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Chan­ce oder "enor­mes Pro­blem"? - IG Me­tall ringt mit der E-Mo­bi­li­tät

Die Au­to­in­dus­trie zählt ne­ben Ma­schi­nen­bau und Che­mie zu den größ­ten deut­schen Wirt­schafts­bran­chen: Was be­deu­tet die E-Mo­bi­li­tät für die tra­di­tio­nel­len Jobs in den Wer­ken? Die IG-Me­tall-Spit­ze und wich­ti­ge Be­triebs­rä­te schwan­ken zwi­schen Alarm­stim­mung und Zu­ver­sicht

23.11.2016. (dpa) - Die Be­schäf­tig­ten der Au­to­in­dus­trie müs­sen sich nach Ein­schät­zung der IG Me­tall we­gen der E-Mo­bi­li­tät und Di­gi­ta­li­sie­rung auf mas­si­ve Um­wäl­zun­gen bei den An­for­de­run­gen im Job ge­fasst ma­chen.

Da­bei dürf­te es laut Ge­werk­schafts­chef Jörg Hof­mann schwie­rig wer­den, die Chan­cen neu­er Auf­ga­ben mit der wohl sin­ken­den Zahl an klas­si­schen Tä­tig­kei­ten im Bau von Ver­bren­nungs­mo­to­ren aus­zu­ba­lan­cie­ren.

"Wir brau­chen die Elek­tri­fi­zie­rung des An­triebs­strangs hier in Deutsch­land, um Ra­tio­na­li­sie­rungs­ef­fek­te zu­min­dest teil­wei­se aus­zu­glei­chen", sag­te Hof­mann in Ber­lin.

Die IG Me­tall will das The­ma zu­sam­men mit den Be­triebs­rä­ten der gro­ßen Au­to- und Zu­lie­fer­kon­zer­ne stär­ker an­ge­hen. Der Ge­werk­schaft zu­fol­ge ar­bei­ten et­wa 250.000 der 880.000 im Fahr­zeug­bau be­schäf­tig­ten Men­schen in der An­triebs­tech­nik.

"Je­de Men­ge Be­schäf­tig­te müs­sen um­qua­li­fi­ziert wer­den", er­klär­te der Be­triebs­rats­chef von Daim­ler, Mi­cha­el Brecht. Man ver­su­che, so vie­le Mit­ar­bei­ter wie mög­lich in die neue Zeit mit­zu­neh­men. Es ge­be aber Gren­zen. "Nicht je­der, der In­ge­nieur ist, kann auch Apps schrei­ben."

Der Vi­ze-Be­triebs­rats­chef von Bosch, Hart­wig Gei­sel, ist skep­tisch, ob sich der Trend weg vom Ver­bren­nungs­mo­tor oh­ne per­so­nel­len Ader­lass voll­zie­hen lässt: "25.000 Ar­beits­plät­ze bei Bosch in Deutsch­land hän­gen am Ver­bren­nungs­mo­tor. (...) Wir wer­den da ein enor­mes Pro­blem be­kom­men." Zu­lie­fe­rer ge­rie­ten un­ter Druck, weil Au­to­bau­er ei­nen Teil der neu­en The­men an sich zö­gen. "Der Ku­chen wird neu ver­teilt."

Bei Volks­wa­gen hat der Um­bruch in der Bran­che den "Zu­kunfts­pakt" mit aus­ge­löst. Die­ser soll die in­ter­nen Spar­zwän­ge nach der Die­sel-Kri­se und die Neu­ori­en­tie­rung un­ter ei­nen Hut brin­gen. Da­zu sei schon ein "grö­ße­rer drei­stel­li­ger Mil­lio­nen­be­trag" für Qua­li­fi­ka­ti­ons­maß­nah­men ein­ge­plant, be­rich­te­te Be­triebs­rats­chef Bernd Os­ter­loh. Von den 9.000 Jobs, die neu ge­schaf­fen wer­den sol­len - bei gleich­zei­ti­ger Kür­zung von welt­weit 30.000 Stel­len -, kä­men 6.000 aus Um­qua­li­fi­zie­rung. "Die an­de­ren 3.000 müs­sen wir vom Ar­beits­markt ho­len", sag­te Os­ter­loh.

Für Hof­mann hat die Elek­tro­mo­bi­li­tät gro­ßes Po­ten­zi­al - aber die Bun­des­re­gie­rung müs­se rea­lis­tisch blei­ben. "Das Ziel, bis 2020 ei­ne Mil­li­on Elek­tro­fahr­zeu­ge auf die deut­schen Stra­ßen zu brin­gen, ist fak­tisch kaum mehr er­reich­bar", mein­te er mit Blick auf Eng­päs­se bei der In­fra­struk­tur und die re­la­tiv ho­hen Au­to­prei­se. "Aber wer heu­te am grü­nen Tisch das Ziel von null Ver­bren­nern bis 2030 vor­gibt, wird eben­falls schei­tern." Die Grü­nen hat­ten ei­nen Zu­las­sungs­stopp für neue Ben­zin- oder Die­sel­au­tos ab 2030 vor­ge­schla­gen.

Ei­ne wei­te­re Ver­schär­fung der CO2-Zie­le in der EU ist aus Sicht der IG Me­tall rich­tig. Ein Pa­pier nennt als Ziel, nach 2020 durch ei­ne wei­te­re Op­ti­mie­rung des Ver­bren­nungs­mo­tors jähr­lich 1,5 Pro­zent we­ni­ger des Treib­haus­ga­ses aus­zu­sto­ßen. Bis 2030 könn­te der Grenz­wert so auf 70 Gramm je Ki­lo­me­ter sin­ken. Der Um­welt­for­scher-Ver­bund ICCT glaubt, dass die Bran­che die­sen Wert schon bis 2025 um­set­zen kann.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 23. November 2016

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