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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Befristung, Haushalt
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Köln
Akten­zeichen: 10 Sa 231/08
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 08.05.2009
   
Leit­sätze: 1. Zu den Vor­aus­set­zun­gen ei­ner Be­fris­tung aus Haus­halts­gründen gemäß §§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 Tz­B­fG; 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 (ju­ris: HG NW 2004/2005), 6 Abs. 8 HHG NW 2006 (ju­ris: HG NW 2006). (Rn.33) 2. Zu den Vor­aus­set­zun­gen des Dienst­stel­len­be­griffs im Rah­men der Aus­hilfs­beschäfti­gung nach § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. 6 Abs. 8 HHG NW 2006. (Rn.41)
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 10.01.2008, 19 Ca 8970/06
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, 10 Sa 231/08


Te­nor:

1. Auf die Be­ru­fung des be­klag­ten Lan­des wird das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 10.01.2008 – 19 Ca 8970/06 – ab­geändert.

Die Kla­ge wird ab­ge­wie­sen.

2. Die Kos­ten des Rechts­streits trägt die Kläge­rin.

3. Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.

 

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über die Be­en­di­gung ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses auf­grund sei­ner Be­fris­tung.

Die ver­hei­ra­te­te Kläge­rin, Mut­ter ei­nes Kin­des, war im An­schluss an ih­re Aus­bil­dung seit dem 09.07.1996 auf­grund zahl­rei­cher be­fris­te­ter Ar­beits­verträge als Jus­tiz­an­ge­stell­te für das be­klag­te Land tätig. We­gen der ein­zel­nen Ar­beits­verträge wird auf die ein­ge­reich­ten Ver­trags­ko­pi­en Be­zug ge­nom­men (Bl. 17 ff. d. A.).

Laut Wei­sungs­verfügung der Ver­wal­tung des Land­ge­richts K vom 07.08.1998 über­nahm die Kläge­rin – zunächst zur Ein­ar­bei­tung und Er­pro­bung – die Ver­wal­tung der Geschäfts­stel­le der Führungs­auf­sichts­stel­le (Ko­pie des Schrei­bens vom 07.08.1998 Bl. 45 d. A.). Dem

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Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en lag zu­letzt der be­fris­te­te Ar­beits­ver­trag vom 26.06.2006 mit ei­ner Lauf­zeit bis zum 31.12.2006 zu­grun­de.

§ 1 des Ar­beits­ver­tra­ges vom 26.06.2006 lau­tet wie folgt:

"Die Jus­tiz­an­ge­stell­te K E wird ab dem 05.07.2006 bis zum 31.12.2006 auf be­stimm­te 6 Zeit nach SR 2 y BAT als voll­beschäftig­te An­ge­stell­te bei dem Land­ge­richt K - Dienst­stel­le Bewährungs­stel­le – in der der­zei­ti­gen Beschäfti­gung als Schreib­kraft be­fris­tet wei­ter­beschäftigt, und zwar we­gen Vor­lie­gen des fol­gen­den sach­li­chen Grun­des:

Vorrüber­ge­hend freie Haus­halts­mit­tel (§ 7 Abs. 3 HHG)

Der be­fris­tet nutz­ba­ren Stel­len­an­tei­le der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M we­gen Son­der­ur­laub gemäß § 50 Abs. 1 BAT (...)"

§ 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 und der in­halts­glei­che für das fol­gen­de Haus­halts­jahr gel­ten­de § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 re­geln Fol­gen­des:

"Plan­stel­len und Stel­len können für Zeiträume, in de­nen Stel­len­in­ha­be­rin­nen und Stel­len­in­ha­ber vorüber­ge­hend kei­ne oder kei­ne vol­len Dienst­bezüge zu gewähren sind, im Um­fang der nicht in An­spruch ge­nom­me­nen Plan­stel­len- und Stel­len­an­tei­le für die Beschäfti­gung von be­am­te­ten Hilfs­kräften und Aus­hilfs­kräften in An­spruch ge­nom­men wer­den.

Die vor­ste­hen­de Re­ge­lung gilt nicht für Plan­stel­len und Stel­len oh­ne Be­sol­dungs­auf­wand und für Plan­stel­len und Stel­len, auf de­nen Be­am­tin­nen/Be­am­te, An­ge­stell­te oder Ar­bei­te­rin­nen/Ar­bei­ter geführt wer­den, die in­ner­halb der Lan­des­ver­wal­tun zu an­de­ren Ver­wal­tungs­zwei­gen (Ka­pi­teln) ab­ge­ord­net sind oder ab­ge­ord­net wer­den."

Mit ih­rer am 06.11.2006 beim Ar­beits­ge­richt Köln ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge vom 02.11.2006 wen­det sich die Kläge­rin ge­gen die Wirk­sam­keit der Be­fris­tung ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses zum 31.12.2006 und macht zu­gleich die Wei­ter­beschäfti­gung über den vor­ge­nann­ten Zeit­punkt hin­aus gel­tend.

Sie hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, es feh­le an ei­nem sach­li­chen Grund für die Be­fris­tung ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses. Ih­re Beschäfti­gung ste­he in kei­nem di­rek­ten Zu­sam­men­hang mit der El­tern­zeit der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M . Der Be­darf hin­sicht­lich der Beschäfti­gung der Kläge­rin in der Führungs­auf­sichts­stel­le ent­fal­le nicht bei Rück­kehr der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M in ih­ren Tätig­keits­be­reich. Ein kon­kre­ter Be­zug der Haus­halts­mit­tel, die durch die El­tern­zeit der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M frei ge­wor­den sei­en, be­ste­he zur kon­kre­ten Ar­beits­stel­le der Kläge­rin nicht. Haus­halts­mit­tel stünden viel­mehr all­ge­mein zur Verfügung, weil ver­schie­de­ne Mit­ar­bei­ter we­gen Be­ur­lau­bung oder El­tern­zeit aus­fie­len. Da­her könne die Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Kläge­rin nicht auf § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG gestützt wer­den. Das Be­ste­hen von sog. KW-Ver­mer­ken und der Weg­fall von Haus­halts­mit­teln fal­le grundsätz­lich in das Ri­si­ko des Ar­beit­ge­bers. Haus­halts­mit­tel und de­ren Be­gren­zung stell­ten nur dann ei­nen Sach­grund gemäß § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG dar, wenn de­ren Ver­wen­dung für be­fris­te­te Ar­beits­verhält­nis­se an­ge­ord­net und mit ei­ner kon­kre­ten Sach­re­ge­lung ver­bun­den sei. Die Mit­tel­ver­wen­dung aus ei­nem sog. Be­fris­tungs­topf sei hierfür nicht aus­rei­chend. Die Kläge­rin sei nicht als Aus­hilfs­kraft tätig, da­her grei­fe § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 nicht, da die­ser le­dig­lich für Aus­hilfs­kräfte an­zu­wen­den sei­en. Ei­ne haus­halts­recht­li­che Abhängig­keit zur Be­gründung ei­nes be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses sei nur dann an­zu­neh­men, wenn die Vergütung aus ei­ner kon­kre­ten, nur vorüber­ge­hend frei­en Plan­stel­le re­sul­tier­ten. Bei Ver­trags­schluss müsse die Pro­gno­se ge­ge­ben sein, dass nach Ab­lauf der Be­fris­tung Mit­tel zur Vergütung des be­fris­tet ein­ge­stell­ten Mit­ar­bei­ters nicht mehr zur Verfügung stünden. Wenn die Be­fris­tungs­dau­er si­gni­fi­kant hin­ter den Mit­teln aus der vorüber­ge­hend frei

