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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Betriebliche Altersversorgung: Anpassung, Betriebsrente: Anpassung
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 3 AZR 589/00
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 21.08.2001
   
Leit­sätze: Je­den­falls bis zum 31. De­zem­ber 1998 kommt es so­wohl für den An­pas­sungs­be­darf als auch für die re­al­lohn­be­zo­ge­ne Ober­gren­ze auf die Ent­wick­lung vom Ren­ten­be­ginn bis zum An­pas­sungs­stich­tag an.
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Bonn, Urteil vom 2.11.1999, 3 Ca 1259/99
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 17.07.2000, 8 Sa 60/00
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

3 AZR 589/00
8 Sa 60/00
Lan­des­ar­beits­ge­richt

Köln

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

21. Au­gust 2001

UR­TEIL

Kauf­hold, Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Be­klag­te, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­onskläge­rin,

pp.

Kläger, Be­ru­fungs­be­klag­ter und Re­vi­si­ons­be­klag­ter,

hat der Drit­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf Grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 21. Au­gust 2001 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Rei­ne­cke, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Krem­hel­mer und Brein­lin­ger, die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Dr. Of­fer­geld und Loh­re für Recht er­kannt:


1. Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Köln vom 17. Ju­li 2000 - 8 Sa 60/00 - wird zurück­ge­wie­sen.


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2. Die Be­klag­te hat die Kos­ten der Re­vi­si­on zu tra­gen.


Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten darüber, ob die Be­klag­te die Be­triebs­ren­te des Klägers zum 1. Ju­li 1998 aus­rei­chend an­ge­paßt hat.

Dem am 29. Mai 1925 ge­bo­re­nen Kläger steht seit dem 1. Ju­ni 1986 nach der Pen­si­ons­ord­nung der Be­klag­ten ei­ne Be­triebs­ren­te zu. Bis zum 30. Ju­ni 1989 er­hielt er mo­nat­lich 1.386,00 DM. Die Be­klag­te paßte die­se Be­triebs­ren­te zum 1. Ju­li 1989 auf 1.441,00 DM, zum 1. Ju­li 1992 auf 1.595,00 DM, zum 1. Ju­li 1995 auf 1.672,00 DM und zum 1. Ju­li 1998 auf 1.742,00 DM an. 1989 und 1992 leg­te die Be­klag­te den An­stieg der Le­bens­hal­tungs­kos­ten in den je­weils vor­aus­ge­gan­ge­nen drei Jah­ren zu­grun­de. 1995 ging sie je­doch von der Verände­rung der Net­to­ent­gel­te aus. Von 1992 bis 1995 hat­ten sich die Le­bens­hal­tungs­kos­ten ei­nes Vier-Per­so­nen-Ar­beit­neh­mer-Haus­halts um 9,2 % und die durch­schnitt­li­chen Net­to­ent­gel­te um 4,8 % erhöht. 1998 stell­te die Be­klag­te wie­der auf die Ent­wick­lung der Le­bens­hal­tungs­kos­ten ab. Sie wa­ren von 1995 bis 1998 ge­rin­ger an­ge­stie­gen als die Net­to­ver­diens­te. Vom Ren­ten­be­ginn bis zum 1. Ju­li 1998 lag die Preis­stei­ge­rung je­den­falls nicht über den Zuwäch­sen der Net­to­ver­diens­te. In die­sem Zeit­raum hat­ten sich die maßgeb­li­chen Le­bens­hal­tungs­kos­ten um 31,41 % erhöht.

Bei Zu­grun­de­le­gung des Kauf­kraft­ver­lus­tes seit Ren­ten­be­ginn hätte die Be­klag­te die Be­triebs­ren­te zum 1. Ju­li 1998 auf 1.821,34 DM erhöhen müssen. Das ver­langt der Kläger. Er hat ge­meint, nach § 16 Be­trAVG sei auf den Kauf­kraft­ver­lust seit Ren­ten­be­ginn ab­zu­stel­len.


