Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Bahn vor Re­kord­streik - Ein Drit­tel der Zü­ge soll fah­ren

Vier Ta­ge Aus­nah­me­zu­stand für die Bahn­kun­den: Am Mitt­woch be­ginnt ein lan­ger Lok­füh­rer­streik, zu­nächst im Gü­ter­ver­kehr. Von Don­ners­tag an trifft es auch die Rei­sen­den. Die Bahn ver­sucht die Wir­kung mit Not­fahr­plä­nen zu mil­dern

05.11.2014. (dpa) - Die Deut­sche Bahn steht vor dem längs­ten Streik ih­rer 20-jäh­ri­gen Ge­schich­te.

Die Lok­füh­rer wol­len mehr als vier Ta­ge die Ar­beit ru­hen las­sen.

Der Streik soll am Mitt­woch­nach­mit­tag (15.00 Uhr) im Gü­ter­ver­kehr be­gin­nen.

Ab Don­ners­tag bis Sonn­tag sind dann bun­des­weit al­le Fahr­gäs­te des Nah- und Fern­ver­kehrs und der S-Bah­nen be­trof­fen. Der Aus­stand im Per­so­nen­ver­kehr fängt am Don­ners­tag um 2.00 Uhr an und en­det am fol­gen­den Mon­tag um 4.00 Uhr, wie die Ge­werk­schaft Deut­scher Lo­ko­mo­tiv­füh­rer (GDL) am Diens­tag an­kün­dig­te.

Die Bahn will wie bei den vor­he­ri­gen Streiks für die vier Ta­ge Er­satz­fahr­plä­ne auf­stel­len. Sie strebt an, auf die­se Wei­se we­nigs­tens ein Drit­tel des nor­ma­len Zug­an­ge­bots auf die Schie­ne zu be­kom­men. Der vier­tä­gi­ge Aus­stand ist der sechs­te Streik im lau­fen­den Ta­rif­kon­flikt.

Aus der gro­ßen Ko­ali­ti­on kam schar­fe Kri­tik am Vor­ge­hen der GDL und ih­res Vor­sit­zen­den. "Claus We­sels­ky ver­liert ge­ra­de je­des Maß", sag­te SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin Yas­min Fa­hi­mi zu "Spie­gel On­line". Die Po­li­ti­ke­rin for­der­te We­sels­ky auf, sei­ne Streik­plä­ne zu­rück­zu­zie­hen. "Mit die­sem aber­ma­li­gen Aus­stand scha­det die GDL al­len Ge­werk­schaf­ten, sie be­schä­digt die So­li­da­ri­tät in­ner­halb der Bahn-Be­leg­schaft, und sie ver­är­gert Hun­dert­tau­sen­de von Bahn­kun­den, de­nen jetzt Cha­os­ta­ge be­vor­ste­hen."

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt (CSU) warn­te da­vor, die öf­fent­li­che Ak­zep­tanz für den neu­en Bahn­streik über Ge­bühr zu stra­pa­zie­ren. Der "Bild"-Zei­tung (Mitt­woch) sag­te Do­brindt, Streik sei zwar ein ele­men­ta­rer Be­stand­teil der Ta­rif­au­to­no­mie. Doch soll­ten die Ta­rif­par­tei­en "mit die­sem ho­hen Gut sehr ver­ant­wor­tungs­voll um­ge­hen". CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber be­ton­te: "Die Dau­er des Streiks al­lein lässt je­des Maß ver­mis­sen."

Der Fahr­gast­ver­band Pro Bahn be­dau­er­te den Streik. Die GDL und ihr Vor­sit­zen­der dürf­ten nicht län­ger al­les auf ei­ne Kar­te set­zen und kom­pro­miss­los al­le Ei­ni­gungs­vor­schlä­ge vom Tisch wi­schen. Sie müss­ten be­reit sein, zu­sam­men mit der Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) zu ver­han­deln.

Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber zeig­te sich em­pört: "Die­ser Streik­auf­ruf macht nur noch sprach­los und ist rei­ne Schi­ka­ne." Be­trof­fen sind auch die Fei­ern zum 25. Jah­res­tag des Mau­er­falls am Wo­chen­en­de in Ber­lin, wo bis­lang Hun­dert­tau­sen­de Gäs­te er­war­tet wur­den. Die Tou­ris­mus­bran­che in der Haupt­stadt sprach von ei­ner "ego­is­ti­schen Ent­schei­dung von ei­ni­gen We­ni­gen auf Kos­ten sehr Vie­ler".

Die GDL be­grün­de­te die Ak­ti­on mit der Wei­ge­rung der Bahn, über ei­nen ei­gen­stän­di­gen Ta­rif­ver­trag auch für Be­rufs­grup­pen zu ver­han­deln, die nicht Lok­füh­rer sind. Ein Ei­ni­gungs­ver­such bei­der Sei­ten war am Sonn­tag ge­schei­tert. Da­bei ging es um Spiel­re­geln für die künf­ti­ge Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen der Bahn, der GDL so­wie der EVG.

GDL-Chef Claus We­sels­ky sag­te, man wol­le und müs­se für al­le Mit­glie­der Ta­rif­ver­trä­ge aus­han­deln: "Die­ses Grund­recht ist in Ge­fahr und da­mit die Funk­ti­on von Ge­werk­schaf­ten an sich."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 23. März 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880