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ge­wor­de­nen Stel­le zurück blei­be, gel­te ei­ne un­wi­der­leg­ba­re Ver­mu­tung, dass nicht al­lein haus­halts­mit­tel­recht­li­che Gründe für die Be­fris­tung des neu ein­ge­stell­ten Mit­ar­bei­ters aus­schlag­ge­bend ge­we­sen sei­en. Da­her könne die be­reits am 31.12.2006 ab­lau­fen­de Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses der Kläge­rin nicht durch die darüber hin­aus bis zum 07.04.2007 an­dau­ern­de El­tern­zeit bzw. den Son­der­ur­laub der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M be­gründet wer­den. Zu­dem sei die Jus­tiz­an­ge­stell­te M nicht in der­sel­ben Dienst­stel­le wie die Kläge­rin ein­ge­setzt. Während die Kläge­rin nämlich in der Führungs­auf­sichts­stel­le, in der ständi­ger Ar­beits­kräfte­be­darf herr­sche, ein­ge­setzt sei, sei die Jus­tiz­an­ge­stell­te M der all­ge­mei­nen Zi­vil­ab­tei­lung des Land­ge­richts K zu­zu­ord­nen. Die Führungs­auf­sichts­stel­le, in der die Kläge­rin ein­ge­setzt sei, sei in ei­nem ge­son­der­ten Dienst­gebäude der Bewährungs­hil­fe in der A un­ter­ge­bracht. Im Ar­beits­ver­trag der Kläge­rin sei zu­dem in § 1 als Ein­satz­be­reich auch aus­drück­lich die Dienst­stel­le Bewährungs­hil­fe ge­nannt. Die Kläge­rin sei im Rah­men ih­rer Auf­ga­ben­er­le­di­gung auch nicht als Aus­hilfs­kraft tätig, da der ei­gent­li­che Stel­len­in­ha­ber im Jahr 1998 in Ru­he­stand ge­tre­ten sei. Da­her be­ste­he ständi­ger Be­darf für die Auf­ga­ben­er­le­di­gung durch die Kläge­rin. Zu­dem hat die Kläge­rin die ord­nungs­gemäße Be­tei­li­gung des Per­so­nal­rats beim Zu­stan­de­kom­men des be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges mit ihr be­strit­ten. Des­sen er­for­der­li­che Zu­stim­mung sei nicht ein­ge­holt wor­den, dem Per­so­nal­rat sei­en auch nicht sämt­li­che er­for­der­li­chen Da­ten mit­ge­teilt wor­den.

Die Kläge­rin hat be­an­tragt,

1. fest­zu­stel­len, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en auf­grund der Be­fris­tung in dem Ar­beits­ver­trag vom 26.06.2006 nicht zum 31.12.2006 be­en­det ist;

2. das be­klag­te Land für den Fall des Ob­sie­gens mit dem An­trag zu 1. zu ver­ur­tei­len, die Kläge­rin über den 31.12.2006 hin­aus für die Dau­er des Rechts­streits als voll­beschäftig­te An­ge­stell­te wei­ter­zu­beschäfti­gen.

Das be­klag­te Land hat be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Das be­klag­te Land hat die An­sicht ver­tre­ten, für die Wirk­sam­keit der Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Kläge­rin sei ein er­kenn­ba­rer Zu­sam­men­hang zwi­schen der Ab­we­sen­heit der Plan­stel­len­in­ha­be­rin Frau M und der Beschäfti­gung der Kläge­rin als Aus­hilfs­an­ge­stell­te aus­rei­chend. Hierfür sei das Vor­lie­gen vorüber­ge­hend frei­er Haus­halts­mit­tel maßgeb­lich. Das Un­ter­schrei­ten der Dau­er des Son­der­ur­laubs der An­ge­stell­ten M bis 04.07.2007 durch die le­dig­lich bis 31.12.2006 an­dau­ern­de Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Kläge­rin ste­he der Wirk­sam­keit des Ar­beits­ver­trags­en­de nicht ent­ge­gen. Im Be­zirk des Ober­lan­des­ge­richts K sei herr­schen­de Pra­xis, ein­heit­li­che Be­fris­tun­gen der Ar­beits­verhält­nis­se möglichst für zwölf oder sechs Mo­na­te zum 31.12. oder 30.06. der be­tref­fen­den Ka­len­der­jah­re zu ver­ein­ba­ren, um möglichst vie­len be­fris­tet beschäftig­ten Ar­beit­neh­mern An­schluss­beschäfti­gun­gen zu ermögli­chen und ar­beit­ge­ber­sei­tig ei­ne Aus­wahl nach Leis­tungs­kri­te­ri­en tref­fen zu können. Die Führungs­auf­sichts­stel­le bzw. die Bewährungs­hil­fe sei Teil der ein­heit­li­chen Dienst­stel­le des Land­ge­richts K . Der Per­so­nal­rat sei mit Schrei­ben vom 10.05.2006 (Ko­pie des Anhörungs­schrei­bens Bl. 74 f. d. A.) an­gehört wor­den und ha­be mit Schrei­ben vom 24.05.2006 (Ko­pie des Schrei­bens Bl. 76 d. A.) sei­ne Zu­stim­mung er­teilt.

Das Ar­beits­ge­richt Köln hat mit Ur­teil vom 10.01.2008 die Kla­ge für be­gründet ge­hal­ten. Im We­sent­li­chen hat das Ar­beits­ge­richt dar­auf ab­ge­stellt, die Wirk­sam­keit der Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Kläge­rin zum 31.12.2006 sei zu ver­nei­nen, da die Vor­aus­set­zun­gen der Haus­halts­be­fris­tung nach § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG nicht erfüllt sei­en. Es feh­le an der hierfür not­wen­di­gen Kon­gru­enz zwi­schen der be­fris­te­ten
Beschäfti­gung der Kläge­rin bis 31.12.2006 und der fest­ste­hen­den Ab­we­sen­heit der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M auf­grund ih­res Son­der­ur­laubs bis 04.07.2007.

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Ge­gen das ihr am 31.01.2008 zu­ge­stell­te Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln hat das be­klag­te Land am 12.02.2008 Be­ru­fung ein­ge­legt und die­se am 31.03.2008 be­gründet.