Der Kläger hat zu­letzt be­an­tragt, die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len,

1. an den Kläger 1.269,44 DM brut­to nebst 4 % Zin­sen von je 79,34 DM seit dem 1. Au­gust 1998, 1. Sep­tem­ber 1998, 1. Ok­to­ber 1998, 2. No­vem­ber 1998, 1. De­zem­ber 1998, 1. Ja­nu­ar 1999, 1. Fe­bru­ar 1999, 1. März 1999, 1. April 1999, 1. Mai 1999, 1. Ju­ni 1999, 1. Ju­li 1999,
 


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1. Au­gust 1999, 1. Sep­tem­ber 1999, 1. Ok­to­ber 1999 und 1. No­vem­ber 1999 zu zah­len;


2. dem Kläger ab dem Mo­nat No­vem­ber 1999 ein mo­nat­li­ches be­trieb­li­ches Al­ters­ru­he­geld in Höhe von 1.821,34 DM zu zah­len;

3. die von ihr nach­zu­zah­len­den Beträge je­weils ab dem nächs­ten Mo­nats­ers­ten mit 4 % zu ver­zin­sen.

Die Be­klag­te hat be­an­tragt, die Kla­ge ab­zu­wei­sen. Sie hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, sie ha­be ih­re Pflich­ten aus § 16 Be­trAVG erfüllt. Wenn der Ar­beit­ge­ber bei ei­ner frühe­ren An­pas­sungs­prüfung die re­al­lohn­be­zo­ge­ne Ober­gren­ze be­ach­tet und an­sons­ten die Be­triebs­ren­te ent­spre­chend dem je­wei­li­gen An­stieg der Teue­rungs­ra­te an­ge­paßt ha­be, kom­me ei­ne nach­ho­len­de An­pas­sung nicht in Be­tracht. Die Dif­fe­renz zwi­schen dem An­stieg der Le­bens­hal­tungs­kos­ten und der re­al­lohn­be­zo­ge­nen Ober­gren­ze müsse bei späte­ren An­pas­sun­gen nicht nach­ge­holt wer­den.

Die Vor­in­stan­zen ha­ben der Kla­ge statt­ge­ge­ben. Mit ih­rer Re­vi­si­on er­strebt die Be­klag­te wei­ter­hin die Ab­wei­sung der Kla­ge. Der Kläger be­an­tragt, die Re­vi­si­on zurück­zu­wei­sen.

Ent­schei­dungs­gründe

Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ist un­be­gründet. Der Kläger hat ei­nen An­spruch dar­auf, daß die Be­klag­te sei­ne Be­triebs­ren­te zum 1. Ju­li 1998 auf 1.821,34 DM an­paßt. Oh­ne die­se Erhöhung sind die Be­lan­ge des Ver­sor­gungs­empfängers im Sin­ne des § 16 Be­trAVG aF nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt.


I. Die wirt­schaft­li­che La­ge des Ar­beit­ge­bers recht­fer­tigt die Ab­leh­nung ei­ner Be­triebs­ren­ten­an­pas­sung nur in­so­weit, als es dem Ar­beit­ge­ber vor­aus­sicht­lich nicht möglich sein wird, die da­durch ent­ste­hen­de Mehr­be­las­tung aus den Wert­zuwäch­sen des Un­ter­neh­mens und des­sen Erträgen in der Zeit nach dem An­pas­sungs­stich­tag auf­zu­brin­gen (ständi­ge Recht­spre­chung des Se­nats, vgl. ua. 23. Mai 2000 - 3 AZR 146/99 - AP Be­trAVG § 16 Nr. 45 = EzA Be­trAVG § 16 Nr. 37, zu II 2 a der Gründe mwN). Da die Be­klag­te ei­nen der­ar­ti­gen Aus­nah­me­tat­be­stand nicht vor­ge­tra­gen hat, kommt es aus­sch­ließlich auf die Be­lan­ge des Ver­sor­gungs­empfängers an.
 


