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DGB-Chef Som­mer: Ko­ali­ti­ons­ver­trag Er­folg für Ge­werk­schaf­ten

Min­dest­lohn, Ren­te, Ta­rif­au­to­no­mie - für DGB-Chef Som­mer trägt der Ko­ali­ti­ons­ver­trag ei­ne deut­li­che Ge­werk­schafts­hand­schrift: Mit der SPD-Po­li­ti­ke­rin Nah­les als Ar­beits­mi­nis­te­rin kön­ne er gut le­ben, sagt Som­mer

16.12.2013. (dpa) - Der schei­den­de DGB-Chef Mi­cha­el Som­mer hat den Ko­ali­ti­ons­ver­trag von Uni­on und SPD als Er­folg der Ge­werk­schaf­ten ge­wer­tet.

Die ver­ein­bar­ten Ver­bes­se­run­gen bei der Ren­te, die Be­gren­zung der Leih­ar­beit und der Min­dest­lohn von 8,50 Eu­ro wä­ren oh­ne die jah­re­lan­gen Kam­pa­gnen der Ge­werk­schaf­ten nicht zu­stan­de ge­kom­men, sag­te Som­mer vor den De­le­gier­ten der Be­zirks­kon­fe­renz des DGB Nord am Sams­tag in Lü­beck.

Zum Auf­takt der Kon­fe­renz sprach sich Som­mer in ei­ner Grund­satz­re­de für ein schwarz-ro­tes Re­gie­rungs­bünd­nis aus.

In den Ko­ali­ti­ons­ver­trag sei­en vie­le For­de­run­gen der Ge­werk­schaf­ten ein­ge­flos­sen, sag­te der DGB-Chef.

"Mit An­drea Nah­les als Ar­beits- und So­zi­al­mi­nis­te­rin könn­ten wir sehr gut le­ben", sag­te Som­mer der Deut­schen-Pres­se-Agen­tur. Mit der Ko­ali­ti­ons­ver­ein­ba­rung sei viel er­reicht wor­den, spe­zi­ell bei den The­men Ar­beit und Ren­te. "Un­zu­frie­den sind wir da­ge­gen mit der Eu­ro­pa­po­li­tik und der Un­ter­fi­nan­zie­rung des So­zi­al­staa­tes", sag­te der DGB-Chef.

Um bes­se­re Bil­dung und ei­ne Ver­bes­se­rung der ma­ro­den In­fra­struk­tur be­zah­len zu kön­nen, sei­en Steu­er­er­hö­hun­gen un­um­gäng­lich. "Wir müs­sen Reich­tum durch hö­he­re Spit­zen­steu­er­sät­ze ab­schöp­fen und die Pro­gres­si­on ab­fla­chen, da­mit nicht wie­der die Ar­beit­neh­mer die Ze­che zah­len", sag­te Som­mer.

Am Mor­gen hat­te Meck­len­burg-Vor­pom­merns Mi­nis­ter­prä­si­dent Er­win Sel­le­ring (SPD) in ei­nem Gruß­wort eben­falls die po­si­ti­ven As­pek­te des Ko­ali­ti­ons­ver­tra­ges her­vor­ge­ho­ben. "Wir ha­ben vie­le Ver­bes­se­run­gen er­reicht, die den Men­schen im Nor­den zu Gu­te kom­men und kla­re Per­spek­ti­ven auf­zei­gen", sag­te Sel­le­ring.

Im Mit­tel­punkt der Kon­fe­renz stand die Wie­der­wahl von Uwe Pol­ka­ehn zum Vor­sit­zen­den des DGB Nord. 89 von 95 De­le­gier­ten stimm­ten für den 58-Jäh­ri­gen, der kei­nen Ge­gen­kan­di­da­ten hat­te. "Wir wol­len, dass der Wert der Ar­beit an­er­kannt und der Nor­den nicht ab­ge­hängt wird", sag­te Pol­ka­ehn.

Auch sein bis­he­ri­ger Stell­ver­tre­ter In­go Schlü­ter wur­de für wei­te­re vier Jah­re im Amt be­stä­tigt. Die im DGB zu­sam­men­ge­schlos­se­nen Ge­werk­schaf­ten in den Bun­des­län­dern Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern hat­ten En­de 2010 ins­ge­samt 420 000 Mit­glie­der.

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Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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