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Bun­des­re­gie­rung will Be­triebs­ren­ten schritt­wei­se stär­ken

Wie kann die Ren­te si­che­rer wer­den? Ab­seh­bar wach­sen­de Lü­cken will die Bun­des­re­gie­rung über neue Mo­del­le für mehr Be­triebs­ren­ten schlie­ßen. Ein So­zi­al­ver­band pocht auf schnel­le Hil­fe für ar­me Al­te

11.03.2015. (dpa) - An­ge­sichts des gro­ßen Be­darfs an Vor­sor­ge im Al­ter peilt die Bun­des­re­gie­rung ei­ne Stär­kung der Be­triebs­ren­ten in meh­re­ren Schrit­ten an.

Das wur­de bei ei­nem Tref­fen von Ge­werk­schaf­ten, Ar­beit­ge­bern und Re­gie­rung im Bun­des­so­zi­al­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin deut­lich, wie die Deut­sche Pres­se-Agen­tur aus Teil­neh­mer­krei­sen er­fuhr.

Ziel ist es, künf­tig deut­lich mehr Ar­beit­neh­mer in den Ge­nuss ei­ner Be­triebs­ren­te zu brin­gen.

Da­für soll die be­trieb­li­che Al­ters­vor­sor­ge stär­ker als bis­her in Ta­rif­ver­trä­gen ver­an­kert wer­den. Vie­le De­tails sind aber noch of­fen, wie Ver­tre­ter der Wirt­schaft und der Ar­beit­neh­mer der dpa sag­ten.

Dem­nach will die Re­gie­rung zu­nächst Rechts­vor­ga­ben der Eu­ro­päi­schen Uni­on in Deutsch­land um­set­zen. An­ge­strebt wird da­mit, dass Be­triebs­ren­ten­an­sprü­che bei ei­nem Um­zug in­ner­halb der EU nicht ver­lo­ren ge­hen.

Re­form­schrit­te hin zu ei­ner Stär­kung der Be­triebs­ren­te durch ei­ne deut­li­che­re Ver­an­ke­rung in Ta­rif­ver­trä­gen sol­len im Lauf des Jah­res kon­kre­ti­siert und dann um­ge­setzt wer­den, hieß es nach dem Tref­fen am Mon­tag­abend in Ber­lin.

Ein bis­he­ri­ger Vor­schlag des So­zi­al­mi­nis­te­ri­ums reicht aus Sicht von Ar­beit­ge­bern und Ge­werk­schaf­ten nicht aus. Bei­de Sei­ten po­chen zu­sätz­lich et­wa auf bes­se­re steu­er­recht­li­che Be­din­gun­gen für die be­trieb­li­che Al­ters­vor­sor­ge.

Der So­zi­al- und Wohl­fahrts­ver­band Volks­so­li­da­ri­tät for­der­te ei­ne Stär­kung der Grund­si­che­rung im Al­ter und bei Er­werbs­min­de­rung. Im­mer mehr Men­schen sei­en dar­auf an­ge­wie­sen, "weil ih­re Ren­te nicht zum Le­ben reicht", sag­te Ver­bands­prä­si­dent Wolf­ram Frie­ders­dorff.

In kei­ner an­de­ren Al­ters­grup­pe ha­be die Zahl der Ar­men in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so stark zu­ge­nom­men wie bei Rent­nern - seit 2006 um 48 Pro­zent. "Die Fol­gen von Ar­beits­lo­sig­keit, Nied­rig­löh­nen und pre­kä­rer Be­schäf­ti­gung schla­gen sich zu­neh­mend in Er­werbs­bio­gra­fi­en mit nied­ri­gen Ren­ten­an­sprü­chen nie­der."

Ver­schärft wirkt sich laut dem So­zi­al­ver­band aus, dass Al­ters­vor­sor­ge zu­neh­mend pri­va­ti­siert wor­den sei. Nun müs­se der Re­gel­satz für die Grund­si­che­rung im Al­ter stei­gen - für ei­ne al­lein­ste­hen­de Per­son von heu­te 399 Eu­ro mo­nat­lich auf rund 450 Eu­ro.

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Letzte Überarbeitung: 18. April 2016

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