Hier­zu hat das be­klag­te Land aus­geführt, das erst­in­stanz­li­che Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln ver­ken­ne die Vor­aus­set­zung für ei­ne haus­halts­recht­li­che Be­fris­tung nach § 14 Abs. 1 Nr. 2 Tz­B­fG. Aus­rei­chend sei nämlich hierfür, wenn der be­fris­tet beschäftig­te Ar­beit­neh­mer und der be­ur­laub­te Mit­ar­bei­ter dem Geschäfts­be­reich der­sel­ben Dienst­stel­le zu­ge­ord­net sei­en und ver­gleich­ba­re Tätig­kei­ten ausübten, wo­bei ei­ne recht­li­che und fach­li­che Aus­tausch­bar­keit nicht er­for­der­lich sei. Hin­ge­gen sei auf ei­ne sog. fi­nan­zi­el­le Kon­gru­enz nicht ab­zu­stel­len. Es gel­te nämlich der all­ge­mei­ne Grund­satz, dass ihm Rah­men von Be­fris­tun­gen der Sach­grund die Be­fris­tung als sol­che tra­gen müsse, nicht aber de­ren Dau­er. Die­ser Grund­satz sei auch bei Haus­halts­be­fris­tun­gen an­zu­wen­den. Ob der Zeit­raum der be­fris­te­ten Beschäfti­gung sich mit dem Zeit­raum des Fern­blei­bens des
Plan­stel­len­in­ha­bers de­cke, ste­he im Er­mes­sens­spiel­raum der haus­halts­mit­tel­be­wirt­schaf­ten­den Dienst­stel­le. Als die­se sei das Land­ge­richt K an­zu­se­hen. Die Führungs­auf­sichts­stel­le, in der die Kläge­rin zu­letzt tätig ge­we­sen sei, stel­le kei­ne ei­genständi­ge Dienst­stel­le dar. Die Dienst­auf­sicht wer­de auch für die Bewährungs­hil­fe und da­mit die Führungs­auf­sichts­stel­le durch den Präsi­den­ten des Land­ge­richts gemäß der Ausführungs­ver­ord­nung des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums vom 17.02.2000 aus­geübt (vgl. AV des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums vom 17.02.2000, Ko­pie Bl. 234 ff. d. A. und AV des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums vom 13.12.2001 be­tref­fend die Or­ga­ni­sa­ti­on der Auf­sichts­stel­len für die Führungs­auf­sicht, Ko­pie Bl. 256 ff. d. A.). Die Re­ge­lungs­kom­pe­tenz im per­so­nel­len und sach­li­chen Be­reich ste­he dem Präsi­den­ten, der Präsi­den­tin oder dem Präsi­den­ten des Land­ge­richts Köln zu. Die Bewährungs­hil­fe bzw. die Führungs­auf­sichts­stell­te stel­le da­her auch kei­ne selbstständi­ge Dienst­stel­le nach § 1 Abs. 3 LPVG NW dar. Dort sei auch kei­ne ei­ge­ne Per­so­nal­ver­tre­tung ge­bil­det.

Das be­klag­te Land be­an­tragt,

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 10.01.2008 (19 Ca 8970/06) ab­zuändern und 23 die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Die Kläge­rin be­an­tragt,

die Be­ru­fung ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 10.01.2008 (Az.: 19 Ca 8970/06) zurück­zu­wei­sen.

Die Kläge­rin ver­tei­digt das erst­in­stanz­li­che Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln und wie­der­holt und ver­tieft ihr erst­in­stanz­li­ches Vor­brin­gen. Hier­zu be­haup­tet die Kläge­rin, es sei­en stets Mit­tel für die be­fris­te­te Beschäfti­gung von Aus­hilfs- und Ver­tre­tungs­kräften im Geschäfts­be­reich des be­klag­ten Lan­des vor­han­den. Da­her sei bei Ab­schluss des be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges mit der Kläge­rin kei­ne Pro­gno­se zu er­stel­len ge­we­sen, dass nur Mit­tel vorüber­ge­hend für ih­re Beschäfti­gung vor­han­den ge­we­sen sei­en. Es be­ste­he viel­mehr ein dau­er­haf­ter un­be­grenz­ter Beschäfti­gungs­be­darf ge­genüber der Kläge­rin. Zur Recht­fer­ti­gung der Be­fris­tun­gen sei zu­min­dest ein mit­tel­ba­res Ver­tre­tungs­verhält­nis er­for­der­lich, was zwi­schen der Kläge­rin und der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M nicht ge­ge­ben sei. Die Kläge­rin ver­bleibt bei ih­rer An­sicht, die Bewährungs­hil­fe­dienst­stel­le sei ge­genüber dem Land­ge­richt K als ei­genständi­ge Dienst­stel­le an­zu­se­hen. Dies er­ge­be sich bei­spiel­haft aus der Verfügung des Präsi­den­ten des Ober­lan­des­ge­richts vom 11.03.2008, in der die Bewährungs­hil­fe als ei­ge­ne Dienst­stel­le gemäß § 1 Abs. 2 S. 1 BGG NW ge­nannt sei (Ko­pie des Schrei­bens vom 11.03.2008 Bl. 215, 215 R d. A.). Von da­her könne nicht da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Kläge­rin zur De­ckung des Mehr­be­darfs bei der Dienst­stel­le Bewährungs­hil­fe be­fris­tet beschäftigt wor­den sei. Ein er­for­der­li­cher ak­tu­el­ler Mehr­be­darf in der Dienst­stel­le der Kläge­rin sei nicht ge­ge­ben, da von ei­nem dau­er­haf­ten An­stieg der Ar­beits­men­ge dort aus­zu­ge­hen sei. Die Kläge­rin be­strei­tet mit Nicht­wis­sen, dass die
Vergütung der Kläge­rin durch auf­grund des Son­der­ur­laubs der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M frei

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ge­wor­de­ner Haus­halts­mit­tel zu re­fi­nan­zie­ren sei.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat gemäß Be­weis­be­schluss vom 19.06.2008 und wei­te­rem Be­weis­be­schluss vom 08.05.2009 Be­weis er­ho­ben durch Ver­neh­mung der Zeu­gin B und des Zeu­gen R . Bezüglich des Be­wei­s­er­geb­nis­ses wird auf das Pro­to­koll aus der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 08.05.2009 (Bl. 307 ff. d. A.) ver­wie­sen.

We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Sach- und Streit­stan­des wird auf die Schriftsätze der Par­tei­en nebst den zu den Ak­ten ge­reich­ten An­la­gen, wel­che Ge­gen­stand der münd­li­chen Ver­hand­lung wa­ren, ergänzend ver­wie­sen.

