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Bahn stellt 2014 zu­sätz­lich 1.700 Mit­ar­bei­ter ein

Ei­ne Bla­ma­ge wie im Main­zer Stell­werk soll sich nicht wie­der­ho­len: Die Bahn stellt des­halb mehr Per­so­nal ein - nicht nur Fahr­dienst­lei­ter

05.11.2013. (dpa) - Die Deut­sche Bahn re­agiert auf Per­so­nal­eng­päs­se und stellt im kom­men­den Jahr 1700 Mit­ar­bei­ter zu­sätz­lich ein.

Das kün­dig­te Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber am Mon­tag in Ber­lin an.

1250 Be­schäf­tig­te sol­len dau­er­haft bei dem Un­ter­neh­men blei­ben, die üb­ri­gen 450 zu­nächst be­fris­tet ein­ge­stellt wer­den.

Die Be­leg­schaft wird auf­ge­stockt, nach­dem Per­so­nal­chefs und Be­triebs­rä­te in den 330 Bahn-Be­trie­ben die Per­so­nal­pla­nung zwei­ein­halb Mo­na­te lang über­prüft hat­ten. An­lass war das Stell­werks­de­ba­kel von Mainz. Dort fehl­ten im Som­mer Fahr­dienst­lei­ter. Als Fol­ge fie­len wo­chen­lang Zü­ge im Re­gio­nal- und Fern­ver­kehr aus.

Von den 1700 neu­en Mit­ar­bei­tern wer­den nach An­ga­ben We­bers rund 1000 in der In­fra­struk­tur be­schäf­tigt, 400 da­von in den Stell­wer­ken, 400 bei der In­stand­hal­tung. Auch rund 200 Lok­füh­rer sei­en zu­sätz­lich ein­ge­plant. We­ber füg­te hin­zu, be­reits in die­sem Jahr wür­den 860 Fahr­dienst­lei­ter ein­ge­stellt, 400 mehr als zu­vor ge­plant. Das von 2014 an ge­plan­te neue Per­so­nal wer­de die Bahn rund 50 Mil­lio­nen Eu­ro jähr­lich kos­ten.

Die 450 neu­en An­ge­stell­ten mit be­fris­te­ten Ver­trä­gen sol­len vor al­lem hel­fen, Über­stun­den und Ur­laubs­an­sprü­che des Stamm­per­so­nals ab­zu­bau­en, wie We­ber sag­te.

Der Vor­sit­zen­de der Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft, Alex­an­der Kirch­ner, er­war­tet, dass auch die­se Be­schäf­tig­ten spä­ter bei der Bahn blei­ben. "Denn der Ab­bau von Mehr­ar­beit ist auch da­nach noch nö­tig", sag­te Kirch­ner.

Die zwei­ein­halb Mo­na­te, in der die Per­so­nal­pla­nung über­prüft wur­de, hät­ten sich ge­lohnt. "Wir sind noch lan­ge nicht am En­de, aber in der rich­ti­gen Rich­tung", sag­te Kirch­ner zu der Ver­stän­di­gung mit der Bahn­spit­ze.

Da­zu ge­hört auch ei­ne ta­rif­li­che Ver­ein­ba­rung, wo­nach Mehr­ar­beit lang­fris­tig auf Ar­beits­zeit­kon­ten über­tra­gen wer­den kann. Am 2. April 2014 soll bei ei­nem wei­te­ren Tref­fen ei­ne Zwi­schen­bi­lanz ge­zo­gen wer­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 19. Januar 2017

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