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DGB-Chef ruft zu ei­ner Schwei­ge­mi­nu­te ge­gen Frem­den­hass auf

Zei­chen ge­gen Ras­sis­mus set­zen: DGB und Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de or­ga­ni­sie­ren Schwei­ge­mi­nu­te zum Ge­den­ken an die Op­fer der Neo­na­zi-Zel­le

23.02.2012 (dpa) - Der Vor­sit­zen­de des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB), Mi­cha­el Som­mer, hat an al­le Be­schäf­tig­ten ap­pel­liert, sich an die­sem Don­ners­tag an ei­ner Schwei­ge­mi­nu­te ge­gen rechts­ex­tre­mis­ti­sche Ge­walt zu be­tei­li­gen. "Wir müs­sen ein sicht­ba­res Zei­chen ge­gen Frem­den­hass, Ras­sis­mus und An­ti­se­mi­tis­mus set­zen", sag­te der DGB-Chef der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Die Rück­mel­dun­gen von Be­trie­ben zu der von DGB und den Ar­beit­ge­ber­ver­bän­den or­ga­ni­sier­ten Schwei­ge­mi­nu­te sei­en über­wäl­ti­gend, sag­te Som­mer. "Ich wün­sche mir, dass sich vie­le Men­schen be­tei­li­gen und un­ser Land ei­ne Mi­nu­te in­ne­hält." Vie­le Be­trie­be und der Zu­sam­men­halt vie­ler Be­leg­schaf­ten sei­en po­si­ti­ve Bei­spie­le für er­folg­rei­che In­te­gra­ti­on, Re­spekt und To­le­ranz.

Som­mer: "Aber über den Tag hin­aus er­wächst uns al­len die Pflicht, rechts­ex­tre­mem Ge­dan­ken­gut ent­schie­den ent­ge­gen­zu­tre­ten. DGB und Ge­werk­schaf­ten for­dern seit lan­gem ein Ver­bot der NPD, auch um zu ver­hin­dern, dass Rechts­ex­tre­me mit Steu­er­gel­dern fi­nan­ziert wer­den."

In Ber­lin und vie­len an­de­ren Städ­ten soll an die­sem Don­ners­tag ein sicht­ba­res Si­gnal ge­gen Rechts ge­setzt wer­den. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) wird bei ei­nem Staats­akt in Ber­lin die Ge­denk­re­de hal­ten. Da­bei sol­len vor al­lem die zehn Men­schen ge­ehrt wer­den, die zwi­schen 2000 bis 2006 von der Zwi­ckau­er Neo­na­zi-Zel­le er­mor­det wur­den.

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Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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