Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Bun­des­agen­tur will auf Ein­trei­ben von Klein­be­trä­gen ver­zich­ten

Manch­mal sind es 20 bis 30 Eu­ro, manch­mal nur we­ni­ge Cent - bei der Rück­for­de­rung von zu viel ge­zahl­ter Hartz-IV-Un­ter­stüt­zung sind Job­cen­ter pe­ni­bel: Oft sind die Kos­ten für das Ein­trei­ben hö­her als der zu­rück­ge­for­der­te Be­trag. Das soll sich jetzt än­dern

21.04.2014. (dpa) - Job­cen­ter wol­len künf­tig auf die Rück­for­de­rung von Klein­be­trä­gen ver­zich­ten.

Es ge­be den Vor­schlag, ei­ne so­ge­nann­te Ba­ga­tell­gren­ze ein­zu­füh­ren, be­rich­te­te das Vor­stands­mit­glied der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA), Hein­rich Alt, der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. Sie sol­le bei 50 Eu­ro lie­gen.

Bei al­len dar­un­ter lie­gen­den Be­trä­gen sol­len die Job­cen­ter künf­tig auf das Ein­trei­ben von zu viel ge­zahl­tem Ar­beits­lo­sen­geld II ver­zich­ten.

Der Vor­stoß ist Teil ei­nes 63-sei­ti­gen Vor­schlags­pa­kets der Bun­des­agen­tur zur Ver­ein­fa­chung von Hartz-IV-Re­ge­lun­gen.

Die letz­te Ent­schei­dung dar­über liegt al­ler­dings beim Ge­setz­ge­ber.

Zu Über­zah­lun­gen kom­me es et­wa, wenn ein Ar­beits­lo­ser ei­ne neue Stel­le be­reits am 31. ei­nes Mo­nats an­tre­te, weil die­ser auf ei­nen Mon­tag fal­le. "Wenn dann Job­cen­ter die Zah­lun­gen für den 31. wie­der zu­rück­for­dern, weil er an die­sem Tag ja nicht mehr ar­beits­los war, wird das von den Be­trof­fe­nen als pe­dan­tisch emp­fun­den", er­läu­ter­te Alt. "Au­ßer­dem ha­ben die Job­cen­ter ei­nen re­la­tiv gro­ßen Ver­wal­tungs­auf­wand für klei­nes Geld. Die Kos­ten da­für sind oft ein Viel­fa­ches hö­her als die For­de­rung selbst."

Zu­dem sei die Aus­sicht, die Klein­be­trä­ge zu­rück­zu­er­hal­ten, oft ge­ring. "Man­che Men­schen sind über­schul­det, an­de­re be­fin­den sich in ei­ner Pri­vat­in­sol­venz", sag­te Alt. Zu­dem dür­fe man nicht ver­ges­sen, dass es die Job­cen­ter meist mit Men­schen zu tun hät­ten, die oh­ne­hin mit je­dem Cent rech­nen müss­ten. "Das sind ja kei­ne Mil­lio­nä­re, die da­von pro­fi­tie­ren."

Den­noch blei­be die Sen­kung der Ba­ga­tell­gren­ze um­strit­ten, räum­te das Vor­stands­mit­glied der Bun­des­agen­tur ein. Ei­ne sol­che Re­ge­lung könn­te da­zu bei­tra­gen, dass auch in an­de­ren Be­rei­chen des So­zi­al­sys­tems die Zah­lungs­mo­ral der Bür­ger sin­ke. "Die Be­fürch­tung man­cher Ver­ant­wort­li­cher ist, wenn wir hier ein­mal die Schleu­sen ge­öff­net ha­ben, strahlt das auch auf an­de­re Be­rei­che der staat­li­chen Da­seins­für­sor­ge aus. Und es ent­steht der all­ge­mei­ne Ein­druck: Al­les, was un­ter 20 oder 50 Eu­ro liegt, brau­che ich nicht mehr zu­rück­zu­zah­len. Das wä­re na­tür­lich ein un­er­wünsch­ter Ef­fekt", sag­te Alt. Er kön­ne da­her die Ein­wän­de der Kri­ti­ker gut ver­ste­hen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 13. November 2017

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2017:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880