Ent­schei­dungs­gründe

I. Die statt­haf­te und form- so­wie frist­ge­recht ein­ge­leg­te Be­ru­fung des be­klag­ten Lan­des 30 ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 10.01.2008 ist zulässig (§§ 64 Abs. 1, 64 Abs. 2 c, 66 Abs. 1, 64 Abs. 6 ArbGG, 519, 520 ZPO).

II. Die Be­ru­fung ist auch be­gründet, da sich die im Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en vom 31 26.06.2006 ver­ein­bar­te Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses zum 31.12.2006 aus sach­li­chem Grund gemäß § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG als wirk­sam er­weist. Da­her war das erst­in­stanz­li­che Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln ab­zuändern und die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

1. Nach § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG liegt ein sach­li­cher Grund für die Be­fris­tung ei­nes Ar­beits­ver­trags vor, wenn der Ar­beit­neh­mer aus Haus­halts­mit­teln vergütet wird, die haus­halts­recht­lich für ei­ne be­fris­te­te Beschäfti­gung be­stimmt sind und er ent­spre­chend beschäftigt wird. Der Sach­grund des § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG er­for­dert die Vergütung des Ar­beit­neh­mers aus Haus­halts­mit­teln, die mit ei­ner kon­kre­ten Sach­re­ge­lung auf der Grund­la­ge ei­ner nach­voll­zieh­ba­ren Zweck­set­zung ver­se­hen sind. Die für die Vergütung des be­fris­tet ein­ge­stell­ten Ar­beit­neh­mers verfügba­ren Haus­halts­mit­tel müssen für ei­ne Auf­ga­be von nur vorüber­ge­hen­der Dau­er vor­ge­se­hen sein (vgl. BAG, Ur­teil vom 14.02.2007 – 7 AZR 193/06 -, in NZA 2007, S. 871 ff.). Die Vor­aus­set­zun­gen des § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG lie­gen nicht vor, wenn die Haus­halts­mit­tel le­dig­lich all­ge­mein für die Beschäfti­gung von Ar­beit­neh­mern im Rah­men von be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­sen be­reit ge­stellt wer­den (vgl. BAG, Ur­teil vom 14.02.2007 – 7 AZR 193/06 -, a. a. O.; Ur­teil vom 18.10.2006 – 7 AZR 419/05 – in NZA 2007, S. 332 ff.).

Der Sach­grund er­for­dert ne­ben der nur zeit­lich be­grenz­ten Verfügbar­keit von Haus­halts­mit­teln den über­wie­gen­den Ein­satz des be­fris­tet beschäftig­ten Ar­beit­neh­mers ent­spre­chend der Zweck­set­zung der be­reit­ste­hen­den Haus­halts­mit­tel. Da­bei sind die Umstände bei Ver­trags­schluss maßgeb­lich. Dies gilt auch für die Fra­ge, ob der Ar­beit­neh­mer aus den Haus­halts­mit­teln vergütet wor­den ist. Wird später fest­ge­stellt, dass der Ar­beit­neh­mer tatsächlich nicht aus den bei Ver­trags­schluss verfügba­ren Haus­halts­mit­teln vergütet oder ent­spre­chend der Zweck­set­zung der zur Verfügung ste­hen­den Haus­halts­mit­tel beschäftigt wird, kann dies ein In­diz dafür sein, dass der Be­fris­tungs­grund in Wirk­lich­keit nicht ge­ge­ben, son­dern nur vor­ge­scho­ben ist. Es ob­liegt in die­sem Fall dem Ar­beit­ge­ber, die vom Ver­trag ab­wei­chen­de Hand­ha­bung zu erklären (vgl. BAG, Ur­teil vom 20.02.2008 – 7 AZR 972/06 -, in AP Nr. 6 zu § 14 Tz­B­fG Haus­halt; Ur­teil vom 14.02.2007 – 7 AZR 193/06 -, a. a. O.).

Nach § 1 des letz­ten be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges der Par­tei­en vom 26.06.2006 be­ruh­te die Be­fris­tung auf dem sach­li­chen Grund der vorüber­ge­hend frei­en Haus­halts­mit­tel nach § 7 Abs. 3 HHG. Die Kläge­rin ist auch tatsächlich ent­spre­chend der in § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. des in­halts­glei­chen für das Jahr 2006 ein­schlägi­gen § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 ent­hal­ten­den haus­halts­recht­li­chen Zweck­set­zung als Aus­hilfs­kraft beschäftigt wor­den.

a) Nach § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 können Plan­stel­len

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und Stel­len für Zeiträume, in de­nen Stel­len­in­ha­be­rin­nen und Stel­len­in­ha­bern vorüber­ge­hend kei­ne oder kei­ne vol­len Dienst­bezüge zu gewähren sind, im Um­fang der nicht in An­spruch ge­nom­me­nen Plan­stel­len- oder Stel­len­an­tei­le für die Beschäfti­gung von be­am­te­ten Hilfs­kräften und Aus­hilfs­kräften in An­spruch ge­nom­men wer­den. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts liegt ei­ne Beschäfti­gung als Aus­hilfs­kraft im Sin­ne des § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 vor, wenn die Haus­halts­mit­tel be­wirt­schaf­ten­de Dienst­stel­le hier­durch ent­we­der ei­nen Mehr­be­darf bei sich oder in ei­ner Dienst­stel­le ih­res nach­ge­ord­ne­ten Geschäfts­be­reichs ab­deckt oder ei­nen be­trieb­li­chen Be­darf in der Dienst­stel­le aus­gleicht, der der vorüber­ge­hend ab­we­sen­de Plan­stel­len- oder Stel­len­in­ha­ber an­gehört. Mit die­sem In­halt genügt die Vor­schrift den an ei­ne aus­rei­chen­de
haus­halts­recht­li­che Zweck­set­zung zu stel­len­den An­for­de­run­gen (vgl. BAG, Ur­teil vom 20.02.2008 – 7 AZR 972/06 – a. a. O.; Ur­teil vom 14.02.2007 – 7 AZR 193/06 -, a. a. O.).

aa) Zunächst war fest­zu­stel­len, dass so­wohl die Kläge­rin als auch die Jus­tiz­an­ge­stell­te M als vorüber­ge­hend we­gen ih­res Son­der­ur­laubs nach § 50 Abs. 1 BAT ab­we­sen­de Stel­len­in­ha­be­rin dem Geschäfts­be­reich der­sel­ben haus­halts­mit­tel­be­wirt­schaf­ten­den Dienst­stel­le zu­zu­ord­nen sind und mit Rück­sicht auf ih­re je­wei­li­ge Ein­grup­pie­rung nach der Vergütungs­grup­pe VII BAT An­la­ge 1 a auch ver­gleich­ba­re Tätig­kei­ten ausüben.