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II. Die Be­lan­ge der Ver­sor­gungs­empfänger wer­den durch den An­pas­sungs­be­darf und die so­ge­nann­te re­al­lohn­be­zo­ge­ne Ober­gren­ze be­stimmt (vgl. ua. BAG 23. Mai 2000 - 3 AZR 83/99 - AP Be­trAVG § 16 Nr. 43 = EzA Be­trAVG § 16 Nr. 35, zu 11 1 der Gründe mwN). Für bei­de Größen kommt es auf die Ent­wick­lung vom Ren­ten­be­ginn bis zum An­pas­sungs­stich­tag an (eben­so Blo­mey­er/Ot­to Be­trAVG 2. Aufl. § 16 Rn. 109; Kas­se­ler Hand­buch/Grie­be­ling 2. Aufl. 2.9 Rn. 570; Heubeck/Höhne/ Pauls­dorff/Rau/Wei­nert Be­trAVG 2. Aufl. § 16 Rn. 267; Höfer Be­trAVG Stand Ju­li 2000 § 16 Rn. 3508.1; Lang­ohr-Pla­to Rechts­hand­buch Be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung Rn. 353; aA An­d­re­sen/Förs­ter/Rö ßler/Rühmann Ar­beits­recht der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung Stand Au­gust 1999 Teil 11 B Rn. 902 und 1115; Mat­t­hießen/Rö ßler/ Rühmann DB 1993 Bei­la­ge Nr. 5 S 19). Da­ge­gen hat die Be­klag­te le­dig­lich auf die Verände­run­gen in den letz­ten drei Jah­ren vor dem An­pas­sungs­stich­tag ab­ge­stellt.


1. Aus­gangs­punkt der An­pas­sungs­ent­schei­dung ist der An­pas­sungs­be­darf der Ver­sor­gungs­empfänger. Er rich­tet sich nach dem zwi­schen­zeit­lich ein­ge­tre­te­nen Kauf­kraft­ver­lust. Da­bei kommt es auf die Verände­rung des Preis­in­de­xes an, den das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt für die Le­bens­hal­tung ei­nes Vier-Per­so­nen-Ar­beit­neh­mer-Haus­halts mit mitt­le­rem Ein­kom­men er­mit­telt hat (ständi­ge Recht­spre­chung des Se­nats seit dem 16. De­zem­ber 1976 - 3 AZR 795/75 - BA­GE 28, 279, 291). Nach § 16 Be­trAVG in der bis zum 31. De­zem­ber 1998 gel­ten­den Fas­sung er­for­der­ten die Be­lan­ge der Ver­sor­gungs­empfänger kei­nen vol­len Aus­gleich der Teue­rungs­ra­te, wenn die durch­schnitt­li­chen Net­to­ver­diens­te in­ner­halb des Un­ter­neh­mens oder ei­nes ty­pi­schen Teils der Be­leg­schaft ge­rin­ger ge­stie­gen wa­ren (vgl. ua. BAG 23. Mai 2000 - 3 AZR 103/99 - AP Be­trAVG § 16 Nr. 44 = EzA Be­trAVG § 16 Nr. 36, zu 2 der Gründe mwN). Die­se Be­schränkung ent­spricht bil­li­gem Er­mes­sen. Die Be­triebs­rent­ner können kei­ne über der Net­to­lohn­ent­wick­lung lie­gen­de An­pas­sung der Ver­sor­gungs­leis­tun­gen er­war­ten. Dies würde zu ei­ner Be­vor­zu­gung der Ver­sor­gungs­empfänger führen. Der Ar­beit­ge­ber müßte mit dem Un­verständ­nis und der Un­zu­frie­den­heit der ak­ti­ven Ar­beit­neh­mer rech­nen (BAG 11. Au­gust 1981 - 3 AZR 395/80 - BA­GE 36, 39, 50; 23. April 1985 - 3 AZR 156/83 - BA­GE 48, 272, 278).


