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Im­mer mehr Be­schäf­tig­te ha­ben ein Ar­beits­zeit­kon­to

Über­stun­den schie­ben, wenn's in der Fir­ma brummt, da­für ein paar Wo­chen Son­der­ur­laub bei Auf­trags­flau­ten - das er­mög­li­chen Ar­beits­zeit­kon­ten: In­zwi­schen hat je­der zwei­te Be­schäf­tig­te ei­ne sol­che An­spar­mög­lich­keit für Ar­beits­zeit - Ten­denz stei­gend

22.02.2013. (dpa) - Im­mer mehr Be­schäf­tig­te ha­ben ei­ner Stu­die zu­fol­ge ein Ar­beits­zeit­kon­to.

2011 hat­te je­der gut zwei­te (54 Pro­zent) ein sol­ches Kon­to zum An­spa­ren von Über­stun­den, im Jahr 1999 wa­ren es erst 35 Pro­zent, wie aus ei­ner am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten Stu­die des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) her­vor­geht.

Auch die An­teil der Be­trie­be, die Ar­beits­zeit­kon­ten als Puf­fer bei Auf­trags­schwan­kun­gen ein­set­zen, hat nach Er­kennt­nis­sen der Ar­beits­markt­for­scher seit der Jahr­tau­send­wen­de be­stän­dig zu­ge­nom­men: Sei­en es im Jahr 1999 le­dig­lich 18 Pro­zent ge­we­sen, so lag der An­teil zwölf Jah­re spä­ter bei 34 Pro­zent, teil­te die Denk­fa­brik der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) wei­ter mit.

Ge­schätzt sei­en sol­che fle­xi­blen Ar­beits­zeit­mo­dell vor al­lem in Groß­be­trie­ben. So nutz­ten im Jahr 2011 be­reits 83 Pro­zent al­ler Be­trie­be mit mehr als 250 Be­schäf­tig­ten die­ses Ar­beits­zeit­in­stru­ment - nach 64 Pro­zent im Jahr 1999.

Kaum ein­ge­setzt wer­den sol­che Kon­ten da­ge­gen in Klein­be­trie­ben mit bis zu neun Mit­ar­bei­tern. Ar­beits­zeit­kon­ten hat­ten vor al­lem in der Wirt­schafts­kri­se 2008 in vie­len Be­trie­ben ei­nen Ar­beits­platz­ab­bau ver­hin­dert, da erst ein­mal Gut­ha­ben auf den Kon­ten ab­ge­baut wur­den.

Lang­zeit­kon­ten, mit de­nen et­wa Zeit für ein Sab­bat­jahr an­ge­spart wer­den kann, sei­en da­ge­gen nur in zwei Pro­zent der deut­schen Be­trie­be üb­lich, so das IAB. Auch hier nutz­ten grö­ße­re Be­trie­be ein sol­ches In­stru­ment mit Aus­gleichs­zeit­räu­men von bis zu zwei Jah­ren öf­ter als Klein­be­trie­be.

Ge­nutzt wird die an­ge­spar­te Ar­beits­zeit ganz un­ter­schied­lich: et­wa für ein Sab­bat­jahr, für Fa­mi­li­en­zeit, zur Fort­bil­dung oder um frü­her in Ren­te zu ge­hen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 24. Mai 2017

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