Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Oft dis­kri­mi­niert, aber mit Chan­cen - Mi­gran­ten in Deutsch­land

Mi­gran­ten in Deutsch­land geht es oft bes­ser als in der al­ten Hei­mat: Doch vie­le kla­gen über Dis­kri­mi­nie­rung - vor al­lem auf dem Ar­beits­markt

18.10.2014. (dpa) - Vie­les ist bes­ser als ge­dacht, aber es bleibt im­mer noch viel zu tun.

So das Fa­zit von Her­bert Brü­cker vom In­sti­tut für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) zu ei­ner um­fang­rei­chen Stu­die über Le­ben, Ler­nen und Ar­bei­ten von Mi­gran­ten in Deutsch­land.

Ins­be­son­de­re beim The­ma Dis­kri­mi­nie­rung kom­men die Ex­per­ten zu alar­mie­ren­den Er­geb­nis­sen.

Über die Hälf­te der Be­frag­ten gab an, auf­grund ih­rer Her­kunft be­nach­tei­ligt zu wer­den. Am häu­figs­ten sei dies der Fall bei Äm­tern und Be­hör­den so­wie auf dem Ar­beits­markt: 54 Pro­zent der Dis­kri­mi­nier­ten er­klär­ten, dass sie bei der Ar­beits- und Aus­bil­dungs­platz­su­che schlech­ter be­han­delt wür­den.

Am schwers­ten ha­ben es Ein­wan­de­rer aus der Tür­kei und aus ara­bisch-mus­li­mi­schen Staa­ten. Fast zwei von drei se­hen sich be­nach­tei­ligt - und zwar nicht aus an­de­ren Grün­den, et­wa weil sie we­ni­ger ge­bil­det wä­ren. Auch sie ha­ben vor al­lem mit Hür­den auf dem Job­markt zu kämp­fen.

Das will die Bun­des­re­gie­rung än­dern. Thor­ben Al­brecht (SPD), Staats­se­kre­tär im Ar­beits­mi­nis­te­ri­um, ver­sprach am Frei­tag in Ber­lin: "Auch im Be­reich der Un­ter­neh­men und Be­hör­den müs­sen wir si­cher­stel­len, dass es kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung gibt und dass sie of­fe­ner wer­den für Men­schen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund."

Für die Op­po­si­ti­on kommt die­se Er­kennt­nis viel zu spät. "Die Stu­die sagt, was wir längst wis­sen", sag­te Grü­nen-Po­li­ti­ker Vol­ker Beck der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. Die Re­gie­rung müs­se end­lich kon­kre­te Schrit­te ge­hen. "Dass an­ony­mi­sier­te Be­wer­bungs­ver­fah­ren für Be­wer­ber mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund hilf­reich sind, ist auch seit Jah­ren be­kannt. Ge­för­dert wird die­se Idee nicht."

Zu­mal Dis­kri­mi­nie­rung laut den Au­to­ren der Stu­die die Men­schen grund­sätz­lich be­las­ten kann. Den­noch: Ins­ge­samt ge­se­hen sei­en die Be­frag­ten nicht un­zu­frie­de­ner als Men­schen oh­ne Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund, ob­wohl sie meist we­ni­ger ver­die­nen und häu­fi­ger ar­beits­los sind. "Über­ra­schend" nann­te IAB-Ex­per­te Brü­cker die­ses Er­geb­nis. Es er­klä­re sich da­durch, dass Mi­gran­ten ih­re Si­tua­ti­on in Deutsch­land mit der in ih­ren Hei­mat­län­dern ver­glei­chen wür­den - und den Ver­gleich ge­win­ne meist Deutsch­land, da ih­nen hier ein Auf­stieg ge­lang.

"Mi­gra­ti­on und In­te­gra­ti­on zah­len sich für Ein­wan­de­rer aus", bi­lan­zie­ren da­her die Wis­sen­schaft­ler. Mi­gran­ten ver­die­nen im Durch­schnitt mehr als dop­pelt so viel wie im Her­kunfts­land. Die best­be­zahl­ten Jobs ge­hen an die­je­ni­gen, die gut Deutsch spre­chen und de­ren Ab­schlüs­se in Deutsch­land an­er­kannt wur­den.

Auch in dem zen­tra­len Punkt for­dern die Grü­nen die Re­gie­rung drin­gend zum Han­deln auf. Die An­er­ken­nung aus­län­di­scher Be­rufs­ab­schlüs­se, die durch das 2012 in Kraft ge­tre­te­nen An­er­ken­nungs­ge­setz ge­re­gelt wird, sei nach wie vor zu bü­ro­kra­tisch und zu teu­er, kri­ti­siert die Grü­nen-Ar­beits­markt­ex­per­tin Bri­git­te Poth­mer. Auch soll­ten mehr be­rufs­be­zo­ge­ne Sprach­kur­se an­ge­bo­ten wer­den.

Die Stu­die nimmt aber nicht nur das Hier und Jetzt in den Blick, son­dern un­ter­sucht auch, in­wie­fern sich Mi­gra­ti­ons­be­we­gun­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ins­ge­samt ver­än­dert ha­ben. So ge­be es ei­nen Trend hin zu mehr Mo­bi­li­tät. Der An­teil von Zu­wan­de­rern, die vor dem Um­zug nach Deutsch­land schon in an­de­ren Län­dern ge­lebt hat­ten, ist seit Aus­bruch der Fi­nanz- und Wirt­schafts­kri­se sprung­haft an­ge­stie­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880