2. Je­den­falls bis zum 31. De­zem­ber 1998 kommt es so­wohl beim An­pas­sungs-be­darf als auch bei der re­al­lohn­be­zo­ge­nen Ober­gren­ze auf die Verände­run­gen seit dem Ren­ten­be­ginn an. Im vor­lie­gen­den Fall spielt es kei­ne Rol­le, wie sich die am 1. Ja­nu­ar 1999 in Kraft ge­tre­te­nen Ände­run­gen des § 16 Be­trAVG auf die Prüfung des An­pas­sungs­be­darfs und der re­al­lohn­be­zo­ge­nen Ober­gren­ze aus­ge­wirkt ha­ben.

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a) § 16 Be­trAVG aF leg­te ei­nen dreijähri­gen Tur­nus für die An­pas­sungs­prüfung des Ar­beit­ge­bers und da­mit den Prüfungs­ter­min fest. Da­ge­gen fehlt ei­ne ein­deu­ti­ge Aus­sa­ge zum maßgeb­li­chen Prüfungs­zeit­raum. Aus dem Zweck des § 16 Be­trAVG er­gibt sich, daß sich der An­pas­sungs­be­darf nicht nur nach dem in den letz­ten drei Jah­ren ein­ge­tre­te­nen Kauf­kraft­ver­lust rich­tet. Das Be­triebs­ren­ten­ge­setz will ei­ne Aus­zeh­rung der Be­triebs­ren­ten ver­mei­den. Die "Be­lan­ge der Ver­sor­gungs­be­rech­tig­ten" be­ste­hen in der Wie­der­her­stel­lung des ursprüng­lich vor­aus­ge­setz­ten Verhält­nis­ses von Leis­tung und Ge­gen­leis­tung. Dem­ent­spre­chend ist der vol­le nicht ge­deck­te An­pas­sungs-be­darf zu er­mit­teln. Er be­steht in der seit Ren­ten­be­ginn ein­ge­tre­te­nen Teue­rung, so-weit sie nicht durch vor­her­ge­hen­de An­pas­sun­gen aus­ge­gli­chen wur­de (BAG 28. April 1992 - 3 AZR 142/91 - BA­GE 70, 137, 141 ff.; bestätigt ua. durch 17. April 1996 - 3 AZR 56/95 - BA­GE 83, 1, 6 f. und 23. Ja­nu­ar 2001 - 3 AZR 287/00 - EzA Be­trAVG § 16 Nr. 38). Die Be­klag­te hat kei­ne neu­en Ar­gu­men­te ge­gen die­se Recht­spre­chung vor­ge­bracht.


b) Da die re­al­lohn­be­zo­ge­ne Ober­gren­ze eben­so wie der An­pas­sungs­be­darf die Be­lan­ge der Ver­sor­gungs­empfänger be­trifft, gilt für bei­des der­sel­be Prüfungs­zeit­raum. So­weit die ak­ti­ven Ar­beit­neh­mer kei­nen vol­len Teue­rungs­aus­gleich, son­dern ge­rin­ge­re Vergütungs­erhöhun­gen er­hal­ten, müssen sich auch die Be­triebs­rent­ner mit ei­ner ent­spre­chen­den Ren­ten­erhöhung be­gnügen. Von ei­ner Be­vor­zu­gung der Be­triebs­rent­ner kann aber nur dann die Re­de sein, wenn die Teue­rungs­ra­te seit Ren­ten­be­ginn über der Re­al­lohn­ent­wick­lung seit Ren­ten­be­ginn liegt. Trifft dies zu, so ist es für die künf­ti­gen An­pas­sungs­ent­schei­dun­gen von Be­deu­tung, ob die ak­ti­ven Ar­beit­neh­mer ei­nen Ab­bau der Re­al­lohn­ein­bußen durch späte­re Ver­diens­terhöhun­gen er­reich­ten. Da­durch wird dem Wert­si­che­rungs­zweck der Be­triebs­ren­ten­an­pas­sung Rech­nung ge­tra­gen. Die Be­lan­ge der Ver­sor­gungs­empfänger wer­den je­den­falls nach § 16 Be­trAVG aF un­zu­rei­chend berück­sich­tigt, wenn den Be­triebs­rent­nern Kauf­kraft­ver­lus­te ver­blei­ben, die den ak­ti­ven Ar­beit­neh­mern nicht mehr ent­ste­hen.