Nach Durchführung der Be­weis­auf­nah­me durch Ver­neh­mung des Zeu­gen R im Ter­min zur münd­li­chen Ver­hand­lung vom 08.05.2009 steht zur hin­rei­chen­den Über­zeu­gung der Kam­mer fest, dass haus­halts­mit­tel­be­wirt­schaf­ten­de Dienst­stel­le für die Führungs­auf­sichts­stel­le beim Land­ge­richt K , in der die Kläge­rin ein­ge­setzt war, so­wie für den sons­ti­gen Be­reich beim Land­ge­richt K und da­mit auch für den Zi­vil­be­reich, in­ner­halb des­sen die Jus­tiz­an­ge­stell­te M vor ih­rem Son­der­ur­laub nach § 50 BAT tätig war, der Präsi­dent des Land­ge­richts K ist. Der Zeu­ge R , der bis En­de des Jah­res 2008 als ständi­ger Ver­tre­ter des Geschäfts­lei­ters des Land­ge­richts K tätig war, hat im Rah­men sei­ner Aus­sa­ge dar­auf ver­wie­sen, dass vom Präsi­den­ten des Land­ge­richts im Rah­men sei­ner Jus­tiz­ver­wal­tungstätig­keit Verträge mit den Mit­ar­bei­tern selbstständig ge­schlos­sen wer­den, wo­bei der Präsi­dent des Land­ge­richts im Rah­men der Ein­stel­lung ent­schei­det, wer, wann, wo und wie lan­ge beschäftigt wird. Im Rah­men der Zu­wei­sung von Haus­halts­mit­teln in Form des sog. Kas­sen­an­schlags vom Ober­lan­des­ge­richt K be­wirt­schaf­tet der Präsi­dent des Land­ge­richts K nach Be­kun­dung des Zeu­gen R die­se Stel­len und stellt ei­nen ei­ge­nen Stel­len­plan aus. Aus die­sen ei­genständi­gen Ent­schei­dungs­kom­pe­ten­zen des Präsi­den­ten des Land­ge­richts ist da­her auf sei­ne Zuständig­keit für die Haus­halts­mit­tel­be­wirt­schaf­tung in­ner­halb sei­nes Geschäfts­be­reichs zu schließen.

bb) Bei der Beschäfti­gung ei­ner Aus­hilfs­kraft zur De­ckung ei­nes Mehr­be­darfs müssen der vorüber­ge­hend ab­we­sen­de Plan­stel­len- oder Stel­len­in­ha­ber und der be­fris­tet beschäftig­te Ar­beit­neh­mer nicht der glei­chen Dienst­stel­le an­gehören. Es ist aus­rei­chend, dass bei­de Ar­beit­neh­mer dem Geschäfts­be­reich der­sel­ben haus­halts­mit­tel­be­wirt­schaf­ten­den Dienst­stel­le zu­ge­ord­net sind und ver­gleich­ba­re Tätig­kei­ten ausüben. Hier­durch wird der für das Merk­mal des Aus­hilfs­an­ge­stell­ten im Sin­ne des § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 er­for­der­li­che Zu­sam­men­hang her­ge­stellt. Ein die Ein­stel­lung ei­ner Aus­hilfs­kraft im Sin­ne des § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 recht­fer­ti­gen­der Mehr­be­darf liegt vor, wenn die Ar­beits­men­ge in ei­ner Dienst­stel­le des Geschäfts­be­reichs der Haus­halts­mit­tel be­wirt­schaf­ten­den Dienst­stel­le so an­ge­stie­gen ist, dass sie nicht oder in nicht an­ge­mes­se­ner Zeit mit dem nach dem Stel­len­plan verfügba­ren Per­so­nal die­ser Dienst­stel­le er­le­digt wer­den kann. Das Vo­lu­men der übli­cher­wei­se zu bewälti­gen­den Ar­beits­leis­tung wird durch die im Stel­len­plan fest­ge­leg­te Per­so­nal­aus­stat­tung be­stimmt, de­ren An­ge­mes­sen­heit ei­ner be­fris­tungs­recht­li­chen Kon­trol­le ent­zo­gen ist. Liegt in der Dienst­stel­le ein mit der stel­len­planmäßigen Per­so­nal­aus­stat­tung nicht mehr zu bewälti­gen­der Ar­beits­an­fall vor, be­steht ein Bedürf­nis für die Beschäfti­gung ei­nes Ar­beit­neh­mers in dem von dem Mehr­be­darf be­trof­fe­nen Ar­beits­be­reich. Ein Mehr­be­darf liegt al­ler­dings nicht mehr vor, wenn der öffent­li­che Ar­beit­ge­ber von ei­nem dau­er­haf­ten An­stieg der Ar­beits­men­ge aus­geht und auf

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or­ga­ni­sa­to­ri­sche Maßnah­men zur An­pas­sung der Stel­len­aus­stat­tung an den Be­darf, wie z. B. das Ein­wer­ben von neu­en Stel­len, die Ver­la­ge­rung von Stel­len von an­de­ren Dienst­stel­len oder die Um­or­ga­ni­sa­ti­on des Ar­beits­ab­laufs ver­zich­tet.

Vor­lie­gend kann da­hin ge­stellt blei­ben, ob die Dar­le­gung der Kläge­rin, sie sei im Jahr 1998 nach Aus­schei­den des dor­ti­gen Stel­len­plan­in­ha­bers der Führungs­auf­sichts­stel­le zu­ge­wie­sen wor­den und ha­be während der Beschäfti­gung auf­grund der sich dar­an an­sch­ließen­den mehr­fa­chen Be­fris­tun­gen den re­gelmäßig vor­lie­gen­den
Beschäfti­gungs­be­darf durch ih­re Tätig­keit ab­ge­deckt, ei­nem Mehr­be­darf im Sin­ne der § 7
Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 ent­ge­genstünde.

