Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Be­triebs­über­gang: Fort­set­zungs­ver­lan­gen nach Be­triebs­über­gang bei Ver­stoß ge­gen Un­ter­rich­tungs­pflicht

Kei­ne Ver­wir­kung des An­spruchs auf Fort­set­zung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses nach fünf Mo­na­ten ab Be­triebs­über­gang: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 27.01.2011, 8 AZR 326/09
20.06.2011. Wird ein Be­trieb oder Be­triebs­teil auf ei­nen neu­en In­ha­ber über­tra­gen, wird er auf­grund die­ses Be­triebs(teil)über­gangs Ar­beit­ge­ber der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer (§ 613a Abs. 1 Satz 1 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch - BGB). Die­se kön­nen dem Über­gang ih­rer Ar­beits­ver­hält­nis­se aber wi­der­spre­chen und da­durch ih­ren al­ten Ar­beit­ge­ber be­hal­ten. Die Wi­der­spruchs­frist be­trägt ei­nen Mo­nat und be­ginnt mit der Un­ter­rich­tung über al­le Um­stän­de des Be­triebs­über­gangs (§ 613a Abs. 6, 5 BGB).

Die Mo­nats­frist gilt laut Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) auch, wenn Ar­beit­neh­mer vom Be­triebs­er­wer­ber die Fort­set­zung ih­rer Ar­beits­ver­hält­nis­ses ver­lan­gen. Und eben­so wie der Wi­der­spruch ist ein Fort­set­zungs­ver­lan­gen dann nicht an die Mo­nats­frist ge­bun­den, wenn die Ar­beit­neh­mer nicht ord­nungs­ge­mäß un­ter­rich­tet wur­den. Wi­der­spruch und Fort­set­zungs­ver­lan­gen kön­nen aber ir­gend­wann ver­wir­ken. Wann das beim Fort­set­zungs­ver­lan­gen der Fall sein kann, ent­schied das BAG mit Ur­teil vom 27.01.2011 (8 AZR 326/09).

In dem ent­schie­de­nen Fall woll­te ei­ne Ar­bei­te­rin den Fort­be­stand ih­res Ar­beits­ver­hält­nis­ses mit ei­nem Be­triebs­teiler­wer­ber fest­stel­len las­sen. Sie hat­te sich zwar man­gels ord­nungs­ge­mä­ßer Be­leh­rung erst fünf Mo­na­te nach dem Be­triebs­teil­über­gang bei ihm ge­mel­det. Das war je­doch un­schäd­lich, mein­ten das Lan­des­ar­beits­ge­richt Sach­sen-An­halt (Ur­teil vom 20.01.2009, 8 Sa 146/08) und das BAG, weil hier kei­ne Wi­der­spruchs­frist lief und da­mit auch kei­ne Frist für das Fort­set­zungs­ver­lan­gen ein­zu­hal­ten war.

Fa­zit: Ar­beit­neh­mer, die über ei­nen Be­triebs­über­gang im Dun­keln ge­las­sen wer­den, ste­hen un­ter kei­nem gro­ßen Zeit­druck. Sie ver­lie­ren ihr Recht zum Wi­der­spruch oder auf Fort­set­zung nicht bin­nen ei­nes Mo­nats. Die­se Rech­te kön­nen zwar (we­sent­lich) spä­ter „ver­wir­ken“, aber erst dann, wenn der al­te oder der neue Ar­beit­ge­ber dar­auf ver­trau­en kön­nen, dass die­se Rech­te nicht mehr aus­ge­übt wer­den. Ar­beit­ge­bern ist da­her zu ra­ten, durch ord­nungs­ge­mä­ße Be­leh­run­gen rasch für kla­re Ver­hält­nis­se zu sor­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 17. Juli 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Autorenprofil

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880