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14/221a Brief zu Ent­las­sun­gen am Flug­ha­fen Lü­beck sorgt für Wir­bel

Die 93 Mit­ar­bei­ter des Lü­be­cker Flug­ha­fens fürch­ten um ih­re Jobs: Ei­ne Mit­tei­lung von In­sol­venz­ver­wal­ter Pan­nen ver­an­lasst den Be­triebs­rat zu ei­ner schar­fen Re­ak­ti­on. Doch ein Ge­spräch be­ru­higt die Ge­mü­ter

20.06.2014. (dpa) - Ei­ne Mit­tei­lung vom vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ter des Lü­be­cker Flug­ha­fens, er wol­le den Be­triebs­rat zu be­vor­ste­hen­den Ent­las­sun­gen der 93 Mit­ar­bei­ter an­hö­ren, hat für neu­en Wir­bel ge­sorgt.

Das Schrei­ben an den Be­triebs­rat be­deu­te nicht, dass im Au­gen­blick Ent­las­sun­gen an­ste­hen, sag­te In­sol­venz­ver­wal­ter Klaus Pan­nen am Don­ners­tag zu ent­spre­chen­den Me­di­en­be­rich­ten.

Es han­de­le sich um ei­ne "rei­ne Vor­sichts­maß­nah­me".

"Wir ver­han­deln noch mit drei po­ten­zi­el­len In­ves­to­ren, und wir sind nach wie vor zu­ver­sicht­lich", er­klär­te Pan­nen zur Zu­kunft des Re­gio­nal­flug­ha­fens.

Der Be­triebs­rat hat­te nach An­ga­ben des Lan­des­ar­beits­ge­rich­tes in Kiel nach Er­halt des Brie­fes ei­nen Eil­an­trag ge­stellt, um ein vor­läu­fi­ges Ver­bot von be­triebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen zu er­rei­chen. Nach ei­nem Ge­spräch mit dem In­sol­venz­ver­wal­ter nahm der Be­triebs­rat den An­trag am Don­ners­tag aber wie­der zu­rück, wie der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te der Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tung, Klaus Ber­tels­mann, mit­teil­te.

"Wir ha­ben uns ge­ei­nigt, dass vor­erst kei­ne Kün­di­gun­gen aus­ge­spro­chen wer­den", sag­te Pan­nen der dpa. In Ver­hand­lun­gen sol­le wei­ter dar­auf hin­ge­ar­bei­tet wer­den, ei­nen neu­en In­ves­tor zu fin­den und da­durch mög­lichst vie­le Ar­beits­plät­ze zu er­hal­ten. Der Be­trieb des Flug­ha­fens sol­le in je­dem Fall auch im Ju­li fort­ge­führt wer­den. Ber­tels­mann er­klär­te: "Die­se Ei­ni­gung ist ei­ne gu­te Ba­sis, ge­mein­sam den Fort­be­stand des Flug­ha­fen Lü­becks un­ter Er­halt ei­ner mög­lichst gro­ßen Zahl der Be­schäf­tig­ten zu ver­su­chen."

Am Mon­tag war be­kannt­ge­wor­den, dass die Bil­lig-Flug­li­nie Rya­n­air zum Win­ter­flug­plan 2014/2015 ih­ren Flug­be­trieb am Air­port Lü­beck ein­stellt. Für den Flug­ha­fen war dies ein wei­te­rer her­ber Schlag. Er hat­te vor knapp zwei Mo­na­ten In­sol­venz be­an­tragt, nach­dem der frü­he­re Ei­gen­tü­mer Mo­ha­mad Ra­dy Amar ur­plötz­lich ab­ge­taucht war und al­le An­tei­le an der Mut­ter­ge­sell­schaft der Yas­mi­na Flug­ha­fen­ma­nage­ment GmbH, die den Lü­be­cker Flug­ha­fen be­treibt, ver­kauft hat­te.

Zu dem Schrei­ben des In­sol­venz­ver­wal­ters er­klär­te ei­ne Spre­che­rin des Lan­des­ar­beits­ge­rich­tes, ei­ne sol­che An­hö­rung des Be­triebs­rats sei ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben, be­vor Kün­di­gun­gen aus­ge­spro­chen wer­den. In­sol­venz­ver­wal­ter Pan­nen hat­te vor dem Ge­spräch mit dem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten des Be­triebs­rats be­reits be­teu­ert, er ha­be die Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tung le­dig­lich vor­sorg­lich in­for­miert, "dass so et­was mög­lich sein kann". "Es kann eben auch sein, dass für den Fall ei­ner Über­nah­me durch ei­nen Drit­ten die al­te Yas­mi­na hin­sicht­lich der be­ste­hen­den Ar­beits­ver­hält­nis­se Kün­di­gun­gen aus­spre­chen wird. Dann wür­den die Mit­ar­bei­ter mit dem neu­en Be­trei­ber neue Ar­beits­ver­trä­ge ma­chen." Der Be­triebs­rat war auf dpa-An­fra­ge nicht zu er­rei­chen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 24. August 2016

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