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So ti­cken Be­wer­ber: Stu­die 'Be­wer­bungs­pra­xis' geht in die zehn­te Run­de

Mons­ter stellt neue Stu­di­en zum The­ma "Be­wer­bun­gen" vor: Mehr­heit der Un­ter­neh­men trotzt schlech­ten Pro­gno­sen und rech­net 2013 mit frei­en Stel­len - Fach­kräf­te­man­gel er­schwert wei­ter­hin die Be­set­zung vie­ler Stel­len er­heb­lich

20.02.2013. (ots) - Der Be­wer­ber, das un­be­kann­te We­sen? Seit 2004 ist da­mit Schluss, denn das Kar­rie­re­por­tal Mons­ter star­te­te zu­sam­men mit dem Cent­re of Hu­man Re­sour­ces In­for­ma­ti­on Sys­tems (CHRIS) der Uni­ver­si­tä­ten Bam­berg und Frank­furt am Main sei­ne Stu­di­en­rei­he 'Be­wer­bungs­pra­xis', die sich, er­gän­zend zu den 'Re­cruit­ing Trends', nicht auf den Ar­beits­markt aus Sicht der Un­ter­neh­men fo­kus­siert, son­dern Stel­len­su­chen­de und ih­re Sicht­wei­se in den Mit­tel­punkt rückt.

Kaum ein Per­so­nal­ver­ant­wort­li­cher kann es sich er­lau­ben, sich nicht mit den Be­dürf­nis­sen und An­for­de­run­gen der ge­such­ten Kan­di­da­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen. Das gilt ins­be­son­de­re, wenn es sich um stark um­wor­be­ne Fach­kräf­te han­delt.

Gut drei von zehn Kar­rier­ein­ter­es­sier­te wol­len Ar­beit­ge­ber wech­seln Trotz ei­ner ver­gleichs­wei­se et­was pes­si­mis­ti­sche­ren Ein­schät­zung der ei­ge­nen Chan­cen am Ar­beits­markt, glaubt je­der vier­te Stu­di­en­teil­neh­mer, 2013 sei­nen Traum­job zu fin­den. Grund­sätz­lich herrscht un­ter den 6.000 Be­frag­ten ei­ne ho­he Wech­sel­wil­lig­keit. 30,3 Pro­zent pla­nen, ih­ren Ar­beits­ver­trag zu kün­di­gen und 10,3 Pro­zent der Be­frag­ten ha­ben dies be­reits ge­tan. Der idea­le Job zeich­net sich laut der be­frag­ten Stu­di­en­teil­neh­mer durch ein gu­tes Ar­beits­kli­ma, fle­xi­ble Ar­beits­zeit­mo­del­le so­wie gu­te Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten aus - das Ge­halt da­ge­gen ist we­ni­ger wich­tig. An­spre­chend be­wer­ten Kan­di­da­ten (38,6 Pro­zent) üb­ri­gens den Ein­satz in­ter­ak­ti­ver Ele­men­te in Stel­len­an­zei­gen mit Vi­de­os, Links und Face­book-Ele­men­ten.

"Bei al­ler In­di­vi­dua­li­tät ist dem Be­wer­ber 2013 Work-Life-Ba­lan­ce wich­ti­ger als Ge­halt, und er oder sie nutzt al­ter­s­un­ab­hän­gig vie­le Ka­nä­le zur Ar­beit­ge­ber­su­che, bei­spiels­wei­se In­ter­net-Stel­len­bör­sen, per­sön­li­che Netz­wer­ke und So­ci­al Me­dia", er­läu­tert Prof. Dr. Tim Weit­zel vom Lehr­stuhl für In­for­ma­ti­ons­sys­te­me in Dienst­leis­tungs­be­rei­chen der Uni­ver­si­tät Bam­berg.

"Seit zehn Jah­ren gel­ten In­ter­net-Stel­len­bör­sen un­ter Be­wer­bern als ef­fek­tivs­ter Ka­nal, ei­ne neue be­ruf­li­che Her­aus­for­de­rung zu fin­den. Wir von Mons­ter freu­en uns, tag­täg­lich un­se­ren Bei­trag zu die­ser er­folg­rei­chen Su­che zu leis­ten und un­se­re Nut­zer auf ih­rem Weg zu ei­nem bes­se­ren Job zu be­glei­ten", er­klärt Bernd Kraft, Vice Pre­si­dent Ge­ne­ral Ma­na­ger CE bei Mons­ter.

Die Kern­er­geb­nis­se der Re­cruit­ing Trends 2013

Deut­sche Un­ter­neh­men sind auch 2013 auf der Su­che nach neu­en Mit­ar­bei­tern. So er­war­ten na­he­zu al­le Be­frag­ten freie Stel­len (99,1 Pro­zent), die es zu be­set­zen gilt. 45 Pro­zent rech­nen so­gar da­mit, En­de des Jah­res mehr Per­so­nen zu be­schäf­ti­gen als zu Be­ginn.