b) Vom Be­griff der Aus­hilfs­kraft im Sin­ne der vor­ge­nann­ten haus­halts­ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten des Lan­des Nord­rhein West­fa­len ist nämlich auch ei­ne Beschäfti­gung zur Bewälti­gung ei­nes Ar­beits­be­darfs bei der Dienst­stel­le um­fasst, der der vorüber­ge­hend ab­we­sen­de Plan­stel­len- bzw. Stel­len­in­ha­ber bis zum Be­ginn sei­ner Frei­stel­lung an­gehört hat. Der Be­darf an der Ar­beits­leis­tung des be­fris­tet beschäftig­ten Ar­beit­neh­mers muss da­bei nicht auf ei­ner an­ge­stie­ge­nen Ar­beits­men­ge be­ru­hen, son­dern er kann auf ei­ne feh­len­de Ab­de­ckung der bis­he­ri­gen Ar­beits­men­ge durch die vor­han­de­ne Be­leg­schaft zurück­zuführen sein. An­ders als bei dem Sach­grund der Ver­tre­tung nach § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 Tz­B­fG ist je­doch kein Kau­sal­zu­sam­men­hang zwi­schen der be­fris­te­ten Beschäfti­gung der Aus­hilfs­kraft und dem durch die vorüber­ge­hen­de Ab­we­sen­heit des Plan­stel­len- oder Stel­len­in­ha­bers in der Dienst­stel­le ent­stan­de­nen Ar­beits­kräfte­be­darfs er­for­der­lich. § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 ver­lan­gen nicht, dass der be­fris­tet beschäftig­te Ar­beit­neh­mer zur Ver­tre­tung des vorüber­ge­hend ab­we­sen­den Plan­stel­len- bzw. Stel­len­in­ha­bers oder ei­nes an­de­ren Ar­beit­neh­mers ein­ge­stellt wor­den ist. Ei­ne recht­li­che und fach­li­che Aus­tausch­bar­keit der Aus­hilfs­kraft mit dem vorüber­ge­hend ab­we­sen­den Plan­stel­len- oder Stel­len­in­ha­ber ist nicht er­for­der­lich. Es ist viel­mehr aus­rei­chend, wenn der Beschäftig­te Auf­ga­ben wahr­nimmt, die an­sons­ten ei­nem oder meh­re­ren an­de­ren Ar­beit­neh­mern der Dienst­stel­le über­tra­gen wor­den wären, die dem Ar­beits­be­reich des vorüber­ge­hend ab­we­sen­den Plan­stel­len- oder Stel­l­in­ha­bers an­gehören.

Die­se Vor­aus­set­zun­gen lie­gen hin­ge­gen nicht vor, wenn der be­fris­tet beschäftig­te Ar­beit­neh­mer nicht in der Dienst­stel­le des vorüber­ge­hend ab­we­sen­den Plan­stel­l­in­ha­bers, son­dern in ei­ner an­de­ren Dienst­stel­le zur Ab­de­ckung ei­nes durch die Ab­we­sen­heit ei­nes an­de­ren Ar­beit­neh­mers ent­stan­de­nen Mehr­be­darfs ein­ge­setzt wird. In die­sem Fall fehlt es an dem er­for­der­li­chen Zu­sam­men­hang zwi­schen dem Feh­len des Plan­stel­len- oder Stel­len­in­ha­bers und der Beschäfti­gung des neu ein­ge­stell­ten Ar­beit­neh­mers (vgl. BAG, Ur­teil vom 14.02.2007 – 7 AZR 193/06 -, a. a. O.).

Mit die­ser so be­schrie­be­nen tätig­keits­be­zo­ge­nen Zweck­set­zung genügen die haus­halts­recht­li­chen Vor­schrif­ten der §§ 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. 6 Abs. 8 HHG NW 2006 so­wohl dem sich aus Art. 12 Abs. 1 GG er­ge­ben­den ver­fas­sungs­recht­li­chen Un­ter­maßver­bot als auch den sich aus der Richt­li­ne 1999/70/EG des Ra­tes vom 28.06.1999 zur Durchführung der EGB-UN­ICE-CEEP-Rah­men­ver­ein­ba­rung über be­fris­te­te
Ar­beits­verträge er­ge­ben­den An­for­de­run­gen des Ge­mein­schafts­rechts an ei­ne sach­lich ge­recht­fer­tig­te Be­fris­tung von Ar­beits­verträgen (vgl. hier­zu BAG, Ur­teil vom 18.10.2006 - 7 ARZ 419/05 – in NZA 2007, S. 332 ff.).

Vor­lie­gend ist da­von aus­zu­ge­hen, dass die Führungs­auf­sichts­stel­le, in der die Kläge­rin be­fris­tet beschäftigt ge­we­sen ist, als Teil ei­ner ein­heit­li­chen Dienst­stel­le des Land­ge­richts K an­zu­se­hen ist, so dass die Kläge­rin und die vorüber­ge­hend ab­we­sen­de Stel­len­plan­in­ha­be­rin, die Jus­tiz­an­ge­stell­te M , der­sel­ben Dienst­stel­le an­gehören.

Bei der Be­stim­mung des Be­griffs der Dienst­stel­le im Sin­ne der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zur Haus­halts­be­fris­tung nach § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG ist an die Kom­pe­tenz in der Re­ge­lung von Per­so­nal­an­ge­le­gen­hei­ten an­zu­knüpfen, da der Ab­schluss

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von Ar­beits­verhält­nis­sen und da­bei auch die Ent­schei­dung, ob die­se be­fris­tet ver­ein­bart wer­den sol­len, in die­sen Re­ge­lungs­zu­sam­men­hang fällt. Da­ge­gen ist für § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG nicht auf den Dienst­stel­len­be­griff im ver­wal­tungs­recht­li­chen Sin­ne ab­zu­stel­len. Dar­un­ter wird ge­mein­hin je­de Ein­rich­tung ju­ris­ti­scher Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts – gleich­viel ob es sich um Behörden, Ver­wal­tungs­stel­len oder Be­trie­be han­delt – ver­stan­den. In die­sem all­ge­mein be­grif­fe­nen Sin­ne ist Dienst­stel­le die Zu­wei­sung ei­nes sach­lich und ört­lich be­stimm­ten Auf­ga­ben­krei­ses an ei­ne zu des­sen Er­le­di­gung durch or­ga­ni­sa­to­ri­sche Maßnah­men von an­de­ren Ein­hei­ten des öffent­li­chen Diens­tes ab­ge­grenz­te Ver­wal­tungs­ein­heit (vgl. Ha­vers, Kom­men­tar zum LPVG NW, 9. Auf­la­ge 1995, § 1 LPVG, Erläute­rung 59).

Da­her ist ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Kläge­rin nicht maßgeb­lich et­wa auf das Schrei­ben 45
des Ober­lan­des­ge­richts vom 11.03.2008 ab­zu­stel­len, in der die Bewährungs­auf­sicht als Dienst­stel­le gemäß § 1 Abs. 2 S. 1 PGG NW be­zeich­net wird. Dies be­trifft die Stel­lung der Bewährungs­auf­sicht im all­ge­mei­nen ver­wal­tungs­recht­li­chen Sin­ne.

