Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

DGB Nord warnt vor "Mainz-Fal­le" auch in an­de­ren Bran­chen

Das De­ba­kel am Main­zer Haupt­bahn­hof sorgt für Ge­sprächs­stoff: Es ist für den Deut­schen Ge­werk­schafts­bund ein Sym­ptom für Ar­beits­platz­ab­bau und Über­stun­den­ber­ge - auch in an­de­ren Bran­chen

19.08.2013. (dpa) - Der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund im Nor­den hat vor ei­ner "Mainz-Fal­le" auch in an­de­ren Bran­chen ge­warnt.

We­gen Per­so­nal­man­gels im Main­zer Stell­werk fal­len dort am Haupt­bahn­hof Zü­ge aus.

"Das ist nur die Spit­ze des Eis­bergs", sag­te Uwe Pol­ka­ehn, Vor­sit­zen­der des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des Nord (DGB Nord), der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Als Bran­chen mit ei­nem - teils ver­deck­ten - Per­so­nal­man­gel nann­te der DGB-Chef das Ho­tel- und Gast­stät­ten­ge­wer­be (De­ho­ga), den Ein­zel­han­del so­wie die Ge­sund­heits­bran­che.

"Der Kos­ten­druck ist in vie­len Fir­men hoch, die Ge­winn­erwar­tung auch. In­fol­ge­des­sen wird Per­so­nal re­du­ziert, die Ar­beits­zei­ten für die üb­rig­blei­ben­den Be­schäf­tig­ten sind rand­voll aus­ge­füllt, mehr stress­be­ding­te Krank­heits­fäl­le ei­ne wei­te­re Fol­ge", bi­lan­zier­te Pol­ka­ehn.

Oft­mals sei Per­so­nal­man­gel nicht of­fen­sicht­lich: So sam­mel­ten sich in Schles­wig-Hol­stein bei den De­ho­ga-Aus­zu­bil­den­den mehr als 440 000 un­be­zahl­te Über­stun­den jähr­lich. Bei ei­nem Min­dest­lohn von 8,50 Eu­ro schul­de­ten die Be­trie­be die­sen Ar­beits­kräf­ten ins­ge­samt 3,7 Mil­lio­nen Eu­ro. So­gar mehr als die Hälf­te der min­der­jäh­ri­gen Azu­bis leis­te dort Mehr­ar­beit, was sie ge­mäß Ju­gend­ar­beits­schutz­ge­setz gar nicht dürf­ten. "Das ist kri­mi­nell", em­pör­te sich Pol­ka­ehn.

Weil auch die­se Bran­che ei­nen Nach­wuchs­man­gel spü­re, der Ser­vice für den Gast aber nicht ein­ge­schränkt wer­den soll, müss­ten ver­stärkt aus­län­di­sche Ar­beit­neh­mer die Lü­cken schlie­ßen. "Das löst grund­sätz­lich das Pro­blem nicht", sag­te der DGB-Chef. Er for­der­te ei­ne bes­se­re Be­zah­lung und bes­se­re Ar­beits­be­din­gun­gen mit un­be­fris­te­ter Be­schäf­ti­gung - auch für Be­schäf­tig­te im Ein­zel­han­del und in der Ge­sund­heits­bran­che.

"Im Ein­zel­han­del gibt es seit Jah­ren ei­ne aus­ge­präg­te Mi­ni­job-Kul­tur", be­rich­te­te Pol­ka­ehn. Kun­den wür­den Fach­kräf­te mit kom­pe­ten­ter Be­ra­tung in man­chen Wa­ren­häu­sern ver­zwei­felt su­chen. "Nur: Ir­gend­wann holt die ver­fehl­te Un­ter­neh­mens­po­li­tik - Spa­ren, Spa­ren, Spa­ren - das Image des Un­ter­neh­mens wie­der ein - sie­he Bahn, Kar­stadt oder Prak­ti­ker." Die Ant­wort der In­dus­trie und der Dienst­leis­ter müs­se lau­ten: "Bes­ser statt bil­li­ger".

Die Pri­va­ti­sie­rung im Kran­ken­haus- und Pfle­ge­sek­tor hat aus Sicht des Ge­werk­schafts­ver­tre­ters eben­falls ih­re Spu­ren hin­ter­las­sen. Es dür­fe nicht sein, dass Pfle­ge- und Ser­vice­kräf­te in Leih­ar­beits­fir­men aus­ge­glie­dert wer­den und dann mit nied­ri­ge­rem Ge­halt wei­ter­hin die glei­che Ar­beit ver­rich­ten müss­ten. "Die­se Pro­fit­gier ist men­schen­un­wür­dig - ge­gen­über den Be­schäf­tig­ten und den Pa­ti­en­ten." Auch hier feh­le we­gen un­aus­kömm­li­cher Be­zah­lung der Nach­wuchs.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

 

Letzte Überarbeitung: 12. Mai 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880