Die Fach­kräf­te­knapp­heit stellt die Per­so­na­ler al­ler­dings wei­ter­hin vor ei­ne schwie­ri­ge Her­aus­for­de­rung. Mehr als ein Drit­tel (37,2 Pro­zent) der Va­kan­zen wird nach Mei­nung der Un­ter­neh­men schwer zu be­set­zen sein. Rund sechs Pro­zent blei­ben ih­rer Ein­schät­zung nach auf­grund des Man­gels an ge­eig­ne­ten Be­wer­bern ganz un­be­setzt. Im Mit­tel­stand ist die Si­tua­ti­on noch dra­ma­ti­scher: Für 42,1 Pro­zent der Stel­len kön­nen ge­eig­ne­te Be­wer­ber nur schwer ge­fun­den wer­den und bei knapp zehn Pro­zent der Stel­len rech­nen die Un­ter­neh­men da­mit, über­haupt nicht fün­dig zu wer­den. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist so­mit kei­ner­lei Ent­span­nung in Sicht.

On­line-Stel­len­bör­sen schrei­ben neu­en Re­kord

Auch 2013 bleibt die Stel­len­aus­schrei­bung auf der ei­ge­nen Un­ter­neh­mens-Web­sei­te un­an­ge­foch­ten der Lieb­ling der ant­wor­ten­den Fir­men (90 Pro­zent). Doch die ex­ter­ne Lö­sung der Mit­ar­bei­ter­su­che via In­ter­net-Stel­len­bör­sen holt wei­ter auf. 69,1 Pro­zent der Un­ter­neh­mens­va­kan­zen wer­den über Kar­rie­re­por­ta­le wie mons­ter.de ver­öf­fent­licht - so vie­le wie noch nie seit dem Be­ginn der Stu­di­en 2003. Loh­nend zeigt sich in die­sem Zu­sam­men­hang der Blick auf die dar­aus tat­säch­lich re­sul­tie­ren­den Ein­stel­lun­gen: Fast 37 Pro­zent der wirk­li­chen Ein­stel­lun­gen re­sul­tie­ren aus An­zei­gen in In­ter­net-Stel­len­bör­sen. Nur 29,3 Pro­zent der neu­en Mit­ar­bei­ter wer­den über Ver­öf­fent­li­chun­gen auf der ei­ge­nen Un­ter­neh­mens-Web­sei­te ge­won­nen.

"Dank neu­es­ter Tech­no­lo­gi­en sind wir in der La­ge, in­di­vi­du­el­le An­for­de­run­gen der Un­ter­neh­men von An­fang an in die Per­so­nal­su­che zu in­te­grie­ren", so Bernd Kraft, Vice Pre­si­dent Ge­ne­ral Ma­na­ger CE bei Mons­ter. "Da­durch er­mög­li­chen wir ei­ne mög­lichst pass­ge­naue Su­che nach dem ge­eig­nets­ten Be­wer­ber - der ers­te wich­ti­ge Schritt zur tat­säch­li­chen Ein­stel­lung neu­er Mit­ar­bei­ter."

Bei Mo­bi­le Re­cruit­ing herrscht Nach­hol­be­darf

"Smart­pho­nes und Ta­blets sind zu stän­di­gen Be­glei­tern in der mo­der­nen Ar­beits­welt ge­wor­den, und Be­wer­ber er­war­ten, dass Un­ter­neh­men hier­auf re­agie­ren", er­klärt Prof. Dr. Tim Weit­zel. "Die Mehr­zahl der von uns be­frag­ten Un­ter­neh­men sieht hier­in auch ei­nen wich­ti­gen Ein­fluss­fak­tor auf das Re­cruit­ing. Die Kan­di­da­ten sind aber häu­fig schon wei­ter. Fast je­der Drit­te nutzt be­reits das Smart­pho­ne zur Su­che nach of­fe­nen Stel­len, doch nur je­der fünf­te fin­det die mo­bi­le Dar­stel­lung von Stel­len­an­zei­gen der­zeit ge­lun­gen."

Auch der So­ci­al-Me­dia-Ein­satz steckt im­mer noch in den Kin­der­schu­hen. Le­dig­lich 16,1 Pro­zent der Un­ter­neh­men ha­ben ei­ne ex­pli­zi­te So­ci­al-Me­dia-Stra­te­gie für die Per­so­nal­be­schaf­fung. Für das Em­ploy­er Bran­ding sind So­ci­al-Me­dia-Platt­for­men al­ler­dings nicht zu un­ter­schät­zen. Be­reits je­des fünf­te Un­ter­neh­men wirbt auf Face­book häu­fig für sein Ar­beit­ge­ber-Image.

Seit 2003 un­ter­sucht die Stu­di­en­rei­he die wich­tigs­ten Trends und Ent­wick­lun­gen in der Per­so­nal­be­schaf­fung. Für die ak­tu­el­le Aus­ga­be wur­den er­neut die 1.000 größ­ten Un­ter­neh­men in Deutsch­land so­wie dies­mal die je­weils 300 größ­ten deut­schen Fir­men aus den Bran­chen Au­to­mo­ti­ve, Fi­nanz­dienst­leis­tung und IT be­fragt.

Top-3 The­men 2013 (un­ter­neh­mens­über­grei­fend) 1) De­mo­gra­fi­scher Wan­del 2) Fach­kräf­te­man­gel 3) Ge­setz­li­che Rah­men­be­din­gun­gen

Top-3 Schlüs­sel­her­aus­for­de­run­gen 2013 (in­tern) 1) Mit­ar­bei­ter­bin­dung 2) Em­ploy­er Bran­ding 3) In­ter­nes Em­ploy­er Bran­ding

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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