Hin­ge­gen bie­tet die Ausführungs­ver­ord­nung für die Führungs­auf­sichts­stel­le vom 13.12.2001 46 (Bl. 256 ff. d. A.) hin­rei­chen­de An­halts­punk­te dafür, die Führungs­auf­sichts­stel­le als un­selbstständi­gen Teil der ein­heit­li­chen Dienst­stel­le des Land­ge­richts K zu be­trach­ten. So un­ter­ste­hen die An­gehöri­gen der Auf­sichts­stel­le nach Zif­fer

II. 4 a der Dienst­auf­sicht der Präsi­den­tin oder des Präsi­den­ten des Land­ge­richts, die/der auch die Geschäfts­ver­tei­lung re­gelt. So­weit es sich um Mit­ar­bei­ter des Büro- und Kanz­lei­diensts han­delt, kann die Dienst­auf­sicht der Geschäfts­lei­tung des Ge­richts ganz oder teil­wei­se über­tra­gen wer­den. Nach Zif­fer II. 2 wird die Auf­sichts­stel­le zwar von ei­ner Rich­te­rin oder ei­nem Rich­ter ge­lei­tet. Die­ser wie­der­um ist aber durch die Präsi­den­tin oder den Präsi­den­ten des Land­ge­richts ih­rer- bzw. sei­ner­seits be­stellt wor­den.
Die Per­so­nal­kom­pe­tenz des Präsi­den­ten des Land­ge­richts K er­weist sich auch im Ein­zel­fall 47 ge­genüber der Kläge­rin persönlich. So ist die­se durch Verfügung des Präsi­den­ten des Land­ge­richts K vom 07.08.1998 sel­ber der Geschäfts­stel­le der Führungs­auf­sichts­stel­le zu­ge­wie­sen wor­den. Die Kläge­rin trägt zu­dem sel­ber vor, dass sie sich für die Geschäfts­stel­le der Führungs­auf­sichts­stel­le beim Land­ge­richt K schrift­lich hat be­wer­ben müssen. Sämt­li­che be­fris­te­te Ar­beits­verträge der Kläge­rin sind auf Ar­beit­ge­ber­sei­te durch den Präsi­den­ten des Land­ge­richts K un­ter­zeich­net. Vor Ab­schluss des letz­ten be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges vom 26.06.2006 ist die Anhörung des beim Land­ge­richt K ge­bil­de­ten Per­so­nal­rats durch den Präsi­den­ten des Land­ge­richts mit Schrei­ben vom 10.05.2006 er­folgt.

Nach all­dem ist von ei­ner ge­mein­sa­men Beschäfti­gungs­dienst­stel­le in Ge­stalt des Land­ge­richts K so­wohl für die Kläge­rin im Rah­men ih­rer Tätig­keit in der Geschäfts­stel­le der Führungs­auf­sichts­stel­le als auch für die Jus­tiz­an­ge­stell­te M im Rah­men ih­rer Beschäfti­gung im all­ge­mei­nen Zi­vil­be­reich des Land­ge­richts aus­zu­ge­hen.

Mit Rück­sicht dar­auf be­darf es nicht der Fest­stel­lung ei­nes Mehr­be­darfs in Form ei­ner an­ge­stie­ge­nen Ar­beits­men­ge in ei­ner Dienst­stel­le des Geschäfts­be­reichs der Haus­halts­mit­tel be­wirt­schaf­ten­den Dienst­stel­le. Es ist viel­mehr aus­rei­chend, dass die be­fris­tet beschäftig­te Kläge­rin Auf­ga­ben wahr­ge­nom­men hat, die an­sons­ten ei­nem oder meh­re­ren an­de­ren Ar­beit­neh­mern der Dienst­stel­le des Land­ge­richts K über­tra­gen wor­den wären, die dem Ar­beits­be­reich der vorüber­ge­hend ab­we­sen­den Stel­len­in­ha­be­rin, der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M , an­gehörten.

c) Die Kläge­rin ist auch aus Haus­halts­mit­teln vergütet wor­den, die durch die vorüber­ge­hen­de Ab­we­sen­heit der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M haus­halts­recht­lich für die Ein­stel­lung von Aus­hilfs­kräften im Sin­ne der §§ 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005, 6 Abs. 8 HH­GNW 2006 zur Verfügung stan­den. Die vor­ge­nann­ten haus­halts­recht­li­chen Vor­schrif­ten stel­len selbst kei­ne Haus­halts­mit­tel für die Ein­stel­lung von be­fris­tet beschäftig­ten

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Ar­beit­neh­mern be­reit. Die Be­stim­mung enthält le­dig­lich ei­ne an die Ver­wal­tung ge­rich­te­te Ermäch­ti­gung für die Beschäfti­gung von Aus­hilfs­kräften. Der Be­trag der hierfür zur Verfügung ste­hen­den Haus­halts­mit­tel er­gibt sich erst aus der Zu­ord­nung zu dem im maßgeb­li­chen Haus­halts­zeit­raum vorüber­ge­hend ab­we­sen­den Plan­stel­len- oder Stel­len­in­ha­ber, die von der Ver­wal­tung vor­ge­nom­men wird. Die be­tragsmäßige Aus­wei­sung der für die be­fris­te­te Beschäfti­gung zur Verfügung ste­hen­den Haus­halts­mit­tel im Haus­halts­plan ist je­doch nach § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG nicht er­for­der­lich. Es ist für das Merk­mal der Haus­halts­mit­tel aus­rei­chend, wenn die Plan­stel­len und Stel­len, bei de­nen die Vor­aus­set­zun­gen der §§ 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005, 6 Abs. 8 HHG NW 2006 erfüllt sind, durch die Lan­des­ver­wal­tung vor dem Ab­schluss des be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges in nach­voll­zieh­ba­rer Form – re­gelmäßig durch ei­nen Ak­ten­ver­merk – fest­ge­stellt wor­den sind (vgl. BAG, Ur­teil vom 18.04.2007 – 7 AZR 316/06 -, in AP Nr. 3 zu § 14 Tz­B­fG Haus­halt).

Nach Ver­neh­mung der Zeu­gin B im Ter­min zur münd­li­chen Ver­hand­lung vom 08.05.2009 steht zur Über­zeu­gung der Kam­mer fest, dass sich die Jus­tiz­an­ge­stell­te Frau Mersch je­den­falls zum Zeit­punkt des Ab­laufs des be­fris­te­ten Ar­beits­ver­tra­ges mit der Kläge­rin zum 31.12.2006 im Son­der­ur­laub be­fun­den hat. Die Zeu­gin B hat im Rah­men ih­rer Be­kun­dung dar­auf hin­ge­wie­sen, dass gemäß dem Aus­druck aus dem Stel­len­plan beim Land­ge­richt K ent­spre­chend Bl. 298 d. A. die durch den Son­der­ur­laub von Frau M frei ge­wor­de­nen Haus­halts­mit­tel für die Vergütung der Kläge­rin ein­ge­setzt wor­den sind. Ent­spre­chen­des er­gibt sich aus dem Ak­ten­ver­merk vom 07.06.2006 gemäß Bl. 77 d. A., wo­nach die Kläge­rin ab dem 05.07.2006 in der Stel­le M stel­lenmäßig geführt wird.