c) Bei der vom Kläger ver­lang­ten Be­triebs­ren­ten­erhöhung han­delt es sich um kei­ne nach­ho­len­de An­pas­sung. Sie liegt vor, wenn der Ar­beit­ge­ber we­gen der wirt­schaft­li­chen La­ge sei­nes Un­ter­neh­mens die Be­lan­ge der Ver­sor­gungs­empfänger nicht oder nur teil­wei­se berück­sich­tigt hat und die da­durch ent­ste­hen­de Lücke bei späte­ren An­pas­sungs­ent­schei­dun­gen ge­schlos­sen wird. Hat der Ar­beit­ge­ber die An­pas­sung zu­tref­fend auf die re­al­lohn­be­zo­ge­ne Ober­gren­ze be­schränkt, so hat er den Be­lan­gen der Ver­sor­gungs­empfänger in vol­lem Um­fang Rech­nung ge­tra­gen. Dies ändert je­doch
 


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bei den späte­ren An­pas­sungs­ent­schei­dun­gen nichts am maßgeb­li­chen Prüfungs­zeit­raum.

d) Die Be­klag­te durf­te die An­pas­sung je­weils zum 1. Ju­li vor­neh­men. Die Bünde­lung al­ler in ei­nem Un­ter­neh­men an­fal­len­den Prüfungs­ter­mi­ne zu ei­nem ein­heit­li­chen jähr­li­chen Ter­min ist zulässig (BAG 28. April 1992 - 3 AZR 142/91 - BA­GE 70, 137, 140 f; 23. Mai 2000 - 3 AZR 83/99 - aaO, zu II 1 a der Gründe). Dies hat der Kläger bei der Be­rech­nung der Kla­ge­for­de­rung berück­sich­tigt. Die Preis­stei­ge­rungs­ra­te be­lief sich vom Ren­ten­be­ginn bis zum An­pas­sungs­stich­tag 1. Ju­li 1998 auf 31,41 %. Die Re­al­lohn­ent­wick­lung in die­ser Zeit lag nicht dar­un­ter. Den Be­lan­gen des ver­sor­gungs­be­rech­tig­ten Klägers ist nur dann in vol­lem Um­fang Rech­nung ge­tra­gen, wenn die ursprüng­lich zu zah­len­de Be­triebs­ren­te von mo­nat­lich 1.386,00 DM zum 1. Ju­li 1998 um 31,41 % auf mo­nat­lich 1.821,34 DM an­ge­paßt wird. Die Be­klag­te erhöhte die Be­triebs­ren­te des Klägers le­dig­lich auf 1.742,00 DM mo­nat­lich. Da die Be­klag­te nicht be­haup­tet hat, die ver­lang­te Ren­ten­an­pas­sung über­for­de­re sie wirt­schaft­lich, steht dem Kläger der ein­ge­klag­te Dif­fe­renz­be­trag von mo­nat­lich 79,34 DM zu.


III. Der gel­tend ge­mach­te Zins­an­spruch er­gibt sich aus § 284 Abs. 2, § 286 Abs. 1 BGB. Der Kläger kann die Ver­zugs­zin­sen aus dem in Geld ge­schul­de­ten Brut­to­be­trag ver­lan­gen (BAG Großer Se­nat 7. März 2001 - GS 1/00 - AP BGB § 288 Nr. 4 = EzA BGB § 288 Nr. 3).


Rei­ne­cke 

Krem­hel­mer 

Brein­lin­ger

Dr. Of­fer­geld 

Loh­re

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