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Bahn und Lok­füh­rer spre­chen am 10. Ja­nu­ar

Müs­sen die Fahr­gäs­te der Bahn schon bald mit Zu­g­aus­fäl­len und Ver­spä­tun­gen rech­nen? Die Lok­füh­rer-Ge­werk­schaft GDL droht je­den­falls mit Streik: Des­halb tref­fen sich bei­de Sei­ten schon in we­ni­gen Ta­gen am Ver­hand­lungs­tisch

06.01.2014. (dpa) - Um ei­nen Lok­füh­rer-Streik bei der Deut­schen Bahn zu ver­hin­dern, kom­men Ver­tre­ter des Kon­zerns und der Lok­füh­rer­ge­werk­schaft GDL am 10. Ja­nu­ar zu ei­nem er­neu­ten Ge­spräch zu­sam­men.

Die­sen Ter­min be­stä­tig­te ei­ne Bahn­spre­che­rin am Sams­tag.

Zu­vor hat­te be­reits der GDL-Vor­sit­zen­de Claus We­sels­ky in der "Bild"-Zei­tung an­ge­kün­digt: "Wir wer­den in ei­nem Ge­spräch mit der Deut­schen Bahn am 10. Ja­nu­ar 2014 ein ver­nünf­ti­ges An­ge­bot zum Wie­der­ein­stieg in die Ta­rif­ver­hand­lun­gen for­dern."

Bis­lang war le­dig­lich von ei­nem Ter­min "vor dem 15. Ja­nu­ar" die Re­de.

Die GDL for­dert ei­nen spe­zi­el­len Ver­si­che­rungs­schutz für den Fall, dass ei­ner der rund 20 000 Lok­füh­rer des Kon­zerns sei­nen Be­ruf aus Ge­sund­heits­grün­den nicht mehr aus­üben kann. Die Bahn hat nach ei­ge­nen An­ga­ben je­doch schon ein "ex­trem at­trak­ti­ves An­ge­bot" ge­macht, das ge­sund­heit­lich an­ge­schla­ge­nen Mit­ar­bei­tern ei­nen le­bens­lan­gen Be­schäf­ti­gungs­schutz ge­wäh­ren soll.

Ob es bei dem Ter­min am kom­men­den Frei­tag ein neu­es An­ge­bot der Bahn ge­ben wer­de, ließ die Kon­zern­spre­che­rin of­fen. Das Ge­spräch sei kein Ver­hand­lungs­ter­min und die­ne zu­nächst ein­mal da­zu, dass die GDL Ein­zel­hei­ten zu ih­ren neu­en For­de­run­gen nen­ne. We­sels­ky be­kräf­tig­te un­ter­des­sen sei­ne Dro­hung mit ei­nem Streik: Lie­ge bis zum 15. Ja­nu­ar kein An­ge­bot vor, sei "Schluss mit lus­tig", sag­te er der "Bild".

Bei der Uni­ons-Frak­ti­on im Bun­des­tag stößt die Dro­hung auf Em­pö­rung. "Es kann nicht Zweck der Ta­rif­au­to­no­mie sein, dass ei­ne Spar­ten­ge­werk­schaft fort­wäh­rend Still­stand auf der Schie­ne pro­vo­ziert", sag­te Frak­ti­ons­vi­ze Ar­nold Vaatz (CDU) dem "Spie­gel". "Deutsch­land darf sich nicht län­ger der Macht ei­ner Klein­ge­werk­schaft aus­lie­fern." Im Ko­ali­ti­ons­ver­trag hat­ten Uni­on und SPD ei­ne ge­setz­li­che Ta­rif­ein­heit an­ge­kün­digt, um Dau­er­streiks durch kon­kur­rie­ren­de Ge­werk­schaf­ten zu ver­hin­dern.

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Letzte Überarbeitung: 30. Juni 2014

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