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CDU-So­zi­al­flü­gel schlägt Kür­zung der Mi­nis­ter­ge­häl­ter vor

Die Lan­des­be­am­ten po­chen auf ein deut­li­ches Be­sol­dungs­plus: Die Lan­des­re­gie­rung ver­weist aber auf den klam­men Haus­halt. Ein un­kon­ven­tio­nel­ler Vor­schlag kommt vom CDU-So­zi­al­flü­gel: War­um den Rot­stift nicht ein­mal bei den Mi­nis­ter­ge­häl­tern an­set­zen?

14.03.2013. (dpa) - Der CDU-So­zi­al­flü­gel hat die grün-ro­te Re­gie­rung in der De­bat­te um ei­ne Null­run­de für Be­am­te auf­ge­for­dert, mit gu­tem Bei­spiel vor­an­zu­ge­hen.

"Die Mi­nis­ter­ge­häl­ter der Lan­des­re­gie­rung soll­ten bis zum Jahr 2016 um 10 Pro­zent jähr­lich ge­kürzt wer­den", schlug CDA-Lan­des­chef Chris­ti­an Bä­um­ler am Mitt­woch vor.

Wenn Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann (Grü­ne) Ein­spa­run­gen beim Per­so­nal für nö­tig hal­te, soll­te er sich die fran­zö­si­sche Re­gie­rung zum Vor­bild neh­men.

"Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent François Hol­lan­de hat die Ge­häl­ter sei­ner Mi­nis­ter und sein ei­ge­nes um 30 Pro­zent ge­kürzt", sag­te Bä­um­ler. Un­ter­stüt­zung be­kam er vom Chef des ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Be­am­ten­bunds Vol­ker Stich. Die­ser sieht in dem Vor­stoß aber kei­ne Lö­sung des Pro­blems in Sa­chen Be­sol­dungs­er­hö­hung.

"Wir ver­zich­ten nicht auf die uns zu­ste­hen­de Teil­ha­be an der all­ge­mei­nen Ein­kom­mens­ent­wick­lung." Ei­ne Über­nah­me des Ab­schlus­ses für die Lan­des­be­schäf­tig­ten auf die Be­am­ten wä­re eins zu eins mög­lich.

Kret­sch­mann hat­te am Diens­tag er­klärt, ei­ne Null­run­de für die Lan­des­be­am­ten sei noch nicht vom Tisch. Der Be­am­ten­bund und die Ge­werk­schaft Ver­di for­dern, das Ta­rif­er­geb­nis für die An­ge­stell­ten der Län­der von 5,6 Pro­zent in den Jah­ren 2013 und 2014 eins zu eins auf die Lan­des­be­am­ten zu über­tra­gen.

Ba­den-Würt­tem­berg hat aber nur ein Be­sol­dungs­plus von 1,5 Pro­zent im Jahr in den Etat ein­ge­stellt. Kret­sch­mann hat­te er­klärt, die Re­gie­rung gie­re nach je­dem Vor­schlag, der Ein­spa­run­gen bringt. Die Ge­sprä­che mit den Be­am­ten­ver­tre­tern sol­len in der kom­men­den Wo­che auf­ge­nom­men wer­den.

Bä­um­ler schlug au­ßer­dem vor, der Po­li­zei­re­form in die nächs­te Le­gis­la­tur­pe­ri­ode zu ver­schie­ben und das In­te­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um durch ei­ne St­abs­stel­le im Staats­mi­nis­te­ri­um zu er­set­zen. Die Be­am­ten hät­ten be­reits ih­ren Spar­bei­trag ge­leis­tet. Schließ­lich ha­be Grün-Rot be­reits die Bei­hil­fe ge­kürzt und die ver­mö­gens­wirk­sa­men Leis­tun­gen für den ge­ho­be­nen und hö­he­ren Dienst ge­stri­chen.

Un­ter­des­sen teil­te das Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um mit, dass ei­ne zeit- und in­halts­glei­che Über­tra­gung des aus­ge­han­del­ten Ta­rif­er­geb­nis­ses auf die Be­am­ten und Ver­sor­gungs­emp­fän­ger - ein­schließ­lich der Kos­ten des Er­geb­nis­ses für die An­ge­stell­ten - rund 1,45 Mil­li­ar­den Eu­ro kos­ten wür­de.

Im Lan­des­haus­halt sei aber nur ei­ne Stei­ge­rung be­rück­sich­tigt wor­den, die dem lang­jäh­ri­gen Mit­tel der Lohn­kos­ten­stei­ge­rung ent­spre­che. Für An­ge­stell­te, Be­am­te und Ver­sor­gungs­emp­fän­ger sei­en das zu­sam­men rund 900 Mil­lio­nen Eu­ro. Für 2013/2014 er­gä­be sich da­mit ei­ne De­ckungs­lü­cke von rund 550 Mil­lio­nen Eu­ro.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 19. November 2015

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