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Bo­den­per­so­nal an Ri­os Flug­hä­fen streikt - Rousseff warnt Ran­da­lie­rer

In Rio streikt am Er­öff­nungs­tag der WM das Flug­ha­fen-Bo­den­per­so­nal, in São Pau­lo wer­den Pro­tes­te er­war­tet. Und Bra­si­li­ens Prä­si­den­tin Rousseff warnt: Es gilt Null-To­le­ranz ge­gen­über Ran­da­lie­rern

13.06.2014. (dpa) - We­ni­ge St­un­den vor dem Be­ginn der Fuß­ball- Welt­meis­ter­schaft in Bra­si­li­en ist ein Teil des Bo­den­per­so­nals an den Flug­hä­fen der Mil­lio­nen­stadt Rio de Ja­nei­ro in den Streik ge­tre­ten.

Aus­ge­ru­fen wur­de der 24-stün­di­ge Aus­stand von der lo­ka­len Ge­werk­schaft SI­MARJ, die da­mit ge­gen die seit Mo­na­ten fest­ge­fah­re­nen Ta­rif­ver­hand­lun­gen pro­tes­tiert.

Der Streik be­gann um Mit­ter­nacht (Orts­zeit) und blieb nach ört­li­chen Me­di­en­be­rich­ten in den ers­ten St­un­den oh­ne grö­ße­re Aus­wir­kun­gen.

Er­öff­net wird die WM am Abend in São Pau­lo. Prä­si­den­tin Dil­ma Rousseff warn­te un­ter­des­sen, dass die Si­cher­heits­kräf­te kei­ne Ran­da­le wäh­rend der WM dul­den wer­den.

An Ri­os in­ter­na­tio­na­lem Flug­ha­fen Ga­leão sei es we­der zu lan­gen Schlan­gen noch grö­ße­ren War­te­zei­ten ge­kom­men, mel­de­te der Sen­der "O Glo­bo". Auch die Mit­ar­bei­ter der Flug­hä­fen San­tos Du­mont und Ja­ca­re­paguá wur­den zu Ar­beits­nie­der­le­gun­gen auf­ge­ru­fen. Nach ei­nem Ur­teil ei­nes Ar­beits­ge­richts wer­den sich aber nur rund 20 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten an dem Pro­test be­tei­li­gen, wie die Ge­werk­schaft mit­teil­te. Sie for­dert un­ter an­de­rem bis zu 12 Pro­zent mehr Lohn, kür­ze­re Ar­beits­zei­ten und ei­nen Zu­schlag für die Mehr­ar­beit wäh­rend der WM. In die­ser Zeit wür­den et­wa 20 000 zu­sätz­li­che Flü­ge er­war­tet, 2000 da­von in Rio, wo am 13. Ju­li das WM-Fi­na­le statt­fin­det.

Bra­si­li­ens Luft­fahrt­be­hör­de Anac teil­te mit, sie be­ob­ach­te die Si­tua­ti­on und prü­fe mög­li­che Aus­wir­kun­gen auf den Flug­be­trieb. Bei den Flug­ge­sell­schaf­ten lä­gen Not­fall­plä­ne be­reit. In der WM-Er­öff­nungs­stadt São Pau­lo ist der­weil ein neu­er Streik der U-Bahn­fah­rer ab­ge­wen­det wor­den. Die Ge­werk­schaft be­schloss am Mitt­woch­abend (Orts­zeit) den Aus­stand nicht fort­zu­set­zen. Sie wird al­ler Vor­aus­sicht nach das An­ge­bot für ei­ne Lohn­er­hö­hung von 8,7 Pro­zent an­neh­men.

Rousseff mach­te vor dem Start der Fuß­ball-WM klar, dass die Si­cher­heits­kräf­te kei­ne To­le­ranz im Fal­le mög­li­cher Kra­wal­le zei­gen wer­den. "Wir sind ein de­mo­kra­ti­sches Land, und wir re­spek­tie­ren das Recht der Men­schen zu de­mons­trie­ren", sag­te sie. Doch es wer­de nicht die "ge­rings­te Rück­sicht­nah­me" ge­gen­über Ran­da­lie­rern ge­ben. Die Re­gie­rung wer­de auch "die Si­cher­heit al­ler Tou­ris­ten ga­ran­tie­ren".

Für Don­ners­tag wur­den nach ört­li­chen Me­di­en­be­rich­ten in São Pau­lo ver­ein­zelt Pro­test­ak­tio­nen an­ge­kün­digt. Am Nach­mit­tag wird in der Mil­lio­nen­me­tro­po­le die WM mit ei­ner 25-mi­nü­ti­gen Show in der Corin­thi­ans-Are­na er­öff­net. An­schlie­ßend fin­det die Auf­takt­par­tie Bra­si­li­en-Kroa­ti­en statt. Zu dem Spiel wird auch UN-Ge­ne­ral­se­kre­tär Ban Ki Moon er­war­tet.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 20. August 2014

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