nem kräf­ti­gen Job­auf­schwung.

Die Ar­beits­lo­sig­keit wer­de nur leicht sin­ken - vor­aus­sicht­lich um 20 000 auf rund 2,88 Mil­lio­nen im Jah­res­durch­schnitt.

"Im Trend se­hen wir im­mer noch Ver­bes­se­run­gen. Das wird aber nicht in der bis­he­ri­gen Ge­schwin­dig­keit wei­ter­ge­hen", sag­te BA-Vor­stands­chef Frank-Jür­gen Wei­se der Wei­se der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

In die­sem Jahr rech­net Wei­se im Schnitt mit 2,9 Mil­lio­nen Er­werbs­lo­sen. Das wä­ren rund 50 000 we­ni­ger als 2013.

Der ab Ja­nu­ar gel­ten­de Min­dest­lohn wer­de für den Ar­beits­markt ver­kraft­bar sein: "Wir kön­nen zwar nicht aus­schlie­ßen, dass in be­stimm­ten Re­gio­nen und Bran­chen Ar­beits­plät­ze ver­lo­ren ge­hen, wir rech­nen aber nicht mit schwer­wie­gen­den Be­ein­träch­ti­gun­gen." Er ge­he da­von aus, dass sich der Min­dest­lohn eta­bliert und Be­trie­be ihn in ih­re Prei­se ein­kal­ku­lie­ren, sag­te Wei­se. In ei­ni­gen Re­gio­nen könn­te es Be­trie­ben aber schwe­rer fal­len, die hö­he­ren Löh­ne "in hö­he­re Prei­se zu über­set­zen." Der­zeit lie­gen Wei­se zu­fol­ge in Ost­deutsch­land et­wa 20 Pro­zent al­ler Löh­ne un­ter dem Min­dest­lohn von 8,50 Eu­ro.

An­satz­punk­te, die Ar­beits­lo­sig­keit un­ter die fast his­to­ri­sche Tief­mar­ke von 2,7 Mil­lio­nen zu drü­cken, sieht Wei­se vor al­lem bei der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit. Hier ge­be es nach zehn Jah­ren Er­fah­rung mit Hartz-IV und zahl­rei­chen Nach­bes­se­run­gen gu­te Chan­cen, die Zahl dau­er­haft "deut­lich un­ter die Mar­ke von ei­ner Mil­li­on zu sen­ken", sag­te der Bun­des­agen­tur-Chef.

Bei der Kurz­zeit­ar­beits­lo­sig­keit se­he er da­ge­gen nicht mehr viel Spiel­raum. Vie­le der zur Zeit 900 000 Kurz­zeit­ar­beits­lo­sen kä­men schnell wie­der in Ar­beit. "Es wird ent­las­sen und ein­ge­stellt und im Über­gang ent­steht Ar­beits­lo­sig­keit", macht Wei­se deut­lich.

Wür­de die Zahl der Kurz­zeit­ar­beits­lo­sen sehr viel wei­ter sin­ken, wä­re das schon ein Zei­chen von Per­so­nal-Knapp­heit. "Wir müs­sen al­le ge­mein­sam dar­an ar­bei­ten, dass auch Kurz­zeit­ar­beits­lo­se noch schnel­ler als bis­her ei­ne neue Ar­beit fin­den." Der­zeit lie­ge die durch­schnitt­li­che Dau­er der Ar­beits­lo­sig­keit bei 140 Ta­gen.

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Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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