Im Übri­gen hat das be­klag­te Land im Schrift­satz vom 03.04.2009 im Ein­zel­nen dar­ge­stellt, dass die durch die vorüber­ge­hen­de Ab­we­sen­heit der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M frei ge­wor­de­nen Haus­halts­mit­tel in Höhe von de­ren Vergütung nach der Grund­vergütung Vergütungs­grup­pe VII Stu­fe 35 nebst Zu­schlägen und Zu­la­gen die an die Kläge­rin ge­zahl­te Vergütung in Höhe der Grund­vergütung Vergütungs­grup­pe VII Stu­fe 35 nebst ent­spre­chen­den Zu­schlägen und Zu­la­gen ab­ge­deckt ha­ben.

d) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ar­beits­ge­richts Köln in der erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dung vom 10.01.2008 muss ei­ne auf § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG gestütz­te Be­fris­tung nicht auf den Zeit­punkt er­fol­gen, bis zu dem Haus­halts­mit­tel für ei­ne be­fris­te­te Beschäfti­gung zur Verfügung ste­hen. Nach § 7 Abs. 3 HHG NW 2004/2005 bzw. § 6 Abs. 8 HHG NW 2006 steht es im Er­mes­sen der haus­halts­mit­tel­be­wirt­schaf­ten­den Dienst­stel­le, ob sie von der Möglich­keit ei­ner auf die vorüber­ge­hend zur Verfügung ste­hen­den Haus­halts­mit­tel gestütz­ten be­fris­te­ten Ein­stel­lung über­haupt Ge­brauch macht. Die­ser Frei­raum um­fasst auch die Dau­er der Beschäfti­gung der Aus­hilfs­kraft. Die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Be­fris­tungs­dau­er be­darf nach ständi­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts kei­ner ei­ge­nen sach­li­chen Recht­fer­ti­gung. Die Be­fris­tungs­dau­er ist nicht Teil des Sach­grunds für die Be­fris­tung. Der Be­fris­tungs­dau­er kommt nur in­so­fern Be­deu­tung zu, als sie ne­ben
an­de­ren Umständen dar­auf hin­wei­sen kann, dass der Sach­grund für die Be­fris­tung nur
vor­ge­scho­ben ist. Dies gilt auch für Be­fris­tun­gen nach § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG (vgl.
BAG, Ur­teil vom 20.02.2008 – 7 AZR 972/06 –, a. a. O. m. w. N.). Da­her steht der
Wirk­sam­keit der Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Kläge­rin gemäß Ar­beits­ver­trag
vom 26.06.2006 nicht ent­ge­gen, dass die Be­fris­tungs­dau­er bis 31.12.2006 nicht bis zum
Zeit­punkt des da­mals be­an­trag­ten Son­der­ur­laubs der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M bis 04.07.2007
er­folg­te.

2. Die Be­fris­tung durch den Ar­beits­ver­trag von 26.06.2006 ist nicht nach § 72 Abs. 1 Nr. 1, § 54 Abs. 1 LPVG NW un­wirk­sam.

Nach § 72 Abs. 1 Nr. 1 LPVG NW hat der Per­so­nal­rat bei der Be­fris­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen mit­zu­be­stim­men. Ei­ne Maßnah­me, die der Mit­be­stim­mung des Per­so­nal­rats un­ter­liegt, kann nach § 66 Abs. 1 LPVG NW nur mit sei­ner Zu­stim­mung ge­trof­fen wer­den. Un­ter­liegt ei­ne Maßnah­me der Mit­be­stim­mung des Per­so­nal­rats, hat der

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Lei­ter der Dienst­stel­le dem Per­so­nal­rat von der be­ab­sich­tig­ten Maßnah­me zu un­ter­rich­ten und sei­ne Zu­stim­mung zu be­an­tra­gen (§ 66 Abs. 2 S. 1 LPVG NW). Im Rah­men des Mit­be­stim­mungs­ver­fah­rens hat der Ar­beit­ge­ber dem Per­so­nal­rat den Be­fris­tungs­grund und die in Aus­sicht ge­nom­me­ne Be­fris­tungs­dau­er mit­zu­tei­len.

Die­se Vor­aus­set­zun­gen hat das be­klag­te Land erfüllt. Der Per­so­nal­rat wur­de vom Präsi­den­ten des Land­ge­richts mit Schrei­ben vom 10.05.2006 zur be­fris­te­ten Beschäfti­gung der Kläge­rin bis zum 31.12.2006 un­ter An­ga­be des sach­li­chen Grun­des in Ge­stalt der vorüber­ge­hend frei­en Haus­halts­mit­tel der be­fris­tet nutz­ba­ren Stel­le der Jus­tiz­an­ge­stell­ten M an­gehört (vgl. Ko­pie des Anhörungs­schrei­bens vom 10.05.2006, Bl. 74 f. d. A.). Mit
Schrei­ben vom 24.05.2006 hat der Per­so­nal­rat dar­auf­hin die­ser Maßnah­me zu­ge­stimmt (vgl. Ko­pie des Schrei­bens des Per­so­nal­rats vom 24.05.2006, Bl. 76 d. A.).

Auf­grund der wirk­sa­men Be­fris­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses der Kläge­rin zum 31.12.2006 war auch der Wei­ter­beschäfti­gungs­an­trag der Kläge­rin ab­zu­wei­sen.

III. Die un­ter­le­ge­ne Kläge­rin hat nach § 91 ZPO die Kos­ten des Rechts­streits zu tra­gen.

IV. Die Kam­mer hat die Re­vi­si­on gemäß § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG ins­be­son­de­re we­gen der Klärung des Be­griffs der Dienst­stel­le im An­wen­dungs­be­reich des § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 Tz­B­fG zu­ge­las­sen.

R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n g

Ge­gen die­ses Ur­teil kann von

RE­VISION

ein­ge­legt wer­den.

Die Re­vi­si­on muss in­ner­halb ei­ner Not­frist* von ei­nem Mo­nat schrift­lich beim

Bun­des­ar­beits­ge­richt

Hu­go-Preuß-Platz 1

99084 Er­furt

Fax: 0361 2636 2000

ein­ge­legt wer­den.

Die Not­frist be­ginnt mit der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Ur­teils, spätes­tens mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach der Verkündung.

Die Re­vi­si­ons­schrift muss von ei­nem Be­vollmäch­tig­ten un­ter­zeich­net sein. Als Be­vollmäch­tig­te sind nur zu­ge­las­sen:

1. Rechts­anwälte,
2. Ge­werk­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der,
3. ju­ris­ti­sche Per­so­nen, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der in Nr. 2 be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung der Mit­glie­der die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on oder ei­nes an­de­ren Ver­ban­des oder Zu­sam­men­schlus­ses mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten

- 11 -

haf­tet.

In den Fällen der Zif­fern 2 und 3 müssen die Per­so­nen, die die Re­vi­si­ons­schrift un­ter­zeich­nen, die Befähi­gung zum Rich­ter­amt ha­ben.

Ei­ne Par­tei die als Be­vollmäch­tig­ter zu­ge­las­sen ist, kann sich selbst ver­tre­ten.

* ei­ne Not­frist ist un­abänder­lich und kann nicht verlängert wer­den.

Dr. Sta­schik

Crefeld

